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1. MAJOR

70. US MASTERS
Augusta National GC, Augusta, Georgia
6. - 9.4. 2006 - US$ 7,000.000

GOLF 70. US MASTERS - Augusta-Show von Tiger Woods?

Vorschau 2:

5.4.2006 / 07:08 MEZ Golf-Live.at - J.Widl


Tiger-Show in Augusta?

89 Spieler aus 21 Ländern fordern den Titelverteidiger. Doch der verlängerte Kurs von Augusta ist wie maßgeschneidert für Tiger.

"Wenn die hier jedes Jahr Tiger als Sieger haben wollen, dann haben sie die richtigen Umbauten gemacht," ätzte Jim Furyk stellvertretend für die meisten Spieler, denen die 140 zusätzlichen Meter im Augusta National Golf Club schwer aufs Gemüt schlagen. Noch bevor beim 70. US Masters der erste Golfschlag ausgeführt wurde, scheinen sich viele Starter bereits geschlagen zu geben.

Wer die kürzesten Schläge ins Grün hat, gewinnt

Daran ändert auch die mäßige Trainingsrunde von Tiger am Dienstag wenig, der mehr aus Bunker und Wald als vom Fairway spielte. Denn das auf 6770 Meter verlängerte "grüne Monster" von Augusta verlangt vor allem eines: Länge und nochmals Länge vom Tee, um überhaupt eine Chance zu haben, den Ball auf den knochenharten Grüns einzuparken. Und da kommen nur wenig mit - am ehesten die Top 5 im World Ranking.

10 Majortitel gewann Tiger Woods noch vor seinem 30. Geburtstag - Singh, Els, Goosen und Mickelson brachten es gemeinsam am 9 Siege. Das erste Major des Jahres, für viele vom Platz her das Schwerste, vom Feld dagegen das Leichteste, bringt üblicherweise Favoritensiege. Daher sind sich die Experten einig: der Masters-Sieger 2006 sollte aus den Top 5 im World Ranking kommen.

Favoritenliste von Markus Brier

Das sieht auch Markus Brier so, der sich das Masters daheim im Fernsehen anschauen wird: "Wer kann Tiger fordern? Am ehesten Mickelson, der war unglaublich gut in der Vorwoche. Mit 13 Schlägen Vorsprung zu gewinnen, das ist sehr viel Holz." Sollten weder der beste Rechts- noch Linkshänder eine gute Woche erwischen, hat Brier noch einige Wenige auf seiner Liste: "Goosen spielte zuletzt großartig, der kann das Masters jederzeit gewinnen."

Für die Europäer, die im 21. Jahrhundert überhaupt noch ohne Majorsieg dastehen und beim Masters das letzte Mal 1999 (Olazabal) gewannen, sieht es nicht allzu gut aus: Oli hat zwar das Eisenspiel, aber nicht die Drivelänge - und seit seinem Sieg 1999 wurde Augusta um rund 500 Meter verlängert. Brier traut am ehesten Darren Clarke und Luke Donald einen europäischen Triumph in Amerikas Golf-Mekka zu.

Zwei Driver im Bag

Interessant, was sich die Stars für Augusta einfallen lassen: Phil Mickelson hat wie schon in der Vorwoche zwei Driver im Bag, beides FT-3 von Callaway, einer jedoch mit verlängertem Schaft: mit einem produziert Mickelson einen kontrollierten Fade mit dem anderen einen deutlich längeren Draw. Dafür opfert Mickelson übrigens sein Sandwedge. Ernie Els hat dagegen sein Eisen 2 aussortiert, setzt wie immer mehr seiner Kollegen auf das gute, alte Holz 5.

Doch der Weg zum Sieg führt wohl nur über Tiger, der sich seinen 5. Masters-Sieg holen und nach 2002 zum zweiten Mal erfolgreich den Titel verteidigen will. Am meisten stört den Superstar, dass erstmals sein schwer kranker Vater nicht in Augusta dabei ist: "Das war immer eine ganz besondere Woche für unsere Familie. Jeder, der ein Familienmitglied hat, das lange lebt, muss früher oder später damit rechnen, dass es ihn trifft. Unglücklicherweise trifft es jetzt uns. Aber Ablenkung ist das keine, ich habe genug Zeit mich auf jeden einzelne Schlag zu konzentrieren." Tiger ist bereit, vielleicht ein allerletztes Mal einen emotionalen Sieg seinem Vater Earl zu widmen. 

Volles Programm auf Golf-Live

Golf-Live bietet auch heuer wieder eine volle Live-Coverage vom US Masters: Live Scoring sowie stündliche Live-Updates ab Donnerstag 16 Uhr.

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