Schlagwort: matthias schwab

Spitze noch in Sicht

CZECH MASTERS – 3. RUNDE: Matthias Schwab büßt am Samstag im Albatross Resort zwar mit einer 69 ein paar Ränge ein, hat aber bei vier Schlägen Rückstand auf Thomas Pieters (BEL) die Spitze noch in Sicht. Bernd Wiesberger muss sich mit einer 71 begnügen und rutscht ins vordere Mittelfeld zurück.

Matthias Schwab trumpfte am Freitag richtig auf und knallte im Albatross Resort eine fehlerlose 65 (-7) aufs Tableau. Damit durchbrach der junge Steirer nicht nur seine drei Turniere andauernde Cutsperre, sondern stürmt sogar mit klar intakten Siegchancen ins Wochenende.

Der Start in die dritte Runde verläuft zwar mit anfänglichen Pars dann auch sehr solide, auf das erste Birdie muss er aber einige Zeit warten. Auf der 5 ist es dann aber soweit und Matthias sieht endlich den ersten Birdieputt ins Loch fallen, womit er sich hartnäckig unter den besten 10 des Klassements festkrallt.

Am Par 5 der 9 bringt Matthias dann die Grünattacke gekonnt am Kurzgemähten unter und hat sogar etwas Pech, dass der Eagleputt knapp am Loch vorbeikriecht. Das zweite Birdie stellt aber nur Formsache dar. Kaum auf den Backnine angekommen lässt auch das nächste Par 5 einen Schlag springen, womit sich der Schladming-Pro wieder in Richtung der absoluten Spitzenplätze orientiert.

Putter kühlt ab

Am letzten Par 5 will dann die Grünattacke zwar nicht so wie der Rohrmooser, nach starkem dritten Schlag stopft er aber den Birdieputt und arbeitet sich so weiter Stück für Stück in Richtung Spitze nach vor. Danach kühlt der Putter unangenehm ab, denn sowohl auf der 14 als auch auf der 16 legt er sich richtig gute Birdiemöglichkeiten auf, lässt jedoch beide Chancen ungenützt verstreichen.

Die ausgelassenen Birdies rächen sich dann auf der 17 noch zusätzlich, denn nach einem gewasserten Abschlag betreibt er mit einem Bogey sogar noch wichtige Schadensbegrenzung, rutscht aber dennoch etwas aus der Spitzengruppe. Am Ende unterschreibt der Rohrmooser die 69 (-3) mit der er zwar ein paar Ränge einbüßt, mit einer starken Finalrunde scheint er Thomas Pieters bei vier Schlägen Rückstand aber noch in Sichtweite zu haben.

Mit der Runde zeigt er sich danach nur bedingt zufrieden, wie er selbst sagt: “Ich hab auch heute wieder gutes Golf gespielt, aber nicht mehr so gut geputtet wie gestern. Das hat dann den Unterschied zur gestrigen Top-Runde ausgemacht.”

Etwas zäh

Bernd Wiesberger hatte am Freitag etwas Mühe den gewinnbringenden Rhythmus vom Donnerstag wiederzufinden, doch auch mit der 70 (-2) geht der Burgenländer aus mehr als aussichtsreicher Verfolgerposition in den Moving Day und findet sich auch sofort gut zurecht, denn gleich das anfängliche Par 5 erweist sich für den Oberwarter als gewinnbringend.

Nach dem gelungenen Beginn setzt es aber einen herben Dämpfer, denn auf der 2 geht sich nur ein Doppelbogey aus, was Bernd bis ins Mittelfeld zurückfallen lässt. Sofort aber setzt der sechsfache European Tour Sieger den Konter und spielt sich mit dem zweiten Birdie wieder auf Level Par zurück.

Danach verewigt er auch erstmals Pars auf der Scorecard, bis es auf der 7 erneut etwas ungemütlich wird un er mit dem ersten Bogey wieder Plätze einbüßt. Wie schon zu Beginn lässt aber erneut der Konter nicht lange auf sich warten, denn schon nach der 8 steht sein Tagesergebnis wieder bei Even Par.

Gute Phase

Das stabilisiert endgültig wieder sein Spiel, denn auch die 9 wirft ein Birdie ab, was ihn sogar noch vor dem Turn wieder in den roten Bereich abtauchen lässt. So richtig auf den Geschmack gekommen schnürt er auf der 10 sogar den Birdiehattrick und dockt damit endgültig wieder an den Top 10 an.

Danach allerdings ebbt der starke Rhythmus Stück für Stück wieder ab und nach drei Pars in Folge muss er auf der 14 sogar den nächsten Schlagverlust einstecken. Zwar beendet er die Runde dann sehr sicher, Birdie kann er aber keines mehr mitnehmen und muss sich so mit einer zartrosa 71 (-1) begnügen, mit der er bei den generell sehr guten Scores etliche Ränge einbüßt und bis auf Rang 23 zurückrutscht.

>> Leaderboard Czech Masters

>> SKY überträgt Live und in HD vom Czech Masters.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Sturm & Drang

CZECH MASTERS – 2. RUNDE: Matthias Schwab notiert am Freitag eine fehlerlose 65 und stürmt im Albatross Resort mit klar intakten Siegchancen ins Wochenende. Bernd Wiesberger verliert etwas den Birdierhythmus vom Vortag, geht nach einer 70 aber ebenfalls in sehr aussichtsreicher Position in den Moving Day.

Matthias Schwab zeigte sich am Donnerstag bereits sehr spielfreudig und war nach eigener Aussage auch mit seiner Performance von Tee bis Grün durchaus zufrieden. Lediglich ein unglücklicher Bounce von einem Sprinklerdeckel, was in einem Doppelbogey mündete, machte ihm einen Strich durch eine knallrote Auftaktrechnung.

Am Freitag verpasst er dann zwar auf der 1 ein schnelles Par 5 Birdie, holt den roten Eintrag aber postwendend am Doppelbogey-Loch des Vortages nach und verschafft sich damit rasch etwas Luft im Hinblick auf die Cutmarke. Auch danach zeigt er starkes Golf, hält Schlagverluste gekonnt fern und nimmt auf der 5 das nächste Birdie mit.

