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Autor: Klemens Widhalm

Gemeinsam im Weekend

ANDALUSIA CHALLENGE – 2. RUNDE: Lukas Nemecz rutscht am Donnerstag zwar etwas zurück, stemmt im Real Club de Golf Novo Sancti Petri aber locker den Cut. Martin Wiegele durchbricht endlich den hartnäckigen Cutbann und steht erstmals heuer bei einem Challenger im Wochenende.

Gestärkt mit einem 11. Platz, seinem bislang besten Saisonergebnis auf der Challenge Tour, startet Lukas Nemecz in das zweite Turnier in Novo Sancti Petri. Der Steirer hofft dabei auf sein erstes Top 10-Ergebnis und die Qualifikation für das Tourfinale auf Mallorca. Martin Wiegele möchte mit dem erstem Cut überhaupt erst in der Rangliste anschreiben.

Nahtlos setzt er dann fort, wo er am Sonntag aufgehört hat: auch zum Auftakt des zweiten Challengers locht er zwei Birdieputts auf den ersten drei Löchern und mischt gleich ganz vorne mit. Die schwere 6. Bahn sorgt jedoch mit Bogey für den ersten Dämpfer. Mit dem Birdie am nächsten Par 5 läuft aber bald wieder alles nach Plan.

Der seit dem Vormittag spürbare Wind erreicht zu Mittag bereits Sturmstärke, das bekommt Nemecz auch auf den Back 9 zu spüren, als es ihm zwei weitere Bogeys auf die Scorekarte weht. Mit einer starken Puttleistung und zwei weiteren Birdies kann er in weiterer Folge die Schlagverluste immer wieder ausgleichen und schreibt so mit einer 71 (-1) an, die eine ausgezeichnete Ausgangsposition für die weiteren Tage bildet.

Der Donnerstag beginnt aus Lukas Nemecz Sicht alles andere als rosig, denn gleich die 1 brummt ihm ein anfängliches Bogey auf. Zwar fängt er sich rasch wieder und darf sich auf der 5 auch über den scoretechnischen Ausgleich freuen, prompt geht es jedch wieder mit einem Schlagverlust etwas retour. Zumindestens kann er danach auf den Frontnine weitere Fehler vermeiden und befindet sich so weiterhin klar auf Cutkurs.

Mit einem roten Doppelschlag dreht er sein Score zu Beginn der zweiten Neun dann sogar rasch in den roten Bereich, ehe der Schwung wieder abreißt und er bis zum Schluss noch drei weitere Bogeys aufsammelt. Mit der 74 (+2) rutscht er zwar bis ins Mittelfeld auf Rang 33 zurück, wird aber auch beim zweiten Andalusien Challenger wieder Preisgeld mitnehmen und macht damit auch einen großen Schritt in Richtung Tourfinale.

Bann endlich gebrochen

Martin Wiegele verpatzt wie schon in der Vorwoche den Start, lädt sich gleich zwei Bogeys auf den ersten Löchern in den Rucksack. Dass er dem Turnierverlauf diesmal eine andere Wende geben möchte, beweist er mit einer Flut von drei Birdies noch im ersten Drittel. Nachdem auch noch am zweiten Par 5 der Birdieputt fällt, erreicht der Steirer den Turn in 2 unter Par.

Dem mittlerweile stürmischem Wind muss dann auch Wiegele Tribut zollen: mit Triplebogey und Bogey biegt er auf die zweite Platzhälfte ab. Das bricht auch ziemlich den spielerischen Elan und ebnet den Weg zu einer 75 (+3) , die ihm erneut eine schwere Aufgabe für die zweiten 18 Löcher aufbrummt.

Wie schon am Vortag kommt Martin Wiegele auch diesmal sowohl von der 1 als auch von der 2 nur mit Bogeys weiter, was einmal mehr für einen richtig zähen Start sorgt. In Folge findet er aber seinen Rhythmus und gleicht die beiden Fehler mit einem Birdiedoppelschlag auf der 4 und der 5 rasch wieder aus. Auf der 7 geht es dann zwar noch einmal etwas zurück, der Zwischenscore würde derzeit aber immerhin fürs Wochenende reichen.

Die 10 ist dem Routinier dann erneut keine Hilfe, wenngleich er diesmal zumindestens statt eines Triplebogeys wie am Mittwoch diesmal “nur” das Bogey notieren muss. Der Konter sitzt aber sofort und Martin hält sich so wacker oberhalb der gezogenen Linie. Da sich dann am abschließenden Par 3 sogar noch ein Birdie ausgeht, unterschreibt er schließlich die 72 (Par) und wird damit als 50. endlich erstmals heuer von der Challenge Tour Preisgeld mitnehmen.

Niall Kearney (IRL) und Jacobo Pastor (ESP) diktieren bei gesamt 7 unter Par das Tempo.

Leaderboard Andalusia Challenge

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Perfekt für Bernd?

US MASTERS – VORSCHAU: Bernd Wiesberger nimmt ab Donnerstag sein bereits fünftes Masters in Angriff. Die herbstlichen Verhältnisse im Augusta National könnten dem Spiel des Burgenländers durchaus entgegenkommen.

