Schlagwort: 2017

Geschlossen stark

POLISH OPEN 2017 – FINAL: Clemens Prader als 6. sowie Leo Astl und Johannes Steiner als 11. sorgen für heimisches Topergebnis auf der Pro Golf Tour.

Alle 5 Österreicher erreichen im polnischen Sierra GC den Finaltag, wo sie sich mannschaftlich stark aus dem Sierra GC verabschieden. Zwar können Prader & Co. nicht den 3. Saisonsieg des Deutschen Meisterputters Nicolai von Dellingshausen verhindern, Prader als 6. sowie Steiner und Astl als 11. sorgen jedoch für einen erfreulichen rotweißroten Golftag in Polen.

Clemens Prader ist nicht mehr so erfolgreich auf den Grüns wie zuvor, punktet dafür neuerlich mit fehlerlosem Spiel. Erst nach dem einzigen Schlagverlust am kurzen Par 4 der 15 sorgt der Tiroler mit einem Birdie-Doppelschlag auf den Schlusslöchern für ein versöhnliches Ende, das ihm mit der 68 ganz weit vorne im Klassement landen lässt.

Johannes Steiner legt auf den letzten 9 Löchern einen tollen Endspurt mit Eagle und Birdie hin und erreicht dank der abschließenden 68 sein zweites Topergebnis in 7 Tagen.

Leo Astl spielt auf den Front 9 mit Doppelbogey und Bogey rückwärts. Ein starker Mittelteil mit drei Birdies innerhalb kurzer Zeit rettet immerhin die Par-Runde und ein Ergebnis knapp außerhalb der Top 10.

Berni Reiter macht auf den ersten 9 Löchern zwei Schläge gut, ehe ihm ein Par 5-Doppelbogey und Bogey in die Parade fährt und nicht mehr als die 71 einbringt, mit der keine großen Sprünge am Leaderboard zu machen sind. Fabian Winkler wird nach der 75 nur 44.

>> Endergebnis Polish Open

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WGC, Major und mehr

TURNIERVORSCHAU KW 31 / 2017: Bernd Wiesberger nutzt das WGC-Event von Bridgestone, während Christine Wolf erstmals zu britischen Majorehren kommt.

Nach 2012 und 2015 startet Bernd Wiesberger zum dritten Mal beim Bridgestone Invitational im Firestone Country Club von Akron, Ohio. Vor zwei Jahren erreichte der Burgenländer am Finaltag an der Seite von Jordan Spieth spielend den 25. Platz.

Das Turnier im Rahmen der World Golf Championships ist auch heuer mit 9,750.000 US Dollar Preisgeld topdotiert und zugleich die Generalprobe für das in der kommenden Woche anstehende letzte Major des Jahres.

Am Nordkap der Tour

Zum Golfen nördlilch des 61. Breitengrads lädt die Finnish Challenge in den Vierumäki Golfclub ein. Matthias Schwab, der in Skandinavien oft aufblühende Martin Wiegele sowie Manuel Trappel sind dem Ruf gefolgt und in den Süden Finnlands aufgebrochen.

Im Umland von Lahti rittert ab Donnerstag ein starkes Challenge Tour-Feld um 180.000 Euro Preisgeld. Während Wiegele als 28. auf der Road to Oman noch auf eine European Tourkarte im Blickfeld hat, möchten Schwab und Trappel vordringleich einmal ihr Spielrecht auf der Challenge Tour absichern.

Wolf löst Open-Startplatz

Christine Wolf matchte sich in einer beinharten 18 Loch-Qualifikation mit über 100 Kontrahentinnen um 22 Startplätze für die Ricoh Womens British Open.

Gespielt wurde am Castle-Course von St. Andrews, während sich die bereits qualifizierten Topstars im benachbarten Kingsbarns auf Europas erstes Major vorbereiten, das dort ab Donnerstag ausgetragen wird.

Wolf legt auf den Par 5-Bahnen mit drei ihrer vier Birdies den Grundstein zu einer soliden Sicherheitsrunde. Zwei Bogeys kann sie sich gerade noch leisten um mit der 70 bei 2 unter Par ins Clubhaus zurückzukehren, mit guten Karten für die notwendige Top 22-Platzierung. Dennoch bleibt Wolf vorsichtig: “Ich denke, dass es noch knapp wird. Der letzte Flight ist erst um 14:40 raus. Heute war es echt recht gut zum Scoren.”

Da mehr als 22 Spielerinnen bei -2 und besser klassiert sind, muss Christine Wolf noch spät am Abend in ein Stechen: 14 Spielerinnnen kämpften um die letzten 11 Startplätze.

Das Par am ersten Playoff-Loch, dem 130 Meter langen Par 3 der 10, reicht Wolf um gleich mit 9 weiteren Kolleginnen ihren Startplatz für die Open zu buchen und damit erstmals bei einer Womens British Open aufteen zu dürfen.

Obwohl Christine Wolf mit den Allerletzten im Stechen der Qualifikation ins Feld für die Ricoh Womens British Open hineinrutscht, darf sie im allerersten Flight um 6:30 Uhr Ortszeit am 1. Tee von Kingsbarns loslegen.

Den Vorteil bei noch ruhigeren Bedingungen auf frischen Grüns sollte die Tirolerin bei ihrem Major-Debüt als Professional ausnützen. In Amateurtagen durfte sie bereits 2011 bei der US Open aufteen, verpasste damals jedoch den Cut. Zuletzt war Österreich 2010 bei Englands Damenmajor durch Steffi Michl vertreten. Steinberger, Gergely, Michl, sie alle konnten in den Jahren 2005 bis 2010 nie das Finale erreichen. Einzig Natascha Fink schaffte es 2004 ins Finale von Sunningdale und setzte mit Platz 31 eine rotweißrote Bestmarke.

Zehnkampf im Golf

Obwohl er bereits in den letzten Wochen deutliche mentale Ermüdungserscheinungen zeigte, ist Sepp Straka zur Ellie Mae Classic nach Kalifornien weitergeflogen – zu einer 10. Turnierwoche im Stück!

