Schlagwort: Markus

Anfang gemacht

ALPS TOUR TOURSCHOOL FINAL STAGE – 1. RUNDE: Österreichs Tourschüler legen im La Cala Resort von Malaga einen eher unspektakulären Auftakt in die finale Stufe der Tourschool hin, wahren aber immerhin zum größten Teil die Chance auf Tourkarten.

Es ist am Donnerstag in Spanien alles andere als leicht zu spielen. Unangenehme Verhältnisse machen den 144 am Start stehenden Tourschülern das Leben durchaus schwer, was sich klarerweise auch in den Scores manifestiert. Am Ende des Tages gelingen auf beiden Kursen gemeinsam – gespielt wird sowohl am Asia (Par 72) als auch am Europa Course (Par 71) – nur 15 Spielern eine Runde unter Par.

Aus rot-weiß-roter Sicht legt Amateur Timon Baltl mit der 71 (-1) am Asia Course als geteilter 10. die beste Performance hin. Der Youngster kämpft sich nach einer Doublette auf einem Par 5 noch stark zurück und nimmt mit abschließenden Birdie sogar noch eine rote Runde mit. Damit hat er auch sehr gute Karten sich am Samstag eine der begehrten Tourkarten – die besten 35 erhalten Kategorie 6, die Top 65, was gleichzeitig am Freitag auch die Cutmarke darstellt, immerhin noch Kategorie 8 – zu schnappen.

Mit Markus Habeler trumpft am Europa Kurs mit der 71 (Par) noch ein weiterer heimischer Amateur auf und geht so als geteilter 16. in den zweiten Spieltag. “Die Pins waren heute alle ziemlich schwer hinten im Grün gesteckt. Dadurch hab ich mich immer vor die Fahne legen müssen und so gergeben sich auch nicht so viele Chancen. Mein Spiel war soweit ganz gut und ich bin mit dem Start mal zufrieden”, so Habeler, der, sofern er sich am Sonntag eine Tourkarte sichern kann, nächste Saison als Pro aufteen wird.

Ebenfalls auf Cutkurs

Mit Niki Wimmer, H.P. Bacher (beide mit der 74 am Europa Course) und Amateur Gerold Folk (73 am Europa Course) liegen noch drei weitere Österreicher als geteilte 35. in recht guter Ausgangslage. Clemens Gaster (Am) und Rene Gruber mischen nach 73er (+2) Runden am Europa Course als geteilte 55. ebenfalls noch im Cutbereich mit. Bernard Neumayer (75 am Europa) und Michi Ludwig (76 am Asia) haben als 67. ebenfalls noch gute Chancen.

Felix Schulz (81) als 123., Sebastian Wittmann (83) als 133. und Joel Kai Lenz (83) als 134. liegen bereits abgeschlagen zurück.

>> Leaderboard Tourschool Final Stage

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Niki Wimmer 2015

Klare Heimführung

NATIONALE OFFENE MEISTERSCHAFTEN – 2. RUNDE: Der Föhrenwalder Amateur Markus Habeler sichert sich bei 8 unter Par die Halbzeitführung, drei Schläge vor Nikolaus Wimmer (Foto). Emma Spitz bleibt bei den Damen das Maß aller Dinge.

Wechselhafte, teils windige Bedingungen am zweiten Spieltag bei Österreichs Nationalen Offenen Meisterschaften, nichts Neues dagegen an der Spitze. Student Markus Habeler erweist sich einmal mehr als Meister aller Klassen in seinem Golfclub Föhrenwald und schraubt mit 70 Schlägen die Führungsmarke auf 8 unter Par hoch.

Die mit Abstand besten Freitagsrunden schießen Niki Wimmer und der Linzer Amateur Mario Biber mit der 67 (-5). Wimmer ist damit als Zweiter bei -5 zugleich bester Pro im Klassement und umrundete den Wiener Neustädter Kurs bogeyfrei. Biber folgt einen weiteren Schlag zurück auf Rang 3. Nur 10 Herren dürfen sich über ein 36 Loch-Ergebnis in den roten Zahlen freuen, darunter Jürgen Maurer (-2) und Mo Mayrhauser (-1).

