Advertisement

Schlagwort: european tour

Zweimal in die 60er

DUBAI DESERT CLASSIC – 2. RUNDE: Matthias Schwab und auch Bernd Wiesberger tauchen am Freitag im Emirates GC in die 60er ab und starten aus durchwegs vielversprechenden Positionen ins Wüsten-Wochenende.

Matthias Schwab zeigte zum Auftakt in Dubai vor allem auf den Par 5 Bahnen deutlich mehr Gefühl als noch in der Vorwoche in Abu Dhabi, was schlussendlich am Donnerstag mit einer 70 (-2) belohnt wurde. Damit befindet sich der Rohrmooser schon den ersten 18 Bahnen klar auf Cutkurs, am Freitag aber will er das Tempo weiter hochhalten um in aussichtsreicher Position ins Wochenende gehen zu können.

Genau das macht er dann auch nahezu von Beginn an, denn gleich auf der 2 fällt der erste Birdieputt womit er sich wieder an die Top 10 heranpirscht. Mit solidem Spiel lässt er auch danach nichts anbrennen und verbucht auf der 5 recht zeitnah bereits das nächste Birdie, womit er den guten Start in den zweiten Spieltag endgültig perfekt macht.

Erst auf der 8 kommt dann wieder Farbe aufs Tableau, zum Leidwesen des Steirers in Form des ersten Bogeys jedoch die falsche. Anders als am Vortag geht sich dann auch am Par 5 der 10 kein Birdie aus und da er auf der 12 über das zweite Bogey des Tages stolpert, rutscht er sogar wieder auf Level Par und ins Mittelfeld zurück.

Tempo wieder verschärft

Die alles andere als gewinnbringende Phase beendet er dann am Par 5 der 13 aber mit dem nächsten Birdie und schnürt gleich darauf sogar den roten Doppelpack, womit er wieder um etliche Ränge in Richtung Norden klettert. Stilecht verlässt er dann den Platz mit einem weiteren abschließenden Erfolgserlebnis auf der 18 und notiert so schließlich mit der 69 (-3) seine erste Runde in den 60ern.

Vom geteilten 19. Platz aus und mit nur fünf Schlägen Rückstand auf Leader Thomas Detry (BEL) hat er sogar die absolute Spitze vor dem Wochenende wohl durchaus noch in Reichweite. Nach der Runde meint er: “Mein Spiel war heute gut. Ich hab die Bälle gut getroffen und eigentlich viele gute Chancen gehabt. Mit dem 19. Platz zur Halbzeit bin ich zufrieden, auch wenn vor allem heute noch durchaus mehr möglich gewesen wäre. Es war auch schön nach der Turkish Airlines Open 2019 wieder zwei gute Runden mit Ryder Cup Captain Padrai Harrington zu spielen.”

Holprigen Start weggesteckt

Bernd Wiesberger fand vor allem auf den Backnine überhaupt keinen Rhythmus und musste sich am Ende sogar mit einer 73 (+1) anfreunden. Die zweite Runde nimmt er somit von hinter der Cutmarke aus in Angriff und muss sich mit später Startzeit deutlich steigern, will er nicht wie schon letztes Jahr erneut am Cut scheitern.

Die Ausgangslage verschärft er sich jedoch gleich auf der 1 mit einem anfänglichen Bogey noch zusätzlich, gleicht sein Score aber immerhin postwendend wieder aus. Auf den Geschmack gekommen geht sich auch am ersten Par 5 ein Birdie aus, womit er nicht nur das anfängliche Bogey wieder in Vergessenheit geraten lässt, sondern sich darüber hinaus auch klar in Richtung Wochenende orientiert.

Lange Zeit verwaltet er das zartrosa Zwischenergebnis dann sehr souverän, erst auf der 9 will der Parputt den Weg ins Ziel nicht finden und mit dem zweiten Bogey des Freitags rutscht er auch wieder knapp hinter die prognostizierte Cutlinie zurück. Bernd lässt sich aber vom Fehler nicht aus der Ruhe bringen und locht schon am darauffolgenden Par 5 zum nächsten Birdie, womit er sein Score sofort wieder in die richtige Richtung dreht.

Paukenschlag zum Abschluss

Im Gegensatz zum Vortag hat er diesmal die Par 5 Löcher sichtlich im Griff, denn auch die 13 entpuppt sich als gewinnbringend, was dem Burgenländer erstmals auch etwas Luft im Kampf um den Cut verschafft. Die starke Phase bringt auch den Putter nun richtig auf Temperatur wie ein gelochter Viermeterputt auf der 14 eindrucksvoll belegt. So plötzlich Bernd den Rhythmus fand, so rasch geht dieser auch wieder verloren und mit einem Bogey auf der 16 macht sich dies auch sofort unangenehm auf der Scorecard bemerkbar.

Die Runde beendet er aber mit einem echten Paukenschlag, denn nach zwei satten Hieben bringt er auf der 18 den Ball am Grün unter und locht im Anschluss einen wahren Monsterputt mit spürbarem Break zum Eagle. Mit der 68 (-4) macht er somit klarerweise noch etliche Ränge gut und geht als 27. sogar aus dem vorderen Mittelfeld ins Wochenende.

Leaderboard Dubai Desert Classic

>> SKY überträgt Live und in HD von den Dubai Desert Classic.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Anfang gemacht

DUBAI DESERT CLASSIC – 1. RUNDE: Matthias Schwab mischt nach seinen ersten neun Bahnen im Emirates GC im Spitzenfeld mit, muss zu Beginn der Backnine aber eine Schwächephase durchtauchen. Mit der 70 (-2) kann er sich mit dem Auftakt aber durchwegs zufrieden zeigen. Bernd Wiesberger findet auf den Backnine überhaupt keinen Rhythmus und muss sich trotz recht guter Frontnine mit einer 73 (+1) abfinden.

Matthias Schwab schaffte es im Vorjahr als einziger Österreicher ins Wochenende und konnte mit einem 23. Platz nach vier grundsoliden Runden durchaus zufrieden bilanzieren. Nach dem guten Einschwingen zuletzt in Abu Dhabi hofft der junge Steirer nun auf weitere Steigerung beim Desert Swing.

Der Start kann sich auch gleich durchaus sehen lassen, denn der Rohrmooser stopft gleich am anfänglichen Par 5 der 10 den fälligen Birdieputt und mischt so von Beginn an im roten Bereich mit. Anders als in der Vorwoche, wo er vor allem auf den langen Bahnen viele Schläge liegen ließ, hat er die Par 5 in der frühen Phase perfekt im Griff wie das zweite Birdie auf der 13 beweist. Die wiedergefundene “Par 5-Liebe” untermauert er dann kurz vor dem Turn, denn mit der 18 wirft auch noch die letzte lange Bahn der Backnine ein Birdie ab, was den Schladming-Pro zur Halbzeit seiner Auftaktrunde im absoluten Spitzenfeld mitmischen lässt.

