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Vollgas Moving Day

BMW INTERNATIONAL OPEN – 3. RUNDE: Matthias Schwab feuert am Moving Day im GC München Eichenried aus allen Rohren und bringt sich mit einer fantastischen klar ins Titelgeschäft.

Matthias Schwab marschierte am Freitag spektakulär ins Wochenende, denn der Rohrmooser notierte gleich zwei Eagles und brachte sich so vor dem Moving Day in eine vielversprechende Ausgangslage. Mit weiterhin starker Birdiequote und etwas weniger Fehlern will er nun am dritten Spieltag die Lücke zur Spitze bestmöglich schließen. Das Vorhaben soll mit wehenden Fahnen aufgehen.

Mit einem sicheren Par startet er solide in den Moving Day. Schon das lange Par 3 danach hat der Schladming-Pro mit einem Chip-in dann perfekt im Griff und nimmt rasch das erste Birdie mit. Anders als an den Vortagen lässt diesmal allerdings die 4 nicht nur keinen Schlaggewinn springen, sondern radiert mit einem Bogey sogar das Birdie von zuvor wieder aus.

Voll im Flow

Lange dauert die Trauerphase aber nicht, denn schon die 5 überredet er zum nächsten Schlaggewinn und taucht so postwendend wieder in den roten Bereich ab. So richtig auf den Geschmack gekommen überredet Matthias auch das Par 5 danach zu einem Birdie und hält damit am Samstag die gewinnbringende Quote weiterhin gekont hoch.

Mit Nachdruck unterstreicht er gleich auf der nächsten Bahn, dass er aus München unbedingt ein absolutes Topergebnis – wenn nicht sogar den Sieg – mitnehmen will, denn aus größerer Distanz locht er auch auf der 7 ohne Probleme den Putt. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er auch am Par 5 der 9 den fälligen Birdieputt wieder ohne Mühe im Loch unterbringt und so mit den fantastischen Frontnine bereits bis auf zwei Schläge zu Martin Kaymer aufschließt.

In geteilter Führung

Da Kaymer sich ausgerechnet auf einem Par 5 dann den ersten Fehler eintritt und Matthias nur Minuten später gefühlvoll auf der 11 (Par 5) den nächsten Birdieputt versenkt, strahlt der Name Matthias Schwab sogar plötzlich aus der geteilten Spitze auf die Konkurrenz herab. Nur kurzzeitig muss er Jordan Smith danach die Führungsrolle überlassen, mit ganz starkem Putt auf der 13 schließt er aber postwendend wieder zum Engländer auf.

Am kurzen Par 4 der 16 zieht Matthias dann vom Tee voll durch und legt den Ball nur knapp nebens Grün. Auf die kurzgesteckte Fahne muss er aus dem Rough etwas zaubern, parkt die Kugel aber gut einen knappen Meter vom Loch entfernt und schiebt zum nächsten Birdie ein. Nach einem etwas zu kurzen Chip ergibt sich auf der abschließenden 18 dann zwar keine echte Birdiechance mehr, mit der 65 (-7) aber legt Matthias mit die beste Runde des Feldes hin und mischt damit vor der Finalrunde klar im Titelkampf mit.

Gegenseitig gepusht

Den 2. Platz teilt er sich unter anderem mit Flightpartner Matthew Fitzpatrick, der wie Matthias eine 65 (-7) aufs Tableau zaubert. Zusammen notierten die beiden 24-jährigen sensationelle 16 Birdies und zeigten so, dass sie sich am Moving Day eindeutig gegenseitig zu Höchstleistungen pushten.

“Ich hatte mit einem etwas eingerosteten Start zu kämpfen, aber bin dann in einen immer besseren Rhythmus gekommen und das Chip-in Birdie auf der 2 hat dabei klarerweise geholfen. Ich musste aber ein wenig die Pars mit Up & Downs kratzen danach. Starke Putts haben dann jedoch die richtig gute Runde eingeleitet”, fasst er den Start seiner Runde zusammen.

Weiters meint er: “Ich hab mich nur auf mich konzentriert und mein Spiel durchgezogen. Die Quote von -11 auf 12 Par 5 Löchern ist richtig gut und hilft natürlich vorne mitzuspielen. Ich hab die letzten Wochen schon gut gespielt und ich hoffe, dass ich auch morgen wieder voll auf der Höhe bin um ein weiteres starkes Ergebnis mitnehmen zu können.”

Kein echter Rhythmus

Bernd Wiesberger hatte am Freitag einmal mehr wie schon in der Vorwoche mit Ungenauigkeiten im langen Spiel zu kämpfen und stemmte deshalb erneut nur genau an der Marke den Cut. Am Samstag hat er nun nicht viel zu verlieren und will versuchen das Feld von hinten aufzurollen.

Wie sein Landsmann macht er auch am Samstag mit einem anfänglichen Par nichts falsch. Auch danach zieht er am Moving Day Parallelen zu Matthias Schwab, denn während der Steirer die 2 zum Birdie überreden konnte, nimmt Bernd von der 11 (Par 5) – ebenfalls seine zweite Bahn – das erste Birdie mit.

