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Weekend der vergebenen Chancen

LADIES OPEN DE FRANCE – FINAL: Christine Wolf fällt am Wochenende nach einer Fülle vergebener Chancen aus den Top 10 ins Mittelfeld zurück.

Mit ihrem dritten Ergebnis rund um Platz 30 in den letzten vier Ausgaben der Ladies Open de France erreicht Christine Wolf auch heuer ihre französische Normalform, obwohl diesmal deutlich mehr drinnen gewesen wäre. Auf den ersten 36 Löchern bei verregneten und insgesamt schwierigen Bedingungen in Südfrankreich arbeitete sich Wolf bis auf Platz 7 vor um dann am Wochenende schrittweise und vor allem mit einer Fülle vergebener Chancen bis auf Rang 30 zurück zu fallen.

“Sicher nimmt man jeden Cut mit, aber vorne mitzuspielen und dann am 30. Platz aufzuhören, ist dann doch eher enttäuschend. Aber andererseits war auch einiges Gutes mit dabei,” fällt ihre Bilanz entsprechend zwiespältig aus.

Sonntags-Marathon über 27 Löcher

Am Finaltag kommt in Biarritz endlich die Sonne heraus und sollte dem Finale über 27 Löcher ein entsprechend freundliches Gesicht geben. Christine Wolf, die jetzt bereits zweimal die Front 9 birdielos absolvierte, darf noch zweimal die Back 9 marschieren, die ihr bislang deutlich besser liegen.

Seit 8:45 Uhr ist die Innsbruckerin dabei die 3. Runde auf den Back 9 zu beenden. Zwei Bogeys als unwillkommener Morgengruß kontert Wolf jedoch sofort mit zwei Birdies. Mit der 3. Runde von 2 über Par büßt sie auf die Top 10 jedoch drei Schläge ein.

In der Schlussrunde versucht Wolf noch einmal den Putter anzuheizen und versenkt am 2. Loch ihr erstes Birdie auf den Front 9 seit Donnerstag. Am letzten der drei gefährlichen Par 3 in der Anfangsphase erwischt es Wolf mit dem ersten Bogey, dem sie gleich ein weiteres folgen lässt. Als auch an der 9 der Par-Putt nicht fallen will, hat sie zum dritten Mal in Folge die verflixten Front 9 in 2 über Par gespielt und damit weiter an Boden verloren.

Als sie auch die letzten 9 Löcher mit Bogey beginnt, droht endgültig der Rückfall auf die billigen Ränge. Am letzten Par 5 kann Wolf mit Birdie ein wenig gegenrudern und ihre Turnierbilanz wieder auf Even Par zurückstellen. Das Bogey-Finish zur 73 (+3) setzt den Schlusspunkt unter eine enttäuschende zweite Turnierhälfte mit vier Birdies bei 9 Bogeys: “In Summe hat in dieser Woche von allem ein bisschen gefehlt,” zieht Wolf ihr Resümee.

US Gaststar Cristie Kerr ist auch am Schlusstag im Golf de Chantaco eine Klasse für sich und gewinnt bei 17 unter Par vier Schläge vor der Chinesin Xi-Yu Lin.

>> Endergebnis Ladies Open de France

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Front 9 wieder birdielos

LADIES OPEN DE FRANCE – 3. RUNDE: Christine Wolf spart sich ihre Samstags-Birdies für die Back 9 auf – 27 Löcher bleiben noch am Finaltag.

Christine Wolf startete am Donnerstag mit der 68 durchaus gut ins Turnier und liegt damit nur knapp hinter den Top 10. Mit dem Gameplan zeigte sie sich durchaus zufrieden und will ihr Spiel im eher nassen Südfrankreich auch am Freitag weiter durchziehen.

“Ich hab noch auf der 1 abgeschlagen und als wir am Grün waren haben sie dann unterbrochen. Es ist hier ziemlich abwechslungsreiches Wetter und es waren auch ein paar Grüns ziemlich unter Wasser”, so Chrissie, die sich schlussendlich bis Samstag um 08:45 MEZ gedulden muss, nach dem extrem kurzen Auftritt am Freitag.

