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Perfektes Drehbuch

MASTERS – 3. RUNDE: Birdies, Eagles, ein fast Albatross, drei 64er Runden, Francesco Molinari (ITA) in der Pole Position und Tiger Woods (USA) der beim Masters um den Sieg mitspielt. Ein besseres Drehbuch hätte man dem Moving Day im Augusta National nicht verpassen können.

Normalerweise ist das Masters als durchaus harter Golftest bekannt, der absolut jeden Aspekt des Spiels über 18 Bahnen lang voll fordert. Bleibt allerdings der Wind aus und präsentieren sich auch noch die Grüns eher weich, haben die Spieler plötzlich einen völlig konträren Par 72 Platz vor sich. So kommt es, dass am Samstag gleich drei Spieler in Georgia nur haarscharf am Platzrekord – Nick Price und Greg Norman notierten in einem noch deutlich kürzeren Augusta National 63er Runden – vorbeischrammen.

Den Anfang macht Patrick Cantlay (USA), den nicht einmal ein eingebunkerter Abschlag auf der 18 bei der fehlerfreien Performance bremsen kann. Schlussendlich pendelt sich der Mann aus Kalifornien sogar auf dem 15. Platz ein und hat damit die Top 10 breit vor sich aufgefächert.

Mit etwas späterer Startzeit dreht dann Webb Simpson (USA) höchst erfolgreich an der Birdieschraube und marschiert mit der 64 (-8) sogar bis auf Rang 5 nach vor. Simpson egalisiert damit auch seine bislang tiefste Major-Runde.

Für das Spektakel schlechthin ist aber Tony Finau (USA) zuständig. Der 29-jährige aus Salt Lake City, der sich letztes Jahr noch wacker mit einer Fußverletzung über den Platz kämpfte, weckt sogar Erinnerungen an 2012, denn fast kann er das Kunststück von Louis Oosthuizen wiederholen. Der Südafrikaner lochte damals am Par 5 der 2 seine Grünattacke zum Albatross, Finau fehlen auf der 8 heuer nur gut 25 Zentimeter zum Double Eagle.

Nach dem Tap-in Eagle liegt er sogar bei einem unglaublichen Zwischenstand von -6 nach 8, ehe er es etwas ruhiger angeht und schlussendlich ebenfalls mit einer 64 (-8) zum Recording marschiert, was nach langer Führungsrolle am Ende des Tages bei gesamt 11 unter Par für Rang 2 reicht.

Diese Ausgangslage teilt er sich mit dem Fanliebling schlechthin, denn Tiger Woods mischt vor den letzten 18 Bahnen ebenfalls voll um den Sieg mit. Dabei lässt sich seine dritte Runde eher schleppend an, mit brandheißem Putter und immer besser werdenden Eisen katapultiert er sich schließlich aber zur 67 (-5).

Das Nonplusultra des heurigen Masters ist bislang aber Champion Golfer of the Year Francesco Molinari. Der Italiener zieht gewohnt emotionslos aber höchst präzise seinen Gameplan von A bis Z voll durch, schreitet am Ende mit einer 66 (-6) über die Ziellinie und diktiert so das Tempo bei gesamt 13 unter Par. Damit ist ein wohl megaspannender Finaltag in Georgia wohl bereits sicher.


 

Die 3. Runde im Überblick:

 

Hart aber fair

Es dauert noch etwas bis die Topflights den Moving Day in Angriff nehmen werden, doch was man bereits festhalten kann, ist, dass sich der Augusta National am Samstag zwar durchaus schwierig, jedoch zu jeder Zeit absolut fair präsentiert. Wie gewohnt werden Fehler meist gnadenlos bestraft, durch die eher weichen Verhältnisse sind gute Scores aber durchaus möglich, wie etwa Amateur Takumi Kanaya beweist, denn mit einem Zwischenstand von -4 nach 10 rollt er derzeit das Feld von hinten auf.

Langsam wirds ernst

Mit Rickie Fowler und Co steht mittlerweile die Gruppe der Top 20 in den Teeboxen, was bedeutet, dass es langsam aber sicher ernst wird mit den Topflights. Nach wie vor zeigt sich der Augusta National durchwegs birdiefreundlich, wie auch Patrick Cantlay eindrucksvoll demonstriert, denn bei einem Zwischenstand von -5 nach 12 pirscht sich der US-Amerikaner bereits an die Top 10 heran.

Knallrot unterwegs

Patrick Cantlay ist am Moving Day in einem wahren Birdiefieber, denn auf der 14 und der 15 nimmt er schon die nächsten Birdies mit und liegt bereits bei einem unglaublichen Zwischenstand von 7 unter Par nach 15 gespielten Bahnen. Damit knackt er sogar bereits die besten 10. Auch Hideki Matsuyama ist knallrot unterwegs und rangiert nach 14 Löchern bei 5 unter Par. Tony Finau legt mit zwei anfänglichen Birdies los wie von der Tarantel gestochen.

Knapp am Platzrekord vorbei

Patrick Cantlay wird sich an den 13. April 2019 mit Sicherheit noch lange erinnnern, denn mit einer fehlerlosen 64 (-8) schrammt der US-Amerikaner nur um einen einzigen Schlag am Platzrekord – Nick Price und Greg Norman notierten in einem damals noch deutlich kürzeren Augusta National 63er Runden – vorbei. Damit marschiert Cantlay auch derzeit bis auf einen einzigen Schlag an die Führungsgruppe heran.

Auch Tony Finau hat von roten Einträgen noch nicht genug und legt erst nach einem Birdietriplepack zu Beginn eine kleine Verschnaufpause ein, beendet diese aber bereits auf der 6 wieder und pusht sich damit endgültig bis an die absolute Spitze nach vor. Generell strahlen am Moving Day nach wie vor sehr viele Spieler in leuchtendem Rot vom Leaderboard herab.

Erinnerungen an 2012

Tony Finau ist am Weg zu einer wahren Fabelrunde, denn auf der 8 lässt er sogar einen Adler landen. Dabei kommen auch Erinnerungen ans Masters 2012 wieder hoch, denn damals gelang Louis Oosthuizen am Par 5 der 2 ein Albatross. Finau fehlen im Jahr 2019 auf der 8 nur satte 25 cm zum selben Kunststück. Der Eagle pusht den US-Boy auch auf den sensationellen Zwischenstand von -6 nach 8 und auf einen Gesamtscore von 9 unter Par.

Webb Simpson ist ebenfalls voll im Major-Mode, denn bei -7 nach 14 liegt er nur um einen einzigen Schlag hinter Finau zurück. Tiger Woods startet souverän, wartet nach vier Bahnen aber noch aufs erste Birdie.

Woods kommt ins Rollen

Während Webb Simpson sich derzeit Birdie um Birdie abholt und mit Finau und Schauffele bei gesamt 9 unter Par ein Führungstrio bildet, kommt auch Tiger Woods immer besser ins Rollen. Dabei wirkte es nach den anfänglichen Pars mit einem Bogey auf der 5 alles andere als rosig, aber zwei starke Eisen und ein mittlerweile recht heißer Putter spendieren ihm gleich zwei Birdies in Folge, womit er in Schlagdistanz zur Spitze bleibt.

Nächste 64

Wie Patrick Cantlay bringt auch Webb Simpson am Samstag schließlich die 64 (-8) zum Recording – Simpson egalisiert damit auch seine bisherige Major-Rundenbestmarke – und verpasst so ebenfalls nur hauchzart den Platzrekord. Diesen könnte Tony Finau noch knacken, denn der nach 15 gespielten Bahnen weist er schon einen Zwischenstand von -8 auf und liegt bei gesamt 11 unter Par mit bereits zwei Schlägen Vorsprung in Führung. Tiger Woods biegt bei -2 und gesamt 8 unter Par in den Amen Corner ab.

Aller guten Dinge sind 3

Nach Cantlay und Simpson ist nun auch Tony Finau mit einer 64 (-8) im Clubhaus angekommen und liegt damit nach wie vor bei gesamt 11 unter Par in der Führungsrolle. Die schärfsten Verfolger des US-Amerikaners sind derzeit eindeutig Xander Schauffele, Tiger Woods und Francesco Molinari die bei einem bzw. zwei Schlägen Rückstand noch eindeutig die Chance haben Finau abzufangen.

 

 

 


 

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Eng an der Spitze

MASTERS – 2. RUNDE: An einem scoretechnisch sehr anspruchsvollen zweiten Spieltag im Augusta National wird es an der Spitze richtig eng, denn mit Francesco Molinari (ITA), Jason Day, Adam Scott (beide AUS), Brooks Koepka (USA) und Louis Oosthuizen (RSA) starten gleich fünf Spieler aus der Pole Position ins Wochenende.

Ein richtig heftiger Wolkenbruch begrüßt die Spieler in den Morgenstunden am Freitag im Augusta National. Die Regenschirme müssen die Caddies aber nicht allzu lange griffbereit haben, denn bereits nach wenigen Löchern bessern sich die Bedingungen zusehends, was sich jedoch nur an den Outfits der Spieler und Patrons, nicht aber an den Scores bemerkbar macht.

Richtig zäh spielt sich die altehrwürdige Par 72 Wiese an diesem Freitag und lange Zeit ist ein Zwischenergebnis von -1 schon gut und -2 die absolute Ausnahme. Bis Europas Ryder Cup Hero Francesco Molinari das Zepter in die Hand nimmt. Zunächst noch eher unscheinbar mit Pars unterwegs, nimmt die bärenstarke Runde ab der 3 mit dem ersten Birdie richtige Konturen an.

Gekonnt schafft es der Italiener Fehler zu vermeiden und nützt parallel dazu so gut wie jede sich bietende Chance um Birdies aufzusammeln. Schlussendlich notiert der amtierende Open Champion fast playstationmäßige sechs Birdies und schafft es die gesamte Runde über Bogeys von der Scorecard fernzuhalten. Mit der 67 (-5) stürmt er bei gesamt 7 unter Par sogar bis an die Spitze.

