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Schlagwort: matthias schwab

Noch Luft nach oben

DUBAI DESERT CLASSIC – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger legt mit einer 71 (-1) zwar einen brauchbaren Auftakt hin, hat nach den ersten 18 Löchern mit den Spitzenplätzen aber nichts zu tun. Matthias Schwab zeigt im Emirates GC lange Zeit starkes Golf, lässt beim Rolex Series Event mit einem rabenschwarzen Finish aber vieles liegen.

Nach dem erfolgreich absolvierten Formtest in Abu Dhabi darf sich Bernd Wiesberger für die Dubai Desert Classic einiges ausrechnen. Den Emirates GC kennt der Oberwarter von unzähligen Starts wie seine Westentasche, fühlt sich in den Doglegs und auf den Grüns sehr wohl und deutete zuletzt im Vorjahr mit Platz 6 an, was möglich ist.

Dazu spielt Bernd in die Karten, dass das Dubai-Highlight zu einem Rolex Series Event aufgewertet wurde, mit auf 8 Millionen Dollar mehr als verdoppeltem Preisgeld. Mit einem geteilten 2. oder alleinigen 3. Platz könnte er auch die notwendigen Weltranglistenpunkte für die Rückkehr unter die Top 50 der Welt sammeln.

Zum Auftakt ist der Südburgenländer gleich mit früher Startzeit unterwegs und findet sich trotz verpasstem Par 5 Birdie nach leichten Ungenauigkeiten mit anfänglichen Pars recht gut zurecht. Auf der zweiten langen Bahn kann ihn dann selbst der Grünbunker nicht vom ersten Birdie abhalten, womit er die Top 10 in der frühen Phase des Turniers recht rasch in Sichtweite bekommt.

Durchaus souverän verwaltet er das zartrosa Zwischenergebnis auf den nächsten Bahnen, ehe ihn ein Dreiputtbogey aus zehn Metern auf der 17 wieder auf Level Par zurückwirft. Kurz vor dem Turn nimmt er dann etwas Risiko, hat aber das nötige Glück, dass sich der Abschlag am Par 5 der 18 noch vor dem H2O einbremst. Die Grünattacke ist in Folge kein Problem und vom Vorgrün aus taucht er mit einem Zweiputt wieder in den roten Bereich ab.

Nur zartrosa gestartet

Ausgerechnet das kurze Par 4 der 2 wirft ihn dann aber wieder zurück, nachdem er aus 50 Metern gleich vier Anläufe benötigt um den Ball im Loch unterzubringen. Wieder krallt er sich aber sofort das Minus als Vorzeichen, wenngleich er nach deutlich verzogenem zweiten Schlag am Weg zum Birdie am Par 5 der 3 etwas zaubern muss. Gegen Ende der Runde erwärmt sich dann auch der Putter noch einmal richtig und ermöglicht vom Vorgrün am Par 3 der 16 aus knapp fünf Metern das nächste Birdie.

Erst auf seinem Schlussloch setzt es dann noch einmal einen kleinen Dämpfer, denn nach verfehltem Grün benötigt er nach einem Chip noch zwei Putts und beendet die Runde so nur mit einem Bogey. Am Ende leuchtet die 71 (-1) auf der Habenseite auf, womit er zwar nicht vorne mitmischen kann, jedoch trotz des nur 46. Platzes durchaus die Chance auf das angepeilte Topergebnis wahrt.

Ich hab den ganzen Tag nicht wirklich mein bestes Golf gespielt und versucht so gut wie möglich dranzubleiben. Es wartet jetzt ein wenig Arbeit am Nachmittag auf mich und dann ist Erholung angesagt für Runde 2″, so Bernd nach den ersten 18 Löchern auf Instagram.

Please wait...

Pos. Name Nat. Today Hole Score R1
46T
WIESBERGER Bernd AUT -1 18 -1 71
Hole 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Out 10 11 12 13 14 15 16 17 18 In Total To Par
Par 4 4 5 3 4 4 3 4 4 35 5 3 4 5 4 3 4 4 5 37 72
R1 4 5 4 3 4 4 2 4 5 35 5 3 4 4 4 3 4 5 4 36 71 -1

Eagle or Better

Birdie

Bogey

Double Bogey +

Pos. Name Today Hole Score
46T
WIESBERGER Bernd -1 18 -1

Gut reingefunden

Bei Matthias Schwab geht es beim zweiten Rolex Series Turnier in Folge vor allem darum, sein gutes Spiel auch in ein zählbares Ergebnis umzumünzen. Durch die Doppelbelastung mit der PGA Tour wird es für den Schladminger doppelt wichtig sein bei den gut dotierten Events der DP World Tour fett im Race to Dubai zu punkten. Der Start gelingt dann am Par 5 der 10 auch nach Maß, denn ein starker Pitch lässt ihm nur mehr einen halben Meter zum anfänglichen Birdie übrig.

Nach starkem Drive parkt er am zweiten Par 5 der Runde die Grünattacke sehenswert am Grün und schnappt sich zwei Putts später rasch das nächste Birdie, womit er die ersten Löcher des Turniers als durchwegs positiv verbuchen kann. Da auf der 16 der Drive allerdings im Rough hängenbleibt und er so keine Chance hat das Grün planmäßig zu erreichen, muss er schließlich auch den ersten Schlagverlust einstecken.

Die langen Löcher hat er jedoch auch weiterhin bestens im Griff und holt sich trotz eines leicht überschlagenen Grüns auch auf der 18 das erhoffte Birdie ab, womit er nicht nur den Faux-pas von zuvor prompt wieder ausbessert, sondern auch mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 auf die Frontnine abbiegt. Dank des weiterhin starken langen Spiels geht sich schließlich stilecht auch am letzten Par 5 das Birdie aus, womit er endgültig an den Spitzenrängen andockt.

Alles verspielt

Nach einem knapp verfehlten Grün will auf der 6 schließlich der 2,5 Meter Putt zum Par nicht fallen, was Matthias nicht nur das zweite Bogey aufbrummt, sondern ihn auch im Klassement wieder etwas zurückreicht. Der Fehler scheint auch ein absoluter Wirkungstreffer gewesen zu sein, denn gleich am Par 3 danach biegt der Teeshot unangenehm nach rechts weg und da er sich auch auf der 8 nicht mehr zum Par scramblen kann, rutscht er sogar in Windeseile auf Level Par zurück.

Please wait...