Sepps persönlicher Zehnkampf im Golf trägt hoffentlich im TPC Stonebrae von Hayward mehr Früchte als zuletzt, als der Austroamerikaner in den letzten 14 Tagen bis auf Rang 66 der Order of Merit zurückfiel.

Schwedischer Golfsommer

Sarah Schober, Nina Mühl und Nadine Dreher sind im schwedischen Sundsvall Golfclub zum drittletzten Event der LET Access Series eingetroffen. Während Schober in die teuren schottischen Turniere von LET und LPGA nicht hineinkam und sich somit in der zweiten Liga spielerisch in Schwung hält, geht es für Mühl noch um eine LET-Tourkarte für die kommende Saison. 35.000 Euro beträgt das Preisgeld, das am Freitag nach drei Runden verteilt werden wird.

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Manson: Längere Pause

Gordon Manson fällt mit Schuppenflechte an beiden Händen weiter aus, möglicherweise sogar für den Rest der Saison.

Keine guten Nachrichten übermittelt Gordon Manson der Golf-Live Redaktion von der medizinischen Front. Österreichs zweifacher Turniersieger auf der European Seniors Tour musste zuletzt in Finnland nach der 1. Runde mit geschwollenen Händen aufgeben und befindet sich seitdem in medizinischer Behandlung: “Die Diagnose war chronische Schuppenflechte / Dermatitis, mit der ich seit Juni 2016 bereits kämpfe,” schildert der Kärntner das Problem, “wenn das ausbricht und ich den Golfschläger fest greife, flammt das durch Druck und Reibung immer wieder extrem auf.”

Seit Ende Juni versucht Manson seine Hände auszukurieren und musste zuletzt die Swiss Senior Open, die er vor zwei Jahren gewann, und auch die Winstongolf Senior Open im Deutschen Vorbeck absagen: “Es sieht leider immer mehr danach aus, als müsste ich eine längere Pause vom Turniergolf nehmen – wenn das überhaupt möglich ist. Ich muss meinen Händen die Gelegenheit geben, ihre Kraft und Widerstandsfähigkeit zurückzugewinnen.”

Somit wird dem 56-jährigen wohl nichts anderes übrig bleiben, als bei der Tour um eine Medical Extension für 2018 anzufragen: “Damit könnte ich kommendes Jahr mit der guten Kategorie von 2017 weiterspielen. Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber diese Dinge passieren.”

Im Namen der gesamten Golf-Live Familie wünschen wir rasche Besserung und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen auf den Fairways und Grüns der Senior Tours.

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Bernd Wiesberger

VIEL ZU HOLEN

TURNIER VORSCHAU – WOCHE 28 /2017: Bernd Wiesberger bei der Open-Generalprobe in Troon, Wiegele und Schwab beim Super-Challenger auf Sardinien.

Bernd Wiesberger spielt sich in Dundonald Links (Troon) in der Disziplin Linksgolf für die Open Championship ein. Die Scottish Open wurde ebenfalls zu einem 7 Millionen Dollar-Event der Rolex Series aufgewertet um Europas Stars von der US PGA Tour anzulocken.

Somit werden sich bei Schottlands Topturnier auch McIlroy, Stenson, Mickelson, Fowler, Scott, Reed, Fitzpatrick, Kaymer, Cabrera-Bello und Hatton den Feinschliff im Linksgolf holen.

Wertvolle Birdies

Martin Wiegele und Matthias Schwab lassen sich die Chance auf den italienischen 300.000 Euro-Challenger auf Sardinien nicht entgehen. Mit der Ryder Cup-Bewerbung für 2022 hat sich Italien unter anderem zur jährlichen Austragung des aufgemotzten Events der Challenge Tour verpflichtet, was den Österreichern durchaus gelegen kommt.

Martin Wiegele liegt aktuell als 14. im Race to Oman auf einem Aufstiegsplatz Richtung European Tour und Matthias Schwab möchte bei seinem 4. von 7 Invites endlich fett anschreiben um sich eine Kategorie zu erspielen.

Iron-Golfman

Sepp Straka möchte sich die Strapazen der letzten Wochen nicht anmerken lassen, wenn er eine 7. Turnierwoche in Folge anhängt. Bei der Utah Championship gibt es mit 700.000 US Dollar überdurchschnittlich viel auf der Web.com Tour zu verdienen.

Straka rangiert zur Zeit auf Platz 62 in der Order of Merit. Dass er nicht näher an den entscheidenden Top 25 dran ist, liegt vor allem an den verpatzten Sonntagen, wo er heuer bereits 6 Mal seine schwächste Wochenrunde drehte.

LET-Access in Galizien

Nina Mühl möchte sich im Nordwesten Spaniens weiter auf der LET Access-Series in Richtung erster Damenliga bewegen. Auf Rang 11 der Order of Merit fehlt der Wienerin jedoch einiges, die bislang nicht beständig genug vorne mitspielen konnte.

Im Augas Santas Balneario Golf Resort nahe der galizischen Stadt Vigo geht es von Mittwoch bis Freitag um 35.000 Euro Preisgeld. Wegen des frühen Turnierbeginns hatten auch Christine Wolf und Sarah Schober keine realistische Chance von Thailand kurz entschlossen einzufliegen. Somit ist neben Mühl neuerlich Nadine Dreher die einzige Österreicherin am Start.

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Jordan Spieth 2015

Das Jordan-Ding

TRAVELERS CHAMPIONSHIP 2017 – FINAL: Jordan Spieth holt seinen 10. Titel auf seine Weise: mit einem unglaublichen Bunkershot im Playoff gegen Daniel Berger.

“Das ist einer für die Ewigkeit,” katalogisiert Jordan Spieth seinen 10. Titel auf der US PGA Tour in Superlativen. Und sein geschlagener Kontrahent Daniel Berger schlägt in die selbe Kerbe: “Jordan macht halt Jordan-Dinge.”