Lange hat er diese aber nicht für sich alleine, denn mit Jason Day erwischt noch ein weiterer Akteur einen richtig guten Tag. Der Australier kann sogar noch um ein Birdie mehr als Molinari verzeichnen, muss jedoch im Amen Corner auf der 12 auch einen Schlag abgeben. Schlussendlich unterschreibt er aber nicht nur wie der Italiener eine 67 (-5) sondern geht auch mit der gleichen Ausgangslage ins Wochenende.

Brooks Koepka, der nach der Auftaktrunde schon in geteilter Führung lag, findet sich am Freitag zunächst alles andere als gut zurecht, kämpft sich mit einem Birdie am Schlussloch aber noch zur 71 (-1) und bleibt damit der Spitzenposition treu.

Am Nachmittag stürmen dann noch Adam Scott und auch Louis Oosthuizen bis ganz nach vor. Scott, der das Masters bereits einmal gewinnen konnte, notiert eine 68 (-4), Oosthuizen erwischt überhaupt die beste Runde des gesamten Feldes und schiebt sich mit einer 66 (-6) ebenfalls noch bis ganz nach vor.

Geballte Erfahrung

Was man auch auf keinen Fall unerwähnt lassen darf, ist der ungalubliche Auftritt Bernhard Langers (GER). Der mit 61 Jahren älteste Spieler im Feld packt auf seine 71er (-1) Auftaktrunde eine 72 (Par) drauf und cuttet damit als 29. ohne jegliche Probleme ins Wochenende. Landsmann Martin Kaymer hingegen zittert nach der 74 (+2) lange, dass die Cutmarke bei 3 über Par bestehen bleibt, kann am Ende als 57. aber durchatmen.

Der Co-Leader des ersten Spieltages Bryson DeChambeau (USA) hat am Freitag ordentlich zu kämpfen und rutscht mit der 75 (+3) auf Rang 16 Ränge zurück. Tiger Woods (USA) zeigt sich einmal mehr von seiner ganz starken Seite und startet nach der 68 (-4) und als 6. mit lediglich einem Schlag Rückstand auf die Spitze in den Moving Day.

Diese Ausgangslage teilt er sich unter anderem mit Dustin Johnson (USA), der mit der 70 (-2) ebenfalls am Führungsquintett dranbleibt. Für Justin Rose (ENG), Sergio Garcia (ESP), Charl Schwartzel (RSA) oder auch Paul Casey (ENG) endet das Masters bereits nach dem Freitag.

 

Der zweite Spieltag im Überblick:

Kleiner Wetterumschwung

Anders als zum Auftakt begrüßt Augusta die Spieler am zweiten Spieltag nicht mehr mit nahezu ungetrübten Sonnenschein. Fast durchgehend bedeckt und auch teilweise leichter Regen sorgen für komplett andere Verhältnisse. Zumindestens bleibt es in Georgia weiterhin warm und auch der Wind stellt kein wirklich großes Problem dar.

Kaymer und Langer mit Blitzstart

Martin Kaymer legt im derzeit sogar strömenden Regen einen Blitzstart hin. Der Deutsche zündet nach gutem Abschlag eine noch bessere Annäherung und sagt aus einem Meter artig “Danke” für gute Birdiemöglichkeit. Auch der zweite Deutsche im Feld, Evergreen Bernhard Langer, findet sich sofort gut zurecht und stopft auf der 1 aus sechs Metern zum anfänglichen roten Eintrag.

Nur wenig Rotes

Noch in etwa eine Stunde ehe mit DeChambeau und kurz darauf auch Koepka die derzeitigen Spitzenreiter ihre zweite Runde in Angriff nehmen. Was man bislang jedoch eindeutig festhalten kann, ist die Tatsache, dass es alles andere als einfach ist heute in Augusta zu scoren, denn nur wenige Spieler können nach den ersten Bahnen ein rotes Zwischenergebnis vorweisen.

Angepirscht

Bei immer besser werdenden Wetter – der Regen hat zumindestens derzeit aufgehört – findet sich Billy Horschel perfekt zurecht. Der US-Amerikaner stopft auf der 1 und der 2 die fälligen Birdieputts aus zwei bzw. einem Meter und pirscht sich so bereits an die Top 10 an. Mit Bryson DeChambeau startet nun auch der erste der beiden Co-Leader in die Freitagsrunde und findet sich mit einem soliden Par auch gut zurecht.

Auch Koepka unterwegs

Mittlerweile ist mit Brooks Koepka auch der zweite Leader auf dem Platz unterwegs. Der Megadrive des Longhitters – der dreifache Major-Champion schlägt die weiße Kugel satte 293 Meter weit – findet auf der 1 aber nur das 2nd Cut, von wo aus er aber keinerlei Probleme hat das Grün zu treffen und in Folge gleich das Birdie mitnimmt.

Schock für Koepka

Nach dem Birdie von Koepka auf der 1 finden auch Bryson DeChambeau und Phil Mickelson die ersten Erfolgserlebnisse, was das Trio sprichwörtlich Hand in Hand am Leaderboard davonmarschieren lässt. Doch Brooks Koepka lässt die Hand seiner Mitstreiter schon auf der 2 los, denn das Par 5 entwickelt sich nach einem Abschlag in die Bäume und einem, da der Ball unspielbar liegt, erzwungenen Drop zum blanken Horror für Koepka. Schlussendlich geht sich nur die Doublette aus, die ihn auf Rang 3 zurückreicht.

DeChambeau mit Puffer

Koepka steuert nach dem Doppelbogey-Ausrutscher sofort gegen, bestraft sich aber für das risikoreiche Spiel bereits auf der 4 mit dem nächsten Bogey. Damit muss er nach der fehlerfreien Auftaktrunde bereits auf nur vier Bahnen drei Schlagverluste verdauen. DeChambeau hingegen spult regelrecht auf Cruise Control die Bahnen ab und hat nach einem Fehler von Mickelson nun bereits zwei Schläge Puffer.

Wieder zusammengeschoben

Auf der 7 erwischt es dann aber auch Spitzenreiter Bryson DeChambeau mit dem ersten Bogey. Nach einem Abschlag in die Piniennadeln und einer damit verbundenen erzwungenen Vorlage, überschlägt er mit dem dritten Schlag noch dazu das Grün und kann so das Par nicht mehr kratzen. Damit schiebt sich auch das Leaderboard wieder eng zusammen. Tiger Woods startet in einer guten Stunde um 19:49 MEZ in die zweite Masters-Runde.

Partycrasher?

Brooks Koepka hat auch weiterhin wild zu kämpfen und findet einfach keinen echten Rhythmus, wie das nächste Bogey auf der 6 unterstreicht. Dafür könnten Francesco Molinari und Jason Day zum US-Partycrasher avancieren. Europas Ryder Cup Hero hält nach den Frontnine bei 3 unter Par. Der Australier weist dieses Zwischenergebnis sogar bereits nach nur acht gespielten Löchern auf.

Neue Gesichter

Bryson DeChambeau zerbröselt buchtäblich an der 10, denn nach verfehltem Grün chippt er quer übers Ziel hinaus und notiert schließlich sogar das Doppelbogey, was ihm auch die Führung kostet. Diese belegen nun bei gesamt 6 unter Par Ian Poulter, der nach 13 Bahnen bei -2 hält und Francesco Molinari, der im Amen Corner das Par 3 der 12 über Rae’s Creek zum nächsten Birdie überredet. Auch Tiger Woods ist mittlerweile unterwegs.

Alleine vorne

Francesco Molinari ist derzeit der alleinig Führende, denn während Ian Poulter ein Bogey nicht vermeiden kann, agiert der Italiener unglaublich sicher und lässt nichts anbrennen. Tiger Woods beginnt trotz leichter Probleme im langen Spiel mit einem Par. Molinari überredet in Folge auch das Par 5 der 15 noch zu einem Birdie und verschafft sich damit mit zwei Schlägen erstmals sogar etwas Respektabstand zu den ersten Verfolgern.

Ganz stabil

Fast kann Francesco Molinari auch die 17 noch zu einem Birdie überreden, die starke Annäherung kann er aus gut zwei Metern diesmal aber nicht in Zählbares ummünzen, was jedoch nichts an der komfortablen Führung des Italieners ändert. Schlussendlich unterschreibt er die 67 (-5) und belegt damit derzeit die Führungsposition bei gesamt 7 unter Par.


 

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Young-Guns on top

MASTERS – 1. RUNDE: Lange Zeit liegt zum Auftakt die Führung bei 3 unter Par, ehe die späten Startzeiten im Augusta noch alle überflügeln. Major-Spezialist Brooks Koepka und Bryson DeChambeau (beide USA) geben nach dem Donnerstag den Ton an.

Auch ohne österreichische Beteiligung – nach dem Abrutschen Bernd Wiesbergers in der Weltrangliste geht das elitärste Major zum ersten mal seit vier Jahren ohne rot-weiß-roten Teilnehmer über die Bühne – entwickelt sich im Augusta National schon nach den frühen Startzeiten eine unwahrscheinlich spannende Situation. Dies ist vor allem auch der Mischung an der Spitze geschuldet, denn neben All Time Heroes wie etwa Tiger Woods (USA), mischen auch etliche Youngsters wie Jon Rahm (ESP) ganz vorne mit.

Letzterer liegt nach den ersten 18 Bahnen und der 69 (-3) längere Zeit sogar in geteilter Führung. Wie dichtgedrängt es wirklich zugeht zeigt die Tatsache, dass er sich den Platz an der Sonne nach den Vormittagsflights mit gleich drei anderen Spielern teilen muss. Neben Debütant Justin Harding (RSA) mischt mit Adam Scott (AUS) auch ein Spieler mit, der bereits weiß wie man in Augusta triumphiert.

Erst am Nachmittag wird das Trio noch in die Schranken gewiesen und schließlich auf Platz 4 zurückgereicht, denn noch drei Spieler stürmen regelrecht an der gesamten Konkurrenz vorbei. Allen voran Brooks Koepka. Der bereits dreifache Major-Sieger knallt zum Auftakt eine fehlerlose Performance auf den heiligen Augusta-Rasen und notiert unter anderem auf den Backnine sogar gleich vier rote Einträge in Folge.

