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Bravissimo Francesco

147. OPEN CHAMPIONSHIP – FINAL: Francesco Molinari setzt sich an einem an Spannung kaum zu überbietenden Finaltag – zeitweise liegen sage und schreibe sechs Spieler in geteilter Führung – mit einer 69 (-2) durch und gewinnt in Carnoustie sein erstes Major.

Carnoustie präsentiert sich nach dem recht zahnlosen Verhältnissen vom Samstag am Sonntag mit deutlich mehr Wind um einiges bissiger. Das macht sich auch nahezu von Beginn an bei den Scores bemerkbar. Zwar bleibt alles den gesamten Tag über durchaus fair – rote Runden sind ohne Weiteres möglich – bei Windspitzen von bis zu 40 km/h spielt sich die altehrwürdige schottische Anlage aber erstmals majorlike.

So kommt es, dass sich die recht komfortable Führung des US-Trios bestehend aus Kevin Kisner, Xander Schauffele und Titelverteidiger Jordan Spieth recht rasch sprichwörtlich in Luft auflöst. Alle drei haben in der frühen Phase ihrer Runde mit etlichen Problemen zu kämpfen, notieren neben Bogeys auch Doppelbogeys und machen so die Sache nach nur wenigen gespielten Löchern richtig spannend.

Tiger voll im Geschäft

So kommt es, dass auch Tiger Woods, der auf den Frontnine sehr gut unterwegs ist, plötzlich nicht nur voll im Titelkampf mitmischt, sondern zeitweise sogar die alleinige Führung inne hat. Doch nach einem Doppelbogey vom Superstar schiebt sich das Feld noch enger zusammen und für kurze Zeit liegen unglaubliche sechs Spieler bei gesamt 6 unter Par in Führung.

Es bleibt jedoch dem Mann an der Seite Tiger Woods’ vorbehalten am Sonntag für die große Show zu sorgen. Francesco Molinari agiert die gesamte Finalrunde über unglaublich sicher, wirkt von Tee bis Grün voll fokussiert und übernimmt nach einem Birdie am Par 5, der 14 erstmals die alleinige Führung. Diese hat er zwar nicht wirklich lange für sich allein, da US Rookie of the Year Xander Schauffele seinerseits das Par 5 zu einem roten Eintrag überredet, der Italiener ist in der Schlussphase aber eine Klasse für sich.

Schlag des Tages


Wissend, dass er auf der letzten Bahn in geteilter Führung liegt, beweist Molinari unwahrscheinliche Nervenstärke, denn nach durchaus gutem Abschlag ins First Cut zündet er eine perfekte Annäherung, knallt den Ball bis auf eineinhalb Meter zur Fahne und stopft den fälligen Birdieputt, was ihn mit der fehlerlosen 69 (-2) auf 8 unter Par springen lässt.

Nahezu zeitgleich legt sich auch Schauffele am schwierigen Par 3, der 16 eine gute Chance auf, rollt den Ball aber am Loch vorbei und tritt sich zu allem Überfluss dann auf der 17 sogar ein Bogey ein. Schlussendlich teilt sich der Youngster nach der 74 (+3) Rang 2 mit Justin Rose (ENG) (69), Rory McIlroy (NIR) (70) und Kevin Kisner (74). Tiger Woods muss weiter auf Majortitel Nummer 15 warten und wird in Carnoustie Fünfter.

Francesco Molinaris Sieg stellt nicht nur für ihn persönlich den ersten Major Triumph dar, mit dem Gewinn des Claret Jugs holt er überhaupt das erste Major in der Historie unseres südlichen Nachbarlandes. Zugleich beendet “Franckie” die Serie der US Major-Siege, die zuvor die letzten 5 Majors für sich entscheiden konnten. In der derzeitigen Form – schon auf der PGA Tour und auf der European Tour spielte er zuletzt groß auf – ist er auch mit Sicherheit ein wichtiger Mosaikteil des europäischen Ryder Cup Teams.


Die Finalrunde im Überblick

 

Spürbar windiger

Der Sonntag präsentiert sich wie angekündigt durchwegs windiger. Derzeit bläst es noch recht konstant mit knapp 20 km/h über die Anlage, was die Sache recht kalkulierbar macht. Dennoch zeigt sich bereits jetzt, dass das Scheibenschießen vom Vortag klar der Vergangenheit angehört. Im Laufe des Tages soll der Wind noch um gut 10 km/h zulegen, was vor allem die letzten Flights voll spüren werden.

Große Ambitionen

Thorbjorn Olesen macht von Beginn an klar, dass er noch in den Titelkampf eingreifen will. Der Däne nimmt gleich auf seinen ersten beiden Löchern Birdies mit und schiebt sich damit bereits auf Rang 6 nach vor. Auch Eddie Pepperell ist bei -3 nach 6 richtig gut unterwegs.

Etwas zeitverzögert

Etwas zeitverzögert setzt der Wind ab 14:00 Uhr Ortszeit nun doch noch richtig ein. Teils knapp 40 km/h erschweren Carnoustie nun doch deutlich. Mit Erik Van Rooyen hat ein weiterer Verfolger mit schnellen Birdies Lunte gerochen und hobelt Stück für Stück derzeit den Rückstand auf die Spitze weg.

Alle unterwegs

Mit Jordan Spieth und Xander Schauffele ist nun auch der letzte Flight unterwegs. Nach dem Par von Kisner auf der 1 teilen sich nach wie vor die drei US-Amerikaner die Führungsrolle. Derzeit deutet auch alles auf einen Dreikampf hin, denn die ersten Verfolger liegen bereits um drei Schläge zurück.

Nur noch ein Zweikampf

Kevin Kisner findet sich bei immer stärker werdenden Wind in der frühen Phase der Runde überhaupt nicht zurecht, denn nach einem Doppelbogey auf der 2 und einem Bogey danach verabschiedet er sich vorerst aus dem Titelkampf. Jordan Spieth und Xander Schauffele hingegen eröffnen mit zwei Pars und marschieren so derzeit im Gleichschritt vorne am Leaderboard davon.

Es wird enger

Mit Fortdauer der Finalrunde schiebt sich das Feld wieder spürbar enger zusammen. Sowohl Spieth als auch Schauffele treten sich auf der 5 ein Bogey ein und rutschen so auf 8 unter Par zurück. In der Zwischenzeit locht Tiger Woods am Par 5, der 6 seinen zweiten Birdieputt und liegt so bei 7 unter Par gemeinsam mit Kevin Kisner, der mit einem Traumschlag aus dem Bunker zum Birdie sichtlich seine zähe Anfangsphase überwunden hat, um nur noch einen Schlag zurück.

Der Finalflight hört auch danach nicht auf sich gegenseitig regelrecht runterzuziehen. Während Schauffele noch mit einem Bogey vom Par 5 kommt, tritt sich Spieth sogar eine Doublette ein und ist damit auch die Führung wieder los. Tiger Woods hingegen zieht sein Ding unaufgeregt durch und strahlt mittlerweile sogar von der geteilten Spitze.

Tiger in Führung

Xander Schauffele holt das eben noch vermiedene Doppelbogey postwendend auf der 7 nach und rutscht damit spürbar im Klassement zurück. Auch sonst straucheln so gut wie alle im Titelkampf befindlichen Spieler. Nur Tiger Woods spult unaufgeregt sein Programm ab, was ihm mittlerweile bei gesamt 7 unter Par sogar die alleinige Führung beschert.

Nur Minuten später verzieht Tiger seinen Teeshot an der 11, hat bei der Annäherung sogar Glück, dass der Ball von einem Zuschauer zurückspringt, tritt sich aber dennoch ein Doppelbogey ein. Damit liegen derzeit mit Molinari, Spieth, Chappell und Kisner gleich vier Spieler in Führung.

6-fach Spitze

Nach einem sehenswerten Eagle von Rory McIlroy – der Nordire rollt einen langen Putt genau mitte Loch – liegen derzeit sage und schreibe sechs Spieler in geteilter Führung, was zeigt wie unglaublich eng es in der finalen Phase des Turniers wirklich zugeht.

