Schlagwort: european tour

Lyoness Open 2016

Alles Wissenswerte zur LYONESS OPEN 2016, Österreichs European Tour-Spektakel in Atzenbrugg, auf einen Blick.

Golf-Live.at bietet auch bei der 11. Auflage der Lyoness Open, die heuer vom 9. bis 12. Juni am Diamond Course von Atzenbrugg (NÖ) über die Bühne gehen wird, die umfassendste Live-Berichterstattung.

Hier der komplette Fan-Guide mit allen Daten und Fakten zu Österreichs High Level-Golfturnier der European Tour:

Topfavorit: Bernd Wiesberger

LYO_16PK_330Als wahrscheinlich einziger Spieler aus den Top 50 der Weltrangliste am Start, wird der Sieg auch heuer über Bernd Wiesberger führen, der in Atzenbrugg bereits alle Höhen und Tiefen erlebte – vom Heim-Triumph 2012 bis zum Missed Cut im Vorjahr. “Natürlich habe ich gemischte Erinnerungen ans Vorjahr. Leider war der Donnerstag zu schlecht um noch ins Wochenende zu kommen,” passierte der Lyoness Open 2015 der Supergau mit dem Abschied des Publikumsmagneten schon am Freitag. Heuer möchte Bernd alles daran setzen die Heim-Show bis zum Sonntag Nachmittag durchzuziehen.

Die erwarteten Konkurrenten

Die >> Entry List zur Lyoness Open wird erst zwei, drei Wochen vor Turnierstart publiziert werden. Golf-Live.at wird jedoch vom Veranstalter bereits vorher laufende Updates erhalten, mit Namen auf der Nennliste, die jedoch nicht halten müssen. Durch den ungünstigen Termin unmittelbar vor der US Open sind Absagen bis wenige Tage vor Turnierstart leider ganz normal und ventilierte Namen daher mit Vorsicht zu geniessen.

Fix sind zur Zeit bloss Bernd Wiesberger, Lukas Nemecz sowie Titelverteidiger Chris Wood (ENG). Einige European Tour-Spieler wie Kristoffer Broberg (SWE) haben bereits um Zimmer angefragt, was üblicherweise ein verlässliches Indiz für eine Teilnahme ist. Auch Max Kieffer (D) gilt als Freund der Lyoness Open und wird wohl wieder vorbeischauen, falls es mit einer US Open-Teilnahme nicht klappt.

Exklusiv auf Golf-Live.at

Einen Monat vor der Lyoness Open beginnt bei uns der GOLF-LIVE COUNTDOWN mit laufenden News-Ticker Updates.

An den Turniertagen begleitet unser exklusiver >> LIVE SHOT-TRACKER täglich Bernd Wiesberger, Lukas Nemecz oder andere aussichtsreich klassierte Österreicher auf ihrer kompletten Runde.

Tickets, Anfahrt, Fan-Info

Kostenlosen Eintritt bietet die Lyoness Open auch heuer am Donnerstag und Freitag. Am Wochenende kostet das Tages-Ticket 20 Euro, das komplette Weekend-Ticket 30 Euro. Für VIP-Tickets zahlen Erwachsene täglich 290 Euro täglich, Kinder von 6 bis 15 Jahre die Hälfte.

Der Diamond Country Club ist von der Wiener Stadtgrenze in 45 Minuten erreichbar. Gratis-Parkplätze und Shuttle Services sind vorhanden, 30 Minuten extra sind dafür unbedingt einzuplanen.
>> Anfahrtsplan

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Maximilian Kieffer 2015

Season Best für Max

INDIAN OPEN 2016 – FINAL: Selbst mit eiskaltem Putter am Weekend sichert sich Max Kieffer sein bestes Saisonergebnis. S.S.P. Chawrasia feiert einen vielumjubelten Heimsieg.

Das geforderte grundsolide Spiel für den hautengen Parklandkurs von Delhi hat Max Kieffer an allen vier Tagen bei der Hero Indian Open drauf und bringt vier Runden unter Par ins Clubhaus. Für ein absolutes Topergebnis kann sich sein Putter jedoch in der brütenden Hitze nicht erwärmen. Abgesehen von vier Birdies auf den allesamt kurzen Par 5 gelingt Kieffer am Wochenende nur ein einziges Birdie .