Im Grunde genommen war es ein Start-Ziel-Sieg des 23-jährigen Texaners, aber halt einer über 73 statt 72 Löcher. Und wie Spieth zur Entscheidung einlochte, war auch nicht alltäglich: nachdem beide am 1. Extraloch das Grün verfehlten, Berger links weg und Spieth im Bunker. Im entscheidenden Moment packt Spieth aus dem Sand einen Zauberschlag aus und locht aus gut 25 Metern zum Birdie und Playoff-Sieg. Auch sein 10. Titel markiert einen Meilenstein in seiner Karriere: nur Tiger und er gewannen so oft bevor sie ihr 24. Lebensjahr vollendeten.

TRAVELERS CHAMPIONSHIP

Finaltag / 25.6.2017

Spieth kontrollierte eigentlich souverän das Geschehen vom Donnerstag an, ehe sich Memphis-Champion Daniel Berger seiner neuen Stärke besann und mit drei Birdies im letzten Drittel der Sonntagsrunde ein Stechen bei 12 unter Par erzwang.

Charley Hoffman locht zu wenig an einem fehlerlosen Finaltag um mit der 66 näher als bis auf zwei Schläge zur Spitze aufzuschließen und teilt sich Platz 3 mit Danny Lee. Patrick Reed und Paul Casey erreichen gemeinsam Platz 5 in der Woche nach der US Open.

>> Endergebnis Travelers Championship

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Volles Programm

TURNIER-VORSCHAU KW 25 – 2017: Bernd Wiesberger in München und Österreichs Pros und Proetten auf 6 Schauplätzen im Großeinsatz.

Bernd Wiesberger wurde vom BMW-Flugdienst mit der unternehmeseigenen Gulfstream G550 gemeinsam mit Kaymer, Cabrera-Bello, und Fleetwood von der US Open nach München eingeflogen, wo die strapaziösen Wochen in Eichenried mit der European Tour weitergehen.

Deutschlands Flaggschiff-Turnier gastiert im Zweijahres-Rhythmus wieder in München, wo Wiesberger deutlich besser zurechtkommt und dies 2013 mit einem 4. Platz eindrucksvoll unter Beweis stellte. Das Feld wird bei dem 2 Millionen Euro-Turnier von Sergio Garcia und Titelverteidiger Henrik Stenson angeführt.

New Winning Formula

Martin Wiegele kommt mit neuem Selbstvertrauen zur Made in Denmark Challenge angereist, nachdem er zuletzt in Belgien den Weg zurück auf ein Siegespodest gefunden hat. Vor den letzten Wochen noch zum Zuschauen verdammt, kann er sich jetzt mit Kategorie 1 die Rosinen aus dem Challenge Tour Kalender herauspicken.

Manuel Trappel spielte zuletzt ebenfalls stark auf der Challenge Tour und möchte dies im Royal Oak GC von Kolding unter Beweis stellen. Matthias Schwab pausiert nach den anstrengenden Wochen zuletzt.

Tradition a la France

Lukas Nemecz muss mangels Startchancen in den höheren Ligen weiter sein Glück auf der Alps Tour versuchen. Dank seines Heimsiegs und der guten Ergebnisse zuletzt ist der Grazer bis auf Rang 5 in der Order of Merit vorgestossen und darf sich somit Chancen ausrechnen, ein zweites Mal über die Satellite Tours in die Challenge Tour aufzusteigen.

Mit der Open de la Mirabelle d’Or in Metz steht ab Donnerstag ein französisches Traditionsturnier am Programm, das über vier Tage 45.000 Euro Preisgeld ausspielt. Gleich 10 Österreicher haben genannt, darunter Markus Habeler, Michi Ludwig, Uli Weinhandl, Chris Körbler, Felix Schulz und Timon Baltl.

Einmal gehts noch

Sepp Straka steht weiter auf der Web.com Tour im Dauereinsatz. Nach den starken Auftritten beim Heimspiel in Atzenbrugg und auch in der Vorwoche in Kansas, brennt der Austro-Amerikaner auf seinen nächsten Einsatz in Springfield, Illinois.

Auf der Web.com Tour ist Sepp bis auf Rang 53 vorgestossen, wird seinen Preisgeldschnitt jedoch in der zweiten Saisonhälfte verdoppeln müssen um in die Nähe einer US Tourkarte zu kommen.

Seltene Gelegenheit

Gordon Manson kommt diese Woche in Finnland erst zu seinem dritten Einsatz auf der heurigen European Seniors Tour. Der Wahlkärntner rangiert vorerst auch nur auf Rang 25 in der Order of Merit und brennt umso mehr auf einen heißen Golfsommer mit Europas Besten der Generation Ü50.

Dank der European Tour Properties gibt es das neue Seniors-Turnier im finnischen Linna Golfclub, wo es ab Mittwoch über drei Runden um 250.000 Euro Preisgeld geht.

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An Rekorden dran

US OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger verpasst mit einer 73er Schlussrunde zwar eine neue persönliche Bestmarke bei Majors, wird im Erin Hills GC aber immerhin beachtlicher 16. Brooks Koepka (USA) schnappt sich seinen ersten Majortitel.

Bernd Wiesberger schreibt bei der US Open erneut österreichische Golfgeschichte. Der Oberwarter ist nach dem geschafften Cut der erste heimische Spieler, der bei allen vier Majors zumindestens einmal im Wochenende stand. Weitere Rekorde waren vor der Finalrunde in Erin Hills noch in Reichweite. Zu knacken galten Bernds persönliche Majorbestmarke – Platz 15 bei der PGA Championship in Kentucky sowie Markus Briers 12. Platz bei der Open Championship 2007 als rotweißrotes Major-Highlight. Beides sollte auch nach dem US Open-Sonntag weiterhin das Maß aller heimischen Dinge im Golfland Österreich bleiben.

Der Start in die Finalrunde, bei erstmals richtig windigen Verhältnissen, hätte kaum schlechter laufen können. Bernd tritt sich nach überschlagenem Grün gleich am Par 5 der 1 ein Bogey ein und gibt nach Dreiputt auf der 4 den nächsten Schlag ab. Erst danach kommt der burgenländische Golfmotor in Wisconsin langsam auf Touren, was sich in einem gestopften 5 Meter-Putt auf der 5 und dem scoretechnischen Ausgleich mit Par 5 Birdie auf der 7 manifestiert.

