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Bernd Wiesberger 2016

Später Schock

DUBAI DESERT CLASSIC – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger hat im Emirates GC mit dem immer stärker werdenden Wind hart zu kämpfen und eröffnet das Finale des Desert Swings nach einem Doppelbogey am Schlussloch nur mit der 73. “Das war ein echt enttäuschender Tag heute. Ich hab extrem gekämpft in diesem schrecklichen Wind und hätte echt absolut keinen Schlag schlechter spielen können”, so Bernd sichtlich frustriert nach der Runde.

Die im Vorfeld des Turniers bereits befürchteten ungerechten Windverhältnisse am ersten Spieltag treten tatsächlich genau so ein wie angekündigt. Herrscht am Vormittag in Dubai noch absolute Flaute, was vor allem Sergio Garcia (ESP) mit der 65 (-7) perfekt auszunützen versteht, frischt der Wind just zu Beginn der Nachmittags Tee Times spürbar auf.

Auch Bernd Wiesberger ist einer der Leidtragenden am Donnerstag, wobei sich der Burgenländer am Anfang seiner Runde absolut unbeeindruckt davon zeigt. Der Oberwarter startet konzentriert und weiß gleich das erste und einzige Par 5 der Frontnine mit Birdie auszunützen. Auch danach agiert er grundsouverän, nimmt gekonnt die Pars mit und stopft am Par 3, der 7 einen weiteren Putt zum roten Eintrag.

Bogeys im Sand

Die etwas scorefreundlicheren Backnine werden am Eröffnungstag dann aber durch den immer stärker werdenden Wind – teils wehen richtige Sandstürme über die Par 72 Anlage – ordentlich verschärft, was auch Bernd Wiesberger auf der 11 mit dem ersten Bogey unangenehm zur Kenntnis nehmen muss.

Auch die Grüns sind zu dieser Zeit immer schwerer zu lesen, da der aufgewirbelte Wüstensand ein richtiges Einschätzen teils unglaublich erschwert. Dennoch legt sich Österreichs Nummer 1 am Par 5, der 13 nach recht gutem Chip eine machbare Birdiechance auf, den folgenden Dreimeterputt spielt er aber nicht konsequent genug. Richtig unangenehm kommt es dann jedoch eine Bahn später, wo es die Nummer 37 der Welt mit dem zweiten Bogey erwischt, was das Tagesergebnis zurück auf Level Par stellt.

Zurückgerutscht

Mit einem Bombendrive legt er den Ball auf der 17 dann aber kurz vors Grün, chippt stark zur Fahne und taucht kurz vor Schluss wieder in den roten Bereich ab. Lange währt die Freude darüber aber nicht, denn statt sich mit weiterem Birdie ein gutes Gefühl für den zweiten Spieltag zu holen, tritt er sich am Par 5, der 18 ein Doppelbogey ein, was ihn weit im Klassement zurückreicht.

Mit der 73 (+1) und als geteilter 76. muss er am Freitag wohl schon auf Angriff spielen um nicht bereits am Cut zu scheitern. Die erneut windige Vorhersage dürfte sich dabei zudem als nicht sehr hilfreich erweisen. Immerhin soll der Wetterumschwung – in Dubai sind an den kommenden Tagen Spitzenwerte von maximal 20 Grad Celsius vorhergesagt – auch den Nachmittagsgruppen am zweiten Spieltag starken Wind bescheren, was für etwas ausgeglichenere Verhältnisse als am Donnerstag sorgen wird.

“Mit einem schlechten Wedge am letzten Loch die Runde mehr oder weniger so wegzuschmeißen war einfach sehr dumm. Morgen werden die Verhältnisse wohl noch schlechter werden. Mal schauen was noch möglich ist. Ich werde natürlich versuchen irgendwie einen Move nach vorne zu machen”, spart Bernd Wiesberger nach der Runde in keiner Sekunde mit Selbstkritik.

Tiger Woods (USA) kommt bei seinem Gastspiel auf der European Tour bei noch sehr guten Verhältnissen am Vormittag nicht über die birdiefreie 77 (+5) hinaus und belegt damit nur Rang 121.