Dazu hat der Düsseldorfer sowohl am Samstag wie auch am Sonntag Pech an der 13, wo er jeweils seinen einzigen Schlagverlust der Runde einstecken muss. Runden von 69, 70, 70 und 71 Schlägen summieren sich bei 8 unter Par zu einem 15. Platz, seinem bislang besten European Tour-Ergebnis der neuen Saison. Auf die Top 10 fehlen am Ende ein einziger Golfschlag.

Chawrasia_1601_330Nach vier zweiten Plätzen stemmt S.S.P. Chawrasia endlich den heissersehnten Pokal bei der eigenen Open und bezwingt bei 15 unter Par Indiens Nummer 1 und Titelverteidiger Anirban Lahiri um zwei Schläge. Marcel Siem verpasste bei 14 über Par seinen vierten Cut in Folge.

>> Endergebnis Indian Open

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Scott Hend

Mit Handkuss

THAILAND CLASSIC 2016 – FINAL: Scott Hend revanchiert sich für das Vorjahr und holt sich mit viel Geduld halt diesmal die Trophäe in Black Mountain ab.

Mit Ungeduld und Brachialgewalt verspielte Scott Hend im Vorjahr gegen Landsmann Andrew Dodt den Titel bei der Thailand Classic. “Heuer habe ich die notwendige Geduld aufgebracht und die Trophäe auf mich zukommen lassen,” erklärt sich der 43-jährige Routinier den Unterschied, warum es diesmal zum zweiten European Tour-Titel der langen Karriere reichte.

Dabei wurde der australische Longhitter vor allem vom Local Heroe Piya Swangarunporn gefordert. Der Thai wurde von den Fans zum fantastischen neuen Platzrekord von 63 Schlägen gepusht und machte aus 6 Schlägen Rückstand sogar eine knappe Führung bei 17 unter Par. Bei windigen Bedingungen musste Hend all seine Routine und sein bestes Golf auspacken um im letzten Drittel wieder die Nase nach vorne zu bekommen.

Sein viertes Birdie der Woche am drivebaren Par 4 der 17 brachte Hend den entscheidenden Vorsprung. Da konnte sich der Hong Kong Open-Champion von 2014 sogar das Dreiputt-Par am abschließenden Par 5 leisten um mit der 68 bei 18 unter Par dennoch den Titel zu holen.

Der Belgier Thomas Pieters verpasst als Dritter zwar den erhofften ersten Sieg 2016, sammelt aber wichtige Punkte für die Ryder Cup-Qualifikation. US Boy Peter Uihlein, der an den ersten beiden Tagen in Hua Hin dominiert hatte, gelang am Wochenende zu wenig und muss sich mit Platz 4 begnügen.

Maximilian Kieffer verabschiedet sich mit starker 69 auf Platz 57 aus dem Black Mountain Resort. Schade nur, dass nach den verpatzten Runden 2 und 3 der Zug zu den gut dotierten Rängen bereits abgefahren war. Immerhin wird der gelungene Finaltag Auftrieb geben für den Einsatz kommende Woche in Indien. Marcel Siem war klar am Cut gescheitert.

>> Endergebnis Thailand Classic

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Im Titelgespräch

TRUE THAILAND CLASSIC – 3. RUNDE: Thomas Pieters (BEL) bringt sich mit der bereits zweiten 66 (-6) im Black Mountain GC ins Titelgespräch und geht mit drei Schlägen Rückstand auf den Führenden Australier Scott Hend in den Finaltag von Hua Hin.

Letztes Jahr gelang Thomas Pieters so richtig der Durchbruch auf der European Tour. Gleich zwei Siege konnte der junge Belgier feiern und ließ so des Öfteren sein Potenzial aufblitzen. Auch heuer hat er mit einem 2. Platz in Abu Dhabi bereits ein absolutes Topergebnis auf der Habenseite. Insgesamt aber präsentierte er sich in der bisherigen Saison zu wechselhaft, was auch in zwei Missed Cuts endete.

