Schlagwort: european tour

Im negativen Sinn

US OPEN – 3. RUNDE: Sowohl Sepp Straka als auch Bernd Wiesberger interpretieren den Moving Day in Pebble Beach mit tiefschwarzen Runden in der falschen Richtung.

Sepp Straka stürmte nicht nur gleich bei seinem Major-Debüt ins Wochenende, sondern tat dies auf Position 19 mehr als nur überzeugend. Zum Vergleich: Bernd Wiesberger benötigte vier Versuche um erstmals bei einer US Open zu cutten – immerhin rettete sich der Burgenländer auch in Pebble Beach so gerade noch in sein zweites Finale beim Major der USGA. Erstmals standen damit auch zwei Österreicher in einem Major-Weekend.

Bei aufrischendem Wind findet sich Sepp Straka auf der 1 gut zurecht und legt sich sogar eine machbare Birdiechance auf. Aus knapp vier Metern spielt der Putter aber  nicht mit. Schon auf der 2 hat er dann aber erstmals Probleme, denn aus dem Rough bringt er den Ball nur im Bunker unter und kann schlussendlich das Par nicht mehr kratzen.

Trotz eines perfekten Drives bringt er sich sofort wieder auf der 3 in die Bredouille, denn das Wedge aus gut 100 Metern verschwindet im Grünbunker und Sepp tritt sich postwendend das nächste Bogey ein. Am ersten Par 5 attackiert Sepp das Grün, verfehlt dieses aber links und muss sich in Folge mit dem Par begnügen. Danach nimmt er meist sichere Pars mit, bis er auf der 8 das Grün bei der Annäherung deutlich überschlägt und sich nicht mehr zur 4 retten kann.

Sepp findet am Moving Day auch danach weiterhin nicht in die Spur, denn mit einem Dreiputt auf der 11 rutscht er immer weiter im Klassement zurück. Das kostet nun endgültig den Rhythmus, wie ein eingebunkerter Teeshot am Par 3 danach zeigt. Da das Sandy-Par nicht gelingen will, rutscht der Longhitter immer weiter am Leaderboard ab.

Danach stabilisiert er sein Spiel zwar, das erste Birdie will aber an diesem verkorksten Tag weiter nicht gelingen. Da er kurz vor Schluss auf der schwierigen 17 (Par 3) noch einen weiteren Schlag abgeben muss, ist der Totalabsturz im Klassement endgültig nicht mehr abzufedern. Erst am abschließenden Par 5 gelingt dann noch das erste und einzige Birdie, das zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr mehr als Ergebniskosmetik darstellt. Mit der 76 (+5) rutscht Sepp bis auf Rang 48 zurück und vergibt damit wohl auch die Chance gleich bei seinem allerersten Major Start ein Topergebnis mitzunehmen.

Nach wie vor hat er es aber in der Hand das beste Debüt eines Österreichers überhaupt bei einem Major zu erreichen, denn bislang ist ein 70. Platz im Jahr 2008 von Martin Wiegele bei der Open die rot-weiß-rote Messlatte für einen Premierenauftritt. Dazu muss am Sonntag aber vor allem bei den Annäherungen und den Putts mehr gelingen, denn mit nur neun getroffenen Grüns und 32 Putts kann er sich wohl nicht wirklich zufrieden zeigen.

Tag zum Vergessen

Zu Beginn ist Bernd Wiesberger am Moving Day sichtlich hellwach, denn nach starkem Abschlag zündet er ein noch besseres Eisen und legt den Ball bis auf einen knappen Meter zur Fahne, was prompt im ersten Birdie mündet. Schon danach aber zeigt sich, dass das Auftaktloch nur ein Ausreißer im positiven Sinn war, denn bereits auf der 2 heißt es “Wie gewonnen, so zerronnen”. Da der Drive etwas zu lang ausrollt hat er vom Rough keine Chance das Grün zu erreichen und muss so sofort den scoretechnischen Ausgleich einstecken.

Noch bitterer wird es auf der 3, denn nach einem überschlagenen Grün brummt er sich postwendend den nächsten Schlagverlust auf. Auch die kurze 4 erweist sich als nicht gewinnbringend, denn nach konservativer Strategie mit Vorlage legt er sein Wedge zehn Meter zu weit hinten aufs Grün, womit sich keine Birdiechance ergeben will.

In Folge notiert er zwar meist sichere Pars, kann aber auch dem einzigen Par 5 der Frontnine keinen Schlag abringen und tritt sich auf der 8 nach eingebunkerter Annäherung sogar den nächsten Fehler ein, der ihn in Gegenden der roten Laterne regelrecht festnagelt. Die Schwächephase findet auch zum Abschluss der Frontnine kein Ende, denn Bernd verzieht auf der schwierigen 9 seinen Drive deutlich und benötigt sogar ein sensationelles Eisen um überhaupt noch das Bogey kratzen zu können.

Weiterhin keine Genauigkeit

Nur kurz legt er auf der 10 eine Bogeypause ein, ehe er nach einem weiteren abgebogenen Abschlag – Bernd trifft bis zu diesem Zeitpunkt lediglich vier von neun Fairways – den nächsten Schlagverlust auf der Scorecard notieren muss. Die Runde zum Vergessen nimmt dann mit einem Dreiputt auf der 13 immer konkretere Formen an. Der Negativtrend setzt sich auch am Par 5 danach weiter munter fort.

Die Probleme wollen und wollen am Samstag auch auf den letzten Löchern einfach nicht abreißen, denn mit dem nächsten Dreiputt geht ein weiterer Schlag flöten. Auch die abschließende 18 kann er nach konservativer Strategie zu keinem Birdie mehr überreden und muss sich so mit einer mehr als enttäuschenden 78 (+7) zufrieden geben.

Zähe Statistik

Richtig bitter ist die Tatsache, dass Wiesberger mit der frühen Startzeit nahezu perfekte Verhältnisse vorfand und diese nicht nützen konnte. Tyrrell Hatton ärgerte sich nach der Runde – eine 69 wohlgemerkt – sogar über seinen Score und meinte, dass der Platz sich eigentlich um einiges leichter spielte als angenommen.

Auch die Statistik spiegelt die Probleme des Burgenländers am Samstag wider. Lediglich 8 Abschläge finden den Weg auf die Links-Fairways von Pebble Beach und mit nur neun Grüntreffern beraubt er sich selbst seiner größten Stärke. Trotz lediglich 50% getroffener Grüns muss er aber gleich 33 Mal am Kurzgemähten ansetzen, was die total verpatzte dritte Runde rasch erklärt.

Alles beim alten

Eher einzementiert als durchgeschüttelt bleibt es an der Spitze des Leaderboards. Gary Woodland verteidigt mit der 69 die Führung bei 11 unter Par, Justin Rose kann mit der 68 seinen Rückstand auf einen Schlag reduzieren. Titelverteidiger Brooks Koepka bei -7 sowie Topfavorit Rory McIlroy bei -6 sind aber noch nicht aus dem Rennen. Leiser und leiser wird es in dieser Woche um Tiger Woods, der bei Even Par nur als 27. auf die letzten 18 Löcher gehen wird.

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Leichtigkeit vermisst

US OPEN – 2. RUNDE: Sepp Straka lässt am Freitag zwar die Leichtigkeit der Auftaktrunde vermissen, stemmt aber immerhin bei seinem ersten Major der Karriere ohne jegliche Probleme den Cut. Bernd Wiesberger erschwert sich das Leben mit etlichen Ungenauigkeiten enorm, rettet sich in Pebble Beach aber mit späten Birdies noch ins Wochenende.

Sepp Straka stürmt nicht nur gleich bei seinem Major-Debüt ins Wochenende, sondern tut dies auf Position 19 mehr als nur überzeugend. Zum Vergleich: Bernd Wiesberger benötigte vier Versuche um erstmals bei einer US Open zu cutten – immerhin rettet sich der Burgenländer auch in Pebble Beach so gerade noch in sein zweites Finale beim Major der USGA.

Straka legt Blitzstart in Runde 2 hin

Sepp ist am Freitag Nachmittag sofort voll auf Betriebstemperatur, denn einen perfekten ersten Abschlag weiß er auszunützen, legt den Ball danach bis auf zwei Meter zum Stock und verwertet die erste Birdiechance eiskalt. Schon auf der 2 kommt dann nach einem Drive in den Fairwaybunker erstmals etwas Stress auf. Sepp bringt den Ball aber ohne Probleme am Grün unter und nimmt ein wichtiges Par mit.

