Autor: Klemens Widhalm

Auf jungen Schultern

EURAM BANK OPEN – FINAL: Zwar kann Golf-Österreich beim wichtigsten heimischen Golfturnier des Jahres im GC Adamstal kein Topergebnis bejubeln, die junge Garde rund um Amateur Lukas Lipold und Pro Sebastian Wittmann lässt aber zumindestens teilweise in der Ramsau aufhorchen.

Österreichs Wochenendteilnehmer konnten dem Moving Day nicht ihren Stempel aufdrücken. Sebastian Wittmann brachte bei bestem Golfwetter mit der 70 (Par) noch die beste Runde in rot-weiß-rot zum Recording, startet aber wie die beiden Amateure Lukas Lipold und Niklas Regner nur vom 53. Platz aus in die letzte Runde. Felix Schulz erlebte einen Tag zum Vergessen und will mit einer guten Finalrunde vor allem die Sicherheit wiederfinden.

Lukas Lipold legt auf den Backnine richtig farbenfroh los, denn nach einem Birdie-Bogey-Birdie Start geht sich erst auf der 13 das erste Par aus. Kurz danach gelingt dann sogar das nächste Erfolgserlebnis und der Amateur macht erstmals spürbar Plätze gut. Das Malbuch gibt er aber auch danach nicht aus der Hand und rutscht noch vor dem Turn mit zwei Bogeys sogar wieder auf Level Par zurück.

Noch einmal holt er sich dann auf den Frontnine aber mit einem Par 5 Birdie auf der 3 wieder ein Minus als Vorzeichen, rutscht jedoch gegen Ende ausgerechnet auf der zweiten langen Bahn der ersten Neun wieder zurück und beendet das Turnier zu allem Überfluss noch mit einem weiteren Bogey auf der 9. Mit der 71 (+1) kann er am Sonntag klarerweise keine Ränge mehr gutmachen und beendet das Event wie sein Landsmann auf Platz 56.

Erstes Preisgeld

Sebastian Wittmann hat am Finaltag von Beginn an etwas zu kämpfen und kann erstmals auf der 13 einen Fehler nicht verhindern. Da er die gesamte zweite Platzhälfte über vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterherläuft und parallel dazu auf der 17 noch ein weiteres Bogey eintragen muss, kommt er nur bei 2 über Par auf den Frontnine an.

Dort rutscht er dann sogar noch weiter zurück, lässt jedoch am Par 5 der 3 einen Adler landen und kann so erstmals etwas gegensteuern. Mit einem sehr farbenfrohen Ende – auf den letzten sechs Löchern des Turniers notiert noch zwei Bogeys und ein Birdie – geht sich schließlich aber nur die 73 (+3) aus, die ihm nur Rang 61 ermöglicht, womit er aber immerhin sein erstes Preisgeld von der Challenge Tour mitnimmt.

Wilder Finalritt

Niklas Regner, der mit seinem Amateurkollegen Lukas Lipold am Finaltag im selben Flight spielt, kommt in überhaupt keinen Rhythmus, denn schon auf den Backnine häuft er mit zwei Doppelbogeys und drei zusätzlichen Fehlern viele Schlagverluste an.

Am Par 5 der 3 setzt er dann aber sogar noch ein Ausrufezeichen, denn passend zum 50 Jahr Jubiläum der Mondlandung heißt es auch bei Niklas “The Eagle has landed”. Da er sich danach aber noch zwei Fehler eintritt, radiert er sich diesen wieder aus. Zumindestens geht sich zum Abschluss des Turniers noch ein Birdie aus, was trotz der 76 (+6) und Rang 65 wohl ein positives Ende darstellt.

Vortagesschock verdaut

Felix Schulz droht zunächst am Sonntag dort weiter zu machen, wo er am Samstag aufgehört hat, denn ein frühes Doppelbogey auf der 11 stellt einen alles andere als guten Beginn dar. Der Youngster lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und findet kurz vor dem Turn auf der 17 auch das erste Birdie des Tages.

Das heizt auch Felix’ Spiel sichtlich an, denn zu Beginn der Frontnine schnürt er sogar den Birdietriplepack und arbeitet sich so sogar in den roten Bereich zurück. Doch wie aus dem Nichts erwischt es ihn danach mit einem Triplebogey wieder richtig hart und er muss sich schließlich mit der 72 (+2) zufrieden zeigen, die ihn nur auf dem 69. und letzten Platz einreiht.

Junge Garde eingesprungen

Klar kann man sich mit den rot-weiß-roten Ergebnissen beim wichtigsten Heimturnier des Jahres nicht wirklich zufrieden zeigen, zumindestens aber zeigten in dieser Woche die “Jungen Wilden” teilweise auf und sprangen für die arrivierten Spieler wie Lukas Nemecz, Martin Wiegele und Co in die Bresche, da diese geschlossen am Cut scheiterten.

Vor allem Edelamateur Lukas Lipold wusste zum Auftakt zu überzeugen, denn mit einer 67 (-3) reihte er sich sogar nur knapp hinter den Spitzenrängen ein. Auch für Sebastian Wittmann verlief die Woche mit Sicherheit grundsätzlich positiv, denn nach vielen vergeblichen Anläufen, konnte er auf ausgerechnet in der Heimat endlich den Cutbann der Challenge Tour durchbrechen.

Calum Hill (SCO), der bereits das Pro-Am am Mittwoch für sich entscheiden konnte, lässt am Finaltag mit einer 66 (-4) nichts mehr anbrennen und feiert bei gesamt 18 unter Par in Niederösterreich den Sieg. “Wenn man gewinnt ist man natürlich immer happy. Es hat mir hier besonders gut gefallen und hat Spaß gemacht als Gesamtführender in den letzten Tag zu starten. Natürlich war ich besonders motiviert, da mich meine gesamte Familie einschließlich meines Vaters als Caddy oft sehr lautstark angefeuert hat. Die Bedingungen hier waren erstklassig, ich kann dem Veranstalter nur gratulieren”, streut Hill nach seinem Sieg vor allem den Verantwortlichen Rosen.

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Bilanz aufgehübscht

THE OPEN CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger findet am Sonntag im Royal Portrush GC noch die letzten Reserven im Akku und fährt mit fehlerloser 70 und Rang 32 sein bislang klar bestes Open Resultat der Karriere ein.

Bernd Wiesberger wirkte am Moving Day nach den anstrengenden Wochen bereits etwas ausgebrannt und musste sich schlussendlich mit einer 74 zufrieden geben, die ihm viele Ränge kostete. Damit rückt auch das beste Major Ergebnis eines Österreichers bereits außer Reichweite, denn nach wie vor ist dies der 12. Rang von Markus Brier in Carnoustie. Seine eigene Open-Bilanz kann er aber sehr wohl noch aufhübschen, denn besseres als Rang 64 ist auf jeden Fall aus Nordirland zu holen.