So hat man Augusta bislang noch nie gesehen. Normalerweise kümmern sich die Greenkeeper der wohl berühmtesten 18 Löcher der Welt jenseits des Atlantiks akribisch darum, dass just im April alles in absoluter Vollblüte steht. Im Corona-Jahr 2020 ist aber nichts so wie es in einem normalen Jahr der Fall wäre. Durch die Reisebeschränkungen und die zahlreichen Lockdowns in verschiedensten Staaten zur erhofften Eindämmung der Pandemie, konnte zur geplanten Zeit im April auch in Georgia nicht gespielt werden.

Somit wanderte das eigentlich erste Major des Jahres im Kalender nach hinten und fand Mitte November einen neuen Termin. Der Augusta National wird auch heuer wieder auf jeden Fall leuchten, statt gelb, rosa und weiß werden diesmal allerdings die Farbtöne orange über rot bis braun den Ton angeben, denn der Herbst macht auch vor den Südstaaten der USA nicht halt. Für Bernd Wiesberger jedenfalls könnten genau diese Umstände durchaus Grund zum Optimismus sein.

Die weicheren Verhältnisse kommen dem Spiel des 35-jährigen durchaus entgegen, denn bei bissigen Grüns kann er seine stärkste Waffe, die kurzen Eisen und Wedges, perfekt zur Geltung kommen lassen. Gepaart mit der Platzkenntnis aus bislang vier Masters-Starts darf sich die Nummer 37 der Welt wohl durchaus Hoffnungen auf ein ganz starkes Turnier machen. Darüber hinaus gilt das Major in Georgia auch als Bernds eindeutig bestes der vier größten Events des Jahres.

Noch nie verpasste der siebenfache European Tour Champion in Augusta den Cut und wurde gleich im Jahr 2015 bei seinem ersten Auftritt als 22. bester Debütant. Es folgten ein 34. Rang im Jahr 2016, ein 43. 2017 und ein 24. Platz 2018. 2020 sollen nun gleich zwei Meilensteine seiner Karriere gelingen, denn kann er die Top 10 in dieser Woche knacken, hätte er nicht nur das erste echte Topergebnis bei einem Major im Lebenslauf stehen, sondern würde darüber hinaus auch den nach wie vor so hartnäckigen US-Fluch endlich hinter sich lassen. Nach wie vor wartet er noch auf ein Spitzenresultat auf amerikanischem Boden.

Dass er sich einiges ausrechnet merkt man ihm im Vorfeld des Turniers durchaus an: “Ich fühle mich sehr wohl am Augusta National und habe das Gefühl, dass mir der Platz gut liegt. Ich glaube auch, dass mein Spiel in den letzten Jahren hier besser war, als die Ergebnisse zeigen. Ich bin überzeugt, dass meine Erfahrung auf dem Kurs von Vorteil ist. Allerdings sind die Bedingungen hier im November für alle Spieler neu und ich bin gespannt wie sich das auf das Scoring auswirken
wird.”

“Auch wenn die Saison 2019 gefühlt bereits ewig her ist, sehe ich die Teilnahme als Belohnung für meine guten Leistungen im letzten Jahr. Nach der Verletzungssaison im Jahr 2018 war es eines meiner größten Ziele, wieder im Augusta National abschlagen zu dürfen und ich bin sehr stolz, das wieder so schnell geschafft zu haben.”

“Irgendwie sind wir es schon gewohnt heuer ohne Zuseher spielen zu müssen, aber in Augusta wird sich das besonders eigenartig anfühlen. Hier tummeln sich in normalen Jahren bereits an den Trainingstagen ca 50.000 Zuseher und die Anlage ist auch ideal für diese Zuschauermengen ausgelegt. Während der Trainingsrunden war es schon eigenartig ruhig am Platz – sehr ungewohnt”, so Bernd abschließend zur Corona-Situation.

Die Konkurrenz ist klarerweise enorm, wenngleich mittlerweile mit Sergio Garcia auch ein ehemaliger Masters Champion aufgrund eines positiven Covid-Tests zum Zuschauen verdammt ist. Neben der Nummer 1 der Welt Dustin Johnson, Justin Thomas, Brooks Koepka, Titelverteidiger Tiger Woods (alle USA), Rory McIlroy (NIR) und Co ist aber beim 11,5 Millionen US-Dollar Turnier alles vertreten was im Golf Rang und Namen hat. Das Wetter wird sich durchaus herbstlich präsentieren, wenngleich bei teilweisem Nieselregen die Temperatur durchaus noch die 20 Grad Marke knacken sollte.

 

>> SKY überträgt Live und in HD vom US Masters.

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Großes Kino

HOUSTON OPEN – FINAL: Österreichs PGA Tour Beitrag zeigt nahezu die gesamte Woche über im anspruchsvollen Memorial Park GC ganz großes Kino, ehe ihm späte Fehler den möglichen Sieg kosten. Mit Rang 5 nimmt er aber sein bislang bestes Saisonergebnis mit, sammelt so ordentlich FedEx Cup Punkte und fährt auch fette Zähler für die Weltrangliste ein.