Pos. Name Nat. Today Hole Score R1
58T
SCHWAB Matthias AUT PAR 18 PAR 72
Hole 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Out 10 11 12 13 14 15 16 17 18 In Total To Par
Par 4 4 5 3 4 4 3 4 4 35 5 3 4 5 4 3 4 4 5 37 72
R1 4 4 4 3 4 5 4 5 4 37 4 3 4 4 4 3 5 4 4 35 72 0

Eagle or Better

Birdie

Bogey

Double Bogey +

Pos. Name Today Hole Score
58T
SCHWAB Matthias PAR 18 PAR

Am Ende geht sich so trotz der lange Zeit richtig starken Performance nur die 72 (Par) aus. Als 58. raniert er gerade mal an der Cutmarke und hat am Freitag somit auch kaum Platz für Fehler, will er nicht wie schon letzte Woche erneut am Wochenende bereits zusehen. “Da gibts heute leider nicht viel zu sagen. Mit drei Fehlern eine an sich sehr gute Runde verhaut”, so sein enttäuschter Kommentar kurz nach der Runde. Joachim B. Hansen (DEN) setzt am Donnerstag Nachmittag mit der 65 (-7) die frühe Bestmarke.

Leaderboard Dubai Desert Classic

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Große Chance

DUBAI DESERT CLASSIC – VORSCHAU: Bernd Wiesberger hat durch die Aufwertung der Dubai Desert Classic zum Rolex Series Turnier die große Chance der neuen Saison schon früh die richtige Richtung zu verpassen. Matthias Schwab hofft beim 8 Millionen Dollar Event im Emirates GC, dass sich sein an sich gutes Spiel auch auf der Scorekarte wiederspiegelt.

Bernd Wiesberger kann nach Abu Dhabi seine Standortbestimmung nach der gut zweimonatigen Turnierpause wohl als durchaus positiv betrachten. Zwar verpasste der 36-jährige mit zwei abschließenden Bogeys noch ein Topergebnis und ließ so mit Rang 12 neben Preisgeld auch wichtige Weltranglistenpunkte liegen, im Großen und Ganzen zeigte er aber eine durchaus ansprechende Leistung, wobei vor allem das nach wie vor über weite Strecken sehr sichere lange Spiel am Wochenende ins Auge stach.

Somit könnten die Dubai Desert Classic für den Südburgenländer wohl kaum zu einer besseren Zeit kommen. Nicht erst einmal betonte er, dass der Emirates GC seinem Spiel bei weitem mehr entgegenkommt als der Earth Course der Jumeirah Golf Estates, was er bereits auch einige Male mit Ergebnissen zu bestätigen wusste. Erst vergangenes Jahr nahm er aus Dubai einen starken 6. Platz und somit auch sein erstes Topergebnis der noch jungen Saison mit.

Vor allem mit den Grüns des Emirates GC kommt Bernd durchwegs gut zurecht, weshalb die Chancen mit weiterhin so starkem langen Spiel durchaus gut stehen, dass sein Name auch heuer wieder weit oben im Klassement aufleuchtet. Die Aufwertung des Turniers – seit heuer zählen die Dubai Desert Classic zur hochdotierten Rolex Series – auf 8 Millionen US-Dollar zieht klarerweise auch wieder etliche Hochkaräter der Golfwelt an, weshalb ein geteilter 2. oder alleiniger 3. Platz bereits reichen könnte um auch den Sprung unter die Top 50 der Welt wieder zu realisieren.

Diese Marke gilt es auch alsbald zu knacken, denn eines seiner großen Ziele ist klarerweise auch heuer wieder eine Teilnahme beim Masters im April. Wie wichtig ihm dieses Turnier wirklich ist, sprach er auch explizit in der Weihnachtspause an: “Es gibt ein paar Events und Turniere – wenn man da einmal Blut geleckt hat und da dabei war, dann ist es sehr schwer sich damit auseinanderzusetzen, dass man da eventuell einmal nicht mehr dabei ist.”

In Zählbares verwandeln

Neben Bernd Wiesberger steht auch Matthias Schwab in Dubai wieder in den Teeboxen. Anders als bei seinem Landsmann verlief der DP World Tour Auftakt für den Steirer weniger prickelnd, verpasste er an einem stürmischen Freitag doch recht deutlich den Sprung ins Wochenende. Vor allem das “Wie” lag Matthias doch einigermaßen im Magen, denn nach eigener Aussage zeigte er sich mit der Qualität des Spiels an und für sich recht zufrieden, haderte jedoch damit, dass sich seine Performance nicht auf der Scorecard wiederspiegelte.

Auch ihm kommt der Emirates GC durchaus entgegen, wie ein starker 9. Platz letzte Saison untermauerte. Für Matthias wäre ein Topergebnis auch Gold wert, denn nach Dubai wird er sich vorerst voll auf die PGA Tour konzentrieren, weshalb es wichtig wäre, dass er gerade bei den Big-Events auf der DP World Tour eifrig Punkte sammelt und dick anschreibt.

Wie schon in der Vorwoche ist die Konkurrenz in der Wüstenmetropole auch diesmal wieder enorm. Neben Collin Morikawa (USA), Viktor Hovland (NOR), Rory McIlroy (NIR) oder Adam Scott (AUS), werden etwa auch Ian Poulter, Tommy Fleetwood, Lee Westwood und Tyrrell Hatton (alle ENG) zu den Schlägern greifen. Für Lukas Nemecz ist dieser Umstand eher suboptimal, hängt der Aufsteiger doch aufgrund des starken Feldes auf der Warteliste fest.

 

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WORLD GOLF RANKING

Die offizielle Weltrangliste im Profigolf

(Nach Turnier: THE AMERICAN EXPRESS)