Nach einem Birdie am Par 5, der 14 übernimmt erstmals Francesco Molinari bei gesamt 7 unter Par die Führungsrolle.

Gesellschaft bekommen

Xander Schauffeles Eagleputt lippt auf der 14 zwar aus, mit dem Birdie aber bekommt Molinari bei 7 unter Par wieder Gesellschaft an der Spitze. Fast stürmt auch Spieth wieder in die geteilte Führung, doch sein Birdieputt rasiert nur die Lochkante.

Die Entscheidung rückt näher

Nach wie vor liegen Francesco Molinari und Xander Schauffele bei 7 unter Par in Führung. Molinari legt seinen letzten Drive gut ins 1st Cut und hat damit auf der 18 schon einmal die halbe Miete eingefahren. Schauffele wirkt derzeit ebenfalls sehr stabil und legt sich am schwierigen Par 3, der 16 sogar die Birdiechance auf.

Molinari kann in Folge auch von seinem guten Abschlag profitieren, knallt die Annäherung perfekt zum Stock und lässt sich die Birdiechance nicht entgehen. Schauffele hingegen rollt seinen Putt knapp am Loch vorbei, was die alleinige Führung bei 8 unter Par für den Italienerbedeutet.

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Enge Links-Kiste

147. OPEN CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Kevin Kisner liegt bis zur 18 komfortabel in Führung, rutscht mit spätem Doppelbogey aber zurück und teilt sich so vor dem Wochenende in Carnoustie die Führungsrolle mit Landsmann Zach Johnson.

Am Freitag begrüßt “endlich” echtes britisches Wetter die Spieler. Schon in der Früh geht Dauernieselregen auf die Anlage in Schottland nieder, was es für die Akteure spürbar unangenehmer macht.

Bedingungen also, die eigentlich den Briten entgegenkommen müssten und Tommy Fleetwood zeigt auch, dass das genau sein Linkswetter ist. Der Engländer knallt mit der 65 (-6) die bislang beste Runde des Turniers aufs Tableau und marschiert damit als 3. in richtig aussichtsreiche Verfolgerposition.

Nur kurz danach marschiert Zach Johnson (USA) mit der 67 (-4) durchs Ziel, was den Open Champion aus dem Jahr 2015 bis an die Spitze nach vor katapultiert. Kevin Kisner ist dann am Nachmittag lange Zeit sich bei 8 unter Par einen zwei Schläge großen Polster herauszuspielen, muss sich nach abschließendem Doppelbogey aber mit der 70 (-1) zufrieden geben, womit er sich die Führung mit seinem Landsmann teilen muss.

Mit Dustin Johnson, Justin Thomas (beide USA) oder auch Martin Kaymer (GER) bleiben bereits einige echte Hochkaräter auf der Strecke.


Die 2. Runde im Überblick:

Es wird nass

Schon in den Morgenstunden ist die Par 71 Anlage von Nieselregen eingedeckt. Auch der Wind ist mit derzeit knapp 10 km/h etwas spürbarer als noch am Donnerstag. Wie sich die geänderten Verhältnisse auf die Scores auswirken, werden die kommenden Stunden zeigen. Anders als am Vortag gibt es diesmal beim ersten Flight jedenfalls noch kein Birdie auf der 1 zu sehen.

Auch die Gruppen danach tun sich sichtlich schwerer als noch am Donnerstag. Bislang liegen lediglich Cameron Davis (AUS) und Daniel Berger (USA) im roten Bereich.

Richtung Cut

Tom Lewis ist derzeit am besten aller Akteure unterwegs. Der Engländer, der zum Auftakt noch mit der 75 (+4) leben musste, liegt nach nur fünf Bahnen bereits bei 2 unter Par und pirscht sich damit an die Cutmarke heran.

Generell zeigen die ersten zweieinhalb Stunden, dass sich Carnoustie doch um einiges anspruchsvoller spielt als am ersten Tag. Zwar ist das Terrain nach wie vor durchaus fair, viele Fehler darf man sich aber eindeutig nicht erlauben um nicht im Klassement durchgereicht zu werden.

Noch keine Veränderung

An der Spitze gibt es bislang noch keine Veränderung. Nach wie vor führt Kevin Kisner das Feld nach der 66 vom Donnerstag an. Landsmann Ryan Moore kann zwar bei einem Zwischenstand von -1 nach 8 aufschließen, auf die geteilte Führung fehlt ihm aber noch ein Schlag.

Tom Lewis ist weiterhin der heißeste Spieler am Platz, denn nach den Frontnine liegt er bereits bei 3 unter Par für den Tag. Während sich Moore mit einem Doppelbogey auf der 10 wieder von der Spitze entfernt, schließt mit Zach Johnson ein weiterer US-Amerikaner und ehemaliger Open Champion zur Führung auf.

Blinker gesetzt

Tommy Fleetwood marschiert derzeit unwiderstehlich am Leaderboard in Richtung Norden. Der Engländer hält nach fehlerfreien Frontnine bereits bei 3 unter Par und klopft damit vehement an den Top 10 an.

Auch Tiger Woods ist mittlerweile unterwegs, tritt sich nach verpasstem Up & Down auf der 2 und einem Dreiputt auf der 3 aber schon rasch Fehler ein, die ihn bis an die Cutmarke zurückwerfen.

Mit Riesenschritten

Tommy Fleetwood bleibt dem angeschlagenen Tempo weiterhin treu. Mittlerweile liegt der Überflieger der abgelaufenen European Tour Saison bereits bei 5 unter Par für den Tag und hat damit nur noch einen einzigen Schlag Rückstand auf Kevin Kisner an der Spitze.

Rory McIlroy aber bleibt es vorbehalten als erster Spieler am Freitag zum Führenden aufzuschließen. Der nordirische Superstar kontert ein Bogey mit zwei Birdies perfekt aus und hält damit mittlerweile nach 14 gespielten Löchern bei 3 unter Par.

Runde des Tages

Tommy Fleetwood findet zum Abschluss seiner großartigen Darbietung auch auf der 18 noch ein Birdie und unterschreibt so die 65 (-6) was derzeit glasklar die Runde des Tages bedeutet. Derart stark schließt der Engländer auch zu Kevin Kisner auf und führt damit derzeit die 147. Open Championship an.

Rory McIlroy hingegen rutscht nach einem Fehler auf der 15 wieder zurück. Dafür aber arbeitet sich Zach Johnson zum Führungsduo nach vor.

Neue Führung

Zach Johnson zeigt sich am Freitag in der Form von 2015 als er nur wenige Kilometer weiter südlich in St. Andrews die Open gewinnen konnte. Der US-Amerikaner nimmt zum Abschluss seiner Runde auch auf der 18 noch ein Birdie mit, macht so die 67 (-4) perfekt und übernimmt so bei gesamt 6 unter Par den Spitzenplatz.

Tiger Woods konnte seine beiden frühen Bogeys zwar sofort auskontern, muss aber kurz vor dem Turn auf der 9 noch einen weiteren Schlag abgeben. Martin Kaymer hat einigermaßen zu kämpfen und liegt nach sechs Bahnen bereits bei 2 über Par.

Im Putting-Flow

Tiger Woods hat die Grüns in Carnoustie nach seinem frühen Dreiputtbogey mittlerweile sichtlich gut im Griff und kratzt mit starken Putts zwei wichtige Pars, die ihn hartnäckig im Mittelfeld halten.

Mit Henrik Stenson droht ein absoluter Topstar hingegen bereits auf der Strecke zu bleiben. Der Schwede muss nach der 75 (+4) hoffen, dass der Cut noch auf 3 über Par springt. Ganz überraschend ist die Tatsache, dass mit Justin Thomas (77) und Dustin Johnson (72) zwei echte Favoriten auf den Sieg bereits nach dem Freitag auf der Strecke bleiben.

