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OPEN DE PROVENCE – 3. RUNDE: Lukas Nemecz steckt im Golf International de Pont Royal einen durchwachsenen Start perfekt weg und geht nach einer 68 mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf die ersten Verfolger in den Finaltag.

Lukas Nemecz spielte an den ersten beiden Tagen in der Provence fast schon in einer eigenen Liga. Der 32-jährige Steirer packte gleich zweimal eine fehlerlose 65 (-7) aus und biegt so überlegen führend ins Wochenende ab. „Jetzt heißt es am Wochenende weiterhin am Gas bleiben“, gibt er sich die Marschrichtung selbst vor. Allerdings kann er das selbstdefinierte Vorhaben zu Beginn nicht in die Tat umsetzen, denn nach 36 fehlerlosen Bahnen erwischt ihn am Moving Day gleich die 1 mit dem ersten Bogey und da er sich kurz danach auf der 3 gleich den nächsten Fehler eintritt, liegt er nach nur wenigen Bahnen bereits „nur“ noch in geteilter Führung.

Zwar kann er danach am ersten Par 5 auch das erste Erfolgserlebnis verbuchen und holt sich so einen abgegebenen Schlag rasch wieder zurück, da Marcel Schneider (GER) jedoch weiterhin heftig aufs Tempo drückt, muss er dem Deutschen vorerst den Platz an der Sonne überlassen. Der rote Eintrag bringt „Luki“ jedoch so richtig ins Rollen, denn auf der 7 und der 9 stopft er zeitnah die nächsten Birdieputts, womit er nicht nur den schleppenden Start endgültig mehr als egalisiert, sondern auch wieder den Ton angibt.

Das starke Spiel zieht er auch nach dem Turn weiter durch und holt sich auf der 12 das bereits vierte Birdie ab, womit er sich an der Spitze sogar wieder etwas Luft verschafft. Auf der 14 setzt er dann sogar noch ein echtes Highlight, denn mit starkem langen Spiel legt er sich sogar die Eaglechance auf und lässt sich mit heißem Putter die Möglichkeit nicht entgehen. Auf den verbleibenden Löchern lässt er dann nichts mehr anbrennen und bringt so die 68 (-4) in trockene Tücher, die ihm bei gesamt 18 unter Par gleich vier Schläge Vorsprung auf die ersten Verfolger einbringt. Damit geht der Steirer einmal mehr heuer in ausgezeichneter Position in eine Finalrunde, so knapp am ganz großen Wurf wie in dieser Woche war er bislang jedoch noch nicht dran.

„Ich hatte einen richtig schlechten Start. Der Drive war gleich mal links. von dort aus dann in den Bunker und dann war auch noch der Putt zu kurz. Auf der 3 war der Ball im Fairwaybunker eingebohrt, aber sowas passiert, denn der Kurs ist ziemlich anspruchsvoll. Ich wusste das Bogeys passieren können, aber zum Glück hab ich weiter auf meine Stärken vertraut und von da an ist es dann auch gut gelaufen. Ich denke der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich nicht zurückgesteckt hab, sondern aggressiv weiter gespielt hab. Mein langes Spiel ist derzeit sehr gut und das bringt mir auch vor allem auf den Par 5 Löchern einen Vorteil, was mir vor allem in dieser Woche enorm weitergeholfen hat bislang“, so Lukas Nemecz nach dem bereits dritten starken Auftritt in Frankreich.

Richtig gut dabei

Niklas Regner stemmte nach seinem Ausrutscher in der Vorwoche diesmal nicht nur souverän den Cut, sondern geht sogar mit klar intakten Chancen auf ein Topergebnis in den Moving Day. Ein Spitzenresultat würde dem Youngster vor den letzten Turnieren auch einen Boost im Kampf um die European Tour Tourcard bescheren. Gleich der Beginn lässt sich dann mit einem Par 3 Birdie auf der 2 auch richtig gut an, allerdings kostet ihm ausgerechnet mit der 4 das erste Par 5 der Runde dann wieder das Minus als Vorzeichen. Längere Zeit läuft er dann dem nächsten Erfolgserlebnis hinterher, ehe er kurz vor dem Turn auf der 9 bereits das zweite Eagle in dieser Woche notieren kann.

Richtig lange währt die Freude jedoch nicht, da ihm das Par 3 der 11 auch den nächsten Fehler umhängt. Der 22-jährige lässt sich jedoch nicht beirren, stabilisiert sein Spiel sofort wieder und krallt sich am Par 5 der 14 auch am dritten Spieltag wieder das erhoffte Birdie. Da sich dann zum Abschluss der Runde auch am Par 5 der 18 noch ein roter Eintrag ausgeht, unterschreibt er am Samstag die 69 (-3), die ihm vom 7. Platz aus alle Möglichkeiten auch das angepeilte Topergebnis offen hält.

„Mein Spiel ist passabel, aber jetzt nicht unbedingt gut. Ich stoppel irgendwas dahin momentan aber es passt schon soweit. Ich bin zwar schon einige Schläge von Lukas weg, der wirklich sehr stark spielt momentan, das muss man einfach so sagen, aber ich werde morgen noch einmal alles versuchen um ihn da vorne vielleicht ein wenig nerven zu können“, will Niklas Regner die letzten Kräfte am Sonntag mobilisieren um seinen Landsmann noch einzuholen.

Leaderboard Open de Provence

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