Danach geht er es etwas ruhiger an, bleibt aber weiterhin voll fokussiert und bringt so meist sichere Pars ins Trockene. Zu Beginn der Backnine weiß er dann das Par 5 der 10 wieder auszunützen und spielt sich damit immer weiter in Richtung Norden des Leaderboards nach vor. Da auch die 11 danach einen Schlaggewinn bereithält dockt er sogar bereits an den Top 10 an.

On fire

Der Rohrmooser feuert auch danach weiterhin aus allen Rohren, denn auch das letzte Par 5 der Runde weiß er auszunützen und schnürt so sogar den Birdiehattrick. Nur kurz gönnt sich der Schladming-Pro dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er auf der 14 schon das nächste Erfolgserlebnis verbucht und sich so bis auf einen einzigen Schlag an die Spitze heranpirscht.

Nach einem starken Parputt auf der 17 zündet Matthias dann auf der 18 noch ein perfektes Eisen und lässt sich die abschließende Birdiechance nicht nehmen. Mit einer fehlerlosen 65 (-7) durchrbicht er nicht nur ohne jegliche Probleme die drei Turniere andauernde Cutsperre, er stürmt sogar als geteilter 3. mit ganz klar intakten Siegchancen ins Wochenende.

Nach der Runde meint er: “Die Runde war heute eigentlich sehr ähnlich wie die gestrige. Der Unterschied war nur, dass ich die Bälle noch etwas näher zu den Fahnen gebracht hab und auch sehr gut geputtet habe.”

Rhythmus etwas eingebüßt

Bernd Wiesberger zeigte sich zum Auftakt nach seiner Sommerpause in absoluter Spiellaune und postete gleich sieben Birdies auf die Scorecard, womit er sich im absoluten Spitzenfeld festsetzen konnte. Am Freitag will er eigentlich an die bärenstarke erste Runde anknüpfen, büßt jedoch etwas den gewinnbringenden Rhythmus vom Vortag ein.

Dabei gelingt der Start in die zweite Runde noch durchaus ansprechend. Am Par 5 der 1 geht sich zwar noch kein Birdie aus, dafür aber schließt er mit der 2 Frieden, denn anders als am Vortag nimmt er diesmal nicht nur kein Bogey mit, sondern kann sogar ein Birdie auf der Scorecard notieren. Richtig lange verweilt er aber nicht im roten Bereich, denn auf der 4 macht es sich auch der erste Fehler bequem, der ihn wieder auf Level Par zurückwirft.

Etwas zäh

Bernd tut sich am Freitag sichtlich schwerer wieder den sehenswerten Schwung vom Donnerstag zu finden, denn außer Pars wandert die gesamten Frontnine über nichts Zählbares auf die Habenseite. Erst auf der 11 bricht dann endlich der durchwegs hartnäckige Birdiebann, denn vom Vorgrün lässt der Putter den zweiten roten Eintrag des Tages springen.

Auf den Geschmack gekommen legt er sich auch am darauffolgenden Par 5 eine gute Birdiechance auf und verwertet trocken zum Birdiedoppelpack. Ein eingebunkerter Teeshot und ein darauffolgender Flyer aus dem Sand münden am Par 3 der 13 dann in einem Bogey, was die heiße Phase spürbar abdämpft.

Lange Zeit notiert der Oberwarter danach die Pars, ehe er auf der 18 trotz verzogenem Abschlag noch einen längeren Birdieputt lochen kann und so am Ende die 70 (-2) unterschreibt. Damit geht Bernd trotz eines teils zähen zweiten Spieltages als 14. aus richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. Mit einem Spitzenplatz am Sonntag könnte er auch den Rückstand auf Shane Lowry (IRL) im Race to Dubai wieder deutlich verkleinern.

>> Leaderboard Czech Masters

>> SKY überträgt Live und in HD vom Czech Masters.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Goldene Stadt knallrot

CZECH MASTERS – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger färbt zum Auftakt die goldene Stadt mit gleich sieben Birdies knallrot ein und setzt sich damit im absoluten Spitzenfeld fest. Auch Matthias Schwab notiert im Albatross Golf Resort von Prag mit der 70 eine rote Runde.

Bernd Wiesberger und Eddie Pepperell (ENG) teilen sich als einzige Top 50 Spieler die Rolle als Co-Favoriten beim Czech Masters. Gemeinsam mit Ernie Els (RSA) und Lee Westwood (ENG) sollen die Zuschauer in das Albatross Golf Resort von Prag gelockt werden. Mit 1 Million Euro Preisgeld ist das Turnier allerdings eher gering dotiert. Wiesberger bereitete sich daheim mit seinem gesamten Team auf das letzte Saisondrittel vor, hat allerdings keine allzu guten Erinnerungen an Prag, wo er erst einmal antrat und dabei vor 5 Jahren den Cut verpasste.

Gleich der Start gelingt dem Burgenländer aber nach Maß, denn ein anfängliches Par 5 Birdie auf der 1 pusht ihn sofort in den roten Bereich. Zwei Bahnen später hat er auch am zweiten Par 5 sein Visier scharf gestellt und nimmt prompt das nächste Erfolgserlebnis mit. Den gewinnbringenden Rhythmus behält der Oberwarter auch danach bei und nimmt schon auf der 15 sein bereits drittes Birdie mit, womit er sich auch ganz vorne festsetzt.

So richtig auf den Geschmack gekommen knallt er auch am darauffolgenden Par 3 den Ball stark aufs Grün und lässt sich die nächste Birdiechance nicht vom Putter nehmen. Nun feuert der sechsfache European Tour Sieger endgültig aus allen Rohren, denn da auch die 17 ein Birdie abwirft, schnürt er sogar den roten Hattrick. Nur kurz gönnt er sich dann auf der 18 eine kleine Verschnaufpause, ehe es schon auf der 1 (Par 5) im unglaublichen Birdietakt weitergeht.