In Thailand aber mischt die belgische Zukunftshoffnung wieder ganz vorne mit und das obwohl er mit der 73 (+1) nur sehr verhalten ins Turnier startete. Bereits am Freitag aber legte er einen Gang zu und spielte sich mit der fehlerlosen 66 (-6) locker über die gezogene Linie ins Wochenende.

Auch am Moving Day packt er sein absolut bestes Golf aus, bleibt weiterhin fehlerfrei und spielt sich mit der bereits zweiten 66 (-6) und bei gesamt 11 unter Par bis auf den starken 3. Rang nach vor. Scott Hend liegt vor der finalen Umrundung wie schon letztes Jahr in der Pole Position. Der Australier notiert am Samstag die 70 (-2) und führt damit bei insgesamt 14 unter Par. Erster Verfolger ist der US-Amerikaner Peter Uihlein nach der 69 (-3) und bei zwei Schlägen Rückstand.

Maxi Kieffer (GER) schlittert bei der versuchten Aufholjagd am Moving Day in die 7 auf einem Par 3. Somit kann er von einer sonst durchwegs soliden Samstags-Runde nicht profitieren und nimmt nach der 75 (+3) den Finaltag nur vom 66. Rang aus in Angriff. Marcel Siem (GER) fehlten nach zwei Runden über Par gleich 7 Schläge auf den Cut.

>> Leaderboard True Thailand Classic

>> SKY überträgt exklusiv und live an allen vier Tagen aus Hua Hin.

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Louis Oosthuizen

Cooler Closer

PERTH INTERNATIONAL 2016 – FINAL: Louis Oosthuizen wehrt alle Angriffe der Verfolger souverän ab und beendet eine zweijährige sieglose Karrierephase.

Louis Oosthuizen erweist sich beim Perth International als cooler Closer und schaukelt am Schlusstag seinen Vorsprung von drei Schlägen gekonnt zum 8. European Tour-Titel nach Hause. Der 33-jährige sorgt damit für den bereits 6. vollen südafrikanischen Erfolg im 11. Saisonturnier der European Tour. Noch wichtiger: der ehemalige Open-Champion beendet eine über zweijährige Durststrecke, nachdem er zuletzt die Volvo Golf Champions 2013 und 2014 für sich entscheiden konnte. “Nach den zwei Jahren ohne Sieg ist das für mich ein Riesenerfolg,” jubelt Oosthuizen.

Im australischen Perth öffnete “King Louis” nur in der Anfangsphase mit Bogey an der 2 nach verpasster Annäherung die Tür einen Spalt breit für die Verfolger. Local-Heroe Jason Scrivener konnte jedoch nur kurz nach seinem dritten Tagesbirdie am 7. Grün den Gleichstand herstellen.

Oosthuizen legt seinerseits mit drei Birdies auf den Löchern 8, 9 und 12 den entscheidenden Zwischenspurt ein, der ihm wieder einen Respektsabstand zu den Verfolgern schafft. Der Franzose Alex Levy packt die heißesten Last 9 mit 5 Birdies zur 66 aus und legt die Latte im Clubhaus auf 15 unter Par.

Oosthuizen kann sich dennoch am Schlussloch ein Dreiputt-Bogey zur 71 leisten um bei 16 unter Par den Siegerscheck von 186.000 Euro für sich beanspruchen zu können. Einen Schlag hinter Levy sichert sich Jason Scrivener den 3. Platz.

Lukas Nemecz verzichtete als 3. Reserve auf den weiten Flug nach Perth, auch kein Deutscher ging diesmal in Down Under an den Start.

>> Endergebnis Perth International

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Marcus Fraser

Spiess umgedreht

MALAYSIAN  CHAMPIONSHIP 2016 – FINAL: Marcus Fraser dreht im Finish einen Rückstand um und feiert nach 5 Jahren Pause seinen dritten European Tour-Erfolg.

