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Autor: Klemens Widhalm

Verpatzter Auftakt

GRAND FINAL – 1. RUNDE: Lukas Nemecz findet sich beim Challenge Tour Finale der Top 45 des Jahres zum Aufakt überhaupt nicht zurecht und muss im T-Golf & Country Club auf Mallorca mit der 77 leben, die ihn klar am falschen Ende des Leaderboards festnagelt.

Dank konstant starker Leistungen auf der heurigen Challenge Tour, wobei er bei allen 6 Einsätzen cuttete, einmal die Top 10 erreichte und einen 34. Platz in Atzenbrugg als sein schlechtestes Ergebnis notierte, ist Lukas Nemecz beim heurigen Grand Final der Challenge Tour mit dabei. Gespielt wird im T-Golf Golf und Country Club auf Mallorca, wobei die besten 45 verfügbaren Spieler der Jahreswertung qualifiziert sind und über vier Tage ohne Cut 350.000 Euro unter sich ausspielen werden.

Alle 45 Spieler können theoretisch mit einem Sieg noch die Top 5 der Jahreswertung erreichen und damit ein eingeschränktes Spielrecht für die European Tour im kommenden Jahr. Lukas Nemecz allerdings erschwert sich dieses Ziel gleich von Beginn weg erheblich, denn mit einem Bogey gelingt der Start nur alles andere als nach Maß. Auch danach ist er noch auf der Suche nach der Leichtigkeit der letzten Wochen, was sich am Par 4 der 5 mit einem Schneemann richtig unangenehm zu Buche schlägt.

Kein Turnaround

Erst danach kann er sein Spiel erstmals etwas konsolidieren, ohne jedoch den aufgerissenen Rückstand verkleinern zu können. Nach dem Turn nimmt das Unheil dann am Par 5 der 11 und am darauffolgenden Par 3 in Form der nächsten Fehler weiter seinen Lauf, womit sich langsam aber sicher eine richtig verpatzte Auftaktrunde abzeichnet. Erst auf der 14 kann er dann mit seinem ersten Birdie die Negativspirale endlich etwas abbremsen.

Richtigen Turnaround leitet das Erfolgserlebnis jedoch nicht ein, denn das höchste der Gefühle an diesem Tag ist es noch weitere Fehler zu vermeiden. Schlussendlich steht er zum Auftakt nur mit der 77 (+6) wieder beim Recording und macht es sich so als 45. und letzter am ganz klar falschen Ende des Leaderboards gemütlich.

Nach der Runde meint er enttäuscht: “Es ist leider nichts gelaufen für mich heute. Mit 15 Grüntreffern +6 zu spielen tut weh. Die 5 ist normalerweise ein Par 5, wir spielen es aber von hinten als Par 4. Man muss einen mega Slice über die Bäume spielen um nicht 200 Meter ins Grün zu haben.”

“Der Abschlag hat leider hauchdünn einen Baum gestreift und ist dann 70 Meter nach dem Tee in einem Busch gelandet. Nach Strafschlag hab ich dann versucht mit meinem 5er Eisen abzukürzen – wieder Baum, wieder Busch. So ist es dahingegenangen. War bitter, weil der Drive echt nahe an perfekt war. Danach zwar gut gespielt, aber wenn man keine Putts locht, wirds sehr schwer und frustrierend. Kann nur besser werden.”

Gleich drei Spieler teilen sich nach den ersten 18 Löchern mit 66er (-5) Runden die Führungsrolle.

Leaderboard Grand Final

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Besseres liegengelassen

ALPS TOUR QUALIFYING SCHOOL – FINAL: Bernard Neumayer und Daniel Hebenstreit lassen im Golf Nazionale am Finaltag mit tiefschwarzen Runden einiges liegen, dürfen sich aber zumindest mit Kategorie 8 für kommende Saison trösten.

Bernard Neumayer, Clemens Prader, Jürgen Maurer und Robert Molnar kämpften sich vergangene Woche erfolgreich durch die Vorqualifikation und bestreiten im Konzert mit insgesamt 143 Spielern nun in Rom über drei Tage das Tourschool-Final um Spielrechte auf der Alps Tour für 2021. Direkt fürs Finale qualifiziert waren zusätzlich Gerold Folk und Daniel Hebenstreit. Gespielt wird vorerst jeweils eine Runde auf zwei Kursen, wobei Folk und Hebenstreit zuerst in Golf Nazionale ran müssen, während die anderen Österreicher in Terre dei Consoli aufteen.

Ein windiger Eröffnungstag lässt nur ein Dutzend Runden unter Par zu, allerdings von keinem Österreicher. Daniel Hebenstreit bringt im Golf Nazionale die 1 über Par herein und ist auf Position 17 auf einem guten Weg. Bernard Neumayer und Jürgen Maurer bei 2 über Par und Clemens Prader bei +3 sind auch noch mit dabei. Robert Molnar (+9) und Gerold Folk (+18) verpatzen dagegen komplett den Eröffnungstag.

Bernard Neumayer und Daniel Hebenstreit qualifizieren sich in Rom mit den Top 70 nach zwei Runden für die Finalrunde bei der heurigen Alps Tourschool. Neumayer versenkt im Golf Nazionale am Weg zur 71 nicht weniger als 7 Birdieputts und kann sich sogar zwei Doppelbogeys leisten. Daniel Hebenstreit schwimmt in Terre dei Consoli lange Zeit in den Top 30 mit, ehe es ihn am abschließenden Par 5 mit dem Doppelbogey erwischt. Die 75 reicht aber souverän zum Weiterkommen.

Am doch sehr hohen Cut von 7 über Par scheitern hauchdünn Jürgen Maurer und Clemens Prader bei +8 sowie sehr deutlich Robert Molnar (+15) und Gerold Folk (+18). Dennoch dürfen sich die eben genannten für kommendes Jahr mit Kategorie 9 berechtige Hoffnungen auf einige Starts machen.