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Zu weit weg

Kaum auf den Backnine angekommen aber tritt sich die Nummer 30 der Welt einen weiteren Dreiputt ein und muss so sein bereits drittes Bogey an diesem Sonntag eintragen. In Folge ist Bernd öfters zu weit von den Fahnen weg um sich echte Birdiechancen zu erarbeiten. Bei den wenigen Möglichkeiten spielt dann der Putter nicht mit. Auf der 18 reitet Bernd dann nach perfektem Drive die Grünattacke, bleibt aber im Bunker hängen, was auch hier nur ein abschließendes Par ermöglicht.

Somit gibt Österreichs Nummer 1 schlussendlich eine Scorekarte mit 73 Schlägen (+1) ab und wird damit immerhin sehenswerter 16. Weitere Major-Höhenflüge müssen somit warten. Auch der Rekord von Markus Brier bleibt damit weiterhin bestehen. Auch das angepeilte erste Top 10 Ergebnis in den USA muss Bernd auf den nächsten Start jenseits des Atlantiks verschieben.

Bernd spielt seine Stärken aus

Dass Bernd Wiesberger in dieser Woche alles andere als weit von der absoluten Spitze entfernt ist zeigt ein Blick auf die Statistik deutlich. Bei den getroffenen Fairways liegt er mit 91 % sogar an der Spitze. Auch bei den Grüntreffern ist er als 8. in der Spitze des Feldes zu finden und vermeidet so als einer der ganz Wenigen Doppelbogeys und Schlimmeres. Einzig bei den Putts ist als 51. noch Luft nach oben, was auch die geringe Birdiequote von 13 Stück auf 72 Löchern erklärt. Mit der insgesamt starken Performance wird er bester Kontinentaleuropäer.

Neuer Champion

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Brooks Koepka (USA) zeigt am Sonntag der gesamten Konkurrenz die Rücklichter und sichert sich seinen ersten Majorsieg der Karriere. Auf einem Leaderboard, das an den ersten drei Tagen vor allem die jungen Wilden nach vorne gespült hat, ist der Modellathlet am Finaltag eine Klasse für sich.

Schon auf fehlerlosen Frontnine notiert der 27-jährige drei Birdies und zieht damit das Tempo spürbar an. Selbst ein Bogey auf der 10 macht dem US-Boy nichts aus, wie ein Birdiehattrick von der 14 bis zur 16 beweist. Solide spult er die verbleibenden beiden Bahnen ab und marschiert mit einer 67 (-5) über die Ziellinie, was ihm überlegen den Siegerscheck von über 2 Millionen Dollar einbringt. Bei gesamt 16 unter Par stellt er auch den bislang tiefsten US Open Siegesscore von Rory McIlroy (NIR) ein.

Rang 2 teilen sich Brian Harman (USA) nach der 72 (Par) und Hideki Matsuyama (JPN) mit der 66 (-6) bei gesamt 12 unter Par. Der Überflieger vom Samstag – Justin Thomas (USA) stellte am Moving Day mit einer 63 (-9) einen neuen US Open Rekord auf – findet überhaupt keinen Rhythmus und rasselt mit der 75 (+3) bis auf Rang 9 zurück.

Bernd Wiesbergers Finalrunde im Detail:

Bernd überschlägt bei windigen Verhältnissen gleich auf der 1 das Grün, chippt danach zwar auf gut zwei Meter zum Stock, lässt den Parsave aber aus und tritt sich so am Par 5 ein schnelles Bogey ein. Am drivebaren Par 4 entscheidet er sich für die Attacke, bleibt aber leicht zur kurz. Nach starkem Chip ergibt sich aus knapp drei Metern aber eine Birdiemöglichkeit, die er aber nicht verwandeln kann.

Auch die 3 verläuft nach Bunkerdrive nicht stressfrei. Bernd schlägt sein Wedge aber perfekt zur Fahne und kratzt so noch das Par. Mit einem Dreiputt aus acht Metern aber muss er auf der 4 den nächsten Schlag abgeben. Auf der 5 aber macht er seine Sache aus 5,5 Metern besser und locht zum ersten Birdie. Am langen Par 3 zündet er ein super Eisen, kann aus drei Metern die aufgelegte Chance aber nicht annehmen.

Wiesberger_US173_330Dies holt er aber am zweiten Par 5 der Frontnine nach. Der Burgenländer legt ein weiteres starkes Wedge auf gut vier Meter zur Fahne und locht diesmal sicher zum scoretechnischen Ausgleich. Die 8 und die 9 gelingen unaufgeregt mit souveränen Pars.

Kaum auf den Backnine angekommen tritt er sich auf der 10 aus 16 Metern einen weiteren Dreiputt ein und fällt so wieder in den Plusbereich zurück. Auf den nächsten Bahnen stellen Pars kein größeres Problem dar. Nachdem der Birdieputt vom Vorgrün auf der 14 auf Linie zu kurz bleibt, muss er auch am vorletzten Par 5 mit einem Par leben.

Auf der 15 lässt er sich noch einen Tester aus 3,5 Meter zum Par über, besteht diesen aber und kann so einen weiteren Dreiputt vermeiden. Am letzten Par 3 legt er sich mit gutem Teeshot eine machbare Chance aus, sieht den Ball aber aus fünf Metern erneut nicht fallen. Das Schauspiel wiederholt sich auf der 17 aus 6,5 Metern.

Nach perfektem Drive reitet Bernd auf der 18 die Grünattacke, der Ball bleibt aber im unangenehmen Grünbunker hängen, was Bernd den scoretechnischen Ausgleich zunichte macht. Mit der 73 (+1) beendet Bernd die 117. US Open auf dem beachtlichen 16. Rang.

>> Leaderboard US OPEN

>> SKY überträgt die US OPEN LIVE und EXKLUSIV.

