Autor: Klemens Widhalm

Spitzenplätze in Sicht

OPEN DE ESPANA – 2. RUNDE: Sarah Schober geht im Aloha GC nach der bereits zweiten 71 nur knapp hinter den Top 10 ins Wochenende. Christine Wolf cuttet nach der 72 ebenfalls souverän.

Sarah Schober freute sich über den gelungenen Auftakt mit 71 Schlägen, wobei sie nie in Bedrängnis geriet und sich alle Möglichkeiten für den weiteren Turnierverlauf einräumte. Anders als am Vortag lassen diesmal die 10 und die 11 für Sarah dann keine Birdies springen und da sie danach auf der 12 nach einigen Problemem im langen Spiel sogar ein Bogey einstecken muss, droht die Runde in die verkehrte Richtung abzudriften.

Die junge Steirerin sammelt sich aber rasch, gleicht ihr Score sofort wieder aus und nimmt auf der 15 das nächste Birdie mit, was sie im roten Bereich auf den Frontnine ankommen lässt. Dort dreht sie ihr Score dann nach starkem Birdieputt rasch noch weiter in den Minusbereich und knackt damit sogar die Top 10. Zwar bremst ein Bogey auf der 4 nach eingebunkerter Annäherung etwas, mit soliden Pars bringt sie die Runde aber souverän zu Ende und geht so nach der bereits zweiten 71 (-1) und als 15. aus vielversprechender Verfolgerposition ins Wochenende.

Nach der Runde meint sie: “Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden. Es war sehr ähnlich zu gestern, nur, dass ich heute eigentlich noch etwas näher zu den Fahnen geschossen hab, leider aber die Chancen zu wenig nützen konnte.”

Souverän ins Wochenende

Christine Wolf leistete sich im hügeligen Aloha Golfclub mit seinen ondulierten Grüns zu viele Fehler und muss sich beim Europaabschluß in Marbella entsprechend steigern. Der zweite Spieltag lässt sich aus Christine Wolfs Sicht deutlich entspannter an als noch die erste Runde, denn schon früh sammelt sie auf der 2 ein Birdie auf und lässt sich selbst vom postwendend folgenden Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen. Souverän spult sie danach die Pars ab, wartet geduldig auf die nächste sich bietende Chance und taucht auf der 7 noch vor dem Turn wieder in die roten Zahlen ab.

Kaum auf der zweiten Platzhälfte angekommen baut sie diese sogar weiter aus und orientiert sich so eindeutig in die richtige Richtung. Allerdings kann sie danach nicht weiter zulegen, reiht einige Bahnen lang die Pars aneinander und rutscht mit einem späten Bogeydoppelpack sogar wieder auf Level Par zurück. Mit der 72 (Par) geht sich zwar locker das Wochenende aus, mit den beiden späten Fehlern lässt sie aber eine noch viel bessere Ausgangslage als Rang 45 liegen.

“Es waren auch wieder perfekte Bedingungen und ich bin eigentlich mit meiner Leistung heute durchaus recht zufrieden. Leider hab ich auf der 17 noch einen Dreiputt vom Vorgrün eingestreut, was mir noch die rote Runde gekostet hat”, fasst die Tirolerin ihre zweite Runde knapp zusammen.

>> Leaderboard Open de Espana

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US PGA TOUR 2020

Die Preisgeldrangliste (Money-List) / FedExCup 2019 / 2020

(Nach Turnier: RSM CLASSIC)

US PGA TOUR 2020

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
MONEY
1 1 Rory McIlroy 2 $2,310,500.00
2 4 Brendon Todd 8 $2,201,882.00
3 2 Justin Thomas 3 $2,166,910.00
4 10 Sebastián Muñoz 7 $1,955,969.00
5 3 Lanto Griffin 8 $1,881,054.00
6 5 Hideki Matsuyama 5 $1,832,250.00
7 6 Tiger Woods 1 $1,755,000.00
8 7 Joaquin Niemann 6 $1,613,888.00
9 8 Sungjae Im 6 $1,587,691.00
10 9 Kevin Na 5 $1,517,347.00
11 11 Danny Lee 6 $1,393,669.00
12 12 Xander Schauffele 2 $1,338,750.00
13 13 Cameron Champ 5 $1,334,299.00
14 162 Tyler Duncan 7 $1,259,787.00
15 14 Byeong Hun An 7 $1,232,748.00
16 15 Harris English 6 $1,190,860.00
17 16 Carlos Ortiz 6 $1,188,725.00
18 17 Adam Hadwin 5 $1,121,446.00
19 18 Mark Hubbard 8 $1,049,953.00
20 87 Webb Simpson 2 $946,900.00
21 19 Gary Woodland 3 $913,240.00
22 30 Scottie Scheffler 7 $899,355.00
23 22 Adam Long 7 $860,965.00
24 20 Charles Howell III 7 $846,935.00
25 21 Tom Hoge 6 $844,230.00
26 23 Scott Harrington 7 $822,871.00
27 24 Patrick Cantlay 2 $789,730.00
28 36 Denny McCarthy 7 $782,582.00
29 34 Vaughn Taylor 6 $772,284.00
30 25 Pat Perez 5 $769,683.00
31 26 Corey Conners 5 $760,260.00
32 27 Cameron Smith 5 $752,965.00
33 29 Dylan Frittelli 7 $738,283.00
34 28 Xinjun Zhang 8 $711,582.00
35 37 Brian Harman 6 $690,027.00
36 39 Brian Stuard 8 $681,535.00
37 31 Billy Horschel 5 $652,743.00
38 32 Abraham Ancer 6 $633,835.00
39 33 Louis Oosthuizen 2 $626,687.00
40 35 Brian Gay 7 $596,127.00
41 38 Robby Shelton 8 $571,346.00
42 42 Harry Higgs 8 $540,383.00
43 40 Joel Dahmen 7 $514,684.00
44 41 Kevin Streelman 8 $510,428.00
45 43 Marc Leishman 4 $504,540.00
46 44 Bronson Burgoon 7 $495,955.00
47 45 Nate Lashley 5 $484,989.00
48 46 Ryan Palmer 3 $474,118.00
49 47 Tyrrell Hatton 2 $465,813.00
50 48 Zac Blair 8 $454,962.00
weiters:
74 68 Sepp Straka 8 $286,875.00
183 200 Alex Cejka 5 $53,558.00

 

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Alles abgerahmt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger kommt am Finaltag in den Jumeirah Golf Estates nicht über eine 72 hinaus und muss damit im Race to Dubai sowohl Jon Rahm (ESP) als auch Tommy Fleetwood (ENG) noch vorbeiziehen lassen. Matthias Schwab beendet seine starke Saison stilecht mit einem Eagle.

Bernd Wiesberger begann am Samstag durchwegs gut und lag nach acht Bahnen bereits bei 3 unter Par, womit er es auch noch in der eigenen Hand hatte die Jahreswertung für sich zu entscheiden. Plötzlich aber riss ab der 9 der Schwung total und am Ende musste der Oberwarter sogar eine bittere 73 auf der Scorecard notieren.

Damit musste Bernd nun zusätzlich zu einer starken persönlichen Leistung auf Schützenhilfe hoffen, denn mit Jon Rahm (ESP) mischte einer seiner schärfsten Konkurrenten um die Krone ganz vorne mit.