Kein wirklicher Rhythmus

Für Bernard Neumayer und Daniel Hebenstreit geht es hingegen noch um ein volles Spielrecht für 2021, allerdings finden sich beide am Finaltag im Golf Nazionale alles andere als gut zurecht und stolpern mit Runden von 78 (+6) bzw. 77 (+5) Schlägen mehr schlecht als recht über die Ziellinie. Damit verpassen beide den Sprung unter die Top 35 – Neumayer wird 41., Hebenstreit 57. – womit auch die angepeilte Kategorie 6 unerreichbar wird. Mit dem geschafften Cut dürfen sich die beiden aber mit Kategorie 8 trösten, was mit Sicherheit dennoch einige Startmöglichkeiten im kommenden Jahr eröffnen wird.

Leaderboard Alps Tour Qualifying School

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Unbelohntes Teambuilding

SAUDI LADIES TEAM INTERNATIONAL – FINAL: Christine Wolf und Sarah Schober finden im Teambewerb zusammen mit der Schwedin Lina Boqvist zu wenige Birdies um vom Royal Greens G & CC Preisgeld mitnehmen zu können. In der Einzelwertung gibt es jedoch etliche Petrodollars.

Mit einem innovativen Teamformat über drei Tage verabschieden sich Europas Golfladies von der historischen ersten Damen Profievent in Saudi Arabien. 36 Teams bestehend jeweils aus drei Proetten und einem Amateur kämpfen um 500.000 Dollar Preisgeld, wobei an jedem Loch die besten zwei Scores in die Wertung kommen. Die besten 10 Teams sowie die besten 60 Spielerinnen in der Individualwertung erhalten ihren Anteil am Preisgeld.

Christine Wolf und Sarah Schober bilden dabei gemeinsam mit der Schwedin Lina Boqvist ein Team. Wie in Bestball-Formaten üblich wird ultratief gescort. Bei der Birdiejagd kommt das österreich-schwedische Team dabei nicht mit den Besten mit. Jeweils drei Birdies von Wolf und Schober reichen bei weitem nicht. Noch dazu erwischt Boqvist einen ganz schwachen Tag und steuert nur ein Birdie zum Teamergebnis bei. Bei insgesamt 6 unter Par für das Team ist vorerst ein Platz unter den besten 10 Teams klar außer Reichweite.

Zu verhalten

Ein Birdie-Feuerwerk aller Beteiligten benötigt Team Wolf am zweiten Spieltag um den großen Rückstand auf die Top 10-Teams und damit das Preisgeld wettzumachen. Christine Wolf geht mit Birdie am Eröffnungsloch mit gutem Beispiel voran, eine kollegiale Inititialzündung stellt dies jedoch nicht dar. Wolf gelingt bis zum Turn kein weiterer Schlaggewinn mehr und die zwei Birdies von Sarah Schober und eines von Lina Boqvist reichen nicht um den Rückstand zu verringern.

Sarah rafft sich noch einmal auf und holt sich zu Beginn der zweiten 9 einen Birdie-Doppelpack. Wolf holt auch noch zwei Schläge heraus und mit minimaler schwedischer Beteiligung, einem weiteren Birdie, holt sich “Team Wolf” insgesamt 8 Punktgewinne, etwas mehr als zum Auftakt. Das 36 Loch-Ergebnis von 14 unter Par ist aber deutlich zu wenig um unter den besten 10 Teams zu landen.

Am individuellen Leaderboard scheint Sarah Schober mit Runden von 73 und 69 Schlägen auf Platz 15 auf und hat damit am Schlusstag noch intakte Chancen auf Preisgeld, während Wolf zweimal die 73 spielte und damit auf Position 29 aufscheint.

Nicht ganz leer ausgegangen

Fast passend zur Woche fehlt auch am Finaltag beim österreichisch-schwedischen Gespann der Vortrieb. Zwar sorgt Sarah mit einem schnellen Birdie auf der 11 für ein rasches Erfolgserlebnis, auf der 16 gelingt am zweiten Par 3 dafür nur Chrissie das Par, womit es sogar wieder auf den Ausgangspunkt zurückgeht.

Auch auf den Frontnine will sich nicht wirklich ein gewinnbringender Rhythmus einstellen. Zwar findet das Ladies-Team noch Schlaggewinne, tritt sich aber auch weitere Fehler ein. Am Ende stehen sie mit 140 Schlägen und bei gesamt 18 unter Par wieder im Clubhaus, was als 27. für keine Ergebnisverbesserung mehr reicht.

In der Einzelwertung schauen die beiden Österreicherinnen in Saudi Arabien jedoch nicht ganz durch die Finger. Sarah Schober kann sich mit der 71er (-1) Finalrunde zwar durchaus zufrieden zeigen, als 17. erhält sie immerhin noch 2.656 Euro. Für Chrissie Wolf bleibt nach der 75 (+3) und als 53. noch ein Reisekostenzuschuss von 570 Euro.

Das Gespann mit Emily Kristine Pedersen, Michele Thomson und Casandra Hall sichert sich bei einem Gesamtscore von 40 unter Par die Teamwertung. Pedersen darf sich darüber hinaus bei -14 auch über den Sieg in der Einzelwertung freuen.

Leaderboard Saudi Ladies Team International

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Verschiedene Vorzeichen

RSM CLASSIC – VORSCHAU: Österreich hat ab Donnerstag bei den RSM Classic im Sea Island Resort gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Während Sepp Straka nach dem starken Auftritt in Houston derzeit in starker Form agiert, schweben über Bernd Wiesbergers Kopf nach dem durchwachsenen Masters-Auftritt doch etliche Fragezeichen.

Sepp Straka scheint die Zwangspause – in die kleinen Starterfelder des CJ Cups und der Zozo Championship kam der Longhitter nicht hinein – richtig gut getan zu haben, denn vor zwei Wochen bei den Houston Open präsentierte sich der 27-jährige bärenstark und mischte lange Zeit sogar voll um den Sieg mit. Am Ende stand ein 5. Platz zu Buche, was sein bislang bestes Saisonergebnis darstellt.

In der Masters Woche hatte er nun eine weitere kurze Verschnaufpause und wird dementsprechend ab Donnerstag im Sea Island Resort wieder in voller Frische zu Werke gehen. Die beiden Kurse unweit seiner Heimat – jeder Spieler muss jeden Kurs einmal bewältigen, ehe der Cut am Freitag das Feld trennt – kennt er bereits aus den Vorsaisonen bestens, scheiterte jedoch beide Male krachend am Cut.