Auf der 4 kratzt er dann schon am “Shot of the day”, denn der Longhitter zieht vom Tee den Driver voll durch und trifft das 306 Meter weit entfernte kleine Grün scheinbar ohne Mühe. Zwei Putts später ist so das nächste Birdie eingesackt. Am Par 3 danach setzt es dann aber den ersten echten Schock, denn nach verzogenem Teeshot muss er aufs Grün chippen und benötigt danach aus nicht einmal drei Metern gleich drei Anläufe, womit er sich mit dem Doppelbogey alles bislang erarbeite wieder zunichte macht.

Vergebliche Birdiesuche

Die Schweißperlen stehen ihm dann auch auf der 6 – dem einzigen Par 5 der Frontnine – wieder auf der Stirn. Trotz verzogenen Drives kommt er mit Par aber glimpflich davon. Danach spult er großteils grundsolide Pars ab, auf weitere Birdies muss er aber noch warten. Unangenehm wird es dann kurzfristig wieder auf der 12, denn nach einem deutlich verfehlten Grün lässt er sich noch einen Tester aus knapp drei Metern zum Par übrig, den er aber souverän besteht.

Eine Bahn später gelingt diese Übung dann aber nicht mehr, denn aus dem Sand bringt er den Ball nur auf gut sieben Meter zum Loch und kann diesmal das Par nicht mehr kratzen. Auch danach hat er weiterhin Probleme die Leichtigkeit vom ersten Spieltag wiederzufinden, denn nach einem leicht verzogenen Drive muss er auf der 16 erneut aus sieben Metern das Par retten, was er diesmal aber ohne mit der Wimper zu zucken perfekt löst.

Noch intakte Chancen

Richtig stabil wird Sepp’s Spiel aber trotz des starken Parsaves nicht, denn am schwierigen Par 3 der 17 biegt der Abschlag unangenehm nach links ab und Sepp kann aus dem Rough hinter dem Grünbunker die 3 nicht mehr auf die Scorecard retten. Auf der 18 bleibt die Grünattacke dann zwar im Sand hängen, das abschließende Birdie kann dies aber nicht verhindern. Mit der 72 (+1) benötigt der Georgia Bulldog zwar um vier Schläge mehr als noch zum Auftakt, Sepp cuttet aber gleich bei seinem allerersten Major der Karriere nicht nur ohne jegliche Probleme ins Wochenende, sondern wahrt vom 19. Rang auch die Chance auf ein absolutes Topergebnis.

Das Hauptproblem im Spiel des gebürtigen Wieners ist am Freitag ganz klar die etwas verlorengegangene Genauigkeit. Zum Auftakt hat er lediglich zwei Fairways verfehlt, am Freitag tritt er hingegen nur noch deren acht, was sich klarerweise in Folge auch auf die Annäherungen auswirkt, denn nur noch jedes zweite Grün erreicht er in Regulation. Da er darüber hinaus mit 30 Putts um gleich vier mehr benötigt als noch am Donnerstag, ist die etwas verkrampfte Runde rasch erklärt.

Wiesberger mit Kampf und Krampf

Bernd Wiesberger beginnt seinen zweiten Arbeitstag in Pebble Beach unaufgeregt mit einem Zweiputt zum Par. Nur eine Bahn später folgt dann aber schon der erste echte Schockmoment für den Oberwarter: Nach einer deutlich verzogenen Annäherung, bleibt er aus dem dicken Zeugs sogar im Grünbunker hängen und erreicht erst mit dem vierten Schlag überhaupt die Puttingfläche. Aus gut zwei Metern spielt aber der Putter mit und verhindert schlimmeres als das Bogey.

Auch auf der 3 hat er wieder Probleme, was vor allem an extrem ungenauen Annäherungen liegt. War es auf der 2 noch die rechte Seite, die ihn in Probleme brachte, so ist es diesmal die linke. Da dort noch dazu ein Bunker lauert und er aus dem Sand das Par nicht mehr retten kann, ist das zweite Bogey, das ihn bis an die Cutlinie zurückwirft, Gewissheit.

Nachdem er auf der 4 ein starkes Wedge auf knapp drei Meter zur Fahne legt kann er erstmals am Freitag etwas Zählbares mitnehmen und verkürzt auf nur noch 1 über Par. Auch am ersten Par danach hat er wieder alle Hände voll zu tun. Nach Abschlag in den Bunker geht sich aus gut drei Metern aber noch der Parsave aus.

Mit den Eisen ist Bernd nach wie vor etwas auf Kriegsfuß, denn auch der Abschlag auf der 7 (Par 3) findet sein Ziel nicht und da der Up & Down diesmal nicht gelingen will, steht sein Score wieder bei 2 über Par. Richtig stressfrei wird es auch danach nicht, denn einmal mehr verfehlt er auf der 9 ein Fairway und muss gezwungenermaßen vorlegen. Ein perfektes Wedge bremst sich aber knapp bei der Fahne ein und er kann so noch das Par notieren.

Hinter die Linie

Ganz bitter wird es dann aber auf der 11. Erneut verfehlt ein Abschlag sein Ziel und Bernd kommt aus dem dicken Zeugs einfach nicht raus. Zu allem Überfluss ist dann auch noch der Grünbunker im Weg, weshalb überhaupt erst der fünfte Schlag aufs Grün findet. Mit dem Doppelbogey rutscht Bernd weit zurück und muss nun sogar gleich zwei Schläge gutmachen um sich wieder auf Wochenendkurs bringen zu können.

Auf der 14 – dem ersten Par 5 der zweiten Neun – streikt dann auch noch der Putter, denn trotz einer versandeten Grünattacke gibt er sich aus 1,5 Metern noch die Birdiechance, die das Gerät fürs Kurzgemähte aber nicht in Zählbares ummünzen kann. Fast trotzig legt er danach auf der 15 das Eisen auf ähnlich Distanz zur Fahne und löst die Aufgabe diesmal eindeutig besser.

Wichtige Birdies

Das Birdie heizt gegen Ende der Runde auch den Putter sichtlich auf, denn auf der 16 bringt er den Ball zwar am Grün unter, aus knapp neun Metern kann man aber kaum von einer zwingenden Birdiechance sprechen. Nur gut, dass der Putter das nicht weiß, denn gefühlvoll rollt er den Ball ins Loch und bringt sich damit auch wieder auf Wochenendkurs. Souverän spult Bernd dann die verbleibenden beiden Bahnen ab, unterschreibt so die 73 (+2) und darf damit als 56. auch am Samstag in Pebble Bach noch auf Birdiejagd gehen.

“Das war heute leider über weite Strecken nicht mein bestes Golf. Musste ordentlich kämpfen um am Wochenende noch dabei zu sein,” war das mehr Kampf und Krampf bislang für ihn in Pebble Beach, “werde versuchen am Wochenende mit der positiven Energie der letzten 6 Loch von heute zu spielen und mich am Leaderboard noch etwas nach vorne zu schieben.

Die große Zitterpartie am Freitag ist bei einem Blick auf die Statistik rasch erklärt, denn mit nur zehn getroffenen Grüns beraubt sich Bernd selbst seiner größten Stärke und ist oft zum Scrambeln gezwungen. Gut für den Burgenländer, dass zumindestens der Putter mitspielte, denn mit 27 Putts kann er sich durchaus zufrieden zeigen.

Die Runde des Tages geht Gary Woodland mit der 65 auf. Der US-Boy sichert sich 6 Birdies und verdrängt dank fehlerloser Leistung noch Auftaktleader Justin Rose auf Position 2. Tiger Woods kommt dagegen weiter nicht in die Gänge und fällt mit der 72 auf Even Par und Position 32 zurück.

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Sepp unleashed

US OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka legt in Pebble Beach dank unglaublicher Puttleistung mit einer 68 ein US Open-Debüt der Extraklasse hin und mischt nach der ersten Runde auf Platz 8 mit. Auch Bernd Wiesberger startet mit einer Par-Runde durchaus gut.