Diese Hoffnung erfüllt sich am Ende aber nicht, denn Jon Rahm streut zwar nach fantastischem Beginn – zwischendurch führt der Spanier schon mit sechs Schlägen Vorsprung – noch ein paar Fehler ein, triumphiert am Ende mit einer 68 (-4) aber und krallt sich so nicht nur den 3 Millionen Dollar schweren Siegerscheck, sondern außerdem noch die Harry Vardon Trophy für den Gesamtsieg, die mit zwei zusätzlichen Millionen Dollar richtig schwer vergoldet ist.

Lange Zeit rangiert Bernd Wiesberger während des Finaltages auf Rang 2 der Jahreswertung, muss am Ende aber auch Tommy Fleetwood noch vorbeiziehen lassen, denn der Engländer drückt mit Fortdauer am Sonntag immer mehr aufs Tempo und spielt sich am Ende mit der 65 (-7) noch bis auf Rang 2 nach vor, womit er nicht nur im Turnier Runner-up wird, sondern sich auch in der Jahreswertung die 1,25 Millionen aus dem Bonuspool für Rang 2 krallt.

“Es war keine optimale Woche, ich habe zwar alles versucht und mich mit Sicherheit um einiges verbessert vom Tee weg. Es hat sich irgendwie angefühlt, als ob die ganze Woche nichts passieren würde für mich, einfach keinen Lauf bekommen. Wenn ich ein bisserl aus der Position war, hat sich das immer in einem Bogey oder Schlimmeres summiert,” erklärt er anschließend enttäuscht gegenüber den Kollegen vom ORF.

Solider Start 

Mit einem Par auf der schwierigen 1 macht Bernd am Finaltag mit recht früher Startzeit zu Beginn nichts falsch und findet souverän in die letzte Runde. Wie schon an den drei Tagen zuvor verpufft auch am Sonntag mit der 2 das erste Par 5 der Runde wieder ungenützt. Anders als am Donnerstag und am Samstag geht sich diesmal auch auf der 3 kein Birdie aus, womit endgültig klar ist, dass der angepeilte schnelle Start am Sonntag nicht gelingen will.

Der Oberwarter hat auch einige Mühe sich wirklich zwingende Birdiechancen aufzulegen, denn am Par 3 der 4 muss er sogar noch einen unangenehmen Tester zum Par lochen und eine Bahn später kriecht der Birdieputt aus gut vier Metern knapp am Ziel vorbei. Auf der 6 ist es dann aber endlich soweit, denn nach gutem Eisen vom Tee ergibt sich die erste wirklich gute Möglichkeit und diesmal spielt auch der Putter richtig mit.

Auf der 8 hat er den Greenspeed durchaus gut im Griff, allerdings ergibt sich erneut keine wirklich gute Birdiechance, da die Annäherung schlicht zu weit weg ist, weshalb das unaufgeregte Par einmal mehr das höchste der Gefühle darstellt. Anders als am Tag zuvor, wo die 9 noch eine Negativspirale in Gang setzte, nimmt er diesmal vom Par 4 sogar ein Birdie mit und orientiert sich damit vor den Backnine in die eindeutig richtige Richtung.

Wieder zurück

Doch dass es in dieser Woche einfach nicht wirklich laufen will zeigt sich auf der 11 eindrucksvoll, denn ein Doppelbogey macht ihm die gesamte Arbeit der ersten neun Bahnen wieder zunichte, was ihn klarerweise auch im Kampf um das benötigte Topergebnis deutlich zurückwirft. Das Doppelbogey scheint auch ein klarer Wirkungstreffer zu sein, denn auch die 12 gelingt nur mit einem Schlag mehr als vorgesehen, womit die Runde nun endgültig zu kippen droht.

Endlich kann er mit der 14 dann ein Par 5 zu seinen Gunsten nützen, denn mit seinem dritten Birdie des Tages dreht er sein Score zumindestens wieder auf Level Par zurück. Auf der 18 verschwindet dann noch der Drive im H2O, was ein abschließendes Birdie schon nach dem Teeshot so gut wie unmöglich macht. Mit einem starken dritten Schlag kratzt er aber immerhin noch das Par und unterschreibt so schlussendlich die finale 72 (Par), womit er im Klassement aber nicht mehr den Turbo nach vorne zünden kann und sich mit dem 28. Rang zufrieden zeigen muss.

Fantastische Comeback-Saison

Die 72 stellt nun den Schlusspunkt eines wahren Traumjahres des Burgenländers dar, denn noch im April deutete nichts auf das unglaubliche Tempo hin, dass Bernd Wiesberger in der zweiten Hälfte der Saison einschlug. Schon vor seinem Triumph in Dänemark zeigte er ansatzweise bei Turnieren, dass nicht mehr viel bis zur alten Stärke fehlt. Ab dem Sieg beim Made in Denmark stellte er den “alten” Bernd aber sogar noch klar in den Schatten .

Der wohl bis zu diesem Zeitpunkt größte Erfolg seiner Karriere gelang in Schottland, als er sich im Stechen seinen ersten Rolex Series Titel schnappte und damit auch die Führung im Race to Dubai belegte. Diese war er zwar kurz danach mit dem Sieg von Lowry bei den Open Championship wieder los, er erklomm den Gipfel aber mit dem zweiten Rolex Series Pokal in Italien wieder und verteidigte seinen Platz an der Sonne danach gekonnt bis zum großen Finale in Dubai.

Recht schnell klare Verhältnisse

Am Ende reicht es für den Gesamtsieg aber nicht, denn recht früh nach Bernds Runde ist klar, dass Rahm wohl nicht mehr so weit zurückfallen wird, dass es sich für den Burgenländer tatsächlich noch ausgeht. Zu abgebrüht agiert der Spanier und untermauert am Ende mit einer , dass er derzeit wohl der heißeste Europäer auf der weltweiten Golfbühne ist. Auf dem Weg zur Jahreswertung bestritt er nur 13 Turniere und fuhr dabei wie Bernd, der heuer 29 mal am Start stand, 3 Siege ein.

So bitter es am Ende auch ist, dass er beim letzten Turnier der Saison noch den Platz an der Sonne räumen muss, dreht man das Rad der Zeit um ein Jahr zurück, hätte Bernd nach der zähen Handgelenksverletzung den 3. Platz im Race to Dubai wohl ungeschaut unterschrieben. Mit der Super-Saison kletterte er außerdem auch wieder bis auf Rang 23 der Weltrangliste, sichert so alle großen Turniere kommendes Jahr ab und darf sich darüber hinaus auch auf jeden Fall mit 750.000 Euro für Rang 3 im Race to Dubai – über die ersten 5 der Jahreswertung wird der 5 Millionen Dollar schwere Bonuspool ausgeleert – trösten.

“Sehr enttäuschend über den Ausgang dieser Woche aber ein sehr erfolgreiches Jahr nichtsdestotrotz. Gratulation an Jon Rahm. Vielen Dank an alle die die Daumen gehalten haben. Wir hören uns im neuen Jahr”, so Bernd [sic!] nach der letzten Runde der Saison.

Harte Arbeit zum Saisonende

Matthias Schwab brachte nach der 73 (+1) vom Freitag am Samstag mit der 70 (-2) wieder eine rote Runde zum Recording und hat es durchaus noch in der Hand sein erstes großes Tourfinale mit dem bereits elften Top 10 Ergebnis der Saison wieder zu verlassen. Trotz eines eingebunkerten ersten Teeshots geht sich auf der 1 ein stressfreies anfängliches Par aus. Wie sein Landsmann lässt aber auch der 24-jährige das Par 5 der 2 ungenutzt und verpasst so ein schnelles Birdie.

