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Major

106. US OPEN
Winged Foot, Mamaroneck, New York
15. - 18. Juni 2006 - US$ 6,800.000


Ogilvy erbt US Open-Krone

Weil Phil Mickelson und Monty am Schlussloch mit Doppelbogey patzen, holt Geoff Ogilvy seinen ersten Majortitel.


Ohne Zweifel: Geoff Ogilvy ist ein würdiger Major-Champion. Auf dem vielleicht härtesten Golfplatz der Welt bewies sich der 29-jährige Australier als solidester Spieler im Feld, der über alle vier Tage gerechnet die wenigsten Fehler machte, ohne ein einziges Doppelbogey blieb. Der Sieger beim World Match Play konterte auch in Winged Foot alle Stars out, blieb im entscheidenden Moment als einziger ohne Fehler und sicherte sich mit der 72 (+2) bei 2 über Par den ersten Major-Titel eines Australiers seit Steve Elkington im Jahre 1995.

Wie Monty & Lefty den Sieg verspielen

Die Favoriten schlugen sich jedoch selbst, und das war für sie doppelt bitter: Phil Mickelson schien wie an den Vortagen die Back 9 und damit die Konkurrenz zu beherrschen. Als Lefty am langen Par 4 der 14 ein grandioses Birdie herausspielt, geht er mit zwei Schlägen Vorsprung auf die Schlusslöcher.

Doch dann hat Colin Montgomerie seinen tragischen Auftritt: an der 16 locht der Schotte aus 17 Metern, quer übers Grün, zum Birdie. Fast zeitgleich kassiert Mickelson ein Loch dahinter das Bogey, damit wieder Gleichstand.

Am Schlussloch legt sich Monty den Matchball zum ersten Majortitel auf: von Mitte Bahn will er aus 160 Metern auf Nummer Sicher gehen, nimmt bewusst ein Eisen 7 statt 6 und bleibt damit zu kurz und rechts im Rough: "Ich dachte, mit Adrenalin würde auch die 7 reichen, aber es war einfach ein schwacher Schlag," bekannte Monty. Aus dem dicken Kraut fabriziert er Chip und drei Putts zum Doppelbogey, sollte damit um einen Schlag den Titel verspielen: "Dieses Mal habe ich es selbst vergeigt," war Monty entsprechend geladen, "schlimmer gehts nicht, manchmal frage ich mich, warum ich mir das antue," reicht es zum dritten Mal bei einer US Open und zum viertel Mal bei einem Major wieder nur für Platz 2.

Phil Mickelson machte es Monty wenige Minuten später nach, nur wühlte sich der Gewinner der letzten beiden Majors nach einem wilden Drive mühsam durchs Rough in Richtung Grün. Der dritte Schlag landete im Grünbünker, von dort schaffte Mickelson nicht den Up & Down zum Bogey, das ihn gleichauf mit Ogivly gebracht hätte.

Padraig Harrington kam mit drei Bogeys in Serie ins Ziel, auch Jim Furyk spielte nur die 5 am Schlussloch.

Wie Ogilvy den Sieg holte

Während die Schlussbahnen einen nach dem anderen abwerfen, hat Geoff Ogilvy das Glück des Tüchtigen: am Par 4 der 17 chippt der Australier aus 8 Metern zum Birdie ein und rettet als Einziger in der Spitzengruppe das Par am 72. Loch.

Einen Schlag hinter dem frisch gebackenen Major-Champion, teilen sich Mickelson, Montgomerie und Furyk den zweiten Platz, einen Schlag zurück wird Padraig Harrington alleiniger Fünfter. Damit wird es auch nichts mit dem "Mickel-Slam", auch heuer kann kein Spieler mehr 4 Majors in Folge gewinnen.

>> Endergebnis US Open 2006




LIVE-Update 23:00 Uhr:


Auf den leichten Bahnen kann Mickelson einfach nicht punkten: Am drivebaren Par 4 der 6 drived Mickelson in den Bunker, kann aus 5 Metern den Up & Down zum Birdie nicht machen. Somit führt plötzlich Geoff Ogilvy mit einem Schlag, nachdem er an der 5 und 6 Schläge gutmacht.

Die Mienen im Schlussflight verdüstern sich weiter: mit Dreiputt-Bogeys geben Mickelson und Ferrie an der 7 einen Schlag ab. Der Engländer fällt nach einem weiteren Dreiputt an der 8 auf +4 zurück.

Colin Montgomerie kratzt großartige Pars an der 8 und 9, kommt bogeyfrei über die erste Hälfte des Platzes hinweg. Ogilvy wird plötzlich vom Driver verlassen, aus dem Rough kassiert er Bogeys an der 8 und 9.

Auf die letzten 9 Löchern gehen somit Montgomerie und Ogilvy als Co-Leader bei 3 über Par:

Die Back 9 hat jedoch an den Vortagen niemand auch nur annähernd so gut gespielt wie Phil Mickelson, der nach Sandy-Bogey an der 9 einen Schlag Rückstand hat, so wie Kenneth Ferrie.



