Autor: Klemens Widhalm

Aussichtsreich unterwegs

BARRACUDA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Sepp Straka weiß am Freitag im Montreux GC das modifizierte Stableford System zu seinem Vorteil zu nützen und spielt sich in recht aussichtsreiche Position.

Sepp Straka konnte am ersten Spieltag seine Bombenform nur bedingt ausspielen. Zwar zeigte sich der Longhitter wieder unglaublich konstant und schaffte es Schlagverluste gekonnt fernzuhalten, fand aber auch nur zwei Birdies.

Beim modifizierten Zählsystem (8 Punkte für Albatross, 5 für Eagle, 2 für Birdie, 0 für Par, -1 für Bogey und -3 für Doppelbogey oder schlimmer) muss er dazu noch seine Auftaktrunde am Freitag beenden, nachdem ihm am Donnerstag nach 14 Bahnen ein Gewitter einen Strich durch die Rechnung machte.

Einiges liegengelassen

Sepp startet zwar souverän in die Fortsetzung am Freitag, verzieht aber seinen zweiten Schlag am abschließenden Par 5 wild und tritt sich so noch etliche Fehler ein, weshalb er am Ende nur mit einem einzigen Pünktchen zum Recording marschiert. Damit muss sich Sepp nun auf der 2. Runde deutlich steigern um nicht am Cut zu scheitern.

Die Probleme ziehen sich auch in die zweite Runde, denn mit einem Dreiputt tritt er sich sofort auf der 10 ein anfängliches Bogey ein. Sepp steuert aber sofort gegen und locht auf der 11 (Par 3) und der 12 aus jeweils gut drei Metern zu Birdies, womit er sich wieder in Richtung Wochenende spielt.

Voll auf Touren

Das bringt den Motor des gebürtigen Wieners endgültig richtig auf Touren, denn auf der 13 legt er die Grünattacke sensationell bis auf gut zwei Meter zur Fahne und stopft seelenruhig zum Eagle, der ihn sogar bis in Schlagdistanz zu den Top 10 bringt. Danach heißt es warten bis zum nächsten Par 5, wo nach zwei lockeren Putts aus 10 Metern zwei weitere Punkte auf sein Konto wandern.

Auf den vorderen 9 bleibt Sepp zwar spielerisch sicher und angriffslustig, aber erst am vierten Grün geht wieder etwas nach gelungenem Dreimeterputt zum Birdie weiter. Ein perfekter Schuss ins 6. Grün legt noch ein letztes Birdie auf, das Straka ein Tagesergebnis von 14 Punkten beschert und bislang noch von keinem Konkurrenten erreicht oder übertroffen wurde.

Bei einem Zwischenstand von insgesamt 15 Punkten liegt der Georgia Bulldog somit durchaus gut im Rennen und cuttet mit Sicherheit in sehr aussichtsreicher Position ins Wochenende. Derzeit belegt er damit Rang 16, welche Platzierung es vor dem Moving Day genau wird kann man erst am Samstag mit Sicherheit sagen, da eine Gewitterfront ein planmäßiges Ende der Runde verhindert. Tom Hoge (USA) führt mit gesamt 21 Punkten.

>> Leaderboard Barracuda Championship

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Zu viele Fehler

THE SENIOR OPEN – 2. RUNDE: Markus Brier verpasst bei den Senior Open in Royal Lytham & St. Annes mit deutlich zu fehleranfälligem Spiel klar den Cut.

Markus Brier kommt nicht gerade in allerbester Form zu seiner zweiten Senior Open nach England angeflogen. Der 51-jährige Wiener konnte allerdings sein letztes Topergebnis vor einem Monat, einen 6. Platz in Wales, immerhin auf britischem Golfrasen feiern.

Linksgolf ist die Paradedisziplin Briers, der mit dem 12. Platz in Carnoustie 2007 auch weiterhin die rotweißrote Bestmarke bei Majors hält. Bei seinem Debüt im Kreis der Senioren im Vorjahr cuttete Brier auch problemlos und erreichte immerhin Platz 32. Der Wahlsteirer Miguel-Angel Jimenez geht als Titelverteidiger in die heurige Senior Open, die am Linksklassiker von Royal Lytham & St. Annes ausgetragen wird.

Von Beginn an Probleme

“Maudi” hat am Donnerstag dann gleich in den Morgenstunden allerdings mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn schon auf der 1 und der 3 machen es sich die ersten Fehler gemütlich. Auch in Folge läuft er bei schwierigen Verhältnissen vergeblich einem Birdie hinterher und tritt sich noch auf den Frontnine zwei weitere Fehler ein, die ihn spürbar zurückfallen lassen.

Die Probleme reißen auch danach nicht ab, denn kaum auf den zweiten Neun angekommen tritt er sich sogar ein Doppelbogey ein. Erst danach kehrt auch erstmals ein etwas gewinnbringenderer Rhythmus ein, der ihm auch zwei Birdies ermöglicht. Doch so schnell der positive Schwung kam, so schnell reißt dieser auch wieder ab, wie zwei darauffolgende Bogeys zeigen.

Schlussendlich unterschreibt der Wiener am Donnerstag nur die 76 (+6) und hängt sich damit im Kampf um den Cut bereits einen eher unangenehmen Rucksack um. Bei den zähen Verhältnissen lebt mit einer starken zweiten Runde aber die Chance aufs Wochenende immerhin noch.