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Bernd Wiesberger

Leichte Feinjustierung

QATAR MASTERS – FINAL: Bernd Wiesberger beendet das Qatar Masters zwar mit einer 68 und macht im Doha GC damit etliche Ränge gut, für kommende Woche muss der Oberwarter aber wohl etwas an den Stellschrauben drehen um wieder im Spitzenfeld mitmischen zu können.

Nach dem rasanten Saisonstart mit Rang 4 in Abu Dhabi rechneten sich sowohl Bernd Wiesberger selbst als auch zahlreiche Fans des Österreichers ein Spitzenresultat in Doha aus. Allein, es war nicht die Woche des Burgenländers. Österreichs Nummer 1 startete zwar mit einer fehlerlosen 70 (-2) ins Turnier, verpasste aber etliche gute Birdiemöglichkeiten und rangierte so nur im Mittelfeld.

Bei etwas windigeren Bedingungen muss er am Freitag sogar mit der 72 (Par) leben und zittert danach sogar lange Zeit um den Einzug ins Wochenende. Genau an der Marke von 2 unter Par geht sich der Cut dann aber noch aus und Bernd gibt sich selbst fürs Wochenende die Devise “voller Angriff” vor. Wohl der Angriffslust ist es geschuldet, dass er sich am Moving Day rasch Bogeys eintritt. Erst starke Backnine drehen die Runde noch zur 71 (-1).

Konzentrierter Finaltag

Vom 48. Rang aus ist ein Topergebnis wohl nur noch sehr schwer zu erreichen, weshalb es vorrangig darum geht wieder die Sicherheit und die Selbstverständlichkeit im Spiel zu finden. Mit drei Pars in Folge startet er solide und findet danach auch ein rasches Birdie, das er aber nur wenig später wieder aus der Hand gibt. Nach einem Erfolgserlebnis am Par 5, der 9 kommt er dennoch im roten Bereich zum Turn und dreht mit weiteren Birdies auf den Backnine sein Tagesergebnis immer tiefer in den Minusbereich.

Ein abschließender Schlaggewinn auf der 18 sorgt dann für einen gelungenen und versöhnlichen Schlusspunkt. Bernd Wiesberger marschiert so mit der 68 (-4) zum Recording, was ihn immerhin noch bis auf Rang 37 nach vorne bringt. Trotz der eher durchwachsenen Turnierwoche, zeigt die Nummer 37 der Welt, dass er sein Spiel in der frühen Phase der Saison gut auf Schiene hat.

Turnierübergreifend musste er auf unglaublichen 81 Löchern in Folge keinen Schlagverlust hinnehmen, was neuen Rekord auf der European Tour bedeutet. Außerdem gelang ihm in Doha der bereits achte Cut in Folge. Das letzte Wochenende verpasste er vergangenen Juli bei den PGA Championship in den USA.

Jeunghun Wang (KOR) setzt sich nach der 71 (-1) und bei gesamt 16 unter Par am ersten Extraloch gegen Joakim Lagergren (SWE) (66) und Jaco Van Zyl (RSA) (68) durch und gewinnt mit nur 21 Jahren sein bereits drittes European Tour Turnier.

Stellschrauben nachziehen

Bereits nächste Woche geht es für Bernd Wiesberger bei den Dubai Desert Classic weiter. Um beim Schlusspunkt des diesjährigen Desert Swings wieder im Spitzenfeld mitmischen zu können, wird er wohl leicht an einigen Stellschrauben drehen müssen. Im Gegensatz zu Abu Dhabi, wo er enorm sicher agierte, hatte er in Doha doch etwas mit der Genauigkeit in fast allen Aspekten seines Spiels zu kämpfen. In Dubai wird auch Tiger Woods (USA) nach seinem Comeback ein Gastspiel auf der European Tour geben.

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Zurückgedreht

QATAR MASTERS – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger findet am Moving Day vor allem zu Beginn überhaupt keinen Rhythmus, kämpft sich im Doha GC aber mit starken Backnine noch zur 71 und macht damit ein paar Ränge im Klassement gut.

