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Mann fürs Besondere

DUBAI WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – Danny Willett gewinnt das Tourfinale von Dubai, sein erster Titel seit dem Masters 2016. Francesco Molinari entscheidet das Race to Dubai für sich.

Normale Turniere scheinen Danny Willett nicht zu interessieren. Nach dem sensationellen Triumph beim Masters 2016 war der Engländer fast 1.000 Tage in der Versenkung verschwunden, ehe er jetzt beim großen Finale der European Tour wie ein Phoenix aus der Asche steigt. Eiskalt verteidigt Danny am Schlusstag bei der Dubai World Tour Championship seine Führung und holt dank der 68 den Sieg bei 18 unter Par.

Mit dem Eagle bereits am zweiten Loch kauft Willett den Verfolgern früh die Schneid ab und erreicht bogeyfrei mit klarer Führung den Halbzeitturn. Nur kurz scheint der 31-jährige zu wackeln, nachdem ihm zwei verzogene Tee-Shots erste Bogeys abringen. Doch mit lockeren Birdies an der 14 und 15 schafft sich Willett wieder etwas Luft, obwohl Flightpartner Patrick Reed dank vier Birdies auf den Back 9 gefährlich nahe gekommen war. Die endgültige Entscheidung fällt am langen Par 3 der 17, als Reed’s Ball in die Collection Area runterrollt und das logische Bogey die Folge ist. Willett packt dagegen ein letztes perfektes Eisen aus und locht als Draufgabe aus drei Metern den entscheidenden Birdieputt.

Mit zwei Schlägen Respektsabstand auf den Dubai-Champion teilen sich Reed und der Engländer Matt Wallace den zweiten Platz.

Molinari krönt sein Superjahr

Ein 26. Platz in Dubai reicht Francesco Molinari um das Race to Dubai als erster Italiener überhaupt für sich zu entscheiden. “Einfach unglaublich, ich werde das in der nächsten Zeit alles erst einmal verarbeiten müssen. Die Open, der Ryder Cup und jetzt die Jahreswertung der European Tour zu gewinnen, ist mehr als mir jemals erträumt hätte,” hat Francesco selbst noch nicht realisiert, was er heuer alles gestemmt hat.

Sein einziger verbliebener Konkurrent um den Gewinn der Jahreswertung, Tommy Fleetwood, kann mit einem 16. Platz zu wenig Druck ausüben um Molinari noch abzufangen: “Ich weiß nicht, wer mehr müde war, Tommy oder ich nach der langen Saison,” werden die beiden dicken Freunde wohl nun gemeinsam in der Offseason einiges zu feiern haben.

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Vorteil für Fleetwood

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Tommy Fleetwood (ENG) verschafft sich am Freitag in den Jumeirah Golf Estates von Dubai gegenüber Francesco Molinari (ITA) einen kleinen Vorteil im Kampf um den Sieg der Jahreswertung.

Nachdem sich am Donnerstag zum Auftakt der Zweikampf um den Gesamtsieg der European Tour Saison zwischen Tommy Fleetwood und Francesco Molinari verschärfte, verschafft sich der Engländer am zweiten Spieltag einen kleinen aber womöglich wichtigen Vorteil um seinen Titel erfolgreich verteidigen zu können. Dazu muss Fleetwood auf jeden Fall gewinnen während der Italiener bestenfalls 6. werden darf.

Damit es zu dieser Konstellation wirklich kommt müssen klarerweise viele Aspekte zusammenpassen. Ein paar Mosaiksteine scheinen aber bereits gelegt zu sein, denn Fleetwood packt auf seine 69er (-3) Auftaktrunde am Freitag eine 67 (-5) drauf und biegt so bei gesamt 8 unter Par als 6. ins Wochenende ab. Da er gerade mal drei Schläge Rückstand auf seinen in Führung liegenden Landsmann Matt Wallace (65) aufweist, scheint der ganz große Wurf alles andere als unmöglich zu sein.