Sepp Straka gibt bei der US Open sein Major-Debüt, für das er sich als Sieger des kanadischen Sectional Qualifiers souverän empfehlen konnte. Bernd Wiesberger musste hingegen als 15. von Walton Heath und 1. Reserve bis Montag Morgen warten, ehe er gemeinsam mit den US-Boys Harris English und Joel Dahmen über die Warteliste ins Feld rutschte. Zu diesem Zeitpunkt saß der Burgenländer bereits im Flieger um am Montag in Pebble Beach zu landen.

Nicht nur für Straka, auch für Bernd Wiesberger ist es eine Premiere am Links-Klassiker von Pebble Beach. Bei der letzten US Open im Norden Kaliforniens 2010, als es mit Graeme McDowell (NIR) sogar einen europäischen Major-Champion zu feiern gab, war Bernd nicht qualifiziert. Somit kommt es zu einer doppelten Premiere, vor allem auch weil erstmals überhaupt zwei Österreicher beim Major der USGA in den Teeboxen stehen werden. Österreich kehrt damit auch endlich wieder auf die Major-Bühne zurück, auf der wir zuletzt beim Masters 2018 präsent waren.

Par 5 Bogey als Weckruf

Sepp Straka findet sich mit allererster Startzeit mit einem Fairwaytreffer auf der 10 recht gut zurecht, lässt sich am Ende aber einen unangenehmen Tester aus 1,5 Metern zum Par übrig, den er aber ohne Probleme besteht. Diese Distanz hat er auch weiterhin im Griff, denn auch am Par 3 der 12 stopft er den fälligen Putt zum wichtigen Par. Im Nachhinein betrachtet sind diese anfänglichen Putts die Ouvertüre zu einer richtig sensationellen Leistung auf den Grüns.

Ausgerechnet am ersten Par 5 legt der Longhitter dann aber seinen Drive ins Rough und erreicht in Folge erst mit dem vierten Schlag überhaupt das Kurzgemähte, was prompt im ersten Schlagverlust mündet. Am zweiten Par 5 macht er seine Sache aber deutlich besser, denn am weltbekannten Küstenloch der Klippe entlang reitet er sogar die Grünattacke. Zwar bleibt der Ball rechts im Rough hängen, den scoretechnischen Ausgleich kann ihm aber niemand mehr nehmen.

Auf den Geschmack gekommen

Kaum auf den Frontnine angekommen wird es aber erneut etwas zäh, denn eine verzogene Annäherung in den Grünbunker sorgt wieder für Stress. Sepp legt den Ball aber gekonnt aufs Grün und locht aus gut drei Metern den wichtigen Parsave. Eine Bahn später legt er sich aus der selben Distanz sogar die Birdiechance auf und locht den fälligen Putt seelenruhig, was ihn erstmals in den roten Bereich abtauchen lässt.

So richtig auf den Geschmack gekommen legt er auch auf der 4 die Annäherung stark zur Fahne und nimmt aus zwei Metern rasch das nächste Birdie mit, was ihn mittlerweile ganz vorne mitmischen lässt. Auch das Par 5 der 6 hat Sepp in Folge perfekt im Griff. Nach starkem Drive und perfekter Grünattacke ergibt sich aus fünf Metern sogar die Eaglechance. Der Adler will in Kalifornien zwar nicht landen, mit dem nächsten Birdie ist er zu dieser Zeit aber sogar erster Verfolger von Scott Piercy.

Unaufgeregt spult Sepp die letzten Bahnen ab, stopft auf der 9 noch einen unangenehmen Dreimeterputt und nimmt so wichtige abschließende Pars mit. Schlussendlich marschiert der Debütant – der am Donnerstag 12 von 14 Fairways traf und lediglich 26 Putts benötigte – mit einer 68 (-3) über die Ziellinie und legt somit eine mehr als nur beachtliche erste US Open Runde der Karriere hin, die ihm für einige Minuten sogar die Führung im Clubhaus einbringt, ehe Scott Piercy (USA) mit einer 67 (-4) knapp an ihm vorbeizieht. Am Ende des ersten Spieltages findet sich Straka auf Position 8 wider.

Guter Start

Bernd Wiesberger beginnt wie sein Landsmann auf der 10 sehr souverän, denn nach Fairway und Grüntreffer nimmt er zum Auftakt ein solides Par mit. Auf der 11 wird es aber erstmals ungemütlicher, denn nachdem der Drive leicht zu weit links zum Liegen kommt, hat er aus dem dicken Zeugs neben der Spielbahn alle Hände voll zu tun und kann nur vorlegen. Aus knapp sieben Metern spielt aber der Putter mit und rettet ihm das Par.

Am ersten Par 5 lässt ihn das Gerät fürs Kurzgemähte dann aber im Stich, denn nach einem Drive ins Rough erreicht er erst mit dem vierten Schlag das Grün und kann aus knapp zwei Metern das Par nicht kratzen. Am berühmten langen Par 3 der 17 passt dann aber das 4er Eisen nahezu perfekt, und nachdem ihm Flighpartner Lee die Linie genau zeigt, lässt er sich aus 3,5 Metern die Chance aufs Birdie nicht entgehen.

Auf der 2 wird es dann nach längerer Zeit wieder etwas unangenehm, doch trotz einer eingebunkerten Annäherung kratzt er aus knapp zwei Metern noch das Par. Erst auf der 13 passt dann wieder alles zusammen, denn nach recht guter Annäherung schnappt diesmal aus 3,5 Metern die Birdiefalle zu, was Bernd zum ersten Mal in den Minusbereich abtauchen lässt.

Eine verzogene Annäherung auf der 8 in den Grünbunker lässt ihn diesen jedoch wieder verlassen, nachdem wegen einer kleinen Spikemarke auch noch der Parputt auslippt. Mit einem grundsoliden Par beendet Bernd dann seine Auftaktrunde aber wie er die Runde auch begann, notiert so die 71 (Par) und verschafft sich damit als 40. eine mehr als nur gute Ausgangslage um auch am Wochenende noch mit von der Partie sein zu können.

“Es war ein gelungener Auftakt für mich. Habe relativ solides Golf gespielt, aber leider einige dumme Fehler mit kurzen und mittleren Eisen gemacht. Bin sicher, dass ich morgen weiter darauf aufbauen kann,” gibt sich Wiesberger optimistisch für den weiteren Turnierverlauf.

Rose sorgt für beste Auftaktrunde

Die weichen Grüns und perfekten Bedingungen bei wenig Wind am Vormittag weiß Rickie Fowler am besten auszunützen. Der Kalifornier punktet mit perfekten langen Schlägen und locht auch 6 Birdieputts am Weg zur 66. Aber auch am Nachmittag bleiben die Bedingungen hervorragend, was Justin Rose ausnutzt um sogar noch einen Schlag tiefer zu gehen und mit der 65 die alleinige Führung bei 6 unter Par zu übernehmen.

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Beide im Weekend

BELGIAN KNOCKOUT – 2. RUNDE: Matthias Schwab schafft im Stechen den Aufstieg in die K.O.-Phase. Bernd Wiesberger liefert im Rinkven International GC am Nachmittag die benötigte Traumrunde ab und schaffte ebenfalls den Einzug ins Wochenende.

Matthias Schwab meinte nach der zähen ersten Runde, auf der er lediglich auf der 17 ein einziges Birdie fand, dass einfach nichts richtig funktionieren wollte. Beim eigenwilligen Format – zunächst wird zwei Runden im Stroke Play gespielt, ehe in zwei Pools je 32 Spieler ab Samstag in 9 Loch Matches, die ebenfalls im Zählspiel abgehalten werden, den Sieger ermitteln – kann er mit einem Aufstieg aber die durchwachsene Auftaktrunde schnell ausradieren, da dank der K.O.-Phase das Turnier am Wochenende sozusagen neu beginnt.

Am Freitag muss er sich dann im Hinblick auf Birdies keineswegs so lange wie am Donnerstag gedulden, denn gleich die 10, die ihm zum Auftakt noch ein Bogey aufbrummte, erweist sich als gewinnbringend. Da dann die 11 gleich das nächste Birdie springen lässt, ist der richtig starke Start endgültig Gewissheit.