Mit der 66 (-6) kann am Donnerstag lediglich einer mithalten: Landsmann Bryson DeChambeau. Der charismatische Youngster notiert sogar noch drei Birdies mehr als Koepka, muss jedoch auch Schlagverluste einstecken. Bei 6 unter Par verläuft die erste Runde aber so richtig nach seinem Geschmack. Garniert werden die ersten drei mit Routinier Phil Mickelson (USA), der nach der 67 (-5) die beiden Jungspunde vorne nicht entkommen lassen will.

Fanliebling Tiger Woods mischt ebenfalls lange Zeit ganz vorne mit, nachdem der 14-fache Major-Champion jedoch seinen Parputt auf der 17 verschiebt, unterschreibt er schließlich die 70 (-2), mit der sich auf Rang 11 auch durchwegs zufrieden zeigt: “Ich hatte mir einen Plan zurechtgelegt und hab den eigentlich die ganze Runde über ganz gut umgesetzt.”

Rory McIlroy (NIR) wandelt regelrecht durch ein Wechselbad der Gefühle. Der nordirische Superstar findet mit einem Bogey nur äußerst schleppend in den Tag, kommt aber immerhin bei Level Par auf den Backnine an. Dort geht es dann zunächst wieder retour, ehe er sich mit drei Birdies sogar in den roten Bereich kämpft, nur um mit abschließenden Bogeys schließlich nur die 73 (+1) unterschreiben zu können. Bei dem engen Leaderboard kann es vom 44. Rang aber rasch nach vorne gehen.


 

Die 1. Runde im Überblick:

Perfektes Golfwetter

Richtig frühsommerlich präsentiert sich der Augusta National zum Auftakt am Donnerstag. Bereits am frühen Vormittag kratzt das Quecksilber an der 20 Grad Marke und bei leichter Bewölkung weht lediglich eine kleine Brise über das altehrwürdige Terrain, was buchstäblich für allerbeste Golfbedingungen sorgt. Tradtionell wird das Masters mit dem Ehrenabschlag von Jack Nicklaus und Gary Player eröffnet.

Die ersten Birdies

Zwar kann der erste Flight die perfekten Verhältnisse noch nicht ausnützen – lediglichCorey Conners (CAN) kommt mit einem Par davon – Justin Harding (RSA) und Kevin Tway (USA) sorgen Minuten danach aber für die ersten Birdies des Masters 2019. Sergio Garcia (ESP) ist mittlerweile ebenfalls bereits auf seiner ersten Runde unterwegs.

Gute Scores möglich

Was man nach den ersten beiden Augusta-Stunden 2019 bereits sagen kann, ist, dass sich der Platz durchaus traditionell spielt. Gute Scores sind durchaus möglich, allerdings ist dazu ganz präzises Eisenspiel von Nöten. So gut wie kein Wind erleichtert diese Aufgabe jedoch. Kevin Tway und Justin Harding geben bei einem Zwischenstand von 2 unter Par derzeit den Ton an.

Tiger unterwegs

Tiger Woods ist mittlerweile auch am Platz unterwegs. Der Fanmagnet strotzt nur so vor Selbstvertrauen und hofft einmal mehr seine Augusta-Magie auspacken zu können. Ein anfängliches Par sorgt für einen durchaus soliden Start. Zwar bunkert er danach die Grünattacke ein, das Birdie geht sich nach starkem Sandschlag aber dennoch aus. Nach wie vor ist 2 unter Par das bislang höchste der Gefühle.

Eng beisammen

Nach wie vor kann sich noch kein Spieler absetzen, was eine richtig dichtgedrängte Momentaufnahme des Leaderboards ergibt. Aaron Wise, Patton Kizzire (beide USA), Justin Harding und Haotong Li (CHN) diktieren bei 2 unter Par das Tempo. Tiger Woods kann sein Birdie auf der 2 nicht wirklich lange verwalten, denn die 5 luchst ihm nach eingebunkertem Drive auch den ersten Schlag ab. Rory McIlroy (NIR) startet nach wild verzogenem Drive mit einem Bogey auf der 1 nur sehr verhalten, stellt sein Score nach starkem Pitch auf der 3 aber recht rasch wieder zurück auf Anfang.

Erste Bestmarke

Corey Conners war nicht nur der erste Spieler auf dem Platz, sondern ist derzeit auch der erste am Leaderboard. Zwar verbaut sich der Kanadier mit einem Dreiputtbogey auf der 18 noch eine Runde in den 60ern, doch auch die 70 (-2) stellt einen durchaus guten Start ins Turnier dar. Während Tiger Woods derzeit recht stabil die Pars abspult, rutscht Rory McIlroy nach drei Putts am Par 3 der 6 wieder in den Plusbereich zurück.

Evergreen

Dass es beim Masters vor allem auf eine umfassende Platzkenntnis ankommt stellt Evergreen Bernhard Langer (GER) eindrucksvoll unter Beweis. Der zweifache Sieger, der mittlerweile bereits seit etlichen Jahren hauptberuflich auf der Champions Tour unterwegs ist, liegt nach nur vier Löchern bereits bei zwei unter Par und mischt damit in der frühen Phase an der absoluten Spitze mit. Auch Tiger Woods darf wieder jubeln und dreht sein Score kurz vor dem Turn auf der 9 wieder in den roten Bereich. Nach starkem zweiten Schlag am Par 5 der 8 kämpft sich auch Rory McIlroy mit dem nächsten Birdie wieder auf Level Par zurück.

Starkes Debüt

Justin Harding legt ein enorm starkes Augusta-Debüt hin. Der Südafrikaner verlässt die schwierige 18 zwar nur mit einem Bogey, unterschreibt aber so immer noch eine sehr sehenswerte 69 (-3) womit er sich auch die Führung im Clubhaus schnappt. Tiger Woods bleibt nach wie vor an der Spitze dran, denn mit einem Zwischenstand von 1 unter Par nach 12 gespielten Löchern fliegt Tiger regelrecht im Windschatten mit. Auch Rickie Fowler (USA) mischt beim gleichen Zwischenstand im richtigen Bereich mit. Rory McIlroy hingegen ergeht es nach einem Bogeydoppelpack zu Beginn der Backnine alles andere als gut.

In geteilter Führung

Tiger Woods versenkt seine fälligen Birdieputts zum Abschluss des Amen Corner auf der 13 (Par 5) und der 14, stellt damit sein Score auf 3 unter Par und schiebt sich damit in die geteilte Führung, die mittlerweile neben Harding auch aus Jon Rahm (ESP) besteht, denn der bullige Spanier locht nur Minuten zuvor seinen Birdieputt auf der 13. Die Spitze wird mit Fortdauer immer geselliger, denn neben Patton Kizzire schieben sich auch Gary Woodland (beide USA) und der ehemalige Sieger Adam Scott (AUS) noch bis nach vor, womit nun gleich sechs Spieler bei 3 unter Par das Tempo diktieren.

Heiße Phase

Während sich Tiger Woods nach einem verschobenen Parputt auf der 17 wieder aus der geteilten Führung verabschieden muss, biegt die Auftaktrunde langsam aber sicher in die wirklich heiße Phase ein, wenngleich einige Hochkaräter noch den Großteil ihrer Runde vor sich haben. Dustin Johnson (USA) etwa mischt bereits nach nur acht Bahnen weit vorne mit, denn ein Zwischenstand von -2 reiht ihn wie auch Landsmann Phil Mickelson nur knapp hinter der Spitze ein. Auch Rory McIlroy kommt immer besser ins Laufen, denn mit drei Birdies auf nur vier Bahnen dreht er sein Score sogar in den roten Bereich.

 

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Masters News-Ticker live

MASTERS 2019 – LIVE NEWS-TICKER: Europäer voll im Favoritenkreis +++ Tiger Woods der sentimentale Geheimfavorit +++ Erstmals seit 2014 kein Österreicher in Augusta mit dabei. 

 

+++ EIN MASTERS FÜR EUROPÄER? +++

Rory McIlroy siegreich beim Players, Franceso Molinari in Bay Hill, Paul Casey beim Valspar Championship: die Europäer räumten zuletzt ordentlich die wichtigsten Pokale auf der US PGA Tour ab. Gemeinsam mit Justin Rose, Jon Rahm und Tommy Fleetwood sorgen die Boys vom alten Kontinent für die vielleicht stärkste Herausforderung der letzten 10 Jahre.

+++ LIVE AM DIENSTAG / MITTWOCH +++

Bereits an den Trainingstagen gibt es interessante Live-Streams aus Augusta, eine perfekte Gelegenheit um sich auf das Masters einzustimmen und ein Gefühl für die Favoriten zu entwickeln.

Das Programm:

Dienstag: 15:00 – 17:00 MESZ – Live on the Range
Dienstag: 18:00 – 23:00 MESZ – Live am 16. Grün

Mittwoch: 15:00 – 17:00 MESZ – Live on the Range
Mittwoch: 20:00 – 23:00 MESZ – Par 3-Contest

>> Link zum Live-Stream 
(Hinweis: mit kostenlosem VPN-Service wie zb. “Hola” empfangbar)

+++ TIGER DER SENTIMENTALE FAVORIT +++

Auch bei den Bookies sind die Europäer für das 1. Major des Jahres schon einmal ganz vorne mit dabei: William Hill führt am Dienstag Rory McIlroy mit 9,00 als Nummer 1 (90 Euro Auszahlung für 10 Euro Einsatz), vor Dustin Johnson und Justin Rose. Die meisten Dollars und die höchste Dezibel-Stärke wird es jedoch rund um den Auftritt von Tiger Woods geben, der seit dem Comeback-Sieg beim Tourfinale und zuletzt ansteigender Form als sentimentaler Favorit (Quote 1:21) gehandelt wird. Mit vier Siegen und 13 Top 10s erwies sich der heilige Rasen von Augusta als so etwas wie Tigers Schrebergarten.

>> Live Wettquoten THE MASTERS.

Das Masters ist auch eine perfekte Gelegenheit für alle, die Sportwetten einmal gewinnbringend ausprobieren und ihr gutes Näschen für den einen oder anderen Tipp beweisen möchten. Dank unserer Kooperation mit Marktführer William Hill gibt es dazu einen 100 Euro Willkommens-Bonus in Form von Freiwetten.