Zurückgeholt

Kevin Kisner benötigt am Freitag nur sieben Bahnen um nach Birdies auf der 5 und der 7 bei gesamt 7 unter Par wieder alleinig in Führung zu liegen. Da er nach eingebunkertem Teeshot am Par 3, der 8 dann aber aus dem Sand das Par nicht kratzen kann, muss er auch den ersten Schlag abgeben.

Tiger Woods lässt in der Zwischenzeit auf seinen letzten beiden Bahnen nichts mehr anbrennen und cuttet mit der bereits zweiten 71 (Par) bei seinem Open Comeback ganz sicher ins Wochenende.

Nächstes Opfer

Martin Kaymer ist ein weiteres prominentes Opfer in Carnoustie. Deutschlands Nummer 1 kommt am zweiten Spieltag nicht über die 75 (+4) hinaus und verpasst damit wie schon Justin Thomas oder auch Dustin Johnson den Sprung ins Wochenende.

Kevin Kisner gibt dafür wieder das Tempo vor. Der US-Amerikaner findet am Par 3, der 13 und am Par 5 danach sein bereits viertes und fünftes Birdie des Tages und liegt damit bei gesamt 8 unter Par sogar mit zwei Schlägen Vorsprung an der Spitze.

Später Paukenschlag

Kevin Kisner liegt bis zur 18 komfortabel mit zwei Schlägen in Führung, tritt sich dann aber am Schlussloch nach verzogenem Drive und anschließenden Wasserball noch ein Doppelbogey ein und muss sich so schließlich mit der 70 (-1) zufrieden geben. Damit verteidigt er zwar seine Führungsposition, muss sich den Spitzenplatz derzeit aber mit Zach Johnson und Pat Perez, der nach 14 Bahnen aufschließt, teilen.

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USA & RSA vor Europa

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Die 147. Open Championship in Carnoustie dominieren am ersten Spieltag bei perfekten Verhältnissen vor allem die Amerikaner und die Südafrikaner. Erst auf Rang 8 finden sich die ersten Europäer.

Durch die langwierige Verletzungspause von Bernd Wiesberger, die am Mittwoch sogar eine gut überstandene Operation erforderte, gehen die 147. Open Championship in diesem Jahr nach längerer Zeit wieder ohne österreichische Beteiligung über die Bühne.

Carnoustie präsentiert sich dann am Donnerstag total untypisch für Schottland. Statt Wind und Nieselregen dominiert Sonnenschein und fast totale Flaute das Bild, was vor allem die Südafrikaner und Amerikaner perfekt auszunützen wissen.

Kevin Kisner zeigt sich am Vormittag von seiner allerbesten Seite. Der US-Amerikaner hat vor allem die richtig guten Grüns perfekt im Griff und postet mit lediglich 22 Putts une der 66 (-5) die Runde des Tages aufs Tableau.

Mit nur einem Schlag Rückstand folgen Landsmann Tony Finau sowie die Südafrikaner Zander Lombard und Erik Van Rooyen. Auch auf Rang 5 sucht man noch vergeblich den ersten Europäer.

Erst auf dem geteilten 8. Platz rangieren mit Matthew Southgate, Danny Willett (beide ENG), Rory McIlroy (NIR) und Jon Rahm (ESP) die ersten Spieler vom alten Kontinent.

Am Freitag könnte sich das Bild aber drehen. Zwar wird nach wie vor noch kein richtig starker Wind erwartet, das Wetter sollte sich aber doch zumindestens teilweise etwas britischer präsentieren.


Die 1. Runde im Überblick:

Carnoustie gutmütig

In den frühen Morgenstunden präsentiert sich die altehrwürdige Anlage durchaus gutmütig, was vor allem dem Wetter geschuldet ist. Die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich bereits ihren Weg durch die Wolken und auch Wind ist noch kaum wahrnehmbar. Dafür aber wird der Platz sich durchaus hart spielen, da komplett untypisch, in letzter Zeit nicht wirklich viel Regen auf das Par 71 Gelände niederging. Die guten Verhältnisse kann Andy Sullivan auch sofort perfekt ausnützen und notiert auf der 1 das erste Birdie des Turniers.

Der Engländer hat auch in Folge das Terrain gut im Griff und teilt sich nach vier gespielten Bahnen die Führungsrolle mit Erik Van Rooyen bei 2 unter Par.

Gute Scores möglich

Die recht angenehmen Verhältnisse wissen etliche Spieler auszunützen. In der frühen Phase der ersten Runde sind durchaus bereits etliche Birdies und sogar ein Eagle auf den Scorekarten zu finden. Den besten Start erwischt bislang Erik Van Rooyen, der nach sechs gespielten Bahnen bei 3 unter Par den Ton angibt.

Auch Danny Willett spielt seine wiedergefundene Sicherheit auf den Frontnine gekonnt aus. Der ehemalige Masters Champion startet zwar mit einem Bogey nur äußerst durchwachsen, legt mit drei Birdies am Stück abeer einen sehenswerten Zwischensprint hin.

Wie gewonnen, so zerronnen

Martin Kaymer schwimmt nach zwei Birdies und zwei Bogeys lange Zeit eher unter dem Radar im Feld mit, gegen Ende seiner Runde aber drückt der zweifache Major-Sieger das Gaspedal dann doch spürbar durch und taucht nach starken Putts mit einem Doppelschlag deutlich in den roten Bereich ab. Da er gleich danach aber auch zwei Bogeys einstecken muss, stagniert er im Klassement regelrecht. Zwar verpasst er so einen Start im Minusbereich, mit der 71 (Par) sorgt er aber für einen alles andere als schlechten Auftakt ins dritte Major des Jahres.

An der Spitze spult weiterhin Erik Van Rooyen eine ganz starke Auftaktrunde ab und liegt mittlerweile nach fehlerlosen 15 Bahnen bereits bei 5 unter Par. Titelverteidiger Jordan Spieth findet sich mit einem frühen Birdie auf der 2 ebenfalls rasch gut zurecht.

Erste Bestmarke

Ausgerechnet am Schlussloch muss Erik Van Rooyen doch noch seinen ersten Fehler notieren, setzt mit der 67 (-4) aber trotz allem die erste Bestmarke der 147. Open Championship. Nach drei Birdies und einem Eagle, bei lediglich einem einzigen Schlagverlust schließt Kevin Kisner aber nach bereits 14 Bahnen zum Südafrikaner auf und könnte so in absehbarer Zeit den Score an der Spitze recht zeitnah weiter in den Minusbereich drehen.

Führung verbessert

Wirklich lange durfte sich Erik Van Rooyen über die Clubhausführung nicht freuen, denn Kevin Kisner kommt nur eine knappe Stunde nach dem Südafrikaner mit der 66 (-5) über die Ziellinie und sichert sich damit vorerst den Platz an der Sonne. Jordan Spieth zeigt sich am Donnerstag bislang ganz sicher und liegt nach zwei Birdies bei noch keinem Fehler nach seinen Frontnine gut im Rennen.

Zu Beginn der Nachmittags Tee Times dreht ein weiterer Südafrikaner gehörig an der Birdieschraube. Bei nach wie vor perfekten Verhältnissen mit kaum Wind findet Zander Lombard schon auf den ersten acht Bahnen vier Birdies und sorgt so für einen regelrechten Traumstart. Mit Dustin Johnson startet nun auch die aktuelle Nummer 1 der Welt ins Turnier.

Gut im Rennen

Titelverteidiger Jordan Spieth präsentiert sich auch ein Jahr nach seinem Triumph in starker Linksform. Die ehemalige Nummer 1 der Welt muss nach bereits 14 absolvierten Löchern noch keinen Fehler einstecken, findet dafür aber schon drei Birdies, was ihn im Spitzenfeld mitspielen lässt.

Der aktuell Weltranglistenerste Dustin Johnson wartet noch auf sein erstes Erfolgserlebnis, muss nach drei Bahnen allerdings auch noch keinen Schlag abgeben.

