Schlagwort: 2019

Alle Trümpfe in der Hand

PGA CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Brooks Koepka kontrolliert eiskalt das Geschehen an der Spitze und verteidigt am Moving Day seinen gesamten Vorsprung von 7 Schlägen.

Brooks Koepka (USA) unterstrich bereits zum Auftakt, warum er bei den Buchmachern einer der absoluten Mitfavoriten auf den Sieg ist. Der durchtrainierte US-Amerikaner notiert am Donnerstag eine 63 (-7) und stellt damit auf dem unglaublich diffizilen Kurs sogar den Rekord der bislang tiefsten Runde bei einer PGA Championship ein.

Auch am Freitag spoilert der Longhitter die angepeilte Tiger-Party in New York – der Fanmagnet scheitert schlussendlich sogar knapp am Cut – denn erneut findet der US-Amerikaner sieben Birdies. Zwar tritt er sich auch die ersten zwei Fehler im Turnier ein, mit der 65 (-5) zieht er aber vorne weg und startet bei gesamt 12 unter Par mit sagenhaften sieben Schlägen Vorsprung ins Wochenende.

Den Begriff “Moving Day” führt Koepka am Samstag ad absurdum, indem er das Feld von der Spitze kontrolliert und keinen der Kontrahenten näher kommen lässt. Mit zwei Birdies im ersten Drittel baut der Modellathlet kurzfristig den Vorsprung sogar noch aus, ehe sich ab der 9 doch noch ein paar Unkonzentriertheiten einschleichen. Zwei Dreiputts und ein verpasster Par-Save führen noch zu drei Bogeys und lassen am Ende nur die Par-Runde von 70 Schlägen zu. Damit bleibt Koepka bei 12 unter Par nach 54 Löchern, mit satten 7 Schlägen Guthaben auf seinen schärfsten Kontrahenten.

“Ich fühle mich zuversichtlich und gut,” verneint er Fragen, ob er noch Zweifel an seiner erfolgreichen Titelverteidigung hege. Mit 7 Schlägen hält Koepka auch den höchsten Vorsprung der Geschichte der PGA Championship. Noch niemand hat jemals einen ähnlich hohen Vorsprung bei einem Major wieder verspielt – auch weil das so selten vorkommt.

Der Verfolger können jedoch in keiner Phase zu einem echten Move ansetzen. Dustin Johnson verabsäumt es mit vier Bogeys auf den Back 9 zumindest ein wenig näher heranzukommen. Gemeinsam mit seinen US-Kollegen Luke List und Harold Varner III sowie dem Thailänder Jazz Janewattananond teilt er sich bei 5 unter Par die erste Verfolgerrolle. “Es wird schon etwas ganz Besonders passieren müssen um Brooks abzufangen, aber es ist machbar,” versprüht DJ noch einen Funken Hoffnung auf ein spannendes Finale.

>> Leaderboard PGA Championship

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Sprint über die Ziellinie

AT&T BYRON NELSON – FINAL: Sepp Straka stürmt mit tollem Finish mit 65 Schlägen und zu Position 29 zurück ins Clubhaus und gestaltet den Dallas-Ausflug doch noch erfolgreich.

Sepp Straka zeigte sich schon beim Abschluss der 3. Runde am Sonntag Morgen deutlich verbessert und fand auf nur neun Löchern bei einem Bogey noch vier Birdies. Zwar konnte er mit der 68 (-3) keine großen Sprünge mehr im Klassement machen, aber er schafft locker den zweiten Cut mit den Top 70.

Von Position 62 und vom 10. Abschlag weg kann Straka anfangs die perfekten Bedingungen am Nachmittag nicht richtig zu seinen Gunsten ausnutzen, vor allem da die Schläge ins Grün nicht präzise genug sind. Erst am Par 3 der 17 schlägt der Wiener ein perfektes Eisen und locht aus zwei Metern seinen ersten Birdieputt. Trotz des fehlerlosen Spiels reicht das Zwischenergebnis von 1 unter Par nicht um große Sprünge am Leaderboard zu machen.

Straka präzisiert nun deutlich seine Annäherungsschläge und kann damit zu einem sehenswerten Endspurt ansetzen, auch weil der Putter plötzlich deutlich besser funktioniert. Aus zwei, drei und 7 Metern fallen wichtige Birdieputts und auch die beiden Par 5 der vorderen 9 Löcher lassen weitere Schlaggewinne springen. Mit 65 Schlägen stürmt Sepp über die Ziellinie und macht noch einen Riesensprung bis auf Rang 29 nach vor.

26 Punkte im FedExCup sorgen zudem für eine leichte Verbesserung im Ranking auf Position 159 und auch in der Weltrangliste wird Straka wieder ein kleines Stück weiter nach oben klettern.

Den Birdiewettlauf im auch heuer sehr scorefreundlichen Trinity Forest GC entscheidet der Koreaner Sung Kang bei 23 unter Par für sich, der damit zwei Schläge vor den Amerikanern Scott Piercy und Matt Every gewinnt.