Vor allem der Plantation Course zog Sepp richtiggehend die Zähne, denn nach einer 80 im Jahr 2018, folgte vor genau einem Jahr sogar eine 82, was bis heute den höchsten Score seiner Karriere auf der PGA Tour darstellt. In der derzeitigen Form soll sich beim dritten Anlauf nun aber das Wochenende ausgehen, wo ohnehin nur noch am Seaside Course gespielt wird, der seinem Spiel sichtlich besser entgegenkommt.

Viele Fragezeichen

Ganz anders stellt sich die Sachlage beim derzeit bestplatzierten Österreicher in der Weltrangliste dar. Bernd Wiesberger, in dieser Woche mit einer Einladung unterwegs, wollte das Masters letzte Woche bei freundlichen Verhältnissen eigentlich voll ausnützen, am Ende warf der Auftritt in Augusta aber deutlich mehr Fragen auf als er Antworten gab. Nach kurzer Zitterpartie zwar noch im Cut, streute der Burgenländer dann am Samstag und Sonntag mit ungewöhnlichen Timing Problemen im Schwung wild kreuz und quer über die Anlage und zementierte sich so regelrecht im hinteren Feld ein.

Vor allem die Körpersprache schwankte zwischen Ratlosigkeit und Sarkasmus, was gerade bei Bernd, der seine gesamte Karriere über vom präzisen langen Spiel lebte, alles andere als ein gutes Zeichen ist. In der kurzen Zeit zwischen Masters und RSM Classic muss der 35-jährige nun zwingend eine Stabilisierung finden, denn mit ähnlicher Performance wie in Augusta, wird es auf St. Simons Island wohl nicht wirklich viel zu erben geben

Das Wetter jedenfalls sollte sich durchwegs freundlich präsentieren. Die gesamte Woche über ist zumindestens laut derzeitiger Prognose kein Regen vorhergesagt, bei Spitzenwerten von knapp 25 Grad Celsius präsentiert sich der Herbst in Georgia darüber hinaus von seiner allerbesten Seite.

 

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Stumpfe Waffen

US MASTERS – FINAL: Bernd Wiesberger kämpft die gesamte Woche über im Augusta National GC mit ungewöhnlich stumpfen Waffen, was am Ende, bei für ihn eigentlich wie geschaffenen Verhältnissen, nicht mehr als einen enttäuschenden 58. Rang zulässt. Dustin Johnson (USA) packt in dieser Woche eine Machtdemonstration aus und sichert sich unangefochten mit gleich fünf Schlägen Vorsprung das Green Jacket.

Man merkte Bernd Wiesberger in den letzten Wochen durchaus an, dass die Vorfreude aufs Masters – immerhin sein bestes der vier Majorturniere – schon buchstäblich zum Greifen war. So postete der Oberwarter etwa auf Social Media die Einfahrt in die Magnolia Lane und meinte wörtlich dazu “Lovely to be back”. Aufgrund der Corona-Lage in den November verschoben präsentierte sich Augusta dann auch wie erwartet weicher, was gerade Bernd eigentlich perfekt zu Gute kommen würde, profitiert er doch vor allem von seinem Eisenspiel, dass er in dieser Woche perfekt hätte zur Geltung kommen lassen können.

Doch das Turnier entwickelt sich für den siebenfachen European Tour Champion alles andere als erfreulich, auf eine weitere Wortspende auf Facebook warten die Fans die gesamte Woche über vergeblich. Gleich zu Beginn am Donnerstag hat er mit zahlreichen Ungenauigkeiten vom Tee und auch bei den Annäherungen zu kämpfen, nur durch richtig gutes Kurzspiel erarbeitet er sich am Ende noch eine 71 (-1) die immerhin für einen gelungenen Start sorgt. Schon die zweite Runde allerdings hat es dann in sich. Immer wieder streut er richtig wild, die anvisierten Linien finden die Bälle nur selten. Dass es im Schwung nicht wirklich passt ist augenscheinlich und dass dieser Umstand nicht spurlos an Bernd vorübergeht, merkt man auch an der Körpersprache deutlich.

Am Ende reicht die 72 (Par) aber um schlussendlich doch sicher ins Wochenende einzuziehen. Mit dem geschafften Cut und noch “nur” acht Schlägen Rückstand auf die Spitze scheint durchwegs noch etwas möglich zu sein, doch die Probleme werden am Moving Day noch deutlich sichtbarer. Immer wieder kämpft er mit dem Timing im Schwung, bringt sich so immer wieder in die Bredouille und steht am Ende nur mit der 78 (+6) und seiner zweitschlechtesten Masters Runde der Karriere wieder im Clubhaus. Sogar die rote Laterne muss er sich vor dem Finaltag mit Brandt Snedeker (USA) teilen.

Sofort wieder Troubles

Die finale Umrundung beginnt gleich exakt nach dem gleichen Muster der letzten Tage. Zwar findet der Abschlag sein Ziel, aus guter Lage biegt die Annäherung aber deutlich rechts weg und Bernd startet so gleich mit einem anfänglichen Bogey in den Sonntag. In dieser Tonart geht es auch im Amen Corner sofort weiter. Diesmal bleibt gleich der Abschlag rechts und zwingt den Burgenländer in Folge zur Vorlage. Bogey Nummer 2 ist somit nicht mehr zu verhindern und er hält damit zu dieser Zeit auch alleinig die rote Laterne in Händen.

Die Probleme werden in der frühen Phase der letzten Runden nun schon richtiggehend inflationär, wie ein Wasserball am berühmten Par 3 der 12 zeigt. Mit Bogey-Bogey-Bogey hätten die ersten Löcher kaum schlechter verlaufen können. Endlich geht sich dann auf der 13 das erste Par aus, wenngleich er am Par 5 wohl eigentlich das Birdie anvisiert hätte. Dieses gelingt dann aber eine Bahn später nachdem aus gut drei Metern endlich der erste Putt zum roten Eintrag fällt. Fast sarkastisch ballt er nach dem ersten Erfolgserlebnis an einem bis dato komplett vermurksten Sonntag auch die Faust.