Dass Marcus Fraser ein zäher Brocken in entscheidenden Momenten ist, hatte bereits Martin Wiegele 2003 bei der Russian Open schmerzlich erleben müssen, als ihm der Australier im letzten Moment den erhofften Titel vor der Nase wegschnappte. 13 Jahre später, nach vielen Karrierehängern, steht der mittlerweile 37-jährige bei der Malaysian Championship wieder ganz oben am Stockel bei einem European Tour-Event.

Dabei hatte sich der Koreaner Soomin Lee drei Löcher vor Schluss zwei Schläge von Fraser abgesetzt, öffnet jedoch mit Doppelbogey wieder die Tür für seinen einzigen Verfolger. Fraser chippt beinahe am 16. Grün ein, ein Wink mit dem Zaunpfahl. Am vorletzten Loch hält sich der Australier mit einem gelochten Viermeterputt in geteilter Führung.

Soomin Lee macht es Fraser auf der Ziellinie jedoch mit einem neuerlichen Doppelbogey ein wenig einfacher, womit dem Aussie das Par genügt um mit der 68 den Sieg bei -15 einzufahren und sich zugleich den Siegerscheck von 439.000 Euro zu sichern. Der 22-jährige Lee muss sich Platz 2 mit dem Philipino Miguel Tabuena teilen.

Maximilian Kieffer lässt bei der ersten Malaysian Championship einen leichten Formanstieg erkennen und verbessert sich am Schlusstag mit der 69 noch auf den 31. Platz. Martin Kaymer war dagegen bereits am Freitag ausgeschieden. Danny Willett verpatzt das Wochenende in Kuala Lumpur komplett mit Runden von 73 und 75 Schlägen und kann als 45. auch nicht Rory McIlroy als Leader im Race to Dubai überholen.

>> Endergebnis Malaysian Championship

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Danny Willett

Chance auf Nummer 1

MAYBANK CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Danny Willett (ENG) bleibt nach der 69 weiterhin im Spitzenfeld, wenngleich ihm Nathan Holman (AUS) mittlerweile um 5 Schläge davonzieht. Martin Kaymer (GER) verpasst im Royal Selangor GC mit der 73 klar den Cut.

Danny Willett wahrt auch nach dem zweiten Spieltag die Chance ab Sonntag Führender im Race to Dubai zu werden. Der in Hochform agierende Engländer kann zwar mit der 69 (-2) nicht mehr an die ganz starke Auftaktrunde (65) anschließen, pendelt sich bei gesamt 8 unter Par aber immer noch auf dem sehr guten 3. Platz ein.

Derzeit rangiert Willett in der Order of Merit auf dem 3. Platz, könnte in dieser Woche mit einem alleinigen 2. Rang Branden Grace (RSA) und Henrik Stenson (SWE) überholen und so bis an die Spitze vorstoßen. Eben diese Platzierung hat vor dem Wochenende Richard Bland (ENG) inne, der mit der 65 (-6) bei gesamt 11 unter Par um drei Schläge vor seinem Landsmann liegt. Nathan Holman (AUS) führt das Feld nach der 65 (-6) bei 13 unter Par als Spitzenreiter in den Moving Day.

Kaymer außer Form

Kaymer_1402_240In ganz anderen Sphären bewegt sich derzeit Martin Kaymer. Deutschlands Golfaushängeschild hat am Freitag noch mehr zu kämpfen als am Vortag und verpasst nach der 73 (+2) den Cut als 102. deutlich. Damit wird der Deutsche auch im World Ranking ab Montag nicht mehr bester deutschsprachiger Spieler sein, da er von Bernd Wiesberger, der derzeit bei den Northern Trust Open in Kalifornien spielt, überholt werden wird. Die Hoffnungen des nördlichen Nachbarstaates ruhen nun einzig auf Maxi Kieffer, der nach der 71 (Par) als 28. ins Wochenende geht.

>> Leaderboard Maybank Championship

>> SKY überträgt exklusiv und live an allen vier Tagen aus Malaysien.

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Nemecz Lukas 2015

Kleiner Einstieg

TSHWANE OPEN 2016 – FINAL: Mit zu hoher Fehlerquote ist für Lukas Nemecz nicht mehr als ein kleiner Scheck drinnen – immerhin ein Anfang ist gemacht.