Bei endlich wieder trockenen und freundlichen Bedingungen geht Chrissie die Sache am Samstag Morgen auch grundsolide mit einer Par-Serie an. Nachdem am ersten Par 5 der Birdieputt nicht fallen will, muss sie am anschließenden Par 3 mit Bogey den ersten Rückschlag hinnehmen. Noch vor der Halbzeit geht ein weiterer Schlag verloren.

Auch zu Beginn der Back 9 läuft Wolf weiter vergeblich den Birdies nach. Bis zum 14. Grün muss sich die Tirolerin in Geduld üben bis endlich ein Putt fallen möchte. Wolf ist sichtlich auf den Geschmack gekommen und stürmt mit drei weiteren Birdies ins Clubhaus. Mit der 68 marschiert Österreichs einzige Teilnehmerin sogar bis auf Platz 7 zur Halbzeit nach vor.

Am Samstag Nachmittag möchte die Turnierleitung die 3. Runde zumindest zur Hälfte abschließen um den Rückstand im Zeitplan aufzuholen. Wolf hat auch im 3. Umlauf Probleme auf den drei Par 3 in der Anfangsphase, wo sie diesmal an der kurzen 3 einen Schlag abgibt. Am anschließenden Par 5 geht der Schuss mit Bogey ebenfalls nach hinten los. Wie schon am Vormittag fällt bis zur Halbzeit kein einziger Birdieputt, womit Wolf zu Einbruch der Dunkelheit deutlich aus den Top 10 herausfällt: “Ich habe mir eigentlich relativ gute Chancen gegeben, nur sind leider keine Putts rein,” ist einmal mehr der Putter der große Spielverderber.

Am Sonntag ab 8:45 Uhr bleiben Wolf jedoch 27 Löcher Zeit für ein ansprechendes Ergebnis in Frankreich zu sorgen.

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Bernd Wiesberger

Blitzartiger Start

OPEN DE FRANCE – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger zeigt mit der 67 zum Start in die Open de France Woche, dass er auch im Jahr 2016 zu den Anwärtern auf die begehrte Trophäe zählt. Das 100-jährige Jubiläum eröffnet der Österreicher mit der 67.

Nur Lucas Bjerregaard schafft es am Eröffnungstag der Open de France Titelverteidiger Bernd Wiesberger knapp abzuhängen – und auch nur dank eines Hole in One, das der Däne zücken muss. Auf dem traditionell verdammt schwierigen Le Golf National in der Nähe von Paris kann der Österreicher aber nahtlos an seine zuletzte gezeigte Form anschließen und das hervorragende lange Spiel zu seinen Gunsten nützen. Auf dem Albatros Kurs macht sich die Stabilität der Eisenschläge doppelt bezahlt. Das Rough soll giftiger denn je sein und deswegen gilt es die Abschläge und die Grünschüsse dementsprechend auf dem eher kurz gemähten Bereich unterzubringen.

“Jedes Mal wenn ich hier her komme, dann genieße ich es diesen Platz zu spielen”, freut sich Wiesberger Jahr für Jahr auf die Open de France. Diese positive Auswirkung spiegelt sich unmittelbar auf der Scorekarte wider. “Ich habe heute die richtigen Dinge getan, gute Teeshots geschlagen, mich in Position gebracht und das ist der Schlüssel.”

“Alle Aspekte des Spiels waren ziemlich gut und deswegen bin ich auch zufrieden. Es war nicht einfach. Wir hatten ein bisschen Regen und der Wind frischte auf, ich habe mich aber wohlgefühlt”, geht Wiesberger als Zweiter in den Freitag.