Auf der 15 verpasst er mit einem Dreiputt vom Vorgrün noch das nächste Birdie, holt dieses aber am Par 3 der 16 prompt mit einem gelochten Dreimeterputt nach und hobelt so einen weiteren aufgerissenen Schlag der ersten Löcher wieder weg. Am Par 5 der 2 legt er sich dann mit einem gelungenen Chip die Ausgleichschance auf und verwertet diesmal trocken aus einem Meter, womit er endgültig sein Tagesscore wieder auf den Ausgangspunkt zurückdreht und sich so auch etwas Luft im Hinblick auf den letzten Rang verschafft.

Wieder zurück

Nachdem der Abschlag auf der 4 allerdings im linken Grünbunker verschwindet und er danach aus einem guten Meter das Par nicht mehr kratzen kann, rutscht er prompt wieder in den Plusbereich zurück. Das zarte Pflänzchen, dass nach dem scoretechnischen Ausgleich gerade wieder anfing zu wachsen, vertrocknet so geradewegs auf der Stelle wieder, denn sofort tritt er sich auch auf der 5 ein Bogey ein, was die wackelige Performance richtiggehend unterstreicht. Dass es auch anders geht macht er gleich danach auf der 7 klar, wie ein gelochter Birdieputt von knapp außerhalb des Grüns zeigt.

Der erneute Ausgleich soll sich aber nicht mehr ausgehen, weshalb er sich schlussendlich mit der 73 (+1) und dem 58. Platz anfreunden muss. Damit kann er zwar noch die rote Laterne abwenden, bei einer zum allergrößten Teil richtig verkorksten Woche in Augusta stellt dies aber wohl einen der ganz wenigen positiven Aspekte dar.

Schlechtestes Masters

Bernd stand zwar beim fünften Masters Start auch zum eben so vielten Mal im Wochenende, was eine mehr als nur beachtliche Leistung darstellt. Das Masters 2020 ist aber mit dem 58. Rang das bislang schlechteste seiner Karriere. Vor allem die Probleme im Spiel, die ihn selbst sichtlich einige Male ratlos zurückließen, lassen durchaus etwas Grund zur Sorge entstehen. Nicht nur, dass er bei “seinen” Verhältnissen in Augusta eine riesige Chance auf richtig fette Weltranglistenpunkte ausgelassen hat, der erspielte Puffer der drei Siege vom Vorjahr schmilzt in der Weltrangliste nun unaufhaltsam dahin.

Desweiteren gehen Bernd auch die Möglichkeiten auf dicke Punkte aus, denn nur noch nächste Woche bei den RSM Classic und im Dezember in Dubai hat er die Gelegenheit ordentlich abzusahnen. Um die Chance in St. Simon Island kommende Woche jedoch wahren zu können, wird er in der kurzen Zeit wohl fast magisches bewirken müssen, denn mit ähnlicher Performance wie beim Masters dürfte wohl am Freitag bereits Endstation sein. Sollte er heuer bei den letzten beiden großen Turnieren nicht mehr groß anschreiben können, drohen auch die Top 50 der Welt bald wieder der Vergangenheit anzugehören.

DJ im Green Jacket

Dustin Johnson macht seiner Weltranglistenposition alle Ehre, denn die Nummer 1 der Welt ist auch in Augusta die Nummer 1 – und das trotz seiner erst kürzlich überstandenen Corona-Infektion nahezu konkurrenzlos. Mit einer 68er (-4) Finalrunde und bei gesamt 20 unter Par stellt der großgewachsene US-Amerikaner sogar einen neuen Masters-Rekord auf und sichert sich unangefochten mit satten fünf Schlägen Vorsprung den Titel und darf sich so von Tiger Woods ins Green Jacket helfen lassen. Nach seinem Sieg bei den US Open 2016 ist der Masters Titel nun sein zweiter Majorerfolg und sein bereits 24. PGA Tour Sieg der Karriere.

Für ein Highlight der anderen Art sorgt am Sonntag Titelverteidiger Tiger Woods (USA). Der Fanliebling wassert auf der 12 – dem berühmten Par 3 über Rae’s Creek – gleich drei Bälle und muss zähneknirschend auf der Scorecard die 10 vermerken. Das Masters verlässt er am Ende mit der 76 (+4) und auf Rang 38. Bernhard Langer stellte am Freitag einen neuen Rekord auf, denn mit 63 Jahren ist er nun der älteste Spieler der je in Augusta cuttete. Dass er nach wie vor extrem fit ist zeigt er am Sonntag eindrucksvoll mit einer 71 (-1), die ihm immerhin bei seinem bereits 37. Masters-Start Platz 29 einbringt.

Leaderboard US Masters

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Tag mit X

US MASTERS – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger findet auch am Moving Day zu nahezu keiner Zeit einen brauchbaren Rhythmus und rutscht im Augusta National mit einer 78 fast bis ans Ende des Feldes zurück.

Bernd Wiesberger sorgte auch noch Stunden nach dem Ende seiner zweiten Runde bei Fans und Beobachtern für etliche Diskussionen, denn ein Bogey auf der 13 wurde im Nachhinein zu einem Par korrigiert, da ein Drop sich als straffrei entpuppte. Am Ende hätte aber auch das Bogey noch für den Cut gereicht, da sich die Scores am Samstag bei der Fortsetzung der zweiten Runde etwas weniger gut entwickelten als gedacht.

Um am Moving Day nun mit freundlicherem Gesicht als noch am Freitag den Platz verlassen zu können, musste er sich vor allem im langen Spiel deutlich steigern, denn mit verzogenen Drives und Eisen machte er sich auf den ersten 36 Löchern das Leben selbst ziemlich schwer. Würde er jedoch ins Rollen kommen, könnte er die Lücke zum Spitzenfeld durchaus deutlich verkleinern. Diese Hoffnung sollte sich am Samtag allerdings zu keiner Zeit erfüllen.