Bei seinem vierten Turnier findet Lukas Nemecz endlich den Zündschlüssel um ins Race to Dubai zu starten. Bei der Tshwane Open zeigt der Grazer vor allem am Finaltag mit Eagle und vier Birdies sein Potential auf, aber auch seine Defizite mit Doppelbogey und sechs Bogeys, an denen es noch zu arbeiten gilt. “Cut schaffen ist ok und hat sicher Vertrauen gegeben. Aber der Anspruch für die nächsten Wochen ist sicher höher,” fällt sein Resümmee nach der 72 (+2) und Platz 53 in Pretoria entsprechend zweigeteilt aus.

Drehender Wind macht den Pretoria GC am Schlusstag zu einer besonders knackigen Golfwiese, was auch Lukas Nemecz zu spüren bekommen sollte. Nach dem Birdiestart setzt es bald mit zwei Bogeys den ersten Dämpfer. Die schweren Front 9 bekommt der Tourneuling dennoch deutlich besser hin als an den Vortagen: Highlight ist das Eagle am Par 5 der 9, das ihn aus 2 unter Par für den Tag bringt und knapp an die Top 25 heran: “Eisen 6 auf 7 Meter hingeschlagen und einen super Putt gelocht. Die ersten 9 Löcher wirklich gut gespielt, vor allem das Putten hat sich stark verbessert.”

Die letzten 9 Löcher des Turniers entwickeln sich jedoch in die tiefschwarze Richtung. Mit einem Bogey-Doppelschlag geht es von der 10 los, mit insgesamt 6 Schlagverlusten bis zur Ziellinie. Den Tiefpunkt markiert das Doppelbogey, vier Löcher vor Schluss. “Leider ein paar schlechte Eisenschläge auf den Back 9 gemacht. Beim Doppelbogey habe ich das Eisen 8 in einen Pottbunker gepullt, zwei Schläge benötigt um rauszukommen und aus drei Metern den Putt verschoben.” Immerhin beendet Nemecz sein drittes Südafrika-Turnier stilvoll mit Birdie.

LUKAS NEMECZ IM O-TON:

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Mit der 72 (+2) und insgesamt 6 über Par bleibt Nemecz in jener Region am Leaderboard, die er bereits am Freitag eingenommen hat, Platz 53. “Insgesamt waren diese Woche die Eisenschläge nicht gut genug,” weiß Nemecz, wie die Mehrzahl seiner 20 Schlagverluste entstanden sind – viermal so viel wie bei den Topleuten dieser Woche.

Mit 4.028 Euro steigt Nemecz ins Race to Dubai ein, das sind nur 2% jener Summe, die er am Jahresende benötigen wird um sich auf der European Tour zu halten. Die Tshwane Open markiert eher den dringend benötigten moralischen Boost, der ein Durchstarten bei den nächsten Turnierstarts ermöglichen sollte – mit der Thailand Classic in vier Wochen als wahrscheinlich nächster Station. “Vielleicht geht sich sogar Australien davor aus, aber sonst wird es nach Thailand und Indien gehen.”

Schwartzel in eigener Liga

Mit der 63 stürmt Charl Schwartzel den Verfolgern auf und davon und feiert bei 16 unter Par seinen zweiten Saisonerfolg nach der Dunhill Championship. Mit Respektsabstand von 8 Schlägen wird der Däne Jeff Winther Zweiter.

>> Ergebnis Tshwane Open 2016

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Lukas Nemecz 2015

Traum-Comeback

TSHWANE OPEN – 2. RUNDE: Lukas Nemecz spielt sich nach schweren anfänglichen Problemen noch zur 69 (-1) und belohnt sich so im Pretoria CC mit seinem ersten geschafften Cut der Saison. “Ich bin natürlich einmal extrem erleichtert, dass es mit dem ersten Wochenende jetzt geklappt hat”, bläst er nach der unglaublichen Leistung durch.

Etwas ratlos wirkte Lukas Nemecz nach der durchwachsenen 74 (+4) vom Vortag. Das Rätselraten soll auch zu Beginn am Freitag seine Fortsetzung finden. Luki eröffnet gleich mit einem Bogey alles andere als nach Maß und findet auch danach nicht das richtige Rezept, was sich auf der 3 und der 4 in zwei weiteren Schlagverlusten bemerkbar macht.