Dies rächt sich dann am langen Par 3 der 4, denn mit dem ersten Bogey des Tages rutscht er sogar hinter die Top 20 zurück. Lange muss er aber nicht auf den scoretechnischen Ausgleich warten, denn mit der 7 hat er das zweite Par 5 der Runde gut im Griff und krallt sich auch sein erstes Birdie. Stabilität bringt das Erfolgserlebnis aber nicht, denn kurz vor dem Turn erwischt es ihn auf der 9 mit dem nächsten Fehler, was ihn wieder etwas zurückwirft. Fast trotzig setzt der Rohrmooser aber postwendend den Konter und dreht sein Score so auf der 10 abermals auf Anfang.

Das Hin und Her findet jedoch auch in Folge kein Ende, denn prompt geht es mit einem darauffolgenden Bogey auf der 11 wieder in den Plusbereich und mit einem weiteren Fehler gleich darauf rutscht er sogar bis ins Mittelfeld zurück. Das will der Schladming-Pro aber sichtlich nicht auf sich sitzen lassen, denn sofort steuert er mit seinem bereits dritten Birdie des Tages wieder gegen und holt sich so in Windeseile einen Schlag wieder.

Da er am Par 5 der 14 dann mit ausgelassenem Birdie auch den Ausgleich verpasst, fällt ein darauffolgendes Bogey noch schwerer ins Gewicht, da er damit erneut den Rückzug ins Mittelfeld antritt. Da sich dann auch am Par 3 der 17 nur ein Bogey ausgeht, geht es immer weiter im Klassement bergab. Er beendet die Saison aber mit einem echten Paukenschlag, denn auf der 18 stopft er noch zum Eagle, bringt so noch die 73 (+1) ins Ziel und bleibt damit als 20. den Top 20 doch noch erhalten.

“Sechs Bogeys bei drei Birdies und einem Eagle waren heute natürlich zu viel. Ich bin in keinen richtigen Rhythmus gekommen, hab die Bälle nicht immer sauber getroffen und war beim Putten auch sicher nicht vom Glück begünstigt heute. Die Saison ist jetzt zu Ende und der 17. Platz im Race to Dubai ist gut, darauf kann ich für 2020 aufbauen”, fasst Matthias seine Finalrunde zusammen.

Nur die Krönung fehlte

Das Eagle stellt auch einen würdigen Abschluss einer richtig starken zweiten Saison von Matthias dar, denn kein Spieler der gesamten Tour bewies eine derartige Konstanz wie der 24-jährige Steirer. Gleich zehn Mal stand sein Name am Ende in den Top 10, was ihm am Ende auch den sehenswerten 17. Rang in der Jahreswertung einbringt.

Das einzige kleine Manko des starken Jahres ist aber wohl, dass die Krönung mit dem ersten Sieg noch fehlt. Einige Male war er ganz dicht dran. Erst vor zwei Wochen verpasste er in der Türkei in einem 6-Mann Stechen nur hauchdünn den Sieg gegen Tyrrell Hatton (ENG). Kann Matthias Schwab den Höhenflug auch kommendes Jahr weiter fortsetzen, ist die Frage wohl nur “Wann” und nicht “Ob” Matthias das erste Turnier gewinnt.

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Schützenhilfe benötigt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger bringt nach recht guten Frontnine am Ende nur eine 73 zum Recording und muss damit am Sonntag in den Jumeirah Golf Estates bereits auf Schützenhilfe hoffen um sich die Jahreswertung noch sichern zu können. Matthias Schwab taucht am Samstag mit einer 70 wieder in die roten Zahlen ab.

Bernd Wiesberger hatte am Freitag richtig hart zu kämpfen um Zählbares auf die Scorecard zu bringen. Lediglich ein einziges Birdie wollte dem Oberwarter gelingen, zum Glück blieb er aber fehlerlos und konnte so noch eine 71 (-1) notieren. Dennoch heißt es nun am Wochenende “Nur Vollgas zählt”, denn mit Tommy Fleetwood (ENG) und Jon Rahm (ESP) teilen sich gleich zwei direkte Konkurrenten vor dem Moving Day den 2. Platz , was Bernd derzeit die Jahreswertung kosten würde.

Erneut wählt Bernd auf der schwierigen 1 dann die sehr konservative Variante vom Tee, schlägt sein Eisen aber ins Rough von wo aus der Ball das Kurzgemähte knapp verfehlt. Dennoch geht sich am Ende ein recht sicheres anfängliches Par aus. Wie schon an den Tagen zuvor will das Par 5 der 2 erneut keinen Schlag springen lassen, wobei der Birdieputt genau auf Linie haarscharf vor dem Loch liegen bleibt.

Erstmals findet dann auf der 3 ein Abschlag das Fairway und der Burgenländer zündet in Folge ein perfektes Eisen, das fast sogar zum Eagle fällt. Das erste Birdie ist aus wenigen Zentimetern nur noch Formsache. Ein deutlich verzogener Teeshot in den Grünbunker lässt am langen Par 3 danach dann den Stresslevel etwas in die Höhe schnellen, mit einem perfekten Sandschlag kratzt der Oberwarter aber sehenswert das wichtige Par.

Schon auf der 5 ergibt sich dann aber nach einer weiteren starken Annäherung die nächste Möglichkeit, doch der Putt schleicht regelrecht links am Loch vorbei. Am Par 3 der 6 erwärmt sich das Gerät fürs Kurgemähte dann aber, denn nach einem weiteren sehenswerten Teeshot stopft der 34-jährige den fälligen Putt und arbeitet sich so auch wieder bis unter die Top 10 nach vor.

Erneut will dann auf einem Par 5 nichts Zählbares herausspringen, was den Burgenländer aber nicht aus der Ruhe bringt, denn nach einem weiteren guten Eisen aufs Grün nimmt er dafür am Par 4 danach den Schlaggewinn mit und ist drauf und dran seine bislang klar besten Frontnine der Woche zu notieren.

Alles verspielt

Da der Parputt auf der 9 rechts über die Lochkante läuft, erwischt es ihn dann auch mit dem ersten Bogey des Tages, was den Rückstand auf die direkten Konkurrenten um den Sieg der Jahreswertung Jon Rahm und Tommy Fleetwood wieder etwas anwachsen lässt. Das Bogey läutet auch eine sichtlich zähe Phase ein, denn nach überschlagenem Grün muss er auf der 11 prompt den nächsten Fehler einstecken und verliert so auf seine Konkurrenz immer mehr an Boden.

Das scheint Bernd nun komplett aus dem Rhythums zu bringen, denn auch die 12 gelingt nur mit fünf Schlägen, womit er auf nur vier Bahnen alles bisher herausgeholte am Samstag wieder verspielt. Die schwarze Serie reißt einfach nicht ab, denn nachdem der Abschlag auf der 13 im Grünbunker verschwindet und er in Folge auch noch den Parputt verschiebt, liegt er plötzlich sogar im Plusbereich und droht am Moving Day im Niemandsland des Leaderboards zu versinken.

Zwar fängt er sich in Folge wieder, Birdie will aber bis zum Schluss keines mehr gelingen und das, obwohl er auf der 18 sogar die Eaglechance am Putter hat. Schlussendlich muss er sich mit der 73 (+1) zufrieden geben, die ihn bis auf Rang 24 zurückwirft. Damit verliert Bernd auch den Anschluss an seine schärfsten Konkurrenten im Kampf um die Jahreswertung, denn sowohl Rahm als auch Fleetwood könnten ihm diese noch regelrecht vor der Nase wegschnappen, wobei der Spanier derzeit die deutlich besseren Karten gegenüber dem Engländer hat. Um genau dies zu verhindern, muss Bernd am Sonntag auf jeden Fall eine bessere Runde ins Clubhaus bringen und parallel wohl darauf hoffen, dass Mike Lorenzo-Vera (FRA) und Rory McIlroy (NIR) sich die beiden ersten Plätze sichern.