Anders als an den Tagen zuvor nimmt er diesmal von der 1 statt eines Bogey ein sicheres Par mit. Auch das Par 5 danach gelingt mit der vorgegebenen Schlaganzahl. Damit macht er zwar nichts falsch, bei erneut guten Scores rutscht er jedoch um ein paar Ränge zurück. Grundsouverän gelingen auch die beiden darauffolgenden Löcher mit Par, wenngleich er nach fünf gespielten Bahnen erst ein einziges Fairway trifft.

Erstes und einziges Birdie

Am zweiten Par 5 passt dann aber erstmals alles zusammen, denn vom zweiten Par 5 der Frontnine kann er mit solidem Spiel von Tee bis Grün das erste Birdie mitnehmen. Ohne große Probleme spult er die verbleibenden beiden Bahnen der ersten neun Löcher dann ab und notiert so am Sonntag seine beste erste Platzhälfte der gesamten Turnierwoche.

Auch die beiden schwierigen Bahnen nach dem Turn stellen ihn am Sonntag vor keine wirklich großen Probleme. Das angepeilte zweite Birdie will am Par 5 der 12 aber nicht gelingen. Das angeschlagene Tempo zieht er dann unaufgeregt bis zum Ende durch und nimmt reihenweise die Pars mit. Am Ende mündet dies in einer fehlerlosen 70 (-1), die dem Oberwarter schlussendlich, auch dank deutlich schlechteren Verhältnissen am Nachmittag, mit Rang 32 sein bislang eindeutig bestes Open Resultat der Karriere ermöglicht.

Wie schon an den Vortagen hat Bernd auch am Finaltag aber wieder etwas mit der Genauigkeit zu kämpfen, wenngleich er trotz nur 7 getroffener Fairways immerhin zwei Drittel aller Grüns erreicht. Die leichten Ungenauigkeiten, die sich die gesamte Woche über durch sein Spiel zogen, erklären aber auch warum “nicht mehr” als Rang 32 zu holen war. Denn konnte er letzte Woche in Schottland noch satte 29 Birdies notieren, so wollten in Portrush, trotz meist guter Verhältnisse, nur mehr 9 rote Einträge glücken und gar nur drei am gesamten Weekend.

“Es ist schön diese Wochen mit einer bogeyfreien Runde im zähen Royal Portrush GC zu beenden. Ich freue mich jetzt auf ein bisschen freie Zeit und möchte mich für den tollen Support bedanken. Es war eine großartige Woche und eine Ehre vor diesen Fans zu spielen. Das war sicher eines der besten Majors die ich je spielen durfte”, so Bernd nach den anstrengenden Links-Wochen.

Überwältigender Sieg

Shane Lowry (IRL) erlebt in Portrush eine Woche für die Ewigkeit. Der Ire zeigt vier Tage lang Golf vom Allerfeinsten und lässt sich selbst von den widrigen Bedingungen am Finaltag nicht aus der Fassung bringen. Am Ende reicht ihm eine 72 (+1) um überlegen bei gesamt 15 unter Par zu triumphieren. Mit dem Sieg bricht auch eine US-Dominanz, denn seit den letzten Open, wo Francesco Molinari (ITA) siegte, sicherten sich die US-Amerikaner alle drei bisherigen Majors des Jahres.

Lowry wurde in seiner “Heimat” regelrecht zum Sieg getragen, denn die zahlreichen Fans peitschten ihren Helden buchstäblich von Loch zu Loch und beflügelten den 32-jährigen auf seinem Weg zum ersten Majorsieg sichtlich zusätzlich. Der 2. Platz geht mit einem Respektabstand von gleich sieben Schlägen an Tommy Fleetwood (ENG), der am Sonntag eine 74 (+3) zum Recording bringt.

Erfolgreiche Links-Wochen

Für Bernd Wiesberger entwickelten sich die Links-Wochen generell unglaublich erfolgreich, denn wenn man drei Wochen zurückblickt, wusste der Burgenländer nicht einmal noch, ob er denn überhaupt in Portrush an den Start gehen kann. Erst ein ganz starker 2. Platz bei den Irish Open sicherte ihm seinen Startplatz und bedeutet zu dieser Zeit auch eine neue Rolex Series Bestmarke.

Lange hielt diese aber nicht, denn auf den Geschmack gekommen krönte er sich in North Berwick sogar zum Scottish Open Champion, denn in einem doch eher kuriosen Stechen rang er schlussendlich am dritten Extraloch Benjamin Hebert (FRA) nieder und setzt sich mit dem grandiosen Triumph nicht nur wieder in den Top 50 der Welt fest, sondern stürmte auch auf Position 1 im Race to Dubai.

Akkus leer

Auch der Start ins letzte Major glückte dann mit einer 70 (-1) durchaus gut, bereits am Freitag merkte man ihm aber erstmals etwas die Strapazen der letzten anstrengenden Wochen an, denn nur mit purem Willen arbeitete er sich noch zu einer 71 (Par) und cuttetet schlussendlich sicher ins Open-Weekend.

Am Moving Day aber tat er sich dann richtig schwer noch die letzten Reserven zu mobilisieren, denn mit einigen Schwierigkeiten wollte nicht mehr als die 74 (+3) harausspringen, die ihm der Chance auf eine neue österreichische Major-Bestmarke beraubte. Mit der finalen lässt er aber die zähe Samstags-Runde in Vergessenheit geraten und nimmt mit Rang 32 immerhin sein persönlich bestes Ergebnis der Karriere bei den Open Championship mit.

Kommende Woche legt der Burgenländer nun während der WGC Woche eine Pause ein. Auf der einen Seite verständlich, da er bereits bei den Open sichtlich zu kämpfen hatte. Andererseits lässt er aber auch eine perfekte Möglichkeit verstreichen, denn egal wie das Turnier in Tennessee verlaufen wird, Preisgeld und Weltranglistenpunkte würde er auf alle Fälle mitnehmen.

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Volle Kraft voraus

BARBASOL CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Sepp Straka spielt sich im Keene Trace GC mit einer fehlerlosen 63 am Samstag bis auf Rang 5 nach vor und geht mit besten Chancen auf das angepeilte Topergebnis in den Finaltag.

Sepp Straka stemmte am Freitag mit der bereits zweiten 68 ohne jegliche Probleme den Cut. Mit den ultratiefen Scores konnte er damit in Kentucky aber nicht mithalten und weist auf die angepeilten Top 10 bereits drei Schläge Rückstand auf. Um die Lücke zu den Spitzenplätzen schließen zu können, wird der Longhitter am Moving Day nun alles in die Waagschale werfen müssen um eine noch tiefere Runde auf die Scorecard zaubern zu können.

