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Schlagwort: porsche european open

Chance aufgelegt

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 2. RUNDE: Matthias Schwab tritt sich zwar am Par 5 Doppel nach dem Turn kostspielige Fehler ein, legt sich mit einer 72 aber die Chance auf das benötigte Topergebnis im Hinblick auf die US Open Qualifikation auf. Auch Bernd Wiesberger cuttet mit der bereits zweiten 73 im Green Eagle Golf sicher in den Finaltag.

Mit ganz sicherem Spiel von Tee bis Grün gibt sich Matthias Schwab am Sonntag Nachmittag gleich auf der 1 eine Birdiemöglichkeit, am Ende fehlt dem Putt aber eine halbe Umdrehung zum anfänglichen roten Eintrag. Ganz sicher spult der Schladming-Pro auch danach die Bahnen ab und lässt so in der frühen Phase des zweiten Spieltags nichts anbrennen. Auch danach zeigt der 26-jährige auf dem megaschweren Geläuf perfektes Golf und belohnt sich dafür kurz vor dem Turn am einzigen Par 5 der Frontnine auch mit dem ersten Birdie.

Kaum auf den Backnine angekommen erwischt es ihn dann jedoch auch mit dem ersten Fehler, was ihn prompt wieder auf Level Par zurückfallen lässt. “Der Drive war an sich gar nicht schlecht, ist aber knapp ins fette Rough gerollt. Auch die Annäherung danach war im zähen Rough, am Ende wars eigentlich noch ein gut gerettetes Bogey”, beschreibt er den Schlagverlust. Matthias zeigt sich aber vom Fehler unbeeindruckt und hat auf der 11 sogar Pech, dass der starke Chip nicht sogar zum Eagle fällt.

Par 5-Probleme

Auch danach zeigt er weiterhin unglaublich solides Golf und belohnt sich für die bärenstarke bisherige Performance am Par 3 der 14 nach starkem Abschlag mit dem nächsten Birdie. Mit der 15 und der 16 werden ihm dann gleich beide aufeinanderfolgenden Par 5 Löcher aber zum Verhängnis. Zunächst will der Parputt auf der 15 knapp nicht fallen und nach einem wild rechts weggebügelten Schlag brummt ihm die 16 sogar das Doppelbogey auf, womit er hinter die Top 10 zurückrutscht.

Zumindest kann sich Matthias Schwab auf der 18 nach starkem Wedge einen Schlag wieder zurückholen und beendet den zweiten Tag so mit der 72 (Par) immerhin mit einem Erfolgserlebnis und einem positiven Gefühl. Auf Rang 11 platziert hat er so vor den letzten 18 Löchern auch noch klar alle Chancen auf das angepeilte Topergebnis um die US Open Qualifikation klarmachen zu können.

Nach der Runde meint er im Interview: “Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, wenngleich mehr möglich gewesen wäre. Wenn du hier die Fairways nicht triffst dann wirds ganz schwierig und das ist mir leider auch passiert bei den Fehlern. Ich geh aber positiv gestimmt und optimistisch in den morgigen Tag und wir werden sehen wie es am Ende dann aussieht.”

Sicher im Finaltag

Am 1. Tee wählt Bernd Wiesberger mit dem Hybrid die ganz konservative Variante, legt sich aber mit starkem Approach gleich eine gute Birdiechance auf, allein der Putt rasiert am Ende nur die Lochkante. Auf der 2 hat er dann erstmals Stress, zieht sich mit starkem Bunkerschlag nach Spiegeleilage aber gekonnt aus der Affäre. Auf der 3 gibt er sich dann schon die nächste gute Chance, kann diese jedoch abermals nicht nützen.

Die verpassten Birdies rächen sich dann erstmals auf der 4, wo er sich nicht mehr zum Par scramblen kann und so ein Bogey notieren muss. Die zähe 6 erweist sich dann für den gesamten Flight als eine Nummer zu heftig, denn sowohl Bernd, als auch Casey und Kieffer marschieren von der schwersten Bahn des Platzes nur mit einem Schlagverlust in Richtung 7. Teebox. Erst das Par 5 der 9 lässt dann nach einem richtig starken Wedge das erste Birdie springen, womit er auch wieder etwas Puffer zwischen sich und die Cutmarke bringt.