Kleine Schönheitsfehler

Da sich auf der 2 nur ein Bogey ausgeht, bekommt die Traumrunde erstmals einen kleinen Dämpfer. Beeindrucken lässt er sich davon aber nicht, stabilisiert sein Spiel postwendend wieder und bessert den kleinen Faux-pas schon auf der 5 wieder aus, womit sein Name auch erstmals von ganz oben auf die Konkurrenz herableuchtet.

Auf der 7 erwischt es Bernd dann aber ein zweites Mal und er muss am letzten Par 3 seiner Runde einen Schlag wieder abgeben. Zwar geht sich zum Abschluss der Auftaktrunde auf der 9 dann kein Par 5 Birdie mehr aus, doch auch mit der 67 (-5) legt die Nummer 42 der Welt einen absolut sehenswerten Auftakt hin und unterstreicht als 10. darüber hinaus auch seine Mitfavoritenrolle eindrucksvoll.

Zur Runde meint er [sic!] danach auf Facebook: “Bin grundsätzlich zufrieden mit meinen ersten 18 Loch nach der Sommerpause. Einige der Dinge, an denen wir gearbeitet haben, haben heute schon gut funktioniert. Leider waren aber ein paar schwache Schläge dabei, die eine noch niedriger Runde verhindert haben.”

Starker Start

Matthias Schwab versucht nach zuletzt drei Nullnummern den Reset Button zu finden. Der Schladminger hatte auch ein ganzes Monat Zeit an seinem Spiel zu feilen und muss nun rasch wieder in den Turnierrhythmus finden. Der Start verläuft dann sehr solide mit zwei anfänglichen Pars. Schon auf der 12 setzt er aber das erste Ausrufezeichen, denn ein Eagle am Par 5 lässt ihn rasch ganz vorne mitspielen.

Nach weiterhin fehlerfreiem Spiel danach überredet er das Par 3 der 16 dann auch zum ersten Birdie und bleibt damit dem absoluten Spitzenfeld in der frühen Phase des Turniers hartnäckig erhalten. Kaum auf den ersten Neun angekommen dreht er weiter an der Birdieschraube und nimmt vom Par 5 der 1 prompt das nächste Erfolgserlebnis mit.

Plötzlich abgerissen

Wie aus dem Nichts erwischt es den jungen Steirer dann aber auf der 2 sogar mit einem Doppelbogey, was ihn doch spürbar hinter die Top 10 zurückwirft. Der Rohrmooser findet aber rasch wieder den richtigen Rhythmus, nimmt in Folge zunächst sichere Pars mit und darf sich auf der 7 über den nächsten Schlaggewinn freuen, den er jedoch postwendend wieder verspielt.

Ohne die Doublette nach dem Turn wäre Österreichs Shooting Star des letzten Jahres fast ganz vorne mit dabei, doch auch mit der 70 (-2) legt er sich als 39. eine durchaus passable Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf auf.

“Ich hab nach der vierwöchigen Turnierpause heute gutes Golf gespielt. Sowohl kurzes als auch langes Spiel waren okay und ich hab die Bälle durchgehend gut getroffen. Wenn man im Golf von Pech reden kann, dann leider ich heute. Beim Doppelbogey auf der 2 hab ich unmittelbar neben dem Grün den Sprinkler getroffen und von dort ist der Ball 30 Meter weit ins tiefe Rough gesprungen. Mit Müh und Not hab ich den Ball von dort dann erst nach zwei Schlägen noch aufs Grün gebracht”, klärt Matthias die mehr als unglückliche Doublette auf.

Gavin Green (MAS) gibt nach der Auftaktrunde mit der 64 (-8) das Tempo vor.

>> Leaderboard Czech Masters

>> SKY überträgt Live und in HD vom Czech Masters.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Frisch ins letzte Drittel

CZECH MASTERS – VORSCHAU: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab gehen nach einigen Wochen Pause frisch und ausgeruht ins letzte Saisondrittel. Bei den Czech Masters wartet im Albatross Golf Resort zwar ein vergleichsweise gering dotiertes Turnier, das Starterfeld kann sich in Prag aber durchaus sehen lassen.

Die Finalrunde bei den Open Championship war der letzte wettkampfmäßige Auftritt von Bernd Wiesberger. Nach fast einem Monat Pause – Bernd verzichtete auf einen Start in Memphis beim WGC-Event – strotzt der Burgenländer somit nun richtiggehend vor Tatendrang und will dies auch in Prag bei den Czech Masters unter Beweis stellen.

An das Turnier selbst hat der Oberwarter allerdings keine wirklich guten Erinnerungen, denn nur einmal stand er bisher im Albatross Golf Resort in den Teeboxen, scheiterte 2014 aber sogar am Cut. Generell ist Tschechien wohl nicht das gewinnbringendste Terrain, denn auch bei den Czech Open im Jahr 2011 – damals wurde noch an anderer Wirkungsstätte gespielt – fand das Wochenende bereits ohne Bernd Wiesberger statt.

In der Form der letzten Wochen mit dem 2. Platz in Irland und dem fantastischen Sieg danach in Schottland sollte der tschechische Mini-Fluch heuer aber sein Ende finden. Die Konkurrenz ist auch trotz der nur 1 Million Euro Preisgeld durchaus sehenswert, denn neben Titelverteidiger Andrea Pavan (ITA), bekommt es die Nummer 2 im Race to Dubai auch mit Ernie Els (RSA), Padraig Harrington (IRL), Lee Westwood (ENG) oder Thomas Björn (DEN) zu tun.

Resetknopf gefunden?

Matthias Schwab hatte sogar noch eine Woche länger Pause als sein Landsmann, da er die Qualifikation für die Open Championship verpasste. Auch die Ausgangslage ist komplett konträr zu Bernd Wiesberger, denn der Youngster kämpfte zuletzt etwas mit seiner Form, was in gleich drei verpassten Wochenenden in Folge mündete.

In der spielfreien Zeit stand somit ganz klar wieder der Formaufbau im Vordergrund. Bereits in Prag soll nun wieder der Turnaround gelingen. Findet Matthias wieder die Sicherheit von Tee bis Grün und kann er an die Leistungen etwa von München oder Dänemark anknüpfen, könnte es in “der goldenen Stadt” wieder etlichen Grund zum Jubeln geben.

