Schlagwort: kingsbarns

Gut gekontert

RICOH WOMEN’S BRITISH OPEN – 1. RUNDE: Christine Wolf reagiert zum Auftakt in Kingsbarns auf Fehler perfekt und verschafft sich mit der 72 eine brauchbare Ausgangslage um gleich bei ihrem Majordebüt als Proette das Wochenende zu erreichen.

Chrissie Wolf hat zur Zeit einen Faible für die letzten Sekunden. Zunächst cuttete sie mit allerletzter Startzeit und Birdie am Schlussloch bei den Ladies Scottish Open gerade noch ins Wochenende und ergatterte danach beim Monday Qualifyer für die Women’s British Open im Stechen das letzte Ticket für ihre erste Major Teilnahme als Proette.

Vor Selbstvertrauen strotzend hat sie in Kingsbarns nun mit allererster Startzeit noch dazu perfekte Verhältnisse und frische Grüns, was die Tirolerin mit soliden ersten Löchern auch durchaus auszunützen weiß. Selbst ein Bogey auf der 6 bringt sie nicht aus der Ruhe, denn der Konter sitzt in Form eines Par 3 Birdies perfekt.

Wichtige Antwort

Zwar ist das Erfolgserlebnis auf der 7 auch das einzige Birdie auf Chrissies Scorecard an diesem Tag, mit grundsoliden Pars macht sie lange Zeit aber nichts falsch und hält sich wacker im soliden Mittelfeld. Erst kurz vor Schluss geht sich auf der 17 das Par nicht mehr aus, doch erneut kann Österreichs bislang einzige Golf-Olympionikin mit einem abschließenden Birdie perfekt kontern.

Mit der 72 (Par) liegt die Innsbruckerin als 73. zwar nur hauchdünn hinter der Cutmarke, bei dem dichtgedrängten Leaderboard könnte sie mit einer ähnlich guten Runde aber gleich bei ihrem Majordebüt als Proette das Wochenende erreichen.

“Wir hatten heute nur ein bis zwei Schläger Wind, aber es ist jetzt eigentlich noch genau gleich wie es in der Früh war. Mal schauen wie sich das Wetter noch entwickelt. Es sind noch viele Spielerinnen, die jetzt erst rausgehen, aber mit der Runde bin ich schon zufrieden heute”, so Chrissie direkt nach der ersten Runde.

US-Superstar Michelle Wie spielt sich mit der 64 (-8) in die frühe Führung.

>> Leaderboard Ricoh Women’s British Open

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Bernd Wiesberger

Top 10 mit Links

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger präsentiert sich auch am Sonntag am Old Course in absoluter Spiellaune, selbst das Road Hole kann dem Burgenländer sein drittes Top 10 Ergebnis in Folge nicht zerstören.

Bernd Wiesberger und die 17 – das weltbekannte Road Hole mit Abschlag übers Hotel – das wird wohl in diesem Leben keine Liebesbeziehung mehr. Schon letztes Jahr beim Major kostete das Loch viele Schläge, am Finalsonntag der Alfred Dunhill Links Championship verbaut ihm die Bahn dann fast sogar sein drittes Top 10 Ergebnis auf der European Tour in Folge.

Dabei präsentiet sich Bernd in absoluter Spiellaune und findet rasch am Old Course den Birdiezug. Gleich drei rote Einträge in Folge verewigt er auf den Frontnine und nimmt rund um den Turn noch zwei weitere Birdies mit, was ihn klar auf Top 10 Kurs bringt. Nach verschobenen Birdieputts auf der 14 und der 15 stopft er auf der 16 den wichtigen Putt und alles deutet zu dieser Zeit auf das nächste Spitzenergebnis vom Burgenländer hin.

