Schlagwort: jumeirah golf estates

Blasses Saisonfinale

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger kommt die gesamte Turnierwoche über am Earth Course nicht wirklich ins Rollen und legt mit einer 70er Schlussrunde ein durchwegs blasses Saisonfinale hin. Als 40. der Weltrangliste hat er zwar vorerst alle großen Events nach wie vor abgesichert, kommende Saison wird jedoch wohl deutlich erfolgreicher verlaufen müssen um auf längere Sicht gesehen im Konzert der Großen weiterhin mitspielen zu dürfen.

Dreht man das Rad der Zeit um ein Jahr zurück, so sieht man Österreichs Golfcommunity wohl geballt vor den TV-Schirmen und Leaderboards sitzen, die Daumen dabei fest gedrückt. Der Grund ist klar: Bernd Wiesberger hatte als erster Österreicher überhaupt die Chance das Race to Dubai zu gewinnen. Zwar schnappte ihm Jon Rahm (ESP) sowohl den Dubai Titel als auch die Jahreswertung noch weg – der Spanier sitzt heuer lieber im gemachten Nest in Arizona bei schwangerer Freundin als in Dubai beim 8 Millionen Event die Titelverteidung zu bestreiten – Rang 3 prolongierte am Saisonende 2019 aber ein fantastisches Jahr des Burgenländers.

Ein Jahr später stellt sich die Sachlage gänzlich anders dar, denn in Coronazeiten läuft nichts wirklich wie geplant. Bernd nimmt zwar als 54. der Jahreswertung auch heuer beim Saisonfinale teil, die Chance auf den großen Wurf ist aber von vornherein nicht gegeben und nach einem mehr als nur zähen Auftakt in Form von 76 (+4) Schlägen nimmt er sich gleich selbst am Donnerstag die Luft aus dem Turnier. Zwar steigert er sich in Folge zur 71 (-1) und danach zur 69 (-3), mehr als ein Platz im Mittelfeld ist damit nach drei Runden aber nicht drin.

Somit geht es am Finaltag eigentlich nur noch darum sich positiv von der Saison zu verabschieden und mit einer starken Schlussrunde sich noch das Weihnachtsgeld etwas aufzufetten. Der Start gelingt auch mit anfänglichen Pars fehlerlos, zum bereits vierten Mal verpasst er jedoch am Par 5 der 2 das erhoffte Birdie und da sich dann am ersten Par 3 sogar nur das Bogey ausgeht, beginnt der Finaltag für den 35-jährigen alles andere als erhofft. Die zweite kurze Bahn der Frontnine hält dann aber auch das erste Birdie für ihn bereit, womit er sein Score recht rasch wieder auf Anfang zurückdrehen kann.

Lange Zeit reiht er in Folge Pars aneinander und kommt so am Leaderboard nicht vom Fleck. Erst das Par 5 der 14, das er erstmals in dieser Woche zu einem Birdie überreden kann, beschert ihm dann den Sprung in die roten Zahlen. Zum Abschluss des Turniers und der Saison geht sich dann auch am Par 5 der 18 noch ein Birdie aus, womit er schließlich die finale 70 (-2) zu Papier bringt. Bei weiterhin durchwegs guten Scores kann er damit aber als 36. gerade mal in etwa seine Platzierung halten.

“Es war schön ein Bogey-Jahr mit einem Birdie am Schlussloch zu beenden. Vielen Dank auf diesem Weg an alle Verantwortlichen der European Tour, dass sie uns in so einem Jahr das Golfspielen ermöglicht haben. Vielen Dank auch an alle meine Gans, die uns gefolgt sind, während wir die kleine weiße Kugel durch die Gegend gejagt haben. Ich hoffe, dass wir bald alle wieder Fans auch auf dem Platz begrüßen dürfen. Ich kann 2021 eigentlich kaum mehr erwarten. Bleibt alle gesund”, richtet Bernd nach dem Turnier eine Botschaft ganz besonders an seine Fans.

Nie ins Rollen gekommen

Die gesamte Saison über kam Bernd 2020 nicht wirklich ins Laufen, mit Sicherheit auch, weil die Corona-Zwangspause just in den zeitlichen Bereich fiel in dem der siebenfache European Tour Champion normalerweise so richtig ins Rollen kommt. Nach langer Stehzeit ohne Rhythmus musste er bei der Fortsetzung der Tour sich erst wieder das nötige Gefühl erarbeiten, hatte sichtlich aber über längere Zeit mit Schwierigkeiten und Ungenauigkeiten zu kämpfen, die starke Platzierungen und somit wichtige Punkte im Race to Dubai und der Weltrangliste verhinderten.

Erst im Spätherbst schien Bernd wieder zu alter Stärke aufzulaufen, was immerhin den US-Fluch der ausbleibenden Top 10 Ergebnisse in Georgia durchbrach. Beim nächsten Turnierstart ging sich dann auch am Fire Course in den Jumeirah Golf Estates ein 8. Platz aus. Dass ihm der Earth Course jedoch einfach nicht liegt, machte sich beim Saisonfinale dann vor allem am ersten Tag schmerzlich bemerkbar, denn nach der 76 (+4) war eigentlich fast schon nach nur 18 Löchern klar, dass es zum Saisonfinale kein weiteres Spitzenresultat mehr geben wird.