Das Wetter soll sich laut derzeitigen Prognosen vor allem zu Beginn des Turniers eher unbeständig und durchaus etwas unterkühlt zeigen, was aber zumindestens die Gewittergefahr minimieren sollte. Los geht es für Matthias Schwab am Donnerstag bereits um 07:35 MEZ auf der 10. Bernd Wiesberger folgt nur 20 Minuten später ebenfalls von der 10 weg.

 

>> SKY überträgt Live und in HD vom Czech Masters.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Runde für die Ewigkeit

SCOTTISH OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger feuert am Freitag im Renaissance Club aus allen Rohren und knallt mit der 61 nicht nur einen neuen Platzrekord auf hin, sondern postet außerdem seine bislang tiefste European Tour Runde der Karriere aufs Tableau. Matthias Schwab verpasst auch in Schottland den Cut.

Schon zum Auftakt zeigte sich Bernd Wiesberger nach seinem abgeholten Open Ticket in der Woche zuvor regelrecht gelöst und entspannt. Dies machte sich auch sofort auf der Scorecard bemerkbar, denn bei der ersten Umrundung nahm er bereits satte acht Birdies mit, musste jedoch auch vier Fehler einstecken, weshalb am Ende “nur” die 67 (-4) auf der Habenseite stand.

Birdiequote beibehalten, Fehlerquote minimieren. So der simple Plan für den zweiten Spieltag. Und genau das hält der Burgenländer dann auf Punkt und Beistrich ein, denn wie sich im Nachhinein herausstellt, war die 67 vom Vortag nur die Ouvertüre für einen Freitag der wohl in die österreichischen Golf-Geschichtsbücher eingehen wird.

Von Beginn an hellwach

Sofort macht er dort weiter wo er am Donnerstag aufgehört hat, denn schon die 10 lässt das erste Birdie springen, womit er von Beginn an in Schlagdistanz zu den Top 10 bringt. Da er kurz darauf mit der 12 dann auch das erste Par 5 seiner zweiten Runde gut auszunützen weiß, darf er sich endgültig erneut über einen gelungenen Start in den Tag freuen.

Wie schon am Donnerstag erweist sich jedoch dann auch diesmal die 13 als kleiner Spielverderber, der erste Fehler soll an einem geschichtsträchtigen Tag aber auch der einzige bleiben. Bernd kontert auch sofort perfekt, denn schon auf der 14 quetscht er den nächsten roten Eintrag aus dem Kurs und radiert so den kleinen Makel von zuvor postwendend wieder weg.

Im Birdierausch

So richtig “on fire” hat er mit der 16 dann auch die zweite lange Bahn perfekt im Griff, nimmt sein bereits viertes Birdie auf nur sieben Löchern, was ihn endgültig unter die besten 10 spült. Der Oberwarter behält auch danach weiterhin den richtig starken Rhythmus bei und nimmt mit seinem bereits fünften Birdie auf der 18 sogar schon die Top 5 ins Visier.

Da er den unglaublichen Schwung auch auf den Frontnine weiter beibehält und gleich am Par 5 der 1 das nächste Erfolgserlebnis verbucht, kann er hinter die Top 5 auch bereits einen Haken setzen, denn das neue Ziel lautet nun: Attacke auf die Top 3. “Es ist heute ein wenig ‘tricky’, da der Wind mit eineinhalb Schlägern doch ein wenig stärker ist. ich fühle mich aber gut und Scoren ist durchaus ohne Probleme nach wie vor möglich”, so Bernd im Interview während der Runde.

Neuer Platzrekord

Das Gesagte untermauert er postwendend mit dem nächsten Birdie am Par 3 der 5. Fast mantraartig legt der fünffache European Tour Champion dann auch auf der 6 wieder ein Eisen perfekt zur Fahne und aus gerade mal einem halben Meter ist Birdie Nummer 8 in trockenen Tüchern. Auch das vierte und letzte Par 5 hat er gewinnbringend im Griff – am Donnerstag und Freitag nimmt er damit von jeder langen Bahn ein Birdie mit – und hält damit zwei Löcher vor Schluss bereits bei -8 für den Tag.

Das schwindelerregende Tempo zieht er am Freitag gekonnt die ganze Runde über durch, denn auch auf der 8 zündet der 33-jährige wieder ein perfektes Eisen und hat keinerlei Schwierigkeiten erneut aus kürzester Distanz das Birdie mitzunehmen. Stilecht legt er dann auch noch auf der 9 die Annäherung super zur Fahne, locht erneut ohne mit der Wimper zu zucken und stellt so mit der 61 (-10) nicht nur einen neuen Platzrekord auf, sondern knallt außerdem seine bislang tiefste European Tour Runde der Karriere hin.

Simples Rezept perfekt umgesetzt

Die Super-Runde des Burgenländers ist bei einem Blick auf das Zustandekommen rasch erklärt, denn Bernd setzte genau das um, wovon er selbst immer spricht. Die Annäherungen müssen passen um sich selbst den Druck vom Putter zu nehmen. Mit absoluten Weltklasseschlägen, die teils sogar geschenkt bei den Fahnen liegen setzt er dieses Rezept perfekt um und belohnt sich damit nicht nur mit seiner tiefsten Runde der Karriere und einem neuen Platzrekord, sondern auch mit der geteilten Führung.

Aller schlechten Dinge sind drei

Matthias Schwab hatte am Donnerstag trotz seiner frühen Startzeit einen kleinen Nachteil, da es in den Morgenstunden noch teils heftig regnete. Nach der 68 (-3) liegt aber auch er auf Kurs in Richtung Wochenende, um die Open Tickets noch attackieren zu können – die drei besten noch nicht qualifizierten der Top 10 erhalten ein solches – müssen am Freitag aber wohl etliche Birdies auf die Scorecard wandern.