Sepp Straka zeigte sich nach seiner Zwangspause – bei den kleinen Starterfeldern der letzten beiden Turniere hatt er keine Chance einen Platz zu ergattern – von Beginn weg in Houston hellwach und bestätigte so auch seinen 4. Platz der letzten Saison, wenngleich diesmal mit dem Memorial Park GC an einer neuen Wirkungsstätte gespielt wird. Nach Runden von 68 (-2), 69 (-1) und 66 (-4) Schlägen startet der Georgia Bulldog sogar mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf den Führenden in den Finaltag.

An der Seite der Nummer 1 der Welt Dustin Johnson (USA), hat Sepp dann aber gleich auf der 1 Probleme, nachdem der Abschlag das Fairway knapp links verfehlt und er mit der Annäherung nur den Grünbunker findet. Das anfängliche Bogey ist so unvermeidbar. Zwar hat er mit dem selbst angesprochenen Aspekt der genauen Drives auch weiterhin seine Mühe, doch selbst aus dem Rough fehlt bei der Grünattacke am Par 5 der 3 nicht viel und da nach dem fälligen Chip der Birdieputt aus drei Metern fällt, ist der scoretechnische Ausgleich rasch hergestellt.

Voll im Geschäft

Endlich finden dann auch die Drives die Spielbahnen, was die kommenden Löcher durchwegs stressfreier gestaltet. Am Par 3 der 7 steigt der Puls dann jedoch wieder gehörig an, da der Abschlag nur den Grünbunker findet und der Sandschlag auf die kurzgesteckte Fahne etwas zu lang wird. Einmal mehr springt der Putter aber rettend ein und ermöglicht noch das wichtige Par. Trotz eines verzogenen Drives legt er sich am zweiten Par 5 eine durchaus machbare Birdiemöglichkeit auf, kann diese aus vier Metern jedoch nicht verwerten. Eine Bahn später gelingt die Übung am Par 3 aus gleicher Distanz besser und Sepp bleibt so weiter klar in Schlagdistanz zur Spitze.

Das Birdie lässt auch just zur heißesten Phase des Turniers den Putter so richtig auf Temperatur kommen, denn auch auf der 10 hat er aus sieben Metern das Visier lasergenau justiert und schnürt so sogar den roten Doppelpack. Kurz gönnt er sich dann eine kurze Ruhepause, ehe er auf der drivebaren 13 trotz eines leicht verzogenen Abschlags dank eines starken Lobs auf die schwierige Fahnenposition das nächste Birdie einsackt und so mittlerweile nur noch um einen Schlag hinter Carlos Ortiz (MEX) zurückliegt.

Wie schon am Vortag fletscht die 14 aber wieder die Zähne. Erneut findet Sepp am Sonntag vom Tee aus das Fairway nicht und aus tiefer Lage wird auch die Annäherung unkontrollierbar. Den schwierigen Chip & Run dosiert er zwar gut, aus vier Metern muss er danach den Putter aber gleich dreimal bemühen und marschiert so sogar nur mit dem Doppelbogey vom Grün, was den Siegambitionen einen herben Dämpfer versetzt. Aus ganz ähnlicher Distanz ergibt sich gleich am darauffolgenden Par 3 die Chance zu Konter und der Longhitter misst diesmal den Putt perfekt an.

Endgültig geschlagen

Mit dem Wissen, dass er am einzigen Par 5 zwingend was mitnehmen muss, will er noch einmal in den Titelkampf eingreifen, nimmt er volles Risiko. Von der Länge her passt auch alles, allein das Eisen will nicht reinfaden und wassert schließlich im kleinen Graben neben dem Grün. Mit dem Bogey muss er vor den letzten beiden Bahnen nun endgültig die letzten Hoffnungen auf den möglichen Sieg begraben. Schlussendlich unterschreibt er am Sonntag die 69 (-1) und beendet die Houston Open so auf dem immer noch sehr starken 5. Rang.

Sepp zeigte bereits einige Male in seiner noch jungen PGA Tour Karriere, dass er durchaus im Stande ist im Konzert der ganz großen die erste Geige zu spielen. So knapp wie in dieser Woche war er jedoch noch nicht wirklich dran. Erst zwei späte Schnitzer verbauten ihm am Ende den möglichen Sieg. Das starke Abschneiden beschert ihm aber dennoch gute FedEx Cup Punkte und auch fette Zäher in der Weltrangliste. In der kommenden Masters Woche hat der 27-jährige nun eine Woche Auszeit, ehe er bei der RSM Classic mit Sicherheit versuchen wird an das starke Spiel von Houston anzuknüpfen.

Carlos Ortiz (MEX) agiert am Sonntag unglaublich nervenstark, locht die Putts genau dann wenn er sie braucht und darf sich mit einer 65 (-5) und bei gesamt 13 unter Par am Ende über seinen ersten PGA Tour Sieg freuen. Rang 2 teilen sich Dustin Johnson und Hideki Matsuyama (JPN) bei zwei Schlägen Rückstand.

Leaderboard Houston Open

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Um den Sieg

HOUSTON OPEN – 3. RUNDE: Sepp Straka bleibt seiner starken Performance auch am Moving Day weiterhin treu und mischt im Memorial Park GC nach einer 66 (-4) und bei nur zwei Schlägen Rückstand auf Leader Sam Burns (USA) (68) voll um den Sieg mit.