Bei den Damen sorgt Emma Spitz neuerlich mit der 73 für die Tagesbestleistung. Mit dem Tempo der Niederösterreicherin, die bei -2 klar führt, kann am Freitag nur die erfahrene Wienerin Nadine Dreher mithalten, die mit 4 Schlägen Rückstand auf Rang 2 ins Wochenende geht.

>> Live Scoring Nationale Offene Meisterschaften

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Maudi’s Midlife Crisis

Tigerline_Golf_Live_at

Die lustigen Jahre auf der European Tour sind vorbei. Dem Mitvierziger Markus Brier drohen nun Stehzeiten, Megadruck und die golferische Kreisliga.

Auf bis zu 15 European Tour-Stars hoffte Markus Brier noch vor Weihnachten, als er 2013 voll durchstarten wollte in Richtung neuer Tourkarte. Knapp zwei Monate später ist Ernüchterung eingetreten, was Position 147 in Kategorie 12 tatsächlich wert ist – bislang einen einzigen Start (Joburg Open mit aufgeblasenem 256er-Feld), der nach halbherzigem Vorbereitungsprogramm der Marke “Indoor Training” in einem Missed Cut endete.

Die erhoffte Einladung fürs Qatar Masters erhielt statt Brier Deutschlands Wunderknabe Dominic Foos und in Südafrika ließ man den 44-jährigen Wiener Vorqualifikation für ein 1 Million-Euro Mini-Turnier (Africa Open) spielen, die ebenfalls zu nichts führte. Den Rest des Südafrika-Tripps spart sich Brier jetzt überhaupt: “Ich bin für die Tshwane Open zu weit hinten auf der Nennliste. Deshalb macht auch der Start zwischenzeitlich auf der Sunshine Tour beim Dimension Data ProAm keinen Sinn,” brach Brier vorzeitig seine Zelte ab und flog unverrichteter Dinge heim.

Das Turnierdilemma ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Die wenigen Starts in der 1. Liga gilt es nun unbedingt zu nutzen, das erzeugt Megadruck. Seit Brier selbstironisch “zu viele bewegliche Teile” in seinem Golfschwung ortete, ist auch seine alte Stärke, das konstante Spiel, Geschichte.

Wen kratzts, sollte man meinen. Maudi hat mit 4 Millionen Euro Preisgeld genug verdient. Den sparsamen Magister der Betriebswirtschaft treiben aber keine Geldsorgen hinaus auf den Golfplatz. 6 Jahre vor dem möglichen Wechsel auf die Seniors Tour will es der 44-jährige noch einmal wissen, landete aber plötzlich im golferischen Niemandsland.

Brier braucht unbedingt Turniereinsätze. Einerseits für die Turnierpraxis, die ihm zur Zeit am meisten fehlt. Andererseits ist der Absturz im World Ranking jenseits der Top 600 alarmierend, nur noch als viertbester Österreicher. Das schmerzt bei Sponsorterminen.

Was bleibt sind Starts in unteren Ligen, die nach 13 Jahren European Tour gewaltig aufs Ego drücken. Challenge Tour, dazu vielleicht Gösser Open und die weiteren Heim-Events der EPD-Tour (Adamstal und Haugschlag), werden wohl Briers Hauptbühne 2013 werden.

Zu Briers größtem Problem werden aber die fehlenden Ergebnisse. Wie er selbst einmal treffend bemerkte, nützt selbst die beste Kategorie auf der Tour nichts, wenn man keine Cuts schafft. Nur zwei Wege führen zurück auf die European Tour – Siege auf der Challenge Tour, Topergebnis bei der Tourschool – doch dazu muss Brier deutlich besser Golfspielen als in den Jahren 2009 bis 2012.

Daher bedarf es einer kolossalen Kraftanstrengung, die nur mit vollem Feuer für den Sport zu erbringen sein wird. Wie heiß dieses Feuer noch tatsächlich lodert, werden die Ergebnisse 2013 zeigen.

von Joachim Widl

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Neuer Leitwolf im Rudel?

Tigerline_Golf_Live_at

Natürlich ist es Majestätsbeleidigung wenn man an Markus Briers Nummer 1-Rolle kratzt. Aber in Zeiten wo selbst ein Papst angreifbar wird, erlaube ich es mir.

Zu den Fakten: Markus Brier ist aus den Top 300 im World Ranking herausgefallen, Roland Steiner hat nur noch rund 180 Ränge Rückstand. Vor 3 Jahren lag Brier um Rang 100, der Nächstbeste jenseits der 700.