WORLD RANKING 2022

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 1 Jon Rahm 44 9.30
2 2 Collin Morikawa 50 8.48
3 4 Patrick Cantlay 40 6.68
4 3 Dustin Johnson 40 6.46
5 7 Viktor Hovland 52 6.30
6 5 Justin Thomas 46 6.24
7 6 Xander Schauffele 44 6.17
8 8 Rory McIlroy 43 6.07
9 9 Bryson DeChambeau 42 5.81
10 10 Hideki Matsuyama 50 5.60
11 11 Cameron Smith 45 5.48
12 12 Louis Oosthuizen 41 5.14
13 13 Sam Burns 47 5.03
14 15 Jordan Spieth 43 4.91
15 14 Scottie Scheffler 52 4.84
16 17 Tony Finau 52 4.66
17 18 Brooks Koepka 40 4.63
18 16 Harris English 48 4.63
19 20 Abraham Ancer 52 4.60
20 19 Daniel Berger 40 4.58
21 21 Jason Kokrak 48 4.28
22 22 Tyrrell Hatton 43 4.24
23 23 Billy Horschel 50 4.13
24 25 Sungjae Im 52 4.03
25 24 Matt Fitzpatrick 50 3.98
26 26 Patrick Reed 52 3.83
27 27 Paul Casey 44 3.74
28 28 Kevin Na 47 3.71
29 29 Webb Simpson 41 3.43
30 30 Matthew Wolff 42 2.93
31 69 Thomas Pieters 40 2.93
32 31 Talor Gooch 52 2.90
33 32 Joaquin Niemann 52 2.86
34 33 Marc Leishman 45 2.80
35 34 Max Homa 50 2.79
36 37 Will Zalatoris 49 2.78
37 36 Kevin Kisner 50 2.77
38 35 Phil Mickelson 40 2.71
39 40 Russell Henley 48 2.58
40 38 Corey Conners 52 2.57
41 39 Lee Westwood 44 2.55
42 45 Sergio Garcia 45 2.41
43 41 Tommy Fleetwood 48 2.41
44 43 Lucas Herbert 40 2.40
45 42 Mackenzie Hughes 52 2.40
46 44 Min Woo Lee 42 2.37
47 49 Seamus Power 40 2.37
48 47 Justin Rose 42 2.36
49 48 Shane Lowry 52 2.36
50 51 Adam Scott 40 2.34
weiters:
59 59 Bernd Wiesberger 47 2.02
170 164 Matthias Schwab 48 1.01
215 213 Sepp Straka 52 0.80
280 279 Lukas Nemecz 40 0.62
576 573 Niklas Regner 40 0.22
1255 1252 Felix Schulz 40 0.04
1318 1312 Lukas Lipold 40 0.03
1422 1410 Alexander Kopp 40 0.02

 

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RACE TO DUBAI 2022

Die Rangliste der European Tour 2022

(Ranking nach Turnier: ABU DHABI CHAMPIONSHIP)

RACE TO DUBAI 2022

RANG
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 PIETERS, Thomas 1 1.335,0
2 CABRERA BELLO, Rafa 1 694,5
2 SHARMA, Shubhankar 1 694,5
4 HOVLAND, Viktor 1 369,5
4 DUBUISSON, Victor 1 369,5
6 LAWRENCE, Thriston 1 251,3
7 WINTHER, Jeff 1 224,7
7 HATTON, Tyrrell 1 224,7
7 POULTER, Ian 1 224,7
7 MORRISON, James 1 224,7
11 LOMBARD, Zander 1 166,5
12 JAMIESON, Scott 1 153,2
12 SCOTT, Adam 1 153,2
14 HORSFIELD, Sam 1 116,1
14 VAN ROOYEN, Erik 1 116,1
14 LOWRY, Shane 1 116,1
14 LANGASQUE, Romain 2 116,1
14 SMITH, Jordan 1 116,1
14 WU, Ashun 1 116,1
14 MCILROY, Rory 1 116,1
14 WIESBERGER, Bernd 1 116,1
22 BRUN, Julien 2 94.0
23 HØJGAARD, Rasmus 1 91,2
23 ARNAUS, Adri 1 91,2
23 HARRINGTON, Padraig 1 91,2
23 WESTWOOD, Lee 1 91,2
23 BJÖRK, Alexander 1 91,2
28 HARDING, Justin 2 88,3
29 CHESTERS, Ashley 1 84,4
29 NORRIS, Shaun 1 84,4
31 BURMESTER, Dean 2 80,8
32 KANAYA, Takumi 1 73,4
32 SHINKWIN, Callum 1 73,4
32 PAVAN, Andrea 1 73,4
32 RAMSAY, Richie 2 73,4
32 KORHONEN, Mikko 1 73,4
32 LARRAZÁBAL, Pablo 1 73,4
32 ORMSBY, Wade 1 73,4
39 WHITNELL, Dale 2 71,1
40 GAVINS, Daniel 2 67,3
41 LEE, Min Woo 1 60.0
41 ROCK, Robert 1 60.0
43 HIDALGO, Angel 1 57,8
43 LACROIX, Frederic 2 57,8
45 SCHWARTZEL, Charl 1 54,4
45 STENSON, Henrik 1 54,4
45 FERGUSON, Ewen 1 54,4
48 SINGH BRAR, Jack 1 47,2
48 HELLIGKILDE, Marcus 2 47,2
48 OLESEN, Thorbjørn 1 47,2
48 SOUTHGATE, Matthew 1 47,2
48 ELVIRA, Nacho 1 47,2
48 KJELDSEN, Søren 1 47,2
weiters:
64 PAUL, Yannik 1 32,1
81 KIEFFER, Maximilian 1 20.0
86 SCHMID, Matti 2 14,8
102 NEMECZ, Lukas 2 7,3

 

>> Komplettes Ranking im RACE TO DUBAI

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Desert Storm

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Österreichs Professionals werden am Freitag im Yas Links vom starken Wüstenwind regelrecht verblasen und kommen über tiefschwarze Runden nicht hinaus. Während Bernd Wiesberger zumindest aufgrund der guten Auftaktrunde das Wochenende erreicht, endet für Matthias Schwab und Lukas Nemecz das Rolex Series Event in Abu Dhabi bereits nach dem Freitag.

Bernd Wiesberger legte am Donnerstag los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und lag schon nach wenigen gespielten Löchern bei 4 unter Par. Zwar schlich sich in Folge auch etwas der Fehlerteufel ein, was am Ende in einer 69 (-3) gipfelte, damit wahrte der Burgenländer gleich beim Saisondebüt aber die Chance um richtig dick anzuschreiben.

Schon auf der 1 ergibt sich dann am Freitag Nachmittag eine kleine Birdiechance, die er mit zu kurzem Putt jedoch nicht verwerten kann. Am Par 5 danach wird es jedoch ziemlich unangenehm: Zunächst bleibt der Drive in der Native Area hängen und er kann den Ball nur gerade noch so rausquetschen. Da am Ende dann noch dazu der Bogeyputt nicht fallen will, verliert er auf der langen Bahn sogar gleich zwei Schläge.

Lange kann er sein Spiel auch danach nicht konsolidieren, denn schon am Par 3 der 4 macht ihm ein verzogener Teeshot wieder das Leben schwer und er rutscht so mit dem nächsten Fehler bereits nach nur wenigen gespielten Bahnen sogar mit dem Gesamtscore auf Level Par zurück. In dieser Tonart geht es auch danach munter weiter: Wieder streut er zwischendurch ein Par ein, ehe es danach mit Problemen im langen Spiel und einem Ausflug in den Grünbunker immer weiter im Klassement retour geht.