 

+++ MASTERS OHNE ÖSTERREICHER +++

Bernd WiesbergerEmma Spitz beim Augusta National Womens  Amateur in der Vorwoche ist heuer Österreichs einziger Beitrag in Augusta gewesen. Nach vier Starts in Folge und im Vorjahr sogar mit zwei Stunden Führung im Clubhaus wird Bernd Wiesberger erstmals wieder das 1. Major des Jahres so erleben wie wir Fans auch – vor dem TV-Gerät.

Für das kleinste Major-Feld der letzten 22 Jahre, mit nur 87 Spielern, sind mit Martin Kaymer und Bernhard Langer zwar zwei Deutsche, aber kein Österreicher qualifiziert.

+++ LIVE AUF SKY MIT AMEN CORNER-TV +++

Auch heuer gönnt das Masters-Committee der Golfwelt erst Live TV-Bilder ab 21 Uhr MESZ und bleibt bei seiner nicht gerade populären Exklusiv-Strategie. Aber es gibt wieder die kleine Ausnahme, den Streaming-Dienst von SKY, sowohl für Kunden als auch frei buchbar mit dem flexiblen Angebot SKY-Ticket für nur Euro 9,90 pro Monat. Featured Flights und Amen Corner-TV (volle Coverage der Löcher 11 bis 13) sind angekündigt.

>> SKY überträgt von Donnerstag bis Sonntag live und exklusiv im TV vom US Masters in Augusta.

+++ TEE-TIMES VERSPRECHEN MEGA-SPANNUNG +++

Ab 14:30 Uhr MESZ am Donnerstag dürfen sich die Fans auf hochinteressante Flights freuen:

15:59 MESZ: Sergio GARCIA / Tony FINAU / Henrik STENSON
16:31 MESZ: Patrick REED / Webb SIMPSON / Viktor HOVLAND (Am)
17:04 MESZ: Tiger WOODS / Haotong LI / Jon RAHM
17:15 MESZ: Rory MCILROY / Rickie FOWLER / Cameron SMITH
17:37 MESZ: Martin KAYMER / Trevor IMMELMAN / Devon BLING (Am)
18:10 MESZ: Bernhard LANGER / Matt WALLACE / Alvaro ORTIZ (Am)
19:38 MESZ: Dustin JOHNSON / Bryson DECHAMBEAU / Jason DAY
19:49 MESZ: Phil MICKELSON / Justin ROSE / Justin THOMAS
20:00 MESZ: Brooks KOEPKA / Jordan SPIETH / Paul CASEY

+++ LIVE – STREAMS VOM TRAINING +++

MONTAG: LOCH 16-STREAM


 

INTERVIEW – PATRICK REED


 

INTERVIEW – TIGER WOODS


 

INTERVIEW – RORY MCILROY


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Schwab voll dabei

SHOT CLOCK MASTERS – 2. RUNDE: Matthias Schwab pirscht sich mit starker 68 in die erweiterte Spitzengruppe. Auch Straka, Nemecz, Brier und Prader im Finale. 

Lukas Nemecz schafft es am Vormittag mit der 71 und einem Halbzeitergebnis von Even Par als erster Österreicher ins Finale, >> CUT am Vormittag, und er sollte nicht der einzige bleiben. Golfösterreich hatte ja am Nachmittag noch seine heißesten Eisen im Feuer: Matthias Schwab und Sepp Straka, wobei vor allem Schwab die Fans vor Ort mit einer starken Leistung begeistern sollte.

Der European Tour-Neuling attackiert wie ein alter Hase, legt einen Blitzstart hin und leistet sich nur ein einziges Bogey auf 36 Löchern. Mit der 68 (-4) bringt sich der Schladminger bei 7 unter Par und Platz 4 in eine perfekte Verfolgerposition, nur zwei Schläge hinter Mikko Korhonen aus Finnnland. “Ich bin prinzipiell sehr zufrieden, vor allem mit der Entwicklung von Italien zu Atzenbrugg. Das lange Spiel hat sich heute zwar nicht ganz so gut angefühlt wie gestern, dafür war das Putten besser,” analysiert Schwab abgeklärt seine Leistung um dann doch noch emotional hinzuzufügen, “aber daß die Fans so mitgehen, das taugt mir sehr!”

Sepp Straka bringt sich ausgerechnet mit zwei Bogeys auf beiden Par 5 der Front 9 arg in Bedrängnis und fasst erst nach der Halbzeit mit drei Birdies Tritt. Am letzten Par 5 setzt es sogar ein Doppelbogey, das nur die 75 zulässt und den Rückfall auf Even Par bedeutet (Platz 42): “Ich habe mit den Eisen heute schlecht gespielt und kaum die Fairways getroffen. Solche Tage gibt es, die muss man dann schnell vergessen. Morgen wird es wieder besser gehen, da bin ich früher dran.”

Markus Brier und Clemens Prader rutschen als geteilte 62. bei 2 über Par auch noch ins Finale, womit gleich 5 Österreicher um das Preisgeld spielen, so viele wie zuletzt 2014. Damals schaffte es auch letztmalig mit Lukas Lipold ein Amateur ins Weekend, was ein tapfer kämpfender Max Steinlechner heuer bei +3 haarscharf nicht vergönnt ist.

Markus Brier musste am megaschweren Schlussloch, der 9, ein Birdie auspacken um den Cut “on the number” zu schaffen, zugleich ausgleichende Gerechtigkeit nach dem Ausscheiden im Vorjahr um einen Schlag: “Der 8 Meter-Putt zuletzt war schon eine Genugtuung. Die Abschläge waren heute nicht so toll, wenig Fairways, auf der 4 links ins Wasser geschossen. Dafür waren die Eisen sehr gut, daher mehr Birdiechancen gehabt,” fasst der angehende Senior zufrieden zusammen.

Clemens Prader hätte sich mit drei Doppelbogeys fast schon verabschiedet, ehe ihn ein Birdie-Hattrick im Finish noch die Par-Runde und seinen allerersten Cut der Karriere auf der European Tour ermöglicht – und das im zarten Alter von 39 Jahren. “Ich bin einfach sehr happy, dass wenn man nie aufgibt, sich noch so reinspielen kann. Wenn man dann am Ende noch drei Birdies so spielt mit Putts aus 7, 7 und 13 Metern an der 17, Mitte Loch, alle drei, das war halt mega. Nach zwei gestern sehr unglücklichen Breaks macht mich das schon sehr glücklich, das ich am Wochenende noch dabei bin.”

On Course mit Schwab live dabei

Golf-Live.at begleitete heute Matthias Schwab Schlag für Schlag im Diamond Country Club und behielt auch immer ein Auge auf den 30 Minuten dahinter spielenden Sepp Straka.

Vor voller Kulisse von gut 400, 500 Fans bringt Matthias Schwab seinen Golfball vom 1. Abschlag gekonnt ins Spiel. Nach Vorlage legt er mit dem Dritten auf 5,5 Meter ab und lässt seinen Putter für sich sprechen: BIRDIE.

Die kurze 3 lockt auch den Schladminger zur Attacke: nach Vollbrett vom Tee hat er nur noch einen Chip aufs Grün und einen weiteren nervenstarken 3 Meter-Putt, den er zum zweiten BIRDIE nutzt.

Den Traumstart mit drei schnellen Birdies komplettiert Matthias am ersten Par 5, wo nach Drive, Schlag vors Grün, Chip und Putt erneut der Spielplan aufgeht. Platz 4, zwei Schläge hinter der Führung. Schwab macht im langen Spiel einen bombensicheren Eindruck, kommt bislang nie in Bedrängnis und schüttelt sichere Pars aus dem Ärmel.

Am kniffligen Par 4 der 7 gerät Schwab nach ausgerolltem Drive ins Rough kurz in Bedrängnis, trifft aber erneut locker das Grün und vermeidet ein erstes Bogey im Turnier. Rasch bekommt Schwab den Fuß zurück aufs Gas und erarbeitet sich an der 8 die nächste Birdiechance, diesmal aus vier Metern, die er mit schwerem Bergabputt aber nicht macht. Seine ersten 9 Löcher beschließt er mit dem 9. Grüntreffer und vermeidet aus 15 Metern mit zwei Putts weiterhin jeden Schlagverlust.

Nicht ohne Fehler, aber ohne Bogeys

Die wunderbare Bogey-vermeidung findet auch an der 10 eine unglaubliche Fortsetzung. Nach Drive in den Fairwaybunker hat Schwab Probleme mit dem Stand, pullt seinen Ball Richtung Wasser und findet einen glücklichen Bandentreffer durch ein Werbeschild. Von dort chippt er cool auf drei Meter hin und locht einen weiteren Par-Putt. Auch das zweite verfehlte Grün sofort darauf, nach zu kurzer Annäherung, übersteht der Youngster locker über Chip und Putt.

Auf der 3. Bahn findet Schwab zurück zur Offensivabteilung, legt den Ball elegant auf drei Meter ab und sackt BIRDIE Nummer 4 ein. Nach 32 gespielten Löchern notiert Schwab sein erstes Bogey: zu kurz sein Eisenschlag am Par 3 der 14, aus tiefer Lage ein Flieger übers Grün und mit zweitem Chip tot zur Fahne schlimmeres verhindert.

Am anschließenden Par 5 vereitelt ein Lippout aus drei Metern den Bounceback mit Birdie. Doch an der 16 beweist Schwab, dass er weiß, wo der Hammer hängt, wenn er ihn braucht! Vollbrett vom Tee, Holz hinterher, selbst im Gegenwind trifft er das Par 5 mit zwei Schlägen. Der Eagle-Putt aus 10 Metern fällt beinahe noch zum Drüberstreuen – BIRDIE. Am Schlussloch legt sich Matthias noch eine letzte Birdiechance auf, muss sich jedoch mit Par und der 68 begnügen, die ihn aber auch bei 7 unter Par in Prime-Position bringt, nur zwei Schläge hinter Spitzenreiter Mikko Korhonen (FIN)

Straka vergeigt die Par 5

Sepp Straka kann drei Flights dahinter nicht in Schwabs Fahrwasser segeln. Am Par 5 der 1 beginnt der Longhitter mit Bogey. Am Freitag hat er Probleme ins Spiel zu finden und verpatzt drei Löcher später auch das zweite Par 5; nach dem Birdie gestern setzt es diesmal das Bogey.