So richtig on fire legt er auch am Par 3 der 3 den Ball stark aufs Grün und lässt die Birdiefalle sofort ein drittes Mal en suite zuschnappen. Erst danach geht er es etwas ruhiger an, mit unaufgeregten Pars macht er bis zum Turn aber nichts falsch. Das ändert sich dann auf der 1, denn zu Beginn der Frontnine muss er auch das erste Bogey einstecken.

So gut die Runde begann, so zäh lassen sich die Frontnine an, denn sofort erwischt es ihn auch auf der 2 mit einem Fehler und er rutscht so sogar wieder knapp hinter die Aufstiegsmarke zurück. Matthias findet aber rasch die Reißleine und stoppt mit einem Birdie auf der 3 den Negativtrend abrupt ab. Da er danach auch das einzige Par 5 der vorderen Neun zu einem Erfolgserlebnis überreden kann, lässt er die zähe Phase nach dem Turn endgültig in Vergessenheit geraten.

Kurz vor Schluss kann er dann auch noch der 8 ein Birdie abringen und bringt sich so in seiner Section B – die Spieler wurden vor dem Turnier in zwei Pools aufgeteilt, wobei in jedem die besten 32 aufsteigen – sogar in die komfortable Position dem Hole by Hole Playoff auf jeden Fall aus dem Weg gehen zu können.

Zum Abschluss muss er aber noch ein Bogey notieren und unterschreibt so schließlich die 68 (-3). Damit steht er als 24. der Section B nun im Stechen um den Aufstieg, das nun in einem Hole by Hole Playoff ausgetragen wird. Mit einem Birdie sichert er sich dann nur kurz nach Ende seiner Runde stilvoll seinen Platz in der K.O.-Phase.

“Ich spielte heute nicht viel anders oder besser als gestern. Der Unterschied war nur, dass ich die Annäherungen näher zu den Fahnen gebracht hab und deshalb auch einige Putts gefallen sind. Im Playoff ist mir ein solides Birdie gelungen, was am Ende die Qualifikation für die K.O.-Phase bedeutete”, fasst er seine zweite Runde zusammen.

Traumrunde geliefert

Bernd Wiesberger meinte am Vortag nach der 76 (+5), dass er bereits seinen vollen Fokus auf die am Montag beginnende US Open Qualifikation gerichtet hat. Diese Aussage stimmte nicht gerade zuversichtlich im Hinblick auf die benötigte Traumrunde, doch sichtlich hilft es Bernd den Fokus auf Walton Heath zu richten um in Antwerpen am Freitag die beste Runde des bisherigen Turniers abzuspulen.

Mit einem anfänglichen Birdie verläuft gleich der Start der erhofften Aufholjagd durchwegs gut. Allerdings bremst ihn die 2 mit einem sofort darauffolgenden Bogey rasch wieder ein. Zwei Bahnen später gelingt aber erneut der Sprung in den roten Bereich und auf der 6 baut er sein Score dann recht rasch weiter aus. Da er in Folge auch noch der 8 ein Birdie entlocken kann, pirscht er sich schon nach den Frontnine an die wichtige Marke zum Aufstieg heran.

Nach einer schöpferischen Ruhepause kommt er dann nach dem Turn richtig ins Birdiefieber. Von der 13 weg feuert er vor allem auf den Grüns mit starken Putts aus allen Rohren. Schlussendlich schnürt er sogar den roten Triplepack und spielt sich damit endgültig bis in die K.O.-Phase nach vor. Nur kurzzeitig gönnt sich der Putter dann auf der 16 eine kleine Auszeit, ehe er am Par 5 der 17 wieder voll auf Temperatur kommt und Bernd mit dem nächsten Birdie sogar ein Stechen erspart.

Da er auf der finalen 18 nichts mehr anbrennen lässt, marschiert der Oberwarter am Ende des Tages mit der 64 (-7) und damit sogar mit der besten Runde des gesamten Feldes über die Ziellinie und liefert so tatsächlich noch die erhoffte Traumrunde, die ihn in der Section A den 23. Platz beschert. Mit dem Einzug in die am Samstag beginnende K.O.-Phase werden nun aber sowohl für Matthias Schwab als auch für Bernd Wiesberger die Karten komplett neu gemischt.

Nach der Runde zeigt er sich [sic!] auf Facebook klarerweise sehr zufrieden: “Welch ein Unterschied von gestern zu heute. Konnte in entscheidenden Momenten ein paar Putts lochen und hab generell besseres Golf gespielt.
Ab geht’s ins Wochenende!”

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Birdies auf Sparflamme

BELGIAN KNOCKOUT – 1. RUNDE: Matthias Schwab und Bernd Wiesberger finden im Rinkven International GC zusammen zum Auftakt lediglich zwei Birdies. Während der Youngster aber noch klar die Chance auf die Top 64 wahrt, liegt Bernd Wiesbergers Fokus nach einem verpatzten Auftritt nicht mehr auf Runde zwei sondern bereits auf der US Open Qualifikation.

Als frisch gebackener Dänemark-Champion kommt Bernd Wiesberger nach Antwerpen zum belgischen Knockout-Turnier. Gemeinsam mit Matthias Schwab hat Golfösterreich derzeit zwei ganz besonders heiße Eisen im Feuer um beim Titelkampf mitzureden. Während Bernd erstmals im Rinkven GC dabei ist, schnupperte Schwab im Vorjahr bei der Eventpremiere recht erfolgreich hinein, überstand auch die erste Knockout-Runde siegreich, ehe er sich Oliver Fisher (ENG) in der Runde der letzten 32 geschlagen geben musste.

Home-Favorit und Gastgeber Thomas Pieters lockt auch heuer eine zahlenmäßige und lautstarke Fan-Unterstützung an, wenn es an zwei Tagen im Zählwettspiel um die Qualifikation geht und ab Samstag für die Top 64 in 9 Loch Knockout-Matches um den Titelkampf, wobei als Besonderheit diese nicht im Match Play sondern ebenfalls im Strokeplay abgewickelt werden.

Lange Birdie-Warterei

Matthias Schwab nimmt das Turnier zum Auftakt erst mit später Startzeit in Angriff und findet mit anfänglichen Pars sehr souverän in die Runde, muss sich bei der Suche nach Birdies aber noch in Geduld üben. Bitter wird es dann auf der 6, denn nach verpasstem Par 5 Birdie auf der einzigen langen Bahn der ersten Neun, tritt er sich danach sogar ein Bogey ein.

Die gesamte vordere Platzhälfte über ist er vergeblich auf der Suche nach einem Birdie und kommt so nur im zarten Plusbereich auf den Backnine an. Kaum auf der 10 angekommen wird aus dem zarten Plusbereich allerdings ein eher ausgedehnter, denn mit dem zweiten Bogey rutscht er zur Zeit sogar in den dreistelligen Leaderboardbereich zurück.

Erst kurz vor Schluss kann er dann auf der 17 endlich den unglaublich harntäckigen Birdiebann durchbrechen und spielt sich so auch wieder bis auf einen Schlag an die wichtige Marke der Top 64 heran. Auf der 18 lässt er dann nichts mehr anbrennen und unterschreibt schließlich die 72 (+1).

Mit Sicherheit hätte sich der Rohrmooser mehr als Rang 86 erhofft, da es ab Samstag aber im K.O.-Modus weitergeht, ist es am Ende unerheblich ob man als Führender oder als 64. die Cutlinie überspringt. Die frühe Startzeit könnte sich am Freitag bei der benötigten kleinen Aufholjagd außerdem als durchaus hilfreich erweisen.

Nach der ersten Runde zeigt er sich klarerweise alles andere als zufrieden mit seiner Leistung: “Die Scorecard heute sagt alles. Es ist absolut nichts gegangen, wie man so schön sagt. Die Chance für die K.O.-Phase ist aber da und damit beginnt das Turnier am Samstag neu.”

Fokus schon auf Walton Heath

Bei Bernd Wiesberger deutet von Beginn an nichts mehr auf die Form vom Sieg vergangene Woche hin. Schon der Start verläuft für Bernd Wiesberger am Donnerstag Vormittag nicht wirklich nach Maß, wie ein anfängliches Bogey auf der 10 unterstreicht. In Folge schafft er es zwar länger weitere Fehler zu vermeiden, läuft aber vergeblich dem scoretechnischen Ausgleich nach. Selbst die 17, das einzige Par 5 der Backnine, will kein Birdie für den Burgenländer springen lassen.