Genau daran arbeitet der bullige gebürtige Wiener dann auch von Beginn an, denn schon auf der 1 legt er den Ball perfekt zur Fahne und nimmt so ein anfängliches Birdie mit. Auf den Geschmack gekommen erwärmt sich auch der Putter, denn dieser lässt aus drei Metern auf der 2 gleich das nächste Birdie springen. Auch auf der 3 denkt das Gerät fürs Kurzgemähte nicht im Traum daran abzukühlen und ermöglicht ihm aus viereinhalb Metern sogar den roten Triplepack.

Nur kurz legt Sepp für einige Bahnen eine Verschnaufpause ein: bereits am 7. Grün findet wieder ein Birdieputt aus 7 Metern sein Ziel, dem ein weiterer am zweiten Par 5 folgt. Damit ist er zur Halbzeit bis auf Position 2 vorgestossen.

Weiter im Takt

Der Birdiesturm geht auch danach munter weiter. Am Par 5 der 11 gelingt die 4 über Chip und Putt, am 12. Grün macht sich der Putter aus vier Meter wieder sehr nützlich. P1 taucht am Leaderboard neben seinem Namen auf, während sich Drittrundenleader Jim Herman (USA) gerade einmal vom Practice Green Richtung 1. Abschlag bewegt. Sepp legt weiter vor: an der 13 schnürt er aus einem Meter einen weiteren Birdie-Hattrick.

Als dann auch noch am letzten Par 5 über Chip und Putt Birdie Nummer 9 gelingt, ist dank fehlerloser Performance die fabelhafte 63 (-9) in trockenen Tüchern, womit Straka sein bestes Score von der allerersten PGA Tour-Runde bei der Safeway Open egalisiert. Der Wiener hievt sich auf 17 unter Par hoch, muss sich nach der zwischenzeitlichen Führungsrolle schlussendlich beim Low Scoring-Event von Kentucky mit Rang 5 begnügen.

Nur zwei Spielern geht am Samstag eine noch tiefere Runde als Sepp auf, dumm nur, dass ausgerechnet die beiden ohnehin bereits vor dem jungen Österreicher platziert waren. Jim Herman geht nach der 62 (-10) und bei unglaublichen 24 unter Par als Leader in den Sonntag. Kelly Kraft (USA) schließt mit einer 61 (-11) bis auf einen Schlag zum Führenden auf.

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Bernd Wiesberger

Etwas ausgebrannt

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger wirkt nach den anstrengenden Wochen zuletzt am Moving Day bereits etwas ausgebrannt und büßt im Royal Portrush GC mit einer 74 viele Ränge im Klassement ein.

Bernd Wiesberger hatte am Freitag zwar mit etlichen Ungenauigkeiten zu kämpfen – der Burgenländer fand nur sechs Fairways und nur neun Grüns – cuttete schlussendlich aber sicher und ohne Probleme ins Wochenende. Zum ersten Mal überhaupt gelang ihm beim sechsten Open Start der Sprung ins Wochenende unter Par und aus dem Mittelelfeld heraus hat er auch die Topränge noch durchaus in Reichweite.

Um zu diesen aufschließen zu können muss er am Moving Day aber auf jeden Fall im langen Spiel sicherer werden, was jedoch nur teilweise funktionieren will. Vor allem ein Mix aus Problemen bei den Annäherungen und ausgelassenen Möglichkeiten auf den Grüns brocken dem 33-jährigen am Samstag seine erste Runde über Par ein, die ihm auch etliche Ränge kostet.

Wieder schnelle Probleme

Gleich die 1 geht wie schon am Vortag daneben, denn nach einem Dreiputt vom Vorgrün muss er am Eröffnungsloch ein Bogey notieren. Das darauffolgende Par 5 verläuft zwar unaufgeregt und sicher, Birdiekonter kann er aber keinen setzen. Auch danach zeigt sich Bernd recht solide, trifft Fairway und Grün kann das stabile lange Spiel aber nicht in Zählbares ummünzen. Die Sicherheit geht dann aber am zweiten Par 3 der Runde auf der 6 wieder verloren, denn vom Tee aus findet Bernd das Kurzgemähte nicht und da auch das Up & Down nicht funktionieren will, tritt er sich sein bereits zweites Bogey ein.

Auch am zweiten Par 5 der Frontnine will diesmal kein Birdie gelingen, was den Burgenländer weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis warten lässt. Die vergebliche Suche nach roten Einträgen kostet mit Fortdauer auch wieder etwas die Genauigkeit im langen Spiel, denn nach verpasstem Grün kann er sich auf der 8 zum bereits dritten Mal nicht zu einem Par scrambeln und rasselt so immer weiter zurück.

Es wirkt am Samstag regelrecht wie verhext, denn es will einfach kein Birdie gelingen. Mit der 12 lässt auch das dritte und letzte Par 5 der Runde für den Burgenländer kein Erfolgserlebnis springen. Zusätzlich zu den ausbleibenden Birdies kommen noch dazu erschwerend Probleme auf den kurzen Bahnen hinzu, denn die 13 ist bereits das zweite Par 3 am Samstag, dass dem Oberwarter einen Schlag abknöpft. Mit dem bereits vierten Fehler nimmt ein “Moving Day zum Vergessen” langsam aber sicher konkrete Formen an.

Kurzes Aufbäumen

Auf der 15 aber kann Bernd dann erstmals richtig durchatmen, denn das erste Birdie bremst die hartnäckige Negativspirale doch deutlich ab. Der erste Schlaggewinn setzt sichtlich auch noch einmal Kräfte frei, denn wie schon am Vortag nimmt er erneut von der 17 ein Birdie mit und klettert so kurz vor Schluss doch noch um ein paar Ränge wieder nach oben.

Zum Abschluss aber kann er dann noch einen weiteren Fehler am schwierigen Schlussloch nicht vermeiden und marschiert so schließlich nur mit der 74 (+3) über die Ziellinie. Am durchwegs verpatzten Moving Day merkt man Bernd auch schon etwas die Strapzazen der letzten anstrengenden Wochen an. Bitter ist mit Sicherheit die Tatsache für ihn persönlich, dass vom 54. Rang aus wohl auch das beste Majorergebnis eines Österreichers – nach wie vor ist dies der 12. Platz von Markus Brier in Carnoustie – bereits außer Reichweite scheint.

Im langen Spiel zeigt er sich am dritten Spieltag zwar etwas verbessert, mit neun getroffenen Fairways und zehn erreichten Grüns liegt er aber immer noch deutlich hinter seinem eigentlichen Schnitt und wohl auch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Zwar scheint das erhoffte Topergebnis bereits außer Reichweite zu sein, ein neuer persönlicher Open Rekord ist aber mit Sicherheit noch machbar, denn einen 64. Platz kann er noch locker verbessern.