Dabei gelingt der Start mit einem grundsoliden anfänglichen Par ohne jeden Wackler. Schon auf der 11 allerdings bleibt der Abschlag zu weit rechts, von wo aus er zu Beginn des Amen Corner nur vorlegen kann. Ein ganz starker Pitch danach ermöglicht am Ende aber noch das wichtige Par. Auch auf der 12 wird es wieder stressig, nachdem der Abschlag über Rae’s Creek im Bunker hängen bleibt. Zwar rollt der Sandschlag zu weit aus, Bernd stopft aber den fälligen Parputt aus fünf Metern vom Vorgrün.

Das Diskussionsloch des Vortages, die 13, entpuppt sich dann am Samstag als Grund zum ersten Jubel. Erstmals reitet der 35-jährige am Par 5 die Attacke und bringt den Ball auch sicher am Grün unter. Der Eagleputt bleibt zwar knapp zu kurz, das erste Birdie ist aber notiert. Zwei Löcher später macht er sich am zweiten Par 5 allerdings wieder einiges zunichte, denn aus nicht einmal 90 Metern hat das Wedge deutlich zu viel Spin und rollt zurück ins Wasser. Fast zynisch zeigt Bernd danach “Daumen hoch” und muss in Folge das Doppelbogey schlucken.

Das Unheil nimmt seinen Lauf

Sichtlich noch mit sich selbst beschäftigt verliert er am Par 3 noch dazu sein Gefühl im Kurzspiel, denn von knapp neben dem Grün kann er sich aus sieben Metern nicht mehr zum Par scramblen und tritt sich so prompt den nächsten Fehler ein. Nur kurz kann er sein Spiel dann stabilisieren, ehe es auf der 1 mit einem Dreiputt vom Vorgrün noch weiter retour geht. Nachdem er sich dann noch dazu aus vier Metern auf der 3 ein Dreiputtbogey eintritt, bildet er endgültig das Schlusslicht des Klassements.

Los wird er diese auch auf der nächsten Bahn nicht, denn ein eingebunkerter Abschlag ringt ihm sofort den nächsten Schlag ab. So will der siebenfache European Tour Sieger aber sichtlich nicht die Runde beenden und zündet auf der 6 ein richtig starkes Eisen. Aus knapp zwei Metern geht sich so am Par 3 das zweite Birdie des Tages aus. Sofort allerdings radiert er sich auch dieses Erfolgserlebnis wieder aus, nachdem einmal mehr ein Drive weit wegzieht. Fast von der angrenzenden Bahn links bleibt ihm nur der Querpass zurück über, was schließlich im bereits siebten Schlagverlust des Samstags mündet.

Auch auf der 9 verfehlt er dann noch zum Abschluss das Grün und muss noch einen weiteren Schlag abgeben, was ihn schließlich nur die 78 (+6) unterschreiben lässt. Will man an diesem Tag irgendetwas Positives herausstreichen, dann wohl lediglich die Tatsache, dass er mit Rang 59 zumindestens nicht alleine die rote Laterne hochhalten muss.

Mit dem mehr als nur verpatzten dritten Spieltag ist es somit auch mittlerweile in Stein gemeißelt, dass es auch bei seinem mittlerweile bereits 24. Major Start kein Topergebnis geben wird. Auch der US-Fluch – noch nie konnte er auf amerikanischem Boden ein Top 10 Resultat einfahren – wird sich zumindestens bis kommende Woche verlängern.

Eine Klasse für sich

Dustin Johnson (USA) drückt am Samstag gehörig aufs Tempo. Die Nummer 1 der Welt zeigt eindrucksvoll, dass er seine Corona-Zwangspause mittlerweile bestens überstanden hat und knallt am dritten Spieltag mit fünf Birdies und einem Eagle eine fehlerlose 65 (-7) auf die Scorecard, die ihm bei gesamt 16 unter Par vor der letzten Runde gleich vier Schläge Vorsprung auf die ersten Verfolger einbringt.

Leaderboard US Masters

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Mit Top 10 ins Grande Finale

ANDALUCIA CHALLENGE DE CADIZ – FINAL: Lukas Nemecz krallt sich im Real Club de Golf Novo Sancti Petri mit einer 70 (-2) beim letzten regulären Challenger sein erstes Top 10 Ergebnis und zieht so locker ins Grande Finale der besten 45 ein.

Lukas Nemecz hatte am Donnerstag zwar etwas härter zu kämpfen und musste sich am Ende mit einer 74 (+2) anfreunden, der Cut war jedoch nie ernsthaft in Gefahr, womit er bereits einen richtig großen Schritt in Richtung Tourfinale macht, an dem nur noch die Top 45 der Jahreswertung teilnehmen dürfen. Bei vier Schlägen Rückstand auf die Top 10 sind die Spitzenplätze zwar bereits ein gutes Stück weit weg, mit zwei starken Runden sollte dies jedoch durchaus noch aufzuholen sein.

Erneut brennt Lukas Nemecz einen Turbostart hin und sichert sich auf seinen Lieblingslöchern 2 und 3 die schnellen Birdies um sich rasch nach oben orientieren zu können. Damit hat er jedoch vorerst sein Pulver verschossen und schleppt sich mit deutlich abgekühltem Putter und einer Par-Serie weiter. Erst nach dem Turn drückt er das Gaspedal dann wieder deutlich stärker durch und pusht sich mit weiteren Erfolgserlebnissen auf der 11, der 13 und der 17 sogar bis unter die Top 10 nach vor. Erst das abschließende Par 3 entpuppt sich dann wie schon am Vortag als Spielverderber und macht ihm noch einen komplett fehlerlosen Moving Day zunichte. Mit der 68 (-4) hat er aber vor dem Finaltag die Spitzenplätze zum Greifen nah.

Trotz heftigem Wind erwischt Lukas Nemecz neuerlich einen guten Start mit Birdie am ersten Par 5. Nach einem weiteren Schlaggewinn an der 4 mischt der Grazer bereits voll in den Top 10 mit. Da sich dann auch am Par 3 der 7 noch ein Birdie ausgeht und er so ohne jeden Makel auf die Backnine abbiegt, rangiert er bereits sogar in den Top 5. Dort gelingt dann prompt ein weiteres Birdie, das seine Platzierung noch weiter festigt. Erst danach ebbt der gewinnbringende Schwung ab und ein spätes Doppelbogey auf der 17 kostet sogar noch einige Plätze. Am Ende geht sich aber mit der 70 (-2) im letzten regulären Challenger das erste Top 10 Ergebnis aus, das ihn als 9. auch locker ins große Finale der besten 45 aufsteigen lässt.