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Gusto bekommen

US OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger kommt nach dem geschafften Cut sichtlich auf den Geschmack und bleibt am Moving Day im Erin Hills GC mit einer 69 hartnäckig an den Top 10 dran.

“Ich bin sehr happy mit meinem Score nach durchwachsenem Start in die 3. Runde. Es ist immer angenehm mit einem guten Freund auf die Runde zu gehen und ich bin froh, dass Sergio und ich noch ein paar Birdies am Ende auf die Scorecard schreiben konnten,” hält es Bernd mit dem Motto Ende gut, alles gut.

Bernd Wiesberger hat bereits am Vortag mit dem geschafften Cut ein weiteres Stück österreichische Golfgeschichte geschrieben. Als erster heimischer Spieler überhaupt hat er nun bei jedem der vier Major zumindestens einmal das Wochenende erreicht. Damit will sich Österreichs Nummer 1 aber noch nicht zufrieden geben und setzt am Moving Day gleich noch eines drauf.

Nach nächtlichem Regen spielt sich der Platz auch am Samstag für einen US Open Kurs ungewohnt scorefreundlich. Bei so gut wie keinem Wind sind Birdie fast Pflicht um im Klassement nicht durchgereicht zu werden. Was die Par 72 Wiese an diesem Tag wirklich hergibt zeigt Justin Thomas (USA), der mit einer unglaublichen 63 (-9) einen neuen US Open Tagesrekord aufstellt und sich so klar ins Titelgespräch bringt.

Bernd Wiesberger hingegen hat zu Beginn einigermaßen zu kämpfen, nachdem vor allem die Wedges und die Eisen noch nicht wirklich auf den Punkt gelingen. So hängt sich die Nummer 30 der Welt zwei frühe Bogeys um, die ihn weit zurückreichen. Erst nach und nach findet der Burgenländer seinen Rhythmus und holt sich noch vor dem Turn einen Schlag wieder zurück.

Angespornt

Das spornt Bernd sichtlich an, wie nahezu perfekte Backnine eindrucksvoll unterstreichen. Zunächst gelingt nach lasergenauem Eisen der scoretechnische Ausgleich, ehe er sich nach zwei ganz starken Wedges auf der 14 und der 15 mit gleich zwei Birdies um etliche Ränge nach vorne spielt.

Richtig on fire zündet er auch auf der schweren 17 ein perfektes Eisen und stopft aus drei Metern zum nächsten roten Eintrag. Fast gelingt am Par 5, der 18 noch ein weiteres Birdie, der Ball bleibt aber neben dem Loch liegen. Mit der 69 (-3) jedenfalls zeigt Bernd, dass er Erin Hills GC gut im Griff hat und geht als in etwa 14. in den Finaltag.

Rennen der Außenseiter

Nach dem vorzeitigen Exodus der Top-Names bringen sich die Außenseiter am Moving Day mit tiefen Runden in Position um die Gunst der Stunde zu nutzen: allen voran Brian Harman, der mit der 67 bei 12 unter Par die Führungsrolle übernimmt. Aber auch seine US-Kollegen Brooks Koepka sowie der mit 63 Schlägen Tagesbeste Justin Thomas und der Engländer Tommy Fleetwood bleiben bei 11 unter Par voll im Titelgeschäft. In den Top 10 findet sich kein einziger Spieler, der bereits ein Major gewinnen konnte.

Bernd Wiesbergers 3. Runde im Überblick:

Bernd knallt seinen ersten Abschlag perfekt aufs Fairway, entscheidet sich auf der 1 aber für die defensive Variante. Das Wedge aus knapp 95 Metern bleibt dann zu weit von der Fahne weg um sich eine echte Birdiechance aufzulegen. Auf der drivebaren 2 attackiert Bernd und bleibt nur kurz vor dem Grün hängen. Der kurze Chip gelingt aber nicht wirklich nach Wunsch, was ein weiteres Par zur Folge hat.

Wiesberger_US_Open_1702_330Nach einer deutlich verzogenen Annäherung hat Bernd noch Glück, dass er im niedergetretenen Fescue chippen kann. Den Ball bringt er so zwar sicher aufs Grün, kann den langen Parputt aus gut sieben Metern aber ganz knapp nicht verwerten und muss so das erste Bogey notieren. Die 4 gelingt mit sicherem Zweiputt recht unaufgeregt.

Nachdem auf der 5 die Annäherung zu kurz bleibt und im Grünbunker verschwindet, geht sich einmal mehr am Samstag nur ein Bogey aus, was dem Oberwarter mittlerweile doch einiges an Boden im Klassement kostet. Am überlangen Par 3 bringt er den Teeshot souverän am Kurzgemähten unter, was aus 15 Metern in einem sicheren Par mündet.

Nach erneutem eher ungenauen Wedge lässt auch das zweite Par 5 der Frontnine kein Birdie für den Burgenländer springen. Auf der 8 aber ist es dann soweit und Bernd kann nach 23 birdielosen Löchern wieder durchatmen. Ein lasergenaues Eisen bis auf einen guten Meter zum Stock sorgt für das erste Erfolgserlebnis am Moving Day.

Nach gutem Teeshot zeigt ihm Garcia auf der 9 (Par 3) sogar die Puttlinie, Bend kann dies aber nicht zum nächsten Birdie nützen. Nach weiterem lasergenauen Eisen macht er seine Sache auf der 11 dann aus drei Metern aber besser und stellt sein Tagesergebnis wieder auf Even Par zurück. Auf der 12 hat er gleich die nächste Chance, aus vier Metern spielt diesmal allerdings der Putt nicht mit.

Wiesberger_US_Open_1703_330Mit perfektem Gameplan – Bernd schlägt schon vom Tee ein Eisen – lässt dann das Par 5, der 14 den nächsten Schlag springen, nachdem Bernd das Wedge perfekt auf den Punkt auf die Welle spielt. Auf der drivebaren 15 wählt er die defensive Variante, was sich mit weiterem perfekten Wedge und gestopftem Birdieputt auch sichtlich auszahlt.