2021 neu durchstarten

Mit lediglich vier Top 10 Resultaten auf allen Touren, wobei Rang 4 in Georgia bei den RSM Classic aller Ehren wert war, ein 5. Platz bei den UK Championship als bestes European Tour Resultat hingegen nicht seinen eigenen Ansprüchen genügen kann, nimmt die Saison 2020 sicherlich bei Bernd selbst keinen wirklich geschichtsträchtigen Platz ein. Über die Weihnachtszeit heißt es nun neben Regeneration auch den Fokus neu zu schärfen, denn nach der Saison 2020 ist vor der Saison 2021.

Aller Voraussicht nach wird Corona in den Turnierkalendern keine allzu große Bedeutung mehr einnehmen, wenngleich abzuwarten bleibt wie die European Tour Saison tatsächlich aussehen wird. Mit noch laufender Ryder Cup Qualifikation würden sich Spitzenresultate in einem weiteren Punkt aber erfreulich zu Buche schlagen und auch um weiterhin bei allen Top-Events an den Start gehen zu können wird der Burgenländer liefern müssen, denn nach dem eher schaumgebremsten Jahr rutschte er bereits bis auf Rang 40 in der Weltrangliste ab. Langsam aber sicher fällt auch die Super-Saison 2019 der Abwertung zum Opfer, weshalb es mit ausbleibenden Resultaten sehr rasch, sehr weit zurückgehen könnte.

Der 3. Streich

In einer unglaublich spannenden Titelentscheidung haben bis zum Schlussloch mit Lee Westwood, Matthew Fitzpatrick (beide ENG) und Patrick Reed (USA) gleich drei Spieler die Chance auf den Gesamtsieg. Bis zur 16 sieht alles danach aus, als könne sich Matt Fitzpatrick beide Trophäen daheim auf den Kamin stellen, doch Laurie Canter (ENG) schmeißt am Par 3 der 17 die Nerven weg und verabschiedet sich mit einem Doppelbogey noch vom geteilten 2. Rang, was Lee Westwood somit nach der 68 (-4) als alleinigen 2. die nötigen Punkte für den Gesamtsieg einbringen würde.

Patrick Reed agiert den gesamten Tag über etwas zu fehleranfällig und wird mit einer 70 (-2) nur 3., womit er am Ende um den Tick zu wenige Punkte hamstert um dem routinierten Engländer noch gefährlich werden zu können. Fitzpatrick feiert schließlich zwar mit einer 68 (-4) den Sieg am Earth Course, muss durch Canters Faux-pas auf der 17 aber Westwood zum Sieg der Jahreswertung gratulieren. Für den mittlerweile bereits 47-jährigen ist es somit der schon dritte Gesamtsieg seiner so schillernden Karriere.

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Mühsamer Aufstieg

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger taucht am Moving Day in den Jumeirah Golf Estates mit einer 69 zwar erstmals in die 60er ab, bei weiterhin generell guten Scores gestaltet sich am Earth Course der Aufstieg im Klassement aber nach wie vor mühsam.

Bernd Wiesberger hatte auch am Freitag am Earth Course wieder etliche Probleme und stolperte zunächst über weitere Fehler. Erst ab der 8 kehrte ins Spiel des Burgenländers dann wieder die altbekannte Sicherheit ein, die ihm immerhin noch drei Birdies und die 71 (-1) bescherte. Mit der zartrosa Runde konnte er jedoch nur minimal Plätze gutmachen, hofft jedoch am Moving Day nun das gute Gefühl der letzten elf Bahnen mitnehmen zu können.

Erstmals kann er am Samstag dann in dieser Woche auch einen frühen Fehler vermeiden und nimmt nach drei anfänglichen Pars am Par 3 der 4 nach starkem Abschlag das erste Birdie mit, was das Mittelfeld wieder in Sichtweite bringt. Die kurzen Bahnen hat der Burgenländer auch danach perfekt im Griff, denn auch die 6 lässt nach einem präzisen Eisen ein Birdie springen.

So gut der 35-jährige die Par 3 Bahnen im Griff hat, so wenig will bislang auf den Par 5 gelingen, denn nach mittlerweile zweieinhalb gespielten Runden hält er auf den langen Löchern noch bei Level Par, was deutlich zu wenig ist um weiter vorne mitspielen zu können. Somit fällt auch das erste Bogey des Tages kurz vor dem Turn auf der 9 doppelt schwer ins Gewicht.

Viel Leerlauf

Immerhin steuert Bernd kaum auf den zweiten Neun angekommen mit seinem dritten Birdie auf der 10 perfekt gegen. Da sich dann auch auf der 11 ein roter Eintrag ausgeht, kann er sogar sein Gesamtscore wieder auf Level Par zurückdrehen. In Folge ebbt die Aufbruchsstimmung jedoch wieder ab und da er kurz vor Ende der Runde am Par 3 der 17 einen Schlag wieder abgeben muss, scheint es auch am Moving Day wieder nur um einige wenige Ränge nach vor zu gehen.

Endlich geht sich zum Abschluss dann auch auf einem Par 5 noch ein Birdie aus, womit der siebenfache European Tour Champion auch erstmals in dieser Woche mit einer 69 (-3) die 60er knackt. Bei erneut durchwegs guten Scores kann er so zwar im Klassement weitere Ränge gutmachen, der große Sprung in Richtung Norden des Leaderboards bleibt ihm als 39. jedoch weiterhin verwehrt.

Laurie Canter, Matthew Fitzpatrick (beide ENG) und Patrick Reed (USA) teilen sich bei gesamt 11 unter Par die Führungsrolle.