Danach enden die Gemeinsamkeiten mit Schwab aber jäh, denn während der Rohrmooser Birdie um Birdie notiert, tritt sich Bernd auf der 14 sogar ein Doppelbogey ein und rutscht damit um etliche Ränge im Klassement zurück. Zumindestens gelingt auf der 16 recht zeitnah der scoretechnische Ausgleich.

In die Spur bring das Birdie den Oberwarter jedoch nicht wirklich, denn sofort folgt am Par 3 danach der nächste Fehler. Kurz vor dem Wechsel auf die Frontnine erweist sich mit der 18 das zweite Par 5 seiner Runde als gewinnbringend und lässt ihn wieder auf Level Par zurückklettern. Die Probleme wollen aber nicht abreißen, denn nach dem Turn rutscht er erneut in den Plusbereich ab.

Birdies und spätes Bogey

Das Hin und Her geht auch danach munter weiter, denn mit darauffolgendem Birdie dreht er sein Score rasch wieder auf Anfang und holt sich danach am Par 5 der 6 auch wieder das Minus als Vorzeichen. Das bringt spät aber doch endlich richtig Stabilität in Bernds Spiel, denn mit weiterem Birdie danach schnürt er sogar den Doppelpack.

Statt der Runde am abschließenden Par 5 der 9 aber so richtig ein angenehmes Ende zu verpassen und sich auch wieder in Schlagdistanz zu den Top 10 zu bringen, brummt ihm die lange Bahn sogar noch ein Bogey auf und lässt so schlussendlich nicht mehr als die 71 (-1) zu, die ihn am Moving Day nur um ein paar wenige Plätze bis auf Rang 37 nach oben klettern lässt.

Jordan Smith (ENG) geht nach der 66 (-6) und bei gesamt 13 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Matthias Schwab und Matthew Fitzpatrick (ENG) in den Finaltag.

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Bayerische Adlershow

BMW INTERNATIONAL OPEN – 2. RUNDE: Matthias Schwab lässt am Freitag im GC München Eichenried gleich zwei Adler auf der Scorecard landen und geht in mehr als aussichtsreicher Position ins Wochenende. Auch Bernd Wiesberger stemmt beim halben Heimspiel den Cut.

Matthias Schwab zeigte schon zum Auftakt durchaus starkes Golf, konnte bei fünf Birdies aber drei Bogeys nach Problemen aus dem Semirough nicht vermeiden. Mit der 70 (-2) legte der Rohrmooser beim halben Heimspiel – nach der Absage von Atzenbrugg pilgern zahlreiche rot-weiß-rote Golffans auf die bayerische Par 72 Wiese – aber eine gesunde Basis für eine erfolgreiche Woche und will nun am Freitag mit später Startzeit eine weitere rote Runde anhängen. Das Vorhaben soll richtig spektakulär in Erfüllung gehen.

Der Start glückt mit soliden anfänglichen Pars zunächst ohne Probleme, allerdings wird ihm danach die 3 erstmals zum Verhängnis und wirft ihn mit einem Bogey bis an die Cutlinie zurück. Lange verweilt er dort aber nicht, denn wie schon am Vortag lässt auch diesmal die 4 einen Schlag springen, womit er sich wieder auf den Ausgangspunkt zurückarbeitet.

Greifvögel im Doppelpack

Auf der 6 passt dann erstmals alles so richtig perfekt zusammen, denn Matthias marschiert nach gelochtem Dreieinhalbmeterputt vom Par 5 nach nur drei Schlägen zur 7. Teebox und bringt sich mit dem Eagle auch klar in Schlagdistanz zu den Top 10. Unglaublich spektakulär knackt er diese dann, denn kurz vor dem Turn attackiert er auch das zweite Par 5, legt den Ball wieder stark aufs Grün und lässt tatsächlich seinen zweiten Adler landen.

Erst auf der 11, dem dritten Par 5 der Runde, findet die Greifvogelshow dann ein Ende, denn aus gut zwanzig Metern kann diesmal der große Vogel nicht auf die Scorecard fliegen. Ein kleines Gezwitscher geht sich aber dennoch aus, denn das Birdie lässt sich der Schladming-Pro nicht nehmen. Erst auf der 14 wird es wieder etwas ungemütlicher, denn nach verzogenem Drive muss er sein zweites Bogey des Tages notieren.

Ungenau vom Tee

Nach einem weiteren wild abgebogenen Abschlag hat Matthias sogar noch Glück, dass die Zuschauer nicht nur den Ball finden, sondern auch noch das wilde Zeugs rundherum ziemlich niedertrampeln. Zwar kommt er nicht weiter als bis in den Bunker, mit dem Bogey ist er aber noch durchaus gut bedient. Noch einmal attackiert er zum Abschluss am Par 5, der Ball landet aber in der Tribüne. Von der Drop-Zone aus bringt er den Ball zwar stark bis auf zweieinhalb Meter zur Fahne, der abschließende Birdieputt will aber nicht fallen.

Doch auch mit der 69 (-3) bringt sich der Rohrmooser vor dem Wochenende als 13. in mehr als nur aussichtsreiche Position. Zwar fehlen auf Leader Martin Kaymer (GER) bereits sechs Schläge, dass Matthias aber durchaus in der Lage ist dem Platz viele Schläge abzuknöpfen stellte er heute mit den beiden Eagles klar unter Beweis.