>> Endergebnis AT&T Byron Nelson

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European Tour-Absage

Österreichs European Tour-Event in Atzenbrugg, zuletzt als Shotclock Masters veranstaltet, muss mangels Finanzierung für 2019 abgesagt werden.

Das vorläufige Ende des European Tour-Kapitels in Österreich hatte sich in den letzten Monaten anhand äußerst schwieriger Sponsorgespräche bereits abgezeichnet. Jetzt muss Ali Al- Khaffaf, Geschäftsführer der Golf Open Event GmbH, endgültig das Handtuch werfen: “Obwohl die Premiere von den Spielern und der Tour sehr positiv bewertet wurde, ist es uns nicht gelungen, den Event in diesem Jahr auszufinanzieren. Das ist natürlich für den gesamten österreichischen Golfsport sehr schade.”

Seit dem Jahre 2006 war Europas höchste Golfliga durchgehend in der Alpenrepublik zu Gast, anfangs in Fontana, die letzten 9 Jahre über im Diamond Country Club von Atzenbrugg. Mit Heimsiegen von Markus Brier 2006 und Bernd Wiesberger 2012 hatten die heimischen Golffans auch ausreichend zu feiern. Bereits in den letzten Jahren gestaltete es sich immer schwieriger, das von der Tour geforderte minimale Preisgeld von 1 Million Euro aufzustellen. Im Vorjahr hatte die Tour durch das von ihr erfundene Format des Shotclock Masters die Finanzierung übernommen. Heuer war man in Wentworth nicht mehr dazu bereit, die für August geplante Shotclock Challenge monetär auf die eigene Kappe zu nehmen.

Dennoch will Ali Al- Khaffaf vorerst nur von einer einjährigen Pause und nicht dem Ende der European Tour in Österreich sprechen: “Wir werden jedoch alles unternehmen, um das Turnier 2020 wieder austragen zu können. Dazu werden wir gemeinsam mit der European Tour sowohl in Österreich als auch auf internationaler Ebene vor allem die Suche nach einem Hauptsponsor intensiv vorantreiben.”

 

 

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Golfregel-Revolution

R&A vereinfacht ab 2019 radikal die Golfregeln von 34 auf 24. Golfspielen soll simpel, fair und leicht erlernbar werden.

Nach gut 5 Jahren heißer Diskussionen unter Regelexperten von R&A und USGA werden deutlich vereinfachte “Rules of Golf” vorgeschlagen und ausformuliert vorgestellt. An der Diskussion bis Ende Sommer 2017 können sich nicht nur Verbände und Clubs, sondern auch jeder einzelne Golfer beteiligen. Das gesammelte Feedback soll im Herbst analysiert und bis Jahresende 2017 in eine Endfassung einfließen. Mit 1.1.2019 werden die neuen Golfregeln weltweit in Kraft treten.

Der vorliegende Entwurf, der größte Kahlschlag im Regelwerk seit 1987, kommt einer Revolution im Golfsport gleich. Während Regularien in Politik und Wirtschaft weltweit aufgebläht werden, will der kleine weiße Ball in Zukunft deutlich einfacher in korrekter Form von Tee bis ins Loch befördert werden. Alleine die Reduktion von 34 auf 24 Golfregeln und das Ersetzen des Hunderte Seiten starken “Decisions Book” durch ein schlankes Handbook ist eine starke Ansage im Sinne des Sports: “Unser Ziel ist es, die Golfregeln leichter verständlich und für jeden Golfer besser anwendbar zu machen. Wir haben uns jede einzelne Regel angesehen, wie wir sie intuitiver und direkter machen können und viele Verbesserungen identifiziert. Die Regeln müssen dazu passen, wie Golf modern gespielt wird, ohne die Prinzipien und den Charakter des Spiels zu verändern,” erläutert David Rickman von R&A die Motive.

Das neue Regelwerk soll zudem in einfacher Sprache, mit kurzen Sätzen, Aufzählungen und ähnlichen leicht lesbarem Stil verfasst werden und damit den Golfsport auch Nichtakademikern öffnen, Platzreifeprüfungen vereinfachen und so den Sport für Anfänger attraktiver machen.

Die wichtigsten Vorschläge für die neuen Rules of Golf:

1. Weitestgehende Abschaffung von Strafen bei sich selbst bewegendem Ball, solange nicht eindeutig klar ist, dass der Spieler selbst absichtlich eingriff.

2. Puttregeln entschärft: Beim Putten den Flaggstock im Loch treffen soll ebenso straflos bleiben wie das Berühren der Puttlinie oder das Ausbessern von Grünschäden wie Spikemarken vor dem Putten.

3. Zusammenfassen der verschiedenen Wasserhindernisse zu einem Begriff “Hazard” und vereinfachten Lösungen, wie der Ball wieder ins Spiel gebracht wird.