Doch solange Bernd Wiesberger am Road Hole nicht vorbei ist, solange sollte man mit Prognosen sehr vorsichtig sein. Am Samstag noch unbeschadet überstanden, hängt ihm die 17 diesmal gleich zwei Schläge um und wirft ihn sogar aus den besten 10 des Leaderboards. Die Doublette weckt aber bei Österreichs Nummer 1 noch einmal den Kampfgeist, wie ein abschließendes Birdie zur 67 (-5) beweist. Schlussendlich beendet er dank des späten Erfolgserlebnisses das Turnier auf Rang 7 und nimmt so sein bereits drittes Top 10 Ergebnis in Folge mit.

“Ich hab heute einen schlechten Schlag zur falschen Zeit gemacht”, ist das Doppelbogey am Road Hole schnell erklärt. Zur restlichen Runde meint er: “Das war eigentlich ziemlich perfekt in allen Belangen. Der Putter hätte zwar noch ein paar Birdies mehr springen lassen können, aber ich bin sehr glücklich mit dem nächsten Top 10 Ergebnis. Mein Spiel ist sehr gut derzeit und ich freue mich schon aufs British Masters nächste Woche.”

In Spiellaune

Einzig in Carnoustie zum Auftakt musste Bernd mit der 73 (+1) eine Runde über Par einstecken, traditionell aber ist dies der Zäheste der drei zu absolvierenden Kurse. Mit einer 66 (-6) in Kingsbarns dockte er bereits wieder vorne an, eine 69 (-3) am Samstag am Old Course hielt die Chance auf ein Topergebnis dann am Leben.

Mit Platz 8 nimmt er auch einmal mehr wichtige Punkte und Preisgeldeuros aus Schottland mit. Vor allem die Absicherung der Top 30 im Race to Dubai wird bis zum 17. Oktober enorm wichtig, ist dies doch die Deadline für eine Teilnahme an den HSBC Champions in Shanghai Ende des Monats. Auch in der Weltrangliste bleibt er mit dem starken Abschneiden an den Top 50 dran.

Tyrell Hatton (ENG) feiert mit der finalen 66 (-6) einen überlegenen Sieg bei gesamt 24 unter Par. Den ersten Verfolger Richard Sterne (RSA) (66) distanziert er um ganze vier Schläge.

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Bernd Wiesberger 2015

In Reichweite

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger legt am Old Course zwar los wie die sprichwörtliche Feuerwehr, kann mit Fortdauer das angeschlagene Tempo aber nicht ganz durchalten. Mit der 69 hat der Burgenländer aber klar die Chance auf sein drittes Top 10 Ergebnis in Folge.

Bernd Wiesberger kennt im Home of Golf zu Beginn der dritten Runde kein Halten und legt los als wäre er auf der Flucht. Gleich drei Birdies kann der Oberwarter auf den ersten drei Bahnen verewigen und legt nach einer klitzekleinen Verschnaufpause von gerade einmal einem Loch schon den nächsten roten Eintrag nach. Erst dann findet der Birdierun des einzigen Österreichers im Feld sein Ende.

Nicht nur, dass länger keine weiteren Schlaggewinne mehr glücken wollen, muss er vor dem Turn ausgerechnet am kurzen Par 4, der 9 das erste Bogey notieren und auch der Wechsel auf die Backnine heizt den ins Stocken geratenen Birdiemotor nicht wieder an. Sogar das Gegenteil ist der Fall und Bernd muss auf der 12 noch einen weiteren Schlag abgeben, was ihn angesichts des allgemeinen Birdiewettschießens doch um einige Ränge zurückrutschen lässt.

Top 10 in Reichweite

Erst ein gestopfter Birdieputt aus knapp sieben Metern bremst die kleine Negativspirale dann auf der 15 ein und der Burgenländer stabilisiert sein Spiel wieder. Mit der 69 (-3) gelingt zwar kein echter Vormarsch im Klassement, als geteilter 12. wahrt er aber eindeutig die Chance auf das bereits dritte Top 10 Ergebnis in Folge.

Der eigentümliche Pro-Am Modus – Bernd Wiesberger wird mit Partner Ric Kayne bei gesamt 20 unter Par 34. – der Alfred Dunhill Links Championship will es so, dass erst am dritten Spieltag, nachdem jeder Spieler Carnoustie, Kingsbarns und den Old Course absolviert hat, der Cut das Feld trennt. Am Sonntag wird noch eine Finalrunde im Home of Golf am Old Course ausgetragen.