LIVE-Update 22:10 Uhr:


"Wer kann öfters das Par kratzen," lautet das Spiel, das im Schlussflight aufgezogen wird. Mickelson trifft bis zum 5. Loch kein einziges Fairway, kommt aber immer mit guten Lagen davon und hält seine Pars. Ferrie hat an der 2 und 3 riesenlange erste Putts, kommt ebenfalls verlustfrei davon. Aus dem Nichts heraus, ohne ein Fairway gesehen zu haben, locht Lefty an der 4 zum Birdie, das ihm erstmals im Turnier die alleinige Führung beschert.

Ausgerechnet am kurzen Par 5 wird Mickelson der nächste gepullte Drive zum Verhängnis. Aus dem Fairwaybunker legt er ins allerdickste Rough vor, erreicht erst mit dem vierten Schlag das Grün und verspielt mit dem Bogey die alleinige Führung.

Colin Montgomerie ist im langen Spiel wieder eine Macht, legt sich die Chancen reihenweise auf: Birdies an der 4 und 5 bringen den Schotten bis auf einen Schlag an die Leader heran. Geoff Ogilvy hält sich unauffällig, aber effektiv im Rennen, nach dem ersten Drittel sogar in geteilter Führung.



LIVE-Update 21:00 Uhr:


So richtig Druck kommt in den letzten 90 Minuten von Nick O'Hern und Jeff Sluman. Beide sind für ihre eher kurzen, aber schnurgeraden Schläge bekannt. Der australische Linkshänder schießt sich ab der 6 so richtig ein, O'Hern holt sich einen lupenreinen Birdie-Hattrick ab. Pech hat er an der 9, als seine Annäherung den Flaggstock trifft, der Ball aber gute 7 Meter wegspringt - 3 unter Par nach 9, Platz 9 bei 6 über Par.

Jeff Sluman schafft das Eagle am vom Abschlag erreichbaren Par 4 der 6 - davor hatte der US-Routinier schon drei Birdies aufgesammelt und sich auf +5 und Platz 4 verbessert. Luke Donald und Jim Furyk kommen ebenfalls früh auf Touren, liegen ebenfalls in den Top 10 und in den roten Zahlen für den Finaltag.

Phil Mickelson und Kenneth Ferrie sind in diesen Minuten gestartet, der Engländer trifft sicher das Fairway, der Titelfavorit aus San Diego pullt seinen Drive mitten in die Zuschauer.




LIVE-Update 19:30 Uhr:


Bei über 30 Grad im Schatten laufen auch einige der Stars so richtig heiß: Paul Casey und der Amerikaner Bo van Pelt nutzen das etwas leichtere erste Drittel des Platzes perfekt aus um 2 unter Par zu gehen. Rod Pampling und Stephen Gangluff haben bereits zwei Drittel absolviert und liegen ebenfalls 2 unter Par. In der Gesamtwertung sind sie jedoch alle zumindest 6 Schläge von der Spitze entfernt.

Für tolles Entertainment sorgt Kolumbiens Shooting Star Camilo Villegas, obwohl er bereits 21 über Par liegt: aus den Bäumen heraus an der 16 findet Camilo eine kleine Lücke, mit einem gefadeten Punch biegt er den Ball aufs Grün, verschiebt aber den Birdieputt. Nicht gerade gut geht es zwei der Stars von Fontana: Thomas Björn beginnt mit Doppelbogey, Bogey, Miguel-Angel Jimenez verliert trotz starker Putts einen weiteren Schlag auf den ersten 4 Lchern.




LIVE-Update 17:00 Uhr:


Folgt auf den "Tiger-Slam" der "Mickel-Slam"? Erst zwei Spieler, Tiger Woods und Ben Hogan konnten drei Majors in Serie gewinnen - Phil Mickelson hat am Finaltag der 106. US Open die Chance, in diese illustre Gesellschaft aufzusteigen, als Etappensieg am Weg zu mehr bei der British Open ...

In der Rolle des absoluten Außenseiters geht Co-Leader Kenneth Ferrie mit Mickelson ab 21:00 MEZ auf die Schlussrunde: seine erste US Open, noch nie konnte ein Neuling dieses Major gewinnen, selbst für die Top 10 reichte es beim Engländer heuer noch nicht auf der European Tour!

Aber auch Ian Poulter, Vijas Singh, Padraig Harrington, Colin Montgomerie und ein gutes Dutzend weiterer Spieler haben die Chance, mit einer Superrunde den Majorsieg zu holen.

Die typischen "Sonntagsfahnen" lassen bislang keine allzu guten Scores zu, nur der Amerikaner Stephen Gangluff überrascht mit 2 unter Par nach 9 Löchern.


 


>> 3. Runde: Mickelson holt Ferrie ein

>> 2. Runde: Monty ohne Birdie, aber happy

>> 1. Runde: Monty der einzige "Rote"


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