Sepp Straka präsentierte sich auch am zweiten Spieltag in Houston bärenstark. Als einer von nur wenigen Spielern gelang dem Longhitter an beiden Tagen eine rote Runde, was ihm als 9. eine richtig gute Verfolgerrolle auflegt. Ganz sicher findet sich Österreichs PGA Tour Beitrag dann mit zwei anfänglichen Pars auch am Moving Day wieder gut zurecht und nimmt nach einem starken Pitch am Par 5 der 3 das erhoffte erste Birdie mit. Sepp präsentiert sich auch danach in Hochform und kommt so eigentlich nie in die Verlegenheit einen Schlag abgeben zu müssen. Da sich dann parallel zum ohnehin sehr souveränen Spiel auch noch der Putter erwärmt, geht sich auf der 5 aus gut acht Metern bereits das zweite Birdie aus.

Auf der 6 wird es dann nach verfehltem Fairway und Grün erstmals etwas stressiger, nach gutem Chip lässt ihn der Putter aus knapp zwei Metern aber nicht im Stich. Aus der selben Distanz findet auch am Par 3 danach der Putt den Weg ins Ziel, anders als zuvor dieses mal jedoch zum Birdie, was Sepp bereits bis in die erste Verfolgerposition katapultiert. Lange verweilt er in dieser jedoch nicht, denn da auch am zweiten Par 5 der Putter wieder glüht und aus knapp drei Metern das nächste Birdie springen lässt, knackt er bei einem Zwischenstand von -4 nach 8 endgültig die Spitzenposition.

Fehler rasch ausgebessert

Der 14. Schläger im Bag mutiert an diesem Tag zu Sepp’s allerbestem Freund, wie ein weiterer starker Putt aus knapp sieben Metern auf der 12 zum bereits fünften Birdie eindrucksvoll belegt. Da nur Minuten zuvor Dawie van der Walt (RSA) seinen Parputt verschiebt, übernimmt der Georgia Bulldog damit sogar die alleinige Führungsrolle. Eine etwas zu kurze Annäherung bleibt ihm auf der 14 dann im Grünbunker hängen, von wo aus sich erstmals kein Par mehr ausgeht. Da zeitgleich Jason Day (AUS) immer besser ins Rollen kommt, rutscht er mit dem Bogey auch wieder auf Rang 2 zurück.

Frei nach dem Motto “No risk, no fun” reitet Sepp auf der 16 die Grünattacke übers Wasser und bringt den Ball ohne grobe Schwierigkeiten solide im Zielbereich unter. Den Adler kann er zwar aus zehn Metern nicht landen lassen, das Birdie reicht aber um wieder in geteilter Führung zu liegen. Prompt allerdings muss er diese auch wieder verlassen, da er sich auf der 17 aus gut 16 Metern einen Dreiputt eintritt und so das zweite Bogey auf der Scorecard vermerken muss.

Schlussendlich steht er mit der 66 (-4) wieder im Clubhaus und mischt damit vor den letzten 18 Löchern als geteilter 4. voll um den Sieg mit. Vor allem die Beständigkeit in Houston ist beim gebürtigen Wiener in dieser Woche beeindrucken, denn auf einer alles andere als scorefreundlichen Wiese zeigt er sich durchgehend von seiner besten Seite. Kann er auch am Sonntag noch einmal eine ähnlich starke Performance abrufen, könnte der 8. November 2020 ein richtig geschichtsträchtiges Datum in der österreichischen Golfwelt werden.

“Ich hab zwar auf der 17 einen kurzen Putt verschoben aber alles in allem bin ich mit der Puttleistung in dieser Woche bislang durchaus zufrieden. Da waren schon ein paar gute dabei. Es ist vor allem auf den Backnine extrem schwierig. Das wichtigste ist klar, dass man die Fairways trifft, da man bei den Annäherungen unbedingt Spin am Ball braucht. Aus dem Rough geht’s hier nur mehr darum die Pars zu retten”, spricht Sepp nach der Runde auch das Rezept für den Finaltag an.

Leaderboard Houston Open

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Passend zum Format

DUBAI MOONLIGHT CLASSIC – FINAL: Christine Wolf’s Spiel passt sich nach der langen Spielpause im Emirates GC dem Format an und zeigt bei viel Licht auch einigen Schatten.

In einem Elitefeld von nur 56 handverlesenen Spielerinnen tritt Christine Wolf ab Mittwoch zu einem Dreitagesturnier in Dubai an. Die LET hat im Saisonfinish doch noch einen Desert Swing mit drei Events in den Emiraten und in Saudiarabien auf die Beine gestellt. Auch heuer muss jeweils das halbe Feld bei Flutlicht ran, was dem Turnier am Faldo Course im Emirates GC ein einzigartiges Flair verleihen wird. Im Vorfeld testeten mit Annabel Dimmock, Catriona Matthew und Ursula Wikström gleich drei Damen positiv auf Covid-19 und sind daher zum Zuschauen verurteilt.