Trümpfe in der Hand

Shane Lowry (IRL) hat vor der Finalrunde alle Trümpfe in der Hand. Der Ire knallt, beflügelt durch die zahlreichen Fans, eine fehlerlose 63 (-8) aufs Tableau und geht so bei gesamt 16 unter Par und mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf Tommy Fleetwood (ENG) (66) in die Finalrunde.

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Gute Gastgeber

EURAM BANK OPEN – 3. RUNDE: Österreichs Wochenendteilnehmer präsentieren sich am Moving Day im GC Adamstal als richtig gute Gastgeber, denn bei besten Scoringverhältnissen überlassen sie die guten Rundenscores ihren Kontrahenten.

Mit Lukas Lipold und Niklas Regner starten aus österreichischer Sicht zwei Amateure mit den besten Aussichten auf ein starkes Ergebnis beim Heimspiel ins Wochenende. Am Moving Day können die beiden nun auf jeden Fall befreit aufspielen und werden alles daran setzen einmal mehr eine Kostprobe ihres Potenzials auf die Scorecard zu zaubern.

Für “Hausherr” Sebastian Wittmann, der seinen ersten Challenge Tour Cut stemmte, und Felix Schulz geht es vorrangig darum vom hinteren Ende des Klassements wegzukommen. Alle Vorhaben lassen sich am Samstag aber nur äußerst schleppend an, denn während rundherum die meisten Spieler zahlreiche Birdies aufsammeln, treten die Österreicher eher auf der Stelle und entpuppen sich als gute Gastgeber, da sie die roten Einträge von Beginn an der Konkurrenz überlassen.

Wichtige Putts nicht gefallen

Sebastian Wittmann bastelt richtig kunterbunte Frontnine zusammen. Zunächst gibt er auf ein anfängliches Bogey mit zwei Birdies die perfekte Antwort und bleibt selbst nach weiterem Fehler dem roten Bereich noch treu. Erst das insgesamte dritte Bogey kurz vor dem Turn wirft ihn dann wieder auf Level Par zurück.

Nach dem Turn wird es dann bedeutend ruhiger auf seiner Scorecard, denn außer einem weiteren Birdie, dass er am einzigen Par 5 der Backnine wieder ausbessern kann, will nichts Zählbares mehr gelingen. Mit der 70 (Par) kommt er bei den guten Scoringverhältnissen klarerweise nicht wirklich weit nach vor und kann mit Platz 53 nur einige wenige Ränge gutmachen.

“Es war eigentlich ganz gut und ich bin schon zufrieden. Ich hab leider ein paar wichtige Putts nicht gelocht, was dann zu Bogeys führte und auf der 15 ist leider der Eagleputt aus einem Meter nicht im Loch verschwunden. Mir ist auf jeden Fall ein großer Stein vom Herzen gefallen, dass es jetzt endlich mit dem ersten Challenge Tour Cut geklappt hat. Es waren immer irgendwelche Kleinigkeiten die das verhindert haben, aber der Cut jetzt gibt mir schon einen Push und noch extra Motivation”, fasst Sebastian die Runde zusammen.

Angesprochen auf den Heimvorteil meint er abschließend: “Ich kenne den Platz zwar wirklich gut, aber so groß wie man annehmen würde ist der Heimvorteil auch nicht. Das Feld ist wirklich sehr gut – kann man mit der Pro Golf Tour nur schwer vergleichen – und die Jungs wissen schon ganz genau wo sie hinschießen müssen hier. Es gibt ein paar Stellen wo es etwas leichter ist, aber so richtige Geheimtipps wüsste ich jetzt auch keine.”

Geteilte Platzierung

Amateur Lukas Lipold tritt sich bei allerbestem Golfwetter, das eigentlich von den Morgenstunden weg die Scores nach unten treibt, gleich auf der 1 ein Bogey ein und sorgt so für einen durchwegs verhaltenen Start in den dritten Spieltag. Er schüttelt die negativen Gedanken aber rasch ab und arbeitet sich mit zwei Birdies noch auf den Frontnine in den roten Bereich, womit er seine Platzierung in etwa halten kann.

Zu Beginn der Backnine wird es dann aber deutlich wilder, denn ein Doppelbogey auf der 10 mit darauffolgendem weiterem Schlagverlust wirft ihn auf nur zwei Bahnen deutlich zurück. Zwar stabilisiert er in Folge sein Spiel wieder, Konter kann er aber keinen mehr setzen und muss sich so am Ende mit der 72 (+2) zufrieden geben, die ihn wie Sebastian Wittmann auf Rang 53 einreiht.

Niklas Regner (Am) kommt mit den allgemein guten Scores nicht mit, denn die gesamte erste Platzhälfte über läuft der Amateur vergeblich einem Birdie hinterher. Da es sich parallel dazu sogar ein Bogey auf seiner Scorecard bequem macht, büßt er schon zur Halbzeit seiner Runde viele Ränge ein.

Auch nach dem Turn will sich kein wirklich gewinnbringender Schwung einstellen, denn mit einem weiteren Fehler rutscht er auf der 11 immer weiter zurück. Erst das Par 5 der 15 verhindert noch eine komplett birdielose Performance, mit der 71 (+1) teilt er sich am Ende aber die Platzierung mit seinem Landsmann im hinteren Drittel des Leaderboards.

Wilder Ritt ans Ende des Leaderboards

Felix Schulz findet am Moving Day überhaupt keinen Rhythmus, was sich auf birdielosen Frontnine unter anderem mit einem Schneemann am Par 5 der 7 bemerkbar macht. Die enorm hohe Fehlerquote kann er auch nach dem Turn nicht abstellen und muss sich so schließlich mit einer 81 (+11) zufrieden geben, die ihn am hinteren Ende auf Rang 69 regelrecht festnagelt.

Calum Hill (SCO), der schon das Pro-Am am Mittwoch für sich entscheiden konnte, geht nach der 67 (-3) und bei gesamt 14 unter Par als Führender in den Sonntag.

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68er Abo

BARBASOL CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Sepp Straka notiert im Keene Trace GC auch am Freitag eine 68 und stemmt damit ohne jegliche Probleme den Cut.

Sepp Straka durfte sich nach spätem Eagle zum Auftakt noch über eine 68 (-4) freuen und konnte so mit den ultratiefen Scores zumindestens halbwegs mithalten. Am Freitag wird der Longhitter aber aller Voraussicht nach eine weitere knallrote Runde benötigen um in guter Ausgangslage ins Weekend cutten zu können.

Genau daran arbeitet Sepp auch von Beginn an, denn mit einem Monsterputt aus gut elf Metern darf er schon auf der 1 das erste Birdie auf der Scorecard notieren. Zwar läuft ihm am Par 5 der 5 dann die Grünattacke um einen Hauch zu lang aus, Birdie Nummer 2 stellt so aber kein Problem dar.