Bernd Wiesberger und der Doha GC passen in diesem Jahr nur bedingt gut zusammen. Auf der longhitterfreundlichen Par 72 Anlage kam der Oberwarter in den letzten Jahren doch recht gut zurecht, allein heuer ist es ein regelrechter Kampf um jedes Birdie. Mit etwas ungenaueren Teeshots und einigen Schwierigkeiten auf den Grüns cuttete Österreichs Nummer 1 nur gerade noch an der gezogenen Linie ins Wochenende.

Dennoch gibt er sich vor der dritten Runde recht angriffslustig, da mit lediglich sechs Schlägen Rückstand auf die Spitze immer noch so gut wie alles zu holen ist. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine bessere Birdieausbeute, wo er vor allem auf den Par 5 Bahnen in dieser Woche noch klares Verbesserungspotenzial hat.

Verpatzter Start

Allerdings kommt es gleich auf den ersten Bahnen, wohl auch der Angriffslust geschuldet, richtig dick. Das Eröffnungs-Par 5 verlässt er nur mit einem Bogey und kann auch auf der 2 einen Schlagverlust nicht verhindern. Mit dem verpatzten Start ziert er plötzlich nur das Ende des Leaderboards und selbst ein zwischenzeitliches Birdie bringt noch nicht die benötigte Sicherheit zurück, wie zwei weitere Bogeys noch vor dem Turn unterstreichen.

Danach allerdings stabilisiert sich das Spiel des Oberwarters zusehends und auf der 10 gelingt dann endlich auch auf einer langen Bahn das so lang ersehnte Birdie. Mit neuem Mut agiert Bernd Wiesberger um einiges stabiler, schafft es gekonnt weitere Schlagverluste zu vermeiden und stellt mit Birdies auf der 15 (Par 4) und der 17 (Par 3) sein Tagesergebnis wieder zurück auf den Ausgangspunkt.

Selbstvertrauen gestärkt

Nachdem ihm dann auch noch die abschließende 18 (Par 5) einen Schlag spendiert, dreht er sein Ergebnis sogar noch zur 71 (-1) und macht damit im Klassement doch ein paar Ränge gut. Vor allem im Hinblick auf eine gute Finalrunde sind die starken Backnine mit Sicherheit wichtig fürs Selbstvertrauen. Den Sonntag wird er als 48. in Angriff nehmen.

Die Führung sichert sich Jeunghun Wang (KOR). Der Koreaner drückt am Samstag aufs Tempo und gibt nach der 65 (-7) bei gesamt 15 unter Par den Ton an.

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Voller Selbstvertrauen

QATAR MASTERS – VORSCHAU: Bernd Wiesberger startet am Donnerstag in die zweite Station des diesjährigen Desert Swings. Nach dem ausgezeichneten 4. Rang der Vorwoche nimmt der Burgenländer das Turnier im Doha GC voller Selbstvertrauen in Angriff.

Viel besser und vor allem souveräner als Bernd Wiesberger kann man eine Saison kaum eröffnen. Nach sechswöchiger Pause präsentierte sich der Oberwarter hellwach, machte kaum Fehler und verpasste in Abu Dhabi am Ende sogar nur knapp um zwei Schläge den möglichen Sieg. Ganze 17 Birdies konnte er in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate notieren und musste dabei lediglich zwei Bogeys einstecken, was zeigt, dass sich das Spiel von Österreichs Nummer 1 auf unglaublich hohem Niveau bewegt.

“Es war schon vieles sehr gut, einige wenige Bereich erfordern aber noch Arbeit”, zeigte er sich trotz des richtig guten Saisonstarts noch nicht vollends zufrieden. Vor allem ein paar ausgelassenen Chancen auf den Grüns ist es wohl zuzuschreiben, dass es in Abu Dhabi noch nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.