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Minimale Verbesserung

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger hat zunächst auch am Freitag am Earth Course wieder ordentlich zu kämpfen, ehe er in Folge auch Birdies findet. Mit der 71 (-1) kann er sich jedoch nur minimal im Klassement verbessern.

Bernd Wiesberger musste zum Auftakt einmal mehr schmerzlich zur Kenntnis nehmen, dass ihm der Earth Course der Jumeirah Golf Estates nicht wirklich liegt. Erst dank eines Chip-in’s am Schlussloch verhinderte er noch eine komplett birdielose erste Runde, nach der 76 (+4) ist der Weg zu den angepeilten Spitzenrängen aber bereits unangenehm weit. Da das Turnier jedoch über vier Runden ohne Cut gespielt wird, scheint nach wie vor durchaus einiges möglich zu sein.

Doch wieder findet sich der Burgenländer am selektiven Earth Course nicht wirklich zurecht und muss wie schon am Vortag erneut auf der 3 rasch den ersten Schlagverlust einstecken. In Folge entwickelt sich auch am Freitag wieder eine Birdieverfolgungsjagd, wobei der 35-jährige auf den ersten Bahnen sichtlich immer zu spät kommt. Nicht nur, dass sich so der scoretechnische Ausgleich nicht ausgeht, stolpert er am Par 3 der 6 sogar über den nächsten Fehler, der ihn zu dieser Zeit endgültig im Leaderboardkeller festnagelt.

Endlich kann er dann auf der 8 erstmals auch richtig durchpusten, nachdem das Par 4 das erste Birdie springen lässt. Das scheint das Spiel des Oberwarters richtig zu stabilisieren, denn nach recht sicheren Pars danach geht sich auf der 11 endlich der angepeilte Ausgleich aus. Der siebenfache European Tour Champion absolviert die darauffolgenden Löcher zwar ohne jeglichen Wackler, erst auf der 16 gelingt dann aber das dritte Birdie des Tages, das ihn kurz vor Schluss erstmals in den Minusbereich abtauchen lässt.

Das abschließende Par 5 lässt dann, anders als am Donnerstag, kein Birdie mehr springen, weshalb sich Bernd mit der 71 (-1) anfreunden muss. Zwar stellt dies eine klare Verbesserung zur 76 (+4) vom Vortag dar, wirklich viele Plätze kann er damit aber nicht gutmachen und startet nur als 48. ins Wochenende. Patrick Reed (USA) erwischt mit der 64 (-8) einen super Tag und führt bei gesamt 10 unter Par das Feld vor dem Wochenende an.

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Heftig geerdet

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger beweist einmal mehr in den Jumeirah Golf Estates, dass der Earth Course nicht wirklich zu seinen Lieblingswiesen zählt, denn mit einer 76, wobei er erst am Schlussloch eine komplett birdielose Auftaktrunde noch verhindert, liegt er schon nach den ersten 18 Löchern weit zurück.

Mit zwei Topergebnissen bei seinen letzten beiden Starts kommt Bernd Wiesberger heuer in Spätform zum Tourfinale nach Dubai. Dennoch konnte er damit im World Ranking nicht das leichte Abrutschen auf Position 40 verhindern. Umso mehr hat der Oberwarter im Fokus nicht nur das Vorarbeiten im Race to Dubai sondern auch das Sammeln von Weltranglistenpunkten um die Starts bei den Majors und WGC-Events im kommenden Jahr abzusichern. Durch die Teilnahme von Stars wie Patrick Reed (USA), Tommy Fleetwood oder Lee Westwood (beide ENG) sowie dem hohen Preisgeld von 8 Millionen US Dollar gibt es auch fette Punkte zu holen.

Der Earth Course in den Jumeirah Estates ist nicht unbedingt der Lieblingskurs des einzigen Österreichers im Feld. Also baut er darauf, dass wenn man in Form ist, überall vorne mitspielen kann. Der Start gelingt zunächst auch noch durchwegs souverän, wenngleich er das eigentlich erhoffte schnelle Par 5 Birdie auf der 2 noch nicht auf die Scorecard notieren kann. Da er dann auf der 3 bereits den ersten Schlagverlust verdauen muss, rutscht er bereits recht früh in den Plusbereich ab.

Kein gewinnbringender Rhythmus

Auch die zweite lange Bahn der Frontnine entwickelt sich im durchwegs spürbar auffrischenden Wind wenig gewinnbringend, womit der Burgenländer weiterhin noch auf das erste Erfolgserlebnis am Earth Course warten muss. Kurz vor dem Turn stolpert er dann noch dazu auf der 9 über den zweiten Fehler, womit der Start ins Finalturnier endgültig als lediglich “durchwachsen” bezeichnet werden kann.

Die Probleme reißen auch auf den Backnine nicht ab, denn weiterhin ist Bernd auf der Suche nach dem ersten Birdie und da er sich parallel dazu ausgerechnet am Par 5 der 14 sogar das bereits dritte Bogey eintritt, nimmt eine verkorkste Auftaktrunde langsam aber sicher Gestalt an. Ein Doppelbogey am Par 3 der 17 prolongiert dann trotz eines abschließenden Chip-in Birdies auf der 18 endgültig den komplett gebrauchten Tag und nach der tiefschwarzen 76 (+4) hat der 35-jährige so als 57. bereits nach nur einer gespielten Runde bereits einen erheblichen Rückstand auf eine einigermaßen versöhnliche Platzierung.

