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Schlagwort: earth course

Berg- und Talfahrt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger startet mit der 71 am Earth Course zwar im roten Bereich, lässt mit einer schwarzen Phase rund um den Turn in den Jumeirah Golf Estates aber eine richtig tiefe Runde liegen.

Bernd Wiesberger hofft nach den zuletzt von Formschwankungen geprägten Wochen, in Dubai wieder an vier Tagen sein A-Game abrufen zu können, um sich mit einem Spitzenplatz noch vom 14. Rang der Jahreswertung unter die Top 10 nach vorne arbeiten zu können.

Das Vorhaben geht dann von Beginn an auch richtig gut auf, stopft der Burgenländer doch gleich auf der 1 den ersten Birdieputt und marschiert auch vom ersten Par 5 danach mit einem roten Eintrag zum nächsten Abschlag, was für einen richtig vielversprechenden Start ins Turnier sorgt.

Auch danach spielt Österreichs Nummer 1 grundsolides Golf, notiert zum größten Teil sichere Pars und quetscht auch aus der zweiten langen Bahn der Frontnine ein Birdie, was ihn sogar bis unter die Top 10 nach vorne marschieren lässt. Doch plötzlich reißt der Faden im Spiel des Oberwarters.

Kann er ein Bogey auf der 8 noch recht locker verkraften, lässt ihn ein schwarzer Doppelpack nach dem Turn auf der 10 und der 11 sogar auf den Ausgangspunkt zurückfallen und radiert ihm alles bisher herausgeholte wieder aus.

Roter Doppelpack

Die wackelige Phase findet eigentlich auch danach ihre Fortsetzung, wie ein verfehltes Grün am Par 3, der 13 zeigt, doch die Nummer 37 der Welt chippt kurzerhand zum Birdie ein, krallt sich so wieder das Minus als Vorzeichen und schärft damit auch sichtlich wieder sein Visier, denn nachdem auch das dritte und vorletzte Par 5 der Runde ein Birdie springen lässt, sind die “Back to Back” Birdies in trockenen Tüchern.

Damit arbeitet sich der vierfache European Tour Sieger auch im Klassement wieder spürbar in die richtige Richtung nach vor, ehe es ihn am Par 3, der 17 kurz vor Schluss der Runde mit einem Bogey erneut erwischt, was auch den Vorwärtsdrang wieder spürbar einbremst.

Die 18, das vierte und letzte Par 5 der Runde, lässt dann keinen Schlaggewinn mehr springen, weshalb sich Bernd Wiesberger zum Auftakt mit der nur leicht geröteten 71 (-1) zufrieden geben muss.

“Ich spiele derzeit einfach zu schlampig um meine Runden positiv ins Clubhaus bringen zu können. Heute haben schwache Schläge, Dreiputts und verschobene kurze Putts den Score ruiniert. Es sind jetzt nur mehr drei Runden Golf in diesem Jahr und ich hoffe, dass sie einen besseren Score als heute bringen”, zeigt sich Bernd mit der ersten Runde alles andere als zufrieden und spart dabei auch mit Selbstkritik in keinster Weise.

Spiegelbild der Formkurve

Die erste Runde ist im Nachhinein betrachtet auch ein Spiegelbild seiner seit Monaten andauerenden Formschwankungen. Nach sieben gespielten Bahnen lag er bereits bei 3 unter Par, ehe ihm Fehler alles herausgeholte wieder ausradierten.

Mit einem weiteren Doppelpack stellte er den Anschluss nach vorne dann wieder her, rutschte schließlich aber noch einmal etwas zurück. Vom 32. Rang aus ist zwar noch klar alles in dieser Woche drin, die Fehlerquote muss er an den kommenden Tagen aber spürbar senken.

Die frühe Führung sichert sich Patrick Reed (USA), der aus der Par 72 Anlage in Dubai am Donnerstag die 65 (-7) herausquetscht.

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Bernd Wiesberger 2016

Noch einmal Vollgas

TOUR CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger muss beim Saisonfinale der European Tour noch einmal alle Kräfte mobilisieren um sich am Earth Course der Jumeirah Golf Estates in letzter Sekunde wieder unter die Top 10 der Jahreswertung nach vorne zu schieben.