“Das war natürlich ein bitteres Ende mit der Doublette auf der 17. Das ist so ein schweres Loch und ich hab es bis heute eigentlich immer perfekt gespielt. Diesmal allerdings ist der Drive unglücklich bei einem Baum gelegen, ich musste querchippen und dann noch 9er Eisen, Pitch und ein Zweiputt. Ansonsten wars sehr stark und ich hab mir viele Chancen erarbeitet. Leider wars aber der 11 eine mega Stehpartie und das hat mir etwas den Rhythmus zerstört. Nichtsdestotrotz wars wieder eine gute Runde ich freue mich sehr aufs Finale kommende Woche. Das Eisenspiel ist wirklich stark geworden und wenn noch die Putts ein bisschen öfter fallen denke ich, dass ich im Moment definitiv vorne mitspielen kann”, so Lukas nach der Finalrunde.

Erstes Preisgeld beim letzten Event

Endlich durfte am Donnerstag auch Martin Wiegele durchatmen, denn eine 72 (Par) reichte am Ende um zum ersten Mal heuer nach der zweiten Runde über der gezogenen Linie aufzutauchen. Damit verhindert der Routinier im Corona-Jahr eine komplette Nullnummer und wird beim letzten regulären Challenge Tour Event zum ersten Mal Preisgeld einsacken.

Martin Wiegele startet sicher in den Moving Day, kann jedoch die guten Birdielöcher zu Beginn nicht zu seinen Gunsten nutzen. Erst am 5. Loch holt er sich zum dritten Mal in Folge das Birdie ab. Das Par 3 der 7 mag er auch am Freitag nicht und gibt dort einen Schlag ab. Spielerisch präsentiert sich der Routinier jedoch deutlich verbessert und beschließt die Front 9 mit zwei Birdies. Das Highlight des Tages steuert Wiegele am Par 5 der 11 mit einem Eagle bei. So richtig anknüpfen kann er daran in Folge jedoch nicht mehr und tritt sich auf der 16 und der 17 sogar einen späten Bogeydoppelpack ein, was den gelandeten Adler von der 11 sogar wieder aufsteigen lässt. Wie schon am Vortag beendet er die Runde jedoch erneut mit einem Birdie und spielt sich so mit der 69 (-3) bis ins gesicherte Mittelfeld nach vor.

Martin Wiegele präsentiert sich zu Beginn von seiner soliden Seite und versenkt nach vier gespielten Löchern den Birdieputt. Der erste Schlagverlust des Tages stellt sich jedoch bereits zwei Bahnen später ein. Mit sicherem Spiel biegt Wiegele ohne weitere Dramen auf die Back 9 ab. Dort geht es dann mit zwei weiteren roten Einträgen wieder deutlich nach vor, ehe er sich mit einem rabenschwarzen Finish – er beendet die Runde mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey dazwischen – noch vieles zunichte macht. Nach der 74 (+2) verpasst er die richtig lukrativen Preisgeldränge und muss sich mit einem 40. Platz zufrieden zeigen.

Pep Angles (ESP) marschiert mit einer 69er (-3) Finalrunde und bei gesamt 14 unter Par zum Titel.

Leaderboard Andalusia Challenge

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Zittern erspart

US MASTERS – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger findet am Freitag den 13. im Augusta National GC keinen wirklichen Rhythmus und tritt sich nach der Beendigung der Auftaktrunde und der 71 (-1) auf den zweiten 18 Löchern eine 73 (+1) ein. So scheint es jedenfalls bis zum Ende der Runde zu sein, denn nur Minuten nachdem der Burgenländer zum Recording marschiert wird das Bogey auf der 13 auf Par korrigiert, was Bernd mit der 72 (Par) ins Wochenende bringt.

Bernd Wiesberger musste sich am Donnerstag aufgrund einer langen Regenunterbrechung gleich zu Beginn ganze drei Stunden länger in Geduld üben als eigentlich vorgesehen. Erst um 20:27 MEZ konnte der Burgenländer endlich die Auftaktrunde in Angriff nehmen und zeigte sich dabei vor allem im Kurzspiel bärenstark. Zwischenzeitlich fast schon reihenweise kratzte der 35-jährige mit viel Gefühl noch wichtige Putts und konnte beide Par 5 Löcher der Frontnine zu Birdies nützen.

Nach einem starken Parputt aus knapp drei Metern zu Beginn des Amen Corner machte ihm dann allerdings die einfallende Dunkelheit einen Strich durch die Rechnung. Am Freitag warten somit nun satte 25 Löcher Golf in Augusta auf Österreichs einzigen Masters-Beitrag. Gleich zu Beginn hat er den Abschlag am weltberühmten Par 3 der 12 über Rae’s Creek vor der Nase. Dieser klappt dann auch allerbestens, denn aus drei Metern ergibt sich sogar eine richtig gute Birdiechance, die der Putter jedoch noch nicht verwerten kann.

Zum Abschluss des Amen Corner wählt er am Par 5 der 13 die konservative Strategie, diese allerdings geht gründlich daneben, denn nach einer mäßigen Annäherung rollt der erste Putt deutlich übers Loch und mit seinem ersten Dreiputt des Turniers muss er auch den ersten Schlagverlust einstecken. Auch auf der 15, dem letzten Par 5 der Runde, läuft es zunächst nicht wirklich nach Plan nachdem die Grünattacke deutlich zu weit nach rechts abbiegt. Mit einem ganz starken Pitch über den Bunker und auf die kurzgesteckte Fahne legt er sich aber noch die Birdiechance auf und verwertet aus zwei Metern eiskalt.

Nach einem guten Abschlag verzieht er auf der 18 einmal mehr eine Annäherung zu weit nach rechts und kann am Ende aus dem Grünbunker das abschließende Par nicht mehr kratzen. Mit der 71 (-1) startet der Burgenländer zwar im roten Bereich, die Qualität vor allem im langen Spiel muss er auf der zweiten Runde, die ihn nur wenigen Minuten beginnt, aber klar steigern, soll es stressfrei in Richtung Wochenende gehen. Diese Hoffnunge erfüllt sich jedoch so gar nicht.