Einer der Hauptgründe für den doch bereits deutlich aufgerissenen Rückstand ist mit Sicherheit auch die mehr als ausbaubare Par 5 Bilanz, denn die gesamte Woche über hält er auf nunmehr bereits zwölf abgespulten langen Bahnen nur bei -2, wobei am Freitag und am Samstag eben dort nicht ein einziges Birdie gelingen wollte. Im Vergleich dazu hält etwa Jon Rahm allein auf den Par 5 Löchern bei einem Zwischenstand von -9, was eine deutliche Sprache spricht.

Top 10 Chance lebt noch

Matthias Schwab hatte deutlich härter zu kämpfen als noch am Donnerstag und musste sich schließlich mit einer 73 zufrieden geben, die ihm doch einige Ränge kostete. Dennoch hat der Rohrmooser mit einem guten Weekend noch alle Chancen auf sein bereits elftes Top 10 Ergebnis der Saison. Zwar bunkert er sich gleich auf der 1 im Fairwaybunker ein, erspielt sich mit einer starken Annäherung aber dennoch die Birdiechance, allerdings will der Putt zum roten Eintrag nicht fallen.

Zwar verpasst er danach erstmals in dieser Woche am Par 5 der 2 ein schnelles Birdie, holt dieses dafür aber auf der 3 postwendend nach und taucht so erneut rasch in den Minusbereich ab. Konzentriert spult der Schladming-Pro die darauffolgenden Bahnen ab, ehe am Par 3 der 6 wieder alles zusammenpasst und er sein zweites Birdie des Tages verbuchen kann, womit er auch wieder klar an den Top 10 andockt.

Grundsolide notiert der junge Steirer danach die Pars auf die Scorecard, ehe es ihn ausgerechnet am Par 5 der 14 dann mit seinem ersten Fehler am Moving Day erwischt. Der 24-jährige bleibt aber ruhig, zieht sein souveränes Spiel weiter durch und darf sich auf der 18 noch ein weiteres abschließendes Birdie auf der Scorecard eintragen.

Mit der 70 (-2) taucht Matthias Schwab somit nach der 73 (+1) vom Vortag wieder in die roten Zahlen ab und hat, eine gute Schlussrunde vorausgesetzt, auch noch gute Chancen vom 16. Rang aus beim großen Finale sein insgesamt bereits elftes Top 10 Ergebnis des Jahres mitzunehmen. Um dies Realität werden zu lassen, müsste er am Sonntag aber zumindestens zwei Schläge gutmachen.

“Die Runde heute war wieder nicht schlecht. Es war teilweise wegen dem starken Wind nicht einfach. Um in diesem starken Feld weiter vorne platziert zu sein muss man ganz einfach noch besser spielen. Die Devise heißt also keine Fehler machen und noch mehr Birdies scoren. Ich weiß woran ich in Zukunft weiter arbeiten werde”, fasst Matthias den Moving Day aus seiner Sicht zusammen.

Mike Lorenzo-Vera macht mit einem Bogey am Schlussloch Bernd nicht gerade einen Gefallen, denn so geht er nach der 69 (-3) nur in geteilter Führung mit Jon Rahm (66) bei gesamt 15 unter Par in den Finaltag.

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Krachend gescheitert

RSM CLASSIC – 2. RUNDE: Sepp Straka muss ausgerechnet in seiner zeiten Heimat mit einer 82 im Sea Island Resort seine bislang höchste PGA Tour Runde der Karriere einstecken und scheitert damit wie schon letztes Jahr krachend am Cut.

Sepp Straka tat sich zum Auftakt unweit seiner zweiten Heimat im Sea Island Resort von Brunswick sichtlich schwer ordentlich Birdies auf die Scorecard zu bringen. Lediglich zwei rote Einträge konnte er notieren, da er aber auch nur ein Bogey eintragen musste, ging sich am Ende noch eine zartrosa 69 aus, die ihn zumindestens genau an der Cutmarke in den zweiten Spieltag starten lässt.

Wie jedes Jahr wird das Turnier auch heuer wieder auf zwei Kursen ausgetragen. Zum Auftakt hatte Sepp den Seaside Course, auf dem auch am Wochenende gespielt wird, vor der Nase, der als der etwas schwierigere gilt. Am Freitag wartet nun noch der Plantation Course auf den Longhitter.

Auf diesem wird es dann schon früh recht ungemütlich, denn nach zwei recht stressfreien Pars auf der 10 und der 11 tritt er sich auf der 12 mit einem Dreiputt das erste Bogey ein, was die Aufgabe klarerweise nicht gerade leichter macht. Des Schlechten noch nicht genug kommt es eine Bahn später so richtig dick, denn nachdem er den Drive verloren geben muss und zum Droppen gezwungen ist, geht sich schlussendlich sogar nur ein Doppelbogey aus, was den Rückstand auf die Cutmarke langsam aber sicher mehr als nur unangenehm macht.

Das lässt das Spiel des gebürtigen Wieners endgültig zerfallen, denn am darauffolgenden Par 5 muss er sogar gleich zweimal droppen und notiert am Ende sogar ein Triplebogey, was das Erreichen des Wochenendes wohl bereits nur noch theoretischer Natur macht. Dass an diesem Tag absolut überhaupt nichts gelingen will zeigt sich auf der 18, denn auch das zweite Par 5 der Runde brummt ihm einen Fehler auf. Eine weitere Doublette am Par 5 der 4 und zwei darauffolgende Bogeys passen so richtiggehend ins Bild der verkorksten Runde.

Zwar geht sich dann am Par 5 der 8 auch das erste Birdie aus, am Ende steht er aber nur mit der 82 (+10) beim Recording und scheitert damit als 151. nicht nur krachend am Cut, er muss auch ausgerechnet unweit seiner zweiten Heimat in Georgia seine bis dato höchste Runde der PGA Tour Karriere einstecken. Schon letztes Jahr kam er mit dem Sea Island Resort alles andere als gut zurecht und musste nach einer 80 unfreiwillig vorzeitig sein Jahr auf der PGA Tour beenden.

Tyler Duncan (USA) diktiert nach der 61 (-9) am Seaside Course und bei gesamt 14 unter Par das Tempo.

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Farbloser Freitag

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger findet am Freitag in den Jumeirah Golf Estates lediglich ein einziges Birdie, was dem Oberwarter mit der 71 laut derzeitiger Hochrechnung auch den Sieg der Jahreswertung kosten würde. Matthias Schwab rutscht mit der 73 etwas zurück.

Bernd Wiesberger hatte am Donnerstag vor allem vom Tee so seine liebe Mühe, denn nur selten fanden die Abschläge das eigentlich anvisierte Ziel. Dennoch ging sich am Ende eine 70 aus, die ihm noch die Führungsrolle im Race to Dubai beschert. Dennoch verschärft sich die Lage zusehends, denn mit Jon Rahm (ESP) auf Rang 3 und Tommy Fleetwood (ENG) auf Rang 4 mischen gleich zwei direkte Konkurrenten weit vorne mit.

Zum Start wählt er auf der 1 die sehr konservative Variante, findet aber immerhin mit dem langen Eisen vom Tee das Fairway. Allerdings will danach die Annäherung nicht runter aufs Grün rollen. Fast fällt dafür danach der gefühlvolle Chip und nachdem er den Parputt stopft, ist das anfängliche Par eingesackt.