“Das war eine nette Geburtstagsrunde mit Joost Luiten im Home of Golf. Ich hatte einen heißen Start, konnte das Tempo aber leider nicht durchziehen. Morgen brauch ich zwar eine richtig starke Runde, hab aber noch gute Chancen einige Plätze aufzuholen”, so Geburtstagskind Bernd Wiesberger nach der dritten Runde.

Tyrrell Hatton (ENG) geht nach einer sensationellen 62 (-10) am Old Course bei gesamt 17 unter Par als Führender in den Finaltag.

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Bernd Wiesberger

Anderes Gesicht

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger zeigt am Freitag in Kingsbarns ein komplett anderes Gesicht als noch zum Auftakt in Carnoustie und spielt sich mit der 66 sogar bis an die Top 10 heran.

Bernd Wiesberger haderte zum Auftakt in Carnoustie – klar die zäheste der drei zu absolvierenden Wiesen – vor allem mit seinen Eisen, die bei den windigen Bedingungen nicht nah genug zu den Löchern wollten. Eine regelrechte Kampfrunde bescherte dem Oberwarter am Ende die 73 (+1), die ihn nur knapp vor dem dreistelligen Bereich am Leaderboard einreihte.

Traditionell liegen Bernd aber Kingsbarns und der Old Course klar besser und genau das stellt er auch am Freitag unter Beweis. Solide startet der Burgenländer mit zwei Pars, ehe die Runde rasch durch Birdies eine angenehme Richtung einschlägt. Bis zum Turn kann Österreichs Nummer 1 gleich vier rote Einträge verzeichnen, die ihn im Klassement weit nach vorne bringen.

Gutes Ende

Danach gönnt er sich eine schöpferische Pause, lässt aber mit Pars nichts anbrennen und dreht gegen Ende der Runde noch einmal auf. So kann er etwa auf der 16 das letzte Par 5 noch zu einem Birdie überreden und beschließt den bärenstarken Auftritt mit einem weiteren abschließenden Schlaggewinn auf der 18 zur fehlerlosen 66 (-6). Derart stark spielt sich Bernd Wiesberger im Klassement mit Riesenschritten nach vor und geht als geteilter 12. am Samstag auf die für den Cut entscheidende Runde am Old Course.

“Ich bin richtig happy mit meinem Score heute. Das lange Spiel war ein bisschen besser und der Putter hat auch gut funktioniert, vor allem dann, wenn ich in Schwierigkeiten war. Es war nach wie vor nicht einfach mit ein wenig Regen und Wind. Ich freu mich jetzt schon auf den Old Course morgen. Nichts ist besser als das Home of Golf”, freut sich Bernd nach dem starken Auftritt.

Traditionell werden die Alfred Dunhill Links Championship im Pro-Am Format gespielt, wobei Bernd mit Partner Ric Kayne derzeit Platz 49 bei gesamt 11 unter Par belegt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Events sind gleich drei Austragungsorte, wobei jeder Spieler jeden Kurs einmal absolvieren muss, ehe der Cut am Samstag das Feld trennt. Am Sonntag wird dann noch eine Finalrunde im Home of Golf am Old Course in St. Andrews gespielt.

Ross Fisher (ENG) sichert sich mit einer 68 (-4) am Old Course die Führung bei gesamt 11 unter Par.

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Bernd Wiesberger

Lockerheit vermisst

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger lässt zum Auftakt in Carnoustie die Lockerheit der letzten Wochen etwas vermissen und startet nur mit der 73. An den nächsten beiden Tagen warten mit Kingsbarns und dem Old Course nun aber scorefreundlichere Wiesen auf den Burgenländer.