Chrissie startet ihr Flutlichtabenteuer vom 6. Tee und mit einer Serie sicherer Pars. Am kurzen Par 4 der 9 fällt der erste Birdieputt, der die Tirolerin unter die Top 10 befördert. Nachdem die Innsbruckerin die beiden kurzen Par 5 der Back 9 nicht zu ihren Gunsten nutzen kann, schleicht sich am Par 3 der 17 ein erstes Bogey ein. Kurz vor Schluss pusht sich Wolf mit einem Birdie zurück in die roten Zahlen. Der finale Schuss am Par 5 zum Abschluss geht dann aber nach hinten los: statt des erhofften Birdies geht noch ein Schlag verloren, womit am Ende nur die 72 (Par) auf der Scorekarte steht.

Wieder die Par-Runde

Bei Tageslicht findet sich die Tirolerin dann am Donnerstag gleich von Beginn weg bestens zurecht, denn auf der 15 gestartet, gehen sich noch auf den verbleibenden vier Bahnen der Backnine drei Birdies aus, was sie in Windeseile die Top 10 knacken lässt. Auch auf der vorderen Platzhälfte überredet sie das Par 5 der 3 dann rasch zu einem weiteren Birdie und mischt so im Spitzenfeld mit. Plötzlich allerdings bremst sich Chrissie den Birdierun in Form eines Doppelbogeys auf der 6 abrupt ab. In Folge hat sich auch einige Schwierigkeiten wieder ins Rollen zu kommen und tritt sich auf der 11 noch einen weiteren Fehler ein. Erst auf der 12 geht sich dann wieder ein Birdie aus, dem sie jedoch zwei abschließende Bogeys folgen lässt, weshalb am Ende erneut nur eine 72 herauspringen will.

Am Finaltag heißt es noch einmal “Licht an”, denn erneut wird im Kanonenstart bei Flutlicht gespielt. Richtig gut findet sich Christine Wolf dabei jedoch nicht zurecht und muss gleich auf der 15 und der 16 – sie beginnt auf der 14 – ein Bogey und ein Doppelbogey einstecken. Kurzzeitig wirkt es mit einem Birdie auf der 18 zwar als könne sie den Negativrun stoppen, schon auf der 3 geht es aber wieder weiter bergab. Mit einem Birdiedoppelschlag danach scheint sie den Turnaround noch einleiten zu können, am Ende benötigt sie nach einem zwischenzeitlichen Fehler aber sogar noch einen roten Eintrag um die 73 (+1) unterschreiben zu können, die ihr am Ende Rang 25 einbringt.

Österreichs Olympionikin zeigt in Dubai teils durchaus starkes Golf, tritt sich aber auch einige doch vermeidbare Fehler ein, was angesichts der langen Spielpause auch durchaus verständlich und nachvollziehbar ist. Vor den kommenden Wochen im Nahen Osten stellte das Flutlicht-Abenteuer in Dubai aber mit Sicherheit eine richtig gute Bühne zum Einschwingen dar. Minjee Lee (AUS) setzt sich im Stechen gegen Celine Boutier (FRA) durch und gewinnt bei gesamt 10 unter Par.

Leaderboard Dubai Moonlight Classic

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Sepp bärenstark

HOUSTON OPEN – 2. RUNDE: Sepp Straka lässt sich von der hantigen Par 70 Wiese des Memorial Park GC auch am Freitag nichts vormachen und geht mit seiner zweiten roten Runde als einer der ersten Verfolger von Leader Sam Burns (USA) ins Wochenende.

Sepp Straka zeigte zum Auftakt, dass es in Houston nicht auf den Platz ankommt – zum ersten Mal wird heuer im Memorial Park GC gespielt – sondern, dass ihm schlicht der texanische Boden extrem entgegenkommt. Letztes Jahr setzte er bei den Houston Open mit Rang 4 eine Karriere-Bestmarke und auch heuer wieder scheint der Lone Star State dem Longhitter enorm entgegenzukommen.

Gleich zum Auftakt knallte er eine 68 (-2) aufs Tableau und setzte sich damit unter den Top 10 fest. Am Freitag hat er darüber hinaus nun sogar den Bonus einer frühen Startzeit, was sich im Hinblick auf eine weitere rote Performance als durchaus hilfreich herausstellen könnte.

Gleich auf der 1 setzt es am Freitag aber richtige Troubles. Sepp zeigt sich schon mit dem Drive nicht zufrieden, der knapp links im Rough hängenbleibt. Auf den pickelharten Grüns zischt die Annäherung dann deutlich drüber und ein viel zu langer Retourchip bremst sich erst hinter dem Kurzgemähten wieder ein, was am Ende in einem anfänglichen Bogey mündet.

Auf der 4 ergibt sich dann dank einer starken Annäherung die erste echte Birdiechance des zweiten Spieltages und der Georgia Bulldog zeigt sich kaltschnäuzig, denn aus drei Metern weiß er diese zu nützen und dreht sein Score so wieder auf Level Par zurück. Ganz sicher spult er die darauffolgenden Bahnen der Frontnine dann ab und kommt so nie in die Verlegenheit Schläge abgeben zu müssen.