Ein Schneemann als Spielverderber

Trotz der gleich zwei Gewitterunterbrechungen am Donnerstag und der damit verbundenen Verzögerung des Abschlusses der ersten Runde, kommt Markus Brier am Freitag wie geplant um 13:19 MEZ dazu seinen Zweitrundenauftritt zu beginnen.

Der Start verläuft auch durchwegs solide, wenngleich er sich auf der 3 ein recht frühes Bogey eintritt. Richtig unangenehm wird es dann aber auf der 6, denn mit einem Doppelpar beraubt er sich wohl schon früh in der zweiten Runde der letzten Chance doch noch den Cut zu stemmen. Immerhin kann er danach am Par 5 auch das erste Birdie notieren.

Auf den zweiten Neun kehrt dann deutlich mehr Ruhe ein, wenngleich er auf der 15 noch einmal einen Schlag abgeben muss. Am Ende steht Markus Brier auch am Freitag nur mit einer hohen Nummer beim Recording und verpasst damit in Royal Lytham & St. Annes mit der 75 (+5) und bei gesamt 11 über Par und als 113. deutlich den Cut.

>> Leaderboard The Senior Open

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Zweimal Top

ST. PÖLTEN OPEN – FINAL: Mit Manuel Trappel und Amateur Max Steinlechner sorgen im GC St. Pölten gleich zwei Österreicher für Topergebnisse. Auch Niklas Regner (Am) weiß zu überzeugen.

Manuel Trappel, aktuell als 39. mit Abstand bester Österreicher auf der Pro Golf Tour hofft beim Heimturnier von St. Pölten auf spielerischen Rückenwind. Sebastian Wittmann bekam beim Adamstaler Challenger moralischen Rückenwind und möchte diesen im benachbarten St. Pölten zu seinen Gunsten ausnutzen.

Beim 30.000 Euro-Turnier im Golfclub St. Pölten sind auch Österreichs zur Zeit stärkste Amateure Lukas Lipold, der EM-Dritte Max Steinlechner sowie Niklas Regner im Einsatz. Routinier Clemens Prader gibt in dieser Woche der Pro Golf Tour gegenüber der Alps Tour den Vorzug.

Manuel Trappel nutzt seine frühe Startzeit auf dem kurzen und auch heuer scorefreundlichen Kurs in Niederösterreichs Landeshauptstadt perfekt aus und sammelt auf beiden Platzhälften jeweils vier Birdies auf. Den einzigen Ausrutscher leistet sich der Vorarlberger an der 17 mit Bogey. Mit der 64 (-7) ordnet er sich am hervorragenden 2. Platz ein. Am Nachmittag benötigt Max Steinlechner nur 9 Löcher um schon auf 5 unter Par zu kommen. Danach plätschert sein Spiel eher dahin, die Runde von 66 Schlägen reicht aber für Position 8. Die beste Auftaktrunde brennt der Niederländer Robbie Van West mit der 61 (-10) auf den heißen Golfrasen.

Auch am Donnerstag hat der Manuel Trappel in der niederösterreichischen Landeshauptstadt sein Visier gut eingestellt und findet am Weg zur 65 (-6) vier Birdies und ein Eagle. Die beste Runde in rot-weiß-rot spult aber mit Max Steinlechner ein Amateur ab. Die Zukunftshoffnung ist so richtig im Birdiefieber und nimmt gleich acht rote Einträge mit, was ihn mit der 63 (-8) wie Trappel bis auf einen einzigen Schlag an Van West herankommen lässt. Auch Niklas Regner (Am), Jürgen Maurer und Fabian Winkler stemmen den Cut.

Weiterhin in Birdelaune

Manuel Trappel zeigt sich auch am Finaltag wieder in absoluter Birdielaune, wenngleich er sich nach leichten Anlaufschwierigkeiten einen Birdiedoppelpack selbst wieder ausradiert. Auf den Backnine aber nimmt er dann noch vier Birdies und ein Eagle mit, kann mit der 65 (-6) aber mit Hurly Long (GER) – er gewinnt nach der 60 (-11) bei gesamt 24 unter Par – nicht mithalten und wird am Ende immer noch starker 4.

Maximilian Steinlechner (Am) gibt in dieser Woche einmal mehr eine Kostprobe seines riesigen Talents ab und wird nach der finalen 68 (-3) und bei gesamt 16 unter Par 5. Amateur Niklas Regner darf sich nach der 69 (-2) über Rang 14 freuen. Jürgen Maurer und Fabian Winkler bleiben mit 71er (Par) Runden am hinteren Ende stecken und verlassen St. Pölten mit einem 40. bzw. 43. Platz wieder.

>> Leaderboard St. Pölten Open

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Statement abgegeben

ST. JUDE INVITATIONAL – 1. RUNDE: Jon Rahm (ESP) stürmt im TPC Southwind mit einer fehlerlosen 62 überlegen an die Spitze und gibt zum Auftakt ein wahres Statement ab.