Bernd Wiesberger ist am Donnerstag zumindestens auf den Backnine – der Oberwarter startete auf der 10 – sichtlich noch auf der Suche nach der gewinnbringenden Links-Form des letzten Jahres, als er einen starken 4. Rang einfuhr. Gleich am ersten Spieltag muss der Burgenländer mit Carnoustie die zäheste der drei Wiesen bewältigen, bei spürbarem Wind ein mehr als anspruchsvolles Unterfangen.

So verhagelt es Österreichs Nummer 1 gleich die 10 mit Bogey, mit zwei Birdies – Bernd nützt alle beiden Par 5 Bahnen der zweiten Spielhälfte aus – kann er das Tagesergebnis aber rasch in den roten Bereich drehen. Doch auch die beiden Erfolgserlebnisse wollen nicht die benötigte Sicherheit bringen und Bernd Wiesberger rasselt mit drei Bogeys bis zum Turn fast im freien Fall im Klassement nach unten.

Alles auf Anfang

Erst auf den Frontnine kehrt dann die Souveränität der letzten Wochen zurück und er kann mit zwei weiteren Birdies sein Tagesergebnis wieder auf Level Par zurechtrücken. Als bereits alles auf einen scoretechnisch ausgeglichenen Auftakt hindeutet, muss er zum Abschluss auf der 9 aber noch ein Bogey notieren, was ihm nach der 73 (+1) nur den 90. Platz einbringt.

Der schwarze Start stand mit Sicherheit nicht auf Bernd Wiesbergers “To do – Liste”, zumindestens aber warten an den nächsten beiden Tagen nun mit Kingsbarns und dem Old Course eindeutig birdiefreundlichere Plätze auf die Nummer 58 der Welt. Da die Alfred Dunhill Links Championship im Pro-Am Format gespielt werden – Bernd belegt in dieser Wertung mit Partner Ric Kayne nach der 68 (-4) Rang 88 – muss zunächst jeder Kurs einmal absolviert werden, ehe der Cut am Samstag das Feld nach drei Runden trennt.

“Das waren heute einfach zu viele Fehler in Carnoustie um ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Es war schwer den Ball in dem Wind nahe zu den Fahnen zu bekommen. Morgen muss ich in Kingsbarns um einiges präziser sein mit den Eisen”, so Bernd nach der Runde etwas enttäuscht.

Alex Noren (SWE) krallt sich nach dem ersten Spieltag die Führung. Der Schwede spielt ausgerechnet in Carnoustie eine unglaubliche bogeyfreie 64 (-8) und gibt damit den Ton an.

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Bernd Wiesberger

Beim Links-Festival

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger will beim Linksgolf Megaevent seine aufsteigende Formkurve bestätigen und ein weiteres Topresultat einfahren. Eine bärenstarke Konkurrenz wird es dem Oberwarter in Schottland aber alles andere als leicht machen.

“Ich hab ein paar Löcher in Kingsbarnes gespielt und die Vorbereitung aufs Turnier hätte kaum besser beginnen können. Mal schauen was Carnoustie so für diese Woche zu bieten hat”, twitterte Bernd Wiesberger ganz relaxt nach den ersten gespielten Trainingslöchern. Die aufsteigende Formkurve der letzten Turniere – der Burgenländer musste sich bei den KLM Open nur Joost Luiten (NED) geschlagen geben und beendete die Porsche European Open auf dem starken 5. Rang – will er klarerweise auch beim Riesenevent bei St. Andrews fortsetzen.

Auch seine durchaus starken Auftritte auf Linkskursen lassen für diese Woche auf eine weitere gute Platzierung hoffen. Schon vergangenes Jahr präsentierte er sich bei den Alfred Dunhill Links Championship in Topform und reiste mit einem geteilten 4. Rang wieder ab. Lediglich Thorbjorn Olesen (DEN), der bei gesamt 18 unter Par siegte und Ryder Cupper Brooks Koepka sowie Chris Stroud (beide USA) waren noch tiefer im roten Bereich unterwegs als Österreichs Nummer 1.