Noch alles drin

Kaum auf den Frontnine angekommen muss er dann aber auf der 1 auch den ersten Schlagverlust einstecken. So gut die Par 5 auf der hinteren Platzhälfte funktionierten, so zäh verläuft das einzige der vorderen Neun, denn mit dem Bogey auf der 3 rutscht er auf nur noch 1 unter Par zurück. Auf der 6 endet die Schwächephase des 26-jährigen dann aber und mit seinem bereits vierten Birdie des Tages dreht er wenige Löcher vor Schluss seine Runde noch einmal tiefer in den Minusbereich.

Souverän schaukelt er das Ergebnis dann über die verbleibenden Bahnen und darf sich so schließlich zum Auftakt über eine durchaus ansehnliche 70 (-2) freuen. Mit der absoluten Spitze – Richard Sterne (RSA) spielt sich mit der 64 (-8) in die Führung – kommt er damit zwar nicht mit, für den weiteren Turnierverlauf ist aber so als 20. auf jeden Fall noch alles drin.

“Die Runde heute war gut, ich bin zufrieden. Vier von meinen Birdiechancen konnte ich nutzen, leider passierten mir zwei kleine Fehler, die sofort zu Bogeys führten. Der Platz spielt sich schwer, vor allem wenn man die Fairways verfehlt ist es fast unmöglich den Ball aus dem Semirough heraus zu kontrollieren”, so der Steirer zur Auftaktrunde.

Auftakt verpatzt

Bereits selbst ein Klassiker ist Bernd Wiesberger mit seinem 11. Start bei der heurigen Dubai Desert Classic. Der Emirates GC ist zugleich seine beste Wiese in der Luxusoase von Dubai, wo ihm 2015 mit Platz 5 sein bestes Resultat gelang und einige Male sogar ein Sieg durchaus in Griffweite war.

Dieser rückt jedoch gleich auf den ersten beiden Bahnen in weite Ferne, denn mit einem Par 5 Bogey und einem darauffolgenden Schlagverlust am Par 3 hätte der Start kaum zäher verlaufen können. Auch danach findet der Burgenländer überhaupt keinen Rhythmus, verpasst auch am zweiten Par 5 das angepeilte Birdie und stolpert danach prompt sogar über Bogey Nummer 3, womit die Runde langsam aber sicher eine mehr als unangenehme Richtung einschlägt.

Selbst die 18, das dritte und letzte Par 5 der Backnine, wirft zum Auftakt keinen Schlaggewinn ab, womit der 35-jährige endgültig mit komplett birdielosen ersten neun Bahnen leben muss. Die 2 beendet den hartnäckigen Birdiebann dann aber endlich, wobei Bernd sogar etwas Pech hat, dass der gefühlvolle Chip aus dem Rough nicht direkt zum Eagle fällt.

Steigerung am Freitag nötig

Auf den Geschmack gekommen entpuppt sich dann mit der 3 endlich auch eine der langen Bahnen als gewinnbringend und Bernd verkürzt so mit dem Birdie-Doppelpack auf nur noch 1 über Par. Nur kurz verschnauft er dann auf der 4 kurz, ehe er schon auf der 5 das nächste Birdie notieren kann und so endgültig die verkorksten Backnine in Vergessenheit geraten lässt.

Just zum Abschluss der Runde muss er auf der 9 aber noch ein Bogey einstecken und rutscht damit erneut in den Plusbereich ab. Mit der 73 (+1) und als 78. kann man beim siebenfachen European Tour Champion durchaus von einem verpatzten Auftakt sprechen, denn am Freitag benötigt er mit später Startzeit wohl bereits eine deutliche Steigerung, will er, anders als im Vorjahr als er mit der 76 (+4) den Donnerstag noch deutlicher vermasselte, auch am Wochenende noch mit von der Partie sein.

Leaderboard Dubai Desert Classic

>> SKY überträgt Live und in HD von den Dubai Desert Classic.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube
Bernd Wiesberger 2016

Wüstenchance Teil 2

DUBAI DESERT CLASSIC – VORSCHAU: Nach dem im Großen und Ganzen sehr soliden Saisonauftakt in Abu Dhabi ergibt sich für Bernd Wiesberger und Matthias Schwab in dieser Woche im Emirates GC bereits die nächste Chance um in der Wüste dick anzuschreiben.

Zwar war weder bei Bernd Wiesberger noch bei Matthias Schwab beim Season Opener in Abu Dhabi alles Gold was glänzt, mit einem geteilten 25. Platz überwogen am Ende aber bei beiden klar die positiven Aspekte. Der Burgenländer konnte sich vor allem mit der Performance von Tee bis Grün sehr zufrieden zeigen, allein die strichen Grüns machten ihm im Abu Dhabi GC einen Strich durch die angepeilte Topplatzierungs-Rechnung.

Dies soll sich 140 Kilometer weiter nun bei der zweiten Wüstenwoche in Folge ändern. Wohl kaum ein anderes Turnier im European Tour Kalender verdient sich das “Classic” im Eventnamen so sehr wie die Dubai Desert Classic, denn seit mittlerweile Jahrzehnten gehört das Turnier im Emirates GC zu den Fixpunkten. Zwar geht es statt um 8 Millionen wie in der Vorwoche “nur” noch um 3,25 Millionen US-Dollar, das Starterfeld kann sich in der Wüstenmetropole der Vereinigten Arabischen Emirate aber erneut sehen lassen.

Von Henrik Stenson (SWE) über zahlreiche britische Topspieler bis hin zu Miguel Angel Jimenez (ESP) und Ernie Els (RSA) geben sich zahlreiche Größen in Dubai die Ehre. Somit geht es auch diesmal wieder um durchwegs ansehnliche Weltranglistenpunkte, von denen sich Bernd Wiesberger ein ordentliches Stück abschneiden will.

Anders als den Earth Course der Jumeirah Golf Estates, wo Jahr für Jahr das Tourfinale in Dubai ausgetragen wird, zählt der 35-jährige den Emirates GC durchaus eher zu den Wiesen, die seinem Spiel doch deutlich besser entgegenkommen, weshalb er sich in dieser Woche auf jeden Fall einiges ausrechnet. Letztes Jahr jedoch wollte nicht vieles gelingen, denn nach Runden von 76 (+4) und 72 (Par) Schlägen scheiterte er um zwei Schläge am Cut.

Stellschrauben justieren

Matthias Schwab präsentierte sich in Abu Dhabi mit keiner einzigen Runde über Par wie sein Landsmann durchwegs gut, allein die Par 5 Statistik verhinderte beim Rohrmooser beim Rolex Series Turnier wohl ein Topergebnis. Mit deutlich zu vielen Fehlern auf den langen Bahnen fehlten am Ende die nötigen Schläge um gleich beim Season Opener richtig dick anzuschreiben.

Den Emirates GC kennt er aus früheren Starts ebenfalls bereits recht gut. Vergangene Saison gelangt jedoch lediglich am Moving Day mit einer 70 (-2) eine rote Runde, nach drei 72er (Par) Auftritten an den anderen Tagen stand am Ende ein 23. Platz auf der Habenseite.