Erst zu Beginn der vorderen Platzhälfte erweist sich die 1 dann endlich als gnädig und lässt Bernd mit dem ersten Birdie wieder den Ausgangspunkt von Even Par erreichen. Auf Touren bringt das Erfolgserlebnis seinen Motor aber nicht, denn sofort rasselt er mit dem nächsten Schlagverlust wieder in den Plusbereich zurück. Des Schlechten noch nicht genug geht sich in Folge auch auf der 3 nur ein Bogey aus und Bernd rasselt so immer weiter im Klassement zurück. Auch danach deutet noch absolut nichts auf die Topform der letzten Woche hin, denn mit den nächsten Schlagverlusten auf der 6 und der 8 geht immer weiter im Klassement retour.

Da sich schließlich auch zum Abschluss der Runde auf der 9 nur ein Bogey ausgeht, unterschreibt der Sieger der Vorwoche nur die 76 (+5). Damit sind vom 138. Platz die Top 64 bereits nach dem ersten Spieltag bereits in meilenweiter Ferne, weshalb bei Bernd der Fokus gar nicht mehr auf der kommenden zweiten Runde, sondern auf der US Open Qualifikation am Montag in Walton Heath liegt, wie er selbst [sic!] danach auf Facebook sagt: “Ein Tag zum vergessen. War heute nicht wirklich viel Brauchbares dabei. Voller Fokus jetzt auf die Quali für die US Open am Montag.”

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Als Champion nach Belgien

BELGIAN KNOCKOUT – VORSCHAU: Bernd Wiesberger kommt als frisch gebackener Made in Denmark Champion nach Antwerpen und hofft seine Form auch beim eigenwilligen Format im Rinkven International GC abrufen zu können. Matthias Schwab hofft auf eine Fortsetzung seines Top 10 Höhenfluges.

Bernd Wiesberger meldete sich letzte Woche in Dänemark mit einem Sieg endgültig wieder auf der großen Golfbühne zurück. Mit seinem bereits fünften European Tour Titel der Karriere schlug er auch die richtige Richtung in der Weltrangliste ein, denn das Ziel des Oberwarters sind ganz klar wieder die richtig großen Events wie WGC’s und Majors.

Nach seinem Triumph hat er auch die Vorreiterrolle im österreichischen Golf wieder übernommen, denn mit dem Sieg überholte er sowohl im Race to Dubai als auch im World Ranking Youngster Matthias Schwab. Um sich vom 161. Platz aus wirklich wieder in Richtung Top 50 der Welt orientieren zu können, muss er aber den Fuß weiterhin voll am Gaspedal lassen.

Die nächste Möglichkeit anzuschreiben ergibt sich in Belgien, denn beim eigenwilligen Format – zunächst wird zwei Tage im normalen Stroke Play gespielt, ehe es in 9 Loch Matches geht, die aber ebenfalls im Zählwettspiel abgehalten werden – hofft Bernd trotz seines allerersten Auftritts im Rinkven GC seine starke Form erneut in die Waagschale werfen zu können um so seinen Ausflug in den Norden Europas perfekt abzurunden.

Kein Neuland

Matthias Schwab garnierte letzte Woche mit Rang 9 das sensationelle Leaderboard aus österreichischer Sicht. Der Schladming-Pro startete dabei sogar als Führender ins Wochenende und zeigte so einmal mehr, dass er langsam aber sicher überreif für seinen allerersten Titel auf Europas höchster Spielklasse ist. Der Platz in Antwerpen stellt für den Rohrmooser, anders als für Bernd Wiesberger, kein Neuland dar. Schon letztes Jahr bewies er, dass ihm die Par 72 Wiese durchaus liegt.

Ohne Probleme sicherte er sich nach den ersten beiden Runden seinen Platz im K.O.-Modus und überstand danach auch die erste Phase, ehe er sich Oliver Fisher (ENG) in der Runde der letzten 32 knapp geschlagen geben musste. Wie schon in der Vorwoche wird auch das Turnier in Belgien dank Gastgeber und Local-Hero Thomas Pieters durchaus gut besucht sein.

Das Wetter sollte sich rechtzeitig zum Turnierstart durchaus freundlich zeigen. Zwar ist für Donnerstag und Freitag noch eine durchgehende Wolkendecke vorhergesagt, es sollte aber trocken bleiben und ab dem Wochenende dürfte sich dann rechtzeitig zur K.O.-Phase auch die Sonne blicken lassen. Los geht’s für Bernd Wiesberger am Donnerstag um 09:05 MEZ auf der 10. Matthias Schwab startet zum Auftakt um 13:45 MEZ auf der 1.

 

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Mit Sieg zurückgemeldet

MADE IN DENMARK – FINAL: Der Made in Denmark Champion 2019 ist “Made in Austria”, denn Bernd Wiesberger glänzt am Finaltag mit enorm hoher Birdiequote und meldet sich im Himmerland Golf Resort mit seinem fünften European Tour Sieg der Karriere endgültig wieder im Spitzengolf zurück. Matthias Schwab garniert den österreichischen Jubeltag mit Rang 9.

So richtig hat es seit dem Comeback bei Bernd Wiesberger noch nicht nach einem weiteren Sieg gerochen, da die Leistungen in den Wochen und Monaten zuvor schlicht zu unbeständig waren um den Burgenländer wirklich zu den Mitfavoriten auf einen baldigen Sieg zählen zu können.

Vor allem der Putter machte ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung. In Dänemark aber funktioniert dann endlich der Aspekt, den Bernd selbst immer als einen der absolut wichtigsten in seinem Spiel hervorgehoben hat: Die Annäherungen müssen nah zu den Fahnen um dem Putter etwas den Druck zu nehmen. Und auch dass Caddie Jamie Lane nun deutlich öfter den Bauchfleck macht um beim Bestimmen der Puttlinie zu helfen, trägt Früchte.

Mit diesem so einfach klingenden aber so schwierig umzusetzenden Rezept präsentierte sich der Oberwarter in dieser Woche beim dänischen Volksfest von Beginn an hellwach und sorgte so gemeinsam mit Landsmann Matthias Schwab sogar für geschichsträchtige Tage, denn noch nie zuvor starteten zwei Österreicher bei ein und dem selben European Tour Event mit klar intakten Siegchancen in ein Wochenende.

Schlaggewinne zur richtigen Zeit

Gleich auf der 1 legt er sich bei erneut windigen Verhältnissen eine gute Birdiemöglichkeit auf und lässt sich die Chance aus 2,5 Metern nicht entgehen. Das bringt auch den Putter sofort auf Temperatur, denn schon auf der 2 fehlen nur Nuancen zum nächsten Birdie und auf der 3 stopft er dann sogar einen wahren Monsterputt und zieht so schon in der frühen Phase des Finaltags erstmals vorne richtiggehend weg.

Doch wie aus dem Nichts erwischt es den Burgenländer dann auf der 4 richtig hart. Zunächst hat er noch Glück, dass ein verzogener Abschlag irgendwie das Fairway findet, vom hintersten Eck aus muss er aber sein 3er Eisen voll durchziehen. Leicht aus der Richtung rollt ihm der Ball danach sogar noch über den Weg und bleibt im ganz dicken Zeugs hängen. Nach Pitch und Chip benötigt er auch noch zwei Putts und brummt sich so das Doppelbogey auf, was das Feld wieder richtig zusammenschiebt.

Starke Antwort

Die Antwort folgt aber prompt, wenngleich er am Weg zum Par 5 Birdie nach einer weiteren wild verzogenen Annäherung den Umweg übers dicke Gemüse links vom Grün nehmen muss. Der unverhoffte rote Eintrag stabilisiert auch das lange Spiel wieder sichtlich, denn ein super Abschlag am Par 3 danach mündet prompt im nächsten Birdie. Dem Birdieflow bleibt er auch weiterhin treu, denn ein starker Chip am zweiten Par 5 lässt ihm nur eine Tap-in Übung zum nächsten Birdie über.