Victor Perez (FRA) setzt sich am Donnerstag mit einer 67 (-5) an die Spitze des Feldes.

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Letzte Kräfte mobilisieren

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger kommt nach gleich zwei Topergebnissen in Folge in richtig guter Form zum großen Tourfinale, wo es nun am Earth Course noch einmal gilt die letzten Kräfte zu mobilisieren.

Doch recht lange benötigte Bernd Wiesberger im Corona-Jahr 2020 um wieder so richtig in Form zu kommen, denn erst im November feuerte der Burgenländer wieder auf allen Zylindern, was erst unlängst mit einem 4. Platz bei den RSM Classic in Georgia auch den bislang so hartnäckigen US-Fluch der ausbleibenden Top 10 Ergebnisse endlich durchbrach.

Angespornt vom starken Turnier in den USA nahm er letzte Woche auch vom Fire Course der Jumeirah Golf Estates mit Rang 8 ein Spitzenresultat mit und scheint so nun bestens gerüstet um noch vier letzte starke Runden im Jahr 2020 aufs Tableau zu zaubern. So wirklich zu seinen Lieblingswiesen gehört der Earth Course in Dubai jedoch nicht, denn so richtig warm wurde er mit dem Par 72 Terrain in der Vergangenheit nicht immer.

Dreht man die Uhr um ein Jahr zurück, machte ihm genau dieser Umstand auch den möglichen Gesamtsieg der Jahreswertung zunichte, denn vergangene Saison ging er sogar als Führender der Order of Merit in die World Tour Championship, musste schließlich aber Jon Rahm (ESP) und Tommy Fleetwood (ENG) im Race to Dubai noch den Vortritt lassen.

Zumindest kennt der 35-jährige das Geläuf aus bereits acht bisherigen Starts bestens. “Natürlich kenne ich den Earth Course mittlerweile wirklich gut. Das hilft natürlich. Ich habe schon bewiesen, dass ich hier sehr effizient spielen kann, werde sicher auf der Basis der guten letzten Woche aufbauen. Der Kurs ist sicherlich selektiver als in der letzten Woche, was meinem Spiel grundsätzlich entgegenkommt”, gibt er sich im Vorfeld betont optimistisch.

Trotz der eher mauen Ausgangslage – Bernd ist lediglich 54. der Jahreswertung – will er laut eigener Aussage inmitten hochklassiger Konkurrenz beim Viertagesturnier ohne Cut noch einmal alles in die Waagschale werfen. “Natürlich wäre ich im Ranking gerne weiter vorne, allerdings war es in jeder Hinsicht ein besonderes und anspruchsvolles Jahr, in welchem ich auch vermehrt auf der PGA Tour gespielt habe. Mit einer fehlerfreien Leistung kann ich noch einen großen Sprung in der Race 2 Dubai Wertung nach vorne schaffen. Es geht mir um einen positiven Saisonabschluss und auch darum, für die Majors und WGC Turniere 2021Startberechtigungen zu erspielen.”

 

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Knallrot eingeschwungen

DUBAI CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger schwingt sich am Fire Course der Jumeirah Golf Estates mit einer knallroten Woche und Rang 8 sehenswert für das anstehende große Finale der European Tour am angrenzenden Earth Course ein.

Zum allerersten Mal teen die European Tour Professionals in den Jumeirah Golf Estates in Dubai auch am deutlich scorefreundlicheren Fire Course auf. Beim 1,2 Millionen Event hagelt es von Beginn weg am Mittwoch Birdies im Überfluss und auch Bernd Wiesberger geizt keineswegs mit roten Einträgen. Zum Auftakt mit einer 70 (-2) noch etwas schaumgebremst unterwegs, drückt er sein Score am Donnerstag und Freitag mit 66er (-6) Runden doch deutlich weiter nach unten.

Derart tief unterwegs hat er so am finalen Samstag auch noch ganz klar die Chance nach seinem 4. Platz in Georgia auch in Dubai wieder ein Spitzenergebnis zu entführen. Aufgrund der Birdiequote würde der 35-jährige sogar eigentlich klar um den Sieg mitspielen, allein Bogeys – und hier vor allem auf den Par 3 Bahnen des Kurses – passieren von Mittwoch weg einfach etwas zu viele.

Der Samstag beginnt für Bernd dann allerdings mit einem Eagle am kurzen Par 4 der 1 gleich fantastisch mit dem pfeilschnellen Eagle knackt er auch buchstäblich mit einem Schlag wieder die Top 10. Das lange Par 3 der 2, das Bernd bereits am Donnerstag und am Freitag Schläge abknöpfte, entpuppt sich auch am Samstag wieder als wenig gewinnbringend und hängt dem Burgenländer nach dem spektakulären Start auch prompt ein Bogey um.

Wieder angepirscht

So zäh das Par 3 der 2 für Bernd ist, so gewinnbringend entwickelt sich das Par 5 der 5, denn zum bereits vierten Mal geht sich auf der langen Bahn in dieser Woche das Birdie aus. Auftrieb gibt der rote Eintrag jedoch nicht, wie ein gleich darauffolgendes zweites Bogey zeigt. Der siebenfache European Tour Champion zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt, gibt sich gleich danach auf der 7 die nächste Birdiechance und verwertet aus knapp drei Metern diese eiskalt.

