Schlagwort: comeback

Party Spoiler Harman

WELLS FARGO CHAMPIONSHIP – FINAL: Brian Harman vermasselt mit einem Riesenputt am Schlussloch Dustin Johnson beim Comeback den Sieg.

Mit einem unwahrscheinlichen 10 Meter-Putt am Schlussloch erweist sich Brian Harman als Party-Spoiler. Das Traum-Comeback des Dustin Johnson nach seinem Treppensturz vor dem Masters und 6 Wochen Pause hätte genauso gut mit einem 4. Sieg in Folge für die Nummer 1 der Welt enden können.

Brian Harman hatte andere Pläne: am abschließenden Par 5 ließ der sich eine megaschwere Chip-Putt-Übung um ein Playoff gegen DJ zu vermeiden. Gerade soeben schaffte es sein Ball aufs Grün. Der Putter löste das Problem jedoch elegant und versenkte zur 68, die bei 10 unter Par zu Harman’s ersten Titel nach drei Jahren Pause reichte: “Ich wusste, das Birdie am Schluss würde schwer werden. Aber ich bin meinem Game Plan treu geblieben und konnte das einfach umsetzen.”

Johnson überraschte sich selbst mit dem 2. Platz, nachdem er ohne Training anreiste und als Letzter überhaupt ins Wochenende rutschte, dann jedoch mit zwei 67er-Runden fast noch gewann: “Ich wusste nicht, was ich mir von dieser Woche erwarten sollte. Aber es hat sich nicht viel in meinem Spiel verändert. Die ersten beiden Tage war es noch mühsam, aber am Wochenende war ich echt zufrieden und habe für kommende Woche (The Players) mein Spiel wieder drauf,” macht die Nummer 1 schon einmal eine Ansage für Sawgrass.

Pat Perez vermasselt mit Doppelbogey an der 14 seine Siegchancen und teilt sich mit DJ Platz 2. Jon Rahm trug seine Teil zur Unterhaltung mit einem Chip-In an der 12 bei. Spaniens Jungstar konnte jedoch auf den Par 5 seine Longhitter-Qualitäten nicht ausspielen und muss sich mit dem 4. Platz begnügen. Francesco Molinari, der zwei Tage lang klar dominierte, ehe ihn der Putter im Stich ließ, wird am Wochenende bis auf Platz 24 durchgereicht.

>> Endergebnis Wells Fargo Championship

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Endgültig zurück

HERO WORLD CHALLENGE – 2. RUNDE: Tiger Woods (USA) meldet sich am zweiten Spieltag auf den Bahamas mit einer fehlerlosen 65 (-7) endgültig im Profigeschäft zurück und spielt sich bis auf Rang 9 nach vor.

Lange Zeit spannte Tiger Woods seine Fans auf die Folter, ehe er in dieser Woche beim Einladungsturnier zugunsten seiner Foundation in New Providence endlich wieder die Schläger schwingt. Nach langen Verletzungspausen musste der Publikumsliebling zuletzt sogar 15 Monate pausieren bis nun endlich wieder wettkampfmäßiges Golf möglich ist. ´

Inmitten von 17 anderen Professionals ließ er bereits zum Auftakt am Donnerstag mit starken Frontnine aufhorchen, musste nach späten Fehlern aber schlussendlich mit der 73 (+1) und Rang 17 von 18 zufrieden sein. Am Freitag aber meldet sich die ehemalige Nummer 1 der Welt nun endgültig konkurrenzfähig im Profizirkus zurück.

Konzentrierte Vorstellung

Gleich die 1 lässt das erste Birdie springen und noch vor dem Turn schraubt er das Zwischenergebnis mit zwei weiteren roten Einträgen auf 3 unter Par. Nachdem diesmal auch die zweite Platzhälfte mit vier Birdies sehr stark gelingt, steht er mit der bogeyfreien 65 (-7) beim Recording und spielt sich so bis auf Rang 9 nach vor.

“Diese Runde fühlt sich definitiv gut an. Im Gegensatz zu gestern hab ich heute mein Spiel durchgezogen und auch wichtige Parsaves gemacht wo ich sie machen musste. Ich hab auch am Donnerstag nicht schlecht gespielt, hab dann aber ein wenig das Momentum verloren und am Ende sogar über Par gespielt. Mit der heutigen Runde bin ich sehr zufrieden”, so Woods, der auf der 12 ein perfektes 6er Eisen sogar fast zum Hole in One lochen konnte.

Geteilte Führung

Hideki Matsuyama (JPN) und Dustin Johnson (USA) teilen sich nach dem zweiten Spieltag die Spitzenposition. Der Japaner, der erst unlängst mit den HSBC Champions sogar ein WGC-Turnier für sich entscheiden konnte, notiert die 67 (-5), die in bis an die Spitze bringt. Dustin Johnson gelingt seine bereits zweite 66 (-6), was auch ihn bei gesamt 12 unter Par ganz vorne einreiht. Erste Verfolger sind Matt Kucher (USA) (67) und Louis Oosthuizen (RSA) (67) bei zwei Schlägen Rückstand.