Nach der Runde meint er: “Die Runde heute war abwechslungsreich. Die beiden Eagle gelangen jeweils nach starkem Spiel aber die Bogeys waren wie gestern. Wieder die Folge von Fehlern beim Abschlag. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Eine gute Basis fürs Wochenende.”

Ebenfalls im Weekend

Bernd Wiesberger wusste am Donnerstag ebenfalls mit guter Birdiequote zu überzeugen, zwei Doppelbogeys und ein weiterer Fehler ließen aber nicht mehr als die 72 (Par) zu. Zumindestens liegt der Oberwarter so nach dem ersten Spieltag noch auf Cutkurs, Polster konnte er sich am Donnerstag aber keinen erspielen.

Ein anfängliches Par sorgt am Freitag dann für einen soliden Start in den zweiten Spieltag. Nach einer gewasserten Grünattacke am Par 5 danach kommt aber schon früh erstmals Stress auf, den wichtigen Parputt aus knapp fünf Metern stopft Bernd aber souverän. Aus etwas kürzerer Distanz gelingt der Putt dann auf der 12 nicht, weshalb er sich weiterhin mit Pars begnügen muss.

Richtig entspannt geht es auch danach nicht wirklich weiter, denn auf der 15 muss er aus zweieinhalb Metern erneut das Par kratzen. Erst auf der 16 bricht dann endlich der Birdiebann, denn der Putter hat die Distanz noch abgespeichert und stopft zum ersten roten Eintrag. Ein durchwachsener Chip und ein eher missratener Putt ermöglichen dann auf der 18 (Par 5) nur das Par.

Fehler gut weggesteckt

Erst auf der 5 kommt dann nach einem starken Wedge wieder Farbe aufs Tableau, denn mit dem zweiten Birdie des Tages verschafft er sich im Kampf um den Cut erstmals etwas Luft. Ein wild verzogener Drive – Bernd muss sogar von der angrenzenden Bahn weiterspielen – kostet dann aber den ersten Schlag, nachdem der Parputt aus gut vier Metern nur neben dem Loch liegen bleibt.

Erneut muss er danach auch am Par 3 nach einem deutlich verzogenen Abschlag wieder etwas zaubern, die Übung gelingt mit gestopftem Zweimeterputt aber. Zum Abschluss zündet er noch ein starkes Wedge und stopft im Anschluss am Par 5 den fälligen Birdieputt. Mit der 70 (-2) hat der Burgenländer schließlich Gewissheit, dass er als 47. auch am Wochenende noch mit von der Partie sein wird. Wie bereits bei der Vorwoche cuttet er auch in München jedoch wieder nur auf den letzten Drücker, da das lange Spiel die sonst gewohnte Konstanz erneut vermissen ließ.

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Auf die Lauer gelegt

BMW INTERNATUIONAL OPEN – 1. RUNDE: Matthias Schwab hat die neu angelegten Grüns des GC München Eichenried zum Auftakt durchwegs gut im Griff und legt sich nach einer 70 in guter Position auf die Lauer. Bernd Wiesberger mit kunterbunter 72.

Statt nach Atzenbrugg können die Golffans heuer nach München pilgern um Matthias Schwab und Bernd Wiesberger live zu sehen. Bereits in der Vergangenheit war die BMW International Open schon so etwas wie das zweite Heimturnier, vor allem für die Fans in den westlichen Bundesländern. In der zweijährigen Rotation zwischen Köln und München ist Deutschlands wichtigstes Golfturnier heuer wieder am bayrischen Weißwurstäquator zu Gast.

Matthias Schwab ist in München-Eichenried erstmals dabei, nachdem er im Vorjahr in Köln nicht über einen 40. Platz hinauskam. Bernd Wiesberger kam mit der scorefreundlichen Münchner “Golfwiesn” immer gut zurecht, konnte allerdings nur einmal, 2013, mit den ultratiefen Scores mithalten, als er bei 15 unter Par den hervorragenden 4. Platz erreichte. Gemeinsam mit dem Burgenländer sind auch Titelverteidiger und Nummer 1 im Race to Dubai, Matt Wallace (ENG), sowie Martin Kaymer (GER), Sergio Garcia (ESP) und Thorbjorn Olesen (DEN) aus Pebble Beach eingeflogen und sorgen für ein exzellentes Lineup.

Bogey ausradiert

Gleich der Start geht in den Morgenstunden bei Matthias Schwab etwas daneben, denn die 10 entpuppt sich als etwas zu harte Nuss und knöpft dem Schladming-Pro prompt den ersten Schlag ab. Der Rohrmooser setzt am darauffolgenden Par 5 aber sofort den Konter und gleicht sein Score postwendend wieder aus. Da auch die 12 dann einen roten Eintrag abwirft, lässt er den zähen Start endgültig in Vergessenheit geraten.

Nach dem kunterbunten Beginn lässt er es dann betont ruhiger angehen und notiert reihenweise bis zum Turn meist recht sichere Pars. Die Frontnine beginnen dann allerdings wie seine ersten neun Bahnen, denn mit seinem zweiten Bogey rutscht er wieder auf Level Par zurück. Matthias lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und überredet danach die 4 wieder zu einem Birdie, was ihn auch wieder in den Minusbereich abtauchen lässt.