Es war aus Bernd Wiesbergers Sicht eine Saison mit vielen Höhen und etlichen Tiefen, die in dieser Woche in Dubai nun ihr Ende findet. In der frühen Phase agierte Österreichs Nummer 1 gewohnt solide, steigerte sich fast von Woche zu Woche und krönte seine Leistungen in Shenzhen mit seinem bereits vierten European Tour Sieg der Karriere.

Dazu cuttete er bis August bei jedem Start, ehe es ab den PGA Championship in Quail Hollow einen spürbaren Leistungsabfall gab. Plötzlich hatte die Nummer 37 der Welt Probleme konstant gute Runden abzuspulen, was in etlichen freien Wochenden gipfelte. Beim letzten WGC-Turnier des Jahres in Shanghai schienen die Probleme dann wieder verfolgen zu sein, schaffte er doch mit Rang 9 endlich das so lange angepeilte Topergebnis bei einem Mega-Event.

Konstanz gefragt

Doch der Höhenflug endete bereits beim nächsten Turnier in der Türkei, wo Bernd erneut Probleme hatte vier gute Runden abzuspulen. Auch letzte Woche wechselten sich beim Oberwarter Licht und Schatten ab. In Südafrika, einem Kurs der ihm bereits in der Vergangenheit einige Rätsel zu lösen aufgab, führte er nach dem ersten Tag, musste sich schlussendlich aber nur mit Rang 19 zufrieden geben.

Das ließ den Burgenländer auch in der Jahreswertung auf Rang 14 zurückrutschen. Um die Saison noch unter den besten 10 im Race to Dubai beenden zu können, benötigt er nun in den Vereinigten Arabischen Emiraten vier konstant starke Auftritte um das angepeilte Topergebnis einfahren zu können. Zwar zählt der Earth Course der Jumeirah Golf Estates auch nicht gerade zu seinen Lieblingswiesen, ein 4. Platz letzte Saison zeigte aber, dass er mit dem Gelände durchaus gut zurechtkommt.

Beim großen Saisonfinale der European Tour 2017 ist die Konkurrenz aber klarerweise durchaus groß, wenngleich die vor ihm platzierten Rory McIlroy (NIR) und Henrik Stenson (SWE) nicht in den Teeboxen stehen werden. Dass das Turnier der besten 60 ohne Cut gespielt wird sollte außerdem ein wenig Druck nehmen, obwohl diese Marke für das anvisierte Spitzenergebnis ohnehin kein Problem darstellen sollte.

Bernd eröffnet das mit 8 Millionen US-Dollar dotierte Rolex Series Event in der sechstletzten Gruppe gemeinsam mit Englands Youngster und Titelverteidiger Matthew Fitzpatrick um 08:50 MEZ wie alle Spieler von der 1 aus.

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Mission accomplished

TOUR CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger schiebt sich mit einem 4. Rang in den Jumeirah Golf Estates noch unter die Top 10 des Race to Dubai und sichert dazu auch seinen Platz unter den besten 50 der Welt ab.

Laut eigener Aussage zählt der Earth Course in Dubai nicht wirklich zu Bernds Lieblingswiesen, viel zu merken ist davon aber in dieser Woche nicht. Der Oberwarter weiß sich beim Schlussturnier der diesjährigen European Tour Saison in einem absoluten Weltklassefeld durchaus zu behaupten und geht nach Runden von 70 (-2), 67 (-5) und 70 (-2) Schlägen mit nur vier Strokes Rückstand auf den Spitzenreiter sogar mit Siegchancen in den Finaltag.

Dort benötigt er dann eine kleine Anlaufphase um richtig warm zu werden. Nach vier Pars in Folge, die ihm bei generell guten Scores sogar einige Ränge kosten, biegt er mit einem Birdieviererpack auf die Überholspur ab und mischt plötzlich wieder klar im Titelrennen mit. Selbst ein Bogey auf der 9 – die zähe Bahn hängt Bernd in dieser Woche zusammengenommen gleich vier Schläge um – kann ihn nur kurzfristig bremsen, wie ein weiteres Birdie auf der 10 unterstreicht.

Aus dem Nichts

Vor allem seinem langen Spiel hat es der Burgenländer zu verdanken, dass es zu dieser Zeit fast reihenweise Birdiemöglichkeiten hagelt, wovon er auf der 14 und der 15 auch zwei weitere auszunützen weiß. Doch wie aus dem Nichts fabriziert Bernd auf der 16 plötzlich aus sechs Metern einen Vierputt zum Doppelbogey und muss sich damit endgültig von den Siegchancen verabschieden.

