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US OPEN GOLF - Jim Furyk
verteidigt seinen Major-Titel.
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1. Runde: |
18.6.2004 / 00:53 MEZ
Golf-Live.at / E. Anderson |
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Shigeki Maruyama
Foto: Golf-Live.at |
Die zweite Garde dominiert
Shigeki Maruyama und Jay Haas führen bei perfektem
Golfwetter mit 66er-Runden. Der staubtrockene Links-Platz zeigt den
Stars die Zähne, Tiger (+2), Els mit Par.
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Perfekte, fast windstille Bedingungen zum Auftakt der
US Open, dennoch schaffte nur ein Dutzend Spieler bislang eine Runde in die roten
Zahlen, so giftig präsentierte sich Shinnecock Hills. Einzig Shigeki
Maruyama und Jay Haas zeigten mit der 66 keine Schwächen, sie
führen gemeinsam bei 4 unter Par.
Am etwas windigeren Nachmittag arbeiteten sich Phil Mickelson (-2) und Vijay Singh
(-2) Schlag für Schlag an die Spitze heran, das schaffte aber bislang nur Angel
Cabrera: der bullige Argentinier spielte nicht nur seine Längen aus, sondern
lochte auch reihenweise fantastische, lange Putts
(-4 nach 12 Löchern).
Um 22:45 MEZ zogen Gewitter in der Gegend auf, das Turnier musste daraufhin
unterbrochen werden, anschließend konnten nur noch einige Löcher gespielt
werden. Dann brach dichter Nebel ein, 57 Spieler werden erst Freitag morgens
ihre Auftaktrunde beenden können.
US-Reservisten geben kräftig Gas
Die Amerikaner gaben von Beginn an klar den Ton an, allerdings nicht die ganz großen
Stars. Der 50-jährige Routinier Jay Haas ist in seine Mission
"erster Majorsieg" hervorragend gestartet, lochte fünf Birdies,
kassierte nur am schwersten Par 3 des Platzes, der 200 Meter langen
2. Bahn, ein Bogey. Oldboy Haas spielt schon seine dritte US Open in
Shinnecock Hills, wurde vor 9 Jahren hier Vierter...
Als bester Ausländer ist bislang der exzentrische Japaner Shigeki Maruyama unterwegs,
nur er überstand die Tücken des Platzes ohne Schlagverlust. Mit vier Birdies
konnte er jedoch zu Haas aufschließen: "Ich habe noch nie bei einem Major
eine bogeyfreie Runde gespielt. Die US Open zu gewinnen ist mein großer
Traum", ließ er über seinen Dolmetscher verlauten.
Mit Kevin Stadler - Sohn des legendären "Walrus" Craig Stadler -
sowie mit Jeff Maggert oder Skip Kendall ist eine große Gruppe
von "Mitläufern" auf der US PGA Tour mit 68 Schlägen auf dem
geteilten 4. Platz klassiert.
Woods kämpft verbissen ums Par
Tiger Woods erwischte keinen Auftakt nach Wunsch, kämpfte von Beginn an
damit Fairways und Grüns zu treffen. An der schweren 2 rettete er aus dem
Grünbunker noch das Par - gleich viermal sollte er diese Übung aus dem Sand im
Laufe der Runde wiederholen müssen. Danach schien er in Fahrt zu kommen, am ersten Par
5, dem leichtesten Loch am Platz, klappte es endlich mit dem ersten
Birdie. Am Par 3 der 7 verfehlt er neuerlich das Grün, lässt nach einem
mittelmäßigen Chip den Par-Putt zu kurz, fällt mit dem ersten Bogey wieder
zurück. Statt mit Birdies zu kontern, fängt er sich am langen Par 4 der 9 noch
ein Bogey ein, nachdem er vom Abschlag im dicken Rough landete und das Grün
verfehlte.