Gutes Ende

Auch das Par 5 der 6 hat der Steirer gut im Griff, nimmt auf der langen Bahn das nächste Birdie mit und knackt damit derzeit auch bereits die Top 10. Lange verweilt er dort aber nicht, denn eine Bahn später muss er auch das dritte Bogey des Tages eintragen, was ihm den eben herausgeholten Schlag sofort wieder ausradiert.

Das abschließende Par 5 lässt dann aber am Ende noch einen weiteren Schlaggewinn springen und Matthias unterschreibt so die 70 (-2), die ihn nach der Auftaktrunde nicht nur klar auf Cutkurs bringt, sondern ihm als in etwa 30. außerdem eine recht gute Verfolgerposition auflegt. “Ich hab solides Golf gespielt, hab die Bälle gut getroffen und hatte generell wenige Probleme. Fünf Birdies sind zufriedenstellend, die Bogeys waren leider nach Drives ins Semirough, von wo aus ich nicht gut rauskam”, fasst er danach zusammen.

Von Beginn an zäh

Bernd Wiesberger macht am Nachmittag mit anfänglichen Pars zunächst nichts falsch, tritt sich auf der 4 dann aber das erste Bogey ein, das ihn bei dem dichtgedrängten Leaderboard um viele Ränge zurückwirft. Der Burgenländer kontert aber sofort, denn nach starker Annäherung spielt auf der 5 auch der Putter mit und lässt das erste Birdie des Turniers für Bernd springen.

Nach knapp verschobenem Birdieputt am Par 5 der 6 muss er auf der 7 nach verzogenem Drive am Ende sogar ums Bogey kämpfen und da der Putt aus drei Metern auslippt, muss er sich schließlich mit einer mehr als unangenehmen Doublette anfreunden. Da auch auf der 9 der Birdieputt nur die Lochkante rasiert und er so auch das zweite Par 5 ungenützt lässt, taucht er nur bei 2 über Par auf den Backnine auf.

Auch auf der 10 lassen ihn die Eisen – wie schon in Pebble Beach letzte Woche – einigermaßen im Stich, denn aus dem Grünbunker muss er erneut etwas zaubern um das Par zu kratzen. Der Sandschlag passt aber bis auf einen Meter zur Fahne. Über den Putt darf er nun allerdings lange nachdenken, denn eine Gewitterpause zwingt die Spieler zurück ins Clubhaus.

Plötzlich hellwach

Erst mit knapp dreistündiger Verzögerung kann wieder gespielt werden und Bernd lässt bei seinem fälligen Putt schließlich nichts anbrennen. Die Pause scheint Bernd auch sichtlich gutgetan zu haben, denn mit der 11 kann er am Donnerstag endlich auch ein Par 5 zu einem Birdie überreden. Das bringt den Oberwarter sichtlich auf den Geschmack, denn auch die 13 wirft einen roten Eintrag ab, womit er sein Score wieder auf Level Par zurückdrehen kann.

Zu später Stunde ist Bernd nun hellwach, denn auch die 14 lässt mit einem Chip-in einen Schlag springen und der fünffache European Tour Champion taucht so auch erstmals in die roten Zahlen ab. Nach leicht verzogenem Abschlag bleibt Bernd auf der 17 (Par 3) noch ein unangenehmer Test zum Par, den er diesmal nicht nur nicht besteht, sondern danach auch noch den Retourputt am Loch vorbeischiebt, was sogar im zweiten Doppelbogey mündet.

Bei einfallender Dunkelheit kann Bernd gerade noch die 18 zu Ende bringen und schafft es vom Par 5 ogar noch ein Birdie mitzunehmen und so sein Score noch zur 72 (Par) zu drehen. Damit befindet er sich vor dem zweiten Spieltag als 61. genau an der Cutmarke.

Matthias Schwabs Flightpartner Andrea Pavan (ITA) setzt mit einer 66 (-6) die frühe Bestmarke.

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Halbes Heimspiel

BMW INTERNATIONAL OPEN – VORSCHAU: Matthias Schwab und Bernd Wiesberger hoffen beim halben Heimspiel im GC München Eichenried auf eine erfolgreiche European Tour Woche.

Nachdem das Heimturnier in Atzenbrugg heuer nicht zustande kam, muss das deutsche European Tour Event unweit der österreichischen Grenze in Bayern als Ersatz für die zahlreichen rot-weiß-roten Golffans herhalten. Dementsprechend motiviert werden auch Österreichs European Tour Asse Matthias Schwab und Bernd Wiesberger sein um den vielen erwarteteten Daumendrückern einiges zum Jubeln geben zu können.

Vor allem erstgenannter brennt regelrecht auf den Einsatz in München. Denn nach der verpassten US Open Qualifikation in Walton Heath hatte der Youngster eine Woche Zwangspause, die so eigentlich nicht eingeplant war. Um auf der als durchwegs scorefreundlich bekannten Wiese gut mithalten zu können, wird Österreichs Shooting-Star des letzten Jahres aber etliche Birdies auf die Scorecard zaubern müssen.