Die starke Phase stachelt Bernd richtig an, wie er mit fantastischem Eisen auf der schwierigen 17 unter Beweis stellt. Bernd legt die Annäherung bis auf drei Meter zur Fahne und lässt sich das nächste Birdie nicht nehmen, was ihn wieder klar an die Top 10 heranbringt. Fast geht sich sogar auf der 18 noch ein Birdie aus, der Putt bleibt aber neben dem Loch liegen. Mit der 69 bleibt Bernd Wiesberger jedenfalls hartnäckig an den Top 10 dran.

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Bernd makellos

US OPEN 2017 – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger stemmt im Erin Hills GC mit einer 72 nicht nur seinen ersten Cut bei den US Open, sondern geht sogar aus richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. Nach dem geschafften Cut ist Bernd Wiesberger der erste Österreicher der bei allen vier Majors das Wochenende erreicht.

“Es hat sich gut angefühlt meinen Namen den ganzen Tag über am Leaderboard zu sehen!  Jetzt bin ich in guter Position für mein erstes Wochenende bei der US Open,” äußerst sich Bernd zufrieden über die erste Turnierhälfte.

Es war klar, dass in dieser Woche eine Serie zu Ende gehen muss. Entweder schafft Bernd Wiesberger beim bereits vierten US Open Start den ersten Cut oder aber die beeindruckende Cutserie – seit letzten August steht der Oberwarter bei jedem Turnierstart im Wochenende – findet im Großraum Milwaukee sein Ende. Es ist die US Open Serie, die in dieser Woche endlich zu Ende geht und das noch dazu durchaus überzeugend.

Schon nach der 69 (-3) am Donnerstag positionierte sich Österreichs Nummer 1 in guter Ausgangslage und will am Freitag daran anknüpfen. Allerdings macht sich schon am Eröffnungs-Par 5 deutlich, dass bei härteren Grüns und schwierigeren Pin-Positions an diesem Tag nicht alles locker von der Hand geht. Das verpasste Birdie holt er zwar sofort mit gestopftem Viermeterputt auf der 2 nach, in Folge hat der Oberwarter aber etliche Male alle Hände voll zu tun um sich zu Pars zu scrambeln.

Etwas zu ungenau

Wiesberger_1717_330Dabei sind es meist die Eisen, die am zweiten Spieltag schlicht zu weit von den Fahnen weg liegen um dem Burgenländer eine stressfreie Runde zu bescheren. Mit teilweise nahezu sensationellen Kurzspieleinlagen und starken Putts – Bernd ist öfters dazu gezwungen wichtige Putts aus zwei bis drei Metern zu lochen um keine Schläge abzugeben – kämpft sich die Nummer 30 der Welt geradezu über den Platz.

Fast eigenartig mutet es dabei an, dass ihm ausgerechnet ein 60 Zentimeter Putt auf der 11 zum Verhängnis wird und den ersten und einzigen Schlag am Freitag kostet. Immer wieder schleichen sich leichte Ungenauigkeiten ein. So erreicht er nach leicht verzogenem Drive am Par 5, der 14 erst mit dem vierten Schlag das Grün, stopft aber einmal mehr einen wichtigen Putt aus drei Metern und bleibt so immer in Schlagdistanz zu den Top 10.

Zwar lässt auch die lange 18 nach etwas zu kurzem Pitch kein Birdie mehr springen, mit der 72 (Par) aber cuttet Bernd als in etwa 16. in richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. “Leider konnte ich den Ball nicht mehr nah genug an die Fahnen bringen und auch nicht genügend Putts lochen. Trotzdem immer noch eine passable Runde.” Damit radiert Bernd auch den allerletzten Makel in seiner Karriere aus und hat nun bei jedem der vier Majors zumindest einmal das Weekend erreicht, was einen weiteren Meilenstein in der österreichischen Golfgeschichte darstellt.

Casey_1701_330 (2)Casey, Fleetwood, Koepka, Harman voran

Auftaktleader Rickie Fowler leistet sich nach 28 gespielten Löchern seine ersten Schlagverluste im Turnier, dann aber gleich drei in Folge, die ihn mit der 73 auf Platz 5 zurückwerfen. Ein britisch-amerikanisches Quartett teilt sich bei 7 unter Par die Halbzeitführung: Paul Casey, Tommy Fleetwood sowie Brooks Koepka und Brian Harman haben vorerst die besten Karten.

Um ungewohnt tiefen Cut von 1 über Par beißt sich überraschend viel Golfprominenz die Zähne aus: für Justin Rose, Adam Scott, Bubba Watson, Rory McIlroy sowie mit Dustin Johnson auch die Nummer 1 der Weltrangliste ist die US Open bereits am Freitag zu Ende.

Bernd Wiesbergers 2. Runde im Überblick:

Nach etwas zu kurzem Wedge hat er am Eröffnungs-Par 5 aus gut sechs Metern vom Vorgrün nur eine Außenseiterchance aufs Birdie, die er knapp nicht nützen kann. Den roten Eintrag holt er dafür sofort auf der kurzen 2 mit gestopftem Viermeterputt nach. Auf der langen und schweren 3 bekommt der Burgenländer dann erstmals etwas Stress, nachdem er nach dem ersten Putt aus 17 Metern immer noch drei Meter zum Par übrig hat. Die Aufgabe löst er aber unaufgeregt und nimmt so ein weiteres wichtiges Par mit.

Nachdem die Annäherungen auf der 4 und der 5 nur weit vom Loch entfernt liegen bleiben, benötigt er derzeit aus längeren Distanzen viel Puttgefühl. Am überlangen Par 3, der 6 muss er nach zu kurzem Teeshot sogar aus 30 Metern den Putter bemühen, legt den Ball aber bis auf einen halben Meter zur Fahne und nimmt so das nächste Par mit.