Nach Rolex Series Events und den Open in Royal Portrush geht es mit dem WGC-Event in Memphis nahtlos mit dem nächsten Megaturnier im Programm weiter. Jon Rahm zeigt sich dabei richtiggehend vor Tatendrang strotzend, denn der bullige Spanier zerlegt den durchaus trickreichen TPC Southwind regelrecht in seine Einzelteile.

Gleich von Beginn an zeigt sich Rahm in absoluter Birdielaune und überredet gleich die 1 und die 2 zu ersten Birdies. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Ruhepause, ehe es von der 6 weg mit den nächsten drei Birdies am Stück immer tiefer in den roten Bereich nach vor geht.

Überlegen an die Spitze

Zwar geht es der ehemalige Arizona State Sun Devil dann auf den Backnine etwas ruhiger an, der 11, der 16 und der 18 kann er aber bei weiterhin fehlerfreiem Spiel noch Birdies entlocken und marschiert so schlussendlich mit der 62 (-8) über die Ziellinie. Damit erspielt er sich schon am ersten Spieltag einen drei Schläge starken Vorsprung auf die ersten Verfolger Bubba Watson, Patrick Cantlay (beide USA), Hideki Matsuyama, Shugo Imahira (JPN) und Cameron Smith (AUS).

“Nach den letzten anstrengenden Wochen hab ich am Montag und Dienstag überhaupt nichts gemacht. Eigentlich wollte ich am Mittwoch eine Trainingsrunde spielen, aber nach vier Löchern war ich komplett fertig, konnte nicht mehr rund schwingen und hab mich entschlossen nach neun Löchern wieder aufzuhören. Ich bin dann noch aufs Putting-Green und das wars dann soweit”, erklärt Jon Rahm die alles andere als angenehme Vorbereitung aufs Turnier.

Dass es dann zum Auftakt derart gut klappte, überrascht ihn selbst etwas: “Ich hab auf den letzten zehn Löchern richtig viele Putts gelocht. Die Putts waren sehr stark und auch die Grüns hab ich gut gelesen. Auf der 1, der 2, der 7 und der 8 musste ich nicht einmal ein bisschen links oder rechts anhalten. Die waren richtig schön gerade und ich wusste, dass ich gute Chancen hab, wenn die Bälle dort starten wo ich sie haben will.”

>> Leaderboard St. Jude Invitational

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Von Blitzen gebremst

BARRACUDA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Sepp Straka hält zum Auftakt im Montreux GC zwar Bogeys gekonnt fern, findet aber auch nur zwei Birdies. Da der Longhitter danach von einem Gewitter ausgebremst wird, muss er seine erste Runde noch am Freitag beenden, ehe er die zweite in Angriff nimmt.

Mit seinem ersten Top 3-Finish auf der PGA Tour spielte sich Sepp Straka in Kentucky auf Rang 119 im FedExCup vor und ist damit vorerst auf Kurs Richtung Finals und neuer Tourkarte. Allerdings muss er sich in den kommenden 14 Tagen im Kreis der besten 125 der Jahreswertung halten und im Idealfall ordentlich nachlegen.

Bei der Barracuda Championship in Reno, Nevada, ist aufgrund des zeitgleich stattfindenden WGC-Events erneut die zweite Garde der PGA Tour am Start. Bei somit deutlich weniger Konkurrenz, aber auch nur 3,5 Millionen Dollar Preisgeld, zählt im Montreux Golfclub bloß ein Topergebnis.

Anders als bei anderen Turnieren wird in Nevada nicht im normalen Stroke Play gespielt, sondern mit einem modifizierten Punktesystem. Für einen Albatross bekommt man 8 Punkte, ein Eagle ist 5 Punkte wert, ein Birdie 2, für Par gibt es keinen Punkt, für Bogey wird ein Punkt abgezogen und für Doppelbogey oder Schlimmeres gibt es 2 Punkte Abzug.

Langes Warten

Mit später Startzeit muss sich Sepp nicht nur bis zum ersten Golfschlag des Turniers in Geduld üben, auch beim Scoren wird diese ziemlich strapaziert. Zwar beginnt der Longhitter sehr souverän und nimmt solide Pars mit, das erste Erfolgserlebnis will aber erst nach gelungener Grünattakce am Par 5 de 8 glücken.

Auch nach dem Turn kommt der Birdiemotor des gebürtigen Wieners nicht wirklich auf Touren, denn erst auf der 14 kann er ein starkes Eisen wieder in Zählbares ummünzen, nachdem der Putter aus knapp zwei Metern das zweite Birdie springen lässt.

Das soll es dann an diesem Tag auch gewesen sein, denn ein Gewitter verhindert ein planmäßiges Ende der ersten Runde. Sepp übernachtet damit bei einem Zwischenstand von 4 Punkten nach 14 Löchern und reiht sich auf Rang 52 ein. Am Freitag muss er nun zunächst seine Auftaktrunde beenden, ehe es kurz danach für ihn mit Runde Nummer 2 losgeht.

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Auf jungen Schultern

EURAM BANK OPEN – FINAL: Zwar kann Golf-Österreich beim wichtigsten heimischen Golfturnier des Jahres im GC Adamstal kein Topergebnis bejubeln, die junge Garde rund um Amateur Lukas Lipold und Pro Sebastian Wittmann lässt aber zumindestens teilweise in der Ramsau aufhorchen.