Für Matthias ist es auch das erste Antreten am Weißwurstäquator, denn der Rohrmooser war zwar auch bei den letztjährigen BMW International Open mit von der Partie, wo er einen 40. Platz mit in die Heimat nahm, da das Turnier aber im Zweijahresrhythmus mit Köln wechselt, kennt er bislang nur das nördlichere der beiden Gelände aus eigener Erfahrung.

US Open abhaken

Für Bernd Wiesberger geht es nach dem durchwegs verpatzten US Open Auftritt – der Burgenländer lief in Pebble Beach an allen vier Spieltagen vergeblich einer roten Runde nach und beendete das Turnier nur auf dem auch für ihn persönlich wohl sehr enttäuschenden 76. Platz – nun darum wieder die Leichtigkeit, die ihn beim Sieg in Dänemark ausgezeichnet hatte, zu finden.

Dazu muss der Burgenländer aber vor allem sein langes Spiel wieder auf Schiene bringen, denn in Pebble Beach streute er fast durchgehend von Tee bis Grün, was ihn durchaus oft in die Bredouille brachte. Dass Bernd aber mit der Münchner “Golfwiesn” durchaus per “Du” ist, zeigte er schon in den letzten Jahren einige Male. Mit den ultratiefen Scores konnte er aber bislang nur ein einziges Mal wirklich mithalten, denn 2013 durfte er sich über einen starken 4. Platz freuen.

Längerer Platz, neue Grüns

Nach der doch teils massiven Kritik der Vorjahre, vor allem an den Grüns, wurde München-Eichenried ein doch spürbares Face-Lift verpasst: einige Löcher wurden verlängert, vor allem aber komplett neue Grüns gesetzt, die jetzt viel ondulierter und härter (schneller) zu putten sind.

Deutschlands Local Hero Max Kieffer ist schon gespannt auf das Set-Up: “Einige Löcher sind relativ lang. Ein langes Eisen auf einem so trickreichen Grün zu verwenden, davon bin ich nicht der größte Fan. Deshalb muss man eher auch mal einen Abschlag nach vorn machen und die Fahnen dann in eine einfachere Position stecken. Aber dafür kann man auf den kurzen Löchern, wo man die Wedges hat, die Fahnen in schwierige Spots stecken. Ich denke, dann wird es ein wirklich gutes Set-up

Das Starterfeld kann sich passend zur Festival-Saison durchaus sehen lassen, denn neben Titelverteidiger und der Nummer 1 im Race to Dubai Matt Wallace (ENG) sind auch Local Hero Martin Kaymer (GER), Sergio Garcia (ESP) und Thorbjorn Olesen (DEN) aus Pebble Beach angereist. Los geht’s für Matthias Schwab am Donnerstag bereits um 07:50 MEZ auf der 10. Bernd Wiesberger folgt um 13:30 MEZ von der 1 weg.

 

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Ladekabel gefunden

BMW INTERNATIONAL OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger zeigt am regnerischen Finaltag, dass die 74 vom Moving Day nur ein Ausrutscher war und spielt sich im GC München-Eichenried mit der seiner zweiten 68 der Woche noch um viele Ränge nach vor. “Das war eine sehr gute Runde bei schrecklichem Wetter heute. Eigentlich hätte es sogar noch einige Schläge besser sein müssen”, zeigt er sich mit der Leistung am Sonntag zufrieden.

Bernd Wiesberger hat über Nacht sichtlich ein Ladekabel gefunden und seine Akkus wieder etwas aufgeladen. Am Samstag hatte es noch den Anschein, als würde der Oberwarter nach den anstrengenden letzten Wochen schon auf Reserve laufen, rutschte er doch von knapp hinter den Top 10 mit einer 74 (+2) bis auf den 49. Platz zurück.

Beim dichtgedrängten Leaderboard war aber klar, dass mit einer starken Schlussrunde immer noch einiges zu holen ist und die Nummer 30 der Welt versteht es dann am Sonntag auch seine frühe Startzeit bestmöglich auszunützen. Anders als am Vortag, wo er sich schon auf der 2 und der 3 frühe Bogeys eintrat, startet Bernd diesmal grundsolide und setzt aber der 4 zu einem sehenswerten Zwischensprint an.

Mit Riesenschritten

Gleich vier Birdies in Folge findet der Oberwarter und dockt damit nach nur sieben gespielten Bahnen plötzlich an den Top 10 an. Zwar kann er die nächsten beiden Par 5 Löcher zu keinen weiteren roten Einträgen überreden, spult aber weiter sichere Pars ab, ehe es auf der 15 noch tiefer in den Minusbereich geht, was ihn zu diesem Zeitpunkt sogar bis auf Rang 6 nach vorne spült.

Erst kurz vor Schluss vermasselt ihm dann das Par 3, der 17 mit dem ersten und einzigen Bogey noch eine fehlerlose Runde, mit der bereits zweiten 68 (-4) der Woche aber spielt er sich nach dem verpatzten Moving Day noch um viele Ränge nach vor und verlässt München mit einem 20. Rang.