Stoßgebete im Amen Corner

Die 2. Runde beginnt gleich wie die 1. endete, denn wieder biegt ein Eisen zu weit nach rechts ab und landet im Grünbunker. Gut für Bernd, dass diesmal der Sandschlag kürzer ausrollt und dem Putter so aus 1,5 Metern noch die Chance aufs Par gibt. Die Eisen sind auch auf der 11 das Problem wie eine gewasserte Annäherung zu Beginn des Amen Corner zeigt. Am Ende hat er alle Hände voll zu tun um zumindestens noch das Bogey retten zu können.

Auf der 13 folgt dann gleich der nächste Wasserball, nachdem der Abschlag an einem Baum hängenbleibt und mitten in den Creek plumpst. Mit zuviel Spin rollt dann noch dazu das Wedge bei der Annäherung zu weit zurück, womit er wie schon in Runde 1 erneut einen Schlag am Par 5 abgeben muss. Nach der Runde entpuppt sich der Drop jedoch als Freedrop, was Bernd etlichen Stress erspart. Auf der 15, dem zweiten Par 5 der Backnine, gelingt dann die Grünattacke, ein Dreiputt danach passt allerdings richtiggehend ins Bild des bisherigen Tages.

Endlich gelingt dann am Par 3 der 16 ein Eisen nach Maß und aus nicht einmal einem Meter sackt er das erste Birdie ein, womit er sich wieder in Richtung Cutlinie orientiert. Allerdings nicht wirklich lange, denn auf der 18 manövriert er sich von Piniennadeln zu Piniennadeln, bunkert sich danach noch vor dem Grün ein und marschiert am Ende sogar nur mit dem Doppelbogey auf die Frontnine, womit der Kampf um den Cut am Freitag den 13. langsam aber sicher richtig hart wird.

Score ausgebessert

Noch dazu verpasst er auf der 2 das eigentlich eingeplante Par 5 Birdie und tritt so weiterhin auf der Stelle. Erst auf der 3 kommt dann der Putter erstmals etwas auf Temperatur und spendiert ihm aus vier Metern das zweite Birdie der Runde. Trotz eines leicht verzogenen Abschlags bringt er auf der 7 den Ball bis auf zwei Meter zur Fahne und locht zum nächsten Birdie, was auch wieder das Wochenende in Sicht bringt.

Ein zu kurzer Chip beraubt ihm dann am Par 5 danach einer echten Birdiegelegenheit und da sich auch auf der 9 “nur” ein Par ausgeht, steht er schlussendlich mit der 73 (+1) beim Recording. So scheint es zunächst jedenfalls, denn durch die Scorekorrektur wird aus der 73 eine 72 (Par), womit er als 43. schließlich ins Wochenende cuttet, auch wenn er selbst zunächst noch vorsichtig bleibt: “36 Löcher geschafft, hoffentlich weitere 36 zu gehen,” kommentiert er am Freitag spät abends.

Erstmals bei allen US-Majors gecuttet

Damit stemmt der 35-jährige auch beim dritten Major heuer den Cut – womit er erstmals in seiner Karriere im selben Jahr bei einer US Open, der PGA Championship und auch noch beim Masters ins Wochenende einzieht. Zudem bleibt sein Masters-Rekord blütenweiß: 5 Starts, 5 Cuts beim schillerndsten Golfturnier am Planeten Erde!

Mit noch 36 Löchern vor der Brust könnte sich auch durchaus noch das beste Major-Ergebnis der Karriere ausgehen. Nach wie vor ist dies der 15. Platz in Kentucky, als er mit Rory McIlroy (NIR) sogar im Schlussflight stand.

Leaderboard US Masters

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Durchgekämpft

SAUDI LADIES INTERNATIONAL – 2. RUNDE: Christine Wolf kämpt sich im Royal Greens G & CC von Riad im wahrsten Sinn des Wortes über die gezogene Linie. Sarah Schober bleibt bei der LET-Premiere in Saudi Arabien mit zu fehleranfälligem Spiel bereits nach dem Freitag auf der Strecke.

Die PR-Botschaft, dass Frauen jetzt auch Saudi Arabien Golf spielen dürfen, lässt sich das Königreich eine Million Dollar für ihr allererstes Profiturnier für Damen kosten. Somit kommen auch Christine Wolf und Sarah Schober zu einem hoch dotierten Turnier im Royal Greens GC, wo bereits die European Tour mehrmals gastierte.

Christine Wolf nutzt die weiterhin guten und nicht allzu windigen Bedingungen am Nachmittag und geht programmgemäß am ersten Par 5 mit Birdie unter Par. Zwei Grüns später gelingt der Nachschlag mit dem nächsten Birdie. Bitter, dass ausgerechnet am zweiten Par 5 der erste Rückschlag mit dem Bogey folgt. Mit dem ersten Fehler ist die Sicherheit wie verflogen: mit zwei weiteren Bogeys schwingt sich die Innsbruckerin auf die zweite Platzhälfte. Die Negavitspirale setzt sich auch am 12. Grün fort, als die Bogeyserie auf 4 Stück anwächst. Danach bringt sie zwar endlich wieder Ruhe in ihr Spiel, brummt sich zum Abschluss am Par 5 der 18 aber noch ein Doppelbogey auf und steht so zum Auftakt nur mit der 76 (+4) beim Recording, was ihr bereits einen recht schweren Rucksack in Sachen Cut aufhalst.

Bei schwierigeren Bedingungen schon am frühen Morgen in Riad muss Christine Wolf somit zur Aufholjagd ansetzen und zumindest eine Par-Runde anpeilen. Das Auftaktbogey an der 10 ist da nicht hilfreich, doch in Folge geht die Innsbruckerin wieder solide zur Sache und bügelt den Fehler am ersten Par 5 mit Birdie wieder aus. Auf den vorderen 9 Löchern verschlechtert sich ihre Lage erneut nach dem Bogey an der 2 wieder. Nach dem Doppelbogey fünf Löcher vor Schluss drohen bereits alle Lichter auszugehen. Chrissie beweist jedoch Kampfmoral, stürmt mit zwei Birdies zur 73 (+1) über die Ziellinie und rutscht so als 48 am Ende doch noch recht souverän ins Wochenende.