Guter Boden

Bei der nun anstehenden zweiten Station des Desert Swings darf man ob der starken Performance wohl erneut einiges vom Burgenländer erwarten. Den Doha GC kennt die Nummer 37 der Welt ebenfalls bereits sehr gut aus den Vorjahren und kommt mit der Par 72 Anlage durchaus gut zurecht. Vor zwei Jahren spielte er sogar lange Zeit um den Sieg mit und trat schlussendlich mit einem starken 3. Platz die Weiterreise nach Dubai an. Letzte Saison wurde er immerhin beachtlicher 13.

Auch nach der Absage des zweifachen Titelverteidigers Branden Grace (RSA) kann das Starterfeld erneut mit durchaus großen Namen aufwarten. Martin Kaymer (GER), der sich letzte Woche mit Bernd noch Rang 4 geteilt hat, Abu Dhabi Sieger Tommy Fleetwood (ENG), Graeme McDowell (NIR), Alex Noren (SWE), Rafael Cabrera-Bello (ESP) oder auch Andy Sullivan (ENG) sind nur einige der namhaften Akteure die ab Donnerstag beim 2,5 Millionen Dollar Turnier die Schläger schwingen werden. Bernd nimmt die erste Runde um 09:30 MEZ gemeinsam mit Thorbjorn Olesen (DEN) und Thongchai Jaidee (THA) von der 1 aus in Angriff.

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Traumstart 2017

ABU DHABI CHAPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger mischt im Abu Dhabi GC bis zum Schluss um den Sieg mit, ehe er sich am Ende nur knapp geschlagen geben muss. Mit Rang 4 feiert der Burgenländer einen wahren Traumstart in die Saison. “Das war eine großartige Woche hier in Abu Dhabi”, freut er sich klarerweise über seinen gelungenen Jahresauftakt.

Bernd Wiesberger eröffnet seine European Tour Saison 2017 mit einem Erfolgserlebnis. Der Oberwarter, der vor dem Antreten in Abu Dhabi ganze sechs Wochen pausierte, präsentiert sich in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate von seiner besten Seite, reiht gleich vier Runden in den 60ern aneinander und muss sich am Ende nur hauchdünn geschlagen geben.

Dabei klang es vor dem Turnier aus dem Mund von Österreichs Nummer 1 noch etwas relativierend, wusste er doch selbst noch nicht ob er die gute Form des Vorjahres in die neue Saison übernehmen konnte. Schon nach der ersten Runde war aber klar, dass die Standortbestimmung mit der 68 (-4) positiv abgeschlossen ist. Eine 69 (-3) am Freitag brachte ihn dann in Schlagdistanz zur Spitze und mit einer weiteren 68 (-4) am Moving Day hielt er sich sogar die Chance auf den möglichen Sieg offen.

Hochkonzentriert

Bei zu Beginn etwas windigeren Verhältnissen agiert Bernd Wiesberger am Finaltag bombensicher. Zwar will längere Zeit kein Birdie gelingen – erst die 8 (Par 5) spendiert ihm den ersten Schlag – in Verlegenheit zurückzufallen kommt er aber eigentlich nie. Erst nach dem ersten Erfolgserlebnis kommt der Birdiemotor des Oberwarters langsam auf Touren, was sich auf der 10 (Par 5) und mit gestopftem langen Putt auch auf der 11 (Par 4) dann auch rasch auf der Scorecard niederschlägt.

Bei einem Zwischenstand von -3 nach 11 schließt Österreichs Nummer 1 bis auf einen Schlag nach vorne auf und ist öfters drauf und dran die Führenden richtig zu attackieren. Einzig etwas fehlendes Spielglück auf der 16 – der Ball bleibt nach Putt vom Vorgrün an der Lochkante hängen – verhindert den endgültigen Vorstoß an die Spitze.

Die 18 – das Par 5 ist mittlerweile wohl klar das Lieblingsloch des Burgenländers – lässt dann noch einen Schlag springen, was in einer weiteren fehlerlosen 68 (-4) mündet. Damit muss Bernd Wiesberger als geteilter 4. nur Tommy Fleetwood  – der Engländer gewinnt nach der 67 (-5) bei gesamt 17 unter Par – sowie Dustin Johnson (USA) und Pablo Larrazabal (ESP) (beide 68) knapp den Vortritt lassen.

