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Schlagwort: european open

Ins Ziel geschleppt

PORSCHE EUROPEAN OPEN – FINAL: Das Turnier in Hamburg läuft heuer an Schwab und Wiesberger vorbei, womit Schwab auch das US Open-Ticket verpasst.

Nach dem Eröffnungstag durften Österreichs Golffans noch auf ein ähnlich prickelndes Ergebnis wie bei der letzten Porsche European Open hoffen, als Schwab 2. und Wiesberger 5. wurde. Auf dem elendslangen Hamburger Green Eagle-Kurs konnten die Österreicher jedoch diesmal mit Fortdauer des Turniers keine Akzente setzen. Schwab stürzt mit finaler 76 noch auf einen Platz jenseits der Top 40 ab und bleibt im Mini-Ranking der US Open-Qualifikation außerhalb der entscheidenden Top 10. Auch der Champion der Vorwoche, Bernd Wiesberger, kann mit einem 39. Platz nicht zufrieden sein, hatte sein Ticket für das 3. Major des Jahres aber bereits klargemacht.

Schwab findet nicht mehr zu seinem Spiel

Matthias Schwab hatte bereits am Vortag den Kontakt zur absoluten Spitze verloren und musste somit am Finaltag noch einmal voll angreifen. Der Green Eagle Kurs spielt sich jedoch erneut besonders zäh und knöpft dem Schladminger gleich am Par 3 der 2 den ersten Schlag ab. Auch die überlange 4. Bahn kostet ein Bogey, womit er sich weiter vom großen Ziel entfernt. Die Eisen bekommt Matthias weiter nicht in den Griff, womit auch am zweiten Par 3 ein Schlag flöten geht.

Auf den Back 9 bleiben die vier Par 5 seine letzte Hoffnung das benötigte Topergebnis zu stemmen, jedoch an der 11 geht es mit Bogey weiter in die falsche Richtung. Nach einem weiteren Patzer an der 12 ist Schwab bei 5 über Par für den Tag angelangt und bis auf Position 50 zurückgereicht worden. Wie zum Hohn fällt am Schlussloch doch noch ein Birdieputt, der aber auch nichts Besseres als die 76 einbringt. Beim 11. Cut des Jahres landet er jedoch jenseits der Top 40, sein zweitschlechtestes Ergebnis des Jahres, womit es auch heuer nichts mit dem Ticket für die US Open wird.

“Leider war heute nicht mein Tag. Es ist einfach nichts richtig gelaufen. Solche Tage gibt es im Golfsport. Jetzt folgen zwei Wochen Pause bis zur BMW Open in München,” gibt sich Schwab entsprechend Gelegenheit das Hamburger Turnier zu verarbeiten.

Wiesberger lange Zeit birdielos

Bernd Wiesberger ging bislang an den ersten beiden Tagen noch nicht wirklich vieles leicht von der Hand. Nach zwei 73er Runden hofft der Südburgenländer nun am Montag auf seine erste Runde unter Par in Hamburg. An der schweren 10 gestartet, macht er mit einem Par zum Auftakt nichts falsch und klettert danach mit einer Par-Serie schon einmal ein wenig nach oben im Klassement. Der Plan, auf den Par 5 zu punkten geht bislang nicht auf: an der 11 reicht es nur zum Par und die von Wasser verteidigte 15 kostet sogar das erste Tagesbogey. Auch an den zwei weiteren Par 5 der Back 9 geht nichts, womit er auf die vordere Platzhälfte bislang birdielos abbiegt.

Auch danach schleppt sich Wiesbergers Spiel wenig gewinnbringend dahin. An der 3 setzt es das nächste Bogey. Erst nach 14 gespielten Löchern erbarmt sich der Putter und rollt einen Birdieputt ins Loch. Nach dem täglichen Bogey an der 6 versucht Bernd mit Birdie an der 7 noch zu so etwas wie einem Endspurt anzusetzen. Mit dem Birdie am abschließenden Par 5 bilanziert er zumindestens noch für den Tag ausgeglichen und verbessert sich ein klein wenig im Klassement auf Position 40, was aber keine Punkte fürs World Ranking mehr ergibt und das erneute Hinausfallen aus den Top 50 der Welt zur Folge hat (Position 52): “Das war eine harte Woche am Platz hier in Hamburg. Jetzt habe ich ein paar Tage daheim bevor es weiter nach Südkalifornien zur US Open und nach München zur BMW International Open geht.”

Armitage rollt das Feld von hinten auf

Marcus Armitage entzaubert mit 6 Birdies und einem Eagle auf den ersten 14 Löchern den megaschweren Green Eagle-Kurs und setzt mit klar bester Turnierrunde von 65 Schlägen die Latte im Clubhaus bei 8 unter Par. Nur sein englischer Landsmann Matthew Southgate kann dranbleiben und hätte am abschließenden Par 5 mit Birdie ein Stechen erzwingen können. Dabei riskiert er jedoch zuviel und muss sich nach Bogey mit dem zweiten Platz, gemeinsam mit Edoardo Molinari, Thomas Detry und Darius van Driel zufrieden geben.

Leaderboard Porsche European Open

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Bernd Wiesberger

Zweites Heimturnier

TURNIER-VORSCHAU: Bernd Wiesberger und Lukas Nemecz ganz nah bei der Porsche European Open und Christine Wolf in Spanien unterwegs.

