Schlagwort: old course

Bernd Wiesberger

Lockerheit vermisst

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger lässt zum Auftakt in Carnoustie die Lockerheit der letzten Wochen etwas vermissen und startet nur mit der 73. An den nächsten beiden Tagen warten mit Kingsbarns und dem Old Course nun aber scorefreundlichere Wiesen auf den Burgenländer.

Bernd Wiesberger ist am Donnerstag zumindestens auf den Backnine – der Oberwarter startete auf der 10 – sichtlich noch auf der Suche nach der gewinnbringenden Links-Form des letzten Jahres, als er einen starken 4. Rang einfuhr. Gleich am ersten Spieltag muss der Burgenländer mit Carnoustie die zäheste der drei Wiesen bewältigen, bei spürbarem Wind ein mehr als anspruchsvolles Unterfangen.

So verhagelt es Österreichs Nummer 1 gleich die 10 mit Bogey, mit zwei Birdies – Bernd nützt alle beiden Par 5 Bahnen der zweiten Spielhälfte aus – kann er das Tagesergebnis aber rasch in den roten Bereich drehen. Doch auch die beiden Erfolgserlebnisse wollen nicht die benötigte Sicherheit bringen und Bernd Wiesberger rasselt mit drei Bogeys bis zum Turn fast im freien Fall im Klassement nach unten.

Alles auf Anfang

Erst auf den Frontnine kehrt dann die Souveränität der letzten Wochen zurück und er kann mit zwei weiteren Birdies sein Tagesergebnis wieder auf Level Par zurechtrücken. Als bereits alles auf einen scoretechnisch ausgeglichenen Auftakt hindeutet, muss er zum Abschluss auf der 9 aber noch ein Bogey notieren, was ihm nach der 73 (+1) nur den 90. Platz einbringt.

Der schwarze Start stand mit Sicherheit nicht auf Bernd Wiesbergers “To do – Liste”, zumindestens aber warten an den nächsten beiden Tagen nun mit Kingsbarns und dem Old Course eindeutig birdiefreundlichere Plätze auf die Nummer 58 der Welt. Da die Alfred Dunhill Links Championship im Pro-Am Format gespielt werden – Bernd belegt in dieser Wertung mit Partner Ric Kayne nach der 68 (-4) Rang 88 – muss zunächst jeder Kurs einmal absolviert werden, ehe der Cut am Samstag das Feld nach drei Runden trennt.

“Das waren heute einfach zu viele Fehler in Carnoustie um ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Es war schwer den Ball in dem Wind nahe zu den Fahnen zu bekommen. Morgen muss ich in Kingsbarns um einiges präziser sein mit den Eisen”, so Bernd nach der Runde etwas enttäuscht.

Alex Noren (SWE) krallt sich nach dem ersten Spieltag die Führung. Der Schwede spielt ausgerechnet in Carnoustie eine unglaubliche bogeyfreie 64 (-8) und gibt damit den Ton an.

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Bernd Wiesberger

Das Beste zum Schluss

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMP. – FINAL: Bernd Wiesberger versöhnt sich zum Abschluss der Alfred Dunhill Links Championship endgültig mit dem Old Course und bestätigt mit der 66 und Rang 4, dass er derzeit der konstanteste Topspieler auf der European Tour ist. “Ich hab noch einige Putts auf den Grüns liegengelassen, aber auch einige gemacht, sonst hätte es heute auch in die Richtung von 62, 61 gehen können”, so Bernd nach der Runde.

Bernd Wiesberger hebt sich in Schottland das Beste für den Schluss auf. Der Oberwarter startet gleich mit einem Birdie auf der 1 und schraubt sein Tagesergebnis mit einem weiteren Birdiedoppelpack noch auf den Frontnine auf 3 unter Par. Nachdem sich auch die zweite Platzhälfte mit einem Birdie gut anlässt, klopft Bernd vehement an den Top 10 an.

Erst das erste und einzige Bogey auf der 11 (Par 3) bremst den Schwung erstmals etwas ein. Wie sich herausstellt allerdings nicht lange, denn Österreichs Nummer 1 setzt zu einem Birdietriplepack an und macht sich so endgültig daran die Spitze zu attackieren.

Road Hole überstanden

Diesmal übersteht Bernd auch das Road Hole, der 17 unbeschadet. Sowohl bei den Open Championship, als auch am Vortag kostete ihm das Signature Hole fast immer Schläge. Auf der 18 lebt dann sogar die Riesenchance sich vielleicht sogar noch ins Stechen zu retten. Bei immer schlechter werdenden Bedingungen könnte der Burgenländer auf 16 unter Par gehen und abwarten, was die Konkurrenz auf den verbleibenden Löchern notiert.

Der Putt aus einem guten Meter lippt aber aus, die 66 (-6) hievt ihn am Ende aber bei gesamt 15 unter Par bis auf Rang 4. Nur Chris Wood (ENG) ist an diesem Tag mit der 65 (-7) noch um einen Schlag besser unterwegs und teilt sich die Platzierung mit dem Bad Tatzmannsdorfer. Mit dem insgesamt sechsten Top 5 Ergebnis zeigt Bernd auch seine Konstanz. Von allen Topspielern auf der European Tour ist die Nummer 30 der Welt in dieser Kategorie führend.

“Der verschobene Putt auf der 18 war natürlich nicht der Abschluss den ich wollte. Ich hab mich verlesen und einen schlechten Putt gemacht. Ich hab gutes Golf gespielt heute, aber bei einigen kürzeren Putts den Greenspeed falsch eingeschätzt. Alles in allem war es in dieser Woche ein Auf und Ab. Ich kann nicht sagen, dass ich großartiges Golf gespielt hab, denn die Bedingungen waren halt auch nicht wirklich schwer”, so Bernd Wiesberger über die Turnierwoche in Schottland.

Thorbjorn OlesenThorbjorn Olesen (DEN) lässt am Finaltag nichts mehr anbrennen und feiert seinen bereits dritten European Tour Sieg. Der Däne notiert die 71 (-1) und triumphiert damit bei gesamt 18 unter Par.

Verschnaufpause verdient

Nach der einmonatigen Pause ist es auch das erste Mal, dass Bernd wieder vier konstant gute Runden abspult. Bei den Open D’Italia zerstörte ihm eine durchwachsene Schlussrunde besseres als Rang 14. Letzte Woche wollte am Freitag bei den Porsche European Open nichts gelingen und der Burgenländer verpasste nach Führung am ersten Spieltag sogar noch den Cut.

Mit Runden von 70 (Carnoustie), 68 (Kingsbarns), 69 und 66 (Old Course) Schlägen zeigt Bernd Wiesberger einmal mehr, dass er mit Links-Golf klar per Du ist. Der 4. Rang stellt auch, nach Platz 12 im Jahr 2013 und Rang 14 im letzten Jahr, sein bislang bestes Ergebnis bei den Alfred Dunhill Links Championship dar. Bernd wird erst übernächste Woche in Portugal wieder abschlagen. Die kurze Verschnaufpause kommende Woche hat er sich nach dem sensationellen Auftritt am Sonntag redlich verdient.

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Zach Johnson 2015

Putt-Champion mit Links

THE OPEN CHAMPIONSHIP 2015 – FINAL: Zach Johnson puttet im Stechen Louis Oosthuizen und Marc Leishman aus und holt den zweiten Majortitel. Bernd Wiesberger verputtet mit der 72 auch den Finaltag.

In einem dramatischen Birdie-Wettlauf, wie man ihn schon lange nicht mehr an einem Major-Finaltag gesehen hat, sprinten zwei Dutzend Titelkandidaten über die Ziellinie bei der 144. Open Championship.

Kein Wunder, dass dieses enge Rennen nach 72 Löchern immer noch nicht entschieden ist: der ehemalige Masters-Champion und Meisterputter Zach Johnson legt die Latte auf 15 unter Par im Clubhaus. Doch nicht der zweifache Majorsieger 2015 Jordan Spieth, auch nicht Jason Day, Sergio Garcia oder Adam Scott egalisieren die Bestmarke, sondern der Australier Marc Leishman, der gemeinsam mit Johnson die Bestmarke am Schlusstag von 66 Schlägen aufstellt.

Spieth_1511_300quJohnson schlägt mit 7 Birdies auf den ersten 12 Löchern einen gnadenlosen Birdietakt. Nur der australische Longhitter Marc Leishman und der Champion von 2010, Louis Oosthuizen, können diesem Tempo folgen. Oosthuizen rutscht erst mit dem Birdie am Schlussloch ins Stechen.

Jordan Spieth zeigt früh am 8. Grün mit einem Vierputt Nerven, wo er vom Kurzgemähten herunterputtet und fällt mit dem Doppelbogey scheinbar aussichtslos zurück. Bei beiden Major-Siegen heuer war der 21-jährige Texaner jedoch der beste Finisher und ähnliche Reserven mobilisiert er neuerlich mit dem Putter: am 16. Grün locht Spieth aus 20 Metern zum Birdie und ist wieder im Geschäft. Erst ein unsauberes Bogey an der 17 und der verpasste Birdieversuch am 72. Loch stellen sicher, dass auch der 21-jährige Jungstar heuer nicht den Grand Slam gewinnen wird und sich mit Platz 4 begnügen muss.

Sergio Garcia verabschiedet sich wie so oft auf der Zielgerade aus der Entscheidung, diesmal mit drei Bogeys. Adam Scott patzt im entscheidenden Moment bei einem Halbmeter-Putt. Amateur Paul Dunne agiert vom ersten Golfschlag an viel zu nervös und verliert nicht nur die Top 10 aus den Augen sondern muss auch im Kampf um die Silver Medal für den besten Amateur Jordan Niebrugge (USA) den Vortritt lassen.

Stechen über vier Löcher

JohnsonZ_1502_300quIm Stechen landet Oosthuizen aus 6 Metern den ersten Birdie-Streich, Johnson folgt eiskalt aus nur wenig kürzerer Distanz. Leishman ist bereits am Grün der 1 nach Dreiputt-Bogey aus dem Titelrennen. Der Amerikaner bringt im schottischen Nieselregen seinen Putter zum Glühen und holt sich an der 2 aus 6 Metern das nächste Birdie und die Führung.

Das Road Hole bringt nicht wie erwartet die Vorentscheidung, da alle drei Kontrahenten mit Bogey vom Grün marschieren. Am Schlussloch scheitern sowohl Johnson als auch Oosthuizen an 5 Meter-Birdieputts.

Johnson, der an den ersten beiden Tagen mit Bernd Wiesberger spielte, locht im Stechen mehr Meter als der Österreicher in der gesamten Woche und puttet sich so zu seinem ersten Open-Titel.

Wiesberger früh im Ziel

Bernd Wiesberger ist um 13 Uhr bereits mit der Golfarbeit fertig, bleibt nach dritter Par-Runde der Woche in den hinteren Regionen des Leaderboards auf Platz 68 stecken. “135 Putts in vier Tagen und 86,1% Grüntreffer, mehr gibts nicht zu sagen. Sehr enttäuschend, weil mein langes Spiel gut genug war für ein Topergebnis,” fasst er zusammen.

Wiesbergers unbelohnte Golf-Kunst

Bernd Wiesberger 2015Bernd Wiesberger kann selbst auf der Zielgerade der 144. Open Championship die Grüns am Old Course nicht entschlüsseln. Seine Finalrunde am Montag ist ein Spiegelbild der Vortage: brilliant von Tee bis Grün und ratlos beim Putten. Das einzige Final-Birdie gelingt spät an der 11, dafür schenkt ihm das Road Hole (Loch 17) zum vierten Mal das Bogey ein.

Mit 62 von 72 getroffenen Grüns ist der French Open-Champion bei den Allerbesten mit 13 Golfschlägern, nur den 14. Schläger muss er 35, 33, 32 und 35 Mal bemühen, so oft wie kein anderer Finalist von St. Andrews. “Dabei habe ich gute Putts gespielt, aber es ist in dieser Woche überhaupt nichts gefallen. Vielleicht braucht mein Putter jetzt eine Höhenkur,” setzt er jetzt auf die 1500 Meter beim European Masters in Crans-sur-Sierre.

Das Home of Golf ist leider bei der 144. Open-Championship mehr ein “Home of Putts”, womit Wiesberger bei gesamt 1 unter Par nur auf Rang 68 in die Endwertung kommt. Damit kann er sein bislang bestes Ergebnis bei Europas Major (Platz 64 in Muirfield 2013) nicht einmal toppen. Dort wo tief gescort wird, zählt Wiesberger einmal mehr nicht zu den Besten.

Da der Old Course die Sympathiebekundungen des Österreichers nicht erwidert, hilft ihm auch der Auftritt bei seiner 3. British Open in den diversen Rankings nicht weiter. Besonders bitter ist dies vor allem hinsichtlich einer US Tourkarte, womit heuer nur noch die Chance bei der Bridgestone Invitational und der PGA Championship Mitte August verbleibt um das dafür notwendige absolute Topergebnis zu stemmen.

Wiesbergers Finalrunde in den Live Text-Updates

13:00 Goodbye mit 3. Par-Runde

Am berüchtigen “Road Hole” setzt es jedoch zum vierten Mal das Bogey, typisch für seine Open wieder mit Dreiputt. Somit muss sich Wiesberger zum dritten Mal mit einer Par-Runde begnügen, die ihn bei insgesamt -2 nur ca. auf Platz 75 bringt.

12:00 – Fehlerlose Vorstellung bislang

Bernd Wiesberger 2015Auch wenn weitere Birdieputts bislang nicht fallen wollen – selbst nicht am Par 5 der Back 9 – zeigt Wiesberger am Finaltag eine fehlerlose Vorstellung. Erst an der schweren 16 kommt Bernd nach verzogenem Tee-Shot in Bedrängnis, verlängert aber mit gekonntem Chip-Putt die Par-Serie.

11:00 – Front 9 alles in Par

Konsequent seiner Par-Strategie bleibt Wiesberger auch am einzigen Par 3 der Front 9 und auch weiter bis zum Halbzeitturn treu. Angesichts der guten Bedingungen matcht er sich damit vorerst mit Bernhard Langer um die rote Laterne.

Bis zum 11. Grün schleppt sich Bernd erfolglos über den Platz, ehe ihn der Putter mit dem ersten Birdie erlöst!

10:00 – Spiegelbild der Vortage

Während die früh gestarteten Kollegen rundherum ihre Birdies einsacken, regiert im Wiesberger / O’Meara-Flight die Putt-Tristesse. Beide perfekt bis zum Grün, aber mit dem 14. Schläger im Bag glücklos. Jeder Zweite, der bislang das erste Par 5 spielte, marschierte mit Birdie vom Grün, jedoch wiederum keiner aus dem Wiesberger-Flight, Bernd noch dazu mit Dreiputt-Par.

Mark O’Meara zeigt am 6. Grün mit Birdie, wie es geht, Bernd bleibt jedoch auf der Par-Welle.

09:30: Par-Beginn

Auch wenn das Eröffnungsloch zwei von drei der frühen Starter ein Birdie spendiert, so leider nicht Bernd Wiesberger, der mit Par eröffnet. Immerhin passt das lange Spiel weiter perfekt, auch das 2. bis 4. Grün erreicht er ohne Probleme, nur der Putter springt noch nicht an – bislang ein Routine-Par nach dem anderen.

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Happy Week-End

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 2. Runde: Bernd Wiesberger scort mit eiskaltem Putter erneut die 72, das reicht für den Cut. Erst Samstag Abend wird die 2. Runde abgeschlossen, Finale am Montag.

Erstmals nach 1988 wird die Open-Championship erst am Montag entschieden werden. Wind und Regen kosten der 144. Auflage von Europas Major einen kompletten Spieltag. Nach drei Stunden Regenpause am Freitag kann am Samstag Morgen nur eine Stunde weitergespielt werden, ehe Windspitzen von über 60 km/h die Bälle von den Grüns blasen und um 8:30 Uhr Morgens unterbrochen werden muss.

Erst um 19 Uhr war der Sturm am Samstag soweit abgeflaut, dass die zweite Runde nach 22 Uhr ihren Abschluss finden konnte. Unter den 70 Finalisten sind auch Bernd Wiesberger und Bernhard Langer, die sich bei Even Par den 61. Platz teilen.

JohnsonD_1502_300Dustin Johnson leistet sich zwar im Sturm seine ersten beiden Schlagverluste im Turnier, entwickelt aber weiterhin genug Feuerkraft um die Führung zu verteidigen und mit der 69 als Einziger zweistellig unter Par die erste Turnierhälfte bei -10 abzuschließen. Danny Willett bei -9 und Urgestein Paul Lawrie bei -8 führen die Riege der Verfolger an. Jordan Spieth bekommt im Sturm erste Links-Probleme und taucht nach der 72 vom Samstag nur außerhalb der Top 10 bei -4 auf.

Martin Kaymer spielt zwei Tage lang abwechslungsreiches Birdie-Bogey-Pingpong, bei 3 unter Par ist der Zug zu den vorderen Rängen aber vielleicht auch schon abgefahren. Super-Senior Bernhard Langer schwimmt gemeinsam mit Bernd Wiesberger bei Even Par am allerletzten Cut-Rang ins Finale, während Marcel Siem um einen Schlag scheitert.

Die 144. Open Championship ist am Samstag Abend auch schon für Tiger Woods zu Ende, der nach der 76 und 75 um sieben Schläge zuviel am Konto hat und weiter Lichtjahre von alten Glanzzeiten entfernt herumgolft. Keinen Platz im Finale finden auch Victor Dubuisson (+1), Joost Luiten (+2), Bubba Watson (+3), Ian Poulter (+3) sowie Miguel-Angel Jimenez.

Rückblick auf den Freitag

Nach nur einer Viertelstunde Spielzeit in St. Andrews am Freitag Morgen hat es kübelweise auf die Anlage geregnet. Die Folge war eine mehr als dreistündige Regenunterbrechung, deswegen kam Bernd Wiesberger auch erst zu Mittag zum Start seiner zweiten Runde. Der Burgenländer kann aber aus den überraschend guten Bedingungen kein Kapital schlagen und brockt sich eine Zitterpartie um den Cut ein.

“Lasst uns hoffen, dass der Wind anhält, dann wird es für das Wochenende reichen”, ist der Burgenländer zuversichtlich, dass seine Open Performance auch an den kommenden beiden Tagen stattfinden wird.

Bernd Wiesberger 2015Bernd Wiesberger haderte am Donnerstag vor allem mit dem Putter, am Freitag werden es vielmehr die Eisen sein, die zu oft zu ungenau ausgefallen sind. In Kombination mit teilweise boshaften Fahnepositionen, wie gewissen Spieler sagen, sollte die Birdieausbeute bei beständigem Wind um die 30 km/h nicht die gewünschte Bilanz bringen. Viele Putts gingen denkbar knapp am Loch vorbei.

“Es war ziemlich hart da draußen”, berichtet Wiesberger. “Aber ohne Putts zu lochen, kann man keinen Move machen.”

Der Österreicher zeigt sich auch am zweiten Tag der 144. Open von seiner sehr soliden und sicheren Seite. Vom Tee agiert der Burgenländer weiterhin ohne großartigen Fehler. Auch das Eisenspiel ist solide, aber eben in vielen Fälle nicht zwingend genug. Da ist es schon fast sinnbildlich, dass das einzige Birdie der Runde auf der 10 nach einem mehr oder weniger “Tap-in” fällt.

Auf dem schwierigsten und wahrscheinlich auch bekanntesten Loch in St. Andrews, dem Road Hole, erwischt Wiesberger auch am Freitag wieder ein Schlagloch und kommt über das Bogey nicht hinaus. Auf der 18 wird birdiesuchend mit dem Driver das Grün attackiert. Auf Fahnenhöhe bleibt von der linken Seite die Eaglechance. Wiesberger lässt sich einen Birdieputt aus rund fünf Metern übrig, aber auch dieser Putt sollte nicht fallen.

Willett in FrontWillett_1502_300

Danny Willett arbeitet sich mit konsequenter Birdiearbeit bei -9 an die Spitze. Der Engländer notiert die 69 und schraubt die Meßlatte nach oben. Der Flightpartner von Bernd Wiesberger, Zach Johnson, lässt eine deutlich bessere Runde als die 71 liegen, ist aber bei -7 immerhin auf Tuchfühlung.

Die 2. Runde von Bernd Wiesberger im Überblick:

16:00 – Das Road Hole

Der Burgenländer kommt auf dem schwierigsten Loch auf dem Old Course auch am Freitag nicht über ein Bogey hinaus. Das Road Hole wirft den Oberwarter wieder zurück auf Level Par für den Tag und brockt ihm gleichzeitig eine klassische Zitterpartie um den Cut ein.

15:00 – Haube raus, Wind frischt auf

Jetzt setzt auch immer mehr der vorhergesagte Wind ein. Mit einer wärmenden Haube auf dem Kopf versucht Bernd Wiesberger weiterhin sein Ergebnis zu verbessern.

14:00 – Endlich ein Birdie

Einige gute Putts, aber auf den vermeintlich leichteren Frontnine des Old Course ohne Birdie, so lautet die Bilanz von Bernd Wiesberger. Der Oberwarter kommt damit nicht voran. Auf der 10 passt die Annäherung auf den Punkt, es bleibt im Prinzip ein Tap in zum Birdie, ein Geschenk, dass der Burgenländer in der jetzigen Situation gerne annimmt.

13:00 – Der Touch stimmt

Bernd Wiesberger lässt sich durch zu ungenaue Approaches in der Anfangsphase teilweise knifflige Putts übrig. Auch wenn die Birdies vorerst fehlen, so dürfte Österreichs Nummer 1 auf den weichen Grüns einen wesentlich besseren Touch, als noch am Donnerstag haben.

12:00 – Wartezeit beendet

Bernd Wiesberger geht mit über drei Stunden Verspätung in seine zweite Runde bei der British Open. Kurz nach 12 Uhr reicht auf der 1 wie immer ein 1 bis zur 80 Yards Marke und dann der Pitch ins Grün, der aber einen Tick zu weit ausfällt. Der Retourputt ist sechs bis sieben Meter lang, lieber hätte man den Ball näher am Loch. Mit einem Zweiputt ist der Freitag aber sicher eröffnet.

Wiesberger agiert erneut bombensicher, doktert aber noch an der Genauigkeit mit den Wedges herum. An der 3 etwa gerät die Annäherung zu weit, ein tricky Putt aus der Mulde auf dem Grün bleibt. Er löst aber auch diese Aufgabe zufriedenstellend.

11:00 – Es geht weiter

Nach intensiver Arbeit und Auftrocknung der wichtigsten Stellen in St. Andrews kann die 144. Open endlich wieder aufgenommen werden. Der Platz wird sich noch länger spielen, als bisher und die Grüns sind noch weicher. Allerdings könnte durch den permanenten starken Wind der Old Course rasch wieder wesentlich trockener werden.

08:00 – Kurs geflutetRain1_300

Heftiger Regen prasselt über der Anlage nieder, soviel, dass der komplette Kurs von St. Andrews im wahrsten Sinne des Wortes untergeht. Die Drainagen sind hoffnungslos überfordert. Wann es weitergeht, war lange Zeit nicht absehbar. Aufgrund des unermüdlichen Einsatzes der Greenkeeper wird The Open um 11 Uhr MEZ fortgesetzt.

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British The Open Championship

Open at Home

NEWS-TICKER: THE OPEN CHAMPIONSHIP 2015 im Home of Golf am Old Course von St. Andrews: was kann es Besseres geben! “Auf dieses Turnier habe ich meine gesamte Karriere gewartet: die Open in St. Andrews! Das wird eine großartige Woche auf einem meiner absoluten Lieblinsgplätze,” kann Bernd Wiesberger den Donnerstag um 14:01 MESZ nicht mehr erwarten, wenn er gemeinsam mit Zach Johnson und Tommy Fleetwood am ersten Tee stehen wird.

UN-GLÜCK BEIM DRAW?

ARain5_200“Ich warte seit 5 Jahren, dass ich bei der Open die richtige Seite des Draw erwische, was sich über die Karriere ausgleichen sollte,” ächzt Justin Rose, den das Wetter bereits die letzten Jahre jedes Mal bei der Open Championship benachteiligte. Aber das dürfte es auch heuer nicht spielen: Rose muss so wie leider auch Bernd Wiesberger, Martin Kaymer oder Rickie Fowler am Donnerstag Nachmittag (mehr Wind) und Freitag Vormittag (Wind und Regen) ran. Laut Wettervorhersage sollten es da Jordan Spieth, Tiger Woods oder Sergio Garcia deutlich besser erwischen, die bereits am Donnerstag früh spielen.
>> Wettervorhersage Open Championship

OLD COURSE ZU EINFACH?

So grün und so weich spielte sich der Old Course seit Ewigkeiten nicht mehr bei einer Open, erinnern sich Veteranen wie Darren Clarke oder Bernhard Langer. ” McIlroys Platzrekord von 63 Schlägen von 2010 könnte verbessert werden, solange der Wind ausbleibt, also am ehesten Donnerstag Vormittag. Peter Dawson (R&A) wehrt sich dagegen, den Old Course als zu leicht zu bezeichnen: “Auch wenn der Kurs vor Wochen vom Regen völlig durchnässt wurde: die subtilen Grüns und Geländeformationen bieten ausreichend Herausforderung für jetzt und in der Zukunft.” Die Donnerstag-Scores werden die Antwort geben…

BERND: VORBEREITUNG SEIT SONNTAG

British_1505_300 Nach seinem bislang größten Karriererfolg ist der frisch gebackene French Open-Champion am Sonntag in St. Andrews angekommen und wird sich akribisch gemeinsam mit Phil de Busschere und Damian Taylor auf Europas Major vorbereiten. “Erstmals in meiner Karriere spiele ich ein Major auf einem Platz, den ich gut kenne. Ich weiß, dass ich den Ball zurzeit perfekt treffe und möchte versuchen, meine positiven Gedanken aus Paris in diese Woche mitzunehmen. Bei den vergangenen Dunhill Links Championships, die seit Jahren hier in St. Andrews ausgetragen werden, habe ich immer wieder gute Runden abgeliefert. Das alles stimmt mich optimistisch für das Turnier,“ rechnet sich Österreichs Nummer 1 entsprechend viel aus. Bernds bisheriger Open-Rekord, ein 64. Platz vor zwei Jahren in Muirfield, sollte immerhin locker zu toppen sein,

Was auch für Bernd spricht, ist das überraschend weiche Course-Setup, wie es Tiger Woods schon am Sonntag nach ersten Übungen am Platz beschreibt: “Ich war richtig geschockt: keine Staubwüste wie man das noch vor einigen Wochen aufgrund des Zustands hier erwarten konnte. Seitdem gab es jede Menge Regen und es ist sehr weich hier,” sah Tiger vor allem etwas am Old Course zum ersten Mal: Pitch Marken auf den Grüns!

Der Wetterbericht verheißt da auch wenig Änderung in der Woche: kühle 15 bis 20 Grad dazu immer wieder leichter Regen.

AMIS DIE GROSSEN FAVORITEN

Spieth_1401_240Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Titelverteidiger Rory McIlroy kommen die Favoriten durchwegs aus Amerika: der zweifache Major-Champion Jordan Spieth kommt mit einem Sieg in der Vorwoche angeflogen und peilt den dritten Leg des Grand Slam an. Allerdings kam die Nummer 2 der Welt bislang bei der Open nicht über einen 36. Platz im Vorjahr hinaus. Mit einem Sieg in St. Andrews würde der Texaner zur neuen Nummer 1 im World Ranking aufsteigen.

Rickie Fowler gewann jedoch ebenfalls in der Vorwoche – und zwar nur 50 Kilometer entfernt bei der Scottish Open auf einem klassischen Linkskurs. Der Players Champion ist vielleicht Amerikas stärkster Links-Golfer und erreichte im Vorjahr bei der Open Platz 2.

British_1503_300St. Andrews gilt zugleich als amerikafreundlichster Kurs in der Rotation der Open-Kurse. Mit seinen breiten Spielbahnen ist der Old Course von Tee bis Grün nicht allzu schwierig und erlaubt tiefe Scores, wie sie Louis Oosthuizen, der letzten Champion 2010 mit 16 unter Par erreichte. “Hier muss man seine Strategie von Beginn an sehr aggressiv anlegen,” beschreibt Spieth die Taktik, die den US Boys generell eher liegt.

TEE-TIMES

Bernd Wiesberger spielt am Donnerstag ab 14:01 MESZ und am Freitag ab 09:00 MESZ. Gestartet wird bei der Open Championship wie üblich nur vom 1. Tee.
>> Tee-Times

Golf-Live.at bringt laufend News-Ticker Updates im Vorfeld und ab Donnerstag ab 7:30 MESZ laufende Live Text-Updates.

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