Richtig geschockt zeigt er sich vom schlimmen Fehler aber nicht und spielt die verbleibenden beiden Bahnen konzentriert zu Ende, wobei er auf der 18 sogar noch einmal eine Birdiechance hat, die er jedoch nicht mehr verwerten kann. Mit der 68 (-4) darf er sich beim großen Tourfinale aber immerhin mit Rang 4 über ein absolutes Spitzenresultat freuen.

Ziele erreicht

Wie wichtig die Topplatzierung in Dubai wirklich ist, zeigt sich in seinen Ranglistenplatzierungen. Bernd startete als 11. der Jahreswertung ins Turnier, knackt mit dem 4. Platz noch die Top 10 und teilt sich so als 9. auch noch die Bonuszahlung für die besten 10, was mit Sicherheit gutes Schmerzensgeld für den Vierputt auf der 16 darstellt.

Auch in der Weltrangliste darf der Oberwarter weiter mit den Megaevents im nächsten Jahr, wie z.B. dem US Masters in Augusta, planen, da er die Top 50 zumindestens bis zum Jahresende endgültig abgesichert hat.

Henrik StensonMatthew Fitzpatrick (ENG) überflügelt mit Birdie am Schlussloch noch Tyrrell Hatton (ENG) (68) um einen Schlag und schnappt sich in Dubai mit der 67 (-5) und bei gesamt 17 unter Par den Sieg der DP World Tour Championship. Henrik Stenson (SWE) wird mit der finalen 65 (-7) geteilter 8. und gewinnt damit zum zweiten Mal in seiner Karriere die Jahreswertung.

Verkehrte Saison

Bernd Wiesberger unterstreicht auch einmal mehr sein Standing auf der European Tour. Der Burgenländer gehört mittlerweile sicherlich zu den Topspielern der Tour, was sich vor allem durch seine Beständigkeit der letzten Jahre bemerkbar macht.

Heuer allerdings verlief die Saison aus seiner Sicht eher verkehrt. Normalerweise trumpft Österreichs Nummer 1 vor allem zu Beginn des Jahres, etwa beim Desert Swing, auf. Heuer kämpfte er durchaus mit einigen Schwierigkeiten, steigerte sich aber nach und nach und wusste im Finish zu überzeugen.

Dennoch ist noch nicht alles Gold was glänzt, denn just in der Qualifikationsphase für den Ryder Cup lief Bernd den Topergebnissen fast durchgehend hinterher. Kaum waren die Plätze vergeben, kletterten auch die Ergebnisse beim Oberwarter wieder in die Höhe.

“Es war wieder ein großartiges Jahr. Leider war es mir heuer nicht möglich ein Turnier zu gewinnen, aber mein Golf hat sich vor allem in den letzten Monaten wieder sehr entwickelt, was wirklich schön war zu sehen. In der Zukunft ist sicher noch einiges machbar”, blickt Bernd auf seine Saison zurück.

Auch bei seinen Fans will er sich zum Saisonende noch bedanken: “Ich möchte die Gelegenheit ergreifen und mich bei allen bedanken, die mich Tag ein Tag aus unterstützt haben und mir immer die Daumen gedrückt haben. Ich bin stolz die österreichische Fahne auf der European Tour hochhalten zu dürfen und freue mich schon auf die Saison 2017.”

Bereits nächste Woche wird der Burgenländer erneut die Golfschläger schwingen, wenn er im Zweiergespann mit Martin Wiegele im Rahmen des World Cup of Golf im Kingston Heath GC von Melbourne an den Start gehen wird.

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Bernd Wiesberger 2015

Ausgelassene Chancen

TOUR CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger präsentiert sich in den Jumeirah Golf Estates auch am Moving Day in stabiler Form, hadert am Earth Course aber mit vielen liegengelassenen Chancen, was am Ende nicht mehr als die 70 zulässt.

Bernd Wiesberger zeigte sich an den ersten beiden Spieltagen in absoluter Spiellaune und hatte vor allem sein langes Spiel nahezu perfekt im Griff. Am Freitag etwa fand der Oberwarter auf seiner Runde gleich zwei Eagles, was ihn als 4. in vielversprechender Position ins Wochenende gehen lässt. Auch der Moving Day beginnt stabil, wenngleich er anders als am Vortag, die ersten beiden Bahnen noch nicht zu Birdies überreden kann.