Parallel dazu hat Francesco Molinari am Freitag ordentlich zu kämpfen und tritt sich bei seiner zweiten Umrundung in Dubai gleich vier Fehler ein. Da ihm auf den gesamten 18 Bahnen nur drei Birdies gelingen muss er sich mit der 73 (+1) zufrieden geben, die ihn bis auf Rang 27 zurückreicht. Mit noch 36 zu spielenden Bahnen könnte am Sonntag aber tatsächlich noch ein harter Kampf um den Titel des Jahreschampions entbrennen.

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Zweikampf spitzt sich zu

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Sowohl Francesco Molinari (ITA) als auch Tommy Fleetwood (ENG) legen in den Jumeirah Golf Estates einen gelungenen Start hin und verschärfen so den Zweikampf um die Jahreswertung.

Dem Ryder Cup Dream Team – Molinari und Fleetwood zogen den US-Amerikanern im September in Paris reihenweise den Nerv – bleibt es vorbehalten sich in diesem Jahr in Dubai den Titel des Jahrechampions auszumachen. Titelverteider Tommy Fleetwood hat dabei jedoch die schlechteren Karten, denn der Engländer benötigt auf jeden Fall einen Sieg und muss dabei hoffen, dass Molinari das Turnier außerhalb der Top 5 beendet.

Bis Sonntag ist es klarerweise noch ein weiter Weg, die beiden legen in Dubai aber einen durchwegs guten Start hin und verschärfen so gleich nach der ersten Runde den Zweikampf. Zwar erwischt der Italiener mit einer 68 (-4) den etwas besseren Start und wäre mit Rang 5 damit derzeit genau auf einer Punktlandung um sich die Order of Merit der Saison 2018 zu sichern, Fleetwood liegt aber nach der 69 (-3) nur um einen Schlag dahinter und ist somit sozusagen in perfekter Lauerstellung um einen Angriff auf die Spitze zu reiten.

Jordan Smith (ENG) und Adrian Otaegui (ESP) haben am Donnerstag in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate das Visier am Schärfsten gestellt und geben nach 66er (-6) Runden den Ton an. Nur um einen Schlag zurück rangiert das nächste englisch-spanische Duo, denn sowohl Danny Willett, als auch Jon Rahm bringen eine 67 (-5) zum Recording und starten damit aus der ersten Verfolgerposition in den Freitag.

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Roter Anfang vom Ende

DUBAI LADIES CLASSIC – 1. RUNDE: Sowohl Christine Wolf als auch Sarah Schober basteln eine wertvolle rote Auftaktrunde beim Saisonfinale der LET zusammen.

Bei der 12. Auflage der Dubai Ladies Classic, dem Saisonfinale einer kurzen LET-Saison, mischen mit Christine Wolf und Sarah Schober auch zwei heimische Proetten mit. Sieben europäische Solheim Cup-Stars, dazu Topspielerinnen von der LPGA-Tour wie In-Kyung Kim, Brittany Lincicome oder Angel Yin sowie Englands Evergreen Laura Davies sorgen auch heuer für ein bärenstarkes Lineup. 425.000 Euro Preisgeld gibt es am Samstag Abend nach 72 Löchern zu verdienen. Englands Jungstar Georgia Hall steht bereits als Siegerin der Jahreswertung fest.

Christine Wolf, die an der 10 in ihr 3. Dubai-Finale startet, gibt gleich an der 11, einem Par 3, den ersten Schlag ab. Mit einem perfekt gelandeten Birdie-Hattrick bessert die Innsbruckerin den frühen Scoreschaden noch vor der Halbzeit mehr als nur wieder aus und stürmt sogar unter die Top 10 nach vor.

Auf den anspruchsvolleren Front 9 nutzt Wolf das einzige Par 5 um sich mit Birdie bis auf zwei Schläge zur Spitze heranzuarbeiten. Zwar gibt Wolf im letzten Drittel noch einen Schlag ab, die 70 bringt sie jedoch bei 2 unter Par auf Platz 14 in eine exzellente Ausgangsposition um erstmals in Dubai das Finale zu erreichen: “Das Putten war heute richtig gut,” äußert sie sich einmal richtig happy über den 14. Schläger im Bag, “bei den drei Birdies in Folge waren zwei Kürzere aus zwei Metern und ein etwas Längerer aus 5 Metern dabei.”

