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Charakter bewiesen

PORSCHE EUROPEAN OPEN – FINAL: Matthias Schwab beweist an einem Tag wo kaum etwas in seine Richtung laufen will mit einem Birdie-Birdie Finish Charakter und krallt sich so auf den Green Eagle Golf Courses von Hamburg nicht nur sein zweites Top 10 Resultat auf der European Tour, sondern lässt außerdem mit Patrick Reed und Bryson DeChambeau beide US-Superstars hinter sich.

Unglaublich locker, gelöst, entspannt und dennoch fokussiert präsentierte sich Österreichs größte Zukunftshoffnung an den ersten drei Spieltagen beim European Tour Event in Hamburg. Selbst ein Patrick Reed als Flightpartner ließ den jungen Steirer am Moving Day nicht in Ehrfurcht erstarren und Matthias Schwab legte sich mit nur einem Schlag Rückstand auf das Führungsduo eine mehr als nur vielversprechende Ausgangslage auf.

Am Finaltag allerdings ist von der Lockerheit der ersten Runden nichts mehr zu spüren, denn bei unangenehmen Windverhältnissen verliert der Rookie von Beginn an die Sicherheit und kämpft fast pausenlos um die Pars. Auf der 1 gelingt die Übung trotz Abschlags in den Bunker noch, ein Dreiputt am Par 3 danach ruft aber bereits erstmals den Lift, der Matthias die gesamte Runde über aus der Bergabfahrt nicht aussteigen lassen will.

H2O im Weg

Auf der 3 hätte er noch die Chance schnell gegenzusteuern, doch ein verschobener Birdieputt passt im Nachhinein betrachtet richtiggehend ins Gesamtbild. Erstmals so richtig wild wird es auf der 4, wo Matthias seine Annäherung hinterm Grün wassert und nach ausgelipptem Bogeyputt sogar eine Doublette verzeichnen muss.

Fast schnürt er auf der 6 nach weiterem Wasserball sogar den Doppelbogey-Doppelpack, doch ein gefühlvoller Putt kippt doch noch zum Bogey ins Loch. An einem Tag wo fast alle Spieler zu kämpfen haben flackert auf der 7 nach starkem Chip und dem ersten Birdie noch einmal Hoffnung auf, doch ein Steckschuss im Bunker und ein ausgelippter Chip sorgen sofort für den nächsten Schlagverlust.

Die Kampfkraft hat der Schladming-Pro aber noch keinesfalls verloren, denn kurz vor dem Turn überredet er das einzige Par 5 der Frontnine noch zu einem Birdie und scrambelt sich auf der 11 (Par 5) nach dem bereits dritten Ball ins kühle Nass noch zu einem Par. Mehr soll an diesem Tag aber einfach nicht mehr gelingen und Matthias Schwab tritt sich auf der schwierigen 13 und der 15 (Par 5) noch weitere Fehler ein, was ihn endgültig aus den Top 10 rutschen lässt.

Erst die 17 erweist sich dann wieder als gnädig und spendiert ihm sein drittes Birdie, was ihn kurz vor Ende der Runde auch wieder in die Top 10 spült. Nach einem weiteren roten Eintrag zum Abschluss des Turniers am Par 5, der 18 marschiert er dann sogar noch bis auf den 7. Platz nach vor. An einem Tag wo so gut wie nichts in seine Richtung laufen wollte beweist er mit dem Birdie-Birdie Finish und der 75 (+3) Charakter, fixiert so nach Indien sein zweites Top 10 Ergebnis auf der European Tour und lässt außerdem sogar Patrick Reed und auch Bryson DeChambeau schlussendlich hinter sich.

“Es ist heute leider nicht gut gelaufen. Meine Schläge waren zwar nicht sehr gut, aber ich hatte auch ständig mit schlechten unglücklichen Lagen, ausgelippten Putts usw. zu kämpfen. Auf der 15 ist mir dann sogar der Schaft vom Eisen abgebrochen, weil ich derart schlecht hinter einem Baum gelegen bin. Alles in allem war Hamburg okay. Die zwei Runden mit Patrick Reed, das ganze Umfeld mit TV etc. bringen mir sehr viel an Erfahrung”, fasst Matthias Schwab das Turnier zusammen.

Erfahrung aufsaugen

Der lange Zeit verpatzte Finaltag ist auch sicherlich etwas woraus der charakterlich sehr starke Aufsteiger seine Lehren ziehen wird. Dass er mit der absoluten Weltelite auf jeden Fall Schritt halten kann zeigte er vor allem von Donnerstag bis Samstag wo er neben 14 Birdies lediglich drei Bogeys eintragen musste. Dazu bot er auch den Fans eine tolle Show, brachte Golf-Österreich wieder auf die TV-Schirme und lieferte neben Captain America Patrick Reed vor allem am Samstag eine durchaus sehenswerte Leistung ab.

Der amtierende Masters Champion konnte Matthias im gemeinsamen Flight nie aus der Ruhe bringen, was zeigt wie selbstsicher der Steirer schon in jungen Jahren wirklich ist. Mit ein Problem war am Sonntag sicherlich auch die Tatsache, dass er nach “Good Breaks” an den Vortagen, diesmal absolut kein Spielglück hatte. Einige ausgelippte Putts sowie zum Beispiel der Steckschuss im Bunker mit darauffolgendem ausgelippten Chip verhinderten schlicht eine deutlich bessere Runde.