Nach gutem Abschlag reitet er am darauffolgenden Par 5 dann die Grünattacke, bleibt aber im Grünbunker hängen und muss sich nach knapp verschobenem Birdieputt mit dem Par zufrieden geben. So richtig auf Temperatur will der Putter auch auf der 3 nicht kommen, denn eine durchaus gute Birdiemöglichkeit kann er noch nicht verwerten.

Bernd muss langsam aufpassen, dass sich die ausgelassenen Chancen nicht am Ende des Tages rächen, denn auf dem langen Par 3 der 4 zündet er ein perfektes Eisen, kann die super Möglichkeit aus knapp zwei Metern aber wieder nicht fürs erste Birdie nützen.

Auch das Par 5 der 7 – bislang in dieser Woche ein absolutes Birdieloch – scheint dem Oberwarter nicht wohlgesonnen zu sein, denn da er erst mit dem vierten Schlag das Grün erreicht, geht sich am Ende auch hier nur ein Par aus. Da er auch die 9 mit der vorgegebenen Schlaganzahl bewältigt, macht er eine sehr ereignisarme erste Platzhälfte endgültig perfekt.

Einziger Farbtupfer

Nach satten zehn Pars in Folge ist es dann auf der 11 aber endlich soweit, denn nach einer perfekten Annäherung lässt er dem Putter gar keine andere Möglichkeit mehr als zum ersten Birdie zu lochen. Anknüpfen kann er an den ersten Schlaggewinn aber nicht, denn auch danach geht es weiter im Partrott dahin.

Auch auf der 17 kann er einen starken Abschlag nicht gewinnbringend nützen, nachdem einmal mehr ein Birdieputt knapp am Loch vorbei kriecht. Mit den Par 5 wird er in Dubai am Freitag weiterhin nicht warm, denn auch die 18 verstreicht wie schon auch alle drei anderen langen Bahnen ungenützt, was am Ende in einer 71 (-1) mündet. Damit bleibt er zwar vor dem Wochenende an den Top 10 dran, muss sich nun aber gehörig steigern, denn beim derzeitigen Stand der Dinge müsste er mit dem 13. Rang auch die Führung der Gesamtwertung an Tommy Fleetwood – der Engländer notiert eine 68 (-4) und belegt bei 9 unter Par gemeinsam mit Jon Rahm (ESP) (69) Rang 2 – abtreten.

Was vor allem ins Auge springt ist die eigentlich komplett konträre Leistung zum Vortag, denn hatte er am Donnerstag noch wilde Probleme vom Tee, so ist es am Freitag eindeutig die Chancenverwertung auf den Grüns – wenngleich er einige gute Saves hatte – die ihm einen Strich durch eine knallrote Performance macht. Kann er am Wochenende alle Aspekte seines Spiels zusammenführen, könnte es auf jeden Fall aber noch deutlich in Richtung Spitze nach vorne gehen.

Zur Runde meint er [sic!] danach auf Facebook: “Die Bedingungen wurden heute etwas schwieriger bei warmen Temperaturen und mehr Wind. Leider wollten ganzen Tag die Birdieputts nicht fallen aber zumindest konnten wir die Runde ohne Schlagverlust beenden. Auf geht’s in ein knallrotes Wochenende!”

Zurückgerutscht

Matthias Schwab zeigte einmal mehr in dieser Saison seine unglaubliche Beständigkeit. Unaufgeregt spulte der junge Steirer seine ersten wettkampfmäßigen 18 Bahnen in den Jumeirah Golf Estates ab und unterschrieb am Ende eine 69, die ihm vor der zweiten Runde den starken 8. Rang einbringt.

Wie am Vortag findet sich der 24-jährige auch am Freitag wieder sehr souverän zurecht und nimmt von der anspruchsvollen 1 ein sicheres anfängliches Par mit. Auch in Folge zieht er Parallelen zum Donnerstag, denn erneut geht sich gleich am ersten Par 5 danach das erste Birdie aus, wobei er sogar eine durchaus gute Eaglemöglichkeit am Putter hat.

Die 5, die ihm am ersten Spieltag noch ein Bogey einbrockte, übersteht er diesmal ohne große Probleme, muss allerdings danach am Par 3 einen Schlagverlust einstecken und rutscht so wieder auf Level Par zurück. Da danach das Par 5 der 7 diesmal kein Birdie springen lassen will, muss er sich bis zum nächsten Erfolgserlebnis noch etwas in Geduld üben.

Erst am Par 5 der 14 passt dann wieder alles zusammen und Matthias nimmt das nächste Birdie mit, das ihn auch wieder unter die besten 10 bringt. Wie schon nach dem ersten Birdie auf den Frontnine kann er sich aber auch diesmal nicht wirklich lange über den roten Eintrag freuen, denn die 16 brummt ihm wieder ein Bogey auf, was ihn erneut auf Even Par zurückfallen lässt.

Anders als am Vortag entpuppt sich die abschließende 18 diesmal als nicht gewinnbringend, denn statt des Birdies muss er diesmal am Par 5 mit dem Bogey leben und unterschreibt so schließlich nur die 73 (+1), die ihn auch bis auf Rang 17 zurückwirft. Mit einem starken Wochenende hat der Rohrmooser aber noch alle Chancen in Dubai sein bereits elftes Top 10 Ergebnis einzufahren.

“Ich hab heute besseres Golf gespielt als es mein Score eigentlich vermuten lässt, aber solche Tage gibt es leider. Auf der 18 hab ich nach dem zweiten Schlag meinen Ball nicht mehr gefunden. Leider war mein Putten erneut nicht gut genug um weiter vorne zu sein. Ich freue mich aber drauf morgen mit Lee Westwood spielen zu können”, fasst Matthias Schwab seine zweite Runde zusammen.

Mike Lorenzo-Vera (FRA) diktiert nach einer 69 (-3) und bei gesamt 12 unter Par klar das Tempo.

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Auf Sparflamme

RSM CLASSIC – 1. RUNDE: Sepp Straka kocht in seiner Heimat zum Auftakt die Birdies im Sea Island Resort nur auf Sparflamme und verlässt den Seaside Course nur mit einer zartrosa 69, was ihn aber zumindestens gerade noch auf Cutkurs bringt.

In seiner zweiten Heimat Georgia beschließt Sepp Straka ein aufregendes und sensationelles Debütjahr auf der PGA Tour. Nach dem Gewinn der neuen Tourkarte startete der Austroamerikaner zwar mit sechs verpassten Cuts in seine ersten 7 Turniere der neuen Saison, schrieb aber mit dem 4. Platz in Houston schon einmal ordentlich im FedExCup an.

In das Sea Island Resort kann Sepp täglich von daheim mit dem Auto fahren und hofft so auf gewissen Heimvorteil. Im Vorjahr verpatzte Straka jedoch sein “Heimspiel” gründlich, als er sich nach Runden von 73 und 80 Schlägen am falschen Ende des Klassements widerfand. Gespielt wird heuer auf zwei Kursen, wobei der Plantation Course nur einmal am Donnerstag bzw. Freitag zu absolvieren ist, die Finalrunden aber beide am Seaside Course abgehalten werden.

Sepp beginnt am Seaside Course gleich mit etwas Stress, denn ein Abschlag ins Rough und eine zu kurze Annäherung zwingen ihm zum Scrambeln, was er aber mit Bravour löst. Souverän nimmt er danach die Pars mit, ehe er auch auf der 4 wieder etwas zaubern muss. Das Up & Down gelingt aber ohne Probleme.