Nach einem verzogenen Abschlag hat er am Par 5 der 11 hart zu kämpfen, kratzt am Ende aber mit starkem Putt noch das Par, was sichtlich am Sonntag den Putter auf Temperatur bringt, denn dieser ermöglicht auf der 13 den scoretechnischen Ausgleich. Wieder allerdings kommt auf einem Par 5 dann richtig Stress auf, denn da er das Wedge aus gut 100 Metern im H2O versenkt, muss er sich schließlich mit dem Bogey anfreunden.

Bis zum Ende kann er darauf zwar nicht mehr reagieren, lässt aber auch nichts weiter anbrennen und stemmt so mit der bereits zweiten 73 (+1) und als 46. locker den Cut. Mit einer starken Finalrunde könnte es angesichts des dichtgedrängten Leaderboards durchaus für den Südburgenländer noch weit nach vorne gehen. “Zu schade, dass die Putts nicht fallen wollten, weil Tee bis Grün konkurrenzfähig genug war. Also brauche ich Morgen eine sehr niedrige Runde,” macht Bernd wenig überraschend den eiskalten Putter als Hauptschuldigen aus.

Maverick Antcliff (AUS) und Matthew Southgate (ENG) teilen sich bei gesamt 5 unter Par die Führungsposition.

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Gesunde Basis

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 1. RUNDE: Matthias Schwab legt sich trotz zweier Par 5 Bogeys mit einer 71 eine gesunde Basis für das angepeilte Topergebnis. Bernd Wiesberger agiert lange Zeit makellos, muss sich im windigen Green Eagle Golf schlussendlich aber mit einer 73 anfreunden.

Mit einem Sieg im Gepäck zum nächsten Turnier anzureisen: dieses Traumszenario erfüllte sich Bernd Wiesberger und teet mit entsprechend viel Selbstvertrauen bei der Porsche European Open auf. Ursprünglich hatte der nun 8-fache European Tour-Champion das Turnier in Hamburg gar nicht am Plan, nannte erst letzte Woche nach um für die US Open-Qualifikation auf Nummer Sicher zu gehen. Da auch dieses Ziel abgehakt ist, darf er entsprechend ohne Druck in Green Eagle Golf aufteen.

Matthias Schwab konnte sich trotz eines 8. und 11. Platzes zuletzt noch nicht im Mini-Ranking für die US Open qualifizieren, wird somit in Hamburg noch ein Topergebnis benötigen. Dazu müsste der Schladminger nur wie vor zwei Jahren spielen, als er mit Platz 2 seine Karrierebestmarke setzte und unter anderem mit Kapazundern wie Patrick Reed und Bryson DeChambeau (beide USA) spielte. Um die Deutschen Quarantäne-Bestimmungen für aus England einreisende Spieler zu erfüllen, wurde die Porsche European Open auf Samstag verschoben und wird bis inklusive Montag über nur 54 Löcher ausgetragen werden.

Gut reingefunden

Matthias Schwab und Bernd Wiesberger beginnen das Turnier am Samstag mit eine der ersten Startzeiten knapp hintereinander auf den Backnine und finden mit soliden Pars ohne große Schwierigkeiten souverän in die Auftaktrunde. Schon das Par 5 der 11 überredet der junge Steirer dann aber zum ersten Birdie und taucht so früh bereits in den roten Bereich ab, den er in Folge bis zur 16 verwaltet, denn das dritte Par 5 entwickelt sich zum Leidwesen des 26-jährigen als kleiner Stolperstein und wirft ihn mit dem ersten Bogey wieder auf Level Par zurück.

Sein Landsmann muss sich etwas länger auf das erste Birdie gedulden, erst das Par 5 der 15 beschert ihm dann das ersehnte Erfolgserlebnis, womit sich der Sieger der Vorwoche in Richtung Spitze orientiert. Matthias Schwab krallt sich gleich nach dem Turn auf der 1 seinen zweiten roten Eintrag und lässt den Par 5 Fehler so rasch wieder in Vergessenheit geraten. Erneut kann er das Ergebnis im Minusbereich jedoch nicht allzu lange verwalten, da ihm die 3 auch das zweite Bogey aufbrummt, womit er erneut den scoretechnischen Ausgleich einstecken muss.