Spätestens nach der 6 – der European Tour Rookie muss das bereits vierte Bogey einstecken – glauben auch die größten Optimisten nicht mehr an den ersten geschafften Cut der neuen Saison. “Ich hab auf der 3 genau hinter einen Baum geschossen und auf der 4 ins Wasser. Nachdem ich schnell auf 4 über war, wars natürlich schon sehr ärgerlich”, beschreibt er den schleppenden Beginn.

Tourschool-Revival

Doch wie aus dem Nichts besinnt sich Lukas Nemecz plötzlich an das filmreife Ende der letztjährigen Tourschool, als er erst im Finish einen Schlaggewinn nach dem anderen aus dem Hut zauberte und so doch noch die Tourcard für Europas größte Golfbühne löste.

Den Startschuss zur dramatischen Aufholjagd legt die 9 (Par 5), der er das erste Birdie des Tages abringen kann. Angestachelt vom Erfolg läuft auf einmal alles wie von selbst. Mit drei weiteren Birdies in Folge macht Lukas Nemecz das “rote Quartett” perfekt, liegt mit einem Schlag wieder bei Even Par und nur noch um einen Stroke hinter der prognostizierten Cutmarke.

“Ich hab mich nach dem zähen Beginn nicht beirren lassen und versucht meinen Gameplan weiterhin zu verfolgen. Das einzige was ich geändert hab war meine Körperspannung. Anscheinend war ich etwas lasch, auch gestern schon. Dann hab ich die Bälle auch richtig gut getroffen und sie teilweise richtig nahe hingelegt”, erklärt er den Turnaround der Runde.

Konzentriert und geduldig wartet der junge Steirer auf die sich bietende Chance auch noch das letzte benötigte Birdie fürs Wochenende aufzuholen und macht nach starker Annäherung auf der 16 (Par 3) den Sack endgültig zu. “Ich hab den Ball auf einen Dreiviertelmeter hingeschossen und den erlösenden Putt gemacht.” Mit der 69 (-1) sorgt Lukas Nemecz so für das erste Highlight seiner noch jungen European Tour Saison und cuttet als 57. zum ersten Mal in diesem Jahr ins Wochenende.

Auch das Ende der Runde strapazierte noch die Nerven: “Ich hab auf der schweren 18 einen fantastischen Drive geschlagen, mich dann aber etwas im Schläger vergriffen und übers Grün geschossen. Der Pitch danach war aber gut und ich hab Gott sei Dank aus zwei Metern den Putt gemacht.”

Damit wird er auch in der Order of Merit seinen Fußabdruck hinterlassen und die Weiterreise zu den nächsten Turnieren auf jeden Fall mit Preisgeld in der Tasche antreten. Auch das Selbstvertrauen sollte nach der grandiosen Leistung am Freitag um etliches gewachsen sein.

“Das war heute schon sowas wie ein Tourschool-Revival. Ich muss jetzt so weitermachen und die Spannung halten. Der Platz ist zwar schwer, aber wenn man unter Par spielt, dann kann man sehr viele Ränge gutmachen. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die nächsten zwei Runden und muss auch meinen neuen südafrikanischen Caddie loben, der mir wirklich sehr hilft. Hier ist auf jeden Fall noch sehr viel für mich drin”, so Lukas Nemecz abschließend.

Am Vormarsch

Publikumsliebling und Lokalmatador Charl Schwartzel wird am Freitag seiner Mitfavoritenrolle voll gerecht. Der Südafrikaner marschiert mit der fehlerlosen 64 (-6) und bei gesamt 5 unter Par bis auf Rang 2 nach vor. Die Führung sichert sich sein Landsmann Anthony Michael, der nach der 69 (-1) zwei Schläge Vorsprung aufweist.

>> Leaderboard Tshwane Open

>> SKY überträgt exklusiv und live an allen vier Tagen aus Südafrika.