Auf der Überholspur

Tony Finau liegt nach vier Birdies und drei Bogeys bis zur 12 nur knapp unter Par, setzt dann aber den Blinker und biegt mit einem Birdietriplepack auf die Überholspur ab. Bei weiterhin sehr guten Bedingungen und für Linksgolf untypisch perfekten Grüns haben am ersten Spieltag vor allem die Superputter aus den USA, Südafrika und Australien doch einigen Vorteil, was sich auch eindeutig am Leaderboard widerspiegelt.

Auch Tiger Woods ist mittlerweile unterwegs und gibt in Carnoustie sein lang ersehntes Open Comeback und startet gleich trotz eines etwas fett erwischten Teeshots mit einem Birdie ins Turnier. Titelverteidiger Jordan Spieth hingegen zerlegt es gegen Ende seiner Runde mit Doppelbogey und zwei Bogeys auf den letzten vier Bahnen ordentlich. Nach der 72 (+1) benötigt er am Freitag aller Voraussicht nach bereits eine Steigerung um nicht am Cut zu scheitern.

Super Start

Justin Thomas präsentiert sich am ersten Spieltag mit später Tee Time ganz sicher. Der US-amerikanisch Überflieger notiert schon auf seinen Frontnine auf der 3, der 6 und der 9 Birdies und reiht sich so bereits vor dem Turn im Spitzenfeld ein.

Auch Tiger Woods agiert derzeit unglaublich sicher und notiert auf der 4 sein bereits zweites Birdie.

Im Plansoll

Justin Thomas tritt sich nach seinem bereits vierten Birdie auf der 11 danach auch sein erstes Bogey ein, hält sich damit aber nach wie vor im absoluten Topbereich des Leaderboards. Auch Rory McIlroy belohnt sich für die lange Geduldsprobe und liegt nach seinem dritten roten Eintrag auf der 14 bereits bei 2 unter Par.

Tiger Woods marschiert nach wie vor unglaublich sicher über die beinharten Fairways von Carnoustie und hält sich nach sechs Löchern nach wie vor bei 2 unter Par.

Rory mit der 69

Rory McIlroy lässt auf den letzten Löchern nichts mehr anbrennen und notiert zum Auftakt die 69 (-2). Damit reiht sich der nordirische Superstar in einer Linie mit Matthew Southgate, Danny Willett, Jon Rahm ein, was ihn zeitgleich auch zu einem der besten Europäer nach der ersten Runde macht.

Tiger Woods hingegen verliert auf den Backnine zusehends den Faden und rutscht mit einigen Fehlern noch auf Level Par zurück, was ihn aber immerhin klar aus dem prognostizierten Cutbereich in den Freitag starten lässt.

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The Open – Live News-Ticker

THE 147. OPEN CHAMPIONSHIP – Live News-Ticker +++ Bernd Wiesberger: Operation statt Open +++ Dustin Johnson favorisiert.

+++ DJ mit Respekt zum 2. Majorsieg? +++

Dustin Johnson geht mit großem Respekt die Sache an, daran ändert auch seine Rolle als Nummer 1 in der Weltrangliste und bei den Buchmachern nichts: “Das Finish hier zwischen der 15 und 18 ist sehr schwer, da kann alles passieren. Ich möchte garantiert mehr als ein Major gewinnen, dafür muss ich mir einfach die Chancen geben,” meint Dustin Johnson sehr vorsichtig im Vorfeld. 2011 war DJ mit Platz 2 knapp dran und wird heuer seinen 10. Anlauf auf den ersten Open-Titel nehmen.

+++ Rory fehlt die Leichtigkeit +++

“Ich muss zurück zur Einstellung finden, wie ich hier als 18-jähriger antrat. Sorglos drauf losspielen und einfach happy sein, teilzunehmen,”  verrät Rory McIlroy die Einstellung, mit der er ein zweites Mal den Claret Jug stemmen möchte. “Ich habe vier Majors in vier Jahren gewonnen (2011 – 2014), das war aber über meinem Level. Die Jahre ohne Titel mussten dann als Ausgleich kommen. Aber jetzt wäre es schön, wieder einmal an der Reihe zu sein.”

+++ Härtester Kurs in der Open-Rotation +++

Erstmals seit 2007, als sich Padraig Harrington in einem Stechen gegen Sergio Garcia durchsetzte, ist Carnoustie wieder Austragungsort einer Open Championship. In der Rotation der Links-Klassiker für Europas Major gilt “Car-Nasty” als unbestritten härtester Test, vor allem dank der brutal schweren letzten vier Golflöcher. Ein Vorsprung von 5 Shots kann hier ganz schnell weg sein, wie Jean Van de Velde 1999 schmerzvoll erfahren musste.

+++ Dustin Johnson, Rose und Fowler favorisiert +++

Auch wenn Dustin Johnson bei William Hill mit 13:1 die schlechteste Wettquote erhält und damit leicht favorisiert wird, findet sich eine große Gruppe von Mitfavoriten mit ähnlichen Odds. Rose, Fowler, Fleetwood, McIlroy, Rahm, Spieth, Thomas, Koepka, sogar Tiger werden hoch gehandelt.

Die Open ist dank des 100 Euro Neukundenbonus bei William Hill die ideale Gelegenheit, zu besonderen Konditionen sein gutes Näschen mal auszuprobieren.

>> Live Wettquoten THE OPEN

+++ Tiger auf Tom Watsons Spuren… +++

Tiger Woods, ohne Major-Titel seit 10 Jahren und ohne Toursieg seit 5, nimmt Anleihen an Tom Watson, der mit fast 59 Jahren noch bei der Open gewann: “Selbst wenn ich älter werde, kann ich auf Links-Kursen wie diesem noch immer weit schlagen, weil viel Roll am Ball ist. Kreativität spielt eine große Rolle. Schaut nur, was Tom Watson hier gelang. Kein Wunder, dass er 5 Open-Titel holte und den letzten mit fast 60.” Woods wird versuchen mit einem neuen Driving-Iron seinen berühmten Stinger vom Tee in Carnoustie perfekt einzusetzen: “Am Montag habe ich selbst mit dem Eisen 3 vom 18. Tee über 300 Meter geschafft.”

+++ Räumen die US-Youngster weiter alles ab? +++

Mit Brooks Koepka als zweifacher US Open-Champion, Justin Thomas bei der US PGA, Jordan Spieth in Royal Birkdale 2017 und Patrick Reed heuer in Augusta, räumten die US Jungstars in den 20ern bei den letzten 5 Majors alles ab. Beim britischen Major galt jedoch zumeist: je härter die Bedingungen, desto eher gewinnen die Routiniers, bei wenig Wind und schnellen Grüns tendenziell die Amerikaner.

Titelverteidiger Jordan Spieth hat seit der Open Championship nichts mehr gewonnen, in Augusta mit unfassbarer Schlussrunde wenigstens noch Platz 3 geholt. Im World Ranking fiel er dennoch in den letzten 12 Monaten vom 2. bis auf den 6. Platz zurück.

+++ Wiesberger: Operation statt Open +++

Der Name “Bernd Wiesberger” auf der Nennliste 10 Tage vor der Open Championship nährte die Hoffnung, dass Bernd sein Comeback in Carnoustie geben könnte. Am 11. Juli verkündete er jedoch auf Facebook seine Absage: “Leider musste ich heute meine Nennung für die Open Championship in Carnoustie kommende Woche zurückziehen. Der Heilungsverlauf dauert leider länger als erwartet und ich kann aus diesem Grund nicht auf dem Level trainieren und spielen, das ich von mir selbst erwarte.Ich hoffe, bald besser Nachrichten zu haben!”

Im ÖGV-Umfeld wurde kurz darauf das Gerücht verbreitet, dass sich Wiesberger sogar eines chirurgischen Eingriffs an der Hand unterziehen müsse, empfohlen von ÖGV-Arzt Dr. Robert Kocher. Diesbezüglich hatte Golf-Live.at am 12. Juli um eine Stellungnahme aus dem Camp Wiesberger ersucht. Bruder Niki Wiesberger wollte dies jedoch weder bestätigen noch dementieren. 4 Tage später gibt Bernd Wiesberger in einer >> Aussendung die notwendige Operation auch offiziell bekannt, womit Bernd erstmals seit 2012 nicht bei Europas Major mitwirken kann.