Der Vanderbilt Absolvent reagiert jedoch regelrecht trotzig und knallt prompt das dritte Birdie auf die Scorecard, womit er dem Spitzenfeld weiterhin erhalten bleibt. Während der Schladming-Pro dann im windigen Hamburg auf der 16 das nächste Erfolgserlebnis verbucht und so endgültig in der absoluten Spitzengruppe ankommt, erwischt es Bernd Wiesberger nach bislang fehlerloser Performance auf der 6 mit einem Doppelbogey gleich richtig unangenehm.

Abschließende Bogeys

Der Südburgenländer zeigt aber die absolut richtige Reaktion und locht auf der 16 zum zweiten Birdie, womit er sein Score sofort wieder auf zumindest Level Par drehen kann. Matthias Schwab beendet seine Runde anders als erhofft, denn mit der 9 brummt ihm noch ein zweites Par 5 zum Auftakt ein Bogey auf. Dennoch notiert der Rohrmooser mit der 71 (-1) immerhin eine Runde im roten Bereich und legt sich so als 12. eine durchwegs gesunde Basis für das angepeilte Topergebnis.

Sein Landsmann macht es dem Youngster nur Minuten später nach und beendet seinerseits die erste Runde mit einem Par 5 Bogey auf der 9. Anders als bei Matthias muss sich der 8-fache European Tour Champion allerdings mit einer 73 (+1) anfreunden, die ihm aber als 36. immer noch bei dem dichtgedrängten Leaderboard alle Möglichkeiten offen hält. “Anständige Golfrunde von Tee bis Grün. Leider wollten die Putts den ganzen Tag überhaupt nicht fallen,” erklärt Wiesberger sein Tagesergebnis, “Mein Spiel ist aber in gutem Zustand um einiges an Boden gutzumachen auf einem langen und trickreichen Kurs über die nächsten zwei Tage.”

Nach der Runde meint Matthias: “Die Länge macht es hier einfach aus, also wenn man die Fairways nicht trifft, dann muss man schon Glück haben, dass der Ball noch gut spielbar liegt, ansonsten kann man manchmal sogar nur quer raushacken. Heute vor der Runde hab ich noch gedacht, dass ein Score rund um Par ziemlich gut sein wird und das hat sich auch bewahrheitet. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Auftakt durchwegs zufrieden.”

Thomas Detry (BEL) legt mit der 68 (-4) den besten Start hin.

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Verschiedene Vorzeichen

PORSCHE EUROPEAN OPEN – VORSCHAU: Während Bernd Wiesberger nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung ohne jeglichen Druck in Hamburg antritt, geht es für Matthias Schwab im Green Eagle Golf noch um die Qualifikation für die US Open.

Einmal mehr sorgt das Coronavirus für Probleme, denn Deutschland verhängte über Großbritannien aufgrund der neuen Mutation Restriktionen bei der Einreise, was einem European Tour Event naturgemäß alles andere als zuträglich ist. Die Tour erweist sich jedoch als flexibel und verschiebt das Event von Donnerstag auf Samstag und verkürzt es darüber hinaus auf 54 Löcher, womit ein Antreten der zahlreichen Briten gesichert ist.

Bernd Wiesberger hatte ursprünglich für das Event in der Hansestadt gar nicht genannt, wollte sich jedoch im Hinblick auf die US Open Qualifikation noch eine Chance mehr geben. Nach seinem Sieg in Dänemark ist dies mittlerweile zwar obsolet, eine angenommene Einladung schlägt man jedoch nicht aus, weshalb der 35-jährige ab Samstag auch im Green Eagle Golf auf Birdiejagd gehen wird, wo er 2019 immerhin starker 5. wurde. Das frisch gestärkte Selbstvertrauen wird der Südburgenländer klarerweise auch versuchen bestmöglich in die Waageschale zu werfen um mit gutem Gefühl danach in Richtung San Diego abzuheben.