Österreichs Wochenendteilnehmer konnten dem Moving Day nicht ihren Stempel aufdrücken. Sebastian Wittmann brachte bei bestem Golfwetter mit der 70 (Par) noch die beste Runde in rot-weiß-rot zum Recording, startet aber wie die beiden Amateure Lukas Lipold und Niklas Regner nur vom 53. Platz aus in die letzte Runde. Felix Schulz erlebte einen Tag zum Vergessen und will mit einer guten Finalrunde vor allem die Sicherheit wiederfinden.

Lukas Lipold legt auf den Backnine richtig farbenfroh los, denn nach einem Birdie-Bogey-Birdie Start geht sich erst auf der 13 das erste Par aus. Kurz danach gelingt dann sogar das nächste Erfolgserlebnis und der Amateur macht erstmals spürbar Plätze gut. Das Malbuch gibt er aber auch danach nicht aus der Hand und rutscht noch vor dem Turn mit zwei Bogeys sogar wieder auf Level Par zurück.

Noch einmal holt er sich dann auf den Frontnine aber mit einem Par 5 Birdie auf der 3 wieder ein Minus als Vorzeichen, rutscht jedoch gegen Ende ausgerechnet auf der zweiten langen Bahn der ersten Neun wieder zurück und beendet das Turnier zu allem Überfluss noch mit einem weiteren Bogey auf der 9. Mit der 71 (+1) kann er am Sonntag klarerweise keine Ränge mehr gutmachen und beendet das Event wie sein Landsmann auf Platz 56.

Erstes Preisgeld

Sebastian Wittmann hat am Finaltag von Beginn an etwas zu kämpfen und kann erstmals auf der 13 einen Fehler nicht verhindern. Da er die gesamte zweite Platzhälfte über vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterherläuft und parallel dazu auf der 17 noch ein weiteres Bogey eintragen muss, kommt er nur bei 2 über Par auf den Frontnine an.

Dort rutscht er dann sogar noch weiter zurück, lässt jedoch am Par 5 der 3 einen Adler landen und kann so erstmals etwas gegensteuern. Mit einem sehr farbenfrohen Ende – auf den letzten sechs Löchern des Turniers notiert noch zwei Bogeys und ein Birdie – geht sich schließlich aber nur die 73 (+3) aus, die ihm nur Rang 61 ermöglicht, womit er aber immerhin sein erstes Preisgeld von der Challenge Tour mitnimmt.

Wilder Finalritt

Niklas Regner, der mit seinem Amateurkollegen Lukas Lipold am Finaltag im selben Flight spielt, kommt in überhaupt keinen Rhythmus, denn schon auf den Backnine häuft er mit zwei Doppelbogeys und drei zusätzlichen Fehlern viele Schlagverluste an.

Am Par 5 der 3 setzt er dann aber sogar noch ein Ausrufezeichen, denn passend zum 50 Jahr Jubiläum der Mondlandung heißt es auch bei Niklas “The Eagle has landed”. Da er sich danach aber noch zwei Fehler eintritt, radiert er sich diesen wieder aus. Zumindestens geht sich zum Abschluss des Turniers noch ein Birdie aus, was trotz der 76 (+6) und Rang 65 wohl ein positives Ende darstellt.

Vortagesschock verdaut

Felix Schulz droht zunächst am Sonntag dort weiter zu machen, wo er am Samstag aufgehört hat, denn ein frühes Doppelbogey auf der 11 stellt einen alles andere als guten Beginn dar. Der Youngster lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und findet kurz vor dem Turn auf der 17 auch das erste Birdie des Tages.

Das heizt auch Felix’ Spiel sichtlich an, denn zu Beginn der Frontnine schnürt er sogar den Birdietriplepack und arbeitet sich so sogar in den roten Bereich zurück. Doch wie aus dem Nichts erwischt es ihn danach mit einem Triplebogey wieder richtig hart und er muss sich schließlich mit der 72 (+2) zufrieden zeigen, die ihn nur auf dem 69. und letzten Platz einreiht.

Junge Garde eingesprungen

Klar kann man sich mit den rot-weiß-roten Ergebnissen beim wichtigsten Heimturnier des Jahres nicht wirklich zufrieden zeigen, zumindestens aber zeigten in dieser Woche die “Jungen Wilden” teilweise auf und sprangen für die arrivierten Spieler wie Lukas Nemecz, Martin Wiegele und Co in die Bresche, da diese geschlossen am Cut scheiterten.

Vor allem Edelamateur Lukas Lipold wusste zum Auftakt zu überzeugen, denn mit einer 67 (-3) reihte er sich sogar nur knapp hinter den Spitzenrängen ein. Auch für Sebastian Wittmann verlief die Woche mit Sicherheit grundsätzlich positiv, denn nach vielen vergeblichen Anläufen, konnte er auf ausgerechnet in der Heimat endlich den Cutbann der Challenge Tour durchbrechen.