Nach einigen sicheren Pars in Folge macht er dann am einzigen Par 5 der zweiten Neun einen ganz großen Schritt in Richtung fünften Sieg auf der European Tour. Bernd entscheidet sich zur Vorlage und macht im Nachhinein gesehen damit trotz Roughlage absolut alles richtig, denn die kurze Annäherung versenkt er zu einem spektakulären Eagle und zieht damit wieder etwas davon.

Ein leicht abgebogener Abschlag auf der 13 und eine in Folge eingebunkerte Annäherung knöpfen ihm dann aber wieder einen Schlag ab und da parallel dazu Flightpartner Robert MacIntyre (SCO) seinen Birdieputt locht, muss sich Bernd plötzlich wie aus dem Nichts die Führungsrolle wieder teilen. Das Bogey schwingt wohl auch beim 14. Abschlag noch etwas mit, denn ein deutlich verzogener Teeshot stellt ihn vor eine haarige Aufgabe. Ein starker Chip ermöglicht aber die Birdiechance und Bernd kann so vom kurzen Par 4 den wichtigen roten Eintrag mitnehmen.

Voll fokussiert legt er dann vor den vielen Fans am Himmerland Hill seinen Abschlag stark zur 16. Fahne und nimmt noch ein weiteres Birdie mit, was den Oberwarter zwei Bahnen vor Schluss wieder mit einem Schlag in Führung bringt. Da sich der Schotte danach auf der 17 noch ein Bogey eintritt, startet Bernd mit zwei Schlägen Vorsprung auf die schwierige 18.

Genau die braucht er auch, denn der Abschlag verschwindet im Wasser und Bernd muss droppen. Ein Risikoschlag geht danach aber auf und mit dem Bogey unterschreibt er die 66 (-5) und sichert sich so bei gesamt 14 unter Par und mit einem Schlag Vorsprung auf MacIntyre seinen fünften European Tour Titel der Karriere.

“Ich bin sprachlos. Es war so eine super Woche. Ich liebe den Kurs und mein Spiel war richtig gut. Gewinnen ist niemals leicht aber es hat echt Spaß gemacht die letzten Tage hier. Wenn ich zurückdenke an diese Zeit letztes Jahr und wieviele mir geholfen haben wieder dorthin zurückzukommen wo ich war, das war großartig und ich hoffe ich kann ein bisschen was mit diesem Sieg zurückzahlen”, fasst er danach im Interview sichtlich gerührt die Woche zusammen.

Erster Schritt getan

Mit dem Sieg meldet sich Bernd Wiesberger somit auch auf der großen Golfbühne wieder eindrucksvoll zurück und präsentiert sich nach der Handgelenksverletzung und dem zuvor zäh anlaufenden Comeback wieder in der Form des Shenzhen Sieges vor zwei Jahren. Am Weg zurück zu alter Stärke macht er damit zwar einen richtig großen, aber dennoch nur einen Schritt. Um die ablaufende Tourkarte braucht er sich jedenfalls keinerlei Gedanken mehr machen, denn diese ist nun bei Ende 2021 gesichert.

Der Sieg hilft auch klarerweise enorm mit, das selbstgesteckte Ziel – die Top 50 der Welt wieder zu knacken – zu erreichen. Da er in den letzten zwei Jahren auch wegen der Zwangspause jedoch nur sehr, sehr wenige Punkte sammeln konnte, ist der Weg dorthin noch ein richtig weiter. In der Form dieser Woche und mit der wiedergefundenen Stärke von Tee bis Grün befindet er sich aber in der ganz klar richtigen Richtung.

Schon drittes Top 10

Einen großen Anteil am, aus österreichischer Sicht, geschichsträchtigen Leaderboard hat in dieser Woche auch Matthias Schwab. Der Rohrmooser zeigte vor allem an den ersten beiden Spieltagen perfektes Golf und startete so sogar zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere als Führender in ein Wochenende. Dort wollte es zwar nicht mehr so richtig laufen, Matthias darf sich am Ende aber immerhin mit Rang 9 über sein bereits drittes Topergebnis heuer freuen.

Gleich der Start in den Finaltag verläuft dabei sehr solide, denn er findet mit anfänglichen Pars gut in die Runde, wenngleich er nach einem verzogenen Abschlag auf der 2 ersmtals etwas Stress bekommt. Dieser verfliegt aber dann schon auf der 3, denn am ersten Par 3 legt er den Ball gut aufs Grün und schnappt aus knapp vier Metern eiskalt zu. Generell wirkt der Youngster viel stabiler als noch am Samstag. Dies manifestiert sich auch auf der 5, denn am ersten Par 5 legt er die Grünattacke bis auf knapp drei Meter zum Loch, der Downhiller zum Eagle kriecht aber knapp am Loch vorbei.

Nachdem sich der Abschlag am Par 3 danach erst neben dem Grün einbremst, muss Matthias noch einmal das Wedge bemühen. Der Chip gelingt zwar recht gut, der Parputt hat allerdings nichts mit dem Loch zu tun, weshalb sich der Schladming-Pro auf der zweiten kurzen Bahn seinen ersten Fehler eintritt. Sofort aber steuert er dagegen. Und wie! Ein eingebunkerter Teeshot hält ihn nicht davon ab den Ball bis auf 1,5 Meter zum Stock zu legen und diesmal spielt auch der Putter wieder mit.

Auf der 8, dem zweiten Par 5 der Frontine, hat Matthias mit ausgelippten Birdieputt einiges Pech und verpasst es so auch wieder bis auf einen Schlag an seinen Landsmann heranzukommen. Lange Zeit spult Matthias dann die Pars ab und muss die Spitze so auch etwas davonziehen lassen. Erst auf der 16 bringt er wieder Farbe aufs Tableau, allerdings die falsche. Vor den zahlreichen Fans am Himmerland Hill muss er am Grün dreimal ansetzen und rutscht so auf nur noch 1 unter Par zurück.

Schlussendlich marschiert Matthias mit der 70 (-1) über die Ziellinie. Zwar wird er sich mit dem 8. Platz nur bedingt zufrieden zeigen, vor allem da er am Finaltag seit seiner siebten Bahn vergeblich den Birdies nachlaufen musste, mit seiner bisherigen Saison kann er sich aber auf jeden Fall zufrieden zeigen. Immer wieder setzt er in den letzten Wochen und Monaten bereits Ausrufezeichen, was auch zeigt, dass er langsam aber sicher reif für seinen ersten großen Titel scheint. Die nächste Chance ergibt sich bereits kommende Woche, wo er wie auch Bernd Wiesberger in Belgien wieder abschlagen wird.

Nach der Finalrunde meint er: “Ich hab heute nicht so schlecht gespielt. Leider hab ich die Annäherungen nicht nah genug zu den Fahnen gebracht. Um ein Turnier zu gewinnen, oder zumindestens ganz vorne dabei zu sein, muss man vier Tage lang sehr gut spielen. Das ist mir gestern und heute nicht gelungen. Bernd hat super gespielt. Es ist gut, dass er für Österreich wieder Turniere gewinnen kann.”

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Rollen getauscht

MADE IN DENMARK – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger stürmt am Samstag mit einer 66 bis an die Spitze und tauscht so mit Landsmann Matthias Schwab – der Youngster führte nach der Freitagsrunde – die Rollen. Mit den Plätzen 1 und 4 sorgen die Österreicher nach wie vor im Himmerland Golf Resort für ro-weiß-rote Golfgeschichte.

Noch nie zuvor bei einem European Tour Event hatte Golf-Österreich mehr Grund zum Daumen drücken, denn mit Matthias Schwab auf Rang 1 und Bernd Wiesberger als einer seiner ersten Verfolger auf Rang 3 starten gleich beide heimischen Professionals mit perfekten Siegchancen ins Wochenende.

Bei deutlich besseren – wenngleich weiterhin sehr windigen – Scoringverhältnissen als noch an den Tagen zuvor findet sich Bernd Wiesberger am Moving Day sofort bestens zurecht und eröffnet gleich mit einem anfänglichen Birdie auf der 1. Zwei Bahnen später kommt dann nach eingebunkertem Teeshot auch erstmals etwas Stress auf, mit gefühlvollem Putt kratzt er aber am Par 3 noch das Par.