Mit kleinen Ungenauigkeiten macht er sich nach dem Turn dann selbst das Leben etwas schwer, mit viel Gefühl schafft er es aber immerhin weiter Fehler zu von der Scorecard fernzuhalten. Ein Konzentrationsfehler wirft ihn dann auf der 12 aber wieder zurück, denn aus sieben Metern muss er den Putter dreimal bemühen und kann so das zweite Bogey nicht verhindern. Dass er es am Kurzgemähten eigentlich deutlich besser kann zeigt er mit einem gelochten Viermeterputt zum erneuten Ausgleich sofort auf der darauffolgenden 13.

Einer der ersten Verfolger

Mit einem wirklich messerscharfen Abschlag knallt er den Ball dann am Par 3 der 15 bis auf einen Meter zur Fahne, rollt den fälligen Birdieputt seelenruhig ins Loch und festigt damit eindeutig seinen Platz im absoluten Spitzenfeld. Eine Bahn später kommt richtig Stress auf, nachdem der Abschlag am einzigen Par 5 der zweiten Neun baden geht. Mit Kampfkraft geht sich dank eines gelochten 2,5 Meter Putts aber noch das wichtige Par aus.

Ohne Schwierigkeiten verewigt er dann auf den letzten beiden Löchern noch Pars und steht so schließlich mit der 69 (-1) wieder beim Recording. Nach den Vormittagsflights reicht dies bei gesamt 3 unter Par immerhin für einen starken 9. Rang und er geht so als einer der ersten Verfolger von Leader Sam Burns – der US-Amerikaner erwischt mit der 65 (-5) einen richtig starken Tag – ins Wochenende.

Leaderboard Houston Open

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Weckruf erhört

ANDALUCIA CHALLENGE – 2. RUNDE: Lukas Nemecz erhört am zweiten Spieltag den Weckruf eines Doppelbogeys und marschiert im Real Club de Golf Novo Sancti Petri mit starker Birdiequote noch zur 69 und locker ins Weeekend.

Lukas Nemecz musste bei schwierigen Windverhältnissen und einem noch nassen Platz gleich zu Beginn seiner Auftaktrunde zwei Dreiputts einstecken und raubte sich so sofort das Selbstvertrauen auf den Grüns. Am Ende stand eine 76 (+4) auf der Habenseite, die ihn zwar zu einer kleinen Aufholjagd in Sachen Cut zwingt, ihm aber definitiv noch alle Chancen ermöglicht um über die gezogene Linie zu stürmen.

Der zweite Spieltag beginnt für den 31-jährigen Steirer ganz souverän und mit fünf anfänglichen Pars kommt er die Cutlinie bei erneut gedämpften Scores immer näher. Auf der 6 allerdings setzt es dann in Form eines Doppelbogeys einen heftigen Dämpfer, der Lukas sichtlich aber so richtig aufweckt. Plötzlich ist der Murhof-Pro hellwach und stopft auf den verbleibenden drei Bahnen der Frontnine jeweils die fälligen Birdieputts, womit er sein Score zur Halbzeit sogar noch in den roten Bereich dreht und so klar auf Cutkurs liegt.

Den gewinnbringenden Schwung behält er auch auf den Backnine weiterhin bei, wenngleich er beide Par 5 Bahnen anders als am Vortag diesmal nicht zu Schlaggewinnen überreden kann. Dennoch gehen sich auf der 12 und der 17 noch zwei rote Einträge aus, die ihn mit der 69 (-3) ins Ziel marschieren lassen. Derart souverän klettert er im Klassement um mehr als 30 Ränge nach oben und startet als 29. aus dem gesicherten Mittelfeld ins Wochenende.

Nach der Runde zeigt er sich durchwegs zufrieden und klärt auch das Zustandekommen des Doppelbogeys auf: “Ich hab heute wirklich gut gespielt und endlich auch ein paar Putts verwerten können. Es freut mich, dass ich mich nach dem extrem unnötigen Doppelbogey – von Mitte Fairway aus 110 Metern in den Bunker und dann noch ein Dreiputt – nicht rausbringen hab lassen und ich dann endlich auch meine guten Chancen teilweise nützen konnte.”

Deutlich vorbei

Bei Martin Wiegele stellt sich die Ausgangslage gänzlich anders dar, denn der Routinier schlitterte in eine birdielose 82 (+9) und hat damit wohl bereits vor den zweiten 18 Bahnen wohl nur noch theoretische Chancen auf den Wochenendeinzug. Mit allerletzter Startzeit ausgestattet kann er ein frühes Bogey auf der 3 noch auskontern, danach allerdings nimmt der Bogeyexpress wieder Fahrt auf und lässt ihn nur bei 4 über Par für den Tag die Backnine in Angriff nehmen.

Dort stabilisiert sich sein Spiel dann zwar deutlich und er findet auf der 17 sogar noch ein Birdie, die 75 (+3) reicht am Ende aber nur für Rang 91, was ihn deutlich am Cut scheitern lässt. Nach wie vor muss der Routinier somit heuer auf Challenge Tour Preisgeld warten. Martin Simonsen (DEN) geht bei gesamt 9 unter Par als Führender ins Weekend.

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Bogey-Vollbremsung

CYPRUS SHOWDOWN – 2. RUNDE: Matthias Schwab sammelt am Freitag rasch wichtige Birdies auf, legt mit einem Par 5 Bogey nach dem Turn aber eine Vollbremsung hin und kann im Aphrodite Hills Resort mit eienr 69 nicht mehr die Marke der Top 32 knacken.