In Bad Griesbach, nur 20km hinter der österreichischen Grenze bekommt Bernd Wiesberger Gelegenheit zu einem zweiten Heimspiel. Rechtzeitig dazu fand Österreichs Nummer 1 mit Platz 2 zuletzt in Holland zur Topform zurück. Daher zählt Wiesberger auch bei den Buchmachern gemeinsam mit Thomas Pieters und Heimstar Martin Kaymer zu den Topfavoriten.

Lukas Nemecz schaffte es ebenfalls bei dem 2 Millionen Euro-Event der European Tour ins starke Teilnehmerfeld.

Top 10 im Visier

Vor zwei Jahren erreichte Christine Wolf bei der Spanish Open einen 10. Platz, wobei sie lange Zeit sogar um den Sieg mitspielte. Nach einer Pause im Vorjahr wird die iberische Open wieder ausgetragen, mit dem Aloha Golfclub von Marbella als illustrem Gastgeber. Beim vorletzten Europa-Turnier der Saison geht es ab Donnerstag über vier Runden um 300.000 Euro Preisgeld.

Tourschool daheim

Gleich 15 Österreicher wollen den Heimvorteil zu einem erfolgreichen Tourschool-Auftakt nutzen. In Ebreichsdorf rittern 100 Qualifikanten ab Dienstag über vier Runden um ca. 30 Tickets für die Zwischenrunde der Qualifying School am Weg zu Spielrechten für European- und Challenge Tour im kommenden Jahr.

Christoph Körbler, Robin Goger, Leo Astl und Bernard Neumayer sind von der Papierform die aussichtsreichsten Kandidaten auf einen Aufstieg.

>> Live Scoring Tourschool Ebreichsdorf

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Abgeliefert!

PORSCHE EUROPEAN OPEN 2015 – 1. Runde: Bernd Wiesberger wird seiner Favoritenrolle als bestgerankter Spieler in Bad Griesbach gerecht und schießt sich mit der 64 in die geteilte Spitze.

Im Marquee-Flight Langer-Mahan-Wiesberger spielt der Österreicher zum Auftakt der Porsche European Open die erste Geige. Lasergenaue Eisen und fehlerloses Spiel hieven  die Nummer 30 der Weltrangliste schon nach den ersten 18 Löchern im Bad Griesbach Golfresort bei 7 unter Par an die Spitze. Das letzte Mal, als Bernd eine 64 aus dem Hut zauberte, reichte das zum Titelgewinn in Paris… “Ich habe mich heute super auf dem Platz gefühlt und wirklich nettes Golf gespielt. Ein wirklich lustiger und entspannter Tag mit Hunter und Bernhard,” hatte Bernd wenig überraschend entsprechend Spaß.

Dabei hätte Wiesberger sogar noch tiefer schießen können. Auf den hantigen ersten 8 Spielbahnen gelingen nur zwei Birdies, diese jedoch programmgemäß auf den Par 5. Ab Loch 9 beginnt auch der Putter an der Scoregestaltung mitzuwirken und locht aus 10 Metern zu Birdie Nummer 3. Das anschließende Par 5 rundet nach Chip & Putt den Birdie-Hattrick ab.

Wiesberger_1564_330Nach einem ausgelippten Birdieputt aus einem Meter an der 12 verliert Wiesberger etwas den Fokus, grantelt ein paar Löcher lang mit mäßigeren Golfschlägen über den Platz, ehe an der 15 wieder ein perfektes Wedge ins Grün gelingt: den kurzen Putt locht er genauso wie den Birdie-Versuch aus 7 Metern an der 16. Stilgerecht vollendet Bernd am schwersten Loch des Kurses, der 18, die feine Golfarbeit mit Birdie Nummer 7 und teilt sich mit Überraschungsmann Benjamin Hebert bei 7 unter Par einmal über Nacht den Platz an der Spitze. Auch Bernds Flightpartner Hunter Mahan und Bernhard Langer unterhalten die Fans und erreichen immerhin 5 unter Par.

Tapfere Debüt-Runde

Bernard Neumayer 2015Bernard Neumayer, der dank einer Einladung zu seinem Debüt auf der European Tour kommt, eröffnet mit Bogey am leichten Par 5 der 10 alles andere als ideal. “Der Caddy hat mir ein falsches Yardage angesagt, daher war ich beim Grünschlag 15 Meter zu kurz.” Rasch findet der Salzburger jedoch den Rhythmus und zieht über weite Strecken ein grundsolides Spiel auf.

Bei den Birdieversuchen sind die Löcher jedoch wie vernagelt, das Bogey an der 4, seinem 13. Loch, lässt ihn weiter am Leaderboard absacken. “Ich habe super gespielt, aber überhaupt nichts gelocht.” Erst im Finish wird Neumayer für seine beherzte Vorstellung mit zwei Birdies belohnt – zuerst direkt aus dem Bunker und dann tot beim Stock – die immerhin eine Par-Runde von 71 Schlägen absichern. Mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Cutmarke bleiben die Chancen des Rookies intakt. “Da war viel mehr drinnen. Aber es hat mir voll getaugt vor sicher 100 Zuschauern zu spielen, darunter dem gesamten Salzburger Landeskader.”

>> Leaderboard Porsche European Open

>> SKY überträgt die Porsche European Open live, exklusiv und in HD.

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