Dies holt er aber postwendend nach. Nach starkem Eisen lässt er sich auf der 3 die Chance zum ersten roten Eintrag nicht nehmen und legt auf der anspruchsvollen 4 gleich das nächste Birdie drauf. Dann aber macht sich zum ersten Mal das Hauptproblem an einem an sich sehr guten Moving Day bemerkbar. Fast reihenweise legt er sich brauchbare Birdiemöglichkeiten auf, kann diese aber so gut wie nie verwerten, da gute Putts immer wieder über die Lochkanten kriechen.

In Lauerstellung

In Verlegenheit Bogeys zu notieren kommt der Burgenländer aber eigentlich so gut wie nie. Sogar auf der 9, die schwere Bahn brummte ihm an den ersten beiden Spieltagen zusammengenommen drei Schläge auf, scrambelt er sich zu einem wichtigen Par. Dennoch fehlt auch zu Beginn der Backnine der nötige Vortrieb um endgültig ganz nach vorne am Leaderboard stürmen zu können.

Erst am Par 3, der 13 belohnt sich Bernd nach einem weiteren lasergenauen Eisen mit seinem dritten Birdie, schlittert aber auf der 16 dann doch noch in seinen ersten und einzigen Schlagverlust, was ihn im Klassement wieder etwas zurückreicht. Zu allem Überfluss wassert dann auch noch der Drive auf der 18, Bernd bringt mit starkem 3er Holz aber immerhin seinen dritten Schlag am Grün unter und kann so noch das Par kratzen.

Schlussendlich steht er mit der 70 (-2) beim Recording, was ihm vor dem Finaltag als 8. aber immer noch eine gute Lauerstellung auflegt. Auf den Führenden Franzosen Victor Dubuisson, der sich mit der 64 (-8) an die Spitze spielt, fehlen ihm vier Schläge, was mit einer starken Schlussrunde noch aufzuholen scheint. Die Runde des Tages liefert Rafael Cabrera-Bello (ESP) ab, der mit der 63 (-9) bis auf Platz 5 nach vor marschiert.

Viel zu holen

Bernd Wiesberger startete als 11. im Race to Dubai ins Tour Finale und könnte mit einer Spitzenplatzierung noch die Top 10 der Order of Merit knacken. Auch im Hinblick auf die Absicherung der Top 50 der Weltrangliste wäre ein starkes Abschneiden enorm wichtig, da er derzeit als 46. nicht viel Puffer auf die magische Marke hat. Am Sonntag muss er dazu aber sicherlich mehrere Putts lochen und auch die Par 5 Bahnen besser ausnutzen. Am Moving Day konnte er keine einzige lange Bahn zu einem Birdie überreden, was gerade für den Longhitter sicherlich enttäuschend ist.

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Bernd Wiesberger

Im Adlerhorst

TOUR CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger findet am Freitag in den Jumeirah Golf Estates gleich zwei Adler und ist nach der 67 am Earth Course klar “in the mix” um den Sieg.

“Mit dem besten langen Spiel der gesamten bisherigen Saison” legte sich Bernd Wiesberger laut eigener Aussage mit der 70 (-2) zum Auftakt eine durchaus vielversprechende Ausgangslage auf. Lediglich ein Doppelbogey vor dem Turn und zwei späte Bogeys verhinderten eine Auftaktrunde in den 60ern, dies holt er aber am Freitag in beeindruckender Manier nach.

Wie aus der Pistole geschossen startet der Oberwarter in den zweiten Spieltag und versenkt gleich auf der 1 und der 2 seine ersten Birdieputts, was ihn sofort an die absolute Spitzengruppe rund um Lee Westwood – der Engländer sicherte sich an der Seite vom Burgenländer am Donnerstag die alleinige Führung – heranbringt. Erst danach kommt der Birdiemotor der Nummer 46 der Welt etwas ins Stocken, wenngleich er lange Zeit mit recht sicheren Pars ohne gröbere Probleme über die Fairways marschiert.