Matthias Schwab hatte zum Auftakt mit etlichen Ungenauigkeiten im langen Spiel zu kämpfen und musste doch etliche Fehler einstecken. Beim neuen Format – nur die Top 32 und Schlaggleichen steigen ins Wochenende auf, wo danach die Scores gelöscht werden – erleichterte er sich aber zumindestens mit einem abschließenden Eagle die benötigte Aufholjagd etwas. Am Freitag heißt es nun jedoch von Beginn an Vollgas geben um die schwierige Hürde der Top 32 noch nehmen zu können.

Genau dieses Vorhaben setzt er dann sofort perfekt in die Tat um, denn gleich von der 1 entführt er ein anfängliches Birdie und orientiert sich so von Beginn an in die richtige Richtung. Anders als am Vortag muss er am Par 5 der 6 nicht nur keinen Schlag abgeben, sondern überredet die zweite lange Bahn der Frontnine sogar zum zweiten Birdie, womit er die Lücke wieder ein kleines Stückchen mehr schließen kann.

Angestachelt und auf den Geschmack gekommen legt er am Par 3 danach ein starkes Eisen aufs Grün, lässt dem Putt erneut keine andere Möglichkeit als zu fallen und taucht so nach nur sieben gespielten Löchern erstmals im richtigen Bereich auf. Bei generell sehr guten Scores muss er den Fuß jedoch am Gaspedal lassen müssen um nicht rasch wieder abzurutschen.

Zu Beginn der zweiten Neun ist allerdings dann das genaue Gegenteil der Fall, denn der Rohrmooser stolpert am Par 5 der 10 sogar über ein Bogey und legt so eine mehr als nur heftige Vollbremsung hin. In Folge lässt sich der Birdiemotor auch nicht mehr starten und mit einem Par nach dem anderen kommt er der wichtigen Marke nicht mehr näher. Am Ende steht zwar mit der 69 (-2) eine rote Runde auf der Habenseite, der Gesamtscore von -2 reicht aber nicht aus um auch am Samstag noch mitmischen zu dürfen.

Mit dem verpassten Aufsteigen bekommt auch die zuletzt wieder etwas stabilere Formkurve einen kleinen Knacks ab. In den kommenden beiden Wochen legt der Schladming-Pro nun eine Pause ein und wird die Zeit mit Sicherheit dazu nützen um im Training an den richtigen Stellschrauben zu drehen. “Ich habe gestern und heute zum Teil gut gespielt aber auch wieder Fehler gemacht, somit hatte ich keine Chance auf den Cut der Top 32. Ich pausiere jetzt zwei Wochen und spiele dann zwei Events in Südafrika. Evtl. danach auch noch das European Tour Finale in Dubai”, so Matthias Schwab nach dem Missed Cut auf Zypern.

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Houston, we have no problem

HOUSTON OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka zeigt auch auf neuer Wirkungsstätte, dass ihm der texanische Boden durchaus liegt, denn mit einer 68 bringt sich Österreichs PGA Tour Beitrag im Memorial Park GC in eine mehr als nur gute Ausgangslage.

An neuer Wirkungsstätte im Memorial Park Golfclub und mit neuem Titelsponsor Vivint präsentiert sich die Houston Open an diesem Wochenende. Dabei ist das Turnier dem Masters in den Herbst gefolgt und möchte einmal mehr mit schnellen Grüns eine perfekte Bühne für die Generalprobe zum letzten Major des Jahres geben.

Entsprechend stark wird damit die Konkurrenz für den einzigen Österreicher im Feld sein: Sepp Straka muss sich unter anderem mit der von Covid genesenen Nummer 1 Dustin Johnson, Tyrrell Hatton, Lee Westwood oder Danny Willett messen. An Houston hat Straka beste Erinnerungen, wo er im Vorjahr mit Platz 4 eine Karriere-Bestmarke setzte.

Auch heuer wieder scheint er sich in Texas wieder pudelwohl zu fühlen, denn gleich auf der 10 – seiner ersten Bahn – legt er nach starkem Drive eine gute Annäherung aufs Grün und locht prompt die sich bietende Chance aus vier Metern zum anfänglichen Birdie. Auf der 13 wird es dann auch erstmals richtig unangenehm. Sepp ballert seinen Abschlag weit links weg, muss in Folge sogar droppen und hat am Ende alle Hände voll zu tun um noch das Bogey kratzen zu können.

Lange muss er aber nicht warten um wieder ein Minus vor dem Score stehen zu haben, denn ein messerscharfes Eisen am Par 3 der 6 lässt ihm nur noch 1,5 Meter zum zweiten Birdie übrig, was er sich nicht vom Putter nehmen lässt. Ein ungenaues Wedge und ein zu langer Chip hinterher egalisieren dann jedoch ausgerechnet am einzigen Par 5 der Backnine dieses wieder. Nachdem dann auf der 18 der Approach leicht zu kurz bleibt, lässt ihn wieder sein Gefühl im Kurzspiel etwas im Stich wie ein weiterer zu langer Chip zeigt, was ihn kurz vor dem Turn sogar erstmals in den Plusbereich abrutschen lässt.