Hin und Her

Am darauffolgenden Par 5 findet die Grünattacke zwar nicht ihr Ziel, aus dem Rough neben dem Grün bringt er den Ball aber gut zur Fahne und beendet die Negativspirale am Ende mit dem ersten Birdie. Sofort allerdings nimmt diese wieder Fahrt auf, nachdem er am Par 3 der 7 den Rückenwind unterschätzt und den Ball deutlich übers Ziel hinausschießt. Das Bild ändert sich auch nach dem Turn nicht, denn weiterhin hat der Südburgenländer alle Hände voll zu tun und rutscht auf der 10 nach eingebunkertem Abschlag und Fehler Nummer sechs endgültig bis an die Cutmarke zurück.

Erst am kurzen Par 4 der 14 kann der achtfache European Tour Sieger dann wieder etwas durchatmen, nachdem sich der starke Abschlag auf Pitch-Distanz am Fairway einbremst und er in Folge das zweite Birdie des Tages einsacken kann, was ihm auch wieder etwas Luft zur Cutmarke beschert. Diese benötigt er auch, da er sich gleich danach auf der 15 neben dem Grün im Sand einbuddelt und den eben herausgeholten Schlag postwendend wieder verliert.

Immerhin zündet der 36-jährige auf der 16 ein richtig starkes Eisen aus dem Rough und lässt sich die sich bietende Birdiechance aus drei Metern schlussendlich nicht entgehen. Das Hin und Her endet aber weiterhin nicht, da er erneut auf einem Par 3 den Teeshot falsch anmisst und sich so sofort wieder ein Bogey aufbrummt. Zumindest übersteht er die Schlussbahn unbeschadet und hat so mit der 77 (+5) die Gewissheit, dass er auch am Wochenende noch mit von der Partie ist. Zwar verliert er klarerweise viele Ränge, vom 50. Platz aus ist er aber dennoch “nur” sechs Schläge von den Top 10 entfernt, was mit starken Runden am Weekend wohl durchaus noch aufholbar wäre.

Vom Winde verweht

Bei den diffizileren Verhältnissen hilft Matthias Schwab am Freitag auch die frühere Startzeit sichtlich nichts, denn gleich am Par 5 der 2 erwischt es den Steirer mit einem Bogey sehr unangenehm, nachdem der zweite Schlag nach starkem Drive total misslingt. Nachdem dann an der 5 der Putter streikt und ihn am Kurzgemähten gleich dreimal ansetzen lässt und danach von außerhalb des Grüns das Up & Down nicht gelingen will, rutscht er bereits nach nur wenigen gespielten Löchern weit hinter die Cutmarke zurück.

Immerhin findet er trotz verfehltem Fairway und eingebunkerter Grünattacke am Par 5 der 7 dann auch das erste Birdie und kann so den Negativrun abbremsen. Das bringt auch den Putter so richtig auf Temperatur, denn kurz vor dem Turn rollt der Rohrmooser die Kugel aus gut zehn Metern ins Ziel und pirscht sich so wieder deutlich näher an die gezogene Linie heran. Kaum auf den Backnine angekommen kühlt der 14. Schläger im Bag aber wieder deutlich ab, wie ein Dreiputtbogey auf der 10 ungut beweist.

Da es sich der Abschlag am Par 3 der 13 dann hinterm Grün im Bunker gemütlich macht, er aus dem Sand das Par schließlich nicht mehr kratzen kann und zwei Löcher später erneut ein Grün deutlich überschlägt, rückt das unfreiwillig freie Wochenende mit großen Schritten näher. Ein weiterer Fehler nach zu kurzem Eisen auf der 16 prolongiert den rabenschwarzen Tag und ermöglicht am Ende sogar nur die 77 (+5), was nur für Rang 88 reicht.

“Die Windverhältnisse waren heute vom ersten Loch weg sehr schwierig. Ich konnte mich während der gesamten Runde nicht darauf einstellen. Mir fehlt bei solchen Bedingungen auch die nötige Spielpraxis. Ab morgen werde ich mich in Dubai auf das kommende Turnier nächste Woche vorbereiten”, kann man bei Matthias Schwab zwischen den Zeilen durchaus die Enttäuschung heraushören.

Geteiltes Leid

Lukas Nemecz ließ bei seinem ersten Rolex Series Event der Karriere keinerlei Nervosität durchblicken, muss seine Auftaktrunde aufgrund einfallender Dunkelheit bei einem Zwischenstand von -1 nach 17 aber erst am Freitag noch beenden, was in den Morgenstunden ohne große Probleme mit einem Par gelingt. Nur kurz danach steht er bereits wieder in der 1. Teebox um Runde 2 in Angriff zu nehmen. Bei durchwegs zäheren Verhältnissen hält er sein Score in der Anfangsphase dann auch gut zusammen, bis ihm am Par 3 der 4 ein Ausflug in den Grünbunker in Form des ersten Bogeys zum Verhängnis wird.

Sofort stabilisiert der Aufsteiger sein Spiel jedoch wieder, läuft allerdings vergeblich dem scoretechnischen Ausgleich hinterher. Kurz vor dem Turn macht er sich dann auf der 9 nach Problemen im langen Spiel das Leben selbst schwer, nachdem er sein zweites Bogey nicht mehr verhindern kann. Aufgrund des starken böigen Windes bleibt er aber dennoch weiterhin klar an der Cutmarke dran. Erst ein vermeidbares Bogey nach Dreiputt aus sieben Metern am Par 3 der 13 lässt ihn dann etwas unangenehm hinter die Linie zurückrutschen.

Aus dem Fairwaybunker hat er auf der 15 keine Chance das Grün mit dem zweiten Schlag zu erreichen, muss in Folge den nächsten Schlag abgeben und nimmt sich schlussendlich mit dem nächsten Fehler aus dem Grünbunker am Par 3 der 17 endgültig aus dem Rennen um Preisgeld. Am abschließenden Par 5 buddelt er sich dann gleich zweimal in den Fairwaybunkern ein, beendet die Runde mit noch einem weiteren Fehler und teilt am Ende mit der 78 (+6) nicht nur das Leid des verpassten Cuts sondern auch die Platzierung mit seinem Landsmann Matthias Schwab.

Nach der schwierigen Runde meint er: “Es war heute schon hart am Limit, aber schlussendlich gleich für alle. Ich hab mir bei dem Sturm beim Putten extrem schwer getan. Bis zum Grün war’s echt okay. Das ist leider nichts Neues, dass ich mir bei so starkem Wind vor allem beim Putten schwer tue. Ist schade, denn an und für sich wäre ich gut drauf gewesen.”