Zahlreiche Chancen

Bernd Wiesberger macht seine erneuten Ambitionen auf den Titel nach 2015 recht schnell klar und schießt förmlich aus den Startlöchern. Ein Birdie auf der 1 unterstreicht das Selbstvertrauen und den Formaufbau der letzten Wochen. Der Longhitter setzt noch weitere Schlaggewinne drauf und holt sich Birdies auf den Löchern 3 und 4. In dieser hitzigen Phase des Spiels breitet sich ein kräftiger Regenschauer aus, der offensichtlich für Abkühlung sorgt. Wiesberger kassiert das erste und einzige Bogey seiner Runde auf dem Par der 8.

Die Möglichkeiten zu kontern, lassen nicht lange auf sich warten. Bereits auf dem Par 5 der 9 verpasst der Putt zum Birdie nur knapp sein Ziel. Der Ball will auch auf den darauffolgenden Löchern nicht fallen, obwohl sich der Burgenländer immer wieder Birdiechancen auflegt, aber oft nicht die nötige Geschwindigkeit auf das Grün bringt.

Kurz vor Ende läuft der 30-Jährige wieder heiß. Auf der 15 belohnt sich der Oberwarter nach perfekter Annäherung mit dem Birdie um auf -3 zu stellen. Die knackige Würze in den Eisenschlägen wird auf der 16 unterstrichen. Das Birdie ist quasi geschenkt. Auf der 17 wird die Chancen zum Birdietripple durch ein Lipp-Out verhindert.

Auf der 18 bestätigt sich die Tendenz, den Ball vom Tee eher auf der rechten Seite zu bewegen. Aus dem Rough bringt der Österreicher den Ball aber sicher auf dem gefährlichen Grün unter und holt sich mit dem Zweiputt die starke 67 bei nicht immer einfachen Bedingungen am Nachmittag.

Mit Ass zur Führung

Lucas Bjerregaard holt sich die frühe Führung bei der Open de France mit der 66 bei -5. Der Däne verschafft sich bereits auf der 2 mit seinem allerersten Hole-in-One gehörigen Auftrieb und befeuert seine Runde mit fünf Birdies bei nur zwei Bogeys. “Es war mein erstes Ass, deswegen fühlt es sich ziemlich süß an”, freut sich Bjerregaard, der deswegen auch vor Wiesberger liegt. Superstar Rory McIlroy kann sich noch nicht in Szene setzen. Der Nordire eröffnet mit der 71. Auch Masters Sieger Danny Willett bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Mit der 75 (+4) liegt der Engländer abgeschlagen zurück.

>> Leaderboard Open de France

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Christine Wolf 2015

Zurückgefunden

LADIES OPEN DE FRANCE – FINAL: Christine Wolf findet am Finaltag im Golf de Chantaco wieder in die Birdiespur und macht nach dem verpatzten Moving Day mit der wieder einige Ränge im Klassement gut.

Nach dem rabenschwarzen Moving Day – Chrissie musste die birdiefreie 77 (+7) notieren und fiel damit vom 10. bis auf den 44. Rang zurück – geht es für die Tirolerin am Finaltag vorrangig darum wieder die Sicherheit im eigenen Spiel zu finden. Das Vorhaben setzt sie auch rasch in die Tat um und notiert schon auf den ersten sechs Bahnen drei Birdies.

Wieder retour

Doch wie schon am Samstag sind es die letzten Bahnen vor dem Turn, die ihr erneut zum Verhängnis werden und drohen der Runde eine unangenehme Richtung zu geben. Mit zwei Bogeys tritt sie wieder den Rückzug an, stabilisiert im Gegensatz zum dritten Spieltag ihre Performance aber schnell wieder.

Mit soliden Schlägen arbeitet sie sich dank eines weiteren Birdies auf der 12 wieder etwas nach vor und radiert mit einem Par 5 Birdie auf der 15 endgültig die Scharte der zwei Fehler wieder aus. Auf den restlichen Löchern lässt sie dann nichts mehr anbrennen, bringt die 67 (-3) ins Clubhaus und beendet die Ladies Open de France so auf Rang 30.