Nach zwei anfänglichen Pars findet der 24-jährige auch am ersten Par 5 seiner Runde, der 12, den ersten roten Eintrag, rutscht allerdings mit darauffolgendem Bogey auch sofort wieder auf Level Par zurück. Da er aber mit der 16 auch die zweite lange Bahn der Backnine gut im Griff hat, schiebt er sich mit seinem zweiten Birdie wieder über die Cutlinie in Richtung Wochenende nach vor.

Danach allerdings heißt es für den Rohrmooser richtiggehend Geduld bewahren, denn mit einer langen Parserie macht er zwar nichts falsch, bei weiterhin sehr guten Scores rutscht er aber wieder hinter die gezogene Linie zurück. Erst auf der 7 kann er wieder durchatmen, denn mit seinem dritten Par 5 Birdie der Runde schaut es wieder gut mit der Wochenendteilnahme aus.

Mit der Annahme, dass er vermutlich noch ein weiteres Birdie benötigen wird, wirft er am abschließenden Par 3 der 9 noch einmal alles in die Waagschale. Das Gamblen geht aber nach hinten los, denn statt des erhofften Birdies muss er noch ein Bogey einstecken und hat so mit der 70 (-1) Gewissheit, dass er als 83. zum bereits dritten Mal in Folge am Cut scheitern wird. Damit ist nun auch die allerletzte Chance heuer auf die erste Majorteilnahme der Karriere endgültig dahin.

“Nach der Runde meint er enttäuscht: “Leider ist derzeit mein gesamtes Spiel nicht gut genug um weiter vornde mitspielen zu können. Ich werde die kommenden turnierfreien Wochen nützen um an meinem Spiel zu arbeiten.”

>> Leaderboard Scottish Open

>> SKY überträgt Live und in HD von den Scottish Open.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Birdie-Festival

SCOTTISH OPEN – 1. RUNDE: Die Scottish Open im Renaissance Club avancieren zum Auftakt zu einem wahren Birdie-Festival bei dem auch Bernd Wiesberger und Matthias Schwab durchaus mithalten können.

Mit seinem Open-Ticket bereits in der Tasche kann Bernd Wiesberger deutlich entspannter in die heurige Scottish Open starten und die vier Tage Linksgolf in North Berwick als Generalprobe für Royal Portrush kommende Woche angehen. Für Matthias Schwab bildet der Auftritt am Renaissance-Kurs die letzte Chance doch noch heuer zu seinem Major-Debüt zu kommen. Dazu müsste der Schladminger unter den besten 3 innerhalb der Top 10 landen, die noch ohne Open-Ticket sind.

Nach der Staysure und der LET wickelt erstmals auch die European Tour eine Scottish Open im Renaissance Club an der schottischen Gold Coast von East Lothian ab. Auf dem Linkskurs spielen sich auch zahlreiche US-Stars wie Matt Kuchar, Justin Thomas, Rickie Fowler oder Kevin Kisner in der ungewohnten Disziplin Linksgolf für die Open ein. Topstar ist jedoch Rory McIlroy, der auch von seinen britischen Kollegen Poulter, Wallace oder Westwood gefordert werden wird.

Im Birdierausch

Anders als eigentlich vorhergesagt präsentiert sich die Anlage in North Berwick vor allem am Nachmittag regelrecht handzahm, denn kaum Wind und – nach heftigem Regen in den Morgenstunden – trockenes Wetter treiben die Scores regelrecht in die Tiefe. Damit ist für Bernd Wiesberger bereits klar, dass ein weiteres Topergebnis nur über eine Masse an Birdies zu erreichen sein wird.

Der Burgenländer findet sich dann auch mit einem anfänglichen Par 5 Birdie sofort bestens zurecht. Schon auf der 2 macht er dann endgültig klar, dass er seine Irland-Form auch sichtlich nach Schottland mitnehmen konnte, denn mit dem nächsten Birdie sorgt er für einen mehr als nur gelungenen Start ins Turnier.

Diesen trübt er dann allerdings auf der 3 etwas ein, denn das erste Par 3 der Runde bedeutet auch das erste Bogey, was Bernd wieder auf 1 unter Par zurückwirft. Nur zwei Bahnen später schließt er dann aber auch mit den Par 3 Löchern wieder Frieden, denn mit seinem bereits dritten Birdie auf nur fünf Bahnen spielt er sich wieder tiefer in den roten Bereich.

Auch in Folge zeigt sich der fünffache European Tour Sieger total im Birdiefieber, denn da auch die 6 einen Schlaggewinn bereithält, macht er sich schon früh daran die Lücke zu den Spitzenplätzen zu schließen. Keineswegs denkt der Oberwarter daran den gewinnbringenden Schwung in irgendeiner Form abreißen zu lassen, denn auch von der 7 nimmt er ein Erfolgserlebnis mit und hat so sogar bereits die Top 10 in Sichtweite.

Fehlerquote zu hoch

Pars interessieren Bernd auf den Frontnine so gut wie überhaupt nicht, denn mit dem zweiten Bogey rutscht er auf der 8 wieder etwas zurück. Das Par auf der 4 soll schließlich auch das einzige Par auf den ersten neun Löchern bleiben, denn mit einem weiteren Schlagverlust kurz vor dem Turn rutscht er sogar wieder auf “nur” noch 2 unter Par zurück. Das erste Par 5 der Backnine, die 12, entpuppt sich dann jedoch wieder als gewinnbringend und spendiert dem Burgenländer sein insgesamt bereits sechstes Birdie.

Das Hin und Her geht allerdings auch auf den Backnine munter weiter, denn sofort rutscht er mit seinem bereits vierten Bogey wieder etwas retour. Ab der 16 drückt er gegen Ende aber nochmals aufs Tempo, denn nach einem weiteren Par 5 Birdie geht sichauch am darauffolgenden Par 3 ein Birdie aus, was den 33-jährigen wieder um etliche Ränge nach vor marschieren lässt.

Da er auf der 18 dann keinerlei Probleme mehr aufkommen lässt, notiert Bernd zum Auftakt die 67 (-4), womit er sich in eine durchaus vielversprechende Position bringt. Bei den unglaublich tiefen Scores wird er aber auch am Freitag das Gaspedal voll durchdrücken müssen. Die frühere Startzeit könnte sich dabei womöglich als durchaus hilfreich herausstellen.