Sarah Schober stolpert mit Bogey am Par 5 der 10 ins Saisonfinale. Am nächsten Par 5 kontert Sarah mit Birdie. Am Par 4 der 17 gelingt der Sprung in die roten Zahlen. Die Freude darüber wehrt nur kurz: nur das Par am Par 5 der 18 und auch die vordere Platzhäfte geht die Steirerin dann mit Bogey an. Wichtig, dass sofort am nächsten Grün der Birdieputt den direkten Weg ins Loch findet.

Ein weiteres Bogey am letzten Par 3 gefährdet noch einmal das Auftaktscore unter Par. Mit Birdie beendet Schober jedoch stilgerecht ihre ersten 18 Dubai-Golflöcher, die ihr in 71 Schlägen auf Platz 29 alle Chancen lässt. “Ich habe heute ganz solide gespielt. 4 gute Birdies waren dabei, zweimal aus 5 Metern und zweimal einem Meter gelocht,” fasst sie die Highlights zusammen, “auf den Par 5 habe ich ein bisserl was liegen gelassen. Es war aber auch teilweise ein starker Wind, was es schwer machte die Fahnen anzugreifen. Das Birdie am letzten Loch hat gut getan. Ich werde versuchen das Momentum für Morgen mitzunehmen.”

Die 21-jährige Thailänderin Supamas Sangchan, die im Vorjahr mit dem Sieg bei der Sanya Ladies Open ihre LET-Tourkarte sicherte, setzt sich mit fehlerloser 67 bei 5 unter Par an die Spitze des Feldes.

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Ins Ziel geschleppt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger hat auch am Moving Day mit Ungenauigkeiten zu kämpfen, schleppt in den Jumeirah Golf Estates aber zumindestens eine zartrosa Runde ins Clubhaus.

Nach der tiefschwarzen 76 (+4) vom Freitag war ein starkes Abschneiden beim Saisonfinale der European Tour nur noch theoretischer Natur. Dennoch kündigte Bernd Wiesberger an, noch einmal alles versuchen zu wollen um das Spieljahr positiv abschließen zu können. Der große Rückstand sorgt aber am Samstag für längere Zeit sichtlich unterbewusst dafür, dass das nahende Saisonende mittlerweile wohl bereits der Höhepunkt des Turnieres für den Österreicher darstellt.

Denn wie schon am Vortag verpasst die Nummer 37 der Welt auch am Moving Day ein schnelles Par 5 Birdie auf der 2 und findet sich nach einem Bogey auf der 5 sogar recht früh im Plusbereich wieder. Dass er sich aber keineswegs hängen lassen will macht er auf den nächsten Löchern klar. Zwar verpasst er auch am zweiten Par 5 der Frontnine ein Birdie, holt das Erfolgserlebnis aber auf der 8 nach und taucht kurz nach dem Turn sogar erstmals in den roten Bereich ab.

Buntes Ende

Doch richtig pushen können ihn die beiden Birdies noch nicht und nachdem er sich ausgerechnet am Par 5, der 14 sein zweites Bogey eintritt, rasselt er sogar wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Bei erneut generell sehr guten Scores büßt er damit sogar etliche Ränge ein und steckt damit regelrecht im Keller des Leaderboards fest.

Der scoretechnische Ausgleich aber ist es, der den Oberwarter noch einmal kurzzeitig aus der Reserve kitzelt, denn mit einem Birdiedoppelpack gleich danach macht er den Fehler mehr als wett und kann so zumindestens seine Platzierung halten. Allerdings reißt der Birdieschwung genauso schnell wie er gekommen ist, denn nachdem ihm das Par 3, der 17 sofort einen Schlag wieder ausradiert, muss er sich schließlich mit der 71 (-1) zufrieden geben.

Damit rutscht der vierfache European Tour Sieger sogar um einige Ränge zurück und nimmt den Finaltag nur vom 58. Platz aus in Angriff. Der Oberwarter zeigt am Samstag mit der leicht geröteten Runde aber zumindestens, dass er sich keineswegs hängen lässt und sein Vorhaben die Saison positiv abzuschließen auch ernst meint.

Olympia-Sieger Justin Rose (ENG) geht nach der 65 (-7) und bei gesamt 15 unter Par als Führender in den Finaltag.