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Auftakt in den 60ern

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger startet mit einer 69 (-3) in die DP World Tour Saison und wahrt so klar gleich beim ersten Start im Jahr die Chance auf ein Topergebnis. Auch Lukas Nemecz nimmt im Yas Links mit der 71 (-1) eine rote Auftaktrunde mit. Matthias Schwab muss beim Rolex Series Event am Donnerstag mit der 72 (Par) vorlieb nehmen.

Mit einem 8 Millionen Dollar lauten Paukenschlag startet die DP World Tour in ihr deutlich aufgewertetes Golfjahr: “Für mich ist es in Wahrheit der Start in die DP World Ära,” macht Bernd Wiesberger die Bedeutung der aufgewerteten Heimtour, mit mehr Preisgeld und Kooperation mit der PGA Tour klar. Passend dazu das Feld bei dem Rolex Series Event mit Collin Morikawa (USA), Viktor Hovland (NOR), Rory McIlroy (NIR) oder Tommy Fleetwood (ENG).

Auch Matthias Schwab ist beim Auftaktevent des Desert Swing mit von der Partie und will sich in den ersten 14 Tagen des Jahres ganz auf die DP World Tour konzentrieren, bevor es über den großen Teich geht. Lukas Nemecz nimmt lange Zeit am Wartebänkchen Platz, rutscht schließlich aber ebenfalls noch ins stargespickte Feld. Gespielt wird in Abu Dhabi erstmals am Kurs von Yas Links auf der Urlaubsinsel Yas Island.

Bernd Wiesberger gelingt dann auch der erhoffte Turbostart ins neue Jahr: von der 10 weg benötigt er nur eine Viertelstunde um sich am Par 5 der 11 das schnelle Birdie zu schnappen. Das bringt ihn offensichtlich in Spiellaune. Mit dem gelochten Birdieputt an der 12 mischt der Oberwarter schon in der Anfangsphase ganz vorne mit. Auch am kurzen Par 4 der 14 ist Bernd hellwach und etabliert sich mit dem dritten Schlaggewinn als erster Verfolger von Viktor Perez. Sein perfektes erstes Drittel schließt Wiesberger mit dem Birdie am überlangen Par 4 der 15 ab, womit er mehr als nur einen Schlag auf das Feld gutmacht.

Erste Fehler

Erst danach schläft sein Spiel erstmals etwas ein und wenngleich er auf der 18 und der 2 weitere Par 5 Löcher ungenützt verstreichen lässt, macht er mit sicheren Pars nichts verkehrt, was ihn weiterhin im Spitzenfeld hält. Das Dogleg der 3 entwickelt sich dann jedoch nicht wie gewünscht, denn nach leichten Schwierigkeiten erwischt es den Südburgenländer mit dem ersten Bogey. Das kostet sichtlich auch die bisherige Selbstverständlichkeit im Spiel, da er sich mit einem Dreiputt danach am Par 3 prompt den nächsten Fehler eintritt.

Sofort allerdings konsolidiert der achtfache European Tour Champion wieder sein Spiel und bringt auf der 5 auch seinen Putter wieder auf Temperatur, wie ein gelochter Birdieputt aus gut fünf Metern zeigt. Nach starkem Drive hat er das Par 5 der 7 mit dem zweiten Schlag in Reichweite, schiebt jedoch von außerhalb des Grüns den Eagleputt deutlich übers Loch und verpasst so ein durchaus machbares weiteres Birdie. Die ausgelassene Chance rächt sich auch sofort bitter, denn nach einiger Warterei am Par 3 der 8 muss er sogar seinen dritten Schlagverlust notieren und rutscht so um etliche Plätze zurück.

Abschluss mit Birdie

Mit einer messerscharfen Annäherung holt er sich den Schlag zum Abschluss auf der 9 aber wieder zurück und marschiert so mit der 69 (-3) über die Ziellinie. Zwar konnte er nach dem ganz starken Beginn und der vier schnellen Birdies das Tempo nicht ganz durchziehen, mit der ersten Runde der Saison kann er sich jedoch wohl durchaus zufrieden zeigen, hält er sich doch nach den ersten 18 gespielten Löchern als 17. alle Chancen offen.

“Das war starkes Golf von mir zu Beginn der Runde, aber leider ist auf den Backnine etwas der angesetzte Rost durchgekommen, was sich in einigen liegengelassenen Schlägen bemerkbar machte. Es ist aber schön die Runde mit einem Birdie zu beenden und am ersten Tag der neuen Saison eine Runde in den 60ern notieren zu können”, meint er danach via Instagram. Bernds Ryder Cup Kollege und Mitfavorit auf den Sieg Viktor Hovland (NOR) mischt gleich nach dem ersten Spieltag ganz vorne mit, denn nach der 64 (-8) muss er nur Scott Jamieson (SCO) um einen Schlag den Vortritt lassen.

Rot reingestartet

Lukas Nemecz bunkert sich zwar gleich vom 10. Tee aus neben dem Fairway ein, bringt die Annäherung aber am Grün unter und startet so mit einem anfänglichen Par in sein erstes Rolex Series Turnier der Karriere. Schon am Par 5 danach legt er die Grünattacke dann aber sehenswert aufs Grün und sackt nach sicherem Zweiputt schließlich rasch das erste Birdie ein. Gekonnt verwaltet er in Folge das zartrosa Zwischenergebnis über die nächsten Löcher, ehe ihm eine zu kurze Annäherung auf der 15 zum Verhängnis wird und sein Score wieder auf Level Par zurückdreht.

Kurz vor dem Wechsel auf die Frontnine entscheidet sich der Steirer am Par 5 der 18 für die konservative Variante und belohnt sich schließlich auch dafür mit einem sehenswerten gefühlvollen Putt aus gut sechs Metern, womit er vor seinen zweiten neun Bahnen wieder in den roten Bereich abtaucht. Eine etwas zu lange Annäherung wird auf der 3 dann jedoch wieder etwas kostspielig, denn aus dem Rough benötigt er für die letzten 8 Meter zur Fahne noch drei Schläge, womit er wieder bei Even Par geführt wird.

Der Aufsteiger steckt das Bogey aber stark weg, legt am Par 5 der 7 den Abschlag stark aufs Fairway und kann in Folge zum dritten Mal einen Kreis auf der Scorecard machen, was ihn kurz vor Ende der Auftaktrunde wieder unter Par bringt. Die letzte Bahn kann er jedoch erst am Freitag in den Morgenstunden abspulen, da die einfallende Dunkelheit ihn nach 17 Löchern zur Rückkehr ins Clubhaus zwingt. Bei einem Zwischenstand von -1 nach 17 übernachtet er als 56. aber innerhalb des prognostizierten Cutbereichs.