Kein Birdie bis zur Halbzeit und Bogeys an der 10 und 11: damit ist der Austroamerikaner bis an die Cutmarke bei +1 abgerutscht. Nach 12 gespielten Löchern findet er endlich den Vorwärtsgang und locht seinen ersten Birdieputt des Tages, dem zwei weitere folgen sollten. Typisch für den Schuß nach hinten am heutigen Spieltag ist das letzte Par 5, das er sogar mit Doppelbogey absolviert und mit der 75 auf Even Par zurückfällt.

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Nemecz als erster im Finale

SHOT CLOCK MASTERS – LIVE-BLOG 2: Lukas Nemecz zieht am Vormittag mit der 71 als erster Österreicher ins Finale ein.

Zweiter Spieltag am Diamond Course von Atzenbrugg und das Thema für die Österreicher am Freitag Vormittag heißt schlichtweg CUT. Alle 7 Heimspieler mit frühen Startzeiten mussten einem Rückstand nachlaufen um sich auch am Wochenende noch der Shot Clock stellen zu dürfen.

Die besten Chancen hatten dabei Markus Brier, Clemens Prader und vor allem Lukas Nemecz, doch nur Letzterer sollte es dank der 71 und einem Halbzeitergebnis von Even Par schaffen. “Viel solider von Tee bis Grün als gestern und generell näher bei den Fahnen. Zudem habe ich nicht schlecht geputtet, aber es ist nichts gefallen,” fasst Nemecz sein Freitagsgolf zusammen. “Nach den Lippouts an der 5 und 7 habe ich mir gesagt, ich will nur noch auf geschenkt hinschießen, weil ich will einfach nicht mehr putten,” kommentiert Nemecz den besten Schuß des Tages an der 8 auf einen knappen Meter hin. “Es hätte heute keine Schlag mehr als die 71 werden können.”

Der Cut wird bei +1 erwartet, Prader und Brier liegen bei +2.

Österreichs heißeste Eisen, Matthias Schwab und Sepp Straka werden sich am Nachmittag nach oben orientieren wollen. Der Wind hat jedoch am Freitag aufgefrischt, bläst vor allem böig und erschwert die Sache doch ein wenig.

Nemecz mit Tanz an der Cutmarke

Solider von Tee bis Green, so der Vorsatz von Lukas Nemecz, wovon an der schweren 10 noch nichts zu sehen ist: vom Abschlag geht es ins Rough, von dort ab in den Grünbunker. Der Grazer zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt, trifft aus dem Sand den Flaggstock und kratzt schon einmal das Sandy-Par. Deutlich besser die Vorarbeit an der 2, wo sowohl Drive als auch Eisen perfekt passen und aus zwei Metern das erste BIRDIE gelingt.

Nächste dicke Chance am 12. Grün, die Nemecz diesmal aus knapp drei Metern nicht zu seinen Gunsten nutzen kann. An der 13 ist es wieder ein Drive, der Luki in die Bredouille bringt. Endstation für seinen Ball ist ein Busch, aus dem er mit Strafe droppen muss. Damit sind die Troubles aber nicht ausgestanden, da auch die Annäherung das Ziel verfehlt. Als dann noch Chip und zwei Putts aus knapp zwei Metern dazukommen, addiert sich das Desaster zu einem Doppelbogey. Auch am Par 3 der 14 muss er kämpfen, rettet diesmal über Chip und Putt aber das Par.

Das Spiel von Rough zu Rough setzt sich auch am ersten Par 5 fort, somit ist der Birdieputt an der 15 dann aus gut 20 Metern und fällt knapp nicht. Nichts geht auch an der 16, wo er wieder vorlegen muss und aus 6 Metern zweimal puttet – weiterhin kein Birdie auf den Par 5 für ihn im bisherigen Turnierverlauf.

Deutliche Steigerung auf den zweiten 9

Bei Gegenwind an der 1 entscheidet sich Nemecz für die Vorlage, was sich als klug erweist: über Wedge und Einmeter-Putt bricht er endlich seinen Par 5-Birdiebann. Spielerisch ist der Grazer jetzt voll auf der Höhe, legt sich dicke Chancen sowohl an der 2 wie an der 3 auf, kann aber beide aus zwei bis drei Metern nicht nutzen.

Der Frust auf den Grüns steigt, weil auch wirklich gute Putts an der 5 und 6 nicht reinwollen: “Alter Schwede,” kommentiert Lukas den Lipp-Out aus 6 Metern an der 6. Am 7. Grün wird es dann wirklich ärgerlich, als Flightpartner Pigem die Puttlinie vorzeigt und Lukis Ball dann aus drei Metern neuerlich die Lippe macht.

Da hilft nur eines: tot hinschießen. Genau das macht Nemecz am vorletzten Loch und aus unter einem Meter kann der Ball nicht anders als der Gravitation zum BIRDIE nachzugeben. Mit drei Birdies und dem Doppelbogey rechnet Nemecz korrekt die 71 (-1) zusammen und bucht einmal mehr ein Finalticket für das heimische European Tour-Event.

Maudi bleibt dran

Markus Brier präsentiert sich auch am Freitag von seiner soliden Seite und nutzt das erste kurze Par 4, die 13, um sich mit BIRDIE wieder zurück ins Geschehen zu bringen. Die Par 5 sind aber zu lang nach dem Geschmack des angehenden Seniors, was nicht nur Birdies verhindert sondern an der 15 sogar zum Bogey führt. Der Konter gelingt erst am kurzen Par 5 der 10 mit BIRDIE. Danach versucht der 49-jährige Routinier alles um sich ins Weekend zu spielen, es fällt aber nur noch ein Birdieputt am megaschweren Schlussloch. Die 71 (-1) bringt Brier auf 2 über Par.

Prader lädt zuviel Ballast auf

Als einer der ersten am Platz ist Clemens Prader unterwegs, der mit dem Birdiestart an der 1 beweist, dass er die späten Doppelbogeys vom Donnerstag mental gut verdaut hat. Der erfahrene Kitzbühler gibt jedoch wie schon am Vortag Schläge auf der 2 und 3 ab und verabschiedet sich wieder vom Cutkurs. Auf den schweren Front 9 findet er aber noch ein Birdie und wahrt so weiter seine Chancen. Sein drittes Doppelbogey in der Woche setzt es dann an der 10, womit es wieder alles andere als gut für ihn aussieht. Im Finish rafft Prader all seinen Kampfgeist zusammen, schaufelt einen lupenreinen Birdie-Hattrick auf die Scorekarte. Die tapfere Par-Runde reicht aber nur zu einem Halbzeitergebnis von 2 über Par, das knapp nicht reichen dürfte.

 

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Erwartungen erfüllt

SHOT CLOCK MASTERS – LIVE-BLOG: Matthias Schwab und Sepp Straka erfüllen die hohen Erwartungen der Fans am ersten Spieltag.

Ein aus heimischer Sicht höchst erfreulicher Eröffnungstag beim Shot Clock Masters ist dank der starken Morgenrunden von Matthias Schwab und Sepp Straka bereits garantiert. >> Live-Blog Matthias Schwab

Unsere Youngster legen ideal vor

Matthias Schwab spult in 4 Stunden eine fehlerlose Runde mit drei Birdies in 69 Schlägen ab und bringt sich selbst mit eiskaltem Putter in eine perfekte Position für die weiteren Spieltage: „Generell nehme ich eine fehlerfreie Runde immer. Drei Birdies sind auch ok, hätten ein wenig mehr sein können, aber so nehme ich auch die 3 unter,“ kommentiert Schwab seine Ausbeute des Eröffnungstages. „Das war wirklich cool mit der Shot Clock. Am Anfang ein bisserl eine Umstellung. Es war aber bei uns im Flight bei keinem Spieler jemals knapp. Am Ende war es ein beschleunigtes Spiel, was eine echte Sensation ist,“ lobt er auch das neue Format.

Sepp Straka bügelt kraftvoll an der 15 sein frühes Bogey aus. Auf den vorderen 9 angekommen, punktet der Amerika-Heimkehrer mit einem Birdie-Doppelschlag. Auch die lange 4 (Par 5) stellt ihn vor keine Herausforderungen: mit Birdie stürmt er in die geteilte Spitzenposition. Umso bitterer der Wasserball am letzten Par 3, der das Doppelbogey kostet. Straka kontert aber postwendend mit Birdie und bringt ebenfalls die hervorragende 69 herein: “Ich habe heuer kein Pro-Am und keine Proberunde gespielt, weil ich  kenne den Platz in und auswendig,” ging er tiefenentspannt in das Heimspiel um eine typisch wilde Straka-Runde auszupacken? ” Ja, das kann man so sagen,” lacht der Georgia-Bulldog um sein Highlight, das Eagle kurz zu schildern: “Drive, gutes Eisen und der Ball ist auf vier Meter hingerollt.  Beim Doppelbogey habe ich den Wind überschätzt. Aber die Formkurve springt an, ich spiele konstant unter Par. Die Shot Clock war anfangs ungewohnt. Aber ich habe eine kurze Pre Shot Routine und wir kamen richtig schön in den Rhythmus und konnte ohne jede Stehzeit spielen.”

Am Nachmittag bringen weitere 7 Österreicher keine rote Runde mehr aufs Leaderboard. Nahe dran ist Clemens Prader, der zwischenzeitlich 3 unter Par liegt, aber auf den zweiten 9 Löchern mit zwei Doppelbogeys zur 74 stolpert: “Ein schlechter Schlag führte zum ersten und am Schlussloch noch ganz unnötig aus dem Bunker rechts in den Wald geschossen und den Ball verloren,” ärgert sich der erfahrene Kitzbüheler, der dennoch nur einen Schlag Rückstand auf die Cutmarke aufweist.

