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US OPEN GOLF - Retief
Goosen erobert Pole Position.
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3. Runde: |
20.6.2004 / 01:06 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson |
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Retief Goosen
Foto: Golf-Live.at |
Goosen erobert Pole Position
Südafrikanische Doppelführung bei der US Open: Retief Goosen geht
bei 5 unter Par zwei Schläge vor Ernie Els ins Finale, Tiger Woods
erlebte nach viel Zores ein Happy End.
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Shinnecock Hills spielte sich am Moving Day erstmals "Open-like": der Wind frischte deutlich auf,
die Fahnenpositionen waren wesentlich schwerer, die Grüns pfeilschnell. Die
Golfstars hatten entsprechend große Probleme, nur drei Spieler scorten eine
Runde in den roten Zahlen.
Retief Goosen übernimmt spät das Kommando
Maruyama, Mickelson, Maggert, Funk: sie alle führten zwischenzeitlich am
dritten Spieltag der US Open. Die fast unspielbaren Par 3, die hohen Roughs und
der böige Wind verbliesen sie jedoch alle früher oder später zu Runden über
Par.
In der Spitzengruppe scorte einzig und allein Retief Goosen eine Runde in
den roten Zahlen: "Ich habe mich heute sehr gut gefühlt, viele Grüns
getroffen und im Finish wichtige Birdieputts gelocht", kommentierte der
Südafrikaner seine 69er-Runde (1 unter Par). Ein frühes Bogey an der 2
bügelte der US Open-Champion von 2001 rasch aus, übernahm nach einem
bärenstarken Birdie an der kniffligen 10 die Führung. Zwei gepushte Drives an
der 13 und 14 kosteten ihn Bogeys und Platz 1, im Finish sammelte sich Goosen
wieder, lochte die entscheidenden Birdies an der 16 und 17, ließ an der 18 noch
eine hervorragende Chance aus. Bei 5 unter Par geht Retief als Führender ins
Finale - vier Mal spielte er auf der US PGA Tour schon den Frontrunner, dreimal
konnte er dabei gewinnen.
Mickelson und Maruyama hielten sich tapfer
Weit mehr hatten die beiden Halbzeit-Leader im Flight dahinter zu kämpfen, sie
erwischten einen ganz schwachen Tag
mit den Drives, hielten aber mit brillantem kurzen Spiel ihr Score halbwegs in
der Waage. Phil Mickelson kassierte ein Dreiputt-Doppelbogey am
fast unspielbaren 7. Loch (Par 3), Shigeki Maruyama patzte vier Mal mit
Bogey, am Schlussloch erwischte es den Japaner noch kapital mit einem
Doppel-Bummerl (74 Schläge / 4. Platz). Einzig Mickelson, der mit zwei Bogeys
im Finish noch auf den geteilten 2. Platz zurückfiel (73 Schläge / gesamt 3
unter Par), kann noch am Sonntag mit einem Sieg die Hälfte des Grand Slam 2004
schaffen.
Els mit Chance auf Open Sieg und Nummer 1
"Auf einer Scala von 1 bis 10 war das heute eine 11" äußerte sich Ernie
Els zu den Schwierigkeiten des Golfplatzes. Der Südafrikaner meisterte
jedoch den Moving Day mit einer Par-Runde von 70 Schlägen hervorragend, lochte
jeweils drei Birdies und Bogeys, war mit dem Putter bombensicher unterwegs. Bei
3 unter Par geht Els als Zweiter, nur zwei Schläge hinter der Spitze ins
Finale, könnte mit einem Sieg Tiger Woods sogar als Nummer 1 der Welt
verdrängen - falls der US-Star nicht zumindest Siebenter wird.
Fred Funk locht aus allen Lagen
"Fairway" Fred Funk, so der Spitzname des Amerikaners, der seit Jahren
die meisten Abschläge aufs Kurzgemähte bringt, übernahm nach zwei Dritteln
der dritten Runde die alleinige Führung bei 5 unter Par. Der starke Wind
verblies zwar auch viele seiner Drives, doch der US-Oldboy richtete es sich mit dem Putter. Erst im Finish
bekam Funk Probleme, fiel mit Bogeys an
der 14, 16 und 18 auf 2 unter Par zurück (Platz 4).
Von Beginn an in mächtigen Schwierigkeiten war dagegen Vijay Singh, wilde Drives kosteten den
Fidschi fünf Bogeys und ein Doppelbogey zur birdielosen 77er-Runde, er fiel bei
5 über Par auf Platz 25 zurück. Zu den
Verlierern zählen auch Trevor Immelman (79) und Angel Cabrera
(77).
Die Runde des Tages spielte der Südafrikaner Tim Clark, mit einem Eagle
und vier Birdies brachte der Südafrikaner die 66 bei anfangs noch freundlicheren Bedingungen
ins Clubhaus, liegt bei 1 unter Par schon auf Platz 6.
Tiger brockt sich jede Menge Zores ein ...
Nur ein langes Eisen nahm Tiger Woods vorsichtshalber um 19:10 MEZ am
ersten Tee - landete dennoch weit links im dicken Rough, rettete aber noch sein
Par. Ein schwaches Eisen am folgenden Par 3 lässt ihm noch 20 Meter am Grün,
die er nur mit drei Putts bewältigt. Am dritten Abschlag versucht es Woods
erstmals mit dem Holz, verfehlt prompt das Fairway - das Rough-Problem
wächst sich zum nächsten Bogey aus, als der Par-Putt aus zwei Metern nicht
fällt. An der 4 vergibt der US-Superstar aus zwei Metern seine erste gute
Birdiechance.