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Tiger Woods

Back in Business

HERO WORLD CHALLENGE – 1. RUNDE: Tiger Woods (USA) liegt beim vielumjubelten Comeback auf den Bahamas lange Zeit gut im Rennen, erst zwei späte Doubletten verhindern einen roten Auftakt.

Nach etlichen Rückenproblemen und bereits mehreren Zwangspausen ist es in dieser Woche endlich soweit. Tiger Woods feiert beim Einladungsturnier zu Gunsten seiner Foundation inmitten von 17 handverlesenen Professionals sein Comeback. Ganze 15 Monate ist es bereits her, dass der Publikumsliebling zuletzt wettkampfmäßiges Golf spielte.

Richtig angriffslustig präsentierte er sich dennoch vor dem Turnier den Medien: “Ich versuche einfach das zu machen, was ich immer gemacht hab wenn ich in ein Turnier gehe. Ich versuche das Ding zu gewinnen. Es ist immer das gleiche. Ich weiß, dass alle mich besiegen wollen und ich will sie besiegen.”

Beachtlicher Start

Nach der langen Pause sind die Erwartungen aber doch eher schaumgebremster Natur, doch Tiger straft die Pessimisten auf den Frontnine regelrecht Lügen. Die ehemalige Nummer 1 der Welt findet schon am ersten Par 5 ein Erfolgserlebnis und setzt in altbekannter Manier von der 6 bis zur 8 zu einem Birdiehattrick an, der ihn weit nach vorne pusht. Erst ein Par 5 Bogey auf der 9 leitet eine doch eher durchwachsene Fortsetzung der Runde ein.

Mit weiterem Schlagverlust auf einer langen Bahn büßt er einen weiteren Schlag ein, holt sich diesen aber am letzten Par 5 noch zurück, ehe ein bitteres Ende ein rotes Comeback noch zerstört. Tiger muss auf der 16 und der 18 noch zwei Doubletten notieren und steht so am Ende nur mit der 73 (+1) beim Recording und reiht sich so nur auf dem 17. und vorletzten Rang ein.

Spitzenreiter

J.B. Holmes (USA) gibt nach dem ersten Spieltag in New Providence den Ton an. Der Longhitter tritt sich zwar gleich auf der 1 einen Schlagverlust ein, legt dann aber eine Traumrunde mit gleich sieben Birdies und einem Eagle hin, was ihn mit der 64 (-8) bis an die Spitze des Leaderboards bringt. Erster Verfolger des US-Amerikaners ist Hideki Matsuyama (JPN) nach der 65 (-7).

>> Leaderboard Hero World Challenge

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Markus Brier Comeback

TURNIER-VORSCHAU Woche 45/2016: Markus Brier reaktiviert seine Karriere beim Tourschool-Finale, wo auch Martin Wiegele um sein Spielrecht kämpft.

Markus Brier reaktiviert seine Golfkarriere nach mehrjähriger Pause mit dem Einstieg ins Tourschool-Final, für das er dank seines letzten Toursiegs 2007 qualifiziert ist: < ich mache das zur Vorbereitung auf die Seniors > erläutert der mittlerweile 48-jährige Wiener seine Ziele. Alleine über die Teilnahme über vier oder sechs Runden wird Brier somit zumindest eine kleine Kategorie lösen und 2017 einige Aufbauturniere bestreiten können.

Martin Wiegele ist noch dank seines European Tour-Siegs direkt fürs Final qualifiziert und möchte so seine aktuelle Mini-Kategorie für die Challenge Tour verbessern. Der Tourschool-Marathon geht wieder über 6 Tage mit dem Cut nach vier Runden im PGA Catalunya bei Girona.

Einstieg in Amerika?

Sepp Straka versucht sein Glück in der Stage 2 beim Qualifying Tournament der Web.com Tour. In Florida geht es über vier Tage um den Aufstieg ins Finalturnier, bei dem Anfang Dezember Spielrechte für die Web.com Tour, Amerikas zweite Profiliga vergeben werden.

Auf jedem der drei Kurse in Florida steigen ca. die besten 19 von 75 – 80 Spielern auf. Nur Rundenscores ab ca. 20:00 Uhr

Kraftakt in Indien

Nach anstrengenden Wochen in Europa, China und Abu Dhabi legt Österreichs fleißiges Damen-Duo Sarah Schober und Christine Wolf noch einen weiteren Tourstopp in New Delhi ein. Bei der Hero Women’s Indian Open geht es auch heuer im DLF Country Club von Delhi um 350.000 Euro Preisgeld.

Beide wollen ihre zuletzt starke Form ein weiteres Mal gewinnbringend einsetzen, wobei das Spielrecht für 2017 bereits abgesichert ist.

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Tiger Woods

3. Rücken-OP

Tiger Woods musste sich zum dritten Mal im heurigen Jahr einer Rücken-Operation unterziehen. Ein mögliches Comeback schiebt sich weiter hinaus.