Lukas Nemecz wird von seiner eigentlichen Stärke, den Drives im Stich gelassen und kommt mit nur zwei Birdies auf der Runde nicht über die 73 hinaus, wobei am Schlussloch aus 10 Metern der Birdieputt fällt. Markus Brier hält sich die meiste Zeit um Even Par herum, sammelt aber auf den letzten 5 Löchern Ballast von drei Bogeys zur 75 auf.

Lengden – Jimenez – Shot Clock, die Gewinner des Tages

Der Eröffnungstag eines insgesamt gut besuchten Shot Clock Masters sieht drei Sieger: erstens den Schweden Oscar Lengden dank der besten Tagesleistung von 66 Schlägen. Zweitens Super-Senior Miguel-Angel Jimenez, der am Nachmittag die beste Runde von 67 Schlägen scort und dabei in 31 Schlägen zurück ins Clubhaus findet. Und drittens die Shot Clock, die zwar keine Strafschläge verteilt, aber als immer präsentes Damoklesschwert durchwegs für Runden von 4 Stunden sorgt und damit das Tempo jedes Flights um rund eine halbe Stunde beschleunigt – was ja am Ende der Sinn der Sache ist.

LIVE-BLOG mit LUKAS NEMECZ

Nach erstem Abschlag ins Rough und Vorlage eröffnet Lukas Nemecz am Par 5 der 1 nur mit Par. Trotz auflebendem Wind, der die Angelegenheit zunehmend erschwert, legt der Grazer den Abschlag am folgenden Par 3 auf zwei Meter zum Stock, kann aber seine erste dicke Chance nicht nutzen. Spielerisch präsentiert er sich vom Feinsten, nur der Putter will noch nicht anspringen und locht auch an der 3 nicht (2,5 Meter).

Auch das zweite Par 5 macht Luki wenig Spaß. Diesmal bügelt er seinen Abschlag weit rechts weg und kommt nach Drop mit Strafe nicht mehr in Position um besseres als eine bittere 6 zu notieren.

Neue Chance am zweiten Par 3, wieder mit gutem Eisen, aber weiter ohne Putt-Erfolg; diesmal vom Vorgrün aus vier Metern nur das Zweiputt-Par.

Am gefährlichen Par 4 der 7 bricht Luki endlich den Bann: nachdem sein Ball nach guter Annährung in die Collection Area rollt, entscheidet er sich gegen den Putter – und chippt zum BIRDIE ein! Ein weiterer wilder Tee-Shot, diesmal links ins Rough der benachbarten Bahn, bringt den Challenge Tour-Spieler an der 8 erneut in Bedrängnis. Beim etwas zu forschen Chip bremst der Flaggstock den Ball ab und erleichtert den Par-Save.

Ein weiterer weggehookter Drive kommt Nemecz an der 9 teuer zu stehen. Aus dem dicksten Gemüse gibt es nur einen Layup zu sehen, dem folgt ein fetter Pitch, ein Chip und zwei Putts aus zwei Metern zum Doppelbogey.

Nemecz muss seine gesamte Kampfkraft mobilisieren

Unterhaltsam geht es auch an der 10 weiter, diesmal landet der Tee-Shot im Fairwaybunker. Dieses Abenteuer übersteht der Ältere der beiden Nemecz-Brüder jedoch unbeschadet mit Zweiputt-Par. Die Kampfrunde setzt sich nahtlos an der 11 fort, als es wieder vom Tee ab in den Sand geht. Diesmal rettet ihn danach der Putter am Grün mit zwei Putts zum Par aus 20 Metern.

Erst an der 13 eröffnet sich wieder eine realistische Chance aus 4 Metern, dennoch nur das Par. Aus 9 Metern geht an der 14 auch nicht mehr als ein Par. Jetzt muss Nemecz sein Score auf den beiden Par 5 im Finish gerade richten. Das lange Spiel bleibt aber zu ungenau und lässt auch dort nur enttäuschende Pars zu. Die frustrierende Golfrunde hinterlässt auch sichtbare Spuren im Gesicht des sonst so sonnigen Steirers. Erst am Schlussloch wird er für seine Geduld belohnt, als er vor den Tribünen sein zweites Birdie locht – sein einziges mit dem Putter! Die 73 (+1) bringt ihn vorerst aber nur auf Cutkurs.

“Die Qualität der Drives, was sonst meine Stärke ist, muss Morgen besser werden,” hat Nemecz rasch das Problem ausgemacht, “dann komme ich auch näher zu den Fahnen, was heute nicht gegangen ist. Die Puttperformance wäre eigentlich sehr gut gewesen, aber ich war halt einfach zu weit weg. Das Ziel für Morgen muss sein, vom Tee sicherer zu sein, dann ist noch alles drinnen.”

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Live mit Matthias

SHOT CLOCK MASTERS – LIVE-BLOG: Live unterwegs mit Matthias Schwab beim Auftakt zum Heimspiel in Atzenbrugg, der mit der fehlerlosen 69 die hohen Erwartungen erfüllt.

Trockenes Wetter, perfekt beißende Grüns, kein Wind: so scorefreundlich wie nur irgendwie möglich präsentiert sich der Diamond Course den frühen Startern. Matthias Schwab (08:14 Uhr) und Sepp Straka (08:47 Uhr) können ihre frühen Startzeiten tatsächlich ausnützen und bringen sich mit 69er-Runden ideal in Position.

Live beim Flight mit Matthias

Den schweren ersten Drive von der 10 weg bekommt Matthias Schwab schon einmal perfekt hin und ist sofort zu 100 % bei der Sache. Dazu kommt ohne Streß seitens der Shot Clock ein Grüntreffer, wenn auch aus 8 Metern nicht unbedingt eine Birdiechance. Da die Shot Clock erst nach ausgiebigem Lesen der Puttlinien angeworfen wird, dauert es ziemlich lange, bis Matthias sein Zweiputt-Par aufs Leaderboard posten kann.

Beim zweiten Grünschuß halbiert der Schladminger die Puttlänge auf 4 Meter, muss allerdings vom Vorgrün putten. Sein Ball rasiert die Lochkante, immerhin ein weiteres sicheres Par. Am 12. Grün zahlt sich das viele Üben am Putting Grün der letzten Tage erstmals aus – BIRDIE mit starkem Uphill-Putt aus über vier Metern! Auch die nächste schwere Fahne attackiert der Aufsteiger mutig, lässt den Ball 20 Zentimeter hinter dem Bunker landen und legt sich so die nächste Chance auf. Der Birdieputt bleibt jedoch an der Lochkante liegen.

Sowohl Speed als auch Linie hat Schwab voll im Griff, puttet auch am langen Par 3 der 14 aus 7 Metern hervorragend, ohne dafür mit einer roten Nummer belohnt zu werden. Glück dafür beim ersten, etwas weiter aus der Richtung geblockten Abschlag an der 15: vom Trampelpfad kann er trotzdem das Par 5 attackieren, bleibt aber vor dem Grün im Rough hängen. Somit wird es nur das Par.

Auch am zweiten Par 5 geht sich für Matthias nur ein Par aus, nachdem er vorlegen muss und seine Birdiechance aus vier Metern knapp nicht nutzen kann. Die Eisen bleiben weiterhin nicht ganz messerscharf, somit kann er an der 8 auch nur aus 6 Metern putten und geht beim Uphill-Putt etwas zaghaft zu Werke.

Dafür nimmt er vor der Galerie genau Maß und holt sich den Applaus einiger Hundert Zuschauer rund ums 18. Grün nach perfektem Tee-Schuß. Doch wieder will der Ball haarscharf nicht zum Birdie rein. Zwischenzeit: 1:57 Minuten für die ersten 9 Löcher gestoppt, dazu bogeyfrei bei 1 unter Par, 14. Platz.

Mit Dreiputt auf die Back 9

Perfekt weiterhin das lange Spiel, kein Fortune auf den Grüns: vom Vorgrün der 1 leistet sich Schwab einen Dreiputt zum Par, diesmal mit einem Lippout als Spaßbremse. Erstmals verfehlt er an der 2 wirklich ein Grün, chippt aber gut auf einen Meter hin und behält weiter seine weiße Weste. An der kurzen 3 rollt sein Ball etwas zu weit aus und hält knapp vier Meter hinter Fahne am Vorgrün an. Par Nummer 11 wandert nach 12 Löchern auf seine Scorekarte.

Abteilung Attacke heißt die Devise am Par 5 der 13, was in einem Grünbunker endet. Den langen Sandschlag zaubert Schwab immerhin auf zwei Meter zum Stock – entschlossen vollendet er diesmal zum BIRDIE.

Die nächste Chance auf eine Schlagverbesserung kommt am Par 3 der 6 nach präzisem Eisen auf drei Meter zum Loch. Der Putter spielt diesmal nicht mit und erlaubt nur das Par. “Näher hinschießen” lautet die Devise angesichts des eiskalten Putters. Genau das bewerkstelligt Matthias vom 7. Fairway und legt den Ball auf eineinhalb Meter hin – BIRDIE.

Die schwere 8. Bahn meister Schwab grundsolide mit Zweiputt-Par aus 6 Metern. Mit Grüntreffer Nummer 17 steuert er dem Ende seiner fehlerlosen Runde entgegen und verpasst aus 6 Metern nur knapp ein weiteres Birdie. Aber auch die 69 (-3) ist angesichts des großen Drucks beim Heimspiel ein Auftakt nach Maß und gibt Schwab alle Chancen für die weiteren Spieltage. Mit knapp 4 Stunden Spielzeit für einen Dreierflight hat auch die Shot Clock ihren Zweck erfüllt und rund 30 Minuten eingespart.

“Generell nehme ich eine fehlerfreie Runde immer. Drei Birdies sind auch ok, hätten ein wenig mehr sein können, aber so nehme ich auch die 3 unter,” kommentiert Schwab seine Ausbeute des Eröffnungstages. “Das war wirklich cool mit der Shot Clock. Am Anfang ein bisserl eine Umstellung. Es war aber bei uns im Flight bei keinem Spieler jemals knapp. Am Ende war es ein beschleunigtes Spiel, was eine echte Sensation ist,” lobt er auch das neue Format.