Ebenfalls auf Cutkurs

Matthias Schwab verpasst zwar am Eröffnungs-Par 5 ein schnelles Birdie, macht mit anfänglichen Pars aber am Vormittag auch nichts falsch. Mit den durchwegs guten Scores kommt er in der frühen Phase des Turniers aber so noch nicht richtig mit. Erst am Par 3 der 5 passt dann erstmals alles zusammen und der Rohrmooser nimmt sein erstes Birdie des Turniers mit. So richtig auf Touren kommt der Birdiemotor damit aber noch nicht, denn auch danach notiert er zwar solide Pars, das Spitzenfeld enteilt ihm so aber.

Der 24-jährige lässt sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, bleibt weiterhin geduldig und verwertet auf der 11 die sich bietende Chance zum zweiten Birdie des Tages. Doch statt am darauffolgenden Par 5 gleich das nächste Birdie mitzunehmen, tritt er sich auf der langen Bahn sogar den ersten Fehler ein und rutscht so wieder um etliche Ränge zurück.

Richtig tief sitzt der Schock aber nicht, denn schon auf der 13 stellt er den alten Zwischenstand von 2 unter Par wieder her. Da er danach auch die 15 (Par 3) und erstmals auch ein Par 5 mit der 16 ausnützen kann, spielt er sich sogar an die Top 10 heran. Erst ein darauffolgendes Bogey auf der 17 bremst den Vorwärtsdrang wieder etwas ab. Da auf der 18 nichts außergewöhnliches mehr passiert, unterschreibt er zum Auftakt die 68 (-3), womit er zwar mit den Topplatzierungen nicht mitkommt, sich aber als 50. zumindestens auf Cutkurs befindet.

“Ich spielte besseres Golf als die letzten zwei Wochen. Trotz des starken Regens in der Früh war das Spiel okay und ich bin mit dem Score und mit dem Start ins Turnier heute zufrieden”, gibt er nach der Runde zu Protokoll.

>> Leaderboard Scottish Open

>> SKY überträgt Live und in HD von den Scottish Open.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Feinschliff & letzte Chance

SCOTTISH OPEN – VORSCHAU: Bernd Wiesberger will sich nach gelöstem Open Ticket durch den fantastischen 2. Platz letzte Woche in Irland in Schottland den letzten Feinschliff für Royal Portrush holen. Für Matthias Schwab ist das Rolex Series Event im Renaissance Club die letzte Chance für seine erste Major Teilnahme der Karriere.

Bernd Wiesberger tritt die Weiterreise von der Westküste Irlands nach North Berwick in Schottland mit Sicherheit tiefenentspannt an, denn nach seinem fantastischen 2. Platz letzte Woche beim Rolex Series Event in Irland hat der Burgenländer sein Ticket für die Open Championship bereits fix in der Tasche. Gerade die Lockerheit könnte es aber sein, die ihm gleich das nächste Topergebnis bei einem Mega-Event beschert.

Erneut geht es im Renaissance Club um satte 7 Millionen Euro Preisgeld und die Konkurrenz wird wohl noch um eine Spur härter werden als es schon letzte Woche in Irland war, denn mit Matt Kuchar, Justin Thomas, Rickie Fowler oder Kevin Kisner schwingen sich bereits etliche US-Größen auf die Open in der Woche darauf ein. Auch Bernd Wiesberger will sich am Linkskurs den letzten Feinschliff holen um bestmöglich auf Royal Portrush eingestellt zu sein.

Top 10 von Nöten

Für Matthias Schwab heißt es in dieser Woche zunächst einmal vorrangig den kleinen Negativtrend abzufangen, denn bei den letzten beiden Turnierstarts verpasste der Schladming-Pro beide Male den Cut. In dieser Woche aber könnte nicht nur eine Serie enden, es könnte auch eine neue beginnen, denn noch hat der 24-jährige die Chance auf seine erste Majorteilnahme der Karriere.

Dazu allerdings muss zwingend ein Topergebnis gelingen, denn wie schon letzte Woche in Irland erhalten auch in Schottland wieder die drei bestplatzierten noch nicht qualifizierten Spieler der Top 10 einen Startplatz für Royal Portrush. Dass es der Rohrmooser durchaus drauf hat bewies er bereits einige Male. Erst vor einem knappen Monat in München verpasste er nur knapp sogar seinen ersten Sieg.

Los geht es für Matthias am Donnerstag bereits um 09:10 MEZ. Bernd Wiesberger folgt am Nachmittag um 14:00 MEZ. Die ersten beiden Spieltage sollten sich typisch schottisch präsentieren, denn erwartet werden maximal 18 Grad Celsius immer wieder einsetzendes Regenwetter. Erst am Wochenende soll es etwas freundlicher werden und auch die Sonne könnte sich dann ab und zu blicken lassen.

 

>> SKY überträgt Live und in HD von den Scottish Open.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Die Chance lebt

IRISH OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger spielt sich am Freitag im Lahinch GC mit einer 66 bis auf einen einzigen Schlage an die Open Tickets heran. Matthias Schwab verpasst den zweiten Cut in Folge.

Bernd Wiesberger fand zum Auftakt am Donnerstag erst spät einen wirklich gewinnbringenden Rhythmus und brachte dank eines abschließenden Birdies noch die 69 zum Recording, womit er sich auch auf Cutkurs befindet. Am Freitag muss er nun aber dennoch zulegen, will er sich an die Open Tickets – die besten 3 noch nicht qualifizierten der Top 10 erhalten ein solches – heranpirschen.

Der Start dazu missling jedoch gründlich, denn gleich die 1 brummt ihm das erste Bogey auf. Bernd lässt sich vom schleppenden Start aber nicht beirren, notiert danach souverän die Pars und findet auf der 6 auch das erste Birdie, womit er sein Score wieder auf den Ausgangspunkt zurückdrehen kann.