Der Wetterbericht verspricht die gesamte Woche über strahlenden Sonnenschein mit Spitzenwerten rund um 27 Grad Celsius. Los geht es für Bernd am Donnerstag gemeinsam mit Tommy Fleetwood und Lee Westwood (beide ENG) bereits um 05:10 MEZ auf der 10. Matthias Schwab folgt nur einen Flight dahinter flankiert von Antoine Rozner (FRA) und Padraig Harrington (IRL).

 

>> SKY überträgt Live und in HD von den Dubai Desert Classic.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Gemeinsam angeschrieben

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab teilen sich beim Season Opener der European Tour im Abu Dhabi GC den 25. Rang und schreiben so gleich beim ersten Turnier im neuen Race to Dubai an. Während Schwab mit einer finalen 69 einen ermutigenden Schritt zurück zur altbekannten Stärke setzt, kann sich Wiesberger mit einer 71 wohl nur bedingt zufrieden zeigen.

Bernd Wiesberger kann mit seinem Abschneiden in dieser Woche wohl nicht wirklich zufrieden sein. Der Burgenländer formulierte im Vorfeld des Turniers noch das Ziel, dass er gleich in Abu Dhabi trotz der wochenlangen Turnierpause hellwach sein muss, denn bei nur noch vier statt der üblichen acht Rolex Series Events und dementsprechend weniger Chancen auf dickes Preisgeld und fette Punkte, darf man sich de facto keinen Hänger erlauben, will man wie Bernd sich sowohl in der Weltrangliste wieder weiter nach oben orientieren und sich darüber hinaus auch in der Ryder Cup Qualifikation aufdrängen.

Der Abu Dhabi GC liegt dem Oberwarter eigentlich auch, stand er doch letztes Jahr sogar im Finalflight und nahm schließlich immerhin einen 8. Platz mit. Mit den strichigeren Grüns – der Graswuchs ist heuer deutlich dichter, auch weil aufgrund der Coronakrise weniger Touristen Runden auf der Wiese drehten – hat er aber so seine liebe Mühe und verpasst so an allen vier Tagen eine Runde in den 60ern.

Mit anfänglichen Pars macht der siebenfache European Tour Champion zunächst am Sonntag zwar nichts falsch, der erhoffte schnelle Start gelingt so jedoch nicht. Dass bei der finalen Umrundung nicht vieles wirklich zusammenpasst macht sich dann auf der 7 schmerzlich bemerkbar, denn der 35-jährige tritt sich nach der Parserie am Par 3 sogar ein Doppelbogey ein, was ihn klarerweise weit zurückfallen lässt.

Späte Birdies

Zumindest entpuppt sich das Par 5 der 8 mit einem Birdie als gewinnbringend, womit er sich einen der beiden abgegebenen Schläge rasch wieder zurückholt. Stabilität bringt der erste rote Eintrag aber nicht, wie ein weiterer Fehler gleich danach zeigt. Erneut wirft dann aber mit der 10 ein Par 5 wieder einen Schlag ab, womit er die Fehlerquote einigermaßen abfedern kann.

Erst ab der 17 kommt dann in Form zweier abschließender Birdies noch einmal Farbe aufs Tableau, was auch seinen Rundenscore noch zur 71 (-1) und somit in den roten Bereich dreht. Damit sorgt er zwar für ein versöhnliches Ende der Runde und und schreibt mit Rang 25 doch recht brauchbar im neuen Race to Dubai an, das eigentlich angepeilte Topergebnis geht sich damit aber nicht aus. “Das lange Spiel, wenn auch nicht perfekt, war definitiv gut genug diese Woche,” fasst er zusammen, “Unglücklicherweise war die Putt-Performance die gesamte Woche über sehr schwach.”

Für Bernd macht sich dies in gewisser Form nicht gerade gewinnbringend bemerkbar, denn sowohl in der Weltrangliste, als auch in der Ryder Cup Qualifikation lässt er so in einem wahren Weltklassefeld etliche Punkte liegen, wenngleich er sich so auch nicht verschlechtern wird. Die nächste Chance richtig dick anzuschreiben ergibt sich aber schon kommende Woche bei den Dubai Desert Classic, auch wenn es 140 Kilometer weiter in der Wüste um deutlich weniger Preisgeld als in dieser Woche geht.

Ermutigender Schritt

Seit der knapp verpassten PGA Tourcard letzte Saison kämpft Matthias Schwab mit Formschwankungen, ganz kann er diese zwar auch in Abu Dhabi noch nicht ablegen, mit keiner einzigen Runde über Par und einer durchwegs ansehnlichen Finalrunde, die am Ende in einem Weltklassefeld immerhin Rang 26 ermöglicht macht er aber einen wohl wichtigen Schritt zurück zur altbekannten Stärke.

Mit “nur” fünf Schlägen Rückstand auf die Spitzenplätze scheint mit einer Traumrunde am Sonntag sogar noch viel möglich zu sein und nach einem wahren Blitzstart – der Rohrmooser knallt auf den ersten drei Bahnen am Sonntag drei Birdies auf die Scorecard – liegen die Top 10 plötzlich sogar nur mehr zwei Schläge weit weg. Danach ebbt der Anfangselan aber etwas ab und nach den ersten beiden Pars muss er auf der 6 auch ein Bogey auf der Scorecard verewigen.

Par 5 erstmals im Griff

Aus der Ruhe lässt sich der Rohrmooser vom Faux-pas aber nicht bringen, stabilisiert sein Spiel rasch wieder und krallt sich am Par 5 der 8 sein bereits viertes Birdie am Sonntag. Das bringt den Schladming-Pro auch wieder so richtig auf den Geschmack, denn mit der 10 wirft am Finaltag auch das dritte Par 5 ein Birdie ab und Matthias bekommt so die Top 10 erstmals richtig in Sichtweite. Die Risikobereitschaft hält er auch weiterhin hoch, was allerdings auch den Raum für Fehler vergrößert, wie er auf der 11 schmerzlich feststellen muss, denn mit seinem zweiten Schlagverlust rutscht er wieder ins Mittelfeld zurück.

Das kostet erstmals auch sichtbar den Rhythmus, denn im immer unangenehmer werdenden Wind kann er keine weiteren Birdies mehr auf die Scorecard zaubern und tritt sich noch dazu kurz vor Ende der Runde auf der 16 noch einen weiteren Fehler ein. Die Par 5 Quote passt im Gegensatz zur restlichen Turnierwoche am Sonntag aber auch weiterhin, denn auch die 18 hält noch einen Schlaggewinn bereit, was ihn mit der 69 (-3) ins Ziel marschieren lässt.

Damit kann er zwar die Spitzenplätze nicht mehr knacken, die erste Runde in den 60ern und ein durchwegs ansehnlicher 25. Rang ist aber auf jeden Fall ein ermutigendes Zeichen am Weg zurück zur seit einiger Zeit vermissten altbekannten Stärke. Eigentlich wäre in dieser Woche wohl noch deutlich mehr zu holen gewesen, hätte er die Par 5 Bahnen des Abu Dhabi GC etwas besser im Griff gehabt, denn trotz gleich vier roter Einträge am Sonntag liegt er gesamt gesehen bei 16 absolvierten Löchern nur bei -2, wobei die Spitze rund um -7 oder -8 rangiert.