Vor zwei Jahren wurde Bernd an selber Wirkungsstätte 27., sein bislang bestes Ergebnis auf der bayerischen Par 72 Wiese war 2013 Rang 4. Auch damals notierte er am Sonntag eine 68. Der Oberwarter untermauert in Deutschland auch seine derzeitige Position als bester deutschsprachiger Spieler der Tour, nachdem etwa Martin Kaymer bei seinem Heimturnier bereits am Freitag am Cut scheiterte und sich danach, wohl teilweise auch zurecht, über die eher mäßigen Grüns auf der Anlage negativ äußerte.

Achtbar durchgebissen

In München machten sich bei Bernd Wiesberger nach den Strapazen der letzten Wochen – er reiste gleich nach dem Heimturnier in Atzenbrugg zu den US Open, wo er in Wisconsin einen starken 16. Platz erspielte um gleich danach zurück nach München zur fliegen – zeitweise schon leichte Müdigkeitserscheinungen bemerkbar.

So hatte er schon zum Auftakt hart zu kämpfen, brachte mit purem Willen aber noch eine 70 (-2) zum Recording. Am Freitag präsentierte er sich dann mit früher Startzeit hellwach und spielte sich mit einer 68 (-4) bis an die Top 10 heran. Nach dem durchwachsenen Moving Day rasselte er dann im Klassement weit zurück, fährt dank der richtig starken Sonntagsrunde aber trotz allem noch ein mehr als nur achtbares Ergebnis ein.

Nächste Woche steht Bernd erneut am Abschlag, erspart sich diesmal allerdings immerhin eine lange und anstrengende Anreise. In Paris, wo der Oberwarter vor zwei Jahren seinen bis dato größten Sieg erringen konnte, wird er erneut alles in die Waagschale werfen, da er mit Sicherheit einmal mehr zeigen will, dass ihm der Ryder Cup Kurs für 2018 richtig entgegenkommt. “Ich freue mich schon auf kommende Woche und auf den den besten Platz, den wir auf der European Tour spielen.”

Für Andres Romero (ARG) bleibt Deutschland ein guter Boden. Der Argentinier sichert sich mit einer 65er (-7 ) Finalrunde und bei gesamt 17 unter Par seinen insgesamt zweiten European Tour Sieg. Der erste volle Erfolg liegt bereits zehn Jahre zurück. Damals gewann er in Hamburg die Deutsche Bank Players’ Championship of Europe.

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Auf Reserve

BMW INTERNATIONAL OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger tritt sich am Samstag im GC München-Eichenried viele Fehler ein und fällt mit der 74 bis auf Rang 49 zurück. Nach den Strapazen der letzten Wochen scheinen die Akkus beim Oberwarter langsam aber sicher auf Reserve zu laufen.

Es menschelt an diesem Samstag im Lager Wiesberger. Langsam aber sicher machen sich die Strapazen der letzten Wochen bemerkbar, was Bernd zum ersten Mal in dieser Woche nur bedingt kaschieren kann. Schon am Donnerstag wirkte es nach der Anreise von den US Open und damit verbundenem siebenstündigen Jetlag einigermaßen wacklig, mit purem Willen aber erkämpfte sich der Oberwarter noch eine 70 (-2).

Hellwach präsentierte sich Österreichs Nummer 1 dann am Freitag. Mit der fehlerlosen 68 (-4) schien es, als hätte er den Jetlag endgültig aus den Knochen geschüttelt, dass dem aber nicht so ist, zeigt sich am Samstag mit voller Härte. Gleich zu Beginn stolpert der Burgenländer auf der 2 und der 3 in frühe Fehler und benötigt nach weiterem Birdie auf der 5 endgültig einen Fallschirm um den Sturz im Klassement halbwegs abfedern zu können.

Keine Sicherheit

Wiesberger_1724_330Selbst das erste Birdie am Par 5, der 6 kann sein Spiel an diesem Tag nicht stabilisieren, wie ein weiterer Schlagverlust nach verschobenem Parputt auf der zweiten langen Bahn unter Beweis stellt. Mit einem Zwischenstand von 3 über Par biegt die Nummer 30 der Welt auf den Backnine ab und weiß wie schon an den ersten beiden Tagen das Par 5, der 11 zu einem weiteren roten Eintrag zu überreden.

Doch erneut währt die Freude nur kurz, tritt sich Bernd doch zwei Bahnen später auch schon das nächste Bogey ein und zementiert sich damit regelrecht im hinteren Drittel des Leaderboards ein. Damit will er sich aber noch nicht zufrieden geben und bündelt noch einmal alle Kräfte, was ihm prompt zwei Birdies einbringt. Drauf und dran sein Tagesergebnis tatsächlich noch auszugleichen, hängt ihm aber das Par 3, der 17 dann erneut einen Fehler um, was Bernd schlussendlich mit der 74 (+2) zum Recording marschieren lässt. Den Finaltag nimmt er so nur vom 49. Rang aus in Angriff.

Akkus laden

Beim beständigsten European Tour Spieler der Saison machen sich nun sichtlich die Strapazen der letzten Wochen bemerkbar. Sofort nach dem Heimturnier in Atzenbrugg reiste Bernd zu den US Open, wo er erstmals in seiner Karriere den Cut stemmte und sich sogar über einen beachtlichen 16. Rang freuen durfte. Gleich darauf ging es wieder in Richtung Europa nach München, wo sich Bernd erneut keine Blöße gab und sogar in guter Verfolgerposition ins Wochenende cuttete.