+++ Wetter nicht ganz british +++

Die Trockenheit der letzten Wochen lässt Carnoustie bereits mehr braun als grün erscheinen. Knochenhart und schnell wird sich der Kurs daher auf alle Fälle spielen, dazu wird warmes, aber windiges Wetter erwartet. Am Freitag sollte es am Vormittag zudem regnen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Draw halbwegs gerecht ist, was in den letzten Jahren nicht immer der Fall war.

 

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Mit breiter Brust

118. US OPEN – FINAL: Brooks Koepka lässt sich weder von Dustin Johnson an seiner Seite noch von Tommy Fleetwoods magischer 63 den Titel abjagen und verteidigt kampfstark den Titel beim 2. Major.

“Niemand kommt mit mehr Selbstvertrauen nach Shinnecock Hills,” machte Brooks Koepka zu Wochenbeginn eine klar Ansage und sollte recht behalten. Trotz einer schwachen Auftaktrunde vom 5 über Par besteht der US-Modellathlet so gut wie kein anderer den härtesten Golftest der letzten Jahre und verteidigt mit einer Kampfrunde von 68 Schlägen bei 1 über Par erfolgreich die Silver Trophy – erstmals seit Curtis Strange vor 29 Jahren! An der Seite seines Buddies Dustin Johnson schoss Koepka zum Abschluss nicht nur besser die schweren Fahnen an sondern lochte auch die entscheidenden Putts.

Mit drei Birdies auf den ersten 5 Bahnen brachte der Titelverteidiger am Sonntag auf Long Island erstmals seine Nase alleine voran und hatte vor allem die Situation in den letzten Flights voll unter Kontrolle. DJ verzweifelte wie schon am Moving Day, wo er sich 38 Putts genehmigte, mit dem 14. Schläger und sollte nicht mehr herankommen. Die jungen US Herausforderer Tony Finau und Daniel Berger waren dem Druck im Schlussflight nicht gewachsen und spielten bereits nach den ersten Bogeys keine Rolle mehr im Titelkampf.

Die größte Challenge sollte von einem Engländer kommen, der bereits drei Stunden vor Koepka eine Traumrunde landete. Tommy Fleetwood bewies einmal mehr seinen Ruf als Streaky Player und lief in Shinnecock Hills heiß wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Ein Traumschlag jagte den anderen und Superputt auf Superputt fiel Mitte Loch.

Als Fleetwood zu Beginn der brutal schweren Back 9 gleich vier Birdies in Folge locht, kommt sogar ein neuer Rundenrekord bei einer US Open in Reichweite. Trotz eines letzten Traumschlags ins 18. Grün verpasst Tommy den Dreimeterputt zu einer historischen 62, die sogar ein Montags-Stechen mit Koepka erzwungen hätte: Aber auch die 63 sollte für den Sprung vom 23. auf den 2. Platz reichen und eine geteilte Bestmarke für eine US Open darstellen: “Ja das ist gut, aber ich wollte die 62,” beweist sich Fleetwood als Vollblut-Sportler.

Auf den Back 9 wurde es an der Spitze zu einem Kampf um Pars statt Birdies. An der kurzen 11 hätte Koepka fast seinen Titel verspielt, nachdem er über das Grün schießt und sein Ball hinab in die Collection Area rollt. Von dort gibt es keinen Schuss zur Fahne, mit dem Chip quer übers Grün in den Bunker und den Sandschlag auf vier Meter hin ist der US Boy aus Florida noch gut bedient. Seelenruhig locht Koepka den Bogeyputt: “Das war für mich wie ein Birdie, sogar wie ein Eagle,” betont er nachher wie wichtig es war in dieser Phase die Spitze zu halten.

Aber auch an der 12 und 14 musste der Titelverteidiger nach verzogenen Drives all seine Puttkunst auspacken um aus drei und vier Metern weitere Schlagverluste zu vermeiden. Ein perfektes Wedge auf einen Meter zur Fahne am letzten Par 5 und das Birdie erzwingt dann endgültig die Vorentscheidung zu seinen Gunsten.

Erstmals seit 2013 in Merion beendet kein einziger Spieler eine US Open unter Par. Bei 1 über Par gönnte sich Koepka um satte 13 Schläge mehr als bei seinem Triumph im letzten Jahr in Erin Hills. Mit seinem zweiten Majortitel verbessert er sich zugleich auf Position 4 im World Ranking.

Dustin Johnson verspielt zwar mit zwei Dreiputt-Bogeys auf den Back 9 seine Titelchance in Shinnecock Hills, erreicht mit zwei Schlägen Rückstand den 3. Rang, behält aber die Spitzenposition in der Weltrangsliste. Masters-Champion Patrick Reed, der nach einem frühen Birdielauf kurzzeitig in die geteilte Spitze vorkam, verpasst danach mit zu vielen Fehlern vom Tee die Chance auf den zweiten Teil des Grand Slam und wird Vierter.

>> Endergebnis US OPEN

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Ultimativer Test

US OPEN – 3. RUNDE: Dustin Johnson (USA) kommt am Moving Day schon auf den ersten Bahnen im Shinnecock Hills GC schwer unter die Räder und muss sich nach der 77 die Führung mit gleich drei Landsmännern teilen. Brooks Koepka könnte am Sonntag auf Long Island das Double perfekt machen.

Letztes Jahr prasselte nach den US Open doch einiges an Kritik auf die USGA ein, denn ein Winning Score von 16 unter Par von Brooks Koepka in Erin Hills war nicht das, was sich der amerikanische Golfverband als ultimativen Golftest vorstellt. Ein Jahr danach ist eindeutig ersichtlich, dass die Kritik nicht spurlos abgeprallt ist, denn Shinnecock Hills auf Long Island präsentiert sich als zwar noch faire aber unglaublich zähe Wiese.

Lediglich einer hatte das Par 70 Gelände an den ersten beiden Tagen perfekt im Griff. Dustin Johnson, seines Zeichens ehemaliger US Open Champion und die aktuelle Nummer 1 der Welt, gab bei gesamt 4 unter Par deutlich den Ton an und war vor dem Moving Day der einzige Spieler des gesamten Feldes, der einen Gesamtscore im roten Bereich aufs Leaderboard postete.

Doch die roten Ziffern schmelzen dann am Samstag wie ein Eis im Hochsommer nur so dahin. Schon auf der 2 (Par 3) brummt er sich nach wild verzogenem Tee-Shot und verpasstem Bogeyputt ein Doppelbogey auf und kommt so der Konkurrenz rasch entgegen. In Folge hat der Longhitter vor allem mit seinen Annäherungen zu kämpfen, die öfters rechts wegdriften und nur selten die Grüns finden. So kommt es, dass DJ schon nach den Frontnine bei sechs über Par hält und so schon zu dieser Zeit die Führungsrolle abgeben muss.

Erst auf den zweiten neun Bahnen stabilisiert sich sein Spiel zusehends und er kann bei nur noch zwei weiteren Bogeys – was für die Backnine des Shinnecock Hills GC aller Ehren wert ist – sogar ein Birdie notieren. Mit der 77 (+7) kann er zwar zu keiner Zeit an die bärenstarken Auftaktleistungen anknüpfen, teilt sich aber bei gesamt 3 über Par immerhin noch die Führungsrolle.

Ankündigung bestätigt

Der amtierende US Open Champion Brooks Koepka meinte vor der Woche, dass es im gesamten Feld nicht einen einzigen Spieler gibt, der mehr Selbstvertrauen hat als er. Dass diese vollmundige Ansage nicht von ungefähr kommt, zeigt der Fitnessfreak, der mittlerweile mehr an einen Linebacker im Football, denn an einen Golfer erinnert, am Samstag eindrucksvoll.