“Es sind schon viele Bereich meines Spiels auf einem Top-Level, ein paar wenige brauchen noch etwas Arbeit. Ich bin sehr froh über die Art und Weise wie ich in dieser Woche Fehler vermeiden konnte und freue mich dementsprechend schon auf Doha”, so Bernd nach dem Turnier.

Unwahrscheinlich sicher

Vor allem das “Wie?” ist es, was in Bernds erster Turnierwoche des Jahres richtig beeindruckt. Die Nummer 40 der Welt muss auf 72 Löchern nur ganze zwei Schläge abgeben, was die geringste Fehlerquote des Feldes darstellt, findet aber stolze 17 Birdies und sorgt so für seinen bislang besten Saisonstart der Karriere.

Auch saisonübergreifend liest sich die Statistik eindrucksvoll. Der 4. Rang bei den Abu Dhabi Championship ist das siebte Top 10 Ergebnis bei seinen letzten acht Starts. Anders als im letzten Jahr, wo Bernd bis Juni auf das erste Top 10 Resultat warten musste, gelingt dies heuer gleich beim ersten Antreten. Ob der beeindruckenden Performance darf man gespannt sein, was die nächsten Turniere bereithalten. Schon nächste Woche geht es für Bernd Wiesberger mit den Qatar Masters in Doha zur zweiten Station des diesjährigen Desert Swings.

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Bernd Wiesberger

Reelle Chancen

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger geht im Abu Dhabi GC nach der fehlerlosen 68 und als geteilter 7. mit reellen Siegchancen in den Finaltag. “Ich bin zufrieden mit dem Score heute”, zeigt er sich mit der dritten Runde klarerweise nicht unzufrieden.

Viel solider als Bernd Wiesberger in dieser Woche kann man eine Saison kaum beginnen. Der Oberwarter fand nach seiner sechswöchigen Pause mit einer 68 (-4) richtig gut ins Turnier und räumte sich nach der 69 (-3) am Freitag durchaus auch die Möglichkeit auf ein Mitspracherecht bei der Titelvergabe ein. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein gelungener Moving Day um am Finaltag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate richtig Druck auf die Spitze ausüben zu können.

Das Vorhaben soll am Samstag dann aufgehen, wenngleich der Start eher schleppend verläuft. Bernd verpasst einmal mehr ein frühes Par 5 Birdie auf der 2 und reiht gleich fünf Pars aneinander, die ihm zu dieser Zeit ein paar Ränge im Klassement kosten. Erst ab der 6 drückt der Burgenländer spürbar aufs Tempo und findet bis zum Turn gleich drei rote Einträge, die ihn bis in die absolute Spitzengruppe nach vorne spülen.

Chancen ausgelassen

Fast gelingt sogar kaum auf den Backnine angekommen das nächste Erfolgserlebnis, der Putter will am Par 5 aber nicht mitspielen und verweigert das vierte Birdie des Tages. In Folge gibt es doch einige Momente wo der Birdieschrei bereits auf den Lippen liegt, mit ausgelassenen Chancen aber einfach nicht raus will. Bezeichnend hierfür ist wohl die 16 wo er sich mit starkem Eisen eine richtig gute Möglichkeit auflegt, aus einem Meter den Ball aber am Loch vorbeischiebt.

Erst die 18 lässt dann doch noch einen Schlag springen, was die fehlerlose 68 (-4) perfekt macht. Mit Birdies an jedem Tag scheint das abschließende Par 5 zu Bernds absolutem Lieblingsloch zu avancieren. Bei gesamt 11 unter Par belegt Bernd vor der Finalrunde den geteilten 7. Rang und geht bei nur zwei Schlägen Rückstand auf Leader Tyrrell Hatton (ENG) (68) mit absolut intakten Siegchancen in den letzten Spieltag.

“Ich musste einige Male ums Par kämpfen, konnte aber glücklicherweise auch Bogeys vermeiden. Ich werd versuchen morgen noch die Birdiequote zu steigern um bei dem dichtgedrängten Leaderboard ganz vorne mitmischen zu können”, so Bernd Wiesberger nach dem Moving Day.