An der 8 fällt endlich das erste Birdie für die Nummer 1, das lange Spiel
wirkt plötzlich wesentlich solider. Doch statt der großen Aufholjagd sorgt
Tiger für die Dramen: am berühmten 10. Loch, wo der zweite Schlag aus einer
tiefen Senke heraus 50 Meter auf ein Plateaugrün hochgespielt wird, hat Tiger zuviel Spin am Ball,
der rollt 40 Meter zurück. Nun versucht er es mit einem flachen "Bump
& Run", der es nicht bis aufs Grün schafft, ihm wieder vor die Füße
rollt. Der Vierte gerät zu lang, nach zwei Putts ist das Doppelbogey perfekt.
Zwei Bahnen später lippt der Par-Putt aus zwei Metern aus, Woods fällt auf 5
über Par scheinbar aussichtslos zurück.
... sorgt aber für ein Happy End
Schon ziemlich griesgrämig spielte Woods das Schlussloch, hatte dank
Rückenwinds nur noch ein Sandwedge für den zweiten Schlag - aus 90 Metern
locht er seine
Annäherung zum Eagle ein. Dieser Lucky-Punch bringt ihm noch die 73er-Runde, bei
4 über Par könnte er sogar noch eine kleine Chance haben: "Wenn mein
Schwung passt, loche ich keine Putts, sobald das lange Spiel nicht mehr klappt,
fallen die Par-Putts. Ich muss morgen nur beides zusammenkriegen, dann habe ich
noch eine Chance", meinte Tiger unmittelbar nach seiner Runde.
Alex Cejka leidet weiter unter Birdieflaute
Nicht und nicht in die Gänge will Alex Cejka kommen. Auch am Moving Day
wollen die Birdieputts nicht fallen, nur zweimal darf er sich freuen (3. und 18.
Bahn, Par 4), ein bitteres Doppelbogey an der kurzen 8 zog ihm jedoch den Nerv.
Mit der 73er-Runde bleibt Cejka auf dem aussichtslosen 48. Platz.
Haas Junior vor Haas Senior?
Ihr ganz privates Familienduell trug die Familie Haas am Moving Day aus.
Noch-Amateur Bill Haas nutzte die freundlicheren Bedingungen am Morgen zu
einer starken 71er-Runde, die ihn bei 6 über Par auf Platz 34 vorspülte. Sein
50-jähriger Vater Jay Haas hatte später weit härter zu kämpfen, fiel
mit 76 Schlägen zurück, geht nun gleichauf mit dem Sohn ins Finale.
Scores nach 3 von 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
Score |
| 1 |
GOOSEN,
Retief |
RSA |
-5 |
70 |
66 |
69 |
205 |
| 2 |
ELS,
Ernie |
RSA |
-3 |
70 |
67 |
70 |
207 |
| 2 |
MICKELSON,
Phil |
USA |
-3 |
68 |
66 |
73 |
207 |
| 4 |
FUNK,
Fred |
USA |
-2 |
70 |
66 |
72 |
208 |
| 4 |
MARUYAMA,
Shigeki |
JAP |
-2 |
66 |
68 |
74 |
208 |
| 6 |
CLARK,
Timothy |
RSA |
-1 |
73 |
70 |
66 |
209 |
| 6 |
MAGGERT,
Jeff |
USA |
-1 |
68 |
67 |
74 |
209 |
| 8 |
WEIR,
Mike |
CAN |
Even |
69 |
70 |
71 |
210 |
| 9 |
GARCIA,
Sergio |
SPA |
1 |
72 |
68 |
71 |
211 |
| 9 |
PAVIN,
Corey |
USA |
1 |
67 |
71 |
73 |
211 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| 13 |
HOWELL,
Charles III |
USA |
3 |
75 |
70 |
68 |
213 |
| 19 |
WOODS,
Tiger |
USA |
4 |
72 |
69 |
73 |
214 |
| 19 |
CABRERA,
Angel |
ARG |
4 |
66 |
71 |
77 |
214 |
| 25 |
TOMS,
David |
USA |
5 |
73 |
72 |
70 |
215 |
| 25 |
CURTIS,
Ben |
USA |
5 |
68 |
75 |
72 |
215 |
| 25 |
SINGH,
Vijay |
FIJ |
5 |
68 |
70 |
77 |
215 |
| 34 |
HAAS, Bill
(a) |
USA |
6 |
72 |
73 |
71 |
216 |
| 34 |
HAAS,
Jay |
USA |
6 |
66 |
74 |
76 |
216 |
| 43 |
WESTWOOD,
Lee |
ENG |
7 |
73 |
71 |
73 |
217 |
| 43 |
CHOPRA,
Daniel |
SWE |
7 |
73 |
68 |
76 |
217 |
| 48 |
CEJKA,
Alex |
GER |
8 |
75 |
70 |
73 |
218 |
| 48 |
PRICE,
Phillip |
WAL |
8 |
70 |
73 |
75 |
218 |
| 48 |
IMMELMAN,
Trevor |
RSA |
8 |
69 |
70 |
79 |
218 |
| 55 |
FURYK,
Jim |
USA |
9 |
72 |
72 |
75 |
219 |
| 55 |
HAEGGMAN,
Joakim |
SWE |
9 |
74 |
69 |
76 |
219 |
| 59 |
HARRINGTON,
Padraig |
IRL |
10 |
73 |
71 |
76 |
220 |
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