Perfekter Konter

Kurz vor dem Turn erwischt es Bernd dann aber doch. Die 9, die ihm bereits zum Auftakt ein Doppelbogey umhängte, lässt ihn auch am Freitag nicht ungeschoren davonkommen und brummt ihm den ersten Schlagverlust auf, was die einzige kleine Schwächephase seines zweiten Spieltages einleitet. Anders als am Vortag gelingen diesmal auf den Backnine keine schnellen Birdies und ein weiteres Bogey am Par 3, der 13 wirft ihn sogar wieder auf Level Par zurück.

Der Konter lässt aber nicht lange auf sich warten. Bernd bringt danach am Par 5 die Attacke am Grün unter und rollt den Ball zum Eagle ins Loch, was ihn postwendend wieder an die besten 10 heranbringt. Diesmal kann er die Runde dann auch konzentriert und stark zu Ende spielen, wie das dritte Birdie des Tages auf der 16 eindrucksvoll unterstreicht. Fast fällt auch am letzten Par 3 nach lasergenauem Eisen noch der Birdieputt, der Ball rasiert aber nur die Lochkante.

Das abschließende Par 5 lässt Bernd Wiesberger dann regelrecht zum Ornithologen werden. Erneut reitet er nach starkem Drive die Attacke und wieder bremst sich der Ball nahezu perfekt am Grün ein. Die nächste Eaglechance nimmt er dankend an und sichtet so sogar noch einen weiteren Adler, was am Ende in der starken 67 (-5) endet. Damit spielt sich der Oberwarter vor dem Wochenende beim großen Tourfinale bis auf Rang 4 nach vor und ist damit auch klar “in the mix” um den Sieg.

Topergebnis wichtig

Ein weiteres Spitzenresultat würde für Bernd auch die letzten Wochen des Jahres mit Sicherheit etwas lockerer gestalten. Noch kann er sich nicht sicher sein, dass er Silvester in den Top 50 der Welt verbringen wird. Ein Topergebnis könnte dies aber endgültig absichern, was ihm vorzeitig die Starts bei den Megaevents im kommenden Jahr ermöglichen würde.

Sergio Garcia (ESP) (67) und Francesco Molinari (ITA) (67) teilen sich die Führung bei gesamt 9 unter Par und gehen so mit lediglich zwei Schlägen Vorsprung auf Bernd Wiesberger ins Weekend.

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Bernd Wiesberger

Doppelbogey-Wecker

TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger liefert mit der 70 zum Start in das große Dubai-Finale zu einem Großteil eine überzeugend Leistung ab. Ein paar Fehler kosten aber einen weitaus besseren Auftakt. Lee Westwood führt nach der 66.

Bernd Wiesberger hatte ja bereits im Vorfeld des millionenschweren Tour Championship in Dubai verlauten lassen, dass der Earth Kurs aufgrund seines Lay-Outs nicht zu einen Lieblingen auf der Tour zählt. Nach der 1. Runde am Donnerstag dürfte sich diese Aussage auf einige wenige Löcher beschränken, denn der Österreicher, der das große Ziel Top 50 am Jahresende verfolgt, zeigt sich in weiten Teilen seines Spiels in der gewohnten Form der letzten Wochen. Lediglich drei Bahnen unterbrechen das Birdiehoch mit Schlagverlusten, die einen deutlich besseren Start als die 70 (-2) verhindern.

Der Longhitter geht daher von der 13. Position aus in den Freitag. “Es war ein schreckliches Gefühl so vom Kurs zu gehen”, sagt Wiesberger. “Auf den hinteren Neun habe ich leider ein gutes Bounce-Back nach dem Doppelbogey auf der 9 weggeworfen”, ärgert sich der Österreicher über das verpatzte Finish.

Birdielawine gestoppt

Der Österreicher, der als aktuell 11. des Race to Dubai alle Chancen auf die Top 10 am Ende der Jahreswertung hat, legt nach Wunsch los und holt sich auf der 3 das erste Birdie des Tages. Das solide Spiel unterstreicht Wiesberger auch auf den folgenden Bahnen, kann aber vorerst keine weiteren Birdieputts im Loch unterbringen. Auf der 9 wird es unangenehm. Der Oberwarter handelt sich ein Doppelbogey ein, das aber wie eine Zündung für noch mehr Birdies wirkt.