Wie vergangenes Jahr wartet das Feld auch diesmal wieder mit absoluten Topstars auf. So steht etwa mit Martin Kaymer (GER), Lee Westwood, Danny Willett, Matthew Fitzpatrick (alle ENG), Rafael Cabrera-Bello (ESP) und Thomas Pieters (BEL) mehr als die Hälfte des europäischen Ryder Cup Teams in den Teeboxen. Direkt aus Hazeltine eingeflogen wollen sie sich in Schottland den Frust nach der Niederlage gegen die USA von der Seele spielen.

Geduld gefragt

Auch heuer werden die Spieler wieder viel Geduld mitbringen müssen. Traditionell wird das Turnier im Pro-Am Format auf gleich drei Kursen ausgetragen, wobei sich Carnoustie wohl einmal mehr als zäheste Wiese entpuppen wird. Auf Kingsbarns und am altehrwürdigen Old Course werden traditionell bessere Runden erwartet. Da mit Amateuren in Viererflights gespielt wird, sind Rundenzeiten von mehr als sechs Stunden keine Seltenheit, was durchaus eine Geduldsprobe darstellen kann.

Auch der Cut wird anders als bei normalen Turnieren erst nach drei Runden gezogen, nachdem jeder Spieler jeden Kurs einmal absolviert hat. Für die Finalrunde geht es dann noch einmal ins Home of Golf auf den Old Course. Bernd Wiesberger, der im Pro-Am mit Ric Kayne als Partner auftritt, ist in dieser Woche der einzige Österreicher im Feld nachdem der ehemalige Skistar Franz Klammer das Turnier auslässt.

Die Wetterverhältnisse sind zumindestens derzeit noch sehr gut vorausgesagt. Jeden Tag werden zwar bewölkte aber trockene Bedingungen und für schottisches Klima duchaus angenehme 15 Grad Celsius erwartet. Einzig der Wind wird auf den Linkskursen allgegenwärtig sein. Bernd startet am Donnerstag um 11:39 MEZ auf der 10 in Carnoustie. Am Freitag muss er Kingsbarns bewältigen, bevor es am Samstag vor dem Cut auf den Old Course geht.

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Bernd Wiesberger

Mit Schönheitsfehlern

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMP. – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger schraubt am Samstag am Old Course von St. Andrews die Birdiequote gekonnt nach oben, marschiert nach Schönheitsfehlern am Ende aber dennoch nur mit der 69 zum Recording.

Nach den eher durchwachsenen Open Championship hat der Oberwarter mit dem Old Course von St. Andrews noch eine Rechnung offen. Beim dritten Major des Jahres lief er lange Zeit Birdies hinterher, was am Ende gerade noch für den Cut reichte, mehr war im “Home of Golf” für Österreichs Nummer 1 aber nicht zu holen.

Bei der Rückkehr auf den Old Course im Rahmen der Dunhill Links Championship wirkt es, als würde das Begleichen der Rechnung noch etwas warten müssen, denn der Burgenländer findet mit einem Bogey auf der 1 denkbar schlecht in den Tag. Der kleine Schock ist aber schnell abgeschüttelt und Bernd zeigt in Folge, dass ihm “The Home of Golf” durchaus liegen kann.

Bis zum Turn gelingen drei Birdies, die das Tagesergebnis klar in die richtige Richtung schrauben. Auch auf den Backnine hat er sein Visier gut eingestellt, versenkt auf der 12 den nächsten Birdieputt und kommt so den Top 10 immer näher. Doch ausgerechnet als Bernd an die absolute Spitze anzudocken versucht, wird ihm das Par 5, der 14 mit seinem zweiten Schlagverlust zum Verhängnis.

Was folgt ist fast schon trotziges Golf vom Burgenländer. Angespornt durch das Par 5 Bogey heizt Bernd seinen Putter noch einmal richtig auf, locht zunächst auf der 15 zum insgesamt fünften Birdie und eine Bahn später sogar aus großer Distanz zu Birdie Nummer sechs.