Im teils spürbaren Wind ist er am letzten Spieltag jedoch weiterhin mit den Par 3 einigermaßen auf Kriegsfuß wie ein weiteres Bogey auf der 11 beweist. Standesgemäß geht sich am Par 5 der 14 dann aber wieder ein Birdie aus, womit er den Fokus auch wieder klar in Richtung der Top 10 lenkt, die er mit den Schlaggewinnen sechs und sieben auf der 14 und der 16 auch endgültig wieder knackt.

Stilecht beendet der Oberwarter das Turnier dann mit einem Par 5 Birdie auf der 18 und sackt so mit der 67 (-5) und Rang 8 nach Georgia das zweite Top 10 Ergebnis in Folge ein. Mit dem starken Turnier schwingt sich die Nummer 39 der Welt auch stark für das ab Donnerstag anstehende Tourfinale der European Tour am angrenzenden Earth Course ein.

Antoine Rozner (FRA) verweist mit einer 64er (-8) Finalrunde und bei gesamt 25 unter Par die gesamte Konkurrenz noch auf die Plätze und feiert so seinen allerersten European Tour Titel der Karriere.

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Top 10 aufgefädelt

DUBAI CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger findet auch am Freitag am unglaublich birdiefreundlichen Fire Course der Jumeirah Golf Estates wieder zahlreiche rote Einträge und hat nach der bereits zweiten 66 in Folge die Top 10 fein vor sich aufgefädelt.

Bernd Wiesberger stimmte am Donnerstag auch in den allgemeinen Birdiecanon mit ein und marschierte mit einer 66 (-6) deutlich im Klassement nach vor. Auch am Freitag wird dann gleich von den ersten Gruppen wieder megatief gescored, was klar macht wohin auch am dritten Spieltag wieder die Reise in Dubai hingeht.

Zum ersten Mal in dieser Woche gelingt dann auch bei Bernd der Start nach Maß, denn gleich die 1 lässt für ihn das erste Birdie springen. Wieder allerdings will das Par 3 danach nicht so wie der Burgenländer, was ihn prompt wieder zurückfallen lässt. Den Fehler verdaut er aber bestens, nimmt postwendend auf der 3 das nächste Birdie mit und taucht so auch in Windeseile wieder in die roten Zahlen ab.

Auch damit hat der einzige Österreicher im Feld sichtlich noch nicht genug und stopft auch auf der 4 den fälligen Birdieputt, womit er trotz des kleinen Bogeyausrutschers auf der 2 einen richtig starken Start in den dritten Spieltag hinlegt. Jetzt brennt der Burgenländer regelrecht, denn da sich auch noch am ersten Par 5 ein Schlaggewinn ausgeht, knackt er bereits nach nur fünf gespielten Löchern zu dieder Zeit sogar erstmals die Top 10.

Zum ersten Mal am Freitag muss er sich dann auf der 6 mit einem Par begnügen, beendet die kurze Phase aber prompt mit dem nächsten Par 5 Birdie auf der 7 und dockt damit endgültig an der absoluten Spitzengruppe an. So gut Bernd die meisten Löcher des Kurses im Griff hat, solche Probleme bereiten ihm am Fire Course die Par 3, denn auch die zweite kurze Bahn brummt ihm ein Bogey auf, was ihn auch wieder aus den Top 10 bugsiert.

Spitzenplatz klar in Reichweite

Der Fehler bremst sichtlich auch den Vorwärtsdrang erheblich ein, wie ein weiteres Bogey gleich zu Beginn der Backnine untermauert. Zum ersten Mal in dieser Woche lässt dann aber mit der 11 auch ein Par 3 ein Birdie springen, womit er den Fehler von zuvor prompt wieder ausbessert. Zum ersten Mal kehrt dann eine kleine Ruhephase mit drei Pars am Stücke ein. Die 15 entwickelt sich dann aber wieder gewinnbringend und mit seinem bereits siebten Birdie des Tages pirscht er sich auch wieder an die Top 10 heran.

Das lässt den Birdiemotor des 35-jährigen gegen Ende noch einmal so richtig anspringen, denn auch die 16 hält für Bernd einen Schlaggewinn bereit. Stilvoll nimmt er dann zum Abschluss auch noch vom Par 5 der 18 ein Birdie – sein 9. am Freitag – mit, unterschreibt so wie schon am Vortag erneut die 66 (-6) und hat damit als 12. vor dem Finaltag die Top 10 richtig fein vor sich aufgefädelt.

Andy Sullivan (ENG) verteidigt mit einer 68 (-4) seine Führungsposition und geht bei gesamt 21 unter Par mit zwei Schlägen Vorsprung auf Landsmann Matt Wallace in den Finaltag.

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Rechtzeitig wach geworden

DUBAI CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger wird nach Anlaufschwierigkeiten am Fire Course der Jumeirah Golf Estates noch rechtzeitig wach und legt mit einer 70 einen passablen Start ins Turnier hin.

Mit einem 1,2 Millionen Turnier zum Aufwärmen schlagen sich Bernd Wiesberger, Martin Kaymer oder Danny Willett in Dubai für das in der kommenden Woche angesetzte Tourfinale ein. Gespielt werden beide Events auf den Greg Norman-Kursen in den Jumeirah Golf Estates, wobei diese Woche der Fire Course dran ist. Bernd jedenfalls kommt nach seinem 4. Platz in Georgia in sehenswerter Form in die Jumeirah Golf Estates.