Tiger streut auch auf den Back 9 seine Bälle zu oft, trifft zu wenige Fairways
und Grüns, das rächt sich ein drittes Mal am langen 14. Loch, wo er mit Bogey
weiter zurückfällt. Am letzten Par 3, der 17, hat er neuerlich eine kritische
Situation zu überstehen, nachdem er den Abschlag rechts in den Grünbunker
pusht. Mit einem guten langen Bunkerschlag und einem Zweimeterputt rettet er
neuerlich das Par, kann so wenigstens die 72 ins Clubhaus bringen. Bei 2 über
Par ist das Turnier aber noch lange nicht verloren, auch wenn die Statistik
gegen ihn spricht - noch nie konnte er nach einer Auftaktrunde über Par ein
Turnier gewinnen. "Es ist noch so viel Golf zu spielen bis zum Finish, und
noch haben wir keinen Wind gehabt. Denn dann wird es brutal", prophezeit
Woods, dass hier noch alles möglich ist.
Ernie Els patzte gleich auf seinem zweiten Loch, der 11, mit einem
Doppelbogey kapital, verlor auf der nächsten Bahn noch einen Schlag. Dann fand
der Südafrikaner endlich seinen Rhythmus, glich mit drei Birdies den
anfänglichen Rückstand wieder aus: "Die Grüns waren fast tot, so braun
und trocken waren die, fast unmöglich zu putten", meinte Ernie. Am
Schlussloch musste er noch mit einem guten Lob-Shot an die Fahne sein Par
retten, mit 70 Schlägen bleibt er in der Spitze mitten drin statt nur
dabei.
"Hooters-Tour" liefert die Überraschung
Zwei der 80 Qualifikanten, die sonst auf der Hooters-Tour (3. Liga) ihr karges
Brot verdienen, lieferten eine Riesensensation. Mit vier Birdies auf seinen
ersten 6 Löchern schoß sich David Roesch frühzeitig an die Spitze.
Danach bekam der 31-jährige aus Milwaukee Angst vor der eigenen Courage und
fiel mit einer Serie von Bogeys zurück. Mit 68 Schlägen (2 unter Par) rettete
Roesch dennoch einen Top 10-Platz - vor zwei Wochen wollte er noch seine
Karriere beenden, da er sich nicht für ein Turnier der Nationwide Tour
qualifizieren konnte und heuer erst 4.000 Dollar Preisgeld machte.Mit dem
gleichen Score schrieb Kristopher Cox, ein weiterer Amerikaner von der
Hooters-Tour, sensationell bei der US Open an.
Spätes Hole In One
Unmittelbar nach der Gewitterunterbrechung sorgte ein 20-jähriger Amateur für
das Highlight es ersten Spieltages. Der Kalifornier Spencer Levin zückte
ein Eisen 8 am 17. Loch, der Ball sprang am Grün noch einmal auf, um im Loch zu
verschwinden: "Das war ziemlich cool, ich habe den Ball gar nicht gesehen,
aber am Geschrei der Zuschauer erraten, was los war". Mit dem Ass schaffte
Levin noch die 69er-Runde, damit ist er der beste Amateur im Feld bei 1 unter
Par (Platz 12).
Furyk risikiert doch den Start
Mit einem Birdie-Birdie-Start, noch dazu an der 10, heute dem schwersten Loch am
Platz, wurde Jim Furyk dafür belohnt, dass er doch die Titelverteidigung
wagt. Nach 6 Monaten Turnierpause und erst 3 Monate nach seiner
Handgelenksoperation hatten wenige überhaupt mit seinem Antreten gerechnet. In
dieser Tonart ging es aber leider nicht weiter, mit drei Bogeys fiel Furyk schon
auf der ersten Hälfte wieder zurück. Mit 72 Schlägen (2 über Par) hielt sich
der Titelverteidiger dennoch beachtlich.
Cejka mit hartnäckiger Birdiesperre
Kein Auftakt nach Wunsch für Alex Cejka, der sich auf 36 Löchern erst
mühsam für die Open qualifizieren musste: der Deutsche war zum Auftakt dann gemeinsam mit
Dudley Hart im ersten Flight unterwegs, kassierte bis zur 15. Bahn schon
sechs Bogeys. Erst spät, am letzten Par 5 der 16, lochte Alex sein erstes
Birdie. Am Schlussloch büßte der einzige Deutsche im Feld noch einen Schlag zur
75er-Runde ein, bei 5 über Par muß er am Freitag hart um den Cut kämpfen.