“Ich bin mit dem 25. Platz zufrieden. Die Abu Dhabi HSBC Championship ist das bestdotierte und bestbesetzte Turnier des Jahres auf der European Tour. Obwohl ich nur am Finaltag gutes Golf gespielt hab, konnte ich erkennen, dass meine Form stimmt und ich mit einem guten Gefühl und Selbstvertrauen an die nächsten Aufgaben herangehen kann. Die Zusammenarbeit mit meinem neuen Caddie James Baker funktioniert ebenso recht gut. Kommende Woche geht es für mich in Dubai weiter”, fasst Matthias Schwab seinen Saisonauftakt zusammen.

Aller guten Dinge sind vier

Tyrrell Hatton (ENG) ist am Finaltag eine Klasse für sich. Der Engländer spielt wie aus einem Guss und marschiert am Ende mit einer fehlerlosen 66 (-6) ins Clubhaus, womit er überlegen bei gesamt 18 unter Par seinen bereits vierten Rolex Series Titel der Karriere einfährt. Rory McIlroy (NIR) findet an der Seite des Engländers hingegen am Sonntag überhaupt keinen Rhythmus, kann so zu keiner Zeit mit seinem Flighpartner mithalten und wird schlussendlich bei gesamt 12 unter Par hinter Jason Srivener (AUS) (66 & -14) alleiniger 3.

Leaderboard Abu Dhabi Championship

>> SKY überträgt Live und in HD von den Abu Dhabi Championship.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Ausgangslage minimal verbessert

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger an einen Blitzstart im Abu Dhabi GC nicht wirklich anknüpfen und kommt den Top 10 mit einer 70 nur leicht näher. Auch Matthias Schwab startet den Moving Day wie aus der Pistole geschossen, muss sich schlussendlich aber sogar nur mit der 72 zufrieden geben.

Wie im Vorjahr werden sowohl Bernd Wiesberger als auch Matthias Schwab beim Season Opener von Abu Dhabi mit Preisgeld für ihre gezeigten Leistungen belohnt werden. Allerdings ist der Rückstand auf die Top 10 mit 5 Schlägen bereits beträchtlich, weshalb eine deutliche Steigerung her muss um eines von nur vier 8 Millionen Dollar-Events im Rahmen der Rolex Series wirklich voll ausnützen zu können.

Bernd Wiesberger arbeitet gleich von Beginn an daran sein Score am Moving Day tiefer in den Minusbereich zu drehen, denn der Burgenländer stopft erstmals in dieser Woche am Par 5 der 10 den fälligen Birdieputt und taucht damit sofort in die roten Zahlen ab. Auch die 11 erweist sich am Samstag als gewinnbringend wie ein weiteres Birdie eindrucksvoll beweist.

Nach dem Blitzstart gönnt sich der Burgenländer eine kleine Auszeit, lässt mit sicheren Pars jedoch nichts anbrennen. Am Par 3 der 15 drückt er dann aber wieder aufs Tempo und knackt mit dem dritten Birdie des Tages bereits die Top 20. Danach jedoch verabsäumt er es weiter nachzulegen, lässt sowohl das Par 5 der 18 als auch das Par 5 der 2 ungenützt verstreichen und wird so im Klassement wieder etwas zurückgereicht.

Bei immer diffiziler werdenden Windbedingungen entwickelt sich zwischen Bernd und den Birdie richtiggehend eine Verfolgungsjagd, bei der die roten Einträge für den 35-jährigen aber immer einen Tick zu schnell sind. Bis zum Schluss erwischt er keinen einzigen mehr und da er parallel dazu am Par 5 der 8 noch das erste und einzige Bogey notieren muss, kommt er mit der 70 (-2) und als 30. den Top 10 nur leicht näher. Der drei Schläge große Rückstand scheint aber dennoch am Finaltag mit einer knallroten Runde noch aufholbar zu sein.

Eagle-Start verpufft

Matthias Schwab setzt am Moving Day seine selbst ausgegebene Devise, die Par 5 ab nun so zu spielen wie die Par 3 dann wäre alles okay, sofort perfekt um, denn auf der 10 locht er sogar zum Eagle und setzt so prompt ein dickes fettes Ausrufezeichen. An den bärenstarken Start kann er in Folge zwar nicht sofort mit weiteren Erfolgserlebnissen anknüpfen, mit einer Parserie macht er jedoch nichts falsch und bleibt so dem vorderen Mittelfeld treu.

Das ändert sich jedoch ausgerechnet am Par 5 der 18, denn er tritt sich kurz vor dem Turn das erste Bogey ein und rutscht so wieder um einige Plätze zurück. Lange Zeit reiht er danach die Pars aneinander, womit er im böigen Wind seine Platzierung zu halten weiß. Erst am Ende wird es noch einmal richtig bunt, nach Bogeys am Par 3 der 7 und am Par 5 der 8 benötigt er aber sogar noch einen abschließenden roten Eintrag um zumindest noch eine 72 (Par) ins Ziel retten zu können, mit der er als 42. sogar einige Plätze einbüßt.

Auf den ersten neun Löchern mußte ich heute den Cut absichern, was durch solides Spiel sehr gut gelungen ist. Auf der zweiten Runde herrschte starker Wind. Das Spiel gestaltete sich recht schwer. Mit meiner Par Runde konnte ich letztlich zufrieden sein. Immerhin ist die gesamte europäische Golfelite hier und der Platz ist fast 7000 Meter lang”, so Matthias nach dem Moving Day.

Rory McIlroy (NIR) löst Tyrrell Hatton (ENG) (71) mit einer 67 (-5) an der Spitze ab und geht bei gesamt 13 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf den Engländer in den Finaltag.

Leaderboard Abu Dhabi Championship

>> SKY überträgt Live und in HD von den Abu Dhabi Championship.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Auf Augenhöhe ins Finale

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab ziehen gleichauf im gesicherten Mittelfeld ins Rolex Series-Finale ein.

Wie im Vorjahr werden sowohl Bernd Wiesberger als auch Matthias Schwab beim Season Opener von Abu Dhabi mit Preisgeld für ihre gezeigten Leistungen belohnt werden. Allerdings ist der Rückstand auf die Top 10 mit 5 Schlägen bereits beträchtlich, weshalb eine deutliche Steigerung her muss um eines von nur vier 8 Millionen Dollar-Events im Rahmen der Rolex Series wirklich voll ausnützen zu können.

Wiesberger weiterhin mit zu vielen Fehlern

Bei teils unangenehm böigen Wind stellt die 1 Bernd Wiesberger vor keine allzu großen Probleme, wie ein anfängliches Par zeigt. Wie schon am Vortag geht sich dann am Par 5 der 2 ein Birdie aus, womit sich der siebenfache European Tour Champion nahezu von Beginn an in die richtige Richtung orientiert. Auch danach zeigt er sehr solides Golf und bleibt mit zunächst fehlerlosem Spiel weiter in Schlagdistanz zu den Spitzenrängen.