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Berg- und Talfahrt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger startet mit der 71 am Earth Course zwar im roten Bereich, lässt mit einer schwarzen Phase rund um den Turn in den Jumeirah Golf Estates aber eine richtig tiefe Runde liegen.

Bernd Wiesberger hofft nach den zuletzt von Formschwankungen geprägten Wochen, in Dubai wieder an vier Tagen sein A-Game abrufen zu können, um sich mit einem Spitzenplatz noch vom 14. Rang der Jahreswertung unter die Top 10 nach vorne arbeiten zu können.

Das Vorhaben geht dann von Beginn an auch richtig gut auf, stopft der Burgenländer doch gleich auf der 1 den ersten Birdieputt und marschiert auch vom ersten Par 5 danach mit einem roten Eintrag zum nächsten Abschlag, was für einen richtig vielversprechenden Start ins Turnier sorgt.

Auch danach spielt Österreichs Nummer 1 grundsolides Golf, notiert zum größten Teil sichere Pars und quetscht auch aus der zweiten langen Bahn der Frontnine ein Birdie, was ihn sogar bis unter die Top 10 nach vorne marschieren lässt. Doch plötzlich reißt der Faden im Spiel des Oberwarters.

Kann er ein Bogey auf der 8 noch recht locker verkraften, lässt ihn ein schwarzer Doppelpack nach dem Turn auf der 10 und der 11 sogar auf den Ausgangspunkt zurückfallen und radiert ihm alles bisher herausgeholte wieder aus.

Roter Doppelpack

Die wackelige Phase findet eigentlich auch danach ihre Fortsetzung, wie ein verfehltes Grün am Par 3, der 13 zeigt, doch die Nummer 37 der Welt chippt kurzerhand zum Birdie ein, krallt sich so wieder das Minus als Vorzeichen und schärft damit auch sichtlich wieder sein Visier, denn nachdem auch das dritte und vorletzte Par 5 der Runde ein Birdie springen lässt, sind die “Back to Back” Birdies in trockenen Tüchern.

Damit arbeitet sich der vierfache European Tour Sieger auch im Klassement wieder spürbar in die richtige Richtung nach vor, ehe es ihn am Par 3, der 17 kurz vor Schluss der Runde mit einem Bogey erneut erwischt, was auch den Vorwärtsdrang wieder spürbar einbremst.

Die 18, das vierte und letzte Par 5 der Runde, lässt dann keinen Schlaggewinn mehr springen, weshalb sich Bernd Wiesberger zum Auftakt mit der nur leicht geröteten 71 (-1) zufrieden geben muss.

“Ich spiele derzeit einfach zu schlampig um meine Runden positiv ins Clubhaus bringen zu können. Heute haben schwache Schläge, Dreiputts und verschobene kurze Putts den Score ruiniert. Es sind jetzt nur mehr drei Runden Golf in diesem Jahr und ich hoffe, dass sie einen besseren Score als heute bringen”, zeigt sich Bernd mit der ersten Runde alles andere als zufrieden und spart dabei auch mit Selbstkritik in keinster Weise.

Spiegelbild der Formkurve

Die erste Runde ist im Nachhinein betrachtet auch ein Spiegelbild seiner seit Monaten andauerenden Formschwankungen. Nach sieben gespielten Bahnen lag er bereits bei 3 unter Par, ehe ihm Fehler alles herausgeholte wieder ausradierten.

Mit einem weiteren Doppelpack stellte er den Anschluss nach vorne dann wieder her, rutschte schließlich aber noch einmal etwas zurück. Vom 32. Rang aus ist zwar noch klar alles in dieser Woche drin, die Fehlerquote muss er an den kommenden Tagen aber spürbar senken.

Die frühe Führung sichert sich Patrick Reed (USA), der aus der Par 72 Anlage in Dubai am Donnerstag die 65 (-7) herausquetscht.

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Gut fürs Golfgemüt

NEDBANK CHALLENGE – FINAL: Bernd Wiesberger verabschiedet sich mit anständiger 69 von Gary Players Golffest und jettet besser gelaunt nach Dubai weiter.