Torrey Pines in Reichweite

Für Matthias Schwab hingegen steht in Hamburg noch deutlich mehr auf dem Spiel als für seinen Landsmann. Nach einem 11. Platz beim British Masters und einem 8. in Dänemark letzte Woche liegt der 26-jährige beim Mini-Ranking – die besten 10 noch nicht qualifizierten erhalten aus einer eigens eingeführten kleinen Order of Merit bestend aus drei Turnieren einen US Open Startplatz – durchaus gut im Rennen, wird aber aller Voraussicht nach auch im Green Eagle Golf noch ein Topergebnis benötigen um fix mit Torrey Pines planen zu können.

Matthias selbst schätzt die Lage auch durchaus realistisch ein und peilt zumindest ein Top 5 Ergebnis an, womit er auf jeden Fall beim dritten Major des Jahres mit von der Partie wäre. Das Gelände in Hamburg liegt dem jungen Steirer auch durchaus, denn erst vor zwei Jahren mischte er sogar um den Sieg mit und musste sich am Ende nur Paul Casey (ENG) knapp um einen Schlag geschlagen geben. 2018 stand er sogar im ersten Verfolgerflight und ließ als 7. immerhin Golfgrößen wie etwa Patrick Reed oder Bryson DeChambeau (beide USA) hinter sich.

“Was sicher cool wird, ist die Tatsache, dass in Hamburg wieder Fans erlaubt sind. Das Turnier ist für mich besonders spannend, weil es die Finalstation im Hinblick auf die US Open Qualifikation ist. Das Niveau wird, wie in den bisherigen Turnieren, wieder sehr hoch sein und ich muss mein bestes Golf spielen, um wieder in den Spitzenplätzen zu landen”, gibt sich Matthias in seinem Blog die Marschrichtung selbst vor.

Zwar kann das Line-up heuer nicht ganz mit dem bärenstarken Feld von 2019 mithalten, mit Titelverteidger Paul Casey, Henrik Stenson (SWE), Martin Kaymer (GER) oder auch Joost Luiten (NED) ist das 1,2 Millionen Turnier aber dennoch durchwegs namhaft besetzt. Darüber hinaus scheint der Wettergott endlich auch Europa auf dem Zettel zu haben, denn Temperaturen rund um 25 Grad Celsius sollten für beste Golfverhältnisse sorgen.

 

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Zwei Asse trumpfen auf

PORSCHE EUROPEAN OPEN – FINAL: Matthias Schwab muss sich im Green Eagle GC nur Paul Casey (ENG) knapp geschlagen geben. Bernd Wiesberger stürmt mit neuem Platzrekord noch bis auf Rang 5 nach vor.

Matthias Schwab arbeitete sich am Samstag zu einer 70 (-2) und geht damit wie schon im Vorjahr mit klar intakten Siegchancen in den Finaltag von Hamburg. Bei lediglich zwei Schlägen Rückstand auf das Führungsduo Bernd Ritthammer (GER) und Robert MacIntyre (SCO) hat der 24-jährige so auch definitiv noch alle Chancen sogar den ganz großen Wurf zu landen.

Gleich der Start glückt dann auch nach Maß, denn trotz knapp verfehltem Fairway findet Matthias gut den Weg aufs Grün und locht aus zweieinhalb Metern prompt zum ersten Birdie. Fast fällt auf der 2 gleich das nächste Birdie, der Putt zum roten Eintrag ist aber etwas zu schnell unterwegs um im Loch zu verschwinden.

Schon auf der 3 gelingt die Übung dann aber wieder besser, denn mit perfekter Linie und guter Geschwindigkeit rollt der Ball aus gut drei Metern wieder Mitte Loch und spendiert dem Schladming-Pro so rasch das zweite Erfolgserlebnis. Auf der 4 bringt er sich dann aber erstmals in Bedrängnis, denn am Dogleg kürzt er zu stark ab und findet so vom Abschlag aus nur das Rough. Da dann auch noch dazu der längere Parputt nicht fallen will, muss er sich mit dem ersten Bogey anfreunden.

Geduldig gewartet

Aus der Ruhe lässt er sich vom Fehler aber nicht bringen und kann sich auf der 7 fast das nächste Birdie sichern. Nach starkem Wedge lippt der Putt aber aus und ermöglicht ihm so “nur” das Par. Auch auf der 8 ergibt sich eine sehr gute Chance, doch diesmal bleibt der Ball knapp vor dem Loch liegen und Matthias muss sich erneut mit dem Par anfreunden.