“Wegen Schmerzen im Rücken- und Hüftbereich” unterzog sich Tiger Woods Ende Oktober einer weiteren Rücken-Operation, der bereits Dritten im heurigen Jahr. Neuerlich musste das Ärzteteam rund um Dr. Charles Rich in Park City (Utah) Hand an den prominentesten Golfrücken der Welt anlegen um die Ergebnisse des erst vier Wochen zurückliegenden Eingriffs nachzubessern.

“Tiger geht es gut und wir erwarten eine vollständige Heilung,” so ein weiteres optimistisches Ärzte-Communique nach dem Eingriff. “Es ist etwas, das getan werden musste. Ich werde so rasch wie möglich zurückkehren,” so das letzte Statement des prominenten Patienten selbst.

Bei Tigers Hero World Challenge im Dezember wird Woods daher nicht wie geplant als Spieler sondern nur als Turnier-Host vor Ort auf den Bahamas präsent sein. Nicht vor dem Frühjahr 2016 wird die ehemalige Nummer 1 wieder in den Turnierzirkus zurückkehren können.

Im World Ranking ist Woods bereits bis auf Platz 351 zurückgereicht worden. In diesem Licht gewinnt der jüngste Kommentar von Notah Begay, seines vielleicht engsten Freundes aus ehemaligen Tour-Tagen an Bedeutung: “Tiger ist sich bewusst, dass der Sonnenuntergang seiner Karriere näher rückt,” hatte es Begay mit indianischer Symbolsprache traurig für alle Tiger-Fans formuliert. Erstmals ist auch eine Mehrheit der US-Fans laut einer Umfrage der Meinung, dass Tiger kein weiteres Major mehr gewinnen wird.

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Tiger nie wieder der Alte

Tigerline_Golf_Live_at

Tiger Woods räumt zum x-ten Mal den gesundheitlichen, privaten und beruflichen Scherbenhaufen auf. Was ist von seinem Comeback zu erwarten, wie der Ausblick auf seine sportliche Restkarriere?

“Die besten Jahren liegen noch vor mir,” überraschte Tiger Woods mit seiner Sicht der Golfwelt wenige Tage vor dem Comeback beim Bridgestone Invitational 2011. Der Tiger brüllt wieder – der Unterschied zu früher: McIlroy, Manassero, Fowler und Co. nehmen das achselzuckend zur Kenntnis, keiner fürchtet sich.

Ich schliesse mich jenen an, die Tiger einen Realitäts-Check empfehlen. 35 Jahre alt, seit 4 Jahren in schmerzhafter Dauer-Rehab nach vier Knie-Operationen. Dazu chronische Achilles-Probleme. Familie und viele Freunde haben sich verabschiedet, dazu Trainer, Caddie, 6 Hauptsponsoren fort.

Und nach 14 Majortiteln und jahrelanger Nummer 1 sollen also zumindest 15 weitere folgen? Ich kauf ihm das nicht ab.

Spitzensportler berichten übereinstimmend, wie sich langwierige Verletzungen vor allem im Kopf festsetzen. Das Schlimmste dabei: die permanenten Schmerzen, die Selbstzweifel, die Erfahrungen der gesundheitlichen Niederlage und der eigenen körperlichen Grenzen fressen sich über lange Zeit tief in die sportliche Seele.

Es ist, als würde am Computer der Reset-Button gedrückt und nach dem Neustart tonnenweise negative Programme installiert werden. Das System muss nachher schlechter laufen.

In den 15 Jahren zuvor wusste Tiger vor den letzten 9 Löchern eines Turniers: ich bin der Beste, bin praktisch unbesiegbar und mein körperliches Vehikel läuft geschmiert.

Nach dem Comeback muss er sich sagen: ich bin älter, zerbrechlich und besiegbar – und die anderen wissen das auch! Das ist der Unterschied, den er mit markigen Sprüchen übertünchen möchte.

Tigers Grunddilemma liegt in seinem Werdegang. Papa Woods hat aus seinem Sohn mit eiserner Disziplin einen Modellathleten geformt, der in Kombination mit seinem Supertalent zum unbesiegbaren Megastar wurde. Der militärische Drill verhinderte jedoch, ihn auch charakterlich auf das Leben vorzubereiten. Nach dem tragischen Tod des Vaters fehlte das Korrektiv, das Tiger wenn notwendig den Kopf zurechtrückte. Er selbst konnte das sichtlich nicht.

Der Karriere-Knick begann schon lange, bevor Tiger seinen Cadillac in den Hydranten steuerte. Man kann ihm nur wünschen, dass der freie Fall irgendwie zu stoppen ist. Am Erfolg des Comeback hängt mehr als nur sportlicher Ehrgeiz. Fans und Tiger selbst sollten jedoch am Boden der Realität bleiben, sonst wird es noch schmerzhafter.


von Joachim Widl

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