Zu Beginn deutet aber noch nichts auf die starke Performance der RSM Classic hin, denn Bernd tritt sich gleich auf der 10 den ersten Fehler ein, womit der Start doch ziemlich daneben geht. Recht zeitnah geht sich dann zwar am ersten Par 5 seiner Runde der Ausgleich aus, sofort allerdings muss er am Par 3 der 14 danach den nächsten Schlagverlust einstecken.

So richtig ins Rollen kommt der Burgenländer die gesamten Backnine über nicht, denn in Folge notiert er zwar meist recht sichere Pars, kann sein Score vor dem Wechsel auf die vorderen Neun aber nicht mehr auf Anfang zurückdrehen und steht so nur mit einem Zwischenstand von 1 über Par in der 1. Teebox.

Aufgewacht

Nach satten sieben Löchern ohne nennenswerte Zwischenfälle erbarmt sich dann die 4 und lässt das zweite Birdie für den Burgenländer springen. Das Erfolgserlebnis stellt sichtlich auch eine Initialzündung dar, denn nur eine Bahn später kann er auch das Par 5 gewinnbringend nützen und schnürt danach auf der 6 sogar den roten Triplepack.

Selbst damit hat der siebenfache European Tour Champion noch nicht genug und nimmt auch vom Par 5 der 7 noch einen Schlaggewinn mit, was zu dieser Zeit auch die Top 10 bereits in Sicht bringt. Ein Par 3 Bogey danach löscht die heiße Phase zwar abrupt ab, mit der 70 (-2) legt der 35-jährige immerhin einen Start in den roten Zahlen hin. Damit hat er als 51. allerdings nicht einmal einen Puffer für den Cut.

Birdie-Feuerwerk am Fire-Course

Der Engländer Andy Sullivan bolzt mit neuem Platzrekord von 61 Schlägen über den Fire Course. Seine Landsleute Matt Wallace, Ross Fisher sowie der Franzose Antoine Rozner bleiben mit 63er-Runden halbwegs dran.

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Probegalopp in Dubai

DUBAI CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger schlägt sich am Fire Course der Jumeirah Golf Estates auf das kommende Woche stattfindende Finalturnier der European Tour ein.

Bernd Wiesberger reist mit Sicherheit mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum ersten der beiden abschließenden Golf-Events in den Jumeirah Golf Estates an. Zwar verlief das Masters trotz geschafftem Cut absolut nicht nach Plan, dafür aber besiegte der Burgenländer in der Woche danach bei den RSM Classic seinen bislang so hartnäckigen US-Fluch der ausbleibenden Top 10 Ergebnisse.

Mit starkem Spiel von Tee bis Grün ging sich am Ende in Georgia sogar ein mehr als sehenswerter 4. Rang aus, der ihm auch im Non-Members Ranking der PGA Tour ordentlich Punkte bescherte. Durch das Top 10 Resultat hätte er in dieser Woche auch Sepp Straka bei den Mayakoba Classic Gesellschaft leisten können, gab jedoch dem Turnier in Mexiko einen Korb und reiste stattdessen stressfrei nach Dubai, da das Tour Finale für ihn laut eigener Aussage klar Priorität genießt.

Praktisch zum Aufwärmen geht es in dieser Woche am Fire Course um noch recht bescheidene 1,2 Millionen US-Dollar, ehe eine Woche später am Earth Course um satte 8 Millionen gespielt wird. Gut auch für Bernd, der so die Möglichkeit bekommt noch die letzten Stellschrauben zu justieren um den nicht ganz so liebgewonnenen bekannteren Greg Norman Kurs ab kommenden Donnerstag bestmöglich zu meistern.

Kann der 35-jährige weiterhin mit dem stabilen Spiel der RSM Classic glänzen und darüber hinaus auch die Grüns knacken, könnte es bereits am Samstag womöglich das zweite Spitzenergebnis in Folge geben. Trotz des eher bescheidenen Preisgelds lassen sich auch Spieler wie Danny Willett (ENG) oder Martin Kaymer (GER) die Chance auf den Probegalopp nicht entgehen.

TV-Bilder wird es in dieser Woche jedoch keine geben, da die European Tour zeitgleich auch im Gary Player CC von Sun City gastiert. Beim Tradtionsevent in Südafrika wird auch Matthias Schwab erneut im Einsatz sein und versuchen das angepeilte Topresultat noch einzufahren um nächste Woche seinem Landsmann Bernd Wiesberger in Dubai Gesellschaft leisten zu dürfen. Los geht es für Bernd am Mittwoch bereits um 04:50 MEZ gemeinsam mit den beiden Engländern Matt Wallace und Aaron Rai auf der 10.

 

 

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Alles abgerahmt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger kommt am Finaltag in den Jumeirah Golf Estates nicht über eine 72 hinaus und muss damit im Race to Dubai sowohl Jon Rahm (ESP) als auch Tommy Fleetwood (ENG) noch vorbeiziehen lassen. Matthias Schwab beendet seine starke Saison stilecht mit einem Eagle.

Bernd Wiesberger begann am Samstag durchwegs gut und lag nach acht Bahnen bereits bei 3 unter Par, womit er es auch noch in der eigenen Hand hatte die Jahreswertung für sich zu entscheiden. Plötzlich aber riss ab der 9 der Schwung total und am Ende musste der Oberwarter sogar eine bittere 73 auf der Scorecard notieren.

Damit musste Bernd nun zusätzlich zu einer starken persönlichen Leistung auf Schützenhilfe hoffen, denn mit Jon Rahm (ESP) mischte einer seiner schärfsten Konkurrenten um die Krone ganz vorne mit.