Mit 65.000 Euro Preisgeld überholt er außerdem Bernd Wiesberger im Race to Dubai und in der Austrian Order of Merit und ist damit neue Nummer 1 in Österreich. Mit mittlerweile über 332.000 Punkten in der Jahreswertung ist auch das Spielrecht für kommendes Jahr wohl praktisch bereits fix. Die nächsten beiden Wochen wird Matthias Schwab nun eine Pause einlegen, ehe er bei den Nordea Masters in Schweden wieder am Abschlag stehen wird.

Richard McEvoy (ENG) sichert sich mit einem Birdie am Schlussloch und der 73 (+1) bei gesamt 11 unter Par beim 218. Anlauf seinen ersten European Tour Sieg der Karriere.

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In bester Gesellschaft

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 2. RUNDE: Matthias Schwab drückt in den Green Eagle Golf Courses von Hamburg auch am Freitag aufs Tempo, packt auf seine ohnehin schon starke Eröffnungsrunde eine 67 drauf und cuttet so als erster Verfolger inmitten von absoluten Weltstars ins Wochenende.

Anders als bei den vorangegangenen Turnieren, wo Matthias Schwab nach starken Auftaktrunden am zweiten Spieltag den Rhythmus verlor und sogar an zwei aufeinanderfolgenden Cuts scheiterte, kann er sich diesmal in der deutschen Hansestadt sogar steigern und bringt sich vor dem Wochenende sogar in eine super Position für einen etwaigen Sieg.

Mit sicheren Pars startet Matthias durchaus solide in die zweite Runde und taucht am einzigen Bogeyloch des Vortages, dem langen Par 3 der 14, sogar mit seinem ersten Birdie in den roten Bereich ab. Nachdem er nur zwei Bahnen später auch das Par 5, der 16 mit gestopftem Fünfmeterputt gut auszunützen weiß, stößt er sogar noch vor dem Turn endgültig wieder in die Topregion des Leaderboards nach vor.

Roter Triplepack

Doch damit hat der Schladming-Pro sichtlich noch nicht genug, denn voll auf Betriebstemperatur legt er auch am Par 3, der 17 ein Eisen stark aufs Grün und lässt dem Downhill-Putt gar keine andere Möglichkeit als mitten ins Loch zu fallen. Weiter richtig im Flow legt er sich danach am Par 5, der 18 sogar eine Außenseiterchance zum Eagle auf. Zwar will der Adler aus größerer Distanz nicht landen, das rote Triplepack ist aber geschnürt, was Matthias zu dieser Zeit sogar zum amtierenden Masters Champion Patrick Reed – der US-Amerikaner notiert am Vormittag eine 66 (-6) – bei gesamt 8 unter Par in die geteilte Führung bringt.

Fast übernimmt er am Par 3, der 2 dann sogar die alleinige Führung, beim starken Birdieputt fehlen ihm aber ein paar Millimeter zum bereits fünften Birdie. Nur Minuten nachdem Bryson DeChambeau (USA) auf 9 unter Par geht, beweist Matthias einmal mehr seinen gefühlvollen Touch für die Hamburger Greens und locht auf der 12 nach starker Annäherung zum nächsten Birdie, was ihn gemeinsam mit dem zweifachen PGA Tour Sieger im Gleichschritt an der Spitze wegmarschieren lässt.

Erster Verfolger

Fast versenkt er auf der 4 dann gleich die Annäherung, der freundliche Bounce von außerhalb des Grüns prallt aber an der Fahne ab, weshalb er sich schließlich “nur” mit dem Par zufrieden geben muss. Auf den verbleibenden Bahnen lässt Matthias dann nichts mehr anbrennen, packt auf seine 68 (-4) vom Vortag die 67 (-5) drauf und cuttet so als erster Verfolger und mit einem Schlag Rückstand auf Bryson DeChambeau (68) ins Wochenende.

Nach dem starken Auftritt meint er: “Ich hab die Bälle heute gut getroffen und die Runde war sehr solide. Das Spiel war sicher und das Putten war auch sehr zufriedenstellend. Ich freue mich schon auf die Runde morgen.”

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Rickie Fowler

Fanliebling in der Pole

WASTE MANAGEMENT PHOENIX OPEN – 2. RUNDE: Rickie Fowler (USA) packt auch am Freitag die 66 aus und geht im TPC Scottsdale als Co-Leader ins Wochenende.

Mit Rickie Fowler mischt ausgerechnet beim publikumswirksamsten Turnier des Jahres – allein die Stadionatmosphäre am Par 3, der 16 zieht jede Saison die Massen an – ein absoluter Fanliebling ganz vorne mit. Der Olympiateilnehmer von Rio 2016 packte schon zum Auftakt die 66 (-5) aus und weiß auch am Freitag voll zu überzeugen.

Vor allem auf den Frontnine hat der Kalifornier sein absolutes A-Game mit im Bag und liegt dank vier Birdies schon beim Turn bei 4 unter Par. Erst auf den zweiten Neun schleichen sich dann auch zusehends Fehler ein, drei Birdies behalten aber gegenüber zwei Bogeys auch hier die Oberhand.

Schlussendlich unterschreibt er erneut die 66 (-5) und gibt damit gemeinsam mit Landsmann Bryson DeChambeau – er notiert ebenfalls seine bereits zweite 66 (-5) – den Ton zur Halbzeit des Turniers an. Alex Cejka (GER) muss krankheitsbedingt noch vor seiner zweiten Runde aufgeben.

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