Bernd Wiesberger meinte nach dem durchwachsenen Moving Day, dass er und der Gary Player CC wohl keine großen Freunde mehr werden. Das mag trotz abschließender 69 und Platz 19 in Sun City wohl so bleiben und Südafrika vielleicht wieder auf die persönliche No-Go-Liste wandern, aber immerhin nimmt Österreichs Nummer 1 ein paar gute Gedanken mit zum Saisonfinale nach Dubai mit. “Ich konnte bis auf 9 Loch am Donnerstag, nie in einen Lauf kommen. Weiter geht’s heute Abend nach Dubai und hoffentlich zu einem erfolgreichen Saisonabschluss.”

Auf den Par 5 das Score geholt

Sein Eröffnungsloch, das Par 5 der 10, nutzt Bernd am Finaltag zum dritten Mal zu einem Schlaggewinn. Das überlange Par 3 der 12 bestraft jedoch rasch die Ungenauigkeit vom Tee mit einem ersten Bogey. Das risikoreiche Par 5 der 14 belohnt diesmal saubere lange Schläge des Österreichers mit einem Birdie. Den Rest der Back 9 spielt Wiesberger brav dahin, deutlich solider als an den letzten beiden Tagen, ohne jedoch davon profitieren zu können.

Auch auf den vorderen 9 richtet er sein Score konsequent auf den Par 5: Loch 2 beschert so das dritte Birdie des Tages. Als dann am langen Par 4 der 5 ein weiterer Birdieputt fällt, stückelt sich langsam eine echt brauchbare Runde zusammen. Auch wenn das abschließende Par 5 mit dem Par aus der Reihe tanzt, klassiert sich Bernd mit der 69 und Platz 19 noch im oberen Drittel des Klassements und kann mit einem besseren Bauchgefühl nach Dubai weiterjetten. “Etwas besseres Golf heute, aber ein Dreiputt für Par am letzten Loch war mit Sicherheit nicht der Abschluss, den ich mir verdient hätte,” dominiert unmittelbar im Anschluss der negative Schlusspunkt.

Dass es im langen und anspruchsvollen Sun City auch nach zwei Jahren Pause nicht optimal für Wiesberger lief, hat diesmal vor allem mit seinem weiterhin wackeligen langen Spiel zu tun (weniger als 50% Fairwaytreffer, Eisen zu weit weg). Die Führung nach den ersten 18 Löchern war da genauso schmeichelhaft wie die folgende 77 am Freitag das Pendel zu sehr nach der anderen Seite ausschlagen ließ. In dem starken Feld der Rolex-Series reicht es so nicht ganz um vorne mitzuspielen. Nur mit einer Steigerung über 4 Tage bei der Dubai World Championship wird das Saisonziel eines Top 10-Platzes im Race to Dubai zu stemmen sein.

Ein langer Putt quer übers 16. Grün bringt Brendan Grace im Titelkampf knapp voran. Der Südafrikaner verteidigt auf den Schlusslöchern die knappe Führung bei 11 unter Par und sichert sich den Heimsieg einen Schlag vor dem Schotten Scott Jamieson.

>> Endergebnis Nedbank Challenge

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Tragischer Mittwoch

DUBAI LADIES MASTERS – 1. RUNDE: Der Auftakt im Emirates GC wird am Mittwoch von einem tragischen Vorfall überschattet. Nach dem Ableben von Profi-Caddie Max Zechmann ist an ein Weiterspielen beim Saisonfinale der Ladies European Tour logischerweise nicht zu denken.

Gerade einmal drei Stunden ist das Event alt, als das Turnier plötzlich unterbrochen werden muss. Max Zechmann bricht am 13. Fairway zusammen. Zwar wird er sofort medizinisch versorgt und auf schnellstem Weg ins Spital gebracht, es kommt aber bereits jede Hilfe zu spät. Nach dem tragischen Ereignis rückt der sportliche Wettkampf klarerweise in den Hintergrund, was die Veranstalter auch dazu veranlasst den Tag abzubrechen. Das Turnier ist bereits auf 54 Löcher verkürzt worden, die 1. Runde wird am Donnerstag fortgesetzt.