Auf der 9, dem einzigen Par 5 der ersten neun Bahnen, passt dann aber wieder alles zusammen und er schnappt sich nach starkem Wedge sein drittes Birdie des Tages. Zwar verpasst er es am Par 5 der 11 nachzulegen, holt das Birdie aber auf der 12 nach und bleibt so nach wie vor im Windschatten des führenden Schotten Robert MacIntyre.

Das Beste zum Schluss

Nur wenige Zentimeter fehlen dem 24-jährigen dann am Par 5 der 15 zum Eagle, doch auch mit dem nächsten Birdie macht er naturgemäß nichts falsch und bleibt ganz vorne dran. Mit zwei voll durchgezogenen Hölzern erreicht er dann auf der 16 – mit über 600 Metern ist es die längste Bahn der European Tour – fast das Grün. Der Chip gelingt aber nur suboptimal und der Birdieputt schleicht am Loch vorbei, womit er es verpasst sich in die geteilte Führung zu spielen.

Das absolute Highlight seiner Runde hebt er sich aber für die Schlussbahn auf, denn auf der 18 knallt er die Grünattacke bis auf eineinhalb Meter an den Stock und rollt den Ball ohne Probleme zum Eagle ins Loch. Mit der 66 (-6) geht Matthias noch auf 13 unter Par, muss sich am Ende aber Paul Casey – der Engländer trumpft am Ende mit zwei starken Birdieputts auf – hauchdünn um einen Schlag geschlagen geben und nimmt so sein bereits drittes Top 10 Ergebnis in Folge mit.

Nach dem Turnier meint er: “Es waren gute und positive Tage in Hamburg. Der geteilte 2. Platz ist sehr gut. Die Entwicklung meines Spiels ist ebenfalls okay. Es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten an denen gearbeitet werden muss. In Zukunft müssen vor allem mehr Drives die Fairways finden und die Annäherungen noch präziser werden.”

Knallrot unterwegs

Bernd Wiesberger glänzte am Samstag mit durchaus starker Birdiequote, da er allerdings auch viele Fehler notieren musste ging sich am Ende nicht mehr als die 72 (Par) aus. Dennoch startet er aus dem Spitzenfeld in den Finaltag und hat mit einer richtig starken Schlussrunde wohl ebenfalls noch sehr gute Chancen.

Wie schon am Vortag gelingt aber auch diesmal der Start in die Runde eher nur suboptimal. Zwar geht sich am Sonntag auf der 1 ein Par aus, dafür aber tritt er sich schon am Par 3 der 2 ein Bogey ein und rutscht so auch prompt aus den Top 10. Recht rasch setzt Bernd aber den passenden Konter und gleicht sein Score auf der 4 wieder aus.

Der Motor kommt auf Touren

Mit der 8 hat er dann das dritte Par 5 der Frontnine deutlich besser im Griff als noch die erste kurze Bahn und taucht mit seinem zweiten Birdie des Tages auch erstmals in den roten Bereich ab. Das scheint den Birdiemotor des Oberwarters so richtig anzuwerfen, denn nach richtig starkem Wedge lässt er sich auch am darauffolgenden Par 5 die Chance nicht nehmen und schnürt so den Birdie-Doppelpack.

So richtig “on-fire” stellt ihn auch die 10 vor keinerlei Probleme, denn nach weiterer richtig starker Annäherung rollt er den Birdieputt seelenruhig zum dritten Birdie in Folge ins Loch. Doch selbst damit hat der sechsfache European Tour Sieger nicht genug und macht am Par 5 der 11 sogar das rote Quartett perfekt.

Nur kurz gönnt er sich dann auf der 12 eine kleine Verschnaufpause, ehe er sich nach einem perfekten Eisen auf der 13 jeglichen Druck vom Putter nimmt und so auf 5 unter Par für den Tag stellt. Da nach weiterem starken Abschlag auch das Par 3 der 14 ein Birdie ermöglicht, bringt er sich sogar tatsächlich noch ins Titelgespräch.