Das Erfolgserlebnis stabilisiert auch sichtlich endgültig das Spiel des Burgenländers, denn kaum auf den Backnine angekommen nimmt er auf der 10 den nächsten roten Eintrag mit und verschafft sich so auch erstmals einen richtig angenehmen Puffer auf die Cutlinie. Das erste Par 5 der Runde kann er dann zwar nicht ausnützen, holt das verpasste Birdie aber mit gleich zwei Schlaggewinnen in Folge mehr als nur nach und pirscht sich so sogar bereits an die Top 10 heran.

Wie schon am Vortag passt dann auch am abschließenden Par 5 noch einmal alles zusammen und der Oberwarter nimmt noch ein weiteres Birdie mit, was schließlich in der 66 (-4) mündet. Damit spielt sich Bernd nicht nur bis an die absoluten Spitzenplätze heran, sondern geht als 12. auch mit nur einem einzigen Schlag Rückstand auf die Open Championship Tickets ins Wochenende.

“Bin ziemlich froh, dass es auf der Scorekarte keine Fotos gibt. Es war nicht hübsch über weite Strecken aber wir haben alles aus der Runde raus geholt – und wurden mit einer super Puttleistung belohnt. Muss am Wochenende deutlich solider vom Tee werden. Auf geht’s”, fasst er [sic!] die zweite Runde zusammen.

Erneut leer ausgegangen

Matthias Schwab zeigte sich am Freitag auf den Frontnine durchaus stark, verlor nach dem Turn aber den Schwung und rutschte mit drei Bogeys sogar noch in den Plusbereich zurück. Am Freitag hat er nun aber zumindestens den Vorteil einer frühen Startzeit, was sich bei der benötigten Aufholjagd als durchaus hilfreich herausstellen könnte.

Allerdings hat er dann aber erneut gleich zu Beginn etliche Probleme und macht mit einem anfänglichen Bogey auf der 1 dort weiter wo er am Freitag aufgehört hat. Zwar stabilisiert er sein Spiel nach dem Fehler sofort, die ersten Birdies am Freitag lassen aber nach wie vor noch auf sich warten. Erst zu Beginn der Backnine findet der Schladming-Pro dann endlich das erste Birdie und kann so sein Score wieder auf Level Par zurückdrehen.

Das erste Erfolgserlebnis heizt auch den Birdiemotor des 24-jährigen sichtlich an, denn nach einer kurzen schöpferischen Pause auf der 11, setzt er auf der 12 und der 13 sogar zu einem roten Doppelpack an und spielt sich damit endgültig in Richtung Wochenendteilnahme. So schnell der gewinnbringende Schwung gekommen ist, so schnell ist er dann aber auch wieder vorbei, denn ein darauffolgendes Bogey auf der 14 wirft ihn wieder etwas zurück.

Dem nicht genug geht sich auch auf der 15 nur ein Bogey aus, was damit auch den zuvor erzielten Doppelpack wieder ausradiert. Da sich dann auch am abschließenden Par 5 kein Birdie mehr ausgehen will, muss sich Matthias schlussendlich mit der 70 (Par) abfinden, die ihm als 75. den Weg ins Wochenende knapp versperrt.

“Ich hab heute leider schlecht begonnen, kam dann aber ganz gut ins Spiel. Auf drei Birdies folgten dann leider zwei Bogeys die mir letzten Endes auch den Cut kosteten. Leider treffe ich zur Zeit viele Bälle nicht sauber genug. Vielleicht klappt es nächste Woche in Schottland”, so Matthias nach dem verpassten Cut klarerweise enttäuscht.

>> Leaderboard Irish Open

>> SKY überträgt Live und in HD von den Irish Open.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Etwas geizig

IRISH OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab bringen zum Auftakt im Lahinch GC zusammen lediglich fünf Birdies auf die Scorecard. Während der Burgenländer aber zumindestens nach einer 69 klar auf Cutkurs liegt, muss sich Matthias Schwab nach der 71 bereits steigern um nicht das zweite Weekend in Folge zu verpassen.

Zwei Wochen britisches Linksgolf in Irland und Schottland, die Matthias Schwab und Bernd Wiesberger am liebsten auf eine dritte bei der Open in Royal Portrush ausdehnen würden, erwartet Spieler und Fans als Höhepunkt des europäischen Golfsommers. Als Bonus winkt den Top 3 noch nicht Qualifizierten aus den Top 10 von Irland und Schottland ein Ticket für die Open Championship.

Paul McGinley hat ein Jahr lang all seine Energie eingesetzt um am irischen Linksklassiker von Lahinch ein praktisch bereits ausverkauftes Golfspektakel zu organisieren. An der rauhen irischen Westküste ist zum 7 Millionen Dollar-Turnier der Rolex Series vor allem die Creme de la Creme des britische Golfsports eingeflogen: Westwood, Wallace, Lowry, Poulter, Westwood, McDowell, Knox und Hatton lassen die Abwesenheit von Rory McIlroy vergessen.

Ruder spät rumgerissen

Der Start verläuft für Bernd Wiesberger zunächst mit zwei anfänglichen Pars durchwegs souverän, ein Bogey auf der 3 sorgt dann allerdings für den ersten kleinen Fehler im Turnier. Zwar stabilisiert er danach sein Spiel sofort wieder, das erste Birdie lässt aber die gesamten Frontnine über auf sich warten.

Auch zu Beginn der zweiten Neun marschiert der Oberwarter weiterhin im Partrott dahin. Erst auf der 12, dem ersten Par 5 der Runde, bricht dann endlich der hartnäckige Birdiebann und Bernd sackt den ersten roten Eintrag des Tages ein. Richtig lange kann er sich über den Ausgleich aber nicht freuen, denn schon die 13 brummt ihm den nächsten Fehler auf, der ihn postwendend wieder zurückwirft.

Das Par 3 der 16 hat der Burgenländer dann aber wieder fest im Griff und dreht so erneut sein Score zurück auf Level Par. Mit der 18 hat er dann auch das zweite und letzte Par 5 des Platzes gut im Griff, nimmt noch sein ingesamt drittes Birdie mit und unterschreibt so schlussendlich noch die 69 (-1), womit er sich nicht nur eine durchwegs gute Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf auflegt, sondern auch klar in Schlagdistanz zu den Open Championship Tickets bleibt.