Calum Hill (SCO), der bereits das Pro-Am am Mittwoch für sich entscheiden konnte, lässt am Finaltag mit einer 66 (-4) nichts mehr anbrennen und feiert bei gesamt 18 unter Par in Niederösterreich den Sieg. “Wenn man gewinnt ist man natürlich immer happy. Es hat mir hier besonders gut gefallen und hat Spaß gemacht als Gesamtführender in den letzten Tag zu starten. Natürlich war ich besonders motiviert, da mich meine gesamte Familie einschließlich meines Vaters als Caddy oft sehr lautstark angefeuert hat. Die Bedingungen hier waren erstklassig, ich kann dem Veranstalter nur gratulieren”, streut Hill nach seinem Sieg vor allem den Verantwortlichen Rosen.

>> Leaderboard Euram Bank Open

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Bilanz aufgehübscht

THE OPEN CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger findet am Sonntag im Royal Portrush GC noch die letzten Reserven im Akku und fährt mit fehlerloser 70 und Rang 32 sein bislang klar bestes Open Resultat der Karriere ein.

Bernd Wiesberger wirkte am Moving Day nach den anstrengenden Wochen bereits etwas ausgebrannt und musste sich schlussendlich mit einer 74 zufrieden geben, die ihm viele Ränge kostete. Damit rückt auch das beste Major Ergebnis eines Österreichers bereits außer Reichweite, denn nach wie vor ist dies der 12. Rang von Markus Brier in Carnoustie. Seine eigene Open-Bilanz kann er aber sehr wohl noch aufhübschen, denn besseres als Rang 64 ist auf jeden Fall aus Nordirland zu holen.

Anders als an den Tagen zuvor nimmt er diesmal von der 1 statt eines Bogey ein sicheres Par mit. Auch das Par 5 danach gelingt mit der vorgegebenen Schlaganzahl. Damit macht er zwar nichts falsch, bei erneut guten Scores rutscht er jedoch um ein paar Ränge zurück. Grundsouverän gelingen auch die beiden darauffolgenden Löcher mit Par, wenngleich er nach fünf gespielten Bahnen erst ein einziges Fairway trifft.

Erstes und einziges Birdie

Am zweiten Par 5 passt dann aber erstmals alles zusammen, denn vom zweiten Par 5 der Frontnine kann er mit solidem Spiel von Tee bis Grün das erste Birdie mitnehmen. Ohne große Probleme spult er die verbleibenden beiden Bahnen der ersten neun Löcher dann ab und notiert so am Sonntag seine beste erste Platzhälfte der gesamten Turnierwoche.

Auch die beiden schwierigen Bahnen nach dem Turn stellen ihn am Sonntag vor keine wirklich großen Probleme. Das angepeilte zweite Birdie will am Par 5 der 12 aber nicht gelingen. Das angeschlagene Tempo zieht er dann unaufgeregt bis zum Ende durch und nimmt reihenweise die Pars mit. Am Ende mündet dies in einer fehlerlosen 70 (-1), die dem Oberwarter schlussendlich, auch dank deutlich schlechteren Verhältnissen am Nachmittag, mit Rang 32 sein bislang eindeutig bestes Open Resultat der Karriere ermöglicht.

Wie schon an den Vortagen hat Bernd auch am Finaltag aber wieder etwas mit der Genauigkeit zu kämpfen, wenngleich er trotz nur 7 getroffener Fairways immerhin zwei Drittel aller Grüns erreicht. Die leichten Ungenauigkeiten, die sich die gesamte Woche über durch sein Spiel zogen, erklären aber auch warum “nicht mehr” als Rang 32 zu holen war. Denn konnte er letzte Woche in Schottland noch satte 29 Birdies notieren, so wollten in Portrush, trotz meist guter Verhältnisse, nur mehr 9 rote Einträge glücken und gar nur drei am gesamten Weekend.

“Es ist schön diese Wochen mit einer bogeyfreien Runde im zähen Royal Portrush GC zu beenden. Ich freue mich jetzt auf ein bisschen freie Zeit und möchte mich für den tollen Support bedanken. Es war eine großartige Woche und eine Ehre vor diesen Fans zu spielen. Das war sicher eines der besten Majors die ich je spielen durfte”, so Bernd nach den anstrengenden Links-Wochen.

Überwältigender Sieg

Shane Lowry (IRL) erlebt in Portrush eine Woche für die Ewigkeit. Der Ire zeigt vier Tage lang Golf vom Allerfeinsten und lässt sich selbst von den widrigen Bedingungen am Finaltag nicht aus der Fassung bringen. Am Ende reicht ihm eine 72 (+1) um überlegen bei gesamt 15 unter Par zu triumphieren. Mit dem Sieg bricht auch eine US-Dominanz, denn seit den letzten Open, wo Francesco Molinari (ITA) siegte, sicherten sich die US-Amerikaner alle drei bisherigen Majors des Jahres.

Lowry wurde in seiner “Heimat” regelrecht zum Sieg getragen, denn die zahlreichen Fans peitschten ihren Helden buchstäblich von Loch zu Loch und beflügelten den 32-jährigen auf seinem Weg zum ersten Majorsieg sichtlich zusätzlich. Der 2. Platz geht mit einem Respektabstand von gleich sieben Schlägen an Tommy Fleetwood (ENG), der am Sonntag eine 74 (+3) zum Recording bringt.