“Jeder hier auf der Tour ist extrem geschockt und unendlich traurig nach der Nachricht des plötzlichen Ablebens. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen die erste Runde für heute abzubrechen als ein Zeichen des Respekts. Wir möchten außerdem unser herzlichtes Beileid den Hinterbliebenen ausdrücken”, so das Statement von Ladies European Tour CEO Ivan Khodabakhsh.

Randnotiz

Chrissie Wolf ist zum Zeitpunkt des Abbruchs gerade mit ihren ersten neun Bahnen fertig und liegt derzeit nach je einem Bogey und einem Birdie bei Level Par auf Rang 19. Am Donnerstag bei der Fortsetzung warten nun noch die Frontnine auf Österreichs einzigen Beitrag in Dubai. Florentyna Parker (ENG) liegt mit starker Birdiequote und einem Score von -7 nach 9 derzeit in alleiniger Führung.

“Wir haben bei uns nur mitbekommen wir die Rettung über den Platz gefahren ist und dann wurde eh schon sofort abgebrochen. Er hat heute in der Früh noch mit mir geredet, das ist wirklich Wahnsinn. Man merkt schon, dass der Schock bei allen sehr tief sitzt”, so Chrissie nach dem viel zu frühen Ableben von Markus Briers früherem Caddie.

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Bernd Wiesberger 2015

Ausgelassene Chancen

TOUR CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger präsentiert sich in den Jumeirah Golf Estates auch am Moving Day in stabiler Form, hadert am Earth Course aber mit vielen liegengelassenen Chancen, was am Ende nicht mehr als die 70 zulässt.

Bernd Wiesberger zeigte sich an den ersten beiden Spieltagen in absoluter Spiellaune und hatte vor allem sein langes Spiel nahezu perfekt im Griff. Am Freitag etwa fand der Oberwarter auf seiner Runde gleich zwei Eagles, was ihn als 4. in vielversprechender Position ins Wochenende gehen lässt. Auch der Moving Day beginnt stabil, wenngleich er anders als am Vortag, die ersten beiden Bahnen noch nicht zu Birdies überreden kann.

Dies holt er aber postwendend nach. Nach starkem Eisen lässt er sich auf der 3 die Chance zum ersten roten Eintrag nicht nehmen und legt auf der anspruchsvollen 4 gleich das nächste Birdie drauf. Dann aber macht sich zum ersten Mal das Hauptproblem an einem an sich sehr guten Moving Day bemerkbar. Fast reihenweise legt er sich brauchbare Birdiemöglichkeiten auf, kann diese aber so gut wie nie verwerten, da gute Putts immer wieder über die Lochkanten kriechen.

In Lauerstellung

In Verlegenheit Bogeys zu notieren kommt der Burgenländer aber eigentlich so gut wie nie. Sogar auf der 9, die schwere Bahn brummte ihm an den ersten beiden Spieltagen zusammengenommen drei Schläge auf, scrambelt er sich zu einem wichtigen Par. Dennoch fehlt auch zu Beginn der Backnine der nötige Vortrieb um endgültig ganz nach vorne am Leaderboard stürmen zu können.

Erst am Par 3, der 13 belohnt sich Bernd nach einem weiteren lasergenauen Eisen mit seinem dritten Birdie, schlittert aber auf der 16 dann doch noch in seinen ersten und einzigen Schlagverlust, was ihn im Klassement wieder etwas zurückreicht. Zu allem Überfluss wassert dann auch noch der Drive auf der 18, Bernd bringt mit starkem 3er Holz aber immerhin seinen dritten Schlag am Grün unter und kann so noch das Par kratzen.

Schlussendlich steht er mit der 70 (-2) beim Recording, was ihm vor dem Finaltag als 8. aber immer noch eine gute Lauerstellung auflegt. Auf den Führenden Franzosen Victor Dubuisson, der sich mit der 64 (-8) an die Spitze spielt, fehlen ihm vier Schläge, was mit einer starken Schlussrunde noch aufzuholen scheint. Die Runde des Tages liefert Rafael Cabrera-Bello (ESP) ab, der mit der 63 (-9) bis auf Platz 5 nach vor marschiert.