Am Samstag aber will dann nicht mehr viel zusammenlaufen und Bernd büßt mit der 74 viele Ränge ein. Trotz des Rückfalls im Klassement ist aber bei dem dichtgedrängten Leaderboard mit Sicherheit noch ein Vorstoß zumindestens ins vordere Mittelfeld möglich. Ob Bernd seine Akkus bis zur Finalrunde wieder einigermaßen aufladen kann wird sich jedoch erst zeigen.

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Hellwach am Vormarsch

BMW INTERNATIONAL OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger zeigt am Freitag Vormittag im GC München-Eichenried, dass er den Jetlag nach der Anreise von den US Open endgültig aus den Knochen geschüttelt hat und spielt sich mit brandheißem Putter und der fehlerlosen 68 in sehr gute Ausgangslage. “Ich bin mit der 68er Runde heute früh durchaus zufrieden. Bei den windigen Verhältnissen kein Bogey zu machen war sehr wichtig. Mit einem heißen Putter ist am Wochenende vielleicht noch einiges drinnen”, zeigt sich Bernd selbst mit der Runde alles andere als unzufrieden.

Bernd Wiesberger wirkte am Donnerstag in der Gluthitze von München noch etwas von der Zeitverschiebung – der Oberwarter reiste direkt von den US Open aus Wisconsin an – gezeichnet und brachte nur dank purem Willen noch eine 70 (-2) zum Recording. Bei bedeckten und böigen Bedingungen aber ist der Burgenländer dann am Freitag mit früher Startzeit hellwach und marschiert weit im Klassement nach vor.

Zunächst muss er sich auf der 10 noch zu einem Par scrambeln, legt sich dann aber schon die erste Birdiemöglichkeit auf und lässt sich diese aus eineinhalb Metern nicht vom Putter nehmen. Das bringt das Gerät fürs Kurzgemähte auch spürbar auf Temperatur, denn aus größerer Distanz schnürt er am Par 3 danach gleich den Birdiedoppelpack und biegt so früh auf die Überholspur ab.

Etwas Sand im Getriebe

Wiesberger_1721_330Auch in Folge kommt die Nummer 30 der Welt kaum in Bedrängnis und stopft auf der 14 erneut einen längeren Putt, was den Traumstart endgültig perfekt macht und Bernd bereits bis an die Top 10 heranspült. Ohne größere Probleme notiert er dann sichere Pars, ehe er nach dem Turn auf der 4 ein lasergenaues Eisen zündet und so bereits auf 4 unter Par für den Tag geht. Zwischendurch hat er sogar noch etwas Pech, dass Putts nur die Lochkante rasieren oder sogar auslippen.

Erst ab der 6 machen sich kleine Ungenauigkeiten – sowohl Drive als auch Vorlage verschwinden im Rough – bemerkbar, was am vorletzten Par 5 nur ein Par ermöglicht. Auch auf der 7 und der 8 hat er etwas zu kämpfen, schafft aus den Grünbunkern aber wichtige Up & Downs. Mit eingebunkertem Drive macht er dann auf der 9 den sandigen Hattrick perfekt, verpasst damit am letzten Par 5 so aber ein abschließendes Birdie.

Die Serie geht weiter

Bernd bringt sich mit der fehlerlosen 68 (-4) und als 11. jedoch in richtig gute Position. Auch die beeindruckende Cutserie findet in München seine Fortsetzung. Seit den PGA Championship im August 2016 stand der Oberwarter in jedem Weekend und nimmt seit diesem Zeitpunkt auch beständig Preisgeldschecks mit. Die fast schon unglaubliche Cutserie schlägt sich klarerweise auch in der Weltrangliste nieder, wo Bernd als 30. die Top 50 auf längere Zeit abgesichert hat.

Weiters bemerkenswert: seine letzte fehlerlose European Tour-Runde verzeichnete Bernd beim Shenzhen International, ebenfalls an einem Freitag – das Happy End ist bekannt…

Joakim Lagergren (SWE) (66) und Joel Stalter (FRA) (68) teilen sich bei gesamt 9 unter Par vor dem Wochenende die Führungsrolle.

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Mit purem Willen

BMW INTERNATIONAL OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger hat am Donnerstag in der Gluthitze des GC München-Eichenried mit einigen Ungenauigkeiten zu kämpfen, arbeitet sich mit purem Willen und späten Birdies aber noch zur 70.

Es wirkt am ersten Spieltag in einigen Phasen als hätte Bernd Wiesberger den Jetlag nach der Anreise von den US Open noch nicht ganz aus dem Körper schütteln können. Mit einigen ungewohnten Fehlern – vor allem die Eisen wollen in der Hitze am Donnerstag nicht immer gehorchen – hat er Oberwarter bis zum Schluss alle Hände voll zu tun um einen achtbaren Start hinzulegen.

Schon zu Beginn muss er etwas kämpfen, scrambelt sich aber nach Drive in den Bunker und deutlich überschlagenem Grün noch zu einem Par. Auf den nächsten beiden Löchern hat es den Anschein als könne er sein Spiel stabilisieren, ehe er auf der 4 ein weiteres Grün überschlägt und diesmal das Up & Down nicht schafft. Zwar legt er sich gleich danach eine riesige Ausgleichschance auf, lässt diese aus einem Meter aber verstreichen und kann auch das erste Par 5 zu keinem Schlaggewinn überreden.