“Gestern ist einfach überhaupt nichts ins Loch gefallen. Ich hab gar nicht so schlecht gespielt und auf den ersten sechs Löchern richtig reelle Birdiechancen aus einem bis drei Metern gehabt und es ist durchgehend alles ausgelippt. Irgendwann geht dann das Vertrauen verloren”, beschreibt Chrissie zunächst den Moving Day.

Zur starken Schlussrunde meint sie: “Ich wusste, dass ich heute tief schießen muss um noch ein paar Plätze gut zu machen. Ich hab heut wirklich gut gespielt und richtig nah an die Fahnen geschossen. Mit der Runde bin ich heut echt happy.”

Celine Herbin (FRA) setzt sich im Stechen gegen die Dänin Emily Kristine Pedersen durch und gewinnt die Ladies Open de France.

Fast ein Spiegelbild

Der Turnierverlauf der Innsbruckerin ist fast ein Spiegelbild vieler bisheriger Turniere in dieser Saison. Chrissie erarbeitete sich mit Runden von 70 (Par) und 68 (-2) Schlägen vor dem Wochenende als 10. eine perfekte Lauerposition. Die 77 (+7) am Samstag ist dann aber der Neckbreaker zu einem Spitzenergebnis beim Europafinale der Ladies European Tour.

Wie so oft ist es die Konstanz über vier Runden, die eine Topplatzierung zunichte macht. Zumindestens aber holt sie sich mit der starken Schlussrunde wieder Selbstvertrauen zurück und verlässt Frankreich immerhin mit einem Mittelfeldplatz. Nachdem sie die Tourkarte bereits seit einiger Zeit abgesichert hat, geht es für sie nun vorrangig um die Qualifikation für Olympia. Derzeit rangiert sie auf Rang 49, wie auch >>hier nachzulesen ist. Es zählt zum Absichern der Top 60 aber jeder Euro.

>> Leaderboard Ladies Open de France

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Christine Wolf 2015

Schwerer Absturz

LADIES OPEN DE FRANCE – 3. RUNDE: Christine Wolf muss am Moving Day viele Schlagverluste einstecken und fällt im Golf de Chantaco weit im Klassement zurück.

Chrissie Wolf startete mit zwei starken Runden von 70 (Par) bzw. 68 (-2) Schlägen ins Europafinale der Ladies European Tour und reihte sich so auf in einer vielversprechenden Verfolgerposition auf Rang 10 ein. Der Moving Day verläuft dann aber alles andere als nach Plan.

Dabei wirkt die Tirolerin zu Beginn erneut sehr stabil und reiht gleich sechs Pars aneinander. Erst dann reißt der Faden, leider aber komplett. Denn bis zum Turn häuft sie mit einem Bogeytriplepack gleich drei Fehler an und kann auch auf den Backnine zu Beginn keine Stabilität in ihr Spiel bringen.

Nach einem Doppelbogey auf der 11 benötigt die Innsbruckerin fast schon einen Fallschirm um den Sturz am Leaderboard halbwegs abbremsen zu können. Auch danach kehrt nur mittelfristig etwas Ruhe ein, denn mit weiteren Schlagverlusten geht es auf der 16 und der 17 noch weiter bergab. Mit der birdiefreien 77 (+7) verliert sie im Klassement insgesamt 34 Ränge und nimmt den Finaltag nur vom 44. Platz aus in Angriff.

Die Dänin Emily Kristine Pedersen (68) und die Französin Celine Herbin (65) teilen sich die Führung bei gesamt 11 unter Par.

>> Leaderboard Ladies Open de France

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Christine Wolf 2015

In Position gebracht

LADIES OPEN DE FRANCE – 2. RUNDE: Christine Wolf schiebt sich mit der starken 68 im Golf de Chantaco bis in die Top 10 nach vor und verschafft sich so eine ausgezeichnete Verfolgerposition fürs Wochenende.

Christine Wolf hat nach zwei Spieltagen ein weiteres starkes Ergebnis klar in Reichweite. Dabei startet die Tirolerin mit einem Bogey auf der 1 alles andere als nach Maß, dreht mit zwei Birdies vor dem Turn die Runde aber in die klar richtige Richtung.