Form übernommen

Was man nach bislang drei gespielten Runden bereits sagen kann ist, dass Bernd die gute Form vom Jahresende eindeutig mit in die neue Saison nehmen konnte. Mit drei Runden in den 60ern, wobei er nach 54 gespielten Bahnen bisher lediglich zwei Bogeys notieren musste und der klar vorhandenen Chance auf den Sieg, scheint das Jahr 2017 so gut anzufangen wie bis dato noch keine Saison zuvor.

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Clarke’s Ryder Cup-Picks

RYDER CUP 2016 – Darren Clarke beruft Martin Kaymer, Lee Westwood und Thomas Pieters als Captains Picks ins Europa-Team.

Martin Kaymer und Lee Westwood waren für Darren Clarke relativ klare Entscheidungen für die Einberufung ins Euro-Team von Hazeltine. Unglaublich schwer tat sich Clarke bei der Vergabe seines letzten Tickets zwischen dem Belgier Thomas Pieters und dem Schotten Russell Knox: “Ich war unglaublich beeindruckt zuletzt in Dänemark als Pieters mit mir gemeinsam spielte, dabei wusste worum es ging und eine der besten 62er-Runden hinzauberte, die ich je gesehen habe. Und dann auch noch zu gewinnen,” beschrieb Clarke, was für ihn den Ausschlag gab.

Damit ist Europas 12 Mann-Auswahl komplett für den ewig jungen Kontinentalvergleich mit Amerika, den Europa als zuletzt dreifacher Titelverteidiger in Angriff nehmen wird.

Nach dem 6. Platz am letzten Wochenende in Dänemark, seinem bereits 6. Top 10-Ergebnis in den letzten 10 Starts auf der Europaen Tour, hatte sich Kaymer bereits optimistisch geäußert: “Ich habe alles getan, was ich konnte. Jetzt muss Darren Clarke eine Entscheidung treffen. Aber es wäre ein großartiges Erlebnis, vier Ryder Cups in Folge bestreiten zu dürfen.”

Fix qualifiziert für Europas Auswahl waren zuvor bereits vier Routiniers, Sergio Garcia, Rory McIlroy, Henrik Stenson und Justin Rose, sowie die fünf Neulinge Andy Sullivan, Matt Fitzpatrick, Rafa Cabrera-Bello, Danny Willett und Chris Wood.

Mit dem zuletzt in Überform spielenden Belgier Thomas Pieters nominierte Clarke einen sechsten Rookie, was wohl letztendlich den Ausschlag gab, dass der Schotte Russell Knox nicht mehr zum Zuge kam, der zwar im letzten Jahr zwei Siege auf der US Tour einfahren konnte, jedoch ebenfalls noch nie in der Europa-Auswahl stand.

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Lukas Nemecz

Auf verlorenem Posten

MADE IN DENMARK – 2. RUNDE: Lukas Nemecz findet am Freitag im Himmerland Golf & Spa Resort von Beginn an nicht den benötigten Rhythmus und verpasst mit der birdiefreien 77 in Farso klar den Cut.

Es war nach der 73 (+2) vom Donnerstag bereits klar, dass es für Lukas Nemecz am zweiten Spieltag mit später Startzeit sehr schwierig werden wird noch ins Wochenende zu cutten. Spätestens nach der zweiten Bahn macht sich dann aber deutlich wie schwierig es für den einzigen Österreicher in Dänemark wirklich wird. Statt des erhofften Par 5 Birdies tritt er sich auf der langen Bahn ein Bogey ein und fällt zwei Löcher später noch weiter zurück.

Zwar stabilisiert er in Folge sein Spiel, kaum auf den Frontnine angekommen geht es mit vier weiteren Schlagverlusten in Folge aber immer weiter im Klassement retour. Am Ende steht er mit der birdiefreien 77 (+6) beim Recording und scheitert als geteilter 128. klar am Sprung über die gezogene Linie.