“Es war heute eine sehr solide Runde. Leider habe ich ein bisschen was auf den Grüns liegengelassen und am Ende ist es dann doch sehr windig geworden. Bitter ist, dass ich morgen noch das letzte Loch spielen muss, aber so ist es halt und ich freu mich morgen schon auf einen spannenden Tag mit sehr, sehr starkem Wind”, so Lukas, der sein klar bestdotiertes Turnier der Karriere bestreitet und so auch bereits beim zweiten Saisoneinsatz einen neuen persönlichen Preisgeldrekord aufstellen könnte.

Hinter der Cutmarke

Bei aufkeimenden Wind legt Matthias Schwab am Nachmittag mit sicheren anfänglichen Pars auf den ersten Löchern der Backnine zwar einen souveränen Start hin, muss jedoch am langen Par 4 der 12 nach eingebunkerter Annäherung den ersten Fehler einstecken. Auf der 14 ergibt sich nach starkem Eisen dann die erste richtig gute Birdiechance, zwei Meter sind für den Putter jedoch noch etwas zu weit. Auf der 16 bringt er seinen 14. Schläger im Bag dann aber erstmals richtig auf Temperatur und krallt sich aus gut zehn Metern den scoretechnischen Ausgleich.

Allerdings kann er das Erfolgserlebnis sichtlich nicht als Initialzündung verwenden, rutscht er doch am darauffolgenden Par 3 prompt wieder in den Plusbereich zurück. Der 27-jährige lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und holt sich am Par 5 der 2 das nächste Birdie ab, rutscht jedoch bereits auf der 3 nach wild verzogenem Drive abermals mit einem Fehler postwendend wieder ab. Immerhin misst er aus dem Rough auf der 6 die Annäherung sehenswert an und stopft in Folge den fälligen Dreimeterputt, womit er zum bereits dritten Mal am Donnerstag sein Score zurück auf Level Par stellt.

Ein weiteres Birdie will am Donnerstag nicht mehr gelingen, weshalb er sich schließlich zum Auftakt seiner DP World Tour Saison mit der 72 (Par) anfreunden muss. Mit den durchwegs guten Scores kommt er somit am ersten Spieltag nicht mit, wahrt am Freitag – eine gute Runde vorausgesetzt – als 77. aber noch klar alle Chancen auf ein Weiterkommen ins Wochenende. Am zweiten Spieltag hat der Rohrmooser außerdem den Bonus einer früheren Startzeit, was sich aufgrund eines prognostizierten windigeren Nachmittags als durchaus hilfreich herausstellen könnte.

“Ich habe heute besseres Golf gespielt als es das Score aussagt. Es gab einige sehr enge Putts, die auch hätten fallen können. Das lange Spiel war sehr sicher heute. Ich spiele morgen mit früher Startzeit, was mit Sicherheit ein Vorteil sein wird. Der Wind kommt hier immer erst gegen mittags auf und die Grüns sind auch noch in einem besseren Zustand”, so Matthias Schwab nach der Auftaktrunde.

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Gleich mit Volldampf

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Die DP World Tour startet nach der unfreiwillig langen Weihnachtspause – aufgrund der damals neu entdeckten Omikron Variante wurden zwei Südafrika-Events im Dezember vom Kalender gestrichen – mit gleich zwei Rolex Series Turnieren in den Vereinigten Arabischen Emiraten richtiggehend mit Volldampf durch.

Für Bernd Wiesberger und Matthias Schwab bleibt im Yas Links von Abu Dhabi somit nicht viel Zeit um den womöglich vorhandenen Flugrost abzuschütteln. Lukas Nemecz nimmt lange Zeit am Wartebänkchen Platz, rutscht schließlich aber ebenfalls noch ins Feld, womit beim 8 Millionen Turnier gleich drei Österreicher mit von der Partie sind.

Wochenlang mussten Österreichs Tour-Professionals auf den nächsten Turnierstart warten, denn Ende November ging mit den Joburg Open das letzte Turnier der DP World Tour über die Bühne – und selbst dieses wurde damals sogar wegen der Omikron Variante auf nur zwei Runden zusammengekürzt.

Eigentlich hätte in Südafrika sogar ein vorweihnachtlicher Triplepack über die Bühne gehen sollen, wo sich etwa auch Matthias Schwab noch die Ehre gegeben hätte. Immerhin konnte Lukas Nemecz bei seiner Rückkehr in die Eliteliga gleich mit einem 43. Platz im neuen Race 2 Dubai anschreiben. In dieser Woche drohte ihm aufgrund des starken Feldes nur die Zuseherrolle, am Ende rutschte aber auch er am Dienstag Nachmittag noch ins Feld und kommt so ab Donnerstag zu seinem ersten Rolex Series Start der Karriere.

Top 50 der Welt als deklariertes Ziel

Bernd Wiesberger hat sich selbst ein ganz klares Ziel auferlegt: Die Rückkehr unter die Top 50 der Welt – und das so schnell wie möglich. Zwar verlor er in der spielfreien Zeit in der Weltrangliste kaum Ränge und rangiert derzeit auf dem 59. Platz, um alle Top-Events heuer absichern zu können, darunter auch das Masters im April, muss er den Eliteclub der besten 50 der Welt jedoch wieder knacken.

“Es gibt ein paar Events und Turniere – wenn man da einmal Blut geleckt hat und da dabei war, dann ist es sehr schwer sich damit auseinanderzusetzen, dass man da eventuell einmal nicht mehr dabei ist”, fühlt man beim Südburgenländer regelrecht, was etwa eine Teilnahme beim Masters in Augusta ihm wirklich bedeutet.

Um diesem Ziel rasch näher zu kommen rückt er selbst den Aspekt der Turniersiege in den Fokus: “Ich sehe mich schon noch irgendwo als Spieler, der mehrfach in einem Kalenderjahr – so wie ich es auch 2019 und 2012 gemacht habe – bei der European-Tour gewinnen kann.” Bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten könnte er die Top 50 mit absoluten Topergebnissen sogar wieder recht locker knacken, gibt es bei den beiden Rolex Series Events doch massig Punkte zu verteilen.

Der Nahe Osten liegt Bernd auch durchaus, wenngleich der Yas Links für alle Neuland darstellt, da bisher die Abu Dhabi Championship immer im Abu Dhabi GC ausgetragen wurden. In einem Interview mit der DP World Tour spricht er im Vorfeld aber die Vorfreunde auf den neuen Kurs explizit an. Die Vorzeichen für eine erfolgreiche erste Turnierwoche 2022 stehen durchaus gut, immerhin gelang dem achtfachen European Tour Champion gleich bei der ersten Trainingsrunde des neuen Jahres auf seinem 13. Loch sogar ein Hole in One.