Diese Hoffnung erfüllt sich am Ende aber nicht, denn Jon Rahm streut zwar nach fantastischem Beginn – zwischendurch führt der Spanier schon mit sechs Schlägen Vorsprung – noch ein paar Fehler ein, triumphiert am Ende mit einer 68 (-4) aber und krallt sich so nicht nur den 3 Millionen Dollar schweren Siegerscheck, sondern außerdem noch die Harry Vardon Trophy für den Gesamtsieg, die mit zwei zusätzlichen Millionen Dollar richtig schwer vergoldet ist.

Lange Zeit rangiert Bernd Wiesberger während des Finaltages auf Rang 2 der Jahreswertung, muss am Ende aber auch Tommy Fleetwood noch vorbeiziehen lassen, denn der Engländer drückt mit Fortdauer am Sonntag immer mehr aufs Tempo und spielt sich am Ende mit der 65 (-7) noch bis auf Rang 2 nach vor, womit er nicht nur im Turnier Runner-up wird, sondern sich auch in der Jahreswertung die 1,25 Millionen aus dem Bonuspool für Rang 2 krallt.

“Es war keine optimale Woche, ich habe zwar alles versucht und mich mit Sicherheit um einiges verbessert vom Tee weg. Es hat sich irgendwie angefühlt, als ob die ganze Woche nichts passieren würde für mich, einfach keinen Lauf bekommen. Wenn ich ein bisserl aus der Position war, hat sich das immer in einem Bogey oder Schlimmeres summiert,” erklärt er anschließend enttäuscht gegenüber den Kollegen vom ORF.

Solider Start 

Mit einem Par auf der schwierigen 1 macht Bernd am Finaltag mit recht früher Startzeit zu Beginn nichts falsch und findet souverän in die letzte Runde. Wie schon an den drei Tagen zuvor verpufft auch am Sonntag mit der 2 das erste Par 5 der Runde wieder ungenützt. Anders als am Donnerstag und am Samstag geht sich diesmal auch auf der 3 kein Birdie aus, womit endgültig klar ist, dass der angepeilte schnelle Start am Sonntag nicht gelingen will.

Der Oberwarter hat auch einige Mühe sich wirklich zwingende Birdiechancen aufzulegen, denn am Par 3 der 4 muss er sogar noch einen unangenehmen Tester zum Par lochen und eine Bahn später kriecht der Birdieputt aus gut vier Metern knapp am Ziel vorbei. Auf der 6 ist es dann aber endlich soweit, denn nach gutem Eisen vom Tee ergibt sich die erste wirklich gute Möglichkeit und diesmal spielt auch der Putter richtig mit.

Auf der 8 hat er den Greenspeed durchaus gut im Griff, allerdings ergibt sich erneut keine wirklich gute Birdiechance, da die Annäherung schlicht zu weit weg ist, weshalb das unaufgeregte Par einmal mehr das höchste der Gefühle darstellt. Anders als am Tag zuvor, wo die 9 noch eine Negativspirale in Gang setzte, nimmt er diesmal vom Par 4 sogar ein Birdie mit und orientiert sich damit vor den Backnine in die eindeutig richtige Richtung.

Wieder zurück

Doch dass es in dieser Woche einfach nicht wirklich laufen will zeigt sich auf der 11 eindrucksvoll, denn ein Doppelbogey macht ihm die gesamte Arbeit der ersten neun Bahnen wieder zunichte, was ihn klarerweise auch im Kampf um das benötigte Topergebnis deutlich zurückwirft. Das Doppelbogey scheint auch ein klarer Wirkungstreffer zu sein, denn auch die 12 gelingt nur mit einem Schlag mehr als vorgesehen, womit die Runde nun endgültig zu kippen droht.

Endlich kann er mit der 14 dann ein Par 5 zu seinen Gunsten nützen, denn mit seinem dritten Birdie des Tages dreht er sein Score zumindestens wieder auf Level Par zurück. Auf der 18 verschwindet dann noch der Drive im H2O, was ein abschließendes Birdie schon nach dem Teeshot so gut wie unmöglich macht. Mit einem starken dritten Schlag kratzt er aber immerhin noch das Par und unterschreibt so schlussendlich die finale 72 (Par), womit er im Klassement aber nicht mehr den Turbo nach vorne zünden kann und sich mit dem 28. Rang zufrieden zeigen muss.

Fantastische Comeback-Saison

Die 72 stellt nun den Schlusspunkt eines wahren Traumjahres des Burgenländers dar, denn noch im April deutete nichts auf das unglaubliche Tempo hin, dass Bernd Wiesberger in der zweiten Hälfte der Saison einschlug. Schon vor seinem Triumph in Dänemark zeigte er ansatzweise bei Turnieren, dass nicht mehr viel bis zur alten Stärke fehlt. Ab dem Sieg beim Made in Denmark stellte er den “alten” Bernd aber sogar noch klar in den Schatten .

Der wohl bis zu diesem Zeitpunkt größte Erfolg seiner Karriere gelang in Schottland, als er sich im Stechen seinen ersten Rolex Series Titel schnappte und damit auch die Führung im Race to Dubai belegte. Diese war er zwar kurz danach mit dem Sieg von Lowry bei den Open Championship wieder los, er erklomm den Gipfel aber mit dem zweiten Rolex Series Pokal in Italien wieder und verteidigte seinen Platz an der Sonne danach gekonnt bis zum großen Finale in Dubai.