Gleich auf der 10 kontert Bernd Wiesberger mit einem roten Eintrag. Auf der 11 legt der Burgenländer nach und holt sich ein weiteres Birdie. Der 31-Jährige gönnt sich auf der 12 eine kurze Verschnaufpause und läuft dann zur Höchstform auf.

Birdies auf den Löchern 13 bis 15 durch durchwegs perfekte Schläge spült den Österreicher nah an die Spitze heran, von der er sich aber im Finish der 1. Runde aber wieder entfernt. Auf der 16 wird die Attacke auf die Fahne mit einem Wasserball bestraft. Zumindest geht sich aber noch das Bogey aus. Auf der 18 verhedert sich der zweite Schlag an einem Baum, nachdem der Drive auf dem Rindenmulch einrastet. Nach einem genialen vierten Schlag ins Grün ist die Chance auf das Par mehr als intakt. Der Putt aus kurzer Distanz lippt aus und sorgt für ein misslungenes Finish.

“Es hätte eigentlich viel tiefer gehen müssen. Das Ballstriking ist das Beste der gesamten Saison, nur zwei-drei Schläge waren etwas vom Ziel weg.”

Als Leader kristallisiert sich nach dem 1. Tag Lee Westwood heraus. Sieben Birdies bei nur einem Bogey bringen den Engländer nach der 66 ganz nach vorne. Bei -6 liegt der erste Sieger des Race to Dubai einen Schlag vor Julien Quesne und Nicolas Colsaerts. Der Leader des Race to Dubai Henrik Stenson kommt nicht über die 72 hinaus. Danny Willett und Alex Noren bringen zumindest die 71 ins Klubhaus.

Rory McIlroy liegt nach der 75 nur an der 55. Stelle. Der Nordire hat zum ersten Mal über Par in Dubai gescort.

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Bernd Wiesberger 2016

End of the Race

TOUR CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger will in den Jumeirah Golf Estates zum Saisonfinale der European Tour noch einmal alles aus sich herausholen und mit einem weiteren Spitzenresultat die Top 50 der Welt endgültig absichern.

Nach einer Woche Pause – Bernd verzichtete auf einen Start bei der Nedbank Golf Challenge in Südafrika – schwingt Österreichs Nummer 1 beim großen Finale der diesjährigen European Tour Saison wieder die Golfschläger. Zu seinen Lieblingsplätzen zählt der Earth Course in den Jumeirah Golf Estates aber nicht unbedingt.

“Die Golfdestination ist super, weil Dubai einfach ein würdiger Schauplatz für das Finale ist. Der Golfplatz als solches ist okay, wenn auch nicht wirklich meine Lieblingswiese. Das hat aber eher damit zu tun, dass das Design nicht allzu viel hergibt, es wäre strategisch etwas zu hinterfragen. Ich war aber immerhin in den letzten beiden Jahren in den Top 20, weiß also wo ich hin- bzw. nicht hinschießen sollte”, so Bernd über die Par 72 Anlage.

Top 50 absichern

Der Oberwarter nimmt das letzte Megaevent des Jahres als 11. im Race to Dubai in Angriff, hat damit also bei einem guten Ergebnis auch locker noch die Möglichkeit die Jahreswertung unter den besten 10 zu beenden. Im Kampf um die Top 50 der Welt wäre ein Topergebnis noch immens wichtig. Nach seiner spielfreien Woche rutschte der Burgenländer auf Rang 46 zurück, hat somit also nicht viel Spielraum um die magische Marke abzusichern.

Mit einem Spitzenresultat zum Abschluss könnte er sich ein wenig Luft verschaffen und so den verbleibenden Wochen im Jahr 2016 – Bernd startet unter anderem noch beim World Cup of Golf gemeinsam mit Martin Wiegele – etwas gelassener entgegenblicken. Beendet Österreichs Nummer 1 das Jahr unter den Top 50 hätte er automatisch die Qualifikation für die Megaturniere, wie z.B. das Masters in Augusta, bereits sicher.

Spannender Kampf um die Krone

Vier Spieler können sich in Dubai noch die Krone der Jahreswertung aufsetzen. Die schlechtesten Karten hierbei hat Titelverteidiger Rory McIlroy (NIR), der als 4. im Race to Dubai erneut gewinnen müsste um die Order of Merit wieder für sich zu entscheiden. Masters-Champion Danny Willett (ENG), Open-Champion Henrik Stenson (SWE) und der mit vier Saisonsiegen in Hochform agierende Schwede Alex Noren sind die weiteren drei Protagonisten, die noch um den Gesamtsieg rittern.