Platzrekord ins Clubhaus gebracht

Die munteren Birdiespiele des Burgenländers finden auch danach ihre Fortsetzung, denn der Eagleputt läuft am Par 5 der 15 nur knapp am Loch vorbei und der Retourputt zum Birdie stellt ihn vor keine Probleme. Nach einem letzten starken Eisen am abschließenden Par 5 hat er sogar noch die Eaglechance am Putter.

Der Adler will zwar nicht landen mit der 64 (-8) stellt Bernd aber nicht nur gemeinsam mit Flightpartner Romain Wattel (FRA) einen neuen Platzrekord auf, sondern ist zu dieser Zeit sogar Führender im Clubhaus. Am Ende steht dann ein 4. Platz auf der Habenseite, womit er das klitzekleine Formtief der letzten Wochen wohl endgültig überwunden hat.

“Ich hab den Ball richtig gut getroffen, war aber an den letzten Tagen etwas frustriert, weil vor allem auf den Grüns nicht viel gegangen ist und auch mein Kurzspiel nicht wirklich voll auf Schiene war. Heute hab ich die Runde mit einem starken Putt auf der 8 so richtig ins Rollen gebracht und von da an hat es richtig gut funktioniert”, so Bernd direkt nach der Runde im Interview.

In der kommenden Woche pausieren nun bei den KLM Open sowohl Matthias Schwab als auch Bernd Wiesberger, denn direkt danach steht mit Wentworth nicht nur das Flaggschiff Event der European Tour an, auch die Ryder Cup Qualifikation beginnt mit den BMW PGA Championship. Direkt danach wartet das Links-Spektakel in St. Andrews.

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Voll im Titelkampf

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 3. RUNDE: Matthias Schwab bringt sich am Moving Day im Green Eagle GC an der Seite Paul Caseys (ENG) mit einer 70 (-2) voll ins Titelgeschäft. Bernd Wiesberger glänzt am Samstag zwar mit Birdies, radiert sich mit Bogeys aber alles wieder aus.

Matthias Schwab konnte am Freitag zwar nicht mehr ganz an die bärenstarke Auftaktrunde anknüpfen, hielt sein Spiel am megalangen Par 72 Platz von Hamburg aber mit einer Par-Runde gut zusammen und startet so aus dem absoluten Spitzenfeld in den Moving Day.

Bei bereits sechs Schlägen Rückstand auf Leader Robert MacIntyre (SCO) muss der 24-jährige aber von Beginn an Gas geben, soll es in dieser Woche noch bis ganz nach vorne gehen. Nach Rory McIlroy (NIR) und Sergio Garcia (ESP) in der Vorwoche, hat er diesmal mit Paul Casey einen weiteren Weltstar als Flightpartner an seiner Seite.

Gut reingefunden

Wie schon bei den Turnieren zuvor beeindrucken ihn die großen Namen aber auch in Hamburg weiterhin nicht, denn Matthias zeigt von Beginn an grundsolides Golf. Auf der 3 ergibt sich dann die erste echte Birdiechance, der Putt rasiert aber nur die Lochkante.

Konzentriert spult er danach die folgenden Bahnen ab und befreit sich gekonnt auch aus der ein oder anderen unangenehmeren Situation. Auf der 7 kann er sich dann auch erstmals für das geduldige Spiel belohnen, nachdem der erste Birdieputt den Weg ins Ziel findet.

Nur wenige Zentimeter fehlen dann auf der 9 – dem einzigen Par 5 der Frontnine – zu einem weiteren Birdie, mit stressfreien Pars bleibt er aber der Spitzengruppe hartnäckig erhalten. Während ganz vorne sowohl MacIntyre als auch Bernd Ritthammer (GER) patzen, nimmt Matthias vom Par 5 der 11 sein zweites Birdie mit und liegt damit nur noch um einen einzigen Schlag hinter dem Führungsduo.

Zusammengeschoben

Schon eine Bahn später stellt sich die Konstellation aber wieder komplett konträr dar, denn während Matthias’ Parputt aus einem guten Meter am Loch vorbeikriecht, nimmt Ritthammer an der Spitze das nächste Birdie mit, was den Abstand wieder anwachsen lässt. Wie schnell es im Golf gehen kann zeigt sich dann aber in den nächsten Minuten, denn nach einem Birdie am Par 5 der 15 holt sich der Rohrmooser den Schlag wieder zurück und da Ritthammer an der Spitze schwächelt, schmilzt der Abstand wieder deutlich zusammen.