Bei trickreichen Windverhältnissen am Nachmittag spielt der 28-jährige vor allem auf den ersten 11 Bahnen sensationelles Golf und hat die pfeilschnellen und ondulierten Grüns perfekt im Griff, was ihm einen Zwischenstand von 1 unter Par einbringt. Zwar muss Brooks auf den verbleibenden Bahnen noch drei Bogeys einstecken, nach der 72 (+2) liegt aber auch er ganz vorne und hat am Sonntag die Chance seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen.

Die Runden des Tages spulen jedoch Daniel Berger und Tony Finau ab. Die beiden US-Amerikaner nützen die noch gutmütigeren Verhältnisse in der frühen Phase des Samstags perfekt aus und notieren unglaubliche 66er (-4) Runden, mit denen sie Stunden nach Ende ihrer Auftritte sogar plötzlich in geteilter Führung liegen und so am Sonntag voll im Titelgeschehen mitmischen.

Sicherungen durchgebrannt

Wie zermürbend Shinnecock Hills wirklich sein kann, zeigt eine Reaktion von Publikumsliebling Phil Mickelson (USA). “Lefty” hat auf der 13 von den Grüns sichtlich bereits die Nase voll, denn nachdem er seinen ersten Putt deutlich übers Loch schiebt läuft er kurzerhand nach und spielt den Ball noch während des Rollens wieder zurück, was ihm laut den Regeln zwei Strafschläge aufbrummt und Loch 13 in schlanken 10 Schlägen abhaken lässt. Gesamt liegt er damit nun nach der 81 (+11) und bei 17 über Par auf Rang 64.

“Ich wollte niemanden respektlos behandeln. Ich wusste, dass das zwei Schläge Strafe sind, aber zu dieser Zeit wollte ich einfach den Ball nicht mehr hin und her schieben. Ich nahm die zwei Schläge Strafe und marschierte weiter. Ich wollte das schon einige Male zuvor machen, auf der 13 hab ich es dann einfach gemacht”, so Mickelson, der seinen 48. Geburtstag feierte, nach der Runde im Interview lapidar.

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Duftmarke gesetzt

US OPEN – 2. RUNDE: Dustin Johnson (USA) setzt am Freitag Vormittag im Shinnecock Hills GC mit der 67 eine echte Duftmarke und legt der Konkurrenz ordentlich etwas vor. Tiger Woods (USA) scheitert trotz Birdie-Birdie Finish am Cut.

Im Gegensatz zum Donnerstag präsentiert sich die megaschwere Par 70 Wiese auf Long Island am Freitag regelrecht handzahm. Kaum Wind, durch die nassen Verhältnisse – teilweise regnet es sogar leicht – bissige Grüns und angenehme Temperaturen lassen das Links-Gelände durchaus gutmütiger erscheinen. Dies macht sich selten aber doch teilweise auch in den Scores bemerkbar, wenngleich die roten Zahlen an der Spitze immer mehr zusammenschrumpfen.

Nur einer ist nicht gewillt dem Ruf der schwarzen Ziffern zu folgen. Dustin Johnson, seines Zeichens ehemaliger US Open Champion und aktuelle Nummer 1 der Golfwelt hat das absolut richtige Rezept für den Kurs vor den Toren New Yorks parat. Der Longhitter agiert von Tee bis Grün unwahrscheinlich sicher, zeigt sich auch im kurzen Spiel fast fehlerlos und stopft zum Drüberstreuen auch noch einige Monsterputts. Schlussendlich reicht dies für die 67 (-3) womit DJ an der Spitze bei gesamt 4 unter Par der Konkurrenz ordentlich etwas vorlegt.

Die Runde des Tages packt aber Tommy Fleetwood aus. Das feuchte Klima scheint im Engländer regelrecht Heimatgefühle zu entwickeln, was er prompt in einer Superrunde auch zählbar aufs Tableau postet, denn mit der 66 (-4) marschiert er bis auf den geteilten 4. Rang nach vor.

Tiger Woods beendet seinen zweiten Auftritt mit zwei Birdies und hält nach der 72 (+2) bei gesamt 10 über Par, scheitert damit aber um zwei Schläge am Cut. Martin Kaymer (GER) verpasst die gezogene Linie bei gesamt 18 über Par deutlich, wehrt aber immerhin auf seinem 36. und letzten Loch eine komplett birdielose Vorstellung ab.

Auch am Nachmittag kann keiner mehr den Spitzenreiter in irgendeiner Form gefährden. Am Nähesten kommen ihm noch Scott Piercy (71) und Charley Hoffman (69) (beide USA), die beide vor dem Wochenende aber bei einem Gesamtscore von Even Par rangieren und somit den Sprung in den Minusbereich knapp verpassen.

Die 2. Runde im Überblick:

Frühe Starter im Vorteil?

Etwas frisch, aber bei deutlich weniger Wind, präsentiert sich Shinnecock Hills den Frühaufstehern. Co-Leader Russell Henley locht gleich seinen ersten Putt aus drei Metern zum Birdie an der 10. Auch Rafa Cabrera-Bello verbessert seine Chancen mit gleichem Erfolgserlebnis. 3 Meter Birdie an der 10.

Weiterhin wenig Rotes

Zwar präsentiert sich der Kurs etwas gutmütiger als noch in der frühen Phase der Auftaktrunde, so richtig ausnützen kann dies derzeit aber noch keiner. Am Ehesten zeigt Rafa Cabrera Bello auf, denn der Spanier bleibt weiterhin fehlerlos und stopft am Par 5, der 16 aus drei Metern den nächsten Birdieputt, der ihn ins absolute Spitzenfeld nach vorne pusht.

Zwei Schläge vorne

Bei einsetzendem Regen auf Long Island spielt Dustin Johnson bislang noch fehlerfreies Golf. Der Longhitter stopft am Par 3, der 11 nach super Tee-Shot den fälligen Dreimeterputt zum ersten Birdie und legt am Par 5, der 16 weiter nach was ihm derzeit bei gesamt 3 unter Par mit zwei Schlägen Vorsprung die alleinige Führung einbringt.

Wieder zusammengeschoben

Die zwei Schläge große Führung von Dustin Johnson hält gerade mal ein einziges Loch lang, denn nach verfehltem Grün brummt sich die Nummer 1 der Welt auf der 10 das erste Bogey auf, dass ihn der Konkurrenz wieder näher kommen lässt.

Parallelen zum Vortag

Tiger Woods wird mit den ersten Löchern der Frontnine auch am Freitag nicht warm. Wie schon am Vortag hat er Probleme den Ball am Grün der 1 unterzubringen und tritt sich erneut ein Doppelbogey ein. Auch das Par 3 danach erweist sich aus dem Bunker als zu harte Nuss und brummt dem Fanliebling gleich den nächsten Schlag auf. Dustin Johnson hingegen spult unaufgeregt seine Bahnen ab und geht nach einem Birdie auf der 4 wieder auf 3 unter Par.

Vorgelegt

Dustin Johnson zeigt am Freitag warum er die Nummer 1 der Golfwelt ist. Der großgewchachsene US-Amerikaner nützt die etwas freundlicheren Verhältnisse perfekt aus, agiert im langen und im kurzen Spiel überragend und stopft dazu noch teils unglaubliche Putts. Der Lohn der Mühen lässt sich auch am Leaderboard ablesen, denn mit der 67 (-3) legt DJ bei gesamt 4 unter Par der Konkurrenz ordentlich etwas vor.

Tiger Woods (USA) beendet seinen zweiten Auftritt mit einem Biride-Birdie Finish und liegt damit nach der 72 (+2) und gesamt 10 über Par derzeit auf Rang 100, kann damit aber noch hoffen, dass sich der Cut womöglich bei schwierigeren Verhältnissen am Nachmittag noch nach hinten verschiebt.

 

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Knallharter Test

US OPEN – 1. RUNDE: Shinnecock Hills präsentiert sich zum Auftakt, auch dank etwas stärkerem Wind als angenommen, als richtig knallharter Golftest. Gerade einmal vier Spieler bringen eine rote Runde zum Recording und teilen sich bei 1 unter Par damit auch die Spitze.