Voller Tatendrang

Während Bernd Wiesberger Südafrika letztes Jahr nicht am Zettel hatte, womit sich seine Turnierplanung nicht änderte, lechzt Matthias Schwab bereits sichtlich nach dem nächsten turniermäßigen Einsatz. Bereits seit einiger Zeit trainiert der Rohrmooser in den Emiraten und fühlt sich nach der langen Pause klarerweise körperlich und mental in absoluter Bestform. Für den 27-jährigen stellen die beiden Rolex Series Turniere eine große Chance dar um nicht nur im Race 2 Dubai sofort stark anzuschreiben, sondern auch um in der Weltrangliste den Top 100 wieder deutlich näher zu kommen.

Nach Abu Dhabi und Dubai wird der Vanderbilt Absolvent der DP World Tour vorerst den Rücken kehren und sich voll auf die PGA Tour konzentrieren. Ein Start beim weltberühmten Pro-Am in Pebble Beach ist bereits gesichert und auch im Hinblick auf die Waste Management Phoenix Open im TPC Scottsdale rechnet sich der Steirer gute Chancen auf einen Start aus.

Vorerst gilt die volle Konzentration aber naturgemäß dem anstehenden 8 Millonen Dollar Spektakel im Yas Links von Abu Dhabi, wo er es neben Collin Morikawa (USA) und Viktor Hovland (NOR) auch mit Rory McIlroy (NIR), Tyrrell Hatton, Lee Westwood, Tommy Fleetwood, Ian Poulter (alle ENG), Adam Scott (AUS) oder Shane Lowry (IRL) zu tun bekommt. Los geht es für Bernd Wiesberger am Donnerstag bereits um 04:40 MEZ an der 10, Matthias Schwab folgt aus der selben Teebox mit später Startzeit um 09:15 MEZ. Lukas Nemecz teet im vorletzten Flight um 10:15 MEZ auf.

 

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WORLD GOLF RANKING 2021

Die offizielle Weltrangliste im Profigolf

(END OF YEAR 2021)

WORLD RANKING 2021

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 1 Jon Rahm 42 9.53
2 2 Collin Morikawa 50 8.76
3 3 Dustin Johnson 40 7.12
4 4 Patrick Cantlay 40 6.46
5 7 Bryson DeChambeau 41 6.43
6 5 Xander Schauffele 45 6.39
7 6 Justin Thomas 47 6.37
8 8 Viktor Hovland 52 6.33
9 9 Rory McIlroy 44 6.28
10 10 Louis Oosthuizen 43 5.30
11 12 Sam Burns 47 5.19
12 11 Scottie Scheffler 52 5.08
13 13 Harris English 47 5.03
14 14 Jordan Spieth 45 4.90
15 15 Tony Finau 52 4.89
16 16 Brooks Koepka 40 4.88
17 17 Abraham Ancer 52 4.85
18 18 Hideki Matsuyama 51 4.79
19 19 Daniel Berger 40 4.66
20 21 Jason Kokrak 48 4.41
21 20 Cameron Smith 45 4.41
22 22 Tyrrell Hatton 45 4.28
23 23 Billy Horschel 51 4.24
24 24 Matt Fitzpatrick 52 4.10
25 25 Patrick Reed 52 4.05
26 26 Sungjae Im 52 3.98
27 28 Webb Simpson 40 3.90
28 27 Paul Casey 46 3.83
29 29 Kevin Na 47 3.76
30 31 Matthew Wolff 43 3.09
31 30 Joaquin Niemann 52 3.06
32 32 Talor Gooch 52 2.90
33 35 Phil Mickelson 40 2.85
34 33 Will Zalatoris 48 2.85
35 36 Max Homa 51 2.83
36 34 Marc Leishman 45 2.81
37 37 Lee Westwood 45 2.67
38 38 Corey Conners 52 2.64
39 39 Mackenzie Hughes 52 2.56
40 40 Tommy Fleetwood 50 2.53
41 41 Lucas Herbert 40 2.50
42 42 Kevin Kisner 50 2.46
43 43 Justin Rose 43 2.45
44 44 Shane Lowry 52 2.44
45 46 Sergio Garcia 48 2.44
46 45 Adam Scott 40 2.40
47 48 Ryan Palmer 45 2.38
48 47 Christiaan Bezuidenhout 52 2.34
49 49 Min Woo Lee 42 2.25
50 50 Takumi Kanaya 40 2.24
weiters:
58 58 Bernd Wiesberger 48 2.02
160 157 Matthias Schwab 50 1.06
214 212 Sepp Straka 52 0.82
272 272 Lukas Nemecz 40 0.66
563 561 Niklas Regner 40 0.24
1243 1247 Felix Schulz 40 0.04
1299 1300 Lukas Lipold 40 0.03
1387 1383 Alexander Kopp 40 0.03

 

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Schwab: Bilanz und Ausblick

Matthias Schwab zieht zufrieden Bilanz über sein Golfjahr 2021 und freut sich auf den Tanz zwischen PGA- und DP World Tour 2022.

In einem Pressegespräch von Salzburgerland Tourismus im Hangar 7 legt Matthias Schwab den Deckel auf sein Golfjahr 2021, mit durchaus breiter Brust: als erster Österreicher erspielte er Tourkarten sowohl für die DP World- als auch für die PGA Tour. Entsprechend anstrengend könnten sich daher die kommenden 12 Monate gestalten:

Schwabs persönliche Bilanz des abgelaufenen Jahres:

“Ende des Jahres stand die PGA Tour ein bisserl im Vordergrund, ich bin happy wie es gelaufen ist. Vor allem die Konstanz war gut, nur drei Missed Cuts im gesamten Jahr, sicher eine meiner Stärken, auf die ich bisserl stolz bin. Ich habe bewußt darauf hingearbeitet mehr Stabilität reinzubringen.”

Turnierplan für 2022 mit zwei Tours:

“Der Saisonstart steht fest mit den Rolex-Turnieren in Abu Dhabi und Dubai, gut möglich dass ich das 3. Turnier in Dubai auf der DP World Tour auch noch mitnehme. Es ist eine große Challenge, beide Tours unter einen Hut zu bringen. Ganz wichtig ist daher ein solider Turnierplan, nicht wegen einer Woche hin und her über den Atlantik zu fliegen. Aber sicher ist es ein gewisses Risiko für mich beide Touren zu machen.

Es erwartet mich ein intensives Jahr, wahrscheinlich 30 Turniere, dafür bereite ich mich vor. Mein Fokus liegt auf beiden Touren, das Ziel ist beide Tours so gut wie möglich abzuschließen. Natürlich ist es ein gewisses Risiko, wenn ich beides 50:50 mache. Aber ich wäre blöd, wenn ich die Chance nicht annehmen würde.”