Bernd startet wie alle der 60 Teilnehmer am Donnerstag von der 1 aus ins mit 8 Millionen Dollar dotierte Turnier. Zum bereits dritten Mal in diesem Jahr marschiert er gemeinsam mit Lee Westwood (ENG) ab 08:50 MEZ über die Fairways.

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Bernd Wiesberger 2015 Golf-Live.at

Dubai-Best für Bernd

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP 2015 – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger liefert mit fehlerlosen 65 Golfschlägen seine bislang beste Leistung beim Saisonfinale ab und bringt sich voll ins Geschäft fürs Weekend zurück.

Wie schon bei drei seiner letzten vier Turniere feiert Bernd Wiesberger auch beim World Tour Championship einen goldenen Golffreitag. Die perfekten und fast windstillen Bedingungen am Morgen wissen der schwergewichtige Kiradech Aphibarnrat und der leichtfüssige Österreicher am Allerbesten zu nutzen um mit 65 Schlägen für kräftigen Wirbelwind im Klassement zu sorgen. “Gutes Spiel und starke Chancenauswertung haben mich heute nach oben am Leaderboard gebracht.”

Zwischenzeitlich erreicht Wiesberger sogar vom 40. Platz kommend die geteilte Führungsposition, als gleich 10 der 60 Finalisten auf Position T1 aufscheinen – nicht verwunderlich wenn die Besten der Golfzunft am Werk sind. Kurzzeitig setzt Wiesberger bei 7 unter Par auch die frühe Clubhausbestmarke, als die Topflights jedoch gerade erst abschlagen und am Earth Course der Jumeirah Golfestates generell sehr tief gescort wird. Am Ende des Tages ordnet sich Wiesberger immer noch auf Platz 7 ein.

Im Stile eines Wüstenfuchses zieht Wiesberger am Freitag seine Kreise: sicher vom Tee, brandgefährlich bei den Schlägen ins Grün und einen Gutteil seiner Chancen auch nutzend. Brandheiß ist vor allem der Start auf den etwas scorefreundlicheren ersten 8 Löchern mit einigen einladenden Fahnen: nach dem programmgemäßen Birdie am ersten Par 5 macht Bernd auch am 3. Grün kurzen Prozess und setzt kurze Zeit später zu einem weiteren Birdie-Doppelschlag an.

Auf den pfeilschnellen Grüns muss man jedoch vorsichtig agieren, Bernd bringt dazu die Geduld auf und schlägt auch auf den Back 9 weiter zu, wenn sich die Möglichkeit ergibt: Birdies an der 12 und der kurzen 15 etablieren ihn bereits im Kreis der Tagesbesten, das Beste hebt er sich jedoch für das abschließende Par 5 auf: Bernd riskiert den langen Schuss ins Grün und parkt seinen Ball aussichtsreich am Vorgrün ein. Mit dem Putter versucht er sein Glück, der Ball bremst aber im etwas längeren Gras weniger ab als erwartet und rollt gut drei Meter übers Loch hinaus. Trocken verwertet Wiesberger jedoch auch Birdiechance Nummer 7 zur fehlerfreien 65. Das ist um einen Schlag besser als am Moving Day vor zwei Jahren, als er sein bislang bestes Score holte.

Von Even Par auf -7 und von Rang 40 auf Platz 7: die Position ist bezogen für einen Weekend-Sprint zur Ziellinie im Race to Dubai. Der Österreicher hält weiterhin alle Trümpfe in der Hand um die ambitionierten Saisonziele zu stemmen. “Ich versuche hier weiter die Fehler zu vermeiden und freue mich schon auf das Wochenende hier.”

Emiliano Grillo, Sieger beim Saison Opener der US PGA Tour, sorgt mit der 64 für die Tagesbestleistung und erreicht zur Halbzeit 11 unter Par. Besser als der Argentinier ist nur Andy Sullivan (ENG) dank spät heißlaufendem Putter, der mit zwei 66er-Runden alleine bei 12 unter Par führt.

Rory McIlroy schiebt sich einen Schlag vor Wiesberger auf Platz 4 vor, während Martin Kaymer mit der 71 auf Rang 7 zurückgereicht wird.

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