Wie überhaupt die Europäer bislang auf dem fast britischen Kurs durch die Bank
enttäuschten, kein einziger blieb unter Par. Bester ist derzeit der Waliser Phillip Price mit einer
Par-Runde im Clubhaus.
Stars auf der Verliererstrasse
Zu den Verlierern des ersten Spieltages zählt auch Davis Love III, der
am leichten Eröffnungsloch gleich ein Tripplebogey kassierte - und noch eines
an der 14 (76 Schläge). Das Comeback von David Duval lief auch nur ein
Loch lang erfolgreich. Nach einem schnellen Birdie ging es mit zwei Doppelbogeys
weiter, danach mit einer Bogeyflut nur noch bergab (83 Schläge). Auch mit
Brille zeigte Nick Faldo nur wenig Durchblick, kassierte 10 Bogeys und
ein Doppelbogey zur inferioren 81er-Runde - dafür hätte er sich nicht mühsam
durch die Quali kämpfen müssen.
Zwischenstand in der 1. von 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Name |
Land |
Loch |
Par |
R1 |
| 1 |
HAAS,
Jay |
USA |
F |
-4 |
66 |
| 1 |
MARUYAMA,
Shigeki |
JAP |
F |
-4 |
66 |
| 1 |
CABRERA,
Angel |
ARG |
12 |
-4 |
|
| 4 |
MAGGERT,
Jeff |
USA |
F |
-2 |
68 |
| 4 |
COX,
Kris |
USA |
F |
-2 |
68 |
| 4 |
ROESCH,
David |
USA |
F |
-2 |
68 |
| 4 |
CURTIS,
Ben |
USA |
F |
-2 |
68 |
| 4 |
KENDALL,
Skip |
USA |
F |
-2 |
68 |
| 4 |
STADLER,
Kevin |
USA |
F |
-2 |
68 |
| 4 |
MICKELSON,
Phil |
USA |
15* |
-2 |
|
| 4 |
SINGH,
Vijay |
FIJ |
14 |
-2 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| 12 |
WEIR,
Mike |
CAN |
F |
-1 |
69 |
| 22 |
PRICE,
Phillip |
WAL |
F |
Even |
70 |
| 22 |
ELS,
Ernie |
RSA |
F |
Even |
70 |
| 22 |
GOOSEN,
Retief |
RSA |
13 |
Even |
|
| 41 |
ROMERO,
Eduardo |
ARG |
F |
2 |
72 |
| 41 |
GARCIA,
Sergio |
SPA |
F |
2 |
72 |
| 41 |
WOODS,
Tiger |
USA |
F |
2 |
72 |
| 41 |
FURYK,
Jim |
USA |
F |
2 |
72 |
| 41 |
TOMS,
David |
USA |
17 |
2 |
|
| 62 |
DAVIS,
Brian |
ENG |
F |
3 |
73 |
| 62 |
CHOPRA,
Daniel |
SWE |
F |
3 |
73 |
| 62 |
WESTWOOD,
Lee |
ENG |
F |
3 |
73 |
| 62 |
HARRINGTON,
Padraig |
IRL |
17 |
3 |
|
| 62 |
LEVET,
Thomas |
FRA |
16* |
3 |
|
| 62 |
CLARKE,
Darren |
NIRL |
15 |
3 |
|
| 90 |
HAEGGMAN,
Joakim |
SWE |
F |
4 |
74 |
| 90 |
JACOBSON,
Fredrik |
SWE |
14* |
4 |
|
| 106 |
CEJKA,
Alex |
GER |
F |
5 |
75 |
| 106 |
ROSE,
Justin |
ENG |
13* |
5 |
|
| 122 |
LOVE,
Davis III |
USA |
F |
6 |
76 |
| 137 |
BJORN,
Thomas |
DEN |
F |
7 |
77 |
| 148 |
JIMENEZ,
Miguel Angel |
SPA |
13 |
9 |
|
| 153 |
FALDO,
Nick |
ENG |
F |
11 |
81 |
| 154 |
DUVAL,
David |
USA |
F |
13 |
83 |
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