Erfolgreiche Links-Wochen

Für Bernd Wiesberger entwickelten sich die Links-Wochen generell unglaublich erfolgreich, denn wenn man drei Wochen zurückblickt, wusste der Burgenländer nicht einmal noch, ob er denn überhaupt in Portrush an den Start gehen kann. Erst ein ganz starker 2. Platz bei den Irish Open sicherte ihm seinen Startplatz und bedeutet zu dieser Zeit auch eine neue Rolex Series Bestmarke.

Lange hielt diese aber nicht, denn auf den Geschmack gekommen krönte er sich in North Berwick sogar zum Scottish Open Champion, denn in einem doch eher kuriosen Stechen rang er schlussendlich am dritten Extraloch Benjamin Hebert (FRA) nieder und setzt sich mit dem grandiosen Triumph nicht nur wieder in den Top 50 der Welt fest, sondern stürmte auch auf Position 1 im Race to Dubai.

Akkus leer

Auch der Start ins letzte Major glückte dann mit einer 70 (-1) durchaus gut, bereits am Freitag merkte man ihm aber erstmals etwas die Strapazen der letzten anstrengenden Wochen an, denn nur mit purem Willen arbeitete er sich noch zu einer 71 (Par) und cuttetet schlussendlich sicher ins Open-Weekend.

Am Moving Day aber tat er sich dann richtig schwer noch die letzten Reserven zu mobilisieren, denn mit einigen Schwierigkeiten wollte nicht mehr als die 74 (+3) harausspringen, die ihm der Chance auf eine neue österreichische Major-Bestmarke beraubte. Mit der finalen lässt er aber die zähe Samstags-Runde in Vergessenheit geraten und nimmt mit Rang 32 immerhin sein persönlich bestes Ergebnis der Karriere bei den Open Championship mit.

Kommende Woche legt der Burgenländer nun während der WGC Woche eine Pause ein. Auf der einen Seite verständlich, da er bereits bei den Open sichtlich zu kämpfen hatte. Andererseits lässt er aber auch eine perfekte Möglichkeit verstreichen, denn egal wie das Turnier in Tennessee verlaufen wird, Preisgeld und Weltranglistenpunkte würde er auf alle Fälle mitnehmen.

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Volle Kraft voraus

BARBASOL CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Sepp Straka spielt sich im Keene Trace GC mit einer fehlerlosen 63 am Samstag bis auf Rang 5 nach vor und geht mit besten Chancen auf das angepeilte Topergebnis in den Finaltag.

Sepp Straka stemmte am Freitag mit der bereits zweiten 68 ohne jegliche Probleme den Cut. Mit den ultratiefen Scores konnte er damit in Kentucky aber nicht mithalten und weist auf die angepeilten Top 10 bereits drei Schläge Rückstand auf. Um die Lücke zu den Spitzenplätzen schließen zu können, wird der Longhitter am Moving Day nun alles in die Waagschale werfen müssen um eine noch tiefere Runde auf die Scorecard zaubern zu können.

Genau daran arbeitet der bullige gebürtige Wiener dann auch von Beginn an, denn schon auf der 1 legt er den Ball perfekt zur Fahne und nimmt so ein anfängliches Birdie mit. Auf den Geschmack gekommen erwärmt sich auch der Putter, denn dieser lässt aus drei Metern auf der 2 gleich das nächste Birdie springen. Auch auf der 3 denkt das Gerät fürs Kurzgemähte nicht im Traum daran abzukühlen und ermöglicht ihm aus viereinhalb Metern sogar den roten Triplepack.

Nur kurz legt Sepp für einige Bahnen eine Verschnaufpause ein: bereits am 7. Grün findet wieder ein Birdieputt aus 7 Metern sein Ziel, dem ein weiterer am zweiten Par 5 folgt. Damit ist er zur Halbzeit bis auf Position 2 vorgestossen.

Weiter im Takt

Der Birdiesturm geht auch danach munter weiter. Am Par 5 der 11 gelingt die 4 über Chip und Putt, am 12. Grün macht sich der Putter aus vier Meter wieder sehr nützlich. P1 taucht am Leaderboard neben seinem Namen auf, während sich Drittrundenleader Jim Herman (USA) gerade einmal vom Practice Green Richtung 1. Abschlag bewegt. Sepp legt weiter vor: an der 13 schnürt er aus einem Meter einen weiteren Birdie-Hattrick.

Als dann auch noch am letzten Par 5 über Chip und Putt Birdie Nummer 9 gelingt, ist dank fehlerloser Performance die fabelhafte 63 (-9) in trockenen Tüchern, womit Straka sein bestes Score von der allerersten PGA Tour-Runde bei der Safeway Open egalisiert. Der Wiener hievt sich auf 17 unter Par hoch, muss sich nach der zwischenzeitlichen Führungsrolle schlussendlich beim Low Scoring-Event von Kentucky mit Rang 5 begnügen.

Nur zwei Spielern geht am Samstag eine noch tiefere Runde als Sepp auf, dumm nur, dass ausgerechnet die beiden ohnehin bereits vor dem jungen Österreicher platziert waren. Jim Herman geht nach der 62 (-10) und bei unglaublichen 24 unter Par als Leader in den Sonntag. Kelly Kraft (USA) schließt mit einer 61 (-11) bis auf einen Schlag zum Führenden auf.

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Bernd Wiesberger

Etwas ausgebrannt

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger wirkt nach den anstrengenden Wochen zuletzt am Moving Day bereits etwas ausgebrannt und büßt im Royal Portrush GC mit einer 74 viele Ränge im Klassement ein.