Das Par 3 der 7 entpuppt sich dann am Freitag aber als Ouvertüre einer richtig zähen Schwächephase, denn auf das erste Bogey lässt er am Par 5 danach sogar eine Doublette folgen, was ihn in Windeseile sogar bis hinter die Cutmarke zurückwirft.

Über Nacht findet Wiesberger jedoch sichtlich den Reset-Button und präsentiert sich am Samstag Morgen beim Nachspiel wieder von seiner sicheren Seite. An der 13 schlägt er ein präzises Eisen ins Grün und versenkt auch den Birdieputt. Als auch an der 16 das Birdie gelingt, hat er sein Rundenscore schon einmal erfolgreich auf Even Par zurechtgerückt. Seine Eaglebahn vom Vortag, die 18, gönnt dem Burgenländer kein Erfolgserlebnis mehr, doch mit der 72 zieht er zumindest auf einem 36. Platz ins Wochenende ein.

Schwab mit Kampf und Krampf

Matthias Schwab kommt gleich zu Beginn seiner Runde mit den schwierigen Windverhältnissen nicht wirklich zurecht, denn statt des erhofften Par 5 Birdies, muss er auf der 10 sogar einen Schlag abgeben und rutscht damit auch prompt hinter die prognostizierte Cutmarke zurück. Der Rohrmooser steckt den anfänglichen Schock aber gut weg und krallt sich schon zwei Löcher später den scoretechnischen Ausgleich.

Die Par 3 hat der junge Steirer auch weiterhin richtig gut im Griff wie das zweite Birdie auf der 15 beweist. Mit dem Sprung in den roten Bereich verschafft sich Matthias so auch erstmals etwas Luft im Kampf um den Wochenendeinzug.

Aber auch am Samstag Morgen bleibt es beim Kampf und Krampf: Birdieputts wollen vorerst keine fallen und nach einem Bogey auf der vorderen Platzhälfte wird es wieder sehr eng für ihn am Leaderboard. Immerhin sitzt sofort der Konter mit seinem ersten Birdie am Samstag. Den Rest der Runde spielt Schwab sicher herein und cuttet mit der 71 gleichauf mit seinem Landsmann auf Posiiton 36, wenn auch bereit mit 5 Shots Rückstand auf die Top 10.

Eagle-Man übernimmt Kommando

Mit seinem bereits dritten Eagle im Turnier legt Tyrrell Hatton den Grundstein zur 68 um bei 11 unter Par das Kommando zu übernehmen, einen Schlag vor dem Spanier Rafa Cabrera-Bello. Rory McIlroy kann dagegen nicht an die Galavorstellung vom Donnerstag anschließen und fällt mit der 72 auf Position 3 zurück.

Leaderboard Abu Dhabi Championship

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Solides Fundament

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab lassen nach der wochenlangen Winterpause im Abu Dhabi GC zwar mit einigen Fehlern knallrote Auftaktrunden liegen, mit Rundenscores von 70 bzw. 71 Schlägen bleiben aber beide unter Par und schaffen sich so ein recht solides Fundament um am Sonntag die angepeilten Topergebnisse realisieren zu können.

Mit einem 8 Millionen Dollar-Paukenschlag eröffnet die European Tour ihr neues Golfjahr. Somit gibt es kein langsames Hineinschnuppern und Herantasten für Bernd Wiesberger und Matthias Schwab nach wochenlanger Pause um nicht wertvolle Punkte bei einem von nur vier Rolex Series-Events zu verschenken. Entsprechend intensiv hat sich Österreichs Tour-Duo bereits einige Zeit vor Ort vorbereitet. Abgesehen von Preisgeld und Punkten im neuen Race to Dubai geht es um fette Punkte fürs World Ranking und die Ryder Cup-Qualifikation.

Dass ihm der Abu Dhabi GC durchaus in die Karten spielt, bewies Wiesberger zuletzt im Vorjahr, als er es am Sonntag in den Schlussflight schaffte und mit einem 8. Platz einen mehr als nur brauchbaren Saisonstart hinlegte. Matthias Schwab war ebenfalls noch am Weekend engagiert, kam aber nicht über einen 42. Platz hinaus. Das Lineup ist heuer in Abu Dhabi top besetzt: die Nummer 3 der Golfwelt, Justin Thomas (USA), führt ein Feld an, das mit Rory McIlroy (NIR), Tommy Fleetwood, Matt Fitzpatrick, Justin Rose, Lee Westwood und Tyrrell Hatton (alle ENG) vor allem die Creme de la Creme des britischen Golfsports an den Start bringt.

Erst mit knapp dreistündiger Verzögerung kann die European Tour Saison 2021 beginnen, nachdem hartnäckiger morgendlicher Nebel für langes Däumchendrehen sorgt. Zu allem Überfluss hat Bernd dann noch dazu auf der 10 ordentlich Pech, denn nach knapp zu kurzer Grünattacke geht sich am Par 5 der 10 mit Spiegelei-Lage im Grünbunker “nur” das anfängliche Par aus. Da er dann auf der 11 sogar rasch das erste Bogey einstecken muss, ist der durchwachsene Start ins Turnier nicht mehr zu leugnen.

Eagle als Initialzündung

Am Par 3 der 15 passt dann beim Burgenländer aber erstmals alles zusammen und er gleicht mit seinem ersten Birdie der Saison sein Score wieder aus. So richtig ins Rollen bringt ihn der rote Eintrag jedoch noch nicht, denn sofort rutscht er am darauffolgenden Par 4 mit seinem zweiten Fehler wieder in den Plusbereich zurück. Kurz vor dem Turn gelingt dann am zweiten Par 5 aber die Grünattacke nahezu perfekt und da der 35-jährige in Folge auch am Grün den nötigen Touch beweist, dreht er mit dem Eagle die bis dahin eher zähe Runde sogar noch auf den Backnine in den roten Bereich.

Das scheint Bernd nun im immer stärker werdenden Wind richtig anzuspornen, denn kaum auf den Frontnine angekommen legt er ein weiteres starkes Eisen aufs Grün und schnappt sich so prompt das nächste Erfolgserlebnis. Selbst ein Ausflug in den Grünbunker hält ihn danach am dritten Par 5 seiner Runde mit dem nächsten gefühlvollen Putt nicht davon ab das nächste Birdie einzusacken, womit er mittlerweile auch die Top 10 erstmals knackt.

Die Aufbruchsstimmung wird von einem darauffolgenden Bogey auf der 3 jedoch recht abrupt abgebremst. Den Faux-pas steckt er aber gut weg und darf sich schon auf der 14 mit einem Chip-in über das nächste Birdie freuen. Just zum Abschluss streikt dann aber noch der Putter, denn auf der 9 muss er aus größerer Distanz gleich dreimal ansetzen und tritt sich so auf seiner Schlussbahn noch ein weiteres Bogey ein.

Mit der 70 (-2) gelingt der Start zwar als in etwa 20. durchaus ansehnlich und Bernd wahrt so auch noch klar alle Chancen, gleich vier Bogeys zeigen aber, dass es durchaus noch den ein oder anderen Flugrost gibt, der an den kommenden Tagen wohl noch abzuschütteln ist.