Am Par 3 der 6 verzieht er seinen Teeshot aber dann recht deutlich und da der Chip gut drei Meter übers Loch rollt, kann er erstmals ein Par nicht mehr kratzen und tritt sich das erste Bogey ein. Kurz vor dem Turn erwärmt sich dann auf der 9 aber endlich auch der Putter, denn aus knapp acht Metern gelingt der scoretechnische Ausgleich zurück auf Even Par.

So richtig ins Rollen kommt der Longhitter mit dem ersten Erfolgserlebnis aber nicht, denn auch zu Beginn der Backnine muss er einige Male etwas in die Trickkiste greifen um Pars auf der Scorecard notieren zu können. Nur auf der 17 ergibt sich noch eine echte Birdiechance, doch der Putt aus gut zwei Metern will nicht im Loch verschwinden.

Als bereits alles auf eine highlightarme 70 hindeutet, erwärmt sich auf der 18 zum Abschluss noch einmal der Putter und spendiert ihm aus knapp sechs Metern noch einen roten Eintrag. Damit kann er zum Auftakt mit einer 69 (-1) noch eine zartrosa Runde unterschreiben und liegt damit als 66. vor der Freitagsrunde am Plantation Course zumindestens gerade noch auf Cutkurs.

Webb Simpson (USA) gibt nach der 65 (-7) am Plantation Course den Ton an.

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Lage verschärft

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger agiert zum Auftakt in den Jumeirah Golf Estates vor allem vom Tee viel zu ungenau, was die 70 durchaus als gut dastehen lässt. Dennoch verschärft sich die Lage im Kampf um die Jahreswertung, denn sowohl Jon Rahm (ESP) als auch Tommy Fleetwood (ENG) mischen weit vorne mit. Matthias Schwab legt mit einer 69 einen grundsoliden Auftakt hin.

Als erster Österreicher der Golfgeschichte greift Bernd Wiesberger nach der Harry Vardon Trophy, dem prestigeträchtigen Gewinn der Jahreswertung der European Tour. Beim Saisonfinale in Dubai hat der Oberwarter zwar mit Tommy Fleetwood, Jon Rahm, Shane Lowry (IRL) und Matt Fitzpatrick (ENG) vier hochkarätige Rivalen, hat aber als einziger die Chance aus eigener Kraft die Jahreswertung für sich zu entscheiden. Mit einem Sieg oder einem alleinigen zweiten Platz bei der Dubai World Tour Championship wäre der 34-jährige nicht mehr einzuholen.

Gleich auf der 1 läuft dann aber alles in die genau verkehrte Richtung, denn während sich Bernd nach einem eingebunkerten Abschlag mit einem Dreiputt ein Bogey eintritt, locht Flightpartner Fleetwood die Annäherung zum Eagle. Auch auf der 2, dem ersten Par 5 geht sich nach etwas zu kurzem Chip kein Birdie aus, während Fleetwood trotz eingebunkerter Grünattacke den roten Eintrag verbuchen kann. Damit klafft zwischen Bernd und dem Engländer nach nur zwei Bahnen bereits eine Lücke von vier Schlägen.

Diese verringert sich auf der 3 aber mit dem ersten Birdie des Burgenländers wieder etwas, denn trotz eines weiteren Ausflugs in einen Fairwaybunker geht sich nach starker Annäherung ein roter Eintrag aus. Doch trotz des Erfolgserlebnisses geht es eher “shaky” dahin, denn ein weiterer alles andere als guter Abschlag zwingt ihn am langen Par 3 zu einem Chip, der nicht zwingend zur Fahne will und so im nächsten Bogey mündet.

Am Par 5 der 7 biegt einmal mehr ein Abschlag unangenehm ab und zwingt den 34-jährigen so aus dem Bunker vorzulegen. Ein starkes Wedge legt ihm dann aber die gute Birdiemöglichkeit auf, die er auch dankend annimmt und so sein Score erneut auf Level Par zurückdreht. Auf der 8 lässt er eine weitere Birdiemöglichkeit aus und während Fleetwood erneut den Putt stopft, wäre Bernd zu dieser Zeit auch die Führung im Race to Dubai los.

Der Putter wird wärmer

Auch auf den Backnine will die Sicherheit vom Tee einfach nicht kommen, denn erneut geht ein Abschlag auf der 10 links weg und nach einem etwas zu langen Chip stolpert er prompt über den nächsten Fehler. Da Fleetwood weiterhin nahezu alles locht, droht es schon am ersten Tag für Bernd durchaus unangenehm zu werden. Zumindestens erwärmt sich auf der 11 der Putter erstmals etwas und spendiert Bernd aus gut drei Metern den erneuten Ausgleich.

Die Temperatur behält das Gerät fürs Kurzgemähte auch danach bei, denn auf der 13 stopft er einen Monsterputt mit starkem Break und taucht so erstmals im Turnier in den roten Zahlen auf. Stabil wirkt das Spiel des siebenfachen European Tour Champions aber weiterhin nicht, denn sogar am kurzen Par 4 der 15 lässt er sich einen Tester zum Par über. Zwar besteht er diesen, doch mit Jon Rahm mischt nun ein weiterer harter Konkurrent um den Titel der Jahreswertung ganz vorne mit, was bedeutet, dass er mit Fleetwood und dem Spanier gleich zwei harte Brocken deutlich vor sich im Klassement stehen hat.

Die Probleme bei den Abschlägen reißen an diesem Tag einfach nicht ab, denn erneut bekommt er am Par 3 der 17 vom Tee weg Sand ins Getriebe, nimmt nach starkem Bunkerschlag aber das Par mit. Zeitgleich verhilft Rory McIlroy (NIR) mit einem Eagle auf der 18 zur 64 (-8) Bernd wieder zur Spitzenposition im Race to Dubai, denn er reiht sich damit hinter Mike Lorenzo-Vera (FRA) (63) auf dem alleinigen 2. Rang ein und verdrängt damit sowohl Fleetwood als auch Rahm etwas nach hinten.

Zum Abschluss passt dann aber noch einmal alles zusammen, denn nach einem guten Wedge locht er den fälligen Putt und kann so am Ende die 70 (-2) unterschreiben, was ihm nach dem ersten Spieltag Rang 14 einbringt. Bernd selbst hätte sich am Donnerstag mit Sicherheit besseres erhofft, angesichts der mehr als durwachsenen Leistung vom Tee ist die Runde mit 2 unter Par aber durchaus als gelungen einzustufen. Immerhin belegt er derzeit in der Hochrechnung der Jahreswertung nach wie vor Rang 1.

“Zufrieden mit dem Ergebnis der heutigen Runde. Habe den ganzen Tag gut gekämpft und sicherlich nicht mein bestes Golf gezeigt. Morgen geht’s weiter!!”, fasst Bernd [sic!] die Runde danach auf Facebook knapp zusammen.

Grundsolider Auftakt

Matthias Schwab ist erstmals im Kreis der besten 50 der Jahreswertung für das elitäre Finalturnier qualifiziert und möchte einmal mehr in aktueller Bombenform ganz vorne mitmischen. Der Start gelingt bei durchwegs windigen Verhältnissen mit einem anfänglichen Par ohne große Probleme. Die unglaubliche Par 5 Bilanz der letzten Turniere setzt sich sichtlich auch in Dubai weiter fort, denn schon die 2 lässt das erste Birdie springen, was ihn rasch in die roten Zahlen bugsiert.