Die Frage lautet nicht: geht die Regentschaft von Markus Brier im Alpengolf zu Ende, sondern nur WANN? “Circle of Life”, heisst dieses Spiel. Ein Sieg oder ein paar Top 3-Ergebnisse von Steiner, Wiesberger und Prägant auf der Challenge Tour würde nach 15 Jahren einen neuen rotweissroten Leitwolf im World Ranking küren.

Für die an Gleichberechtigung glaubenden ist soundso bereits jetzt Nicole Gergely Österreichs Nummer 1, aber letztlich ist es vollkommen egal.

Was Österreichs Golfsport wirklich braucht ist eine Nummer 1 der Herzen, die als Leitwolf wahrgenommen wird. Die Österreichs Fans wieder aufstehen lässt um 5 Uhr in der Früh, wenn Sky aus China berichtet. Oder die Golf wieder zurück auf die Sportseiten der Tageszeitungen bringt. Die es einer Austrian GolfOpen erspart nach einem Jose Maria Olazabal oder John Daly als Zugpferd zu fischen, weil unser Leitwolf Fontana locker füllt.

Der Sport lebt von Emotionen, im heimischen Golfsport spürte man zuletzt zu oft eingeschlafene Füsse als Adrenalinrausch. Das liegt nicht nur an den Ergebnissen sondern auch an den handelnden Personen, die elektrisierend wie eine AA-Batterie auf die Fans wirkten.

Irgendwas muss sich ändern – irgendwas wird sich ändern – Morgen..

von Joachim Widl

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Brier mit Tarnkappe

Unscheinbare Even Par-Runde und Platz 74

Mit der Tarnkappe unterwegs war Markus Brier zur Eröffnung der Malaysian Open. Der Wiener scorte eine unauffällige Runde ohne Highlights von 71 Schlägen und belegt damit bei Even Par den 74. Zwischenrang.

2 Birdies, 2 Bogeys und 14 Pars – wären da nicht tiefe Scores der Konkurrenz mit bis zu 62 Schlägen gewesen, hätte Markus Brier mit seinem Arbeitstag in Kuala Lumpur durchaus zufrieden sein können. Doch auf dem wasserdurchtränkten Platz, der sich trotz “Besserlegens” überaus lang spielte, verlor der Österreicher damit schon fünf Schläge auf die Top 10 und 9 Strokes auf die Führung. Nur auf den kurzen Par 5-Bahnen Nummer 17 und 3 schaffte Brier heute Birdies, auf den langen Par 4 der Nummer 12 und 18 büßte er die gewonnenen Schläge wieder ein. Morgen heisst es somit “Gas geben”, um noch in Reichweite einer guten Platzierung zu kommen.

Der Inder Arjun Atwal erwies sich wieder einmal als Spezialist für Turniere in Asien. Seine 62er-Runde (9 unter Par)bedeutete neuen Platzrekord (der jedoch aufgrund des “Besserlegens” nicht offiziell anerkannt wird) und die Führung, gemeinsam mit dem Schweden Fredrik Andersson, der am Nachmittag zu Atwal aufschloß. Retief Goosen und Padraig Harrington teilen sich bei 5 unter Par den 9. Platz.

Stand nach der 1. Runde (Par 71):

Platz Name Land Par R1
 T1 ANDERSSON, Fredrik SWE -9 62
 T1 ATWAL, Arjun IND -9 62
  3 SRIROT, Thammanoon THA -8 63
  4 OH, Ted KOR -7 64
 T5 CHOPRA, Daniel SWE -6 65
 T5 DYSON, Simon ENG -6 65
 T5 TADINI, Alessandro ITA -6 65
 T5 YEH, Wei-Tze TPE -6 65
 T9 GOOSEN, Retief RSA -5 66
 T9 WESTWOOD, Lee ENG -5 66
 T9 HARRINGTON, Padraig IRE -5 66
Weiters:
T18 COLTART, Andrew SCO -4 67
T18 MCGINLEY, Paul IRE -4 67
T54 WOOSNAM, Ian WAL -1 70
T74 BRIER, Markus AUT Par 71
T87 GRÖNBERG, Mathias SWE 1 72
T108 DIER, Tobias GER 2 73
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