Auf der 7 stellt er sich dann nach eingebunkertem Drive vor Schwierigkeiten. Aus dem Sand will auch der zweite Schlag nur im Rough landen, was die Distanzkontrolle bei der Annäherung erschwert. Nach überschlagenem Grün hat er alle Hände voll zu tun um das Par zu kratzen, was aber nach starkem vierten Schlag aus der Collection Area gelingt.

Zum ersten Mal seit der 2 legt er sich dann am Par 4, der 8 nach starkem Eisen eine sehr gute Birdiechance auf, aus zwei Metern spielt diesmal der Putter aber nicht mit. Wie unglaublich hart Bernd heute kämpfen muss zeigen die ersten Löcher nach dem Turn. Nach einem sicheren Par auf der 10 geht sich nach überschlagenem Grün und verschobenem Parputt aus kurzer Distanz auf der 11 erstmals nur ein Bogey aus.

Fast kann er sich den Schlag nach starkem Eisen auf der 12 aber postwendend wieder zurückholen, der Birdieputt kriecht aber rechts am Loch vorbei. Nach einem sicheren Par am Par 3, der 13 hat er am Par 5, der 14 einige Schwierigkeiten. Nachdem er den Drive nur im Rough unterbringt erreicht er in Folge erst mit dem vierten Schlag das Kurzgemähte, stopft aber den wichtigen Parputt aus drei Metern.

Auf der 15 legt er sich mit gutem Abschlag den Ball perfekt auf Wedge-Distanz auf, bringt den Ball danach aber gerade mal am Grün unter. Aus 15 Metern geht sich mit einem Zweiputt aber ein weiteres Par aus. Auch aus sieben Metern ist das Par am letzten Par 3 kein Problem.

Nachdem er die 17 solide abspult hat er auf der 18 sogar noch eine gute Chance die Runde mit einem Birdie zu beenden. Aus 60 Metern bleibt der Pitch aber etwas zu kurz und er muss den Putter zweimal bemühen. Mit der 72 aber cuttet Bernd nicht nur ganz sicher in sein erstes US Open Wochenende, sondern geht außerdem aus richtig guter Verfolgerposition in den Moving Day.

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Show gestohlen

LYONESS OPEN 2017 – 3. RUNDE: Sepp Straka stiehlt im von Massen begleiteten Flight Bernd Wiesberger am Moving Day regelrecht die Show und geht nach der 70 als bester Österreicher mit klar intakten Siegchancen in den Finaltag. Bernd Wiesberger hat mit ungewohnten Fehlern zu kämpfen und fällt mit einer 74 zurück. Auch Matthias Schwab büßt etliche Ränge ein.

Besser hätte man das Drehbuch für den Moving Day nicht schreiben können. Sepp Straka und Bernd Wiesberger gehen im gemeinsamen Flight auf die Runde und nehmen vielen Fans so die Qual der Wahl der Gruppenverfolgung vor Ort ab. Der Wahlamerikaner, der hauptberuflich auf der Web.com Tour seine Brötchen verdient, stiehlt dem ehemaligen Atzenbrugg Champion dann am dritten Spieltag aber nach und nach die Show.

Sepp agiert grundsolide, während Bernd mit einigen ungewöhnlichen Fehlern zu kämpfen hat und bringt sich so mit einer 70 (-2) sogar in gute Verfolgerposition auf Leader Felipe Aguilar (CHI). Bernd Wiesberger hingegen fällt mit einer 74 (+2) hinter die Top 10 zurück. Matthias Schwab findet am Samstag keinen echten Rhythmus und rasselt mit einer 76 (+4) um viele Ränge nach hinten.

Gut reingefunden

Wiesberger_Lyoness_1701_330Bernd Wiesberger und auch Sepp Straka nützen das Par 5, der 1 gekonnt aus. Bernd bleibt mit der Grünattacke zwar am Vorgrün hängen, chippt aber gut auf 2 Meter hin und lässt sich die Chance nicht nehmen. Sepp knallt die Annäherung bis auf fünf Meter zur Eaglechance aufs Kirzgemähte. Der Putt ist zwar zaghaft unterwegs, das Birdie ist aber auch ihm sicher.

Während Bernd auf der 2 ein sicheres Par notiert, muss Sepp aus dem Bunker am Par 3 das erste Bogey eintragen. Gut, dass der Ball die “Go! Go!” Rufe von Bernd noch hört und haarscharf auf der 3 über den Bunker segelt. Vom Vorgrün stellt das Par aus 5 Metern kein Problem dar. Sepp rasiert aus 7 Metern die Lochkante und nimmt ebenfalls ein sichers Par mit.

Nach längerer Warterei knallt Bernd bei auffrischendem Wind den Ball perfekt aufs Fairway und entschließt sich am Par 5, der 4 zur Attacke. Das Eisen biegt aber ab und wassert vor dem Grün. Nach erzwungenem Drop stopft der Oberwarter aber noch stark aus vier Metern zum Par. Sepp verzieht seinen Drive etwas links ins Rough, spielt sich aber zu einem sicheren Par.

Sepp nach vor – Bernd zurück

Straka_1702_330Auf der 5 studiert Sepp Bernds knapp nicht gefallenen Putt ganz genau und macht die Sache aus knapp sechs Metern besser, was ihn wieder in den roten Bereich bringt. Richtig hart erwischt es Bernd dann auf der 7, nachdem die Annäherung wassert. Nach Drop und Chip lippt auch noch der Bogeyputt aus und hängt Österreichs Nummer 1 so eine Doublette um.

In Folge agiert Bernd zwar wieder souverän, legt sich aber keine echten Birdiechancen auf. Sepp Straka hingegen erledigt seine Sache in dieser Phase der Runde besser und stopft auf der 9 zum nächsten Birdie. Bernd Wiesberger kommt auch danach am Moving Day einfach nicht auf Touren. Nach weiteren Schwierigkeiten im langen Spiel hat er auf der 10 einen langen Parputt vor der Nase. Dieser ist zwar gut unterwegs, bleibt aber auf Linie zu kurz.