“Es war wirklich extrem schwierig heute mit dem starken Wind, vor allem dann wenn man so wie ich was vom Vortag gutmachen muss. Das ist aber der erste verpasste Cut seit Anfang Juni, ich hab einfach eine wirklich schlechte Woche gehabt”, so Lukas Nemecz. Die nächste Chance auf European Tour Preisgeld ergibt sich für den Grazer von 8. bis 11. September bei den KLM Open in Holland.

Eindruck schinden

Im Mittelpunkt steht in dieser Woche für etliche Spieler Eindruck schinden bei Darren Clarke (NIR), der nach der 71 (Par) als 105. am Cut scheitert. Der Ryder Cup Captain meinte vor der Woche “Show me some form” um sich ein Bild machen zu können, wer von ihm die drei noch zu vergebenden Wild Cards bekommen sollen.

Thomas Pieters (BEL) etwa verpasste letzte Woche mit Rang 2 nur hauchdünn die direkte Qualifikation, geht nach der 71 (Par) aber als guter 3. ins Wochenende und wird alles daran setzen um für Clarke unverzichtbar zu erscheinen. Martin Kaymer (GER) muss sich noch ordentlich ins Zeug legen. Der Deutsche geht nach der 70 (-1) als 26. in den Moving Day. Die Führung belegt Bradley Dredge (WAL) nach der 66 (-5) und bei gesamt 13 unter Par.

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Lukas Nemecz

Schwung abgerissen

MADE IN DENMARK – 1. RUNDE: Lukas Nemecz findet im Himmerland Golf & Spa Resort sehr stark in die Runde, verliert kurz vor dem Turn aber den gewinnbringenden Schwung und steht am Ende sogar nur mit der 73 (+2) beim Recording, was ihm am Freitag einen Kampf um den Cut einbringt.

Konzentriert und voller Tatendrang präsentiert sich Lukas Nemecz in der frühen Phase des dänischen European Tour Events. Souverän notiert der Grazer zu Beginn drei Pars und nimmt dann bei einem starken Intermezzo gleich drei Birdies auf nur vier Löchern mit, was ihn weit vorne einreiht. Doch kurz vor dem Turn reißt der rote Faden plötzlich richtiggehend ab.

Der Rookie muss zunächst auf der 9 sein erstes Bogey notieren und kann auch in Folge nicht mehr richtig zusetzen, was auf der 12 im nächsten Schlagverlust endet. Doch damit soll der Negativrun der ersten Runde noch kein Ende haben. So muss er zunächst auf der 15 sein Tagesergebnis wieder ausgleichen und fällt dann mit den nächsten Bogeys auf der 17 und der 18 sogar klar in den Plusbereich zurück. Die zweite Runde nimmt er nur von Rang 103 aus in Angriff.

Der plötzliche Turnaround der Runde ist auch fast sinnbildlich für die bisherige Saison. Immer wieder zeigt er sehr gute Ansätze und nimmt dabei auch etliche Birdies mit. Aber die Konstanz scheint auch in Dänemark zumindestens am ersten Tag nicht mitspielen zu wollen. Waren es zuletzt einzelne Runden die Topergebnisse verhinderten, so ist die Formschwankung diesmal sogar schon an einem Tag das große Problem.

“Der Beginn war heute sehr solide. Ich hab beide Par 5 auf den Frontnine ausgenützt und auf der 7 auf drei Meter hingeschossen. Dann hat mich wieder mal der Putter im Stich gelassen und ich hab ein paar Dreiputts gemacht. Auf der 18 hab ich dann noch im Frust einen schlechten Drive geschlagen und noch einen Fehler eingesteckt. Ich muss morgen einfach geduldiger bleiben und dann die Chancen nützen”, beschreibt er das Auf und Ab der ersten Runde und weiß worauf es am zweiten Spieltag ankommen wird.

Visitenkarte Abgegeben

Tom Lewis (ENG), Joakim Lagergren (SWE) und der bereits zuletzt stark aufspielende Thomas Pieters (BEL) teilen sich nach 62er (-9) Runden die frühe Führung. Der Belgier schindet dabei im Flight mit Ryder Cup Captain Darren Clarke (NIR) (76) ordentlich Eindruck und darf sich bei derartigen Leistungen durchaus Hoffnung auf eine der drei Wild Cards für den Kontinentalvergleich machen. Auch Martin Kaymer (GER) hofft noch auf einen Captain’s Pick und reiht sich nach der 69 (-2) auf Rang 31 ein.