Deutlich stabiler präsentiert er sich dann am ersten Par 5, denn der Oberwarter legt sich nach zwei starken Schlägen sogar die Eaglechance auf. Zwar will der Putt zur “3” nicht ins Loch, das nächste Birdie ist aber eingesackt. Das bringt auch den Putter so richtig auf Temperatur, denn nach von der rechten Lochkante kippt auf der 7 aus knapp vier Metern der nächste Putt zum roten Eintrag ins Loch.

Richtig maschninenmäßig klopft der vierfache European Tour Sieger in Folge seine Schläge runter und legt sich so auch am zweiten Par 5 eine durchaus machbare Eaglemöglichkeit auf. Erneut will zwar der Adler nicht landen, Bernd marschiert aber auch mit dem Birdie erstmals etwas vorne weg. Wie aus dem Nichts verzieht er dann aber auf der 9 den Abschlag nach links und kann in Folge erstmals ein Par nicht kratzen.

Plötzlich verliert er dadurch auch den Faden, denn ein viel zu forscher Birdieputt lässt Bernd auf der 10 noch einen unangenehmen Tester übrig. Zu unangenehm wie sich herausstellt. Nachdem das einzige Par 5 der Backnine keinen Schlag springen lassen will, macht er seine Sache auf den Grüns – Caddie Jamie Lane hilft beim Linienlesen durchgehend tatkräftig mit – auf der 12 deutlich besser, denn aus gut vier Metern passt der Birdieputt Mitte Loch.

Im Flow

Selbst ein leicht verzogener Abschlag bringt ihm auf der 13 nicht aus dem Konzept, denn mit einer perfekten Annäherung legt er den Ball stark zur Fahne und nimmt sofort das nächste Birdie mit. Da ihn auch die kurze 14 vor keinerlei Probleme stellt – fast verschwindet der Chip im Loch zum Eagle – schnürt er sogar den roten Triplepack und marschiert richtiggehend vorne weg.

Erst eine leicht verzogene Annäherung auf der schwierigen 18 macht ihm dann noch einen Strich durch die Rechnung und brummt ihm nach verschobenem Parputt noch ein abschließendes Bogey auf. Mit der 67 (-4) aber startet der Burgenländer bei gesamt 9 unter Par als Leader in den finalen Sonntag.

“Ich hatte heute alles gut unter Kontrolle und hab einige sehr gute Schläge gemacht. Alles in allem war es ein solider Tag und ein guter Moving Day für mich. Ich fühle, dass ich derzeit über mein Spiel volle Kontrolle hab”, fasst er danach gegenüber der European Tour seine Runde zusammen.

Zäher Moving Day

Matthias Schwab gelingt zwar fast gleich auf der 1 ein anfängliches Ausrufezeichen, bei einem Superputt hat er etwas Pech, dass eine halbe Umdrehung aufs erste Birdie fehlt, schon auf der 2 wird es erstmals an diesem Tag aber unangenehm. Nach einem wild verzogenen Abschlag geht sich das Up & Down zum Par nicht mehr aus und Matthias muss schon früh das erste Bogey nach zuvor 24 fehlerfreien Bahnen einstecken.

Auf der 4 legt sich der Schladming-Pro dann aber die erste echte Birdiechance auf und lässt sich diese aus gut 1,5 Metern auch nicht vom Putter nehmen. So richtig “on fire” bringt ihn sein erstes Birdie aber nicht, denn nach einem zwischenzeitlichen Par auf der ersten langen Bahn, rutscht er auf der 6 erneut in den Plusbereich zurück.

Das kostet sichtlich endgültig etwas die Sicherheit der ersten beiden Tage, denn ein unangenehm eingebunkerter Abschlag zwingt ihn am Par 4 danach zur Vorlage, was prompt im nächsten Fehler mündet. Sofort aber fokussiert sich Matthias wieder und gibt auf der 8 mit einem gestopften Birdieputt die perfekte Antwort.

Keine Stabilität

Dass ihm an diesem Tag im wieder stärker werdenden Wind aber nichts einfach von der Hand geht zeigt sich eindrucksvoll auf der 9. Matthias bringt die Annäherung aus dem 2nd Cut zwar am Kurzgemähten unter, aus großer Distanz streikt aber der Putter und brummt ihm nach drei Versuchen ein weiteres Bogey auf. Ein starkes Wedge eröffnet ihm am Par 5 der 11 eine richtig gute Birdiemöglichkeit, der Ball lippt aber aus, was zum bislang zähen Tag richtiggehend dazupasst.

Des Schlechten noch nicht genug kostet ihm auch auf der 13 eine durchwachsene Annäherung – der Ball bleibt deutlich zu kurz – einen Schlag und der Rohrmooser büßt weitere Ränge im Klassement ein. Auf der 14 kann er den Negativtrend dann aber stoppen, denn am kurzen Par 4 legt er sich sogar die Eaglechance auf. Der Putt hat zwar keine Chance zu fallen, ein sicheres Birdie nimmt er aber mit.

Spät aber doch wird der Putter dann endlich richtig munter. Zwar hat er etwas Glück, dass ein durchwegs konsequent gespielter Putt mit Ehrenrunde verschwindet, das zweite Birdie in Folge ist nach dem bislang so zähen Tag aber Gold wert. Souverän spielt er die Runde dann zu Ende und lässt auf den verbleibenden Bahnen nichts mehr anbrennen. Zwar muss er sich so mit der 72 (+1) begnügen, was ganz klar nicht am Wunschzettel des Steirers stand, bei gesamt 7 unter Par startet er aber mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf Bernd in den letzten Spieltag und wird alles daran setzen vom 3. Platz Druck auf den Routinier aufzubauen.

Nach der Runde wirkt er zwar sichtlich enttäuscht, gibt sich aber durchwegs zuversichtlich: “Viel gibts heute zu dieser Runde nicht zu sagen. Es sind mir zu viele Fehler passiert. Vier Birdies sind okay, aber die fünf Bogeys sind einfach zu viel. Ich hab aber trotzdem nicht viel verloren. Da könnte noch eingies morgen drinnen sein wenn ich wieder gut spiele.”

Mit den Rängen 1 und 3 sorgen die beiden Österreicher in Farso weiterhin für Einträge in die Geschichtsbücher, denn bislang war es noch nie der Fall, dass gleich zwei heimische Professionals bei einem European Tour Event mit klar intakten Siegchancen in einen Finaltag starten.

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Sturm an die Spitze

MADE IN DENMARK – 2. RUNDE: Matthias Schwab trotzt am Freitag Starkregen und Windböen und stürmt im Himmerland Golf Resort mit der besten Runde des Tages sogar bis an die alleinige Spitze. Bernd Wiesberger rundet am Nachmittag mit Rang 4 einen Tag für die österreichischen Rekordbücher perfekt ab.

Matthias Schwab und Bernd Wiesberger fanden sich zum Auftakt im Himmerland Golf Resort durchaus gut zurecht und legten mit 68er (-3) Runden einen sehr vieversprechenden Start ins Turnier hin. Am Freitag hat nun Matthias sogar den Bonus einer frühen Startzeit, den er klarerweise versuchen wird bestmöglich zu nützen.

Mit anfänglichen Pars macht der Rohrmooser bei bereits sehr unangenehmen Verhältnissen am Freitag Vormittag nichts falsch und startet grundsouverän in Runde Nummer zwei. Wie schon am Vortag erweist sich dann die 14 als gewinnbringend und Matthias taucht mit dem ersten Birdie auch erstmals im Turnier in den Top 10 auf.

Auch danach zeigt der Youngster ganz starkes Golf und überredet in Folge auch die 17 zu einem Birdie womit er sogar bereits an der Spitze anklopft. Fast maschinenartig klopft Matthias weiterhin mit fast traumwandlerischer Sicherheit die Pars runter, wartet geduldig auf seine Chancen und verwertet an einem mittlerweile von regelrechtem Sauwetter geprägten Spieltag auf der 2 die nächste Birdiemöglichkeit.

Mit dem Zwischenstand von 3 unter Par für den Tag und bei gesamt -6 strahlt der Name Matthias Schwab zu diesem Zeitpunkt nun auch von der alleinigen Spitzenposition. Diese kann er sogar weiter ausbauen, nachdem er im strömenden und peitschenden Regen mit starkem Putt auch noch das Par 5 der 5 auszunützen weiß.