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Sternstunde verpasst

MASTERS – FINAL: Bernd Wiesberger kann die starke Ausgangslage am Sonntag nicht in Zählbares ummünzen und vergibt mit etlichen ausgelassenen Chancen und der 72 nicht nur die Riesenchance auf sein bislang bestes Masters-Ergebnis, sondern verpasst auch seine erste Spitzenplatzierung bei einem Major sowie den Sprung zurück unter die Top 50 der Welt. Dennoch überwiegt bei Österreichs Nummer 1 gefühlsmäßig das Positive über Platz 24: “Ich habe so viel besser gespielt als es mein Score zeigt. Ich musste zwar einige Male scramblen, aber zum größten Teil habe ich sehr gutes, kontrolliertes Golf gespielt.”

Bernd Wiesberger hatte noch am Moving Day mit einigen Schwierigkeiten im langen Spiel zu kämpfen, kratzte mit späten Birdies aber die Kurve, startet so nach der 72 (Par) am Sonntag als ausgezeichneter 15. in die Finalrunde und hätte mit einer starken Performance sogar noch die Chance gehabt, sein allererstes Top 10 Ergebnis bei einem Major einzufahren.

Allerdings verläuft der Sonntag ergebnistechnisch so gar nicht nach dem Geschmack des Burgenländers. Gleich zu Beginn kann er nach verzogenem Drive das Par nicht kratzen und lässt danach am ersten Par 5 eine große Chance zum sofortigen Ausgleich ungenützt. Zwar holt er dies mit gestopftem Fünfmeterputt auf der 3 nach, rasselt nach suboptimalem Tee-Shot am langen Par 3 aber sofort wieder in den Plusbereich zurück.

Zu viel ausgelassen

An einem unerwartet scorefreundlichen Finaltag in Augusta kann Bernd so schon zu dieser Zeit nicht mit den Ergebnissen mithalten, was sich auch am Leaderboard ablesen lässt. Nachdem er dann auch noch gute Birdiemöglichkeiten wie etwa auf der 7 auslässt, sieht er seinen Namen im Klassement immer weiter in Richtung Süden wandern.

Wiesberger_Masters_1816_330Erst auf der 9 bringt er den Putter dann aus knapp vier Metern wieder etwas auf Temperatur und kann so sein Tagesergebnis zumindestens wieder auf Level Par ausgleichen. Richtig frustrierend wird es aber auf der 12. Das berühmte Par 3 über den Creek treibt bei Bernd nach gepushtem Parputt aus einem Meter richtiggehend die Zornesröte ins Gesicht, was in einem ins Wasser geworfenen Ball und einem Schlägerwurf auf die Tasche mündet. “Es wollte einfach nichts auf den Greens fallen, obwohl ich extrem gute Putts gemacht habe,” gibt er anschließend auf Facebook seine eigene Einschätzung preis.

Eine Bahn später hat er dann riesiges Glück, dass sich der Ball noch im Hang einbremst. Bernd macht mit gutem Chip und gelochtem Putt daraus sogar das Bestmögliche und gleicht am Par 5 sein Score wieder aus. Insgesamt hat er in dieser Woche den Amen Corner durchaus im Griff und verlässt den Stretch der Löcher 11 bis 13 mit dem Gesamtscore von 1 unter Par.

Große Chance ausgelassen

Mit der 72 (Par) und einem Endergebnis von 1 unter Par verpasst der Österreicher eine geradezu historische Chance. Für ein Top 10 Ergebnis hätte klarerweise eine richtig tiefe Finalrunde gelingen müssen, doch nachdem er auch die Top 15 um satte vier Schläge verpasst, ist auch die Rückkehr unter die Top 50 der Welt vorerst gescheitert. Selbst den 22. Rang bei seinem Masters-Debüt im Jahr 2015 konnte er mit der zähen Finalrunde nicht toppen.

Somit bleibt nach wie vor der 12. Rang von Markus Brier bei den Open Championship im Jahr 2007 das bislang beste Abschneiden eines Österreichers bei einem Major. Auch das Masters Ticket für nächstes Jahr hat Wiesberger noch nicht sicher in der Tasche, da er dazu einen Platz unter den besten 12 gebraucht hätte.

Von Platz 1 zu Position 24

Wiesberger_Masters_1814_330Beim Burgenländer riss sprichwörtlich am Freitag etwas der Faden, denn nach vier gespielten Löchern am zweiten Tag strahlte sein Name sogar von der alleinigen Spitze am Leaderboard. Während danach allerdings etliche Spieler aufs Tempo drückten und reihenweise Birdies auf ihre Scorecards zauberten, trat die Nummer 57 der Welt auf der Stelle und wurde so schlussendlich bis auf Rang 24 zurückgereicht.

Erfreulich ist aber auf jeden Fall, dass der Aufwärtstrend mit den alten 716er-Eisen nicht zu leugnen ist. Zwar hatte er speziell am Moving Day im langen Spiel Schwierigkeiten, generell aber wirkt er in dieser Hinsicht um einiges stabiler als noch vor wenigen Wochen. Allerdings ist die größte Schwäche auch beim Masters wieder auf den Grüns zu finden.

Wiesberger_Masters_1817_330Zwar lochte er einige wichtige Putts auch aus größeren Distanzen, ließ dafür aber etliche kurze Putts aus. Dabei war die Performance am Kurzgemähten insgesamt besser als im Vorjahr. Zwar hatte das auch mit deutlich bessern Annäherungen auf durchwegs beißenden Grüns zu tun, nur ein Dreiputt in vier Runden ist in Augusta aber aller Ehren wert.

Insgesamt gesehen aber waren es die Putts zwischen zwei und vier Metern, von denen Bernd einfach zu wenige lochen konnte. Rory McIlroy etwa sprach das im Interview an, dass genau diese kürzeren Putts das Masters entscheiden werden. Am Sonntag hatte Bernd 11 Putts aus dieser Distanz vor der Nase, konnte davon aber nur drei verwerten was klar zeigt, wo die Schläge zu finden sind, die am Ende auf das angepeilte Topergebnis fehlten.

Reeds Masterpiece

Patrick Reed (USA) lässt am Finaltag nichts mehr anbrennen. Der Texaner marschiert mit Nerven aus Drahtseilen über die Fairways und Grüns und lässt sich selbst von Traumrunden der Verfolger nicht aus der Ruhe bringen. Schlussendlich reicht ihm die zartrosa 71 (-1) um bei gesamt 15 unter Par sein erstes Major der Karriere zu gewinnen.

Rang 2 geht an Rickie Fowler (USA), der mit der 67 (-5) noch einmal ordentlich Druck aufbaut, schlussendlich aber um einen Schlag zuviel benötigt. Rang 3 belegt Jordan Spieth (USA), der seine beherzte Aufholjagd (64) auf der 18 mit einem abschließenden Bogey beenden muss.


 

Bernd Wiesbergers Finalrunde im Überblick:

Mühsamer Start

Masters_2018_Pins_SundayBernd bringt nach einem rechts verzogenen Drive in den Wald erst den dritten Schlag am Grün unter und nachdem aus vier Metern der Putter nicht mitspielt, startet der Oberwarter nur mit einem Bogey in den letzten Spieltag. Schon auf der 2 ergibt sich dann nach starkem Chip aber aus knapp zwei Metern die Ausgleichschance, die Bernd aber nicht nützen kann.

Aus der Ruhe lässt er sich von der vergebenen Ausgleichschance aber nicht bringen und holt das fällige Birdie dafür auf der 3 aus gut 5 Metern nach. Lange währt die Freude aber nicht, denn nach verfehltem Grün kann er am schwierigen Par 3, der 4 den fälligen Downhillputt aus drei Metern nicht lochen, was ihn rasch wieder auf 1 über Par zurückwirft. Die 5 erledigt er unaufgeregt und nimmt ein sicheres Par mit.

Chance liegengelassen

Am zweiten Par 3 legt Bernd den Tee Shot durchaus gut aufs Grün, während der Burgenländer aber aus knapp sechs Metern die Chance nicht nützen kann, locht Flightpartner Jason Day sogar aus 22 Metern zum Birdie. Eine Bahn später ergibt sich aus vier Metern bergauf die nächste Ausgleichschance, doch abermals sagt der Putter “nein”.

Das mühsame Puttdilemma setzt sich auch danach fort. Erneut legt sich Bernd eine gute Möglichkeit auf, schiebt am Par 5 aber den Putt gleich über zwei Meter übers Loch und hat so sogar noch einen unangenehmen Test zum Par, den er aber besteht.

Hin und her

Kurz vor dem Turn kann er dann aber aufatmen, nachdem er sich die Linie bei Jason Day’s Putt genau abkupfert, aus knapp vier Metern das Birdie mitnimmt und so sein Tagesergebnis wieder ausgleicht. Auf der 10 hat er nach suboptimaler Annäherung jedoch gleich wieder zu kämpfen, entledigt sich der Aufgabe nach gelungenem Chip bis auf einen guten Meter zur Fahne aber souverän.

Auf der ohnehin schon schwierigen 11 kann ihm auch die versteckte Fahne am Sonntag nicht ins Schwitzen bringen, wie ein sicheres Par mit Zweiputt unterstreicht. Nach leicht zu langem Tee Shot legt er den Ball auf Golden Bell bis auf in etwa einen Meter zur Fahne, doch auch am weltberühmten Par 3 macht ihm an diesem Tag der Putter einen Strich durch die Rechnung und hängt ihm das nächste Bogey um.

Wieder zum Ausgleich

Auf der 13 hat er richtig Glück, dass die Grünattacke noch im Hang hängenbleibt. Bernd macht danach aber das beste draus und locht nach perfektem Chip aus gut zwei Metern zum erneuten Ausgleich. Damit marschiert der Oberwarter am Sonntag mit Level Par aus dem Amen Corner und konnte in diesem Jahr den berühmten Stretch der Löcher 11 bis 13 insgesamt mit 1 unter Par absolvieren.