Das überlange Par 5 der 16 – mit gemessenen 606 Metern ist es die längste Bahn im European Tour Kalender – will dann aber nicht wirklich nach dem Geschmack des 24-jährigen gelingen, denn mit seinem zweiten Bogey des Tages muss er einen Schlag wieder abgeben. Stark überredet er zum Abschluss aber noch das letzte Par 5 und krallt sich mit dem Birdie schließlich die 70 (-2) womit er als 4. und mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf Bernd Ritthammer (70) und Robert MacIntyre (74) voll im Titelgeschäft bleibt.

“Es hat Spaß gemacht nach Rory und Sergio letzte Woche in Crans Montana heute mit Paul Casey wieder einen Ryder Cupper als Spielpartner zu haben. Er war sehr relaxed und wir hatten eine freundliche Runde. Mein Spiel war ganz okay, aber das Putten hätte besser sein können. Zwei, drei Putts hätten durchaus noch fallen können”, fasst er die dritte Runde zusammen.

Wie gewonnen, so zerronnen

Bernd Wiesberger zeigte ebenfalls an den ersten beiden Tagen richtig starkes Golf und notierte am Ende am Freitag eine 69 (-3) die ihn nur einen einzigen Schlag hinter seinem Landsmann einreihte und ihm ebenfalls perfekte Chancen auf ein Topergebnis auflegte.

Gleich der Start geht auf der 1 dann am Samstag mit einem Bogey allerdings gründlich daneben. Bernd lässt sich davon aber nicht beirren und krallt sich sofort am darauffolgenden Par 3 auch das erste Birdie, womit er sein Score postwendend wieder zurechtrückt. Ende findet das Hin und Her damit aber nicht, denn auf der 3 rutscht er prompt wieder in den Plusbereich zurück.

Doch wieder setzt der sechsfache European Tour Sieger sofort den Konter und krallt sich nach starker Annäherung schon auf der 4 das nächste Birdie. Erst danach geht er es am Samstag erstmals etwas ruhiger an und nimmt auch die ersten Pars mit. Auf der 7 passt dann wieder von Tee bis Grün alles zusammen und er taucht mit seinem bereits dritten Birdie erstmals in den roten Bereich ab.

Hin und her

Doch selbst das lässt sein Spiel nicht wirklich ins Rollen kommen, denn auf der 8 erwischt es ihn auch mit dem dritten Fehler und er rutscht sofort wieder auf Even Par zurück. Des Schlechten noch nicht genug misslingt nach verpatzter Annäherung auf der 10 auch noch der erste Chip, was prompt im nächsten Fehler mündet.

Wie schon die gesamte Runde über lässt aber auch diesmal der Ausgleich nicht lange auf sich warten, denn während Flightpartner Guido Migliozzi (ITA) am Par 5 einen Schneemann bastelt, benötigt Bernd nur halb so viele Schläge und rückt sein Score so einmal mehr auf Anfang. Das Par 5 der 15 erweist sich dann noch zusätzlich als gewinnbringend und beschert dem Burgenländer wieder ein Minus als Vorzeichen.

Am abschließenden Par 5 wassert Bernd dann aber die Grünattacke und kommt so schlussendlich nur mit dem Bogey ins Ziel. Mit der 72 (Par) bleibt er zwar als 9. in den Toprängen, lässt aber mit ungewohnt vielen Fehlern eine noch viel bessere Ausgangslage für den Finaltag liegen. Dennoch ist für ihn am Sonntag mit einer starken Schlussrunde auf jeden Fall noch so gut wie alles möglich.

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Zwei heiße Eisen

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 2. RUNDE: Mit Matthias Schwab und Bernd Wiesberger starten gleich beide Österreicher im Green Eagle GC aus dem absoluten Spitzenfeld ins Wochenende.

Matthias Schwab zeigte schon zum Auftakt einmal mehr, dass ihm der megalange Kurs im Green Eagle GC durchaus liegt. Wie schon letztes Jahr geigte der 24-jährige auch heuer auf und startet nach der 67 (-5) sogar nur mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf Leader Paul Casey (ENG) in den zweiten Spieltag, wo er nun außerdem den Bonus einer früheren Startzeit hat.