Nachdem es auf den Backnine mit einem weiteren Schlagverlust wieder zurückgeht, ist es ein starkes Finish mit Birdies auf der 14 und der 18, das ihr vor dem Wochenende den sehenswerten 10. Rang einbringt. Damit verschafft sich die Innsbruckerin eine nahezu perfekte Verfolgerposition.

“Ich hab heute recht solide gespielt, dabei 16 Grüns getroffen und mir immer wieder Chance gegeben. Leider waren zwei Dreiputts dabei, aber manche Grüns sind hier echt richtig schwer. Es gibt dort auch nur eine Fahnenposition für alle vier Tage. Ich freu mich jetzt schon richtig auf morgen”, fiebert Chrissie nach der starken zweiten Runde bereits dem Moving Day entgegen.

Die Dänin Emily Kristine Pedersen führt bei gesamt 9 unter Par.

>> Leaderboard Ladies Open de France

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Bernd Wiesberger Golf-Live.at 2015

Spitzenreiter

ALSTOM OPEN DE FRANCE – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger erwischt im Le Golf National einen Start nach Maß und teilt sich nach der 68 (-3) in Paris die Führung im Clubhaus. Wegen etlicher Gewitterpausen muss die 1. Runde am Freitag fortgesetzt werden. “Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auftakt. Der Wind und die Hitze trocknen den Platz immer mehr aus, das ist hier schon ein echter Test”, zeigt sich Bernd nach der Runde klarerweise sehr zufrieden.

Viel besser hätte der Auftakt für Bernd Wiesberger am zukünftigen Ryder Cup Platz bei Paris nicht laufen können. Der Burgenländer kann nach Gewitterunterbrechungen erst in etwa mit zweieinhalbstündiger Verspätung die Runde in Angriff nehmen, findet aber mit einer beinahe gelochten Annäherung auf der 10 perfekt ins Spiel. Auch am Par 3 danach passt das Eisen, allein aufs erste Erfolgserlebnis muss Österreichs Nummer 1 noch warten.

Nachdem er sich auf der 12 bei zu dieser Zeit spürbarem Wind zu einem sicheren Par scrambelt, ist es die 13, die ihm mit gelochtem Sechsmeterputt das erste Birdie spendiert. Gekonnt spult er danach die Pars ab und hat dies vor allem starken Eisen und heißem Putter zu verdanken, da die Tee-Shots nur ab und zu mit den Fairways das richtige Ziel finden.

Tempo angezogen

Auf den Frontnine dreht der Oberwarter dann aber so richtig auf. Zunächst fällt auf der 1 aus dem Rough fast schon der Approach zum Eagle, auf der 3 (Par 5) legt er einen schwierigen Bunkerschlag bis auf einen knappen Meter ans Loch. Schon mit dem Zwischenergebnis von 3 unter Par kann zu dieser Zeit keiner der Konkurrenten mithalten, nachdem auf der 5 (Par 4) der nächste Putt aus gut drei Metern im Loch verschwindet, baut er die Führung sogar weiter aus.

Erst auf der 17 (Par 3) muss er dann den ersten und einzigen Schlag am Donnerstag mit einem Dreiputt abgeben. Fast gelingt am abschließenden Par 5 noch ein weiterer roter Eintrag, der Birdieputt biegt aber kurz vor dem Loch noch ab. Mit der 68 (-3) teilt sich Bernd Wiesberger nach den Vormittagsflights die Führungsposition mit Local-Hero Victor Dubuisson (FRA).

“Ich habe mir heute teilweise ein paar Tester für die Pars offengelassen, hab die aber bis auf den einen Dreiputt gut bestanden. Hier verliert jeder irgendwo einen Schlag. Die Chancen die ich hatte, hab ich aber ganz gut ausnützen können. Leider ist auf der 9 der letzte Birdieputt nicht gefallen”, so Bernd zur Donnerstagsperformance.