Bernd Wiesberger hatte am Freitag zwar mit etlichen Ungenauigkeiten zu kämpfen – der Burgenländer fand nur sechs Fairways und nur neun Grüns – cuttete schlussendlich aber sicher und ohne Probleme ins Wochenende. Zum ersten Mal überhaupt gelang ihm beim sechsten Open Start der Sprung ins Wochenende unter Par und aus dem Mittelelfeld heraus hat er auch die Topränge noch durchaus in Reichweite.

Um zu diesen aufschließen zu können muss er am Moving Day aber auf jeden Fall im langen Spiel sicherer werden, was jedoch nur teilweise funktionieren will. Vor allem ein Mix aus Problemen bei den Annäherungen und ausgelassenen Möglichkeiten auf den Grüns brocken dem 33-jährigen am Samstag seine erste Runde über Par ein, die ihm auch etliche Ränge kostet.

Wieder schnelle Probleme

Gleich die 1 geht wie schon am Vortag daneben, denn nach einem Dreiputt vom Vorgrün muss er am Eröffnungsloch ein Bogey notieren. Das darauffolgende Par 5 verläuft zwar unaufgeregt und sicher, Birdiekonter kann er aber keinen setzen. Auch danach zeigt sich Bernd recht solide, trifft Fairway und Grün kann das stabile lange Spiel aber nicht in Zählbares ummünzen. Die Sicherheit geht dann aber am zweiten Par 3 der Runde auf der 6 wieder verloren, denn vom Tee aus findet Bernd das Kurzgemähte nicht und da auch das Up & Down nicht funktionieren will, tritt er sich sein bereits zweites Bogey ein.

Auch am zweiten Par 5 der Frontnine will diesmal kein Birdie gelingen, was den Burgenländer weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis warten lässt. Die vergebliche Suche nach roten Einträgen kostet mit Fortdauer auch wieder etwas die Genauigkeit im langen Spiel, denn nach verpasstem Grün kann er sich auf der 8 zum bereits dritten Mal nicht zu einem Par scrambeln und rasselt so immer weiter zurück.

Es wirkt am Samstag regelrecht wie verhext, denn es will einfach kein Birdie gelingen. Mit der 12 lässt auch das dritte und letzte Par 5 der Runde für den Burgenländer kein Erfolgserlebnis springen. Zusätzlich zu den ausbleibenden Birdies kommen noch dazu erschwerend Probleme auf den kurzen Bahnen hinzu, denn die 13 ist bereits das zweite Par 3 am Samstag, dass dem Oberwarter einen Schlag abknöpft. Mit dem bereits vierten Fehler nimmt ein “Moving Day zum Vergessen” langsam aber sicher konkrete Formen an.

Kurzes Aufbäumen

Auf der 15 aber kann Bernd dann erstmals richtig durchatmen, denn das erste Birdie bremst die hartnäckige Negativspirale doch deutlich ab. Der erste Schlaggewinn setzt sichtlich auch noch einmal Kräfte frei, denn wie schon am Vortag nimmt er erneut von der 17 ein Birdie mit und klettert so kurz vor Schluss doch noch um ein paar Ränge wieder nach oben.

Zum Abschluss aber kann er dann noch einen weiteren Fehler am schwierigen Schlussloch nicht vermeiden und marschiert so schließlich nur mit der 74 (+3) über die Ziellinie. Am durchwegs verpatzten Moving Day merkt man Bernd auch schon etwas die Strapzazen der letzten anstrengenden Wochen an. Bitter ist mit Sicherheit die Tatsache für ihn persönlich, dass vom 54. Rang aus wohl auch das beste Majorergebnis eines Österreichers – nach wie vor ist dies der 12. Platz von Markus Brier in Carnoustie – bereits außer Reichweite scheint.

Im langen Spiel zeigt er sich am dritten Spieltag zwar etwas verbessert, mit neun getroffenen Fairways und zehn erreichten Grüns liegt er aber immer noch deutlich hinter seinem eigentlichen Schnitt und wohl auch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Zwar scheint das erhoffte Topergebnis bereits außer Reichweite zu sein, ein neuer persönlicher Open Rekord ist aber mit Sicherheit noch machbar, denn einen 64. Platz kann er noch locker verbessern.

Trümpfe in der Hand

Shane Lowry (IRL) hat vor der Finalrunde alle Trümpfe in der Hand. Der Ire knallt, beflügelt durch die zahlreichen Fans, eine fehlerlose 63 (-8) aufs Tableau und geht so bei gesamt 16 unter Par und mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf Tommy Fleetwood (ENG) (66) in die Finalrunde.

>> Leaderboard The Open Championship

>> SKY überträgt Live und in HD von den Open Championship.

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Gute Gastgeber

EURAM BANK OPEN – 3. RUNDE: Österreichs Wochenendteilnehmer präsentieren sich am Moving Day im GC Adamstal als richtig gute Gastgeber, denn bei besten Scoringverhältnissen überlassen sie die guten Rundenscores ihren Kontrahenten.