Die 14 stellt ihn mit sicherem Zweiputt vor keine Probleme. Am letzten Par 5 attackiert Bernd das Grün. Nachdem der Ball zu lang ausrollt hat er einen gefährlichen Downhill-Chip vor der Nase, bringt diesen aber bis auf drei Meter zur Fahne. Allerdings fällt einmal mehr der Putt nicht.

Am letzten Par 3 hat er noch einmal eine gute Chance, doch auch aus vier Metern lässt sich der Putter nicht erwärmen. Nach verfehltem Grün kommt er auf der 17 noch einmal etwas ins Schwitzen, chippt aber gut zur Fahne und nimmt so das Par mit. Auf der 18 rollt ihm der Downhiller zu weit aus, diesmal allerdings stopft er den Retourputt aus vier Metern und beendet das 87. Masters mit einer 72 (Par). Bei generell guten Scores am Sonntag ist so aber das erhoffte Topergebnis nicht zu holen.

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Kampfrunde

MASTERS – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger lässt am Moving Day vor allem im langen Spiel des Öfteren den Touch der ersten beiden Tage vermissen, arbeitet sich mit enormer Kampfkraft aber noch zur 72 und wahrt damit die Chance auf ein Top 10 Ergebnis. “Das war nicht der Samstag den ich mir erhofft hab. Ich bin aber trotzdem zufrieden mit den Schlägen auf den letzten Löchern, die mein Score noch auf Par zurückgedreht haben”, beschreibt Bernd nach der Runde seine Gemütslage.

Einmal mehr hat Bernd Wiesberger an einem Moving Day etliche Schwierigkeiten. Von Anfang an lässt ihn das durchwegs sichere lange Spiel der ersten beiden Tage im Stich, was ihn öfters richtiggehend in die Bredouille bringt. Dabei rettet sich der Oberwarter vor allem zu Beginn teilweise noch sensationell, wie etwa ein fast gelochter Sandschlag nach eingebunkertem Tee Shot am langen Par 3, der 4 zeigt.

Insgesamt missed Bernd schon auf den ersten sieben Bahnen gleich drei mal das Kurzgemähte, was auf den vom Regen eher gutmütigen Grüns gleich doppelt ins Gewicht fällt. Denn während etliche Spieler schon früh bereits deutlich in den roten Bereich abtauchen, kämpft die Nummer 57 der Welt wie ein Löwe um überhaupt die Pars auf die Habenseite buchen zu können.

Schock am Par 5

Wiesberger_Masters_1810_330Nachdem er an den ersten beiden Tagen jeweils im Fairwaybunker hängen geblieben ist, legt er die Strategie am Par 5, der 8 diesmal gleich von Beginn weg konservativ an. Nachdem er allerdings die Vorlage weit links verzieht, danach das Ziel überschlägt und überhaupt erst den fünften Schlag am Grün unterbringt, tritt er sich sogar ein mehr als nur bitteres Doppelbogey ein, das ihm viele Ränge kostet. “Es ist nichts wirklich zu meinen Gunsten gelaufen und ein schwacher Schwung gepaart mit gleich zwei schlechten Entscheidungen haben mir auf der 8 das Doppelbogey eingebrockt”, so Bernd selbstkritisch.

Zwar kontert er danach sofort nach starkem Eisen auf der 9, parkt aber zu Beginn des Amen Corner seinen Abschlag auf der 11 hinter einem Baum, was prompt im nächsten Fehler mündet. Anders als an den Tagen zuvor reitet er dann auf der 13 (Par 5) die Grünattacke, marschiert aber nach verschobenem Zweimeterputt nur mit dem Par zur 14 und verlässt den Amen Corner diesmal nur mit dem Score von 1 über Par.

Mut zum Risiko

Nach starkem Abschlag nimmt er dann auch am letzten Par 5 noch Risiko und legt den Ball sogar zu einer guten Eaglechance hinter die Fahne. Zwar will der Adler aus knapp vier Metern nicht landen, Bernd holt sich aber immerhin einen Schlag wieder zurück und stellt auch sein Gesamtergebnis wieder auf Level Par.

Dass er auf den Backnine die Eisen doch wieder um einiges besser im Griff hat, zeigt er auf der 17, wo er ein Wedge stark bis auf drei Meter zum Loch legt und tatsächlich sein Score wieder zurück auf Anfang dreht. Schlussendlich unterschreibt Österreichs Nummer 1 so die 72 (Par), was angesichts der Probleme am Moving Day mit Sicherheit ein versöhnliches Ende darstellt. Damit hält er in etwa seine Platzierung und wird als 15. in den Finaltag starten.

Verkehrte Welt

Wiesberger_Masters_1811_330Vor allem im direkten Vergleich mit der Freitagsrunde erscheint der Score fast unwirklich, da er am zweiten Spieltag sicherlich eine höhere Qualität zeigte, am Ende aber sogar mit der 73 (+1) leben musste. Bernd verpasst es am Samstag zwar die Lücke zur Spitze zu verkleinern, da vorne viele Spieler heute unter Par spielten, er bleibt aber noch an den Top 10 dran und wahrt so auch klar die Chance auf einen Platz unter den besten 15, was für eine Rückkehr unter die Top 50 der Welt wohl vermutlich ausreichen würde.

Reed als Gejagter

Patrick Reed (USA) brennt auch am Moving Day eine starke Vorstellung ab. Der Texaner packt auf seine starke 66 (-6) eine 67 (-5) drauf und geht damit bei gesamt 14 unter Par als klar Führender in den Finaltag. Erster Verfolger ist Rory McIlroy (NIR), der mit der 65 (-7) bis auf drei Schläge heranmarschiert. Auch Rickie Fowler (USA) notiert am Samstag eine 65 (-7) und liegt damit bei gesamt 9 unter Par auf Rang 3. Tiger Woods (USA) geht nach der 72 (Par) als 40. auf die letzte Runde.


Bernd Wiesbergers dritte Runde im Überblick:

 

Test bestanden

Masters_Pin Positions_2018_SaturdayGleich auf der 1 stellt Bernd seine Nerven auf die Probe, besteht nach zu kurzem ersten Putt den Tester aus gut drei Metern aber mit Bravour. Am Par 5 danach reitet Bernd nach starkem Drive die Attacke und parkt sich kurz vor dem Grün ein. Nachdem der Chip aber etwas zu lange ausrollt geht sich auf der langen Bahn nur das Par aus.

Auf der 3 entscheidet er sich wohl wegen der Fahnenposition für die defensive Variante, hat nach gutem Wedge aber erneut aus fünf Metern eine Birdiechance. Zum ersten Mal in dieser Woche will das kurze Par 4 aber keinen Schlaggewinn springen lassen. Am langen Par 3 danach bremst sich sein Tee-Shot im Grünbunker ein. Mit sensationellem Sandschlag locht er aber fast und hat nur noch ein Tap-in zum nächsten Par am Putter.

Harte Kämpfe

Ausgerechnet das schwierige fünfte Grün überschlägt er nach gutem Abschlag. Ein starker Chip und ein gelochter Putt aus knapp zwei Metern retten aber ein weiteres wichtiges Par. Auch danach lässt er das starke lange Spiel der ersten Tage vermissen, rettet sich aber erneut mit starkem Zweiputt aus 16 Metern mit starkem Break zum Par. Die 7 stellt ihn nach starkem Drive und gelungener Annäherung vor keine großen Probleme.

Nachdem er an den ersten beiden Tagen am Par 5, der 8 jeweils im Fairwaybunker landete, legt er es am Samstag gleich von Beginn an auf eine drei Schlag Strategie an. Eine verzogene Vorlage und ein danach überschlagenes Grün lassen ihn aber überhaupt erst mit dem fünften Schlag aufs Grün kommen und nachdem er danach noch zwei Putts benötigt, hängt er sich sogar ein Doppelbogey um.

Konter gesetzt

Fast trotzig legt Bernd auf der 9 dann aber eine lasergenaue Annäherung auf gut zwei Meter zur Fahne und bringt auch den Putter auf Temperatur, was ihm zumindestens einen Schlag sofort wieder zurückbringt. Kurz vor dem Amen Corner lässt sich Bernd einmal mehr einen Tester aus zwei Metern übrig, verwertet den Bergaufputt aber trocken.

Ein links verzogener Drive, der sich dazu noch hinter einem Baum versteckt, zwingt Bernd auf der schwierigen 11 dann zur Vorlage, was prompt im nächsten Schlagverlust endet. Auf der berühmten 12 (Par 3) zündet er dann wieder ein starkes Eisen, kann aus gut drei Metern mit gepulltem Putt aber nicht sein zweites Birdie notieren.

Amen Corner über Par

Zum ersten Mal in dieser Woche attackiert er danach das Par 5, der 13, kann von knapp hinter dem Grün aber keinen roten Eintrag mitnehmen und muss sich mit dem Par zufriedengeben. Damit absolviert er den weltbekannten Stretch am Moving Day mit dem Gesamtscore von 1 über Par.

Auch auf der 14 muss er nach leicht verzogenem Drive und überschlagenem Grün wieder scrambeln, besteht die Prüfung aus eineinhalb Metern aber. Nach gutem Abschlag attackiert er auch das letzte Par 5 und bringt den Ball sogar richtig stark zur Eaglechance zur Fahne. Aus knapp vier Metern will der Adler zwar nicht landen, das Birdie hat er aber sicher.

Ins Finish

Am letzten Par 3 hat er nach suboptimalem Eisen eine ordentliche Aufgabe vor sich, entledigt sich dieser mit sicherem Zweiputt aber unaufgeregt. Auf der 17 zündet er dann noch ein richtig starkes Wedge und legt den Ball auf drei Meter zur Fahne. Diesmal lässt er sich die Chance nicht nehmen und gleicht sein Tagesergebnis wieder aus.

Auf der 18 hat er dann sogar noch eine weitere Chance, aus knapp vier Metern will diesmal der Putt aber nicht fallen. Angesichts der Probleme vor allem auf den Frontnine, kann er mit der 72 am Moving Day aber wohl durchaus gut leben. Er bleibt damit nicht nur an den Top 10 dran, sondern wahrt vor allem die Chance auf einen Platz unter den besten 15, was für eine Rückkehr unter die Top 50 der Welt wohl ausreichen würden.

 

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