Road Hole-Fluch

Den Fluch des Road Hole wird er aber frühestens am Sonntag ablegen können. Bereits bei den Open Championship kostete ihm das Signature Hole des Old Course regelmäßig Schläge. Am Samstag findet dies seine unangenehme Fortsetzung. Bernd kann am Ende nicht einmal das Bogey retten und fällt mit einer Doublette wieder um viele Ränge zurück.

Thorbjorn OlesenAls passende Antwort gelingt zum Abschluss auf der 18 aber noch ein weiteres wichtiges Birdie, das den Schaden wieder etwas minimieren kann. Mit der 69 (-3) notiert der Bad Tatzmannsdorfer zwar eine klar rote Runde, die drei Schönheitsfehler lassen ihn am Ende aber im Klassement bei gesamt 9 unter Par mit Rang 21 nur stagnieren. Thorbjorn Olesen (DEN) baut am Samstag mit der 65 (-7) am Old Course seine Führung auf gesamt 17 unter Par aus.

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Bernd Wiesberger

Rote Pflicht erfüllt

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger erfüllt am Freitag in Kinsgbarns mit der 68 die Pflicht einer knallroten Runde, lässt mit einigen vergebenen Birdiemöglichkeiten aber die Kür noch unerfüllt. “Ich hab heute nicht wirklich großartig gespielt, aber es geschafft klar unter Par zu bleiben”, bringt Bernd die zweite Runde knackig auf den Punkt.

Traditionell sind Kingsbarns und der Old Course die scorefreundlicheren Wiesen bei den Alfred Dunhill Links Championship. Bernd startete am Donnerstag zum Auftakt in Carnoustie und rang dem klar schwersten Terrain in Schottland die 70 (-2) ab, die ihn im guten Mittelfeld platzierte.

Der Start in Kingsbarns verläuft mit einem Bogey auf der 10 alles andere als prickelnd, zumindestens aber kontert der Oberwarter mit gleich zwei Birdies nach Maß, muss sich danach aber lange in Geduld üben, ehe wieder Zählbares auf die Scorecard wandert.

Insgesamt reiht Österreichs Nummer 1 acht Pars aneinander, bis am Par 5, der 3 wieder ein Birdieputt den Weg ins Ziel findet. Doch auch der dritte rote Eintrag des Tages stellt noch nicht die Initalzündung zu einer knallroten Runde dar. Stellvertretend für einige vergebene Chancen sei die 6 erwähnt. Bernd attackiert das drivebare Par 4 und bringt seinen Abschlag sogar am Grün unter, doch ein Dreiputt versperrt den Weg zu einem weiteren Birdie.

Starkes Finish

Bernd WiesbergerMit verlesener Puttlinie auf der 7 wirkt es, als hindere ihn das eher leichte Setup der Kurse wegen den Amateurspielern und das Traumwetter daran, sein gewohntes Linksgolf bei schwierigeren äußeren Verhältnissen aufzuziehen. Bis zur 8. Bernd hat sein Eisen vom Abschlag perfekt auf Linie und stopft den Putt zum wichtigen Birdie. Am abschließenden Par 5 passt dann der Drive perfekt und ein weiteres Birdie ist nach zwei Putts in trockenen Tüchern.

Mit der 68 (-4) erfüllt Bernd Wiesberger so die wichtige Pflicht einer klar roten Runde in Kingsbarns. Mit Rang 22 und bei gesamt 6 unter Par dockt Österreichs Nummer 1 auch an der Verfolgergruppe zur Spitze an. Diese belegen die Engländer Jimmy Mullen und Anthony Wall, die sich bei gesamt 11 unter Par die Führung teilen.

Die Kür zu einem Spitzenplatz soll bei Bernd Wiesberger nun am Samstag am Old Course gelingen. Mit dem “Home of Golf” hat der Bad Tatzmannsdorfer nach der eher durchwachsenen Open Championship noch eine Rechnung offen und will diese auf seiner dritten Runde begleichen. Nur die besten 60 kommen nach drei Runden aus dem Riesenfeld in den Finaltag, wo auf die verbliebenen Kontrahenten dann noch einmal der Old Course wartet.

>> Tee-Times Alfred Dunhill Links Championship

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