Recht schnell klare Verhältnisse

Am Ende reicht es für den Gesamtsieg aber nicht, denn recht früh nach Bernds Runde ist klar, dass Rahm wohl nicht mehr so weit zurückfallen wird, dass es sich für den Burgenländer tatsächlich noch ausgeht. Zu abgebrüht agiert der Spanier und untermauert am Ende mit einer , dass er derzeit wohl der heißeste Europäer auf der weltweiten Golfbühne ist. Auf dem Weg zur Jahreswertung bestritt er nur 13 Turniere und fuhr dabei wie Bernd, der heuer 29 mal am Start stand, 3 Siege ein.

So bitter es am Ende auch ist, dass er beim letzten Turnier der Saison noch den Platz an der Sonne räumen muss, dreht man das Rad der Zeit um ein Jahr zurück, hätte Bernd nach der zähen Handgelenksverletzung den 3. Platz im Race to Dubai wohl ungeschaut unterschrieben. Mit der Super-Saison kletterte er außerdem auch wieder bis auf Rang 23 der Weltrangliste, sichert so alle großen Turniere kommendes Jahr ab und darf sich darüber hinaus auch auf jeden Fall mit 750.000 Euro für Rang 3 im Race to Dubai – über die ersten 5 der Jahreswertung wird der 5 Millionen Dollar schwere Bonuspool ausgeleert – trösten.

“Sehr enttäuschend über den Ausgang dieser Woche aber ein sehr erfolgreiches Jahr nichtsdestotrotz. Gratulation an Jon Rahm. Vielen Dank an alle die die Daumen gehalten haben. Wir hören uns im neuen Jahr”, so Bernd [sic!] nach der letzten Runde der Saison.

Harte Arbeit zum Saisonende

Matthias Schwab brachte nach der 73 (+1) vom Freitag am Samstag mit der 70 (-2) wieder eine rote Runde zum Recording und hat es durchaus noch in der Hand sein erstes großes Tourfinale mit dem bereits elften Top 10 Ergebnis der Saison wieder zu verlassen. Trotz eines eingebunkerten ersten Teeshots geht sich auf der 1 ein stressfreies anfängliches Par aus. Wie sein Landsmann lässt aber auch der 24-jährige das Par 5 der 2 ungenutzt und verpasst so ein schnelles Birdie.

Dies rächt sich dann am langen Par 3 der 4, denn mit dem ersten Bogey des Tages rutscht er sogar hinter die Top 20 zurück. Lange muss er aber nicht auf den scoretechnischen Ausgleich warten, denn mit der 7 hat er das zweite Par 5 der Runde gut im Griff und krallt sich auch sein erstes Birdie. Stabilität bringt das Erfolgserlebnis aber nicht, denn kurz vor dem Turn erwischt es ihn auf der 9 mit dem nächsten Fehler, was ihn wieder etwas zurückwirft. Fast trotzig setzt der Rohrmooser aber postwendend den Konter und dreht sein Score so auf der 10 abermals auf Anfang.

Das Hin und Her findet jedoch auch in Folge kein Ende, denn prompt geht es mit einem darauffolgenden Bogey auf der 11 wieder in den Plusbereich und mit einem weiteren Fehler gleich darauf rutscht er sogar bis ins Mittelfeld zurück. Das will der Schladming-Pro aber sichtlich nicht auf sich sitzen lassen, denn sofort steuert er mit seinem bereits dritten Birdie des Tages wieder gegen und holt sich so in Windeseile einen Schlag wieder.

Da er am Par 5 der 14 dann mit ausgelassenem Birdie auch den Ausgleich verpasst, fällt ein darauffolgendes Bogey noch schwerer ins Gewicht, da er damit erneut den Rückzug ins Mittelfeld antritt. Da sich dann auch am Par 3 der 17 nur ein Bogey ausgeht, geht es immer weiter im Klassement bergab. Er beendet die Saison aber mit einem echten Paukenschlag, denn auf der 18 stopft er noch zum Eagle, bringt so noch die 73 (+1) ins Ziel und bleibt damit als 20. den Top 20 doch noch erhalten.

“Sechs Bogeys bei drei Birdies und einem Eagle waren heute natürlich zu viel. Ich bin in keinen richtigen Rhythmus gekommen, hab die Bälle nicht immer sauber getroffen und war beim Putten auch sicher nicht vom Glück begünstigt heute. Die Saison ist jetzt zu Ende und der 17. Platz im Race to Dubai ist gut, darauf kann ich für 2020 aufbauen”, fasst Matthias seine Finalrunde zusammen.

Nur die Krönung fehlte

Das Eagle stellt auch einen würdigen Abschluss einer richtig starken zweiten Saison von Matthias dar, denn kein Spieler der gesamten Tour bewies eine derartige Konstanz wie der 24-jährige Steirer. Gleich zehn Mal stand sein Name am Ende in den Top 10, was ihm am Ende auch den sehenswerten 17. Rang in der Jahreswertung einbringt.

Das einzige kleine Manko des starken Jahres ist aber wohl, dass die Krönung mit dem ersten Sieg noch fehlt. Einige Male war er ganz dicht dran. Erst vor zwei Wochen verpasste er in der Türkei in einem 6-Mann Stechen nur hauchdünn den Sieg gegen Tyrrell Hatton (ENG). Kann Matthias Schwab den Höhenflug auch kommendes Jahr weiter fortsetzen, ist die Frage wohl nur “Wann” und nicht “Ob” Matthias das erste Turnier gewinnt.

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