Im Vorfeld wurde durchaus viel spekuliert wie sich Shinnecock Hills in dieser Woche tatsächlich präsentieren wird. Gerade für die USGA ist dies eine echte Gratwanderung, denn der sowieso schon unglaublich anspruchsvolle Kurs – in etlichen Kategorien führt die Par 70 Wiese die Statistiken der US Open Historie in punkto Schwierigkeit an – ist schon ohne Open Setup teilweise grenzwertig. Im Nachhinein betrachtet dürfte die USGA aber alles richtig gemacht haben, denn sie setzt den Spielern ein zwar knallhartes aber durchaus faires Gelände vor die Nase.

Mit dem trickreichen Wind und den kleinen Landezonen auf den Grüns haben aber schon in der frühen Phase des ersten Spieltages etliche Spieler ordentliche Probleme. So tritt sich etwa Rory McIlroy (NIR) mit ungewohnten Schwächen im Kurzspiel eine 80 (+10) ein und sorgt so für seinen bis dato schlechtesten Major-Start der schillernden Karriere.

Auch Phil Mickelson oder Bubba Watson (beide USA) können mit 77er (+7) Runden nicht gerade glänzen. Tiger Woods (USA) zerlegt es am Nachmittag nach etlichen soliden Löchern gegen Ende doch noch recht unbarmherzig mit einer 78  (+8). Martin Kaymer (GER) kommt ebenfalls gehörig unter die Räder und notiert gar nur die 83 (+13).

Dass die Par 70 Links-Wiese auf Long Island aber durchaus auch Birdies zulässt zeigen einige wenige Akteure. Scott Piercy (USA) und Ian Poulter (ENG) etwa spulen von Beginn an sehr konzentriertes Golf ab, platzieren die Bälle auf den ondulierten Grüns meist richtig gut und können davon mit 69er (-1) Runden auch Profit schlagen, was beiden nach den Vormittagsgruppen die Führungsrolle einbringt.

Am Nachmittag marschiert Russell Henley (USA) zwischenzeitlich sogar bei 3 unter Par vorne weg, doch Shinnecock lässt den US-Amerikaner nicht seiner Wege ziehen und holt ihn mit späten Fehlern wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Auch Dustin Johnsons oder Jason Dufners (beide USA) Ambitionen mehr als nur einen Schlag herauszuquetschen, macht die Links-Wiese bis zum Ende ihrer Runden wieder zunichte.

Schlussendlich teilen sich mit Piercy, Poulter, Henley und Johnson vier Spieler die Fürung bei einem zartrosa Zwischenergebnis von 1 unter Par die Führungsrolle. Wenn man bedenkt, dass die USGA traditionell am Donnerstag noch die angenehmsten Bedingungen für die Spieler schafft, kann man sich ausmalen wo in dieser Woche die Reise hingehen wird.

Die 1. Runde im Überblick:

Erstes Birdie

Dem Franzosen Mathieu Pavon bleibt es heuer vorbehalten das erste Birdie des Turniers zu notieren. Zwar verfehlt er vom Abschlag recht deutlich das Fairway, bringt den Ball aber am Grün unter und stopft aus gut sechs Metern den fälligen Putt.

Spürbarer Wind

Der Wind ist in der frühen Phase doch bereits spürbarer als ursprünglich angenommen. Windspitzen von bis zu 30 km/h machen die Sache doch bereits recht trickreich. Das macht sich auch in den Scores bemerkbar, denn rote Zahlen sind durchaus spärlich gesät. Aaron Baddeley (AUS) ist bei 2 unter Par derzeit der Spitzenreiter.

Jordan Spieth (USA) kommt überhaupt noch nicht zurecht. Nach einem Dreiputt-Bogey auf der 10 tritt er sich am kurzen aber megaschweren Par 3 danach sogar ein Triplebogey (Bunker, Chip, Chip, Dreiputt) ein und bekommt damit nach nur zwei Löchern schon die volle US Open Härte zu spüren.

Überall Gefahren

Was man nach den ersten 2,5 Stunden Spielzeit der US Open sagen kann ist, dass die USGA Shinnecock Hills genau richtig präpariert hat. Der Kurs lässt durchaus Birdies zu, beißt aber beim ersten kleinen Fehler gnadenlos zu. So kommt es auch, dass die Führung nun wieder nur bei 1 unter Par liegt.

Wie unglaublich schwierig sich die Par 70 Wiese spielt zeigt ein Blick auf Rory McIlroys (NIR) Scorecard. Die ehemalige Nummer 1 der Welt tritt sich mit ungewöhnlichen Schwächen im Kurzspiel auf der 11 und der 12 zunächst zwei Bogeys ein und legt danach sogar zwei Doppelbogeys oben drauf. Erst ein Birdie auf der 15 bremst die Negativspirale dann wieder ein. Ein Zwischenstand von +5 nach 6 unterstreicht die Schwierigkeit des Platzes eindeutig. Die 2 unter Par von Charley Hoffman und Matt Kuchar (beide USA) macht dies umso bemerkenswerter.

Erster Flight in der Zielgeraden

Der erste Flight des Turniers biegt langsam aber sicher in die Zielgerade ein und wird die erste echte Benchmark der US Open setzen. Mathieu Pavon (FRA) trennen nur noch drei Bahnen von einer 70er Auftaktrunde, womit sich der Franzose eine sehr gute Basis legen würde. Nach wie vor ist rot nicht gerade Modefarbe. Nur insgesamt sieben Spieler liegen im Minusbereich und die Führung ist weiterhin bei gerade einmal 2 unter Par.

Rory McIlroy erwischt es derzeit richtig har. Das Birdie auf der 5 konnte den Negativtrend nur kurzzeitig abbremsen, denn nach weiteren Fehlern hält der Nordire bereits bei +10 nach 12. Auch den ehemaligen Masters Champion Charl Schwartzel, Phil Mickelson,der mit ungewohnten Problemen mit den Eisen zu kämpfen hat, oder Jordan Spieth gibt der Kurs etliche ungelöste Rätsel auf.

Piercy mit rotem Start

Lediglich zwei Spieler liegen derzeit in den roten Zahlen, eine wird auf jeden Fall Bestand haben, denn Scott Piercy unterschrieb in diesen Minuten die 69 (-1), was ihn mit Sicherheit als einer der Besten in den zweiten Spieltag starten lassen wird. Ian Poulter hat ebenfalls ein Minus leuchten, muss aber noch vier Bahnen absolvieren.

In Ryder Cup Form

Ian Poulter ist nach Piercy der zweite Spieler, der sich über einen roten Start freuen darf. Der Engländer zeigt 18 Löcher lang Golf vom Allerfeinsten, hat sowohl seine Abschläge, als auch die Annäherungen und die Putts meist stark auf Linie und kann so gleich drei Birdies notieren, was sich bei nur zwei Fehlern für die 69 ausgeht. Nach seinen bisherigen starken Auftritten auf der PGA Tour, beweist “Poults” auch beim zweiten Major, dass er einmal mehr ein ganz heißer Kandidat fürs europäische Ryder Cup Team ist.

Schwerstarbeit

Mit Fortdauer spielt sich Shinnecock Hills noch um eine Nuance schwieriger, da der allgegenwärtige Wind die Annäherungen nicht nur von der Schlägerwahl schwierig macht, sondern auch die Grüns immer mehr austrocknet. In diesen Minuten nehmen mit Dustin Johnson, Tiger Woods (beide USA) oder auch Martin Kaymer (GER) drei US Open Champions ihre erste Runde in Angriff.

Woods hat gleich von Beginn an zu kämpfen, denn nach verfehltem Grün rollen ihm sowohl Chip als auch Putt wieder zurück und der Fanliebling muss sich so mit dem Triplebogey zufrieden geben. Auch am Par 3 danach misslingt das Up & Down und Tiger hält so bei bereits 4 über Par nach zwei Bahnen.