Spektakulärer Eagle

Auf die vorderen 9 schwingt sich Sepp mit einem Abschlag ins Rough, der ihm die Chance nimmt, das Grün regulär zu erreichen und am Ende den nächsten Schlag kostet. Der Konter am nächsten Par 5 sitzt jedoch, nachdem ein gutes Wedge und ein genauer Zweimeterputt das Birdie einbringen. Die Wedges bleiben seine Stärke am Eröffnungstag: an der 14 leistet er aus 90 Meter perfekte Massarbeit und mit ein wenig Glück verschwindet der Ball zum Eagle im Loch.

Das setzt noch einmal zusätzlich Kräfte frei und selbst ein weiterer leicht links gebliebener Abschlag hält ihn nicht davon ab das nächste Eisen perfekt zum Loch zu legen. Aus einem Meter geht sich das nächste Birdie aus, das ihn auch unter die besten 10 pusht. Unaufgeregt und solide spult er die verbleibenden drei Bahnen ab und unterschreibt so schlussendlich die 68 (-2), die ihm nach der Auftaktrunde den starken 8. Platz einbringt.

Am Freitag hat der Longhitter nun außerdem noch den Bonus einer frühen Startzeit, was sich im Hinblick auf eine weitere rote Runde als durchaus hilfreich erweisen könnte. Schwab-Mentor Brandt Snedeker (USA) ist am Donnerstag eine Klasse für sich. Der Schnellspieler knallt am schweren Gelände eine 65 (-5) auf die Scorecard und diktiert damit in Houston das Tempo.

Leaderboard Houston Open

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Rabenschwarzer Auftakt

ANDALUCIA CHALLENGE – 1. RUNDE: Bei schwierigen äußeren Verhältnissen hat Lukas Nemecz mit etlichen Problemen zu kämpfen und muss am Freitag zulegen, soll sich der Cut noch ausgehen. Martin Wiegele wird vom windigen Real Club de Golf Novo Sancti Petri mit einer birdielosen 81 beinhart abgeworfen.

Mit drei Turnieren im Süden Spaniens beschließt die Challenge Tour ihre kurze Saison. Lukas Nemecz spielte sich dafür letzte Woche beim Alps Tour-Finale in Italien ein und zeigte dort immerhin solides Golf. Der Grazer rangiert als 46. nur ganz knapp außerhalb der Top 45 der Rangliste, die sich für das Final qualifizieren. Martin Wiegele hofft nach einigen knapp verpassten Cuts überhaupt erst einmal in der Challenge Tour Rangliste mit erstem Preisgeld anzuschreiben.

Schon in den Morgenstunden macht eine steife Brise den Protagonisten sichtlich das Leben schwer. Auch Lukas Nemecz bekommt dies von Beginn an heftig zu spüren und hat, wie zwei frühe Bogeys zeigen, etliche Schwierigkeiten so richtig ins Turnier zu finden. Danach stabilisiert sich sein Spiel zwar, kurz vor dem Turn erwischt es ihn jedoch mit einem Par 3 Bogey noch einmal, was ihn nur im deutlichen Plusbereich auf den Backnine ankommen lässt.

Auf der zweiten Platzhälfte wirkt es dann als hätte Lukas die diffizilen Bedingungen perfekt im Griff, denn zwei Par 5 Birdies auf der 11 und der 13 lassen ihn recht deutlich im Klassement nach oben klettern. So schnell der gewinnbringende Schwung kam, so schnell ist er aber auch wieder weg und nach drei Bogeys auf den verbleibenden fünf Löchern geht sich schlussendlich nur die 76 (+4) aus, womit er sich vor dem zweiten Spieltag als 66. bereits eine unangenehme Aufgabe in Sachen Cut auflegt.

“Es war in der Früh noch ziemlich frisch und sehr windig. Darüber hinaus war auch der Platz noch nass weil es bis 7 Uhr geschüttet hat. Ich hab leider denkbar ungünstig mit zwei Dreiputts begonnen und danach nie das Vertrauen auf den Grüns gefunden. Seit letzter Woche ist leider beim Putten der Wurm drin. Ich bin viel am trainieren und hoffe, dass es morgen besser geht”, fasst Lukas Nemecz die Auftaktrunde zusammen.

Beinhart abgeworfen

Martin Wiegele wirft bei schwierigen äußeren Verhältnissen zunächst seine geballte Routine in die Waagschale und legt mit einer recht sicheren Parserie sehr souverän los. Erst ab der 6 wird es zusehends ungemütlicher und nach zwei Schlagverlusten steht er nur im Plusbereich auf den zweiten Neun.

Dort überschlagen sich die Ereignisse dann in negativer Hinsicht geradezu. Zunächst geht es gleich mit zwei weiteren Bogeys noch tiefer im Klassement bergab, ehe mit zwei Doppelbogeys und einem abschließenden Bogey auch noch alle Sicherheitsleinen reißen und ihn mit der birdielosen 81 (+9) auf Rang 93 richtig beinhart aufschlagen lassen.

Martin Simonsen (DEN) lässt sich von den Verhältnissen nicht beeindrucken und schnappt sich mit einer 66 (-6) die Führung.

Leaderboard Andalucia Challenge

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