So richtig lange kann er in diesen aber noch nicht verweilen, denn die 5 ringt ihm das erste Bogey ab, womit er wieder auf den Ausgangspunkt zurückfällt. Aus der Ruhe lässt er sich vom kleinen Faux-pas aber nicht bringen und krallt sich am nächsten Par 5 prompt wieder das Minus als Vorzeichen. Auf den folgenden Bahnen wirkt sein Spiel dann durchwegs stabil und nach einer kurzen Parserie geht sich auf der 11 mit starkem Putt das nächste Birdie aus, womit er sich wieder an die Top 10 herankämpft.

Richtig unaufgeregt zieht er weiterhin sein Spiel durch und belohnt sich auf der 18 noch einmal mit einem starken Putt zu einem weiteren Birdie. Damit legt der Schladming-Pro mit der 69 (-3) einmal mehr einen richtig guten Start in ein Turnier hin und verschafft sich so als 8. auch eine sehr gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf.

“So richtig aufregend war die Runde heute nicht. Ich hab sauberes Golf mit wenigen Up & Downs gespielt. Einige Putts waren sehr knapp und hätten durchaus auch fallen können”, fasst Matthias seine sehr souveräne Auftaktleistung zusammen.

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Geschichtsträchtige Chance

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger startet in den Jumeirah Golf Estates als Führender der Jahreswertung ins große Finale und hat so die Chance rot-weiß-rote Golfhistorie zu schreiben.

Dreht man das Rad der Zeit um ein Jahr zurück, hätte wohl niemand daran gedacht, dass in der kommenden Saison Bernd Wiesberger knapp davor steht sich die Jahreswertung der European Tour zu krallen. Immerhin sagte der Burgenländer sogar noch den eigentlich geplanten Start in der Türkei ab, da er sich selbst nach der zähen Handgelenksverletzung noch nicht so weit fühlte.

384 Tage später und mit drei Siegen mehr im Gepäck – darunter mit Schottland und Italien gleich zwei Rolex Series Triumphe – sieht die Welt des Bernd Wiesberger deutlich freundlicher aus. Neben den erwähnten Siegen macht er es sich als 23. auch wieder in den Top 50 der Welt richtig gemütlich, sichert so locker seine Starts bei den kommenden Megaturnieren wie Masters und Co ab und strahlt darüber hinaus auch vom 1. Platz im Race to Dubai.

Satte 722,6 Punkte Vorsprung nimmt der 34-jährige auf seinen schärfsten Verfolger Tommy Fleetwood (ENG) mit auf die letzten vier Runden der Saison. Ein Vorsprung, der sich zwar recht deutlich anfühlt, jedoch bei weitem nicht so komfortabel ist wie man meinen möchte, denn beim 8 Millionen Event in Dubai gibt es nicht nur einen fetten 3 Millionen Scheck für den Sieger, dieser bekommt auch 2.000 Punkte, was die Jahreswertung durchaus noch einmal richtig durcheinanderwirbeln könte.

Immerhin haben neben Bernd mit Fleetwood, Jon Rahm (ESP), Shane Lowry (IRL) und Matthew Fitzpatrick aber nur noch vier weitere Spieler überhaupt die Chance sich zum “König der European Tour” zu krönen, was die ganze Sache doch etwas übersichtlicher macht. Welche Konstellationen am Sonntag zu welchem Ergebnis führen würde haben wir unter dem Artikel aufgelistet um einen bestmöglichen Überblick über die etwas verwirrende Ausgangslage geben zu können.

Klarerweise wäre es am leichtesten Bernd schnappt sich am Sonntag einfach seinen vierten Sieg heuer und beendet so seine Top-Saison noch mit einem Paukenschlag. Den Earth Course der Jumeirah Golf Estates von Dubai kennt der Oberwarter bereits von zahlreichen Starts bestens, allerdings gibt es durchaus Wiesen auf dieser Welt, die ihm wohl etwas mehr entgegenkommen, denn ein absolutes Topergebnis gelang ihm bislang nur ein einziges Mal mit einem 4. Rang im Jahr 2016.

Dieses wird er aber wohl zwingend benötigen um auch am Sonntag noch ganz oben zu stehen. Ein Gesamtsieg der Jahreswertung hätte natürlichneben dem Prestige auch unglaublich viele andere positive Nebenaspekte. Vor allem aber könnte Bernd einmal mehr rot-weiß-rote Golfgeschichte schreiben, denn niemand aus der Alpenrepublik war auch nur ansatzweise so dicht dran wie der siebenfache European Tour Champion aus dem Burgenland.

Ganz dicht dran

Auch Matthias Schwab greift nach seiner einwöchigen Pause wieder ins Spielgeschehen ein und wirkt nach seinem hauchdünn verpassten Sieg im Stechen in der Türkei sichtlich bis in die Haarspitzen motiviert. Wie sein Landsmann kann auch der Schladming-Pro auf ein mehr als nur erfolgreiches Jahr zurückblicken, das ihn immerhin bereits bis auf Rang 16 im Race to Dubai und unter die Top 100 der Welt spülte.

Wie stark der 24-jährige heuer wirklich agierte zeigt ein Blick auf seine Ergebnisse, denn bereits zehn mal leuchtete sein Name nach einem Turnier in den Top 10 auf. Kein anderer Spieler der Tour war derart beständig. Nur dieser letzte Schritt zum ganz großen Wurf wollte noch nicht gelingen. In der Türkei führte er das Feld sogar von Donnerstag bis zur 18 am Sonntag an, musste sich am Ende aber Tyrrell Hatton (ENG) in einem 6-Mann Stechen hauchdünn doch noch geschlagen geben.

Anders als sein Landsmann kennt Matthias das Par 72 Gelände in Dubai bislang nur von Trainingsrunden, da er vergangenes Jahr knapp an der Qualifikation für das finale Event scheiterte. Unbekannt ist ihm das Terrain aber dennoch nicht, denn nach mittlerweile doch einigen Trainingsrunden kennt er die Tücken des Platzes bereits bestens und mit der steil nach oben zeigenden Formkurve ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten wohl so gut wie alles möglich.

Das Wetter sollte in der Wüste ab Donnerstag ohnehin mitspielen, wenngleich es durchaus windig werden könnte, was den Platz noch um einiges trickreicher gestalten würde. Los geht es für Matthias im Flight mit Benjamin Hebert (FRA) um 08:25 MEZ. Bernd Wiesberger folgt als Leader im Race to Dubai in der letzten Gruppe mit seinem ersten Verfolger Tommy Fleetwood um 09:40 MEZ.

Welche Konstellation führt zu welchem Ergebnis:

1. Bernd Wiesberger 4.802,4 Punkte

>> Bernd Wiesberger sichert sich die Jahreswertung in jedem Fall mit einem Sieg oder einem alleinigen 2. Platz.

2. Tommy Fleetwood 4.079,8 Punkte

>> Tommy Fleetwood kann Bernd noch überholen wenn er gewinnt und Bernd schlechter als alleiniger 2. wird.

>> Wenn er alleiniger 2. wird und Bernd schlechter als geteilter 3. mit zwei anderen Spielern wird und dabei weder Jon Rahm noch Shane Lowry in Dubai gewinnen.

>> Wenn Fleetwood mit einem anderen Spieler geteilter 2. wird und Bernd schlechter als geteilter 7. mit einem anderen Spieler wird und weder Rahm, Lowry oder Fitzpatrick gewinnen.