Hängengeblieben

Sarah Schober hat zum Auftakt Probleme mit der Genauigkeit ihrer Eisen. Auf beiden Par 3 der Front 9 gibt die Steirerin einen Schlag ab. Zudem kann sie auf den Par 5 nicht ihre Längen gewinnbringend nutzen und erreicht so noch ohne Erfolgserlebnis den Turn. Der Kampf ums erste Birdie endet dann endlich auf der 13, allerdings geht gleich danach noch ein weiterer Schlag verloren.Mit drei Bogeys und nur einem Birdie schreibt Schober somit mit 74 (+2) Schlägen und einem recht unguten Rückstand auf Topränge am Leaderboard an.

Am Freitag muss die auf den schweren Löchern der Back 9 losstarten und bekommt die Tücken des Royal Greens GC gleich zu spüren, als sie an der 12 ein Doppelbogey schlucken muss. Die Steirerin kann nur kurz mit Birdie am nächsten Par 5 kontern, ehe sie zwei weitere Schläge abgeben muss. Zum Glück findet sie rasch wieder den Weg zu einem Birdie, womit sie wieder hauchdünn oberhalb der Cutmarke unterwegs ist. Noch bevor sie auf die Frontnine abbiegt macht es sich am Par 5 der 18 aber noch eine weitere Doublette gemütlich, womit sie wieder hinter die gezogene Linie zurückrutscht. Das kostet endgültig die Sicherheit, denn zwei weitere Bogeys und sogar noch ein drittes Doppelbogey lassen am Ende trotz eines abschließenden Birdies nicht mehr als die 79 (+7) zu, was sie als 73. klar am Wochenendeinzug scheitern lässt.

Emiliy Kristine Pedersen (DEN) startet bei gesamt 9 unter Par als Führende ins Wochenende.

Leaderboard Saudi Ladies International

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Mit viel Gefühl

US MASTERS – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger muss im Augusta National GC wegen einer frühen Regenunterbrechung lange Zeit Däumchendrehen, beweist dann allerdings vor allem im kurzen Spiel unglaublich viel Gefühl und befindet sich bei 2 unter Par auf durchaus gutem Weg. Wegen der langen Warterei hat er am Freitag gleich 25 Löcher zu absolvieren.

Erstmals an einem November-Termin wird das Masters Tournament in Augusta ausgetragen. Bernd Wiesberger ist zum bereits fünften Mal und überhaupt als bislang einziger Österreicher beim Golf-Höhepunkt des Jahres mit dabei. Der nicht allzu lange Kurs mit seinen superschnellen und harten Grüns behagt dem Burgenländer sichtlich, wo er seine bislang stärkste Major-Performance ablieferte: bei den bisherigen vier Starts war ein 22. Platz bei seinem Debüt 2015 das Highlight, allerdings verpasste er keinen einzigen Cut und kam nie schlechter als auf Platz 43 in die Endwertung.

An der Seite von Fanliebling Phil Mickelson (USA) soll der Burgenländer eigentlich um 17:27 MEZ ins Turnier starten, da allerdings nach nur wenigen Minuten Spielzeit wegen heftigem Regen und Gewitterzellen in der Nähe bereits unterbrochen werden muss, kommt er erst mit dreistündiger Verspätung dazu die Runde in Angriff zu nehmen und hat bereits vor dem ersten Schlag so die Gewissheit, dass er auf keinen Fall die ersten 18 Löcher am Donnerstag absolvieren kann.

Gleich auf der 1 bringt sich der 35-jährige dann nach der langen Warterei auch etwas in die Bredouille, nachdem der erste Abschlag nur den Fairwaybunker findet. Mit einem starken Chip kratzt er am Ende aber noch das anfängliche Par. Auch auf der 2, dem ersten Par 5, hat er vom Tee aus wieder mit Problemen zu kämpfen nachdem der Drive zu weit rechts bleibt. In Folge findet er auch mit dem zweiten Schlag das Fairway nicht, beweist aber einmal mehr bei den kurzen Annäherungen viel Gefühl und holt sich aus einem knappen Meter schließlich das erste Birdie ab.

Weltklasse im Srambling

https://www.masters.com/en_US/watch/2020-11-12/2020_r1_29454_8_3.html

Auch auf der 5 macht er sich aber wieder mit einem deutlich zu weit rechts gebliebenen Abschlag das Leben alles andere als leicht. Am langen Par 4 bleibt danach auch die Annnäherung zu weit rechts, erneut allerdings beweist der siebenfache European Tour Sieger unglaublichen Touch und kann auch vom schwierigen Grün noch das Par mitnehmen. Die Probleme reißen auch weiterhin nicht ab, doch auch auf der 7 gilt wieder “langes Spiel: ausbaufähig, Kurzspiel: Weltklasse”, weshalb er weiterhin das rote Zwischenergebnis halten kann.

Endlich findet ein Drive dann am Par 5 der 8 den Weg aufs Fairway, von wo aus auch die anstehende Grünattacke deutlich angenehmer ausfällt. Zwar bleibt diese leicht zu kurz, mit dem bärenstarken Kurzspiel belohnt er sich in Folge aber mit Birdie Nummer 2. Mit viel Gefühl kratzt er dann auch zu Beginn des Amen Corner noch das Par, muss danach allerdings wegen der einfallenden Dunkelheit seine Sachen packen. Bei einem Zwischenstand von -2 nach 11 und auf Rang 21 befindet sich Österreichs einziger Beitrag in Augusta aber auf einem durchaus guten Weg.

Paul Casey (ENG) ist zum Auftakt eine Klasse für sich. Englands Routinier hat die beißenden Grüns perfekt im Griff und krallt sich so die 65 (-7) die ihm derzeit gleich zwei Schläge Vorsrpung auf die ersten Verfolger einbringt. Tiger Woods beginnt sein Projekt Titelverteidigung vielversprechend und postet die fehlerlose 68 aufs Leaderboard, was aktuell für Position 4 reicht.

Leaderboard US Masters

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