Angesprochen auf seine derzeitige Formkurve meint er: “Ich mag schwierige Kurse wie hier, wo man nicht 15 oder 16 unter Par scoren muss um zu gewinnen, etwas lieber. Das war bei den Irish Open auch der Fall, da fühle ich mich wohler. Ich hab auch bei den US Open gutes Golf gespielt, nur die paar Fehler, die haben mich damals den Cut gekostet. Letzte Woche war ich von der langen Reise noch etwas müde, deshalb hab ich in München teilweise Fehler eingestreut, die ich normalerweise nicht mache. Ich bin zufrieden mit der derzeitigen Formkurve hier in Frankreich.”

Fortsetzung am Freitag

Kurz vor 21:00 MEZ zieht ein weiteres Gewitter über die Anlage und beendet damit den Donnerstag. Die 1. Runde wird am Freitag in der Früh fortgesetzt. Derzeit liegt Maximilian Kieffer (GER) bei -4 nach 14 und damit um einen Schlag vor Bernd Wiesberger. Die Führung im Clubhaus teilt sich nach wie vor der Österreicher mit Victor Dubuisson und Jaco Van Zyl (RSA).

>> Leaderboard Alstom Open de France

>> SKY überträgt live, exklusiv und in HD von den Alstom Open de France.

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Bernd Wiesberger Golf-Live.at 2015

Ryder Cup Luft

ALSTOM OPEN DE FRANCE – VORSCHAU: Bernd Wiesberger nimmt ab Donnerstag mit den Alstom Open de France im Le Golf National von Paris das letzte Turnier vor den Open Championship in Angriff und will im Weltklassefeld vorne mitmischen. 

“Ich bin gut in Paris angekommen und freu mich schon auf einen der besten und herausforderndsten Kurse der gesamten Saison”, brennt Bernd Wiesberger förmlich darauf am Ryder Cup Platz von 2018 gute Figur zu machen. Zuletzt hatte der Oberwarter etwas mit Formschwankungen zu kämpfen, rechtzeitig vor den Open Championship in zwei Wochen in St.Andrews am Old Course soll die Sicherheit in allen Belangen des Spiels wieder zurückkehren.

Die Birdiequote hält der Burgenländer auch in letzter Zeit hoch, allein ungewohnte Fehler verhinderten in München noch besseres als Rang 27. Im pariser Weltklassefeld will die Nummer 39 im World Ranking wieder zurück zur Form des Jahresanfangs finden, wo so gut wie alles nach Plan lief. Bei Konkurrenten wie den Ryder Cuppern Stephen Gallacher (SCO), Jamie Donaldson (WAL), Local Hero Victor Dubuisson (FRA), Francesco Molinari (ITA), Lee Westwood (ENG) oder Titelverteidiger Graeme McDowell (NIR) wird die Spielform ab Donnerstag passen müssen um am Leaderboard weit vorne aufzuscheinen.

Vor allem die Tee-Shots sind in dieser Woche von besonderer Bedeutung. Auf dem schwierigen Par 71 Kurs gilt es vorrangig den Ball auf den Fairways zu platzieren um sich gute Möglichkeiten für die Annäherungen zu ermöglichen. Wie zäh sich der zukünftige Ryder Cup Kurs spielt, zeigt sich beim Blick aufs letztjährige Finalklassement, wo Graeme McDowell mit gerade einmal 5 unter Par den Sieg feierte. Der Cut pendelte sich letzte Saison erst bei 3 über Par ein.

Der Wetterbericht deutet auf eine Hitzeschlacht beim mit 3 Millionen Euro dotierten Turnier hin. Jeden Tag sind Werte um die 36 Grad Celsius vorhergesagt, was von den Bedingungen her wohl an die Lyoness Open Anfang Juni erinnern wird. Bernd Wiesberger startet am Donnerstag von der 10 aus um 08:20 MEZ im Flight mit Julien Quesne (FRA) und Danny Willett (ENG) in die Open de France.

>> Tee-Times Alstom Open de France

>> SKY überträgt live, exklusiv und in HD von den Alstom Open de France.

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