4. Erleichterte Bunkerregeln: Keine Strafen für Entfernen von losen Naturstoffen oder für das Aufsetzen des Schlägers etc. Unspielbare Bälle im Bunker sollen außerhalb mit zwei Schlägen Strafe gedroppt werden können. Nur wenige Einschränkungen sollen bleiben: beim Ansprechen des Balles im Bunker darf der Schläger weiterhin nicht im Sand aufgesetzt werden.

5. Schnelleres Spiel: nur noch 3 Minuten für die Ballsuche, erleichtertes Ball droppen, Ready Golf und vieles mehr soll die Spielzeit verkürzen.

Auf der Homepage von R&A wurde eine umfangreiche Sektion zum Thema in englischer Sprache eingerichtet, inklusive Erläuterungen zu jeder angedachten Regeländerung, FAQs sowie Charts und Videomaterial. Über die Survey-Funktion kann Feedback übermittelt werden.

Über diesen >> Link kann man Feedback geben.

Das komplette >> Info-Paket von R&A

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Rory Mclroy 2015

The Open in Nordirland

Rory McIlroy ist begeistert – der British Open Championship kehrt nach 68 Jahren nach Nordirland zurück.

Die Organisatoren des British Open Championship haben bekannt gegeben, dass das 2019-Turnier zum ersten Mal seit 68 Jahren, im Royal Portrush Golf Club in Nordirland veranstaltet wird.

Das weltweit älteste Golfturnier wird vom 18. bis zum 21. Juli 2019 auf dem Nordirland-Golfplatz stattfinden.

Das Event von 2019 wird erst das zweite in 148 Jahren Open Championship-Geschichte sein, dass sich dieser außerhalb von England und Schottland ereignet. Englands Max Faulkner ist der einzige Spieler, der es jemals geschafft hat, außerhalb dieser beiden Länder zu gewinnen, und zwar als es 1951 in Portrush stattfand.

Der Royal Portrush Golf Club hat mehrere Jahre lang versucht, das Turnier wieder nach Nordirland zu bringen. Es erregte die Aufmerksamkeit dessen Organisatoren, als sie die Gastgeber des äußerst beliebten Irish Open-Turniers im Jahr 2012 waren.

Zwei der berühmtesten Golfer Nordirlands, Darren Clarke und Rory McIlroy haben sich beide seit Jahren dafür eingesetzt, damit das Turnier auch wieder in deren Heimat veranstaltet wird. Während des diesjährigen Wettkampfs in St. Andrews war Darren Clarke bereits einer der ältesten teilnehmenden Spieler des Turniers, so dass es nicht sicher ist, ob er noch einmal die Gelegenheit nutzen kann in seinem Heimatland im Jahr 2019 zu spielen, bevor er in den Ruhestand geht.

Allerdings haben die Organisatoren gefordert, dass auf dem Golfplatz erhebliche Veränderungen vorgenommen werden müssen, bevor der British Open dort veranstaltet werden kann. Die Größe des Golfplatzes wird zunehmen und die siebzehnten und achtzehnten Löcher werden verlegt, um mehr Platz für die Zuschauer zu erschaffen.

Es wird vermutet, dass aus dem Turnier das größte Sportereignis der Geschichte Nordirlands werden wird und geschätzt, dass es dem Land mehr als 75 Mio. € einbringen wird.

Sobald die Veränderungen auf dem Golfplatz vollendet sind, kann es sehr wahrscheinlich sein, dass in den kommenden Jahren der Royal Portrush ein regelmäßiger Gastgeber für den British Open Championship wird. Golfplätze wie St. Andrews werden alle paar Jahre von der Meisterschaft auf Rotationsbasis besucht.

Doch bevor die Meisterschaft Nordirland erreicht, wird das Turnier Carnoustie im Jahr 2018, Royal Birkdale im Jahr 2017 und Royal Troon im nächsten Jahr besuchen.

Betway hat bereits mit der Annahme der Wetten, wer wohl den nächsten British Open Championship im Jahr 2016 gewinnen wird, begonnen. Dort sind derzeit Jordan Spieth und Rory McIlroy die Favoriten, welche 13/2 Gewinnchancen haben, den nächsten Open Championship im Royal Troon zu gewinnen.

Aber keiner der Spieler hat eine gute Performance in dem 2015-Turnier in St. Andrews vollbracht. Jordan Spieth endete auf dem vierten Platz bei dem diesjährigen Turnier, obwohl er die Play-Offs mit nur einem Schlag verpasste. Rory McIlroy musste aus dem diesjährigen British Open aussteigen, bevor es begann, auf Grund eines Kreuzbandrisses während eines Fußballspiels mit Freunden, nur wenige Tage vor dem Start des Turniers.

Doch vier Jahre sind eine lange Zeit, wer weiß, wer das 2019-Turnier gewinnen wird, wenn es dann in Royal Portrush stattfinden wird.

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