Nach der Runde meint er [sic!]: “Leider ein relativ langsamer Start in die Irish Open aber zum Glück konnte ich mit späten Birdies noch unter Par ins Clubhaus kommen. Habe nach der Runde etwas an meinem Driver und den mittleren Eisen gearbeitet um für morgen perfekt vorbereitet zu sein. Lahinch GC spielt sich grandios bisher und die irischen Fans machen dieses Turnier zu etwas ganz Speziellem!”

Zwei Gesichter

Matthias Schwab beginnt am Nachmittag mit sicheren Pars und garniert den durchaus gelungenen Beginn auf der 4 mit dem ersten Birdie. Ohne jeglichen Wackler marschiert der 24-jährige auch danach über die irischen Fairways, notiert reihenweise meist sichere Pars und darf sich kurz vor dem Turn auf der 9 auch über das zweite Birdie freuen, das ihn klar in Schlagdistanz zu den Top 10 bringt.

Kaum auf den Backnine angekommen zeigt der Schladming-Pro dann aber ein etwas anderes Gesicht und rutscht mit dem ersten Bogeydes Tages zunächst auf “nur” noch 1 unter Par zurück. Richtig beeindrucken lässt er sich vom Fehler zwar längere Zeit nicht und spult danach weiterhin grundsolide die Pars ab, das Par 3 der 16 erweist sich dann allerdings wieder als etwas zu harte Nuss und wirft den Rohrmooser sogar auf Level Par zurück.

Des Schlechten noch nicht genug hat er dann auch auf der Par 5 Schlussbahn so seine Probleme und rutscht mit dem dritten Bogey des Tages sogar noch in den Plusbereich zurück. Nach der 71 (+1) muss sich Matthias am Freitag bereits steigern um vom 89. Platz aus nicht den zweiten Cut in Folge zu verpassen. Die frühere Startzeit könnte sich dabei aber als durchaus hilfreich erweisen.

“Leider lief es auf den zweiten Neun nicht so gut. Ich hab einige kurze Putts verschoben und hatte leider einen unnötigen Out-Ball an der 18”, fasst er seine Auftaktrunde enttäuscht zusammen.

>> Leaderboard Irish Open

>> SKY überträgt Live und in HD von den Irish Open.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube

Auf in die Linkswochen

IRISH OPEN – VORSCHAU: Für Matthias Schwab und Bernd Wiesberger starten ab Donnerstag wahre Linkswochen, denn nach den Irish Open im Lahinch GC geht es sofort weiter nach Schottland. Danach stehen noch die Open Championship auf dem Programm, worauf sich beide Österreicher – Topergebnisse vorausgesetzt – noch durchaus Hoffnung machen könnten.

Für Matthias Schwab heißt es den klar verpassten Cut beim Andalucia Masters schnellstmöglich aus dem Kopf zu bekommen, denn ab sofort heißt es für den Rohrmooser volle Konzentration auf die kommenden Linkswochen. Zunächst steht an der Westküste Irlands das erste von den beiden im Doppelpack auftretenden Rolex Series Events auf dem Programm.

Für den Schladming-Pro ein in doppelter Hinsicht enorm wichtiges Turnier, denn mit gleich sieben Millionen Euro Preisgeld könnte er mit einem Spitzenergebnis einen richtig großen Sprung im Race to Dubai machen und sich so in der Topregion der Order of Merit regelrecht festkrallen. Andererseits erhalten die drei besten noch nicht qualifizierten Spieler der Top 10 einen Startplatz bei den Open Championship.

Um sein allererstes Major der Karriere in Angriff nehmen zu können, muss er auf der klassischen Linkswiese des Lahinch GC aber eindeutig souveräner als noch in der Vorwoche auftreten. Nach Irland geht es für den 24-jährigen dann weiter nach Schottland, wo er noch eine weitere Chance auf ein Open Ticket hätte, sofern es in Irland noch nicht klappen sollte.

In gleicher Position

Bernd Wiesberger befindet sich in der nahezu gleichen Position wie sein Landsmann. Denn obwohl nach seinem Sieg in Dänemark im Race to Dubai besser platziert, hat auch er das Open Ticket noch nicht in der Tasche. Somit heißt es auch für den Burgenländer: nur ein absolutes Spitzenergebnis hilft wirklich weiter. Zumindestens hat Bernd den Vorteil, dass er den Platz bereits kennt, denn schon 2003 spielte er bei der damaligen Jacques Léglise Trophy, ein Vergleichskampf Kontinentaleuropa gegen Großbritannien und Irland, an der irischen Küste.

Um sich das angepeilte Open Ticket sichern zu können, legte der Burgenländer in der Heimat in der zuletzt spielfreien Woche etliche Trainingseinheiten mit Stuart Morgan ein, wobei das Hauptaugenmerk auf die Präzision der Eisenschläge gelegt wurde. Die Konkurrenz wird aber bereits in Irland enorm hart sein, denn mit Lee Westwood, Matt Wallace, Ian Poulter, Tyrrell Hatton (alle ENG), Russell Knox (SCO), Graeme McDowell (NIR) und Shane Lowry (IRL) steht die Creme-de-la-Creme des britischen Golfsports in den Teeboxen. Einzig Rory McIlroy (NIR) glänzt durch Abwesenheit.

Das Wetter sollte sich ganz untypisch von Donnerstag weg durchaus sonnig präsentieren, denn jeden Tag sind Spitzenwerte von über 20 Grad Celsius möglich. Auch Regen ist laut derzeitiger Prognose keiner in Sicht, der nahezu allgegenwertige Wind könnte die Verhältnisse aber durchaus verschärfen. Los geht es für Bernd Wiesberger am Donnerstag bereits um 09:20 MEZ. Matthias Schwab folgt um 13:30 MEZ.

 

>> SKY überträgt Live und in HD von den Irish Open.

SHARE... FacebooktwitterredditpinterestlinkedinmailFacebooktwitterredditpinterestlinkedinmail
FOLLOW US... twitterrssyoutubetwitterrssyoutube