In Folge spielt der Georgia Bulldog zwar sehr solides Golf, hat auf den Frontnine aber wie schon am Vortag leichte Mühe dies bei den ultratiefen Scores auch auf die Scorecard zu bringen. Erst auf den zweiten Neun nimmt die Runde wieder Tempo auf, wie eine maßgenaue Annäherung auf der 10 zeigt, die er aus nicht einmal einem halben Meter zum nächsten Birdie ausnützt.

Es wird bunter

Da dann auch auf der 13 der Putter aus drei Metern mitspielt, nimmt die zweite Runde langsam gute konkrete Formen an, würde er nicht auf beiden Par 3 Bahnen nach verfehlten Grüns Bogeys notieren müssen. Zumindestens kontert er diese mit einem Par 5 Birdie aus, wobei er sich auf der 15 fast schon ärgern muss, dass er die perfekte Eaglechance aus nur zwei Metern nicht nützen kann.

Mit weiterem Birdie auf der 18 – diesmal stimmt der Greenspeed aus gut zwei Metern – macht er dann die bereits zweite 68 (-4) perfekt und cuttet damit als 27. ohne jegliche Probleme ins Wochenende. Um das angepeilte Topergebnis aber mitnehmen zu können, wird er bei den unglaublich tiefen Scores aller Voraussicht nach sogar noch tiefere Runden benötigen. Auf die Top 10 weist er derzeit drei Schläge Rückstand auf.

Jim Herman (USA) gibt nach zwei 65er (-7) Runden und bei gesamt 14 unter Par den Ton an.

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Scrambelnd ins Weekend

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger hat am Freitag im Royal Portrush mit etlichen Ungenauigkeiten im langen Spiel zu kämpfen, cuttet nach einer 71 aber erstmals in seiner Open Karriere unter Par ins Wochenende und hat auch die Topränge noch durchaus im Blick.

Bernd Wiesberger konnte seine bärenstarke Linksform, die ihn schon zu Platz 2 in Irland und zum Sieg in Schottland beflügelte, auch zum Auftakt der Open in Royal Portrush ausspielen. Laut eigener Aussage hatte er fast durchgehend Kontrolle über sein Spiel und brachte so schließlich eine 70 (-1) zum Recording, die ihm eine richtig gute Ausgangslage auflegt. Auch am Freitag wird wieder ein Mix aus Sonne, Regen und Wind erwartet, was es wohl vor allem für die späteren Tee Times schwierig machen wird.

Rechtzeitig zum Start von Bernds zweiter Runde setzt in Nordirland auch der Regen wieder ein und erschwert die Sache für den Burgenländer damit doch erheblich. Das macht sich auch sofort auf der 1 bemerkbar, denn Bernd trifft weder Fairway noch Grün und tritt sich prompt den ersten Fehler ein. Auch der rasche Konter bleibt aus, denn da er erneut vom Tee die Spielbahn nicht findet, geht sich auch am ersten Par 5 “nur” das Par aus.

Zuviele Ungenauigkeiten

Die Probleme im langen Spiel nehmen auch danach kein Ende. Zwar findet er auf der 4 erstmals ein Fairway, dafür aber will die Annäherung nicht am Grün landen, was prompt im nächsten Schlagverlust mündet, der ihn bis an die Cutlinie zurückreicht. Fast gelingt dann auf der 5 der erste Konter, der Birdieputt kriecht aber denkbar knapp am Loch vorbei.

Das lange Spiel bleibt auch weiterhin sehr fehleranfällig. Am Par 3 der 6 hat er richtig Glück, dass ein wild weggeblockter Abschlag den eigentlich perfekten Kick aufs Grün bekommt. Birdie geht sich aber trotz des glücklichen Bounces keines aus. Die 7 erweist sich dann aber endlich als gewinnbringend, denn nach gutem Pitch spielt diesmal auch der Putter mit und spendiert ihm am zweiten Par 5 das erste Birdie des Tages.

Wieder zurückgekämpft

Mit recht sicheren Pars macht er danach zwar nichts falsch, zu den Spitzenplätzen kann er damit aber bei durchwegs recht guten Scores nicht aufschließen. Da er weiterhin im langen Spiel schlicht zu ungenau agiert, muss er sich auch am Par 5 der 12 mit einem Par zufrieden zeigen. Erst auf der 13 passt dann wieder alles zusammen, denn nach starkem Abschlag nimmt er vom Par 3 sein zweites Birdie mit und stellt sein Gesamtscore so wieder auf Level Par.

Lange verweilt er aber nicht bei diesem Score, denn die schwierige 14 knöpft dem 33-jährigen das dritte Bogey des Tages ab und wirft ihn wieder etwas zurück. Das will der sechsfache European Tour Sieger aber nicht auf sich sitzen lassen und gleicht kurz vor Schluss mit einem Birdie auf der 17 sein Score abermals aus und da er auf der Schlussbahn nichts mehr anbrennen lässt, cuttet er mit der 71 (Par) solide ins Wochenende.

Ausbaufähige Statistik

Die Probleme am Freitag untermauert auch die Statistik eindrucksvoll, denn Bernd trifft am zweiten Spieltag gerade mal sechs Fairways und findet auch nur neun Greens in Regulation, was zeigt, dass er sich seiner größten Stärke beraubt.

Die Puttstatistik kann sich zwar mit nur 24 Putts durchaus sehen lassen, da er jedoch oft zum Scrambeln gezwungen ist, muss man dies doch auch etwas relativieren. Am Ende des Tages steht aber ein sicher geschaffter Cut – sein vierter beim sechsten Open Start – wenngleich er auf JB Holmes (USA) (68) und Shane Lowry (IRL) (67) an der Spitze bereits sieben Schläge Rückstand aufweist.

Die Topränge hat er aber noch durchaus in Reichweite und damit liegt auch das beste Major Resultat eines Österreichers noch auf jeden Fall im Bereich des Möglichen. Nach wie vor ist dies ein 12. Platz von Markus Brier aus Carnoustie.

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Viererpack

EURAM BANK OPEN – 2. RUNDE: Mit den Amateure Lukas Lipold und Niklas Regner, sowie Sebastian Wittmann und Felix Schulz cutten wie schon im Vorjahr vier Österreicher beim Heimevent ins Wochenende.

Nach der Auftaktrunde ist im GC Adamstal mit Lukas Lipold ein Amateur die größte österreichische Hoffnung auf ein Topergebnis. Auch Felix Schulz und Lukas Nemecz brachten am Donnerstag rote Runden zum Recording und haben wie Lipold nun außerdem den Bonus einer früheren Startzeit.