Doppelbogey stark ausgekontert

Matthias Schwab beginnt sein neues European Tour Jahr souverän mit recht sicheren Pars und darf sich nach einem starken Eisen am Par 3 der 4 recht früh schon über das erste Birdie freuen. Ohne jeglichen Wackler spult der Rohrmooser in Folge auch die Bahnen danach ab und hält sich so weiterhin lange im zartrosa Bereich.

Kurz vor dem Turn erwischt es den jungen Steirer dann aber richtig unangenehm, denn mit einem Doppelbogey rutscht er sogar noch vor dem Wechsel auf die Backnine sogar in den Plusbereich ab. Zwar verpasst er es sofort am Par 5 danach den Konter zu setzen, holt das Birdie aber auf der 11 nach und dreht sein Score so immerhin wieder auf Level Par zurück.

Da sich dann auch am Par 3 der 12 ein Birdie ausgeht, lässt er nicht nur das Doppelbogey endgültig in Vergessenheit geraten, sondern taucht außerdem auch rasch wieder in die roten Zahlen ab. Kurz vor Schluss baut er sein Score dann mit einem weiteren Birdie auf der 17 sogar noch aus und hat plötzlich auch die Top 10 klar in Reichweite.

Ausgerechnet das abschließende Par 5 brummt dem Schladming-Pro aber noch ein Bogey auf, weshalb er sich schlussendlich mit der 71 (-1) anfreunden muss. Damit bleibt Matthias zwar die erhoffte tiefe Auftaktrunde verwehrt, mit dem leicht geröteten Auftaktscore wahrt er beim Rolex Series Event als in etwa 30. aber endeutig die Chance auf das angepeilte Topergebnis.

“Es klingt vermutlich ein wenig schwer verständlich wenn ich sage, dass mein Spiel bis auf wenige Fehler gut war. Mir gelang z.B. kein Birdie auf einem Par 5, obwohl ich immer – bis auf die 18 – knapp dran war. Die Form ist bereits jetzt zum Saisonstart okay. Ich kann damit gut leben”, so Matthias Schwabs erste Worte nach der Runde.

Rory McIlroy wird seiner Mitfavoritenrolle am Donnerstag voll gerecht. Der Nordire packt im Abu Dhabi GC eine fehlerlose 64 (-8) aus und liegt damit mit einem Schlag Vorsprung auf Tyrrell Hatton – ihm gelingen zum Auftakt gleich zwei Eagles – in Führung. Durch die dreistündige Nebelverzögerung kann die erste Runde erst am Freitag beendet werden.

Leaderboard Abu Dhabi Championship

>> SKY überträgt Live und in HD von den Abu Dhabi Championship.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube
Bernd Wiesberger

Viel vorgenommen

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger hat sich für die Saison 2021 etliches vorgenommen, ein guter Auftakt beim Rolex Series Event im Abu Dhabi GC wäre somit enorm wichtig. Matthias Schwab hofft nach dem wackeligen Herbst nun beim Desert Swing wieder so richtig zur Form zu finden.

Nach wie vor ist Corona weltweit das Thema Nummer 1. Anders als vergangenes Jahr, wo von März weg auch der Profisport rund um den Globus nahezu still stand, entwickelt sich 2021 aber zumindest in diesem Aspekt deutlich freundlicher. Das macht sich auch gleich beim Turnierkalender der European Tour bemerkbar, denn wie gewohnt nimmt mit dem Desert Swing die Saison so richtig Fahrt auf.

Dennoch gibt es durchaus einige auch unerfreulichere Dinge, denn ganz ohne Kratzer überstand die größte europäische Golftour die Covid-19 Krise nicht. Im Detail macht sich dies vor allem bei den Rolex Series Events bemerkbar, die von acht auf nur noch vier zusammengekürzt wurden. Umso wichtiger erscheint es bei den hochgesteckten Zielen von Bernd Wiesberger bei eben diesen Turnieren hellwach zu sein.

“Es hat durch Corona überall Einschnitte gegeben. Bemerkbar macht sich dies vor allem bei den zahlreichen Reisebeschränkungen und klarerweise auch bei weniger Preisgeld. Die Tour hat sich aber regelrecht einen Haxen ausgerissen und im Großen und Ganzen sind wir beim Golf sogar noch mit einem blauen Auge davongekommen. Immerhin konnten wir wenigstens Turniergolf spielen”, lässt Bernd die verrückte Saison 2020 noch einmal Revue passieren.

Bernd selbst spricht nur kurz danach an wie wichtig ein guter Start ins Jahr wäre: “Da es nur noch vier Rolex Series Turniere gibt und Abu Dhabi gleich eines davon ist, ist ein gelungener Start natürlich sehr wichtig. Auch die Teilnehmerfelder sind beim Desert Swing durchaus sehenswert, was auch etliche Punkte für die Weltrangliste einbringt. Der Platz liegt mir aber. Erst letztes Jahr war ich sogar im Finalflight, am Ende gelang immerhin noch ein 8. Platz.”

USA und Ryder Cup als Ziel

Musste man in den letzten Jahren noch etwas nachbohren um aus Bernd eine klare Aussage in Richtung PGA Tourcard zu bekommen, so formuliert der Burgenländer dieses Ziel mittlerweile bereits ungewohnt deutlich, weiß aber auch, dass der Weg dorthin durchaus steinig ist und nur Topergebnisse wirklich weiterhelfen. “USA ist heuer definitiv ein Ziel. Ich hab schon für die Saison 2020/21 bei den drei bisherigen Turnierstarts einige Punkte gesammelt. Bei meinen noch verbleibenden neun Möglichkeiten will ich schon die nötigen Non Member-Points zusammenbekommen um mir die Tourcard zu sichern.”

Nach dem Desert Swing steht deshalb auch gleich der erste echte US Swing des neuen Jahres auf dem Programm. Zunächst geht es im malerischen Bradenton in Florida beim WGC-Event mit der Weltelite zur Sache, Anfang März hat er dann in Orlando beim Arnold Palmer Invitational die nächste Chance auf dicke Punkte, ehe er den ersten Stars & Stripes Trip beim Players in Ponte Vedra Beach wieder ausklingen lässt.

Auch der Ryder Cup ist beim 35-jährigen nach wie vor omnipräsent: “Natürlich hoffe ich, dass ich im September in Whistling Straits blau-gelb tragen darf und Europa repräsentieren darf. Die Planung bis dahin muss aber genau passen, denn es zählen nur Topergebnisse bei den großen Turnieren. Am Ende der Qualifikation wird abgerechnet, aber selbst wenn es sich nicht mit der direkten Qualifikation ausgehen sollte, hoffe ich, dass ich mich bei Captain Padraig Harrington für eine Wild Card aufdrängen kann.”

“Ein primäres Ziel von mir ist es auch ganz klar wieder zu den Turniersiegern zu gehören, denn nach der starken Saison 2019 lief das letzte Jahr ohne Sieg nicht wirklich nach meinem Geschmack. Natürlich will ich auch bei den vier Majors eine gute Rolle spielen. Kann ich dort reüssieren hilft das natürlich auch in Sachen Ryder Cup und US Tourkarte enorm weiter.”