>> Wenn er mit zwei anderen geteilter 2. wird, Bernd dabei schlechter als alleiniger 15. wird und weder Rahm, Lowry oder Fitzpatrick gewinnen.

>> Wenn er mit drei anderen geteilter 2. wird, Bernd schlechter als alleiniger 42. wird und weder Rahm, Lowry oder Fitzpatrick gewinnen.

Jon Rahm 3.898,3 Punkte

>> Wenn Jon Rahm gewinnt und Bernd schlechter als alleiniger 2. wird.

>> Wenn er alleiniger 2. wird, Bernd schlechter als geteilter 5. mit einem anderen Spieler wird und weder Fleetwood, Lowry oder Fitzpatrick gewinnen.

>> Wenn er mit einem anderen geteilter 2. wird, Bernd schlechter als alleiniger 21. wird und weder Fleetwood, Lowry oder Fitzpatrick gewinnen.

Shane Lowry 3.613,0 Punkte

>> Shane Lowry schnappt sich die Jahreswertung mit einem Sieg und wenn Bernd schlechter als geteilter 2. mit einem anderen Spieler wird.

>> Wenn er alleiniger 2. wird, Bernd schlechter als alleiniger 19. ist und weder Fleetwood, Rahm oder Fitzpatrick gewinnen.

Matthew Fitzpatrick 3.321,0 Punkte

>> Matthew Fitzpatrick gewinnt die Jahreswertung mit einem Sieg und wenn Bernd schlechter als geteilter 4. mit einem anderen Spieler ist und Fleetwood schlechter als alleiniger 2. wird.

 

 

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Selbst in der Hand

NEDBANK GOLF CHALLENGE – FINAL: Bernd Wiesberger nimmt vom Gary Player CC mit einer 70er Finalrunde und Rang 3 das angepeilte Topergebnis mit, verschafft sich so weiter Luft an der Spitze der Order of Merit und hat es weiterhin in eigener Hand sich kommende Woche in Dubai die Jahreswertung zu sichern.

Bernd Wiesberger hatte zwar auch am Samstag wieder mit einem einigermaßen zähen Start zu kämpfen, arbeitete sich aber schlussendlich zu einer 70 (-2) und marschierte damit bis auf Rang 6 nach vor. Mit einer ähnlich starken Leistung am Sonntag steht dem angepeilten Topergebnis nichts im Wege, was auch bereits ein großer Schritt in Richtung Sieg der Jahreswertung wäre.

Der Start gelingt mit einem stressfreien anfänglichen Par dann auch ohne große Schwierigkeiten. Wie schon an den Tagen zuvor verstreicht zwar auch am Sonntag wieder mit der 2 das erste Par 5 der Runde ungenutzt, eine Bahn später beweist er auf den Grüns aber Gefühl und stopft einen starken Putt zum ersten Birdie. Danach schafft es Bernd am Sonntag einen zähen Start wie an den letzten Tagen zu vermeiden, denn auch auf der 5 findet der Putt zum roten Eintrag seinen Weg ins Ziel, was den Oberwarter klar an die Spitzengruppe heranbringt.

Putter voll auf Temperatur

Vor allem der Putter glüht zu dieser Zeit im windigen Sun City, denn richtig zwingend gelingt auch die Annäherung auf der 6 nicht, doch aus großer Distanz hat der Ball gar keine andere Chance als ins Loch zum dritten Birdie des Tages zu fallen. “Der Kurs spielt sich mittlerweile doch ziemlich schnell weil es seit Mittwoch Abend nicht mehr geregnet hat. Es ist auch deutlich windiger heute und ich mag diese Verältnisse durchaus. Ich bin soweit zufrieden mit meinem Spiel und natürlich auch mit den Putts, die heute bislang gut funktionieren”, so Bernd nach dem 8. Abschlag.

Genau dieser Abschlag ist es auch der erstmals einen Dämpfer am Sonntag setzt, denn nach Problemen erreicht er erst mit dem vierten Schlag das Grün und muss das erste Bogey einstecken. Fast gelingt dann trotz überschlagenem Grün am Par 5 der 9 mit starkem Chip das nächste Birdie, am Ende fehlen aber ein paar Zentimeter. Auf der 10, der nächsten langen Bahn, gelingt die Übung dann besser, denn ein starkes Wedge eröffnet die Birdiemöglichkeit, die er sich nicht entgehen lässt.

Der Putter bleibt am Sonntag auch weiterhin auf Temperatur, denn nach gutem Eisen ergibt sich auf der 11 die nächste Chance und wieder locht Bernd ohne mit der Wimper zu zucken, womit er plötzlich nur noch einen einzigen Schlag Rückstand auf die Spitze aufweist. Langsam aber sicher muss der 34-jährige sogar aufpassen, dass ihm das Gerät fürs Kurzgemähte kein Loch ins Bag brennt, denn am durchaus schwierigen Grün der 12 rollt der Ball erneut mit Break über die Welle perfekt zum Loch und kippt mit der letzten Kraft ins Loch. Da parallel dazu Louis Oosthuizen (RSA) mit Problemen zu kämpfen hat, taucht Bernd plötzlich sogar in geteilter Führung auf.

Nahezu gleichzeitig zieht Tommy Fleetwood (ENG) aber das Tempo wieder an und schnappt sich wieder den Platz an der Sonne. Plötzlich beginnt Bernd dann vor allem vom Tee ungenauer zu werden. Am Par 5 der 14 geht sich das Par noch ohne Probleme aus, am Par 4 danach muss er nach einem erzwungenen Querchip zurück aufs Fairway dann aber mit dem Bogey leben. Das schein auch den Rhythmus vor allem auf den Grüns zu brechen, denn ein guter erster Putt läuft auf der 16 am Loch vorbei und nachdem dann auch der Retourputt nicht fallen will, gibt er mit einem Dreiputtbogey den nächsten Schlag ab.

Dramatisches Finish

Bernd beißt sich aber noch einmal zurück, denn auf der zähen 17 legt er die Annäherung stark zur aufs Grün und nimmt so das nächste Birdie mit, das ihn auch wieder zweistellig unter Par bringt. Am Schlussloch wird es dann allerdings noch einmal dramatisch, denn nach einem weiteren verzogenen Drive setzt er alles auf eine Karte, schießt aber den Baumstamm vor sich ab und liegt damit weiter weg als zuvor. Erst mit dem vierten Schlag erreicht er schließlich das Grün und tritt sich so noch ein Doppelbogey ein, das ihm auch den alleingen 3. Rang und somit auch wichtige Punkte im Race to Dubai kostet.

Dennoch macht er auch mit der 70 (-2) und dem geteilten 3. Platz in Südafrika einen weiteren ganz großen Schritt in Richtung Sieg der Jahreswertung. Bereits heute hätte er in einer gewissen Konstellation den Sack zumachen können. Da in Dubai aber noch einmal mehr Punkte vergeben werden – gesamt gilt es 12.000 Punkte zu verteilen, wobei der Sieger 2.000 erhält – könnte Österreichs Nummer 1 jedoch nach wie vor noch von der Spitze verdrängt werden. Die Chancen auf einen rot-weiß-roten Gesamtsieg stehen jedoch mittlerweile mehr als nur gut.

Tommy Fleetwood (ENG) muss nach einer 65er (-7) Finalrunde – der Engländer findet dabei gleich drei Eagle – gegen Marcus Kinhult (SWE) (68) ins Stechen und setzt sich dort am ersten Extraloch knapp mit Par gegen Bogey durch und sichert sich so den 2,5 Millionen Siegerscheck.

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