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Bernd Wiesberger 2016

Wilder Sonntags-Ritt

DUBAI DESERT CLASSIC 2016 – FINAL: Mit der 67, seiner bislang heißesten Runde des Jahres beschließt Bernd Wiesberger den Desert Swing. Der dringend benötigte Befreiungsschlag vor den anstehenden Megaturnieren in Amerika?

Nach Wiesbergers spektakulärem Wüstensturm 2015 in 46 unter Par und drei Top 10s ist seine heuriger Auftritt eher ein Lüfterl. Mit nur halb soviel Feuerkraft bleibt ein 13. Platz von Qatar seine beste Platzierung und am Konto nur 85.000 Euro Preisgeldzuwachs statt 280.000 Euro im Vorjahr. Ein 16. Platz zum Abschluss bei der Dubai Desert Classic nach drei Finalteilnahmen am Persischen Golf ist zwar erfreulich, aber angesichts der gestiegenen Ansprüche zu wenig um etwa in der Ryder Cup-Qualifikation wirklich zu punkten.

Zu viele Bogeys auf der Scorekarte und zu wenige gelochte Putts, so die Bilanz auch in Dubai. Österreichs Nummer 1 bleibt nach Platz 4 im Vorjahr diesmal von einem absoluten Topergebnis entfernt. Selbst die 67 zum Abschluss reicht bei 13 unter Par nicht für die Top 10. “Ich konnte einfach bei dem Birdiefest in dieser Woche nicht ganz mithalten. Aber heute war das noch ein guter Tag,” so Wiesbergers nüchterne Analyse der Arbeitswoche.

Voll auf Angriff

Die deutlich aggressivere Gangart am Finaltag, die von Rang 21 weg auch angebracht war, ist mit dem Eröffnungsbogey anfangs noch ein Schuss nach hinten. Wiesbergers Putter hat sich auf die Dubai-Grüns jedoch endlich eingeschossen und versenkt Birdieputts auf den nächsten beiden Löchern. Das gefährliche Par 4 der 5, wo Rückenwind erstmals das Wasser in der Drivezone ins Spiel bringt, kostet Bernd jedoch den nächsten Schlag.

Mit dem wilden Birdie-Bogey-Pingpong geht es auf den folgenden Löchern weiter, was den Österreicher am Leaderboard eher weiter nach unten reicht. Bernd braucht dringend einen Good Break, den es am Par 4 der 9 endlich spielen sollte: sein Annäherungsschlag sitzt perfekt, findet das Loch zum Eagle – die Tour muss die Dose sogar reparieren, so gewaltig war der Einschlag von Bernds Titleist-Ball!

Das Momentum weiß Bernd nun auszunutzen und holt sich auf den Back 9 zwei weitere Birdies auf den Par 5-Bahnen, klopft damit erstmals bei den Top 10 an. Den Unterschied zu den Vortagen macht weiterhin der Putter: am 16. Grün zirkelt Bernd aus 9 Metern den bereits 6. Birdieputt gekonnt ins Loch. Auf den scorefreundlichen Schlusslöchern stimmt die Marschrichtung Richtung Fahne nicht mehr genau genug für weitere Schlaggewinne.

Bei allgemein tiefen Scores ist die 67 zu wenig für sein erstes Spitzenergebnis des noch jungen Jahres. Am Ende des Tages geht sich Platz 16 bei der Dubai Desert Classic aus.

Bernd goes West

Nach einer Woche Pause geht es für Wiesberger in Amerika mit der Northern Trust Open weiter. Um einen Startplatz in der Woche darauf für die Honda Classic bemüht sich sein Management noch. Beides als Vorbereitung für die Cadillac Championship in Florida, das erste Turnier der World Golf-Championships 2016.

Willett_1502_300Danny Willett lacht als Letzter

Im Dreikampf an der Spitze zwischen Danny Willett, Rafa Cabrera-Bello und Andy Sullivan spielt sich Willett zwischenzeitlich drei Schläge Vorsprung heraus, die er jedoch dank später Birdies seiner Konkurrenten wieder einbüsst. Erst mit Viermeterputt zum Birdie am Schlussloch avanciert Willett bei 19 unter Par zum neuen Dubai-Champion.

>> Leaderboard Dubai Desert Classic

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