Viel zu holen

Bernd Wiesberger startete als 11. im Race to Dubai ins Tour Finale und könnte mit einer Spitzenplatzierung noch die Top 10 der Order of Merit knacken. Auch im Hinblick auf die Absicherung der Top 50 der Weltrangliste wäre ein starkes Abschneiden enorm wichtig, da er derzeit als 46. nicht viel Puffer auf die magische Marke hat. Am Sonntag muss er dazu aber sicherlich mehrere Putts lochen und auch die Par 5 Bahnen besser ausnutzen. Am Moving Day konnte er keine einzige lange Bahn zu einem Birdie überreden, was gerade für den Longhitter sicherlich enttäuschend ist.

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Bernd Wiesberger

Im Adlerhorst

TOUR CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger findet am Freitag in den Jumeirah Golf Estates gleich zwei Adler und ist nach der 67 am Earth Course klar “in the mix” um den Sieg.

“Mit dem besten langen Spiel der gesamten bisherigen Saison” legte sich Bernd Wiesberger laut eigener Aussage mit der 70 (-2) zum Auftakt eine durchaus vielversprechende Ausgangslage auf. Lediglich ein Doppelbogey vor dem Turn und zwei späte Bogeys verhinderten eine Auftaktrunde in den 60ern, dies holt er aber am Freitag in beeindruckender Manier nach.

Wie aus der Pistole geschossen startet der Oberwarter in den zweiten Spieltag und versenkt gleich auf der 1 und der 2 seine ersten Birdieputts, was ihn sofort an die absolute Spitzengruppe rund um Lee Westwood – der Engländer sicherte sich an der Seite vom Burgenländer am Donnerstag die alleinige Führung – heranbringt. Erst danach kommt der Birdiemotor der Nummer 46 der Welt etwas ins Stocken, wenngleich er lange Zeit mit recht sicheren Pars ohne gröbere Probleme über die Fairways marschiert.

Perfekter Konter

Kurz vor dem Turn erwischt es Bernd dann aber doch. Die 9, die ihm bereits zum Auftakt ein Doppelbogey umhängte, lässt ihn auch am Freitag nicht ungeschoren davonkommen und brummt ihm den ersten Schlagverlust auf, was die einzige kleine Schwächephase seines zweiten Spieltages einleitet. Anders als am Vortag gelingen diesmal auf den Backnine keine schnellen Birdies und ein weiteres Bogey am Par 3, der 13 wirft ihn sogar wieder auf Level Par zurück.

Der Konter lässt aber nicht lange auf sich warten. Bernd bringt danach am Par 5 die Attacke am Grün unter und rollt den Ball zum Eagle ins Loch, was ihn postwendend wieder an die besten 10 heranbringt. Diesmal kann er die Runde dann auch konzentriert und stark zu Ende spielen, wie das dritte Birdie des Tages auf der 16 eindrucksvoll unterstreicht. Fast fällt auch am letzten Par 3 nach lasergenauem Eisen noch der Birdieputt, der Ball rasiert aber nur die Lochkante.

Das abschließende Par 5 lässt Bernd Wiesberger dann regelrecht zum Ornithologen werden. Erneut reitet er nach starkem Drive die Attacke und wieder bremst sich der Ball nahezu perfekt am Grün ein. Die nächste Eaglechance nimmt er dankend an und sichtet so sogar noch einen weiteren Adler, was am Ende in der starken 67 (-5) endet. Damit spielt sich der Oberwarter vor dem Wochenende beim großen Tourfinale bis auf Rang 4 nach vor und ist damit auch klar “in the mix” um den Sieg.

Topergebnis wichtig

Ein weiteres Spitzenresultat würde für Bernd auch die letzten Wochen des Jahres mit Sicherheit etwas lockerer gestalten. Noch kann er sich nicht sicher sein, dass er Silvester in den Top 50 der Welt verbringen wird. Ein Topergebnis könnte dies aber endgültig absichern, was ihm vorzeitig die Starts bei den Megaevents im kommenden Jahr ermöglichen würde.

Sergio Garcia (ESP) (67) und Francesco Molinari (ITA) (67) teilen sich die Führung bei gesamt 9 unter Par und gehen so mit lediglich zwei Schlägen Vorsprung auf Bernd Wiesberger ins Weekend.

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