Mit Niklas Regner (Am), Bernard Neumayer, Manuel Trappel, Sebastian Wittmann und Timon Baltl liegen gleich fünf Spieler bei Even Par und haben damit ebenfalls noch gute Chancen auf eine Wochenendteilnahme. Martin Wiegele, Amateur Gerold Folk und Jürgen Maurer müssen sich hingegen deutlich steigern um noch eine Chance auf eine Wochendteilnahme zu haben.

Von wegen amateurhaft

Am Freitag hat Lukas Lipold dann leichte Schwierigkeiten in einen richtig gewinnbringenden Rhythmus zu finden, denn nach verpasstem Par 5 Birdie tritt er sich sogar ein Bogey ein. Dieses weckt den Amateur aber regelrecht auf, denn bis zur 9 nimmt er dann gleich drei Birdies mit und knackt damit zur Halbzeit sogar bereits die Top 5. Auf den Backnine gibt er dann auf ein zwischenzeitliches Bogey auf der 11 sofort die passende Antwort, rasselt dann aber mit einer Doublette auf der 13 sogar auf Level Par zurück.

Aus dem Konzept lässt er sich aber nicht bringen und spielt die Runde konzentriert zu Ende. Mit der 70 (Par) rutscht er zwar im Klassement ins Mittelfeld zurück, cuttet aber als 33. ganz sicher ins Weekend: “Trotz meiner heutigen Probleme bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Ich habe nicht aufgesteckt und konnte mich zurückkämpfen, das hat sich mit der Par-Runde ausgezahlt. Für morgen habe ich mir vorgenommen, ähnlich wie am ersten Tag zu spielen und ein ähnliches Score zu erreichen.”

Amateur Niklas Regner startet zwar auf der 10 gleich mit einem Doppelbogey, steckt den Schock aber gut weg und arbeitet sich noch vor dem Turn mit einem Birdiedoppelpack wieder auf Level Par zurück. Auf den Geschmack gekommen dreht er auf den Frontnine dann richtig an der Birdieschraube und marschiert mit einem roten Triplepack unwiderstehlich nach vor. Zwar bremst ein darauffolgendes Bogey den Schwung wieder etwas ab, mit der 68 (-2) hat der Amateur aber als erster Österreicher und als 40. die Gewissheit, dass er auch am Wochenende noch auf Birdiejagd gehen darf.

Erstes Challenge Tour Preisgeld

Sebastian Wittmann beginnt am Nachmittag auf seiner Hauswiese sehr souverän, stolpert dann aber über einen Bogeydoppelpack, der ihn weit zurückwirft. Sebastian zieht aber rechtzeitig die Reißleine und arbeitet sich mit zwei darauffolgenden Birdies noch vor dem Turn wieder zurück. Das bringt auch den Birdiemotor sichtlich auf Touren, denn auf den Frontnine nimmt er die nächsten beiden Birdies mit, ehe es ihn kurz vor Schluss am Par 3 der 8 noch einmal mit einem Bogey erwischt.

Nach der 69 (-1) muss er zwar noch einige Zeit zittern, hat schlussendlich aber Gewissheit, dass er als 58. auch am Wochenende noch mit von der Partie ist und damit auch erstmals in seiner Karriere von der Challenge Tour Preisgeld mitnehmen wird: “Es war neuerlich so wie gestern ein ereignisreicher Tag mit  vielen Ups and Downs. Ich bin immer wieder zurückgekommen und kann nun morgen befreiter aufspielen.”

Felix Schulz beginnt seinen zweiten Arbeitstag zwar mit einem recht frühen Par 5 Birdie durchaus gut, danach aber machen es sich bis zum Turn gleich drei Bogeys auf der Scorecard gemütlich, was ihm viele Ränge kostet. Nach dem Turn aber steuer zunächst gut gegen und weiß selbst auf einen weiteren Fehler mit zwei Birdies die perfekte Antwort. Erst auf der 17 erwischt es ihn dann noch einmal und nach der 71 (+1) sitzt er lange Zeit am heißen Stuhl. Schlussendlich geht sich aber auch bei ihm als 58. der Cut gerade noch aus.

Heimturnier bereits zu Ende

Manuel Trappel fällt nach drei Bogeys bei nur einem Birdie schon auf den Backnine um viele Ränge zurück. Zwar setzt der Vorarlberger dann nach dem Turn mit zwei Birdies einen guten Konter, ein weiterer Fehler am Schlussloch besiegelt dann aber mit der 71 (+1) und in etwa Rang 83 das freie Wochenende.

Lukas Nemecz findet sich mit Birdies auf der 11 und dem Par 5 der 15 am Freitag rasch gut zurecht, erst kurz vor dem Turn erwischt es den Steirer dann hart, denn mit Bogey und darauffolgendem Doppelbogey rutscht er sogar noch in den Plusbereich zurück. Auch auf den vorderen neun Bahnen bastelt der Steirer weiter an der kunterbunten Runde, denn nach weiterem Bogey marschiert er mit einem Eagle wieder deutlich nach vor, verliert aber erneut den gewinnbringenden Schwung und muss sich beim Heimspiel nach weiterem Bogey-Doppelbogey Intermezzo mit der 73 (+3) nach Rang 90 mit einem Missed Cut anfreunden.

Bernard Neumayer nimmt gleich von der 10 das erste Birdie mit und weiß auch auf ein Bogey auf der 16 sofort die passende Antwort. Mit dem Zwischenstand von 1 unter Par liegt er damit derzeit auf Kurs in Richtung Wochenende. Diesen verlässt er dann aber mit einem Doppelbogey auf der 2. Noch einmal wirkt es mit einem Birdie danach so als könne sich Bernard noch einmal aufbäumen, doch nach weiteren Fehlern unterschreibt er am Ende nur die 73 (+3) und scheitert damit als 98. am Cut.

Timon Baltl findet sich am Nachmittag rasch gut zurecht und liegt nach sechs Bahnen schon bei 2 unter Par. Zwar bremst ein Bogey danach etwas die Euphorie, er kommt aber im roten Bereich auf den Frontnine an. Dort schraubt er sein Score dann mit einem Eagle auf der 3 immer weiter in den Minusbereich, ehe ihm ein tiefschwarzes Finish mit zwei Doppelbogeys und einer 7 am Par 3 dazwischen nicht mehr als die 74 (+4) ermöglicht, die ihn als 104. sogar noch deutlich am Cut scheitern lässt.

Martin Wiegele kann zwar ein schnelles Bogey ausbessern, zur Cutmarke kann er mit dem Zwischenstand von Even Par aber nicht aufschließen. Nach dem Turn häuft er sogar weitere Fehler an und muss schlussendlich mit der 73 (+3) leben, womit er als 115. klar den Cut verpasst. Auch Amateur Gerold Folk findet am Freitag in keinen wirklich brauchbaren Rhythmus und verpasst das Wochenende mit der 75 (+5) und als 125. klar und deutlich. Jürgen Maurer teilt sich das Schicksal mit Rundenscore und Ergebnis.