Regelrecht on fire lässt Österreichs Shooting-Star auch auf den letzten Bahnen nichts anbrennen und nimmt sogar von der abschließenden 9 noch ein weiteres Birdie mit. Derart stark marschiert Matthias schlussendlich mit der fehlerlosen 66 (-5) über die Ziellinie und macht es sich mit der besten Runde des Tages an der Spitze bequem.

“Auf den ersten zehn Löchern heute herrschten wirklich sehr schwere Bedingungen mit starkem Wind, Kälte und Regen. Trotzdem gelang es mir mein Spiel gut unter Kontrolle zu halten und fast fehlerlos zu bleiben. Vor allem mit meiner Performance auf den Grüns kann ich heute sehr zufrieden sein”, so Schwab, der erstmalig in seiner noch jungen Karriere ein Feld als Führender ins Wochenende führt.

Super Verfolgerrolle

Bernd Wiesberger zeigt zu Beginn am Nachmittag, dass er mit widrigen Verhältnissen durchaus umgehen kann, denn nach zwei anfänglichen Pars nimmt er schon am Par 3 der 3 das erste Birdie mit und knackt so rasch die Top 10. Da er auch das erste Par 5 seiner Runde auszunützen weiß, ist er nach nur wenigen Löchern bereits der erste Verfolger von Matthias Schwab.

Ganz solide und stabil präsentiert sich der Oberwarter dann bei etwas besser werdenden Bedingungen und lässt so die gesamten Frontnine über nichts anbrennen. Zu Beginn der zweiten Neun wird es dann aber unangenehm. Bernd bunkert sich mit leichter Spiegeleilage neben dem Grün ein, schlägt quer übers Kurzgemähte in den nächsten Bunker und tritt sich so am Ende am Par 3 sogar ein Doppelbogey ein, was ihn wieder auf den Ausgangspunkt zurückwirft.

Zwar merkt man Bernd die Enttäuschung nach der Doublette klarerweise an, den Fokus hat er aber sofort wieder in die richtige Richtung gelenkt und taucht schon am darauffolgenden Par 5 wieder in den Minusbereich ab. Am kurzen Par 4 der 14 erreicht er dann zwar mit dem Abschlag knapp das Grün nicht, locht dafür aber fast den Chip zum Eagle. Mit seinem bereits vierten Birdie des Tages stellt er den alten Zwischenstand von -2 recht rasch wieder her.

Ohne große Probleme spult der vierfache European Tour Sieger die verbleibenden Bahnen ab kommt so mit der 69 (-2) über die Ziellinie. Als geteilter 4. geht er als einer der ersten Verfolger seines Landsmanns in den Moving Day. Damit ergibt sich auch ein geschichtsträchtiger wot-weiß-roter Tag, denn noch nie zuvor belegten Österreicher bei ein und dem selben Event Rang 1 und 3.

“Habe heute sehr gutes Golf in schweren Bedingungen gespielt. Es waren nur wenige schlechte Schwünge dabei und selbst dann könnte ich zum größten Teil mit gutem Shortgame noch Pars retten. Schade, dass ich die sehr gute Leistung auf den Greens nicht in einen noch tieferen Score verwandeln konnte. Ab ins Wochenende hier in Dänemark”, fasst er [sic!] die Runde danach auf Facebook zusammen.

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Selbst belohnt

MADE IN DENMARK – 1. RUNDE: Matthias Schwab muss sich lange Zeit in Geduld üben, belohnt sich am Ende im Himmerland Golf aber mit der 68 (-3) und liegt damit wie auch Bernd Wiesberger – der Oberwarter hatte am Donnerstag den kleinen Bonus einer frühen Startzeit – nur hauchdünn hinter den Top 10.

Made in Denmark kehrt auf seine Erfolgsstätte ins Himmerland Golf Resort zurück. Bei einem der bestbesuchten und dem garantiert lautesten Turnier am Kalender ist Österreich überhaupt erstmals vertreten. Bernd Wiesberger machte bislang einen Bogen um das skandinavische Topevent, das heuer auf 3 Millionen Euro aufgewertet wurde. Matthias Schwab verpasste im Vorjahr den Cut, als ausnahmsweise auf Thomas Björns Hauswiese in Silkeborg die Ryder Cup-Qualifikation ins Finale ging.

Wie im TPC Scottsdale gibt es auch in Himmerland das Loch 16 als Signature Hole: in Dänemark versammeln sich rund 3.500 Fans am Himmerland Hill rund um das 16. Grün um lautstark die Erfolge und Pleiten der Stars auf dem nur 115 Meter langen Par 3 zu quittieren.

Matthias Schwab ist am Donnerstag erst mit später Startzeit unterwegs und beginnt mit zwei anfänglichen Pars sehr solide. Danach lässt das erste Par 3 der Runde sogar ein Birdie springen, das er sich aber auch sofort mit einem darauffolgenden Bogey wieder zunichte macht. Mit souveränen Pars macht er danach nichts falsch, kommt am Leaderboard damit aber auch nicht vom Fleck.

Zwar verpasst er am Par 5 der 11 dann auf der ersten langen Bahn der Backnine noch das angepeilte Birdie, holt dieses nach insgesamt sieben Pars in Folge aber auf der 12 nach und sichert sich so wieder ein Minus als Vorzeichen. Erneut währt die Freude darüber aber nicht, denn sofort rutscht er wieder zurück, kann aber postwendend wieder nachlegen und baut sein Score vor den bereits am Donnerstag zahlreich erschienen Fans auf der 16 sogar noch weiter aus.

Als bereits alles auf eine Runde von 2 unter Par hindeutet, nimmt er von der schwierigen 18 noch ein weiteres Birdie mit und unterschreibt so am Ende sogar die richtig starke 68 (-3), womit er als 12. nur ganz knapp hinter den Top 10 liegt. Am Freitag hat der Rohrmooser nun sogar den Bonus einer früheren Startzeit, was im Kampf um eine gute Ausgangslage vor dem Wochenende durchaus hilfreich sein könnte.

“Es war anfangs heute wegen des vorherrschenden Windes schwierig zu spielen. Gegen Ende der Runde legte sich der Wind dann und ein gutes Finish meiner Runde führte zu einem zufriedenstellenden Start ins Turnier”, fasst er den Weg zur 68 kurz zusammen.

Vieles richtig gemacht

Zum Auftakt ist Bernd Wiesberger gleich am Vormittag unterwegs und beginnt mit einem anfänglichen Par am Par 3 der 10 noch grundsouverän, allerdings tritt er sich am darauffolgenden Par 5 ein schnelles Bogey ein, was für einen eher verhaltenen Start ins Turnier sorgt.

Der Burgenländer reagiert aber perfekt und nimmt von der 12 auch das erste Birdie mit, womit er sein Score postwendend wieder zurückdreht. Da sich in Folge auch die 14 als gewinnbringend erweist, lässt er das Par 5 Bogey endgültig in Vergessenheit geraten. Auf den Geschmack gekommen überredet er vor den zahlreichen Fans auch das Par 3 der 16 zu einem Birdie und orientiert sich damit endgültig in die eindeutig richtige Richtung.

Erst danach geht er es etwas ruhiger an und notiert auf den folgenden Bahnen meist sichere Pars, bis ihm schließlich die 4 etwas zum Verhängnis wird und ihm den zweiten Schlag am Donnerstag abknöpft. Wie schon zu Beginn der Runde lockt ihn aber auch diesmal ein Fehler aus der Reserve, denn Bernd gibt mit einem darauffolgenden Eagle am Par 5 die mehr als nur passende Antwort.

Da er die Runde mit soliden Pars zu Ende spielt unterschreibt er schließlich die 68 (-3) womit er sich vor dem zweiten Spieltag wie sein Landsmann als starker 12. eine mehr als nur vielversprechende Ausgangslage auflegt. “Mit Sicherheit nicht mein bester Tag vom Tee weg. Allerdings konnte ich die erspielten Chancen gut nutzen und bin ganzen Tag ruhig und geduldig geblieben”, hebt er [sic!] auf Facebook nach der Runde aber vor allem die negativen Aspekte hervor.

Paul Waring, Matthew Southgate (beide ENG) und Alejandro Canizares (ESP) teilen sich nach 66er (-5) Runden den Platz an der Sonne.

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