Zurück zu alter Stärke

Neben Bernd Wiesberger steht auch Matthias Schwab gleich beim Saisonauftakt in Abu Dhabi in den Teeboxen. Der Schladming-Pro musste im Herbst 2020 erstmals so richtig einen Formknick verkraften, der klar auch der nur haarscharf verpassten US Tourcard geschuldet war. In mühevoller Aufbauarbeit kämpfte sich der junge Steirer wieder zurück, scheiterte am Ende des letzten Jahres aber an der Qualifikation für Dubai.

2021 soll somit auch bei Matthias Schwab wieder deutlich freundlicher werden. Nach intensiver Arbeit zuhause in Schladming und bereits vor Ort in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll es in Abu Dhabi bereits die ersten Früchte zum Ernten geben. Ein starkes Ergebnis beim anfänglichen Rolex Series Event könnte auch regelrecht die Zündschnur sein, die den 26-jährigen in Folge wieder so richtig explodieren lässt.

In einem weltklasse Teilnehmerfeld – es stecken neben Rory McIlroy (NIR) auch Justin Thomas (USA), Tommy Fleetwood, Matthew Fitzpatrick, Justin Rose, Ian Poulter, Lee Westwood (alle ENG), Shane Lowry (IRL) oder Martin Kaymer (GER) ihre Tees in den Boden – könnte er sich auch rasch wieder in Richtung Top 100 der Welt orientieren, was ihm auch im Hinblick der Majors weiterhelfen würde.

Das Wetter sollte sich richtig angenehm präsentieren. Zwar soll es erst ab dem Wochenende wieder strahlend schön werden, bei Spitzenwerten von bis zu 25 Grad herrschen aber auch am Donnerstag und am Freitag trotz eher wenigen Sonnenstunden perfekte Golfbedingungen. Los geht es für für Bernd Wiesberger am Donnerstag bereits um 04:50 MEZ auf der 10, flankiert von den prominenten Flighpartnern Henrik Stenson (SWE) und Matt Wallace. Matthias Schwab beginnt die Saison um 06:00 MEZ von der 1 weg.

 

>> SKY überträgt Live und in HD von den Abu Dhabi Championship.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

RACE TO DUBAI 2020

Die Rangliste der European Tour 2020

(Final Ranking nach Turnier: WORLD TOUR CHAMPIONSHIP)

RACE TO DUBAI 2020

RANG
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 WESTWOOD, Lee 15 3.128,0
2 FITZPATRICK, Matthew 10 3.110,2
3 REED, Patrick 8 3.103,7
4 FLEETWOOD, Tommy 11 2.182,6
5 MORIKAWA, Collin 6 2.096,6
6 PEREZ, Victor 14 2.072,9
7 BEZUIDENHOUT, Christiaan 17 1.874,8
8 RAI, Aaron 17 1.741,0
9 HATTON, Tyrrell 7 1.736,5
10 OOSTHUIZEN, Louis 8 1.646,2
11 VÄLIMÄKI, Sami 19 1.553,2
12 SULLIVAN, Andy 18 1.494,6
13 VAN ROOYEN, Erik 12 1.344,1
14 HERBERT, Lucas 12 1.332,4
15 IM, Sungjae 6 1.279,6
16 HØJGAARD, Rasmus 19 1.271,2
17 CASEY, Paul 5 1.248,8
18 DETRY, Thomas 20 1.192,5
19 CANTER, Laurie 17 1.113,5
20 MCILROY, Rory 5 1.100,3
21 PARATORE, Renato 21 1.081,1
22 RAHM, Jon 5 1.053,7
23 MACINTYRE, Robert 17 1.046,0
24 KAYMER, Martin 14 1.007,8
25 OTAEGUI, Adrian 21 1.006,2
26 ROZNER, Antoine 21 982,5
27 HOVLAND, Viktor 6 976,4
28 LEWIS, Tom 7 942,5
29 HORSFIELD, Sam 18 933,7
30 CAMPILLO, Jorge 20 909,1
31 POULTER, Ian 10 908,8
32 GRACE, Branden 7 902,0
33 STONE, Brandon 22 900,7
34 LARRAZÁBAL, Pablo 21 881,7
35 CATLIN, John 14 876,0
36 MCDOWELL, Graeme 10 865,0
37 WALLACE, Matt 15 846,9
38 KAWAMURA, Masahiro 23 831,2
39 ARNAUS, Adri 18 817,6
40 COETZEE, George 15 785,7
41 BURMESTER, Dean 23 784,0
42 SAMOOJA, Kalle 17 763,0
43 ROCK, Robert 15 748,8
44 HANSEN, Joachim B. 19 740,4
45 PIETERS, Thomas 13 723,5
46 NIENABER, Wilco 18 720,1
47 LOWRY, Shane 10 718,3
48 WARREN, Marc 14 713,8
49 SHINKWIN, Callum 19 712,0
50 CROCKER, Sean 22 710,0
weiters:
51 WIESBERGER, Bernd 15 696,9
99 SCHWAB, Matthias 14 364,7
110 HEISELE, Sebastian 16 320,2
148 KIEFFER, Maximilian 18 198,0
159 SCHNEIDER, Marcel 12 171,9
165 SIEM, Marcel 12 156,1
192 RITTHAMMER, Bernd 11 110,3
207 KNAPPE, Alexander 4 73,9
215 LONG, Hurly 10 63,5
220 SCHMITT, Max 10 56,6
223 VON DELLINGSHAUSEN, Nicolai 9 55,3
264 JOHN, Allen 3 24,8
282 NEMECZ, Lukas 2 17,9
286 FOOS, Dominic 3 16,1
291 ROSENMÜLLER, Thomas 1 14,7
300 ARKENAU, Hinrich 3 10,1
330 LAMPERT, Moritz 2 5,0
334 KÖLBING, Jonas 3 4,3
338 BALTL, Timon 2 3,6

Anmerkung: Die European Tour stellte das Race to Dubai ab der Saison 2018 / 2019 auf ein Punktesystem um, das im Wesentlichen kleinere Turniere im Vergleich aufwertet.

>> Komplettes Ranking im RACE TO DUBAI

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Blasses Saisonfinale

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger kommt die gesamte Turnierwoche über am Earth Course nicht wirklich ins Rollen und legt mit einer 70er Schlussrunde ein durchwegs blasses Saisonfinale hin. Als 40. der Weltrangliste hat er zwar vorerst alle großen Events nach wie vor abgesichert, kommende Saison wird jedoch wohl deutlich erfolgreicher verlaufen müssen um auf längere Sicht gesehen im Konzert der Großen weiterhin mitspielen zu dürfen.

Dreht man das Rad der Zeit um ein Jahr zurück, so sieht man Österreichs Golfcommunity wohl geballt vor den TV-Schirmen und Leaderboards sitzen, die Daumen dabei fest gedrückt. Der Grund ist klar: Bernd Wiesberger hatte als erster Österreicher überhaupt die Chance das Race to Dubai zu gewinnen. Zwar schnappte ihm Jon Rahm (ESP) sowohl den Dubai Titel als auch die Jahreswertung noch weg – der Spanier sitzt heuer lieber im gemachten Nest in Arizona bei schwangerer Freundin als in Dubai beim 8 Millionen Event die Titelverteidung zu bestreiten – Rang 3 prolongierte am Saisonende 2019 aber ein fantastisches Jahr des Burgenländers.