Wie auf die Doppelbelastung vorbereiten?

“Gutes Time-Management ist das Ein und Alles, aber auch Pausen einlegen um Körper und Kopf Pausen zu gönnen. Psychisch ist eine Golfrunde sehr fordernd, man muss 4 bis 5 Stunden voll da sein, das wird oft unterschätzt. ”

Konkrete Ziele für das Golfjahr 2022?

“Hauptziel und eigentlich mein einziges Ziel ist es, beide Tours so gut wie möglich abzuschließen. Es gilt dabei den Schwung zu stabilisieren. Wenn ich das schaffe, werden die Ergebnisse gut genug werden um beide Tours gut abzuschließen. Themen wie erster Sieg und andere Dinge sind nicht so auf meinem Radar.”

Das Team Schwab und Stützpunkt in den USA

“Das Core Team bleibt gleich, Caddie, Trainer bleiben die gleichen, somit bleibt eigentlich alles gleich für mich. Für mich ist die PGA Tour kein Grund groß etwas zu ändern. In den USA habe ich in dem Sinn einen halben Stützpunkt in Orlando, wo ich gut trainieren und wohnen kann. Es kommt mir sehr zugute, dass ich vier Jahre in den USA studiert und mir eine Netzwerk aufgebaut habe. Damit werde ich nicht auf der Straße schlafen, zumindest die nächsten Jahre nicht.”

Reisestress wegen Corona?

“2020 war noch eine viel größere Challenge, weil noch alles im Ungewissen war. Aber 2021 ist vor allem auch – Impfung sei Dank – das Reisen viel einfacher geworden.”

Rat an Nachwuchsspieler

“Tipp an die Jungen: für Spieler wie den Niklas Regner oder Maximilian Steinlechner ist es wichtig, dass sie ihrer Linie treu bleiben, wenn sie Profi werden. Nicht alles umkrempeln vom Schwung angefangen. Vertrauen auf das, was sie soweit gebracht hat. Wichtig ist auch, dass man auf Fehler rasch reagiert, diese rasch vergisst, weil die jedem passieren.”

Management durch Vater Andy 

“Mein Vater wird 70 nächstes Jahr und hat daher große Ziele bei den Supersenioren. Aber da er organisatorisch so gut ist, wird er das auch hinbekommen.”

 

 

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Alles reingelegt

RSM CLASSIC – FINAL: Matthias Schwab legt am Finaltag im Sea Island Resort noch einmal alles rein was er hat und marschiert mit einer 64 (-6) noch bis auf Platz 22 nach vor. Zwar geht sich aufgrund des verpatzten Moving Days das erhoffte Topergebnis nicht mehr aus, mit der starken Finalrunde bremst er den Rückfall im Re-Shuffle auf 7 Plätze ab.

Matthias Schwab rutschte am Moving Day mit einer durchwachsenen 73 (+3) unangenehm im Klassement ab und verlor so auch die Top 10 aus den Augen. Ein Topergebnis wäre in Georgia jedoch enorm wichtig um beim anstehenden ersten Re-Shuffle der Saison in seiner Kategorie nicht abzurutschen, was wiederum die ohnehin reduzierten Startmöglichkeiten noch weiter verringern würde. Somit zählte am Sonntag nur Vollgas um die Lücke auf die Spitzenränge womöglich doch noch schließen zu können.

Das Vorhaben setzt der 26-jährige dann auch sehenswert sofort in die Tat um und stopft gleich auf der 10 aus gut sechs Metern zum anfänglichen Birdie. Die Übung wiederholt er prompt auch auf der 11 aus fünf Metern und legt so den erhofften schnellen Start hin. Nach einem souveränen Par am Par 3 der 12, geht es nach einer messerscharfen Annäherung bereits auf der 13 mit dem Birdiereigen weiter.

Voll fokussiert hat er seine Eisen auch weiterhin perfekt im Griff, knallt gleich auf der 14 den nächsten Approach bis auf zwei Meter zur Fahne und liegt so nach nur fünf gespielten Löchern bereits bei 4 unter Par. Nach einem starken Drive zündet er am einzigen Par 5 der zweiten Neun dann die Grünattacke, bleibt jedoch vor dem Kurzgemähten im Bunker hängen. Der Sandschlag passt aber auf den Punkt und aus wenigen Zentimetern ist Birdie Nummer 5 nur noch Formsache.

Erst danach geht er es etwas ruhiger an, ohne jedoch irgendwie in Verlegenheit zu kommen einen Schlag abgeben zu müssen. Erst auf der 5 bringt er dann nach einem starken Abschlag und einem noch besseren Wedge das nächste Birdie auf die Scorecard, womit er hartnäckig an den besten 10 dranbleibt. Trotz weiterhin solidem langen Spiel kann er auf den verbleibenden Löchern dann jedoch kein weiteres Birdie mehr aus dem Kurs quetschen, was ihn mit der bogeyfreien 64 (-6) über die Ziellinie marschieren lässt.

Damit geht sich aufgrund des verpatzten Moving Days zwar mit Rang 22 das erhoffte Topergebnis nicht aus, was ihm beim ersten Re-Shuffle auch ein paar Ränge kosten wird. Dank der starken Schlussrunde und hält er den Schaden aber in Grenzen. “Bis auf die dritte Runde war mein Spiel ok. Meine Spiel ist stark genug, um auf der US PGA Tour bestehen zu können. Ich mache jetzt eine Woche Pause und spiele dann noch 2 Turniere der European Tour in Süd Afrika, Sun City und Leopard Creek. Danach ist Regeneration bis Anfang Jänner zu Hause am Programm,” gibt Schwab einen Ausblick.

Rückfall vom 15. auf den 22. Rang in der Kategorie

Dank des guten Mittelfeldplatzes in Georgia verliert Matthias Schwab statt der befürchteten 17 nur 7 Ränge im ersten Reshuffle (Reranking) innerhalb seiner Kategorie auf der PGA Tour. Als 22. unter den 50 Touraufsteigern werden sich seine Startchancen im kommenden Jahr dennoch ein wenig verschlechtern. Obwohl er heuer bereits zweimal zuschauen musste, ist nicht zu sagen, wie stark sich das tatsächlich auswirken wird.

So wie Schwab scort auch Talor Gooch die 64 zum Abschluss und sichert sich damit den Titel bei 22 unter Par. Sogar eine 60 packt Tyler McCumber aus und kommt damit hinter Mackenzie Hughes und Sebastian Munoz als Vierter in die Endwertung.

Leaderboard RSM Classic

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