Mit Lukas Lipold und Niklas Regner starten aus österreichischer Sicht zwei Amateure mit den besten Aussichten auf ein starkes Ergebnis beim Heimspiel ins Wochenende. Am Moving Day können die beiden nun auf jeden Fall befreit aufspielen und werden alles daran setzen einmal mehr eine Kostprobe ihres Potenzials auf die Scorecard zu zaubern.

Für “Hausherr” Sebastian Wittmann, der seinen ersten Challenge Tour Cut stemmte, und Felix Schulz geht es vorrangig darum vom hinteren Ende des Klassements wegzukommen. Alle Vorhaben lassen sich am Samstag aber nur äußerst schleppend an, denn während rundherum die meisten Spieler zahlreiche Birdies aufsammeln, treten die Österreicher eher auf der Stelle und entpuppen sich als gute Gastgeber, da sie die roten Einträge von Beginn an der Konkurrenz überlassen.

Wichtige Putts nicht gefallen

Sebastian Wittmann bastelt richtig kunterbunte Frontnine zusammen. Zunächst gibt er auf ein anfängliches Bogey mit zwei Birdies die perfekte Antwort und bleibt selbst nach weiterem Fehler dem roten Bereich noch treu. Erst das insgesamte dritte Bogey kurz vor dem Turn wirft ihn dann wieder auf Level Par zurück.

Nach dem Turn wird es dann bedeutend ruhiger auf seiner Scorecard, denn außer einem weiteren Birdie, dass er am einzigen Par 5 der Backnine wieder ausbessern kann, will nichts Zählbares mehr gelingen. Mit der 70 (Par) kommt er bei den guten Scoringverhältnissen klarerweise nicht wirklich weit nach vor und kann mit Platz 53 nur einige wenige Ränge gutmachen.

“Es war eigentlich ganz gut und ich bin schon zufrieden. Ich hab leider ein paar wichtige Putts nicht gelocht, was dann zu Bogeys führte und auf der 15 ist leider der Eagleputt aus einem Meter nicht im Loch verschwunden. Mir ist auf jeden Fall ein großer Stein vom Herzen gefallen, dass es jetzt endlich mit dem ersten Challenge Tour Cut geklappt hat. Es waren immer irgendwelche Kleinigkeiten die das verhindert haben, aber der Cut jetzt gibt mir schon einen Push und noch extra Motivation”, fasst Sebastian die Runde zusammen.

Angesprochen auf den Heimvorteil meint er abschließend: “Ich kenne den Platz zwar wirklich gut, aber so groß wie man annehmen würde ist der Heimvorteil auch nicht. Das Feld ist wirklich sehr gut – kann man mit der Pro Golf Tour nur schwer vergleichen – und die Jungs wissen schon ganz genau wo sie hinschießen müssen hier. Es gibt ein paar Stellen wo es etwas leichter ist, aber so richtige Geheimtipps wüsste ich jetzt auch keine.”

Geteilte Platzierung

Amateur Lukas Lipold tritt sich bei allerbestem Golfwetter, das eigentlich von den Morgenstunden weg die Scores nach unten treibt, gleich auf der 1 ein Bogey ein und sorgt so für einen durchwegs verhaltenen Start in den dritten Spieltag. Er schüttelt die negativen Gedanken aber rasch ab und arbeitet sich mit zwei Birdies noch auf den Frontnine in den roten Bereich, womit er seine Platzierung in etwa halten kann.

Zu Beginn der Backnine wird es dann aber deutlich wilder, denn ein Doppelbogey auf der 10 mit darauffolgendem weiterem Schlagverlust wirft ihn auf nur zwei Bahnen deutlich zurück. Zwar stabilisiert er in Folge sein Spiel wieder, Konter kann er aber keinen mehr setzen und muss sich so am Ende mit der 72 (+2) zufrieden geben, die ihn wie Sebastian Wittmann auf Rang 53 einreiht.

Niklas Regner (Am) kommt mit den allgemein guten Scores nicht mit, denn die gesamte erste Platzhälfte über läuft der Amateur vergeblich einem Birdie hinterher. Da es sich parallel dazu sogar ein Bogey auf seiner Scorecard bequem macht, büßt er schon zur Halbzeit seiner Runde viele Ränge ein.

Auch nach dem Turn will sich kein wirklich gewinnbringender Schwung einstellen, denn mit einem weiteren Fehler rutscht er auf der 11 immer weiter zurück. Erst das Par 5 der 15 verhindert noch eine komplett birdielose Performance, mit der 71 (+1) teilt er sich am Ende aber die Platzierung mit seinem Landsmann im hinteren Drittel des Leaderboards.

Wilder Ritt ans Ende des Leaderboards

Felix Schulz findet am Moving Day überhaupt keinen Rhythmus, was sich auf birdielosen Frontnine unter anderem mit einem Schneemann am Par 5 der 7 bemerkbar macht. Die enorm hohe Fehlerquote kann er auch nach dem Turn nicht abstellen und muss sich so schließlich mit einer 81 (+11) zufrieden geben, die ihn am hinteren Ende auf Rang 69 regelrecht festnagelt.

Calum Hill (SCO), der schon das Pro-Am am Mittwoch für sich entscheiden konnte, geht nach der 67 (-3) und bei gesamt 14 unter Par als Führender in den Sonntag.

>> Leaderboard Euram Bank Open

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