Auf der 11 kann dann auch der Wahlamerikaner seinen zweiten Schlagverlust nicht verhindern und muss sich Rang 2 wieder mit etlichen Kontrahenten teilen. Bernd Wiesberger hadert heute mit unterschiedlichen Aspekten seines Spiels. Nach teils ungenauen Eisen rasieren lange Putts nur die Lochkante, nach starken Wedges spielt dann wieder der Putter nicht mit, wie eine vergeben Großchance auf der 13 zeigt.

Am langen Par 3, der 14 verzieht er seinen Teeshot dann deutlich nach links, bringt den Ball aus dem dicken Rough per Chip nur um die 15 Meter zur Fahne aufs Grün und muss so einen weiteren Schlag abgeben. Sepp Straka hingegen agiert derzeit grundsolide und zeigt vor allem beim Putten seine große Stärke.

Zurück in Birdielaune

Sepp und Bernd legen sich dann am Par 5, der 15 durchaus machbare Eaglechancen auf, verschieben aber beide ihre Putts zum Adler. Die Birdies nehmen die beiden aber ohne Probleme mit. Auch am letzten Par 5 lassen sich beide nicht lumpen und lochen zu den nächsten roten Einträgen.

Nach verzogener Annäherung hängt Sepp die hantige 17 noch ein Bogey um. Mit starkem Chip kratzt er aber auf der 18 vor der Haupttribüne ein vielumjubeltes Par und bringt sich so mit der 70 (-2) und als geteilter 2. in richtig gute Verfolgerposition. Auf Leader Felipe Aguilar (72) fehlen Sepp lediglich zwei Schläge. Bernd Wiesberger hingegen tritt sich am abschließenden Par 3 mit verschobenem Putt noch ein weiteres Bogey ein und fällt so mit der 74 (+2) bis auf Rang 15 zurück.

“Es war einfach super. Vor den Fans zu spielen war echt cool. Ich hab noch nie vor so vielen Leuten gespielt. Es freut mich wirklich extrem, dass ich morgen wahrscheinlich noch mehr Fans dabei haben werde. Vor allem in Österreich ist das super”, freut sich Sepp schon sichtlich auf den Finaltag.

Die Runde fasst er folgendermaßen zusammen: “Bogeys passieren, vor allem wenns windig wird. Aber mein kurzes Spiel und das Putten war heute wirklich gut und hat mir auch die gute Platzierung eingebracht.” “Ich konzentriere mich jetzt mal nur auf morgen. Ob ich nach einem Spitzenplatz zurück in die Staaten fliege oder in Europa bleibe, das weiß ich noch nicht und damit will ich mich jetzt auch noch nicht auseinandersetzen”, hat er einen möglichen Start in München in zwei Wochen noch nicht im Kopf.

Bernd frustriert

“Das hat sich heute irgendwie durch die ganze Runde gezogen. Ein Flyer auf der 7 hinten ins Wasser, auf der 10 wurde ich auch sofort bestraft nachdem ich das Fairway verpasst habe, was will man da machen”, so Bernd nach der Runde sichtlich frustriert.

Das Hauptproblem an diesem Tag beschreibt er folgendermaßen: “Ich war immer die ganze Zeit irgendwie zwischen den Schlägern. Also entweder muss ich auf den einen härter draufhauen oder weicher, aber das hat sich heute so durchgezogen. Ich denke der Sieg ist damit dahin und ich werde morgen wohl eher schon mit nächster Woche im Kopf unterwegs sein. Aber mal schauen, mit einer guten Runde kann ich vielleicht noch ein gutes Gefühl aufbauen.”

Schock nach Birdiestart

Schwab_Lyoness_1701_330Der Diamond CC hält für Matthias Schwab mit entschärften Grüns perfekte Bedingungen bereit. Das nützt der Youngster auch sofort aus und knallt seinen Ball gleich mit dem zweiten Schlag am Par 5 aufs Grün. Der Eagleputt aus vier Metern bleibt zwar an der Lochkante hängen, das Eröffnungs-Birdie ist aber in trockenen Tüchern.

Die Freude währt aber nicht lange, denn Matt versenkt seinen Teeshot am Par 3, der 2 links im Wasser und lässt sich nach Drop und fettem Chip ganze 18 Meter zum Bogey über. Selbst der Retourputt aus zwei Metern will nicht fallen, was Matthias mit einem Dreiputt ein Triplebogey umhängt. Von der 3 weg notiert er recht sichere Pars, ehe auf der 7 nach starkem Eisen der nächste Birdieputt fällt.

Erneut spult er danach meist sicher die Pars ab, tritt sich auf der 11 aber nach suboptimalem Drive und zu kurzer Annäherung den nächsten Schlagverlust ein und fällt so wieder etwas weiter zurück. Auf der 12 passt diesmal allerdings der Putt, was Matt ein weiteres Birdie einbringt.

Nächste Par 3 – Probleme

Mit den Par 3 wird der Neo-Pro am Samstag nicht mehr warm. Auf der langen 14 erwischt es Matthias nach Ballverlust mit einem Doppelbogey, was mittlerweile doch einen ziemlichen Absturz im Klassement bedeutet. Die beiden Par 5 der Backnine kann er am Samstag nicht zu Schlaggewinnen überreden.

Mit weiterem Schlagverlust am schwierigen Dogleg der 17 nimmt der durchwegs verpatzte Moving Day endgültig konkrete Formen an. Schlussendlich steht Matthias mit der 76 (+4) beim Recording und büßt damit etliche Plätze im Klassement ein. Den Finaltag wird der Rohrmooser nur vom 43. Rang aus in Angriff nehmen.

“Ich hab heute einfach den Ball nicht wirklich gut getroffen. Ich war immer zu weit von den Fahnen weg und hatte eigentlich nie wirkliche Birdiechancen. Die beiden Birdies die ich gemacht hab waren durch längere Putts. Das Hauptproblem heute waren aber sicher die beiden Par 3 nach Wasserball und Triplebogey auf der 2 und Doppelbogey auf der 14 nachdem ich den Ball nicht mehr gefunden habe”, fasst Matthias Schwab die Runde enttäuscht zusammen.

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