Ein Jahr später stellt sich die Sachlage gänzlich anders dar, denn in Coronazeiten läuft nichts wirklich wie geplant. Bernd nimmt zwar als 54. der Jahreswertung auch heuer beim Saisonfinale teil, die Chance auf den großen Wurf ist aber von vornherein nicht gegeben und nach einem mehr als nur zähen Auftakt in Form von 76 (+4) Schlägen nimmt er sich gleich selbst am Donnerstag die Luft aus dem Turnier. Zwar steigert er sich in Folge zur 71 (-1) und danach zur 69 (-3), mehr als ein Platz im Mittelfeld ist damit nach drei Runden aber nicht drin.

Somit geht es am Finaltag eigentlich nur noch darum sich positiv von der Saison zu verabschieden und mit einer starken Schlussrunde sich noch das Weihnachtsgeld etwas aufzufetten. Der Start gelingt auch mit anfänglichen Pars fehlerlos, zum bereits vierten Mal verpasst er jedoch am Par 5 der 2 das erhoffte Birdie und da sich dann am ersten Par 3 sogar nur das Bogey ausgeht, beginnt der Finaltag für den 35-jährigen alles andere als erhofft. Die zweite kurze Bahn der Frontnine hält dann aber auch das erste Birdie für ihn bereit, womit er sein Score recht rasch wieder auf Anfang zurückdrehen kann.

Lange Zeit reiht er in Folge Pars aneinander und kommt so am Leaderboard nicht vom Fleck. Erst das Par 5 der 14, das er erstmals in dieser Woche zu einem Birdie überreden kann, beschert ihm dann den Sprung in die roten Zahlen. Zum Abschluss des Turniers und der Saison geht sich dann auch am Par 5 der 18 noch ein Birdie aus, womit er schließlich die finale 70 (-2) zu Papier bringt. Bei weiterhin durchwegs guten Scores kann er damit aber als 36. gerade mal in etwa seine Platzierung halten.

“Es war schön ein Bogey-Jahr mit einem Birdie am Schlussloch zu beenden. Vielen Dank auf diesem Weg an alle Verantwortlichen der European Tour, dass sie uns in so einem Jahr das Golfspielen ermöglicht haben. Vielen Dank auch an alle meine Gans, die uns gefolgt sind, während wir die kleine weiße Kugel durch die Gegend gejagt haben. Ich hoffe, dass wir bald alle wieder Fans auch auf dem Platz begrüßen dürfen. Ich kann 2021 eigentlich kaum mehr erwarten. Bleibt alle gesund”, richtet Bernd nach dem Turnier eine Botschaft ganz besonders an seine Fans.

Nie ins Rollen gekommen

Die gesamte Saison über kam Bernd 2020 nicht wirklich ins Laufen, mit Sicherheit auch, weil die Corona-Zwangspause just in den zeitlichen Bereich fiel in dem der siebenfache European Tour Champion normalerweise so richtig ins Rollen kommt. Nach langer Stehzeit ohne Rhythmus musste er bei der Fortsetzung der Tour sich erst wieder das nötige Gefühl erarbeiten, hatte sichtlich aber über längere Zeit mit Schwierigkeiten und Ungenauigkeiten zu kämpfen, die starke Platzierungen und somit wichtige Punkte im Race to Dubai und der Weltrangliste verhinderten.

Erst im Spätherbst schien Bernd wieder zu alter Stärke aufzulaufen, was immerhin den US-Fluch der ausbleibenden Top 10 Ergebnisse in Georgia durchbrach. Beim nächsten Turnierstart ging sich dann auch am Fire Course in den Jumeirah Golf Estates ein 8. Platz aus. Dass ihm der Earth Course jedoch einfach nicht liegt, machte sich beim Saisonfinale dann vor allem am ersten Tag schmerzlich bemerkbar, denn nach der 76 (+4) war eigentlich fast schon nach nur 18 Löchern klar, dass es zum Saisonfinale kein weiteres Spitzenresultat mehr geben wird.

2021 neu durchstarten

Mit lediglich vier Top 10 Resultaten auf allen Touren, wobei Rang 4 in Georgia bei den RSM Classic aller Ehren wert war, ein 5. Platz bei den UK Championship als bestes European Tour Resultat hingegen nicht seinen eigenen Ansprüchen genügen kann, nimmt die Saison 2020 sicherlich bei Bernd selbst keinen wirklich geschichtsträchtigen Platz ein. Über die Weihnachtszeit heißt es nun neben Regeneration auch den Fokus neu zu schärfen, denn nach der Saison 2020 ist vor der Saison 2021.

Aller Voraussicht nach wird Corona in den Turnierkalendern keine allzu große Bedeutung mehr einnehmen, wenngleich abzuwarten bleibt wie die European Tour Saison tatsächlich aussehen wird. Mit noch laufender Ryder Cup Qualifikation würden sich Spitzenresultate in einem weiteren Punkt aber erfreulich zu Buche schlagen und auch um weiterhin bei allen Top-Events an den Start gehen zu können wird der Burgenländer liefern müssen, denn nach dem eher schaumgebremsten Jahr rutschte er bereits bis auf Rang 40 in der Weltrangliste ab. Langsam aber sicher fällt auch die Super-Saison 2019 der Abwertung zum Opfer, weshalb es mit ausbleibenden Resultaten sehr rasch, sehr weit zurückgehen könnte.

Der 3. Streich

In einer unglaublich spannenden Titelentscheidung haben bis zum Schlussloch mit Lee Westwood, Matthew Fitzpatrick (beide ENG) und Patrick Reed (USA) gleich drei Spieler die Chance auf den Gesamtsieg. Bis zur 16 sieht alles danach aus, als könne sich Matt Fitzpatrick beide Trophäen daheim auf den Kamin stellen, doch Laurie Canter (ENG) schmeißt am Par 3 der 17 die Nerven weg und verabschiedet sich mit einem Doppelbogey noch vom geteilten 2. Rang, was Lee Westwood somit nach der 68 (-4) als alleinigen 2. die nötigen Punkte für den Gesamtsieg einbringen würde.

Patrick Reed agiert den gesamten Tag über etwas zu fehleranfällig und wird mit einer 70 (-2) nur 3., womit er am Ende um den Tick zu wenige Punkte hamstert um dem routinierten Engländer noch gefährlich werden zu können. Fitzpatrick feiert schließlich zwar mit einer 68 (-4) den Sieg am Earth Course, muss durch Canters Faux-pas auf der 17 aber Westwood zum Sieg der Jahreswertung gratulieren. Für den mittlerweile bereits 47-jährigen ist es somit der schon dritte Gesamtsieg seiner so schillernden Karriere.

Leaderboard World Tour Championship

>> SKY überträgt Live und in HD von den World Tour Championship.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube