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Schlagwort: open championship

Kettenreaktion

149th OPEN CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger hat auch am Finaltag am Weg zur 71 wieder mit deutlich zu hoher Fehlerquote zu kämpfen und verpasst so in Royal St. George’s überhaupt eine Runde unter Par und das geforderte Topergebnis. Das setzt für den achtfachen European Tour Champion eine mehr als nur unangenehme Kettenreaktion in Gang. Collin Morikawa (USA) schnappt sich seinen zweiten Majortitel.

Man hatte bei Bernd Wiesberger seit seinem 5. Platz in München irgendwie das Gefühl, dass nicht mehr alles so leicht von der Hand ging wie noch zuvor, etwa bei seinem Sieg in Dänemark. Woche für Woche büßte der Oberwarter in der Weltrangliste etwas an Boden ein und kam so “nur” noch als 59. der Welt zur Open Championship.

Um seine durchaus hochgesteckten Ziele noch zu erreichen musste in Royal St. George’s ein Topergebnis her, allein die gutmütigen Verhältnisse – von Donnerstag bis Sonntag präsentiert sich die Par 70 Anlage aufgrund des mäßigen Windes richtiggehend angenehm – kann Bernd an keinem der vier Tage wirklich ausnützen und verpasst es so überhaupt einmal eine Runde unter Par aufs Tableau zu zaubern.

Konstantes Mittelmaß

In allen Aspekten des Spiels, von Tee bis Grün über die Putts, die Birdiequote bis zum Rundenscore ist Österreichs Nummer 1 in dieser Woche absolutes Mittelmaß, womit der am Ende herausspringende 59. Platz rasch erklärt ist. Dabei hätte er nach Runden von 71 (+1) und 70 (Par) Schlägen vor dem Wochenende durchaus noch die Chance gehabt das angepeilte Topergebnis einzufahren, fehlten doch auf die Top 10 nur sieben Schläge.

Bereits am Samstag allerdings beraubt er sich dieser Möglichkeit dann endgültig, denn mit einer weiteren 70 (Par) kann er dem Mittelmaß nicht entfliehen und den Rückstand in keinster Weise verkürzen. Mit einer starken Finalrunde war wenigstens noch sein bestes Open Ergebnis in Reichweite, doch auch dies sollte am Sonntag nicht mehr gelingen.

Gleich auf der 1 legt sich Bernd zwar eine gute Birdiemöglichkeit auf, lässt den Putt aber auf Linie etwas zu kurz. Die ausgelassene Chance rächt sich dann auch gleich postwendend, denn auf der 2 kann er das Par nicht mehr kratzen und rutscht so mit einem frühen Bogey rasch weiter zurück, was die erhoffte Aufholjagd klarerweise noch zusätzlich verkompliziert. Mit solidem Spiel von Tee bis Grün übersteht er die schwierigen ersten Löcher allerdings ohne weitere Probleme.

Am Par 3 der 6 bringt er dann auch den Putter erstmals richtig auf Temperatur und versenkt aus zehn Metern zum scoretechnischen Ausgleich. Sofort weiter nachlegen kann er jedoch nicht, da sich am einzigen Par 5 der Frontnine danach zum vierten mal in dieser Woche nur das Par ausgeht. Auf der 8 kommt es dann sogar noch dicker, denn mit einem Dreiputtbogey rutscht er im Klassement erneut jenseits der 60 zurück.

Zu wenig, zu spät

Des Schlechten noch nicht genug tritt er sich gleich danach auch auf der 9 ein Bogey ein und steckt damit endgültig im Leaderboard-Keller fest. Das scheint nun endgültig komplett den Rhythmus zu kosten, denn auf der 11 setzt es gleich den nächsten Schlagverlust, den er aber immerhin mit starkem Putt auf der 13 wieder egalisieren kann. Nachdem er auch am Par 5 der 14 den fälligen Birdieputt aus gut zwei Metern versenkt und so sogar erstmals im Turnier zwei Birdies hintereinander notiert, kämpft er sich langsam wieder Stück für Stück etwas zurück.

Mit einem messerscharfen Eisen gibt er sich schließlich am Par 3 der 16 endgültig die Chance auf den Ausgleich und dreht mit souveränem Putt sein Score wieder auf Level Par. Nicht nur, dass ihm der Sprung in den roten Bereich danach nicht vergönnt ist, rutscht er sogar auf der scorefreundlichen 17 wieder in den Plusbereich zurück, womit er mit der 71 (+1) schließlich Gewissheit hat, dass es auch am Sonntag nicht für eine Runde unter Par reicht. Die Open Championship beendet er so auf dem 59. Platz.

“Es war großartig, dass wieder Fans am Platz zugelassen waren. Wir sehen uns alle in ein paar Wochen wieder”, lässt er seinen nächsten Turnierstart noch offen.

Unangenehme Folgen

Der 59. Platz hat für Bernd Wiesberger auch durchwegs unangenehme Folgen. Nicht nur, dass er sein bestes Open Ergebnis recht klar verpasst – 2019 wurde er in Royal Portrush 32. – Markus Brier bleibt mit einem 12. Platz in Carnoustie 2007 auch weiterhin die rot-weiß-rote Messlatte bei Majors. Dies könnte der Südburgenländer mit Sicherheit auch gut verkraften, wären da nicht die noch bei weitem unangenehmeren Folgen wie ein verpasster Vorstoß in der Weltrangliste und die deutlich schwindenden Chancen auf eine PGA Tourcard.

Bernd hätte beim letzten Major zumindest ein Top 10 Ergebnis benötigt um die Top 50 der Welt in dieser Woche wieder knacken zu können. Nur so hätte er sich noch einen Startplatz für die St. Jude Invitational in Memphis sichern können. Das WGC Event im TPC Southwind wird somit das erste richtig große Turnier seit Mai 2019 (PGA Championship) sein, bei dem der Oberwarter zur Zuseherrolle verdammt ist.

Wohl Europa statt USA

Was wohl noch deutlich schwerer ins Gewicht fällt: die Chancen auf die PGA Tourcard schwinden zumindest für kommendes Jahr enorm. In einem Interview vor dem Desert Swing meinte Bernd selbst, dass der Sprung auf die US Tour klar eines seiner Ziele darstellt. Kein Wunder, hatte er doch bei der Wrap Around Season – aufgrund der Covid-Pandemie blieben sogar eineinhalb Jahre Zeit um genügend Punkte im Non-Member Ranking zu sammeln – bereits einen 4. Rang bei den RSM Classic letzten November auf der Habenseite.

Mit zahlreichen ausgelassenen Chancen – weder beim Players, noch bei den Texas Open, dem Masters, dem WGC-Match Play, den US Open, den PGA Championship oder nun bei den Open Championship konnte er wirklich nenneswert punkten – wird sich das Spielrecht in den USA nicht ausgehen, ausser er kann noch im August Einladungen auf der PGA Tour annehmen und dort fette FedExCup Punkte sammeln.

Die Rückkehr zu deutlich kleineren Turniere ist auch ein nicht zu unterschätzender Nachteil beim Kampf zurück unter die Top 50 der Welt, denn mit eher mäßig dotierten Turnieren auf Zypern oder Teneriffa wird der Weg für den 35-jährigen wohl deutlich schwerer werden als bei 7 bis 10 Millionen Dollar Events in den USA.

Eine Klasse für sich

Collin Morikawa (USA) schnappt sich in Kent nach dem PGA Championship Titel im letzten Jahr seinen zweiten Majorsieg und löst so Shane Lowry (IRL) als Champion Golfer of the Year ab. Der 24-jährige Kalifornier knallt gleich bei seinem Open-Debüt vier tiefrote Runden hin und brilliert vor allem am Sonntag mit nervenstarken Putts und großartigen Rettungsaktionen, was schließlich in einer fehlerfreien 66 (-4) mündet.

Bei gesamt 15 unter Par hält er so seinen Landsmann Jordan Spieth – der Texaner unterschreibt am Sonntag ebenfalls eine 66 – mit zwei Schlägen Vorsprung auf Distanz und stemmt schließlich den Claret Jug in den südenglischen Abendhimmel. Jon Rahm (ESP) (66) und Louis Oosthuizen (RSA) (71) teilen sich bei gesamt 11 unter Par Rang 3.

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Frustration spürbar

149th OPEN CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger spielt sich mit abschließenden Birdies am Moving Day im Royal St. George’s zwar noch zur 70 und klettert damit auch im Klassement etwas weiter nach vor, der erhoffte starke Move geht sich aber nicht aus, weshalb er am Finaltag noch eine Herkulesaufgabe zu bewältigen hat, will er seine selbstgesteckten Saisonziele noch erreichen.

Bernd Wiesberger erwischte am Freitag einen wahren Horrorstart und lag nach wenigen gespielten Löchern bereits bei 3 über Par und weit vom rettenden Cut-Ufer entfernt. Nach und nach verbiss sich der Südburgenländer aber regelrecht, arbeitete sich noch auf Level Par zurück und stemmte so schließlich noch “on the number” den Cut. Damit erfüllte Bernd Wiesberger zwar die Pflicht, muss nun am Wochenende aber richtig Gas geben, denn in Wahrheit zählt für ihn beim letzten Major des Jahres nur ein Top 10 Ergebnis.

Nur so würde er einerseits die Top 50 der Welt wieder knacken und sich damit seinen Startplatz bei den St. Jude Invitational sichern, andererseits hätte er damit auch die US Tourcard abgesichert, was die Turnierplanung für kommende Saison um einiges leichter gestalten würde. Um dieses Ziel zu erreichen, muss er an am Wochenende jedoch sieben Schläge gutmachen, ein Unterfangen, dass nach einer 70 am Moving Day noch deutlich schwieriger wird.

Zunächst macht er sich bei weiterhin sehr freundlichen Verhältnissen auch sofort daran den Rückstand wegzuhobeln, wie ein gelochter Birdieputt auf der 1 eindrucksvoll beweist. Auch auf der 2 legt er sich eine Außenseiterchance zum Birdie auf, lässt den Putt jedoch zu kurz – nicht den letzten wie sich im Nachhinein herausstellt. Der erste Fehler am Samstag mündet dann sogar gleich im ersten Bogey, denn am Par 3 der 3 verfehlt er mit verzogenem Tee-Shot das Grün und kann das Par in Folge nicht mehr kratzen.

Das bricht auch den zuvor so sicheren Rhythmus, denn auf der 4 tritt er sich prompt den nächsten Fehler ein und torpediert sich so nach nur wenigen Löchern die erhoffte Aufholjagd doch erheblich. Nach den schwierigen Anfangslöchern kann er sein Spiel wieder stabilisieren, nachdem sich jedoch zum bereits dritten Mal am Par 5 der 7 das Birdie nicht ausgeht, kann er sein Tagesscore noch nicht wieder ausgleichen.

Trotziges Finish nach Schlägerwurf

Auf der 8 ergibt sich dann zwar wieder eine machbare Chance, der Putter spielt beim Birdieversuch jedoch nicht gewinnbringend mit. Kaum auf den zweiten Neun angekommen wird es dann noch zusätzlich ungemütlich, nachdem er sich auf der 10 einmal mehr nicht zum wichtigen Par scramblen kann und so richtiggehend im Klassement feststeckt. Erst die 14, das zweite und letzte Par 5, erweist sich wieder als gewinnbringend, nachdem er den Ball mit zwei starken Eisenschlägen kurz vor dem Grün parkt und so das zweite Birdie des Tages einsackt.

Wieder stellt das Erfolgserlebnis aber keine Initialzündung dar, denn auf der 15 verzieht er die Annäherung doch deutlich, was in Folge sogar einen ziemlich heftigen Schlägerwurf zur Folge hat. Da am Ende der Parputt knapp neben dem Loch liegenbleibt, ist das nächste Bogey rasch Gewissheit. Zufrieden geben will er sich damit aber noch nicht und holt sich auf den beiden Schlusslöchern noch mit starken Putts wichtige Birdies ab, womit er sein Score immerhin wieder auf Level Par zurückdreht, so mit der 70 (Par) auch einige Ränge im Klassement gutmacht und als 53. in den Finaltag startet.

Mit den späten Birdies holt er sich zwar mit Sicherheit ein gutes Gefühl und kommt auch dem benötigten Topergebnis etwas näher, der große erhoffte Move geht sich jedoch nicht aus, weshalb er am Sonntag noch eine Herkulesaufgabe vor sich hat, will er seine selbstgesteckten Ziele auf den letzten Drücker doch noch erreichen.

“Was für ein schöner Tag heute in Royal St. George’s. Schön, dass wir den Score auf den letzten Löchern noch etwas herumreißen konnten, aber es war erneut weiterhin schwer hier tief zu scoren. Morgen noch einmal eine fokussierte, offensive und genießenswerte Runde hier bei den Open”, spiegelt sein Instagram-Posting nach der Runde nur bedingt seine Körpersprache während der Runde wieder.

Louis Oosthuizen (RSA) behauptet mit einer 69 (-1) seine Führungsrolle, muss Collin Morikawa (USA) jedoch mit der 68 (-2) bis auf einen Schlag herankommen lassen. Mit zwei weiteren Schlägen Rückstand lauert Jordan Spieth (USA) auf Rang 3.

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Ins Weekend gekämpft

149th OPEN CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger steckt am Freitag im Royal St. George’s einen wahren Horrorstart gut weg und kämpft sich mit einer 70 noch ins Wochenende. Matthias Schwab verpasst auch bei seinem zweiten Major wieder knapp den Cut.

Für Bernd Wiesberger steht bei seinem 28. Major der Karriere so viel wie wohl noch nie auf dem Spiel, denn in dieser Woche könnte er sowohl die Top 50 der Welt wieder knacken, als auch die US-Tourcard – eines seiner erklärten Ziele – absichern. Um dies zu erreichen muss am Sonntag jedoch ein Top 10 Ergebnis auf der Habenseite stehen, was nach der 71 (+1) am Donnerstag doch um eine Ecke schwieriger werden dürfte.

Vor allem vom Tee streute der Südburgenländer deutlich zu viel und ließ darüber hinaus auch auf den Grüns einiges liegen. Dies muss sich am Freitag drastisch ändern, denn es gilt sogar etwas an Boden gutzumachen um nicht bereits am Cut zu scheitern. Allerdings zieht auch am Freitag gleich wieder der erste Abschlag ins Rough, von wo aus der 35-jährige aber immerhin noch das anfängliche Par mitnehmen kann.

Diese Übung gelingt nach weiteren Problemen von Tee bis Grün bereits auf der 2 nicht mehr, womit sich die Ausgangslage sofort deutlich verschärft. Die Probleme bekommt er auch danach nicht in den Griff, wenngleich er am Par 3 der 3 kurzzeitig durchatmen kann. Schon die 4 treibt den Puls aber mit dem nächsten Bogey wieder in die Höhe und da er auch auf der 5 vergeblich das Grün sucht, ist nach nur wenigen Bahnen der Cut bereits in richtig weiter Ferne.

Turnaround eingeleitet

Erst auf der 8 gelingt dann der erste kleine Lichtblick, nachdem der Birdieputt den Weg ins Ziel findet. Das spornt den achtfachen European Tour Champion sichtlich richtig an und stabilisiert auch sein Spiel, denn schon auf der 9 geht sich das nächste Erfolgserlebnis aus, womit er nur noch um einen Schlag hinter der gezogenen Linie rangiert. Mit deutlich stabilerem Spiel biegt er auf die Backnine ab und krallt sich schließlich auf der 12 das nächste Birdie, womit er nicht nur endgültig den schleppenden Start egalisiert, sondern sich auch wieder über die gezogene Linie schiebt.

Richtig lange währt die Freude jedoch nicht, da er sich die heiße Phase mit einem darauffolgenden Bogey auf der 13 prompt wieder ausdämpft. Nach sehenswertem Eisen legt er sich am Par 5 danach allerdings sogar die Eaglechance auf, diese kann er zwar nicht verwerten, der erneute Ausgleich stellt aber keinerlei Problem dar. Das Ergebnis schaukelt er schlussendlich gekonnt über die Distanz, unterschreibt so die 70 (Par) und darf damit als 65. trotz des verpatzten Starts mit dem Wochenende planen.

Damit lädt sich der Oberwarter zwar etwas Druck von den Schultern, nach wie vor sind die Messlatte in dieser Woche aber die Top 10, die jedoch “nur” sieben Schläge weit weg sind, was mit zwei starken Runden am Wochenende wohl auf jeden Fall noch gutzumachen wäre. Nach der Runde meint er via Instagram: “Das war ein guter Fokus und Ausdauer auf den letzten elf Löchern nach dem schlechten Start heute. Der Putter hat mich ab und zu im Stich gelassen, aber ich werde ihn übers Wochenende wieder auf Temperatur bringen.”

Wieder knapp vorbei

Matthias Schwab zeigte sich am Donnerstag bei seinem Open Championship Debüt im langen Spiel durchaus sicher, konnte daraus jedoch nicht allzu oft Kapital schlagen. Am Ende stand auch bei ihm die 71 (+1), womit er sich die Ausgangslage mit seinem Landsmann in der Grafschaft Kent teilt. Bei noch gutmütigen Windverhältnissen kommt gleich auf der 1 etwas Stress auf, nachdem er vom Tee das Fairway nicht findet. Die Annäherung bringt er aber am Grün unter und nimmt so in Folge das anfängliche Par mit.

Auch auf der 2 muss er aus dem Rough zu Werke gehen, findet jedoch abermals das Grün. Mit einem Dreiputt danach muss er allerdings das erste Bogey notieren. Vor allem vom Tee ist der Rohrmooser am Freitag nicht mehr so sicher unterwegs wie noch zum Auftakt, was ihn immer wieder vor Herausforderungen stellt. Auf der 5 vor eine zu große, was sich im zweiten Fehler manifestiert. Dass es am Freitag auf den Frontnine so gar nicht läuft unterstreicht er dann ungewollt auf der 8, denn mit seinem bereits dritten Bogey rückt das rettende Cutufer in immer weitere Ferne. Birdielos und drei Schläge außerhalb des Cuts geht es auf die hinteren 9 Löcher.

Am überlangen Par 3 der 11 hält er sich gekonnt vom Rough fern und stopft auch noch den Par-Putt. Stress kommt wieder auf an der 12, aus dem dicken Zeugs gelingt dem Schladminger aber der wichtige Up & Down zum Par. Nur rund die Hälfte des Feldes schafft es den Ball in Regulation am 13. Grün einzuparken. Matthias schafft nicht nur dies sondern versenkt auch den Putt zu seinem ersten Birdie des Tages. Zwei Schläge müssen noch her, das letzte Par 5, der 14, kann er nach Ausflug ins Rough aber nicht nützen.

Auch auf der 15 muss er etwas zaubern um das Par noch kratzen zu können und nach einger Überlegung nimmt er am Par 3 der 16 einen Schläger zu wenig und bleibt knapp vor dem Grün hängen, womit eine weitere Birdiemöglichkeit flöten geht. Nachdem sich auch auf der 17 und der 18 keine Birdies mehr ausgehen, muss er sich schlussendlich mit der 72 (+2) anfreunden, die ihm als 98. auch bei seinem zweiten Major-Einsatz der Karriere den Weg ins Wochenende versperrt.

“Ein tolles Golfevent. Die Open Championship sind das größtes Turnier das ich bisher gespielt habe. Mein langes Spiel war an beiden Tagen gut. Der Cut wäre durchaus möglich gewesen, hätte ich nicht zu viele kurze Putts nicht gelocht”, ist das Hauptproblem schnell ausgemacht.

Eine Klasse für sich

Louis Oosthuizen (RSA) macht am Freitag eindrucksvoll klar, dass die Zeit der 2. Plätze bei Majors in dieser Woche ihr Ende finden sollen. Gleich auf der 1 locht der Champion Golf zum Birdie und gibt sich damit die Initialzündung für eine unglaublich starke zweite Runde. Insgesamt sammelt er noch drei weitere Birdies und sogar ein Eagle auf und diktiert so trotz eines Bogeys auf der 16 mit der 65 (-5) und bei gesamt 11 unter Par das Tempo.

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Rund um die Marke

149th OPEN CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab lassen zum Auftakt der 149th Open Championship im Royal St George’s zwar einiges auf den Grüns liegen, gehen nach 71er Runden aber rund um die prognostizierte Cutmarke in den zweiten Spieltag.

Wenn Bernd Wiesberger am Donnerstag in Royal St. George in seine 7. Open Championship abschlägt, steht für ihn soviel am Spiel wie noch bei keinem der 27 Majors zuvor. Nicht nur, dass es wie üblich um einen Anteil am Preisgeld von 12 Millionen Dollar, um Weltranglistenpunkte und um sein erstes Top 10-Ergebnis bei einem Major überhaupt geht, zusätzlich geht es um die letzte Chance auf eine US Tourkarte und die Rückkehr in den Eliteclub der Top 50 der Welt. Beides ist nur mit einem Top 10-Ergebnis in der Grafschaft Kent zu stemmen.

Eigentlich kommt es doch überraschend, dass Wiesbergers Open-Bilanz die schwächste von allen vier Majors ist. Zwar cuttete er bei vier seiner sechs bisherigen Starts, konnte sich jedoch nie auch nur ansatzweise in Szene setzen und notierte beim letzten Antreten vor zwei Jahren mit Platz 34 schon sein mit Abstand bestes Ergebnis.

Bei bereits durchwegs windigen Verhältnissen begrüßen die Spieler gleich zum Auftakt typische Linksverhältnisse. Bernd Wiesberger beginnt die Runde dann hochkonzentriert mit einem sicheren Par auf der 1, muss nach verzogenem Abschlag auf der 2 aber erstmals beim Major richtig zaubern. Am Ende kratzt er aber noch das wichtige Par und lässt auch am trickreichen langen Par 3 der 3 in Folge nichts anbrennen.

Ein weiteres gemisstes Fairway wird auf der 4 dann jedoch erstmals kostspielig, denn Bernd bringt den Ball in Folge auch am Grün nicht unter und muss so schlussendlich den ersten Fehler einstecken. Auch auf der 5 wird es nach verfehlter Spielbahn kurzzeitig etwas stressig, nachdem die Annäherung aber ihr Ziel findet, ebbt dieser rasch wieder ab. Am Par 3 der 6 darf der Südburgenländer dann auch erstmals jubeln, denn nach starkem Tee Shot geht sich der scoretechnische Ausgleich aus.

Probleme vom Tee

Am einzigen Par 5 der Frontnine hat er dann nach Ungenauigkeiten erneut zu kämpfen, stopft aber noch den Putt zur 5. Selbiges ereignet sich auch eine Bahn später, allerdings mit dem Unterschied, dass der Putt zur 5 das zweite Bogey bedeutet. Die Probleme vom Tee reißen auch nach dem Turn nicht ab, denn auch auf der 10 hat der Abschlag wieder nichts mit dem Fairway zu tun. “Bernd the magician” kratzt aber ein weiteres Mal noch das Par, womit er aus der bisher gezeigten Leistung im langen Spiel eigentlich schon mehr als das Maximum herausholt.

Nur kurz kann er sich dann nach einem soliden Par am Par 3 der 11 entspannen, ehe er schon auf der 12 und der 13 nach den nächsten verzogenen Drives wieder in der Trickkiste wühlen muss. Auf der 14, dem zweiten und letzten Par 5 der Runde, parkt er den zweiten Schlag kurz vor dem Grün und hat in Folge sogar etwas Pech, dass der Chip nicht zum Eagle ins Loch fällt. Das zweite Birdie, was den scoretechnischen Ausgleich zur Folge hat, stellt aus kürzester Distanz keinerlei Probleme mehr dar.

So richtigen Auftrieb gibt das Erfolgserlebnis dem Oberwarter jedoch nicht, denn prompt muss er auf der 15 auch den nächsten Fehler notieren, der ihn postwendend wieder in den Plusbereich zurückrutschen lässt. Auf den letzten Löchern lässt der achtfache European Tour Champion dann zwar nichts mehr anbrennen, kann sich jedoch nicht mehr auf Even Par zurückkämpfen und muss sich so zum Auftakt mit der 71 (+1) anfreunden.

Diese hält ihm als 70. zwar auf jeden Fall noch alle Möglichkeiten offen, bei noch recht gutmütigen Verhältnissen verabsäumt er es aber mit deutlich zu vielen Fehlern im langen Spiel sich eine wirklich gute Ausgangslage für das benötigte Topergebnis aufzulegen. “Ich hatte heute nicht ganz mein bestes Spiel dabei, aber ich hab auch einige Schläge auf den Grüns liegengelassen. Der Kurs hat heute auf jeden Fall anständige Scores zugelassen. Der Fokus liegt jetzt darauf morgen was zurückzuholen”, so Bernd nach der Auftaktrunde via Instagram.

Gelungenes Open-Debüt

Matthias Schwab hätte eigentlich schon vor 12 Monaten dank der bärenstarken Saison 2019 zu seinem Open-Debüt kommen sollen, musste dieses jedoch coronabedingt auf heuer verschieben. Somit wird der Schladminger in Royal St. George’s zu seinem zweiten Major-Einsatz insgesamt kommen, nachdem er im Vorjahr beim PGA Championship-Debüt nicht das Finale erreichte.

Bei gut 25 km/h Wind findet sich der Steirer am Nachmittag zu Beginn, trotz eines verfehlten Fairways auf der 1, mit souveränen Pars gut zurecht und startet so ganz sicher in seine ersten Open Championship der Karriere. Auf der schwierigen 4 setzt er dann sogar ein Highlight, denn nach starken Schlägen belohnt er sich sehenswert mit dem ersten Birdie.

Nachdem er auf der 5 dann jedoch erstmals ein Grün verfehlt, wird er auch sofort dafür bestraft, denn das Up & Down zum Par will nicht gelingen, was ihn sofort wieder auf den Ausgangspunkt zurückwirft. Nach einem soliden Par auf der 6 wird es für den Rohrmooser am einzigen Par 5 der ersten Neun wieder stressiger, nachdem der Teeshot das Fairway verfehlt. Am Ende geht sich aber das wichtige Par noch aus.

Rund ums Grün hat der Schladming-Pro jedoch weiterhin Probleme, denn auf der 9 verfehlt zum zweiten Mal eine Annäherung ihr Ziel und wieder kann er das Bogey nicht verhindern, womit er vor dem Wechsel auf die Backnine sogar in den Plusbereich abdriftet. Die zweiten Neun beginnen jedoch mit souveränem Spiel von Tee bis Grün durchwegs stressfrei, allein auf den Grüns will bislang noch nicht wirklich allzu viel gelingen.

Gut gegengesteuert

Auf der 13 kommt es dann noch dicker, denn nachdem einmal mehr nach einem verfehlten Grün der Parputt nicht fallen will, rutscht der 26-jährige sogar auf 2 über Par zurück. Endlich darf er dann auf der 14 auch wieder aufatmen, nachdem er am letzten Par 5 der Runde aus seinem sehenswerten langen Spiel in Form des zweiten Birdies auch wieder Kapital schlagen kann.

Die letzten Bahnen absolviert er schließlich ohne Wackler, wenngleich er sich auf der 18 mit einem leicht verzogenen Drive noch einmal etwas in die Bredouille bringt. Mit der 71 (+1) und Rang 70 verpasst er es zwar wie Landsmann Bernd Wiesberger die noch halbwegs gutmütigen Verhältnissen scoretechnisch richtig auszunützen, mit dem Open-Debüt kann er sich auf einem der härtesten Plätze aber durchaus zufrieden zeigen.

Louis Oosthuizen (RSA) ist elf Jahre nach seinem Open Triumph in St. Andrews sichtlich wieder in absoluter Links-Laune. Der Südafrikaner knallt zum Auftakt eine 64 (-6) aufs Tableau und gibt damit nach den ersten 18 Löchern das Tempo vor.

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The Open abgesagt

Wie die R&A in einem Statement am 6. April mitteilt, müssen die 149. Open Championship wegen des grassierenden Corona-Virus ersatzlos gestrichen werden. 

Vom 4.4.2020:

Die Open Championship sind mittlerweile das einzig verbliebene Major, das noch regulär im Turnierkalender aufscheint.
Durch den grassierenden Corona-Virus, der gerade die USA derzeit bombenfest in seinem Würgegriff hat, mussten bereits das Masters, die PGA Championship und auch die US Open auf derzeit noch unbestimmte Zeit verschoben werden.

Nachdem diese Woche bereits Meldungen durchsickerten, dass das traditionsreichste Major, das von 16. bis 19. Juli im Royal St. Georges über die Bühne gehen soll, ebenfalls wohl nicht planmäßig gespielt werden kann, gab Martin Slumber, seines Zeichens Chief Executive der R&A rasch ein Statement ab, wo er in die derzeit geführten Diskussionen Einblick gab.

“Wir arbeiten uns gerade durch alle möglichen Optionen die wir auf dem Tisch haben. Dies inkludiert auch eine Verschiebung. Der Prozess dauert allerdings noch etwas, da da auch viele externe Faktoren mitspielen, die man klarerweise berücksichtigen muss.”

Noch hofft man Seitens der R&A aber durch den späteren Termin auf eine Durchführung der 149. Open Championship. Anders als das Masters und die PGA Championship, wo man versucht noch später im Jahr einen Termin zu finden, kann man aber wohl davon ausgehen, dass die Open zumindestens nicht komplett ausrangiert werden. Dies verhindert auch eine Versicherungspolizze der R&A, die die Organisation des Turniers sozusagen vor einer globalen Pandemie “schützt”.

Eine ähnliche Richtlinie hat auch der All England Club, der diese Woche das geplante Wimbledon-Tennisturnier vorerst cancellen musste. Immerhin wurden die Open Championship seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr abgesagt. Diese Tradition soll auf jeden Fall beibehalten werden. Die US Open in Winged Foot sollen laut derzeitigen Informationen in den Herbst verschoben werden. Näheres wird die USGA voraussichtlich in den kommenden Wochen publik machen.

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Viel zu holen

ROCKET MORTGAGE CLASSIC – 3. RUNDE: Sepp Straka kommt am Moving Day mit einer 70 mit den erneut richtig tiefen Scores zwar nicht ganz mit, bleibt aber im Detroit GC bei nur zwei Schlägen Rückstand klar an den Top 10 dran.

Sepp Straka zeigte sich auch am Freitag wieder in absoluter Birdielaune und spielte sich mit einer 67 (-5) sogar bis an die Top 10 heran. Damit hat der Longhitter auch ganz klar die Chance auf ein Open Ticket – die drei besten noch nicht qualifizierten aus den Top 10 erhalten dieses am Sonntag – muss am Moving Day nun aber weiterhin den Fuß am Gaspedal lassen.

Der erste Schuß geht am Samstag jedoch nach hinten los, denn ein Dreiputt kostet am zweiten Grün einen Schlag. Straka kontert aber mit einem lasergenauen Eisen und läßt dem Putter keine andere Wahl als den Birdieputt aus kurzer Distanz zu versenken. Zwei Bahnen später ist auch der Putter auf Temperatur und locht aus gut 7 Metern zum nächsten Schlaggewinn. Ein starker Bunkerschlag aus über 30 Meter ebnet den Weg zum Birdie am Par 5 der 7.

Bei den neuerlich sehr tiefen Scores kommt Sepp auch auf den Backnine nicht ganz mit. Am elften Grün bremst zudem das zweite Bogey, das erneut durch einen Dreiputt entsteht. Der Putter betreibt aber prompt Widergutmachung und locht auf der 12 aus sechs Metern zum Birdie. Trotz eines weiteren Schlaggewinns an der 13 bleibt die Fehlerquote zu hoch: bei der Attacke an der 14 schickt er seinen Ball baden und kassiert das Bogey.

Mit 70 (-2) Schlägen verliert Straka gut zwei Schläge und acht Positionen, bleibt als 19. aber weiterhin bis auf zwei Schläge an den Top 10 dran und wahrt somit nicht nur die Chance auf ein Spitzenergebnis, sondern auch die Möglichkeit aufs Open Ticket. Nate Lashley (USA) geht bei gesamt 23 unter Par und mit satten sechs Schlägen Vorsprung in die letzte Runde.

>> Leaderboard Rocket Mortgage Classic

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Carnoustie zahnlos

147. OPEN CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Carnoustie zeigt sich am Moving Day richtiggehend zahnlos und lässt regelrecht Birdies en masse zu. Nach wie vor geben beim traditionsreichsten Major die US-Amerikaner den Ton an, die sich gleich im Triplepack die Führungsrolle teilen.

Bei maximal bewölktem Himmel und kaum Wind fehlt der Par 71 Links-Wiese von Carnoustie eindeutig die schärfste Verteidigung. Genau diesen Umstand wissen die Spieler reihenweise zu ihrem Vorteil zu nützen und zerlegen das Terrain teilweise richtiggehend in seine Einzelteile. So kommt es, dass man bei einem Major wo normalerweise jeder Schlaggewinn Gold wert ist, bereits mit Pars im Klassement Stück für Stück zurückrutscht.

Wie “einfach” sich Carnoustie an diesem Tag wirklich spielt zeigt schon Justin Rose (ENG) mit früher Startzeit, denn der ehemalige US Open Sieger fliegt mit einer 64 (-7) um satte 52 Ränge nach vor und pendelt sich erst auf Rang 13 wieder ein. Die 7 unter Par stellen zwar die Tages- und bisherige Turnierbestmarke dar, eine Ausnahmeerscheinung ist die knallrote Runde des Engländers aber nicht.

US-Boys tonangebend

Auch an der Spitze purzeln reihenweise die Birdies. Vor allem Titelverteidiger Jordan Spieth hat den Platz bombenfest im Griff, eröffnet gleich mit einem Eagle am Par 4, der 1 und bleibt die gesamte Runde über fehlerlos. Mit der 65 (-6) ist der Texaner auch heuer wieder ein heißer Tipp auf den Titel. Alleine gehört ihm der Platz an der Sonne aber nicht, denn auch Xander Schauffele mit der 67 (-4) und Kevin Kisner mit der 68 (-3) wissen die Verhältnisse zu ihren Gunsten zu nützen und marschieren im Gleichschritt mit ihrem Landsmann bei gesamt 9 unter Par zurück ins Clubhaus.

Auch Rang 4 belegt mit Kevin Chappell (67) ein Spieler der Stars & Stripes-Fraktion. Erst auf Rang 5 findet sich mit Francesco Molinari (ITA) (65) der erste Europäer, was eindeutig die Kräfteverhältnisse der Kontinente in dieser Woche in Schottland klarstellt. Mit Tiger Woods (USA) lauert nur knapp dahinter auf Rang 6 ein absoluter Fanliebling. Bei bereits 4 Schlägen Rückstand benötigt der Superstar am Sonntag aber wohl bereits eine echte Glanzleistung.


Die 3. Runde im Überblick:

Knallrote Scores

Wer auf ein Zähnefletschen der Par 71 Anlage gehofft hat, wird schon in der frühen Phase wohl etwas enttäuscht. Carnoustie lässt fast reihenweise knallrote Scores springen, weshalb man am Samstag wohl voll am Tempo bleiben muss um nicht durchgereicht zu werden.

Chris Wood etwa dreht derzeit mit vollem Elan an der Birdieschraube und liegt nach nur 13 Bahnen bereits bei 7 unter Par. Auch Justin Rose nach Birdie-Birdie Finish mit der 64 (-7) oder Yusako Miyazato (-5 nach 16) notieren am Samstag Birdie um Birdie. Tiger Woods startet in diesen Minuten in seine dritte Runde.

Reihenweise Birdies

Bei weiterhin ausbleibenden Wind notieren die Spieler bislang weiterhin fast schon reihenweise die Birdies. Auch Evergreen Bernhard Langer weiß am Samstag aufzuzeigen und marschiert mit einer 68 (-3) – er findet bei zwei Bogeys gleich drei Birdies und sogar ein Eagle – bis ins Mittelfeld nach vor. Will man sich am Moving Day in eine gute Position für den Finaltag bringen, muss fast zwangsläufig heute ein richtig guter Score her.

Fast alle unterwegs

Bis auf zwei Flights sind mittlerweile alle Spieler gestartet und die Verhältnisse sind nach wie vor für Birdies nahezu perfekt. Kevin Chappell etwa erwischt einen richtig guten Start und zeigt mit drei anfänglichen Birdies am Stück wohin die Reise gehen soll. Bei -3 nach 3 schiebt sich der US-Amerikaner auch zu seinen Landsmännern in die geteilte Führung.

Auch Tiger Woods mischt plötzlich voll im Titelgeschehen mit. Der Publikumsliebling liegt nach nur 14 gespielten Bahnen bereits bei 6 unter Par und teilt sich damit ebenfalls die Führungsrolle. Jordan Spieth packt gleich auf der 1 den Hammer aus, drived seinen Ball schlanke 380 Yards weit aufs Grün und stopft am Par 4 mit kleiner Ehrenrunde zu einem sehenswerten Eagle.

Alleine in Führung

Kevin Kisner findet auf der 3 das erste Birdie des Tages, geht damit auf ingesamt 7 unter Par und liegt damit wieder alleinig in Führung. Francesco Molinari ist ein weiterer Spieler, der heute eine richtig tiefe Runde auf die Scorecard zaubert. Der Italiener liegt nach 16 gespielten Löchern bei 6 unter Par und teilt sich damit bereits Rang 2.

US-Festspiele

Zu Kevin Kisner gesellt sich nun auch Zach Johnson wieder in die Spitzenposition. Die beiden US-Amerikaner führen derzeit das Feld bei gesamt 8 unter Par an. Nur um einen Schlag dahinter jagen mit Titelverteidiger Jordan Spieth und Xander Schauffele zwei weitere US-Boys ihre Landsmänner. Erst auf Rang 5 findet sich mit Francesco Molinari – er bringt eine 65 (-6) zum Recording – der erste Europäer.

Titelverteidiger on fire

Jordan Spieth ist derzeit richtiggehend “on fire”. Der Titelverteidiger hat vor allem seine Eisen perfekt im Griff und legt sich so durchwegs gute Birdiemöglichkeiten auf. Nach starkem Teeshot verwertet er am Par 3, der 16 zu seinem bereits sechsten roten Eintrag des Tages und gibt so bei gesamt 9 unter Par den Ton an.

Lange währt die alleinige Führung des Texaners aber nicht, denn Xander Schauffele schließt mit einem Birdiedoppelpack auf der 14 und der 15 recht rasch auf und teilt sich so wieder den Platz an der Sonne.

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Enge Links-Kiste

147. OPEN CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Kevin Kisner liegt bis zur 18 komfortabel in Führung, rutscht mit spätem Doppelbogey aber zurück und teilt sich so vor dem Wochenende in Carnoustie die Führungsrolle mit Landsmann Zach Johnson.

Am Freitag begrüßt “endlich” echtes britisches Wetter die Spieler. Schon in der Früh geht Dauernieselregen auf die Anlage in Schottland nieder, was es für die Akteure spürbar unangenehmer macht.

Bedingungen also, die eigentlich den Briten entgegenkommen müssten und Tommy Fleetwood zeigt auch, dass das genau sein Linkswetter ist. Der Engländer knallt mit der 65 (-6) die bislang beste Runde des Turniers aufs Tableau und marschiert damit als 3. in richtig aussichtsreiche Verfolgerposition.

Nur kurz danach marschiert Zach Johnson (USA) mit der 67 (-4) durchs Ziel, was den Open Champion aus dem Jahr 2015 bis an die Spitze nach vor katapultiert. Kevin Kisner ist dann am Nachmittag lange Zeit sich bei 8 unter Par einen zwei Schläge großen Polster herauszuspielen, muss sich nach abschließendem Doppelbogey aber mit der 70 (-1) zufrieden geben, womit er sich die Führung mit seinem Landsmann teilen muss.

Mit Dustin Johnson, Justin Thomas (beide USA) oder auch Martin Kaymer (GER) bleiben bereits einige echte Hochkaräter auf der Strecke.


Die 2. Runde im Überblick:

Es wird nass

Schon in den Morgenstunden ist die Par 71 Anlage von Nieselregen eingedeckt. Auch der Wind ist mit derzeit knapp 10 km/h etwas spürbarer als noch am Donnerstag. Wie sich die geänderten Verhältnisse auf die Scores auswirken, werden die kommenden Stunden zeigen. Anders als am Vortag gibt es diesmal beim ersten Flight jedenfalls noch kein Birdie auf der 1 zu sehen.

Auch die Gruppen danach tun sich sichtlich schwerer als noch am Donnerstag. Bislang liegen lediglich Cameron Davis (AUS) und Daniel Berger (USA) im roten Bereich.

Richtung Cut

Tom Lewis ist derzeit am besten aller Akteure unterwegs. Der Engländer, der zum Auftakt noch mit der 75 (+4) leben musste, liegt nach nur fünf Bahnen bereits bei 2 unter Par und pirscht sich damit an die Cutmarke heran.

Generell zeigen die ersten zweieinhalb Stunden, dass sich Carnoustie doch um einiges anspruchsvoller spielt als am ersten Tag. Zwar ist das Terrain nach wie vor durchaus fair, viele Fehler darf man sich aber eindeutig nicht erlauben um nicht im Klassement durchgereicht zu werden.

Noch keine Veränderung

An der Spitze gibt es bislang noch keine Veränderung. Nach wie vor führt Kevin Kisner das Feld nach der 66 vom Donnerstag an. Landsmann Ryan Moore kann zwar bei einem Zwischenstand von -1 nach 8 aufschließen, auf die geteilte Führung fehlt ihm aber noch ein Schlag.

Tom Lewis ist weiterhin der heißeste Spieler am Platz, denn nach den Frontnine liegt er bereits bei 3 unter Par für den Tag. Während sich Moore mit einem Doppelbogey auf der 10 wieder von der Spitze entfernt, schließt mit Zach Johnson ein weiterer US-Amerikaner und ehemaliger Open Champion zur Führung auf.

Blinker gesetzt

Tommy Fleetwood marschiert derzeit unwiderstehlich am Leaderboard in Richtung Norden. Der Engländer hält nach fehlerfreien Frontnine bereits bei 3 unter Par und klopft damit vehement an den Top 10 an.

Auch Tiger Woods ist mittlerweile unterwegs, tritt sich nach verpasstem Up & Down auf der 2 und einem Dreiputt auf der 3 aber schon rasch Fehler ein, die ihn bis an die Cutmarke zurückwerfen.

Mit Riesenschritten

Tommy Fleetwood bleibt dem angeschlagenen Tempo weiterhin treu. Mittlerweile liegt der Überflieger der abgelaufenen European Tour Saison bereits bei 5 unter Par für den Tag und hat damit nur noch einen einzigen Schlag Rückstand auf Kevin Kisner an der Spitze.

Rory McIlroy aber bleibt es vorbehalten als erster Spieler am Freitag zum Führenden aufzuschließen. Der nordirische Superstar kontert ein Bogey mit zwei Birdies perfekt aus und hält damit mittlerweile nach 14 gespielten Löchern bei 3 unter Par.

Runde des Tages

Tommy Fleetwood findet zum Abschluss seiner großartigen Darbietung auch auf der 18 noch ein Birdie und unterschreibt so die 65 (-6) was derzeit glasklar die Runde des Tages bedeutet. Derart stark schließt der Engländer auch zu Kevin Kisner auf und führt damit derzeit die 147. Open Championship an.

Rory McIlroy hingegen rutscht nach einem Fehler auf der 15 wieder zurück. Dafür aber arbeitet sich Zach Johnson zum Führungsduo nach vor.

Neue Führung

Zach Johnson zeigt sich am Freitag in der Form von 2015 als er nur wenige Kilometer weiter südlich in St. Andrews die Open gewinnen konnte. Der US-Amerikaner nimmt zum Abschluss seiner Runde auch auf der 18 noch ein Birdie mit, macht so die 67 (-4) perfekt und übernimmt so bei gesamt 6 unter Par den Spitzenplatz.

Tiger Woods konnte seine beiden frühen Bogeys zwar sofort auskontern, muss aber kurz vor dem Turn auf der 9 noch einen weiteren Schlag abgeben. Martin Kaymer hat einigermaßen zu kämpfen und liegt nach sechs Bahnen bereits bei 2 über Par.

Im Putting-Flow

Tiger Woods hat die Grüns in Carnoustie nach seinem frühen Dreiputtbogey mittlerweile sichtlich gut im Griff und kratzt mit starken Putts zwei wichtige Pars, die ihn hartnäckig im Mittelfeld halten.

Mit Henrik Stenson droht ein absoluter Topstar hingegen bereits auf der Strecke zu bleiben. Der Schwede muss nach der 75 (+4) hoffen, dass der Cut noch auf 3 über Par springt. Ganz überraschend ist die Tatsache, dass mit Justin Thomas (77) und Dustin Johnson (72) zwei echte Favoriten auf den Sieg bereits nach dem Freitag auf der Strecke bleiben.

Zurückgeholt

Kevin Kisner benötigt am Freitag nur sieben Bahnen um nach Birdies auf der 5 und der 7 bei gesamt 7 unter Par wieder alleinig in Führung zu liegen. Da er nach eingebunkertem Teeshot am Par 3, der 8 dann aber aus dem Sand das Par nicht kratzen kann, muss er auch den ersten Schlag abgeben.

Tiger Woods lässt in der Zwischenzeit auf seinen letzten beiden Bahnen nichts mehr anbrennen und cuttet mit der bereits zweiten 71 (Par) bei seinem Open Comeback ganz sicher ins Wochenende.

Nächstes Opfer

Martin Kaymer ist ein weiteres prominentes Opfer in Carnoustie. Deutschlands Nummer 1 kommt am zweiten Spieltag nicht über die 75 (+4) hinaus und verpasst damit wie schon Justin Thomas oder auch Dustin Johnson den Sprung ins Wochenende.

Kevin Kisner gibt dafür wieder das Tempo vor. Der US-Amerikaner findet am Par 3, der 13 und am Par 5 danach sein bereits viertes und fünftes Birdie des Tages und liegt damit bei gesamt 8 unter Par sogar mit zwei Schlägen Vorsprung an der Spitze.

Später Paukenschlag

Kevin Kisner liegt bis zur 18 komfortabel mit zwei Schlägen in Führung, tritt sich dann aber am Schlussloch nach verzogenem Drive und anschließenden Wasserball noch ein Doppelbogey ein und muss sich so schließlich mit der 70 (-1) zufrieden geben. Damit verteidigt er zwar seine Führungsposition, muss sich den Spitzenplatz derzeit aber mit Zach Johnson und Pat Perez, der nach 14 Bahnen aufschließt, teilen.

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Starkes Comeback

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger findet sich am Freitag in Royal Birkdale lange Zeit überhaupt nicht zurecht und rasselt im freien Fall im Klassement bergab. Erst ein richtig starkes Finish mit gleich drei Birdies in Folge lässt die Nummer 29 der Welt nach einigem Zittern doch noch cutten.

So gut hat das Turnier in Southport für den Oberwarter begonnen. Auf der richtigen Seite des Draws hat er am Donnerstag Nachmittag klar bessere Bedingungen als die frühen Startzeiten und weiß dies auch mit der 69 (-1) auszunützen, was ihn nicht nur knapp hinter den Top 20 einreiht, sondern außerdem für seinen bislang besten Open Start der Karriere sorgt.

Bei etwas unfreundlicheren Verhältnissen, was das Scoren bereits deutlich erschwert, steht er dann am Freitag Vormittag wieder auf dem Platz und tritt sich gleich auf der 1 nach verfehltem Fairway und Grün den ersten Schlagverlust ein. In Folge stabilisiert der Burgenländer sein Spiel aber, wenngleich er durchgehend etwas ungenau agiert. Die kleine Parserie – Bernd absolviert die nächsten fünf Bahnen mit der vorgegebenen Schlaganzahl – bringt aber in keiner Form eine Sicherheit, wie der Absturz auf den nächsten Bahnen beweist.

Von der Rolle

Denn nachdem sich Österreichs Nummer 1 am Par 3, der 7 ein Dreiputtbogey eintritt, brechen im wahrsten Sinn des Wortes alle Dämme. Bernd bringt danach keinen Fuß mehr auf den Boden, verfehlt fast reihenweise Fairways und Grüns und rasselt mit insgesamt vier Bogeys in Folge im Klassement im freien Fall nach unten.

Selbst zwei recht sichere Pars auf der 11 und der 12 bringen den Burgenländer, der zu dieser Zeit die Cutmarke nach wie vor in Sichtweite hat, nicht mehr in die Spur zurück, denn nachdem ihm das Par 4, der 13 ein Doppelbogey aufs Aug drückt, scheint der Wochenendzug endgültig abgefahren. Ein weiteres Par 3 Bogey gleich danach prolongiert zu dieser Zeit den rabenschwarzen Freitag.

Aufkeimende Hoffnung

Als bereits wirklich alles auf einen deutlich verpassten Cut hindeutet, stopft Bernd am ersten Par 5 aber plötzlich den ersten Birdieputt und bringt damit sichtlich seinen Motor auf Touren, denn nach starkem Eisen lässt er sich auch auf der 16 die Birdiechance nicht entgehen und pirscht sich so wieder etwas heran.

Nachdem dann auch noch die 17, das zweite und letzte Par 5, einen Schlag springen lässt, bringt er sich endgültig wieder ins Wochenendgespräch. Mit der 75 (+5) sitzt Bernd Wiesberger zwar einige Zeit am heißen Stuhl, darf schlussendlich bei gesamt 4 über Par und als 45. aber mit dem Weekend planen.

“Es war unglaublich zäh heute morgen, aber ich hab mir das Leben auch nicht unbedingt einfach gemacht. Das Finish war aber super und ich hoffe, dass ich jetzt am Wochenende noch mit dabei bin”, so Bernds erste Worte kurz nach der Runde.

Fehlende Konstanz

Doch auch mit dem sehenswerten Comeback und dem geschafften Cut – der Österreicher war bei 8 über Par bereits am Weg zur 80 – kann sich Bernd mit seiner Runde wohl keinesfalls zufrieden zeigen. Die schwierigen Verhältnisse hätten ihm als starker Eisenspieler eigentlich in die Hände gespielt, allein Bernd trifft gerade mal fünf Fairways und nur ein Drittel aller Grüns.

Die 26 Putts am zweiten Spieltag hingegen sind durchaus beachtlich, was zeigt, dass es auf den Linksgrüns daran eher nicht gelegen hat. Die beste Statistik des Burgenländers ist derzeit aber das Scrambeln, wo er mit bislang 11 Parsaves sogar weit vorne zu finden ist.

Nach der 69 (-1) war die Ausgangsposition richtig gut und eine Parrunde hätte sogar zur Führung im Clubhaus gereicht. Die fehlende Konstanz, die sich bereits in den letzten Wochen abzeichnete, macht ihm aber in Hinblick auf ein starkes Ergebnis wohl auch bei den Open einen Strich durch die Rechnung.

Jordan Spieth (USA) geht nach der 69 (-1) und bei gesamt 6 unter Par als Führender ins Wochenende.

 

Bernd Wiesbergers 2. Runde im Überblick:

09:00 MEZ – Zäher Start

Bernd findet mit einem Bogey allerdings alles andere als gut in den zweiten Spieltag. Der Burgenländer trifft auf der 1 weder Fairway noch Grün und kann sich nicht mehr zu einem anfänglichen Par scrambeln. Auf der 2 allerdings stabilisiert sich sein Spiel sichtlich und der Oberwarter nimmt ein souveränes Par mit.

Nach verfehltem Grün muss er auch auf der 3 etwas in der Trickkiste kramen, schafft das Up & Down aber ohne gröbere Probleme. Das erste Par 3 stellt ihn danach vor keine ernsthaften Schwierigkeiten.

10:00 MEZ – Faden etwas gerissen

Nach dem anfänglichen Bogey hat Bernd bei immer schwierigeren Verhältnissen – nur sehr wenigen Spielern gelangen bisher vereinzelt Birdies – sein Spiel zusehends stabilisiert, wie ein weiteres Par auf der 5 unter Beweis stellt. Den Par-Flow setzt er auch auf der 6 trotz verfehltem Fairway und Grün weiter fort.

Am zweiten Par 3 der Frontnine, der 7 geht sich dann nach einem Dreiputt aber nur ein Bogey aus, was Bernd erstmals sogar mit dem Gesamtergebnis in den Plusbereich rutschen lässt. Das läutet sichtbar eine Schwächephase im Spiel ein, denn auf der 8 geht sich nach verpasstem Grün ein Up & Down nicht aus, was ihn immer weiter zurückreicht.

11:00 MEZ – Im Bogeystrudel

Bernd findet sich auch in Folge nun nicht mehr wirklich zurecht und brummt sich kurz vor dem Turn nach weiterem verfehlten Grün gleich noch das nächste Bogey auf, was den schwarzen Triplepack perfekt macht. Auch danach findet sich Österreichs Nummer 1 am Freitag überhaupt nicht mehr zurecht und muss wie schon zum Auftakt auf der 10 ein weiteres Bogey einstecken.

Nach vier Schlagverlusten in Folge gelingt auf der 11 endlich wieder ein Par. Als einziger im Flight trifft er auf der 12 das Grün, hat den Birdieputt aus sechs Metern aber nie auf Linie.

12:00 MEZ – Serie vor dem Ende?

Bernd findet sich am Freitag in Royal Birkdale einfach nicht zurecht. Nach dem Par auf der 12 will weiterhin nichts zusammenlaufen, wie ein Doppelbogey auf der 13 unterstreicht. Bei mittlerweile 7 über Par für den Tag ist der Cut bereits in weiter Ferne und der Burgenländer droht seine beeindruckende Cutserie in dieser Woche aus der Hand zu geben.

Das bricht den Rhythmus endgültig und Bernd steckt auf der 14 gleich das nächste Bogey ein. Das erste Par 5 lässt dann einen Schlag springen, was für den ersten roten Farbklecks auf einer an sich sehr tristen Scorecard sorgt. Das Birdie scheint Bernds Motor aber noch einmal auf Touren zu bringen, wie ein weiterer roter Eintrag auf der 16 zeigt.

13:00 MEZ – Starkes Comeback

Was wohl niemand mehr für möglich gehalten hätte, scheint tatsächlich noch einzutreffen. Als einer von ganz wenigen Spielern stopft Bernd auch am Par 5, der 17 den Birdieputt, macht damit den roten Hattrick perfekt und klopft wieder vehement am Wochenende an.

Bernd beendet die Runde mit einem Par und unterschreibt so die 75 (+5), die ihn nun hoffen lässt, dass die Cutmarke mit Fortdauer noch auf 4 über Par zurückspringt. Die Chancen dazu stehen nach derzeitigen Prognosen aber alles andere als schlecht.

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Bester Open Start

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger dreht auf den Backnine seine Auftaktrunde im Royal Birkdale noch in den roten Bereich und sorgt so bei seiner fünften Open mit einer 69 für den bislang besten Start.

In den Morgenstunden präsentiert sich das Wetter über der Par 70 Anlage bei Southport typisch britisch. Nieselregen und Windböen um die 30 km/h machen den frühen Startzeiten das Leben richtig schwer, was nur einzelne rote Ausreißer am Leaderboard zulässt. Schon bald allerdings hört der Nieselregen auf und auch der Wind pendelt sich bei kalkulierbaren 20 km/h ein, was die späteren Tee Times auch rasch auszunützen wissen.

Dazu zählt am Donnerstag Nachmittag auch Bernd Wiesberger, der in dieser Woche sichtlich die richtige Seite des Draws erwischt hat. Dennoch kann der Oberwarter in der frühen Phase nicht wirklich viel aus den recht guten Verhältnissen machen. Vor allem mit der Genauigkeit hat Österreichs Nummer 1 etwas zu kämpfen und bringt nur selten seine Abschläge auf den engen Fairways unter.

Den Birdies hinterher

Nachdem sich der Burgenländer dann auf der 3 auch noch ein Dreiputtbogey eintritt, scheint das instabile Spiel aus Schottland auch beim dritten Major seine Fortsetzung zu finden. In Folge hat die Nummer 29 der Welt alle Hände voll zu tun um nicht weiter zurückzufallen und scrambelt sich etliche Male zu ganz wichtigen Pars. Erst kurz nach dem Turn reicht das Talent auf der 10 nach verfehltem Fairway und Grün nicht mehr und Bernd muss ein weiteres Bogey auf der Scorecard notieren.

Wiesberger_Open_1702_330Aus der Ruhe lässt er sich davon aber nicht bringen und bekommt mit Fortdauer auch seinen Putter langsam aber sicher auf die benötigte Temperatur. Das macht sich erstmals am Par 3, der 12 bemerkbar, wo Bernd vom Vorgrün einen langen Putt stopft und sich so sein erstes Birdie krallt. Das Erfolgserlebnis läutet auch sichtbar eine heiße Phase im Spiel des 31-jährigen ein, denn nach weiterem richtig guten Eisen lässt er sich auch am letzten Par 3 die Birdiechance aus Zweieinhalbmetern nicht nehmen und gleicht sein Score wieder auf Level Par aus.

Erstmals abgetaucht

Zwar geht sich am ersten Par 5 danach kein Birdiedoppelpack aus, die letzte lange Bahn aber kann sich dann nicht mehr wehren und lässt den Burgenländer zum ersten Mal in den roten Bereich abtauchen. Nachdem er auch die 18 noch unbeschadet übersteht, ist mit der 69 (-1) der bislang beste Open Start von Bernd Wiesbergers Karriere in Stein gemeißelt.

Wiesberger_Open_1703_330Vom 26. Platz aus hat er vermutlich auch am Freitag mit den Verhältnissen noch etwas mehr Glück, soll doch das typisch britische Wetter erst im Laufe des Tages mit voller Wucht zurückkehren. Mit einer weiteren gelungenen Runde könnte er nicht nur die beeindruckende Cutserie fortsetzen, sondern sich außerdem in eine richtig gute Position bringen und so sein bislang bestes Open Ergebnis – ein 64. Rang – deutlich verbessern.

Noch Verbesserungspotenzial

Doch auch nach der ersten roten Auftaktrunde bei einer Open Championship ist im Spiel des Oberwarters noch nicht alles wirklich perfekt. Vor allem die Genauigkeit wird er in den kommenden Tagen bei stärkerem Wind klar nach oben schrauben müssen, denn mit nicht einmal der Hälfte getroffener Fairways wird sich nicht jeden Tag eine Runde im Minusbereich ausgehen.

Die Linksgrüns allerdings hat er trotz des frühen Dreiputts klar besser im Griff als noch letzte Woche in Schottland. Mit 28 Putts kann der vierfache European Tour Sieger sicherlich auch selbst sehr gut leben.

Mit Jordan Spieth, US Open Champ Brooks Koepka und Matt Kuchar teilen sich gleich drei US-Amerikaner nach 65er (-5) Runde in England die Führungsrolle.

 

Bernd Wiesbergers Auftaktrunde im Überblick:

08:00 MEZ – Birkdale beinhart?

Die ersten Scores lassen auf ein richtig hartes Linksturnier schließen. Mark O’Meara (USA) etwa tritt sich gleich auf der 1 einen Schneemann ein startet mit einer 8 am Par 4. Einzig Chris Wood (ENG) findet sich mit einem anfänglichen Par recht gut zurecht. Vor allem der Wind und Nieselregen scheint bereits in den Morgenstunden das größte Problem darzustellen.

09:00 MEZ – Nur zwei Birdies

In der frühen Phase des Turniers scheinen die Open zum ultimativen Golftest zu avancieren. Lediglich der ehemalige Masters Champion Danny Willett (ENG) und Phachara Khongwatmai (THA) konnten die Par 70 Anlage bislang zu einem Birdie überreden und geben damit derzeit auch den Ton in Southport an.

10:00 MEZ – Genauigkeit gefragt

Immer mehr Spieler sind mittlerweile auf dem anspruchsvollen Gelände unterwegs. Bei schwierigen Windverhältnissen sind vor allem die Tee-Shots auf die engen Fairways entscheidend. Royal Birkdale verzeiht in dieser Woche sichtlich nicht den allerkleinsten Fehler.

11:00 MEZ – Niemand vorne weg

Auch nach mittlerweile gut drei Stunden Spielzeit kann sich noch niemand an der Spitze absetzen. Nach wie vor geht es vorrangig darum Fehler zu verhindern. Ian Poulter (ENG) und Alfie Plant (Am) (ENG) teilen sich bei gerade mal 1 unter Par derzeit die Führung.

12:00 MEZ – England on top

Mit Ian Poulter und Justin Rose, der mit gleich zwei Birdies auf den ersten vier Bahnen einen richtig guten Start erwischt, dominieren derzeit die Engländer die Spitze des Leaderboards. Stuart Manley (WAL) ist auf Rang 3 derzeit drauf und dran für einen Traumstart zu sorgen. Bei 1 unter Par muss er nur noch die 18 überstehen um eine rote Runde zum Recording zu bringen. 2008, als zum letzten Mal in Birkdale gespielt wurde, waren am Ende nur noch zwei Spieler in den roten Ziffern. Sieger Padraig Harrington (IRL) eröffnete damals mit einer 74.

13:00 MEZ – Erste Bestmarke

Stuart Manley setzt mit einer 68 (-2) eine erste Bestmarke im Royal Birkdale. Der Waliser beendet seine Runde mit Eagle und Birdie und legt so einen richtig starken Start in die 146. Open hin. Ian PoulterJordan Spieth und Justin Rose liegen derzeit ebenfalls bei 2 unter Par an der geteilten Spitze. In einer knappen Dreiviertelstunde wird es auch für Bernd Wiesberger ernst.

14:00 MEZ – Souveräner Start

Bernd startet grundsolide in die Runde. Der Oberwarter trifft sowohl Fairway als auch Grün und sieht zwei Putts später seinen Ball im Loch verschwinden. Ian Poulter spielt sich zwischenzeitlich mit der 67 (-3) in die alleinige Führung.

Auch auf der 2 lässt der Burgenländer nichts anbrennen und krallt sich ein weiteres souveränes Par. Erstmals ungemütlich wird es dann auf der 3. Bernd agiert zwar im langen Spiel weiterhin solide und tritt erneut sicher ein Grün, muss aber dann dreimal ansetzen und tritt sich mit einem Dreiputt das erste Bogey ein.

Auch auf der 3 hat er etwas zu kämpfen, scrambelt sich nach verpasstem Grün am Par 3 aber zu einem wichtigen Par.

15:00 MEZ – Visier scharf stellen

Auch in Folge hat Bernd vor allem mit der Genauigkeit etwas Probleme, wie ein verpasstes Fairway und gemisstes Grün zeigt. Mit weiterem Singleputt kämpft er sich aber zum Par. Auch am sechsten Fairway sucht man Bernds Ball vergeblich, zumindestens aber trifft er wieder ein Grün und hat so mit dem nächsten Par nicht wirklich grobe Probleme.

Auch am zweiten Par 3 muss der Burgenländer wieder in der Trickkiste kramen, schafft aber ein weiteres Mal nach verfehltem Grün ein Up & Down. Die 8 gelingt recht unaufgeregt, echte Birdiechancen ergeben sich bislang aber für den einzigen Österreicher im Feld noch nicht.

16:00 MEZ – Kaum Birdiechancen

Bernd beendet die Frontnine zwar mit einem weiteren recht sicheren Par, kann sich aber die gesamte erste Platzhälfte keine echten Birdiechancen erarbeiten. Auf den Backnine hat der Oberwarter jetzt aber auch beide Par 5, die er zu Erfolgserlebnissen überreden möchte.

Mit verpasstem Up & Down beginnt die hintere Platzhälfte allerdings alles andere als gut. Auch auf der 11 verfehlt er das Grün, scrambelt diesmal aber stark zum Par. Nach etwas zu langem Teeshot muss er vom Vorgrün putten, erledigt die Sache aber perfekt und schnappt sich so das erste Birdie.

17:00 MEZ – Gute Phase

Bernd bringt auch auf der 13 die Annäherung am Grün unter und nimmt mit sicherem Zweiputt ein weiteres wichtiges Par mit. Die gute Phase der Runde manifestiert sich dann am letzten Par 3. Bernd knallt seinen Abschlag perfekt aufs Grün und lässt sich die Birdiechance aus ca. 2,5 Metern nicht entgehen.

Das darauffolgende Par 5 will dem Oberwarter aber kein Birdie spendieren. Nach weiterem soliden Par auf der 16 wartet nun mit der 17 das letzte Par 5 der Runde.

18:00 MEZ – Abgetaucht

Das zweite und letzte Par 5 der Runde nützt der Oberwarter dann nach starkem Wedge zum dritten Birdie des Tages aus und taucht so kurz vor Ende der Runde erstmals in den roten Bereich ab. Nachdem er auch auf der 18 nichts mehr anbrennen lässt ist Bernds bester Open Start der Karriere mit der 69 (-1) endgültig in Stein gemeißelt.

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