Der Start glückt dem Schladming-Pro mit anfänglichen Pars auch am Freitag gut und da Paul Casey von Beginn an mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, ziert Matthias schon früh sogar die Spitze des Feldes. Auch danach bleibt er seiner Linie treu und macht mit sicherem Spiel in der frühen Phase der zweiten Runde keinen Fehler.

Erst auf der 7 hat er dann erstmals richtige Probleme und marschiert nur mit einem Bogey zur 8. Teebox. Da zeitgleich aber auch Paul Casey bei den schwierigen Verhältnissen einen weiteren Fehler nicht verhindern kann, bleibt Matthias sogar in geteilter Führung. Aus der Ruhe lässt er sich aber vom ersten Fehler nicht bringen. Zwar heißt es weiterhin auf ein Birdie warten, mit Pars bleibt er der Spitze aber hartnäckig erhalten.

Festgesetzt

Am Par 5 der 15 bricht dann nicht nur der zähe Birdiebann, mit dem roten Eintrag am Par 5 nimmt auch eine weitere starke Runde langsam aber sicher konkrete Formen an und er marschiert darüber hinaus auch wieder zu Paul Casey – der Engländer notiert am Freitag eine 73 (+1) – in die geteilte Führung nach vor.

Zwar geht sich am Ende kein weiteres Birdie mehr aus, er schafft es aber auch weitere Fehler zu vermeiden und unterschreibt so schlussendlich die 72 (Par), womit er bei den eher zähen Verhältnissen die nächste starke Runde abspult und als 3. im absoluten Spitzenfeld ins Wochenende cuttet.

Nach der 72 resümiert er: “Es waren heute bessere Bedingungen als gester, trotzdem spielte sich der knapp 7.000 Meter lange Platz weiterhin ziemlich schwierig. Mein Spiel war auch nicht so präzise wie gestern, daher muss ich mit der Par-Runde am Ende zufrieden sein.”

Rot treu geblieben

Auch Bernd Wiesberger bewies nach den zuletzt eher zähen Turnieren in Prag und Crans Montana, dass die Formkurve in Hamburg wieder deutlich Richtung Norden zeigt. Gekonnt stemmte sich der Burgenländer gegen den unangenehmen Wind und geht nach der 71 (-1) nur knapp hinter den Top 10 in die Freitagsrunde.

Am Freitag zeigt er sich dann von Beginn an hellwach, denn bei weiterhin durchaus diffizilen Verhältnissen auch am Nachmittag findet der Oberwarter schon auf der 3 das erste Birdie und orientiert sich so rasch in Richtung Spitze. Erst auf der 7 geht sich erstmals ein Par nicht mehr aus und er rutscht wieder auf Level Par zurück.

Spektakulärer Eagle

Auch auf der 10 kommt dann Stress auf, obwohl er nach verzogener Annäherung von einem Bewässerungsdeckel aus sich die Chance aufs Par noch auflegt. Der wichtige Putt zur 4 rollt aber nur über die Lochkante. Die leichten Probleme im langen Spiel sind auf der 13 aber plötzlich wie weggeblasen, denn am Par 4 locht er kurzerhand seinen zweiten Schlag und pusht sich mit dem Eagle wieder deutlich nach vor.

Da dann auch das Par 5 der 15 einen Schlag springen lässt, mischt er endgültig wieder im absoluten Spitzenfeld mit. So richtig auf den Geschmack gekommen überredet er dann auch noch das abschließende Par 5 zu einem letzten Birdie, unterschreibt so die 69 (-3) und startet damit als 5. wie Landsmann Matthias Schwab aus dem absoluten Spitzenfeld ins Wochenende.

Robert MacIntyre (SCO) erwischt einen richtig starken Tag und stürmt mit der 65 (-7) und bei gesamt 11 unter Par bis an die Spitze nach vor.

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Bombenform ausgespielt

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 1. RUNDE: Matthias Schwab spielt seine Bombenform der letzten Wochen auch im Green Eagle GC aus und geht nach der Auftaktrunde mit nur einem Schlag Rückstand als erster Verfolger von Paul