Kaum einzubremsen

Mittlerweile ist es wirklich schon eine echte Kunstform die Bälle auf den Grüns zum Halten zu bringen. Der Wind verschärft die ohnehin schon schwierigen Annäherungen noch zusätzlich, weshalb reihenweise Bälle über die ondulierten Grüns wieder vom Kurzgemähten rollen. Rory McIlroy bastelte mit ungewohnten Kurzspielproblemen am Donnerstag eine 80 (+10) zusammen und startet damit so schlecht wie noch nie in ein Major.

Russell Henley gibt derzeit den Ton an. Der US-Amerikaner bringt seine Runde mit einem gestopften Eagleputt auf der 5 so richtig ins Rollen und legt noch vor dem Turn zwei Birdies nach, was ihm bei 3 unter Par nach der ersten Hälfte die Führungsrolle einbringt.

Wechselnde Führungen

Russell Henley verbaut sich nach Problemen auf der 10 und noch dazu verschobenem Bogeyputt mit einer Doublette selbst die alleinige Führung und kommt den Kontrahenten wieder entgegen, findet danach aber wieder ein Birdie, was ihn ganz vorne hält. Da parallel dazu Dustin Johnson aus dem Grünbunker locht, teilen sich die beiden US-Amerikaner derzeit die Führungsrolle bei 2 unter Par. Viel mehr Rotes findet man aber nicht, denn insgesamt liegen nur fünf Spieler im Minusbereich.

Im Gleischritt

Dustin Johnson und Russell Henley marschieren im Gleichschritt an der Spitze bei 2 unter Par dahin. Während DJ allerdings noch fünf Bahnen zu absolvieren hat, steht Henley bereits auf der 17 und ist knapp davor in absehbarer Zeit der Führende im Clubhaus zu sein.

 

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Schottland auf Long Island

US OPEN 2018 – VORSCHAU: Mit einem klassischen Linkskurs in New York will die USGA auf fairem Setup den zweiten Major-Champion des Jahres herausfiltern.

Nach zuletzt 1995 und 2004 kehrt die US Open nach Shinnecock Hills zurück. Auf Long Island wartet ein untypischer US-Klassiker auf die besten Golfer der Welt: ein Linkskurs, der abgesehen vom Wetter auch in den schottischen Dünen eingebettet sein könnte.

Tiger Woods, der bereits zum dritten Mal vor den Toren New Yorks bei einer US Open aufteet betont, dass sich der Platz jedoch ziemlich verändert hat, aber mit breiten Fairways und beißenden Grüns ein faires Setup aufweist: “Ich weiß, sie (die USGA) können die Grüns austrocknen, die Fahnen verstecken und uns ein echtes US Open-Setup geben. Es gibt nichts schöneres als bei unserer nationalen Open um den Sieg mitzuspielen. Auf diesem historischen Kurs wäre ein Sieg noch ein Bonus,” betont der dreifache US Open-Champion.

Der Titelgewinner von 2014, Martin Kaymer, äußert sich mehr als nur angetan von Shinnecock Hills: “Hier kannst Du nicht davonlaufen. Du musst mutige Golfschläge machen, den Spin managen, der ist ein großer Faktor auf diesen Grüns, weil Du manchmal nur sehr kleine Flächen hast. Du kannst also diesen Platz aggressiv spielen, wenn Du möchtest, vor allem auf kürzeren Par 4, wo Du die Ecken abkürzen kannst. Es wird herausfordernd werden, aber ich sehe doch ein recht tiefes Score auch möglich. Die Fairways sind zwar ziemlich breit, das ist nicht so schwer. Aber Du musst die richtigen Stellen am Grün treffen, dann kannst Du hier auch Birdies machen.” Nach bislang enttäuschender Saison gab es zuletzt bei der Italian Open einen Lichtblick, als Deutschlands Nummer 1 erstmals wieder seit langem ganz vorne mitspielen konnte. Sein mittlerweile letzter wichtiger Sieg datiert aber auch schon zurück auf 2014, eben einer US Open.

Das Lob der Spieler an den Trainingstagen ist ziemlich einhellig: “Das fairste Setup einer US Open, das ich je gesehen habe,” meint mit Phil Mickelson ein absoluter Veteran im Feld, “somit wird auch der beste der Woche gewinnen.”

Titelverteidiger Brooks Koepka rechnet sich auch heuer einiges aus: “Meine Länge vom Tee ist ein Vorteil hier, weil die Fairways breit sind. Es ist aber definitiv ein Second Shot Golf Course. Die Grüns sind sehr onduliert, daher muss man die richtigen Stellen treffen. Wenn der Wind zulegt, wird es also eine sehr interessante Woche werden.” Die Wettervorhersage verspricht jedoch angenehme Verhältnisse mit maximal ein bis zwei Schlägern Wind.

DJ, Rory die Darlings der Buchmacher

Nach seinem Kantersieg bei der Generalprobe in Memphis samt Rückkehr zur Nummer 1 der Weltrangliste ist Dustin Johnson mit 9:1 der erklärte Favorit der Buchmacher. Mit Justin Rose, Rory McIlroy und Jon Rahm stehen auf einem Linkskurs wenig überraschend auch einige Europäer sehr hoch im Kurs. Rickie Fowler, der immer gut auf Linkskursen spielt, zählt mit Jordan Spieth und Tiger eher zu den Geheimfavoriten.

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Die Live-Coverage zur US OPEN

Los geht es am Donnerstag um 12:45 MESZ am 1. und 10. Tee, natürlich nach dem Ceremonial First Tee-Shot von Golflegende Jack Nicklaus. Hier die wichtigsten Startzeiten:

12:29 MESZ: Louis Oosthuizen, Jimmy Walker, Justin Rose
14:40 MESZ: Bubba Watson, Jason Day, Brooks Koepka
14:02 MESZ: Rory McIlroy, Jordan Spieth, Phil Mickelson
19:14 MESZ: Sergio Garcia, Jon Rahm, Rafa Cabrera Bello
19:47 MESZ: Justin Thomas, Dustin Johnson, Tiger Woods
19:47 MESZ: Henrik Stenson, Adam Scott, Martin Kaymer

Golf-Live.at wird trotz Abwesenheit des verletzten Bernd Wiesberger live und umfassend von der US OPEN in einem Live-Blog berichten. Dazu stöbern wir jeden nur auffindbaren kostenlosen >> Live-Stream auf. Rund um unser >> Live-Leaderboard werden wie gewohnt alle Berichte und interessanten Links zur US OPEN zu finden sein.

 

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Schober zur US Open

US OPEN QUALIFIKATION – Sarah Schober sichert sich im Stechen das allerletzte Ticket in der Europa-Qualifikation für das Damen-Major.

Im Feld von 71 Qualifikantinnen sorgen Christine Wolf und Sarah Schober für Hochspannung und Drama, nachdem sich beide mit einem 36 Loch-Ergebnis von 3 über Par in ein Stechen um den allerletzten Startplatz retten.

Bei der Europa-Qualifikation im Buckinghamshire GC für das Damen-Major ab 31. Mai in Alabama hatten sich zuvor bereits Schwedens Amateurin Linn Grant sowie die Solheim-Cup Legenden Catriona Matthew und Mel Reid die ersten drei Startplätze auf direktem Weg gesichert. Nicht weniger als 5 Spielerinnen, unter ihnen Wolf und Schober, ritterten im Headquarter der Ladies European Tour nahe London am späten Montag-Abend noch um das 4. und zugleich letzte Ticket.

Christine Wolf, Rachel Goodall sowie Heather McRae scheitern gleich am ersten Extraloch, nachdem sie nicht das erforderliche Par spielen konnten um weiterzumachen. Somit fiel die Entscheidung zwischen Englands Routinier Sophie Walker und Sarah Schober am nächsten Loch. Dort versenkt die Steirerin in der Londoner Dämmerung seelenruhig aus zwei Metern den Par-Putt, der reicht um erstmals bei einem Major aufteen zu dürfen.

>> Endergebnis US Women’s Open Qualifying

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