Kurzzeitiges Hoch

Erst rund um den Turn scheint es, als wäre der Burgenländer endgültig in München angekommen. Bernd chippt zunächst fast zum Eagle ein und nimmt so den scoretechnischen Ausgleich mit. Angespornt vom ersten Birdie, weiß er auch das Par 5 nach gelungener Grünattacke und das Par 3, der 12 nach starkem Eisen auszunützen und arbeitet sich so immer weiter im Klassement nach oben.

Doch so schnell der Auftrieb da war, so schnell ist er auch wieder dahin, denn nach verzogenem Drive und Querpass geht sich auf der 14 nur das Bogey aus und nachdem er auf der 15 ein weiteres Grün überschlägt steht sein Score sogar wieder auf Level Par. Erst ein lasergenaues Eisen am letzten Par 3 spendiert ihm noch ein Birdie und leitet auch eine wichtige gute Schlussphase der Runde ein, denn nach gutem Chip stopft er auch auf der 18 (Par 5) noch den Birdieputt und arbeitet sich so mit purem Willen noch zu einer 70er (-2) Auftaktrunde.

Noch vieles möglich

Auf der traditionell sehr birdiefreundlichen Par 72 Wiese reicht dies zwar nur für den 47. Rang, am Freitag aber hat der einzige Österreicher im Feld nun immerhin den Bonus einer frühen Startzeit, was im Kampf um eine Fortsetzung der beeindruckenden Cutserie – seit den PGA Championship im vergangenen August stand Bernd in jedem Wochenende – mit Sicherheit kein Nachteil ist.

Wie gut man auf der Deutschen Par 72 Wiese wirklich scoren kann zeigt am Nachmittag Wade Ormsby (AUS), der mit einer 64 (-8) die gesamte Konkurrenz hinter sich lässt.

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Mit Umweg nach München

BMW INTERNATIONAL OPEN – VORSCHAU: Bernd Wiesberger steht nur eine Woche nach den US Open schon wieder in den Teeboxen und will im GC München-Eichenried mit einem guten Ergebnis den Jetlag aus den Knochen schütteln.

Bernd Wiesberger sammelt im Juni ordentlich Flugmeilen. Der Oberwarter jettete nach dem Heimevent in Atzenbrugg postwendend nach Wisconsin und stemmte vergangene Woche im Erin Hills GC nicht nur seinen ersten Cut bei den US Open, sondern durfte sich am Ende beim zweiten Major des Jahres sogar über einen respektablen 16. Rang freuen. Zeit zum Durchschnaufen hat der Burgenländer aber nicht, denn sofort ging es danach schon wieder in Richtung Europa, dank BMW aber relativ entspannt.

BMW_Bernd17_330Denn der Hauptsponsor ließ die großen Stars mit dem “BMW Flugdienst” und der eigenen Gulfstream G550 einfliegen, weswegen neben Bernd auch Lokalmatador Martin Kaymer, Tommy Fleetwood (ENG) und Rafael Cabrera Bello (ESP) in den Genuss einer stressfreien Anreise kamen. “Es war eine gute Woche für mich bei den US Open, aber jetzt freue ich mich schon auf das Turnier in München”, zeigt sich Bernd trotz des siebenstündigen Jetlags schon voller Tatendrang. Die rund 14.000 Flugkilometer hin und retour wurden zudem mit 140.000 Dollar Preisgeld vergütet, also mit rund 10 Dollar “Kilometergeld” pro km, auch nicht schlecht!

Gute Wiese für Bernd

Abwechselnd werden die BMW International Open in München und Köln ausgetragen. Trotz eines 7. Platzes im Vorjahr in Köln liegt die bayerische Par 72 Wiese in München-Eichenried Österreichs Nummer 1 für gewöhnlich deutlich besser. Im Jahr 2013 etwa durfte sich der Oberwarter bereits über einen 4. Rang freuen und will in dieser Woche klarerweise seine seit Monaten gute Form weiterhin ausspielen.

Vor allem die schier unglaubliche Cutserie springt mittlerweile richtiggehend ins Auge. Zum letzten Mal verpasste Bernd im August 2016 eine Wochenendteilnahme bei den PGA Championship. Seit diesem Zeitpunkt hagelte es ununterbrochen Preisgeldschecks, was sich auch in der Weltrangliste bemerkbar macht. Denn die Top 50 hat er als 30. derzeit felsenfest einzementiert.

Das Wetter sollte sich beim halben Heimspiel durchwegs von seiner allerbesten Seite zeigen. Jeden Tag ist fast ungetrübter Sonnenschein mit Spitzenwerten von bis zu 30 Grad Celsius vorhergesagt. Auch die Gewittergefahr sollte sich laut derzeitigen Prognosen in Grenzen halten. Bernd startet am Donnerstag um 13:40 MEZ im Paradeflight gemeinsam mit Titelverteidiger Henrik Stenson (SWE) und Tommy Fleetwood von der 1 aus ins 2 Millionen Euro dotierte Turnier.

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