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Lukas Nemecz

Dänische Chance

MADE IN DENMARK – VORSCHAU: Lukas Nemecz will das verpatzte Wochenende von Tschechien vergessen machen und im Himmerland Golf & Spa Resort die nächste Chance auf der European Tour für Preisgeld und Weltranglistenpunkte nützen. Für einige Spieler ist es außerdem die letzte Chance sich für den anstehenden Ryder Cup zu empfehlen.

Souverän cuttete Lukas Nemecz vergangene Woche in Prag ins Wochenende und rechnete sich bei dem dichtgedrängten Leaderboard durchaus Möglichkeiten auf ein Topergebnis aus. Doch wieder einmal war es die fehlende Konstanz die Lukas am Moving Day zunächst stagnieren ließ und ihn dann am Finaltag mit der 77 sogar weit zurückreichte.

Viel Zeit zum Trübsal blasen bleibt dem European Tour Rookie aber nicht, ergibt sich doch in dieser Woche in Farso beim Made in Denmark Event schon die nächste Chance. Zwischen Topstars wie etwa Martin Kaymer (GER), Andy Sullivan (ENG), Matthew Fitzpatrick (beide ENG) oder auch Shane Lowry (IRL) will der Grazer nicht nur das lange angepeilte Topergebnis schaffen, sondern endlich auch in der Weltrangliste gewinnbringend anschreiben.

Nach wie vor hält Österreichs zweiter European Tour Pro hinter Bernd Wiesberger bei 0,0 Punkten im World Ranking und liegt damit abgeschlagen zurück. Zumindestens aber cuttet Lukas in letzter Zeit sehr zuverlässlich und gibt sich so immer wieder die Möglichkeiten auf achtbare Ergebnisse. Der nächste Schritt, für den noch hart um die Tourkarte für kommendes Jahr kämpfenden Steirer, muss es nun sein eine der Chancen auch eiskalt auszunützen. Bei einem der bestbesuchten Events des European Tour Kalenders könnte der Rahmen für ein gutes Resultat in dieser Woche kaum beser sein.

Auch das Gelände findet Lukas sehr ansprechend, wie er nach der Proberunde erzählt: “Der Platz ist wirklich lässig. Ist ein sehr schönes Design und absolut perfekt gepflegt. Die Grüns sind sehr stark onduliert und es wird wichtig sein die Fahnen auf der richtigen Seite anzuspielen und natürlich wirds aufs Putten ankommen. Wenn man das Grün auf der falschen Seite missed ist es sehr schwer das Up & Down zu schaffen. Man sollte aber doch gute Birdiechancen bekommen, weil man schon einige Wedges in die Grüns hat.”

Letzte Chance für Wild Card

Für einige Spieler stellt das dänische European Tour Turnier auch die letzte Chance auf ein Ryder Cup Ticket dar. Während neun der zwölf Spots bereits durch die Ranglisten vergeben sind, warten drei Wild Card Plätze noch darauf vergeben zu werden. Vor den Augen von Captain Darren Clarke wollen sich in Farso etliche Akteure noch in den Fokus spielen. Mittendrin auch Martin Kaymer, der der “Show me some form!” Aufforderung von Clarke nachkommen möchte.

Lukas Nemecz startet am Donnerstag wie schon letzte Woche mit dem Deutschen Florian Fritsch ins Turnier. Das Duo hat in Tschechien durchaus gut funktioniert, cutteten doch beide ohne Probleme ins Wochende. Los geht’s um 09:00 MEZ auf der 1. Der Wetterbericht verspricht meist stabiles gutes Wetter mit Spitzenwerten rund um 24 Grad Celsius. Lediglich Gewitter könnten für kurze Verzögerungen sorgen. “Das Scoring wird wie immer in Dänemark stark vom Wetter abhängen, aber bisher ist es sehr angenehm hier”, spricht der Österreicher bereits aus Erfahrung.

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