Der 24-jährige Schotte Calum Hill konnte sich mit einer 64er Runde und insgesamt 11 unter Par an die Spitze setzen, aber auch der 44-jährige chilenische Routinier Felipe Aguilar drängte nach vorne und überholte den Deutschen Marcel Schneider, der gestern mit Platzrekord (62er Runde) unterwegs war, aber erst am Nachmittag antrat. Der Deutsche schlug zurück und sicherte sich mit neun unter Par den zweiten Rang.

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Amateur als größte Hoffnung

EURAM BANK OPEN – 1. RUNDE: Edelamateur Lukas Lipold erwischt zum Auftakt im GC Adamstal aus österreichischer Sicht mit der 67 den besten Start und ist damit auch derzeit die größte heimische Hoffnung auf ein Topergebnis.

Die Euram Bank Open im Rahmen der Challenge Tour ist nach dem Abschied aus Atzenbrugg Österreichs neuer Top-Event am jährlichen Turnierkalender. Der Golfclub Adamstal lädt das zweite Jahr in Folge auf den einzigartigen Championship-Kurs in die Wälder der Ramsau zum golferischen Kräftemessen um 185.000 Euro Preisgeld. Martin Wiegele, der mit Platz 11 zuletzt in der Normandie stark ansteigende Form bewies sowie Lukas Nemecz, als 67. aktuell bestgerankter Österreicher auf der Challenge Tour, tragen die heimischen Hoffnungen auf Topergebnisse.

Timon Baltl kommt als Sieger bei der Gösser Open und aktuell 4. im Alps Tour-Ranking ebenfalls in beneidenswerter Form zum Heimspiel angereist. Auch Manuel Trappel, der heuer auf der Pro Golf Tour stark aufspielt, sollte zu beachten sein. Bernard Neumayer, Sebastian Wittmann, Jürgen Maurer sowie die Amateure Lukas Lipold, Gerold Folk und Niklas Regner komplettieren das heimische Aufgebot.

Amateur Lukas Lipold beginnt am Nachmittag mit einem Birdie auf der 10 nach Maß. Zwar geht sich auf der 13 dann nur ein Bogey aus, mit zwei weiteren Schlaggewinnen hobelt er den Fehler aber mehr als nur weg und da er auch auf der 17 noch ein Birdie findet, knackt er schon zur Halbzeit seiner Runde die Top 10. Auf den Frontnine bricht dann zwar der Birdierhythmus, Lukas schafft es aber bis zum Schluss gekonnt Fehler zu vermeiden und marschiert so am Ende mit der 67 (-3) über die Ziellinie, was ihn nach dem ersten Spieltag als 13. zu Österreichs größter Hoffnung auf ein Topergebnis macht.

“Ich hatte heute von der Zehn einen Superstart, von Beginn an konnte ich auf  mein langes Spiel vertrauen. Ich habe mir vorgenommen die ganze Zeit über aggressiv zu spielen, was mir auch sehr gut gelungen ist. Dieses Turnier ist eines der letzten, das ich als Amateur bestreite. Für morgen habe ich mir fest vorgenommen, mit der gleichen Taktik wie heute unterwegs zu sein,” gibt sich der 25-jährige Salzburger optimistisch.

Ebenfalls rote Auftaktrunden

Felix Schulz teilt seinen ersten Arbeitstag in Adamstag buchstäblich in zwei Hälften. Der Youngster beginnt auf den Backnine und muss dabei auf birdielosen Löchern schon zwei Bogeys notieren. Nach dem Turn allerdings pusht er sich zunächst mit einem Eagle am Par 5 der 3 wieder zurück auf Anfang und kann nach zwei weiteren Birdies sogar noch die 68 (-2) unterschreiben, die ihm als 26. eine durchaus vielversprechende Ausgangslage auflegt.

Lukas Nemecz beginnt mit einem frühen Birdie-Doppelpack auf der 3 und der 4 richtig gut und bringt sich so rasch gut auf Kurs. Erst kurz vor dem Turn wird ihm dann das Par 3 der 8 etwas zum Verhängnis und knöpft ihm den ersten Schlag ab. Auf der 11 rutscht er dann sogar wieder auf Level Par zurück, findet danach aber am einzigen Par 5 der zweiten Neun noch ein Birdie und unterschreibt so zum Auftakt die 69 (-1), die ihn auf Rang 47 einreiht.

Knapp hinter den Top 60

Amateur Niklas Regner beginnt mit einem Birdie richtig stark, tritt sich danach aber ausgerechnet am Par 5 der 7 ein Doppelbogey ein. Nur zwei Bahnen später findet er aber auch das zweite Birdie und kommt so bei Level Par auf den Backnine an. Zwar rutscht er auf den zweiten Neun mit einem Bogey auf der 13 wieder in den Plusbereich zurück, kontert aber sofort und unterschreibt so schließlich die 70 (Par), was Rang 64 bedeutet.

Timon Baltl zeigt auch auf seinen ersten neun Löchern in Adamstal, dass die Form durchwegs passt. Der Gösser Open Champion tritt sich zwar auf der 2 ein frühes Bogey ein, findet bis zum Turn aber drei Birdies, was ihn bis an die Top 10 heranbringt. Nach dem Turn reißt der Schwung aber ab und der Youngster tritt sich auf der 13 und der 14 zwei Bogeys ein, die ihn wieder auf Level Par zurückfallen lassen. Da sich bis zum Schluss dann kein weiteres Birdie mehr ausgeht, muss er sich zum Auftakt beim Heimevent mit der 70 (Par) zufrieden geben.

Sebastian Wittmann beginnt auf seiner Hauswiese mit einem schnellen Eagle am Par 5 der 3 gut, tritt sich aber sofort ein Doppelbogey ein und kommt nach weiterem Fehler nur bei 1 über Par zum Turn. Dort erwischt es ihn dann mit einem weiteren Doppelbogey, nachdem erneut ein Abschlag in den Wald abbiegt und verloren geht. Schlussendlich findet eraber noch Birdies und marschiert am Ende mit der 70 (Par) zum Recording. Den Heimvorteil kann der Hausherr damit teilweise gut ausspielen, seine zwei ungeliebten Löcher werden ihm aber auch am ersten Spieltag zum Verhängnis.

Bernard Neumayer zeigt sich auf der ersten Platzhälfte noch in der Form die ihn auch an den ersten beiden Spieltagen der Gösser Open auszeichnete, denn nach frühem Bogey findet er auch zwei Birdies und kommt so im roten Bereich zum Turn. Auf den Backnine geht es dann aber richtig bunt zur Sache, denn neben zwei Birdies und einem Bogey schleicht sich auch noch ein Doppelbogey ein. Am Ende steht auch er mit der 70 (Par) beim Recording und wahrt damit wie seine Landsmänner die Chance auf den Cut.

Manuel Trappel hat am Nachmittag einige Schwierigkeiten und liegt zur Halbzeit nach zwei Bogeys bei 2 über Par. Erst auf der hinteren Platzhälfte stellt sich ein gewinnbringender Rhythmus ein, der dem Vorarlberger auch zwei Birdies einbringt. Schlussendlich schreitet er so wie auch viele seiner österreichischen Golfkollegen mit der 70 (Par) übers Ziel und hat so am Freitag noch klar alle Chancen aus der Ramsau Preisgeld mitnehmen zu können.

Rückstand aufgerissen

Jürgen Maurer, Martin Wiegele und Amateur Gerold Folk kommen auf ihren ersten Runden über die 72 (+2) nicht hinaus und halsen sich damit schon einen unangenehmen Rückstand auf.

Den besten Start erwischt der Deutsche Marcel Schneider mit der 62 (-8), der den Platzrekord aus dem Vorjahr egalisiert und in Adamstal kein Unbekannter ist: “Ich bin hier das zweite Mal am Start, die erste Begegnung hatte ich vor sechs Jahren im Rahmen der Pro Golf Tour. Ich spiele sehr gerne hier, die Spielbahnen gefallen mir, es ist eine tolle Landschaft. Meine Form stimmt zurzeit, speziell das Putten funktioniert perfekt, ich hoffe Morgen auf einen weiteren positiven Tag”.

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Linksform ausgespielt

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger spielt auch in Royal Portrush seine bestechende Linksform aus und startet mit einer 70 richtig gut ins letzte Major des Jahres.

Nach 68 Jahren Pause kehrt Royal Portrush als Austragungsort für die Open Championship zurück. Der klassische Küsten-Linkskurs bietet vor allem einem einen unschätzbaren Heimvorteil: Rory McIlroy (NIR) pulverisierte hier bereits als 16-jähriger den Platzrekord mit 61 Schlägen, der auf dem Par 71-Kurs bis heute Bestand hat. Dieses Jahr allerdings zerlegt es den Nordiren regelrecht, denn mit einer 79 (+8) droht der Cut schon nach dem ersten Spieltag in ganz weiter Ferne zu sein.

Die zähe Form nimmt McIlroy schon aus Schottland mit, denn bei der Generalprobe schoß ein gewisser Bernd Wiesberger um neun Schläge tiefer als Rory: mit dem Sieg bei der Scottish Open und Platz 2 davor in Irland präsentierte sich keiner zuletzt in heißerer Linksform als der 33-jährige Burgenländer. 36 unter Par mit 48 Birdies in den letzten zwei britischen Links-Turnieren samt Führung im Race to Dubai, ist schon eine Ansage.

Dass Buchmacher wie William Hill dennoch Bernd Wiesberger nur mit Quote 1:61 als Underdog einstufen, liegt vor allem an seiner ausbaufähigen Open-Bilanz: bei seinen bisherigen 5 Einsätzen steht ein 64. Platz beim Debüt 2013 als eher bescheidene Bestmarke zu Buche. Landsmann Markus Brier hält seit dem Jahre 2007 Österreichs Major- und Open-Rekord mit Platz 12 in Carnoustie.

Sofort auf Betriebstemperatur

Der Start ins Turnier glückt dem Oberwarter ohne jegliche Probleme, denn vom anfänglichen Par 4 nimmt er zum Auftakt trotz knapp verfehltem Grün ein Par mit. Zwar lässt er dann am Par 5 danach die Chance auf ein schnelles Birdie mit Ungenauigkeiten noch verstreichen, nimmt dafür aber vom Par 3 der 3 nach starkem Abschlag das erste Erfolgserlebnis mit.

Nach zu unpräzisem Spiel ergibt sich auf der 5 keine wirkliche Birdiechance. Besser läuft da hingegen schon die 6, aus gut viereinhalb Metern spielt jedoch der Putter nicht mit. Zwar will sich auch am zweiten Par 5 der Frontnine keine wirkliche Chance ergeben, richtig unangenehm wird es dann aber erstmals auf der 8, denn mit dem ersten Fehler im Turnier fällt der 33-jährige wieder auf Level Par zurück.

Eine weitere Ungenauigkeit zwingt ihn dann auf der 11 zum Scrambeln, das Up & Down geht sich jedoch nicht aus, weshalb Bernd mit seinem zweiten Bogey erstmals in den Plusbereich zurückrutscht. Der Oberwarter fightet aber und kann schon auf der nächsten Bahn die passende Antwort setzen, denn das dritte und letzte Par 5 seiner Runde überredet er zu einem Birdie und stellt sein Score sofort wieder auf Even Par.

Gut gescrambelt

Angespornt zeigt er einmal mehr, dass er mit den Eisen an guten Tagen zu den klar besten Spielern der Welt gehört, denn sofort ergibt sich am Par 3 der 13 die nächste Birdiechance, die er sich erneut nicht entgehen lässt und so sogar wieder in den roten Bereich abtaucht. Ohne jeglichen Wackler bringt Bernd die Runde dann zu Ende und unterschreibt so zum Auftakt die 70 (-1), die ihm als 20. einen richtig guten Start ins Turnier beschert.

Eher untypisch für den Burgenländer ist es am Donnerstag aber sein Spiel rund um und auf den Grün, dass den Weg zur 70 ebnet. Vom Tee aus trifft er lediglich neun Spielbahnen, Grüns erreicht er gar nur zehn in Regulation. Nur 27 Putts zeigen aber, dass das Kurzspiel rechtzeitig zu den Open voll auf Höhe des Geschehens ist.

Nach der Runde zeigt er sich [sic!] auf Facebook mit der Runde klarerweise durchaus zufrieden: “Der erste Tag bei der The Open ist geschlagen. Hatte größtenteils gute Kontrolle über mein Spiel wenngleich wir von Sonne bis Starkregen alles mit dabei hatten. Bin happy mit meiner Runde unter Par!”

Royal Portrush liefert Überraschungen

Topfavorit Rory McIlroy eröffnet mit Triplebogey und zerschnellt an den hohen Erwartungen beim Heimspiel spektakulär in 79 Golfschlägen (8 über Par). Tiger Woods schleppt sich schmerzhaft mit offensichtlich aufgeflammten Rückenproblemen mit 78 Schlägen zurück ins Clubhaus und wird somit beim letzten Major des Jahres ebenfalls keine Rolle mehr spielen.

An der Spitze lacht der US-Longhitter J.B. Holmes vom Leaderboard, nachdem er am Nachmittag bei 5 unter Par als Einziger den Iren Shane Lowry knapp verdrängen kann. Irish Open-Champion Jon Rahm erreicht bereits nach 9 Löchern 5 unter Par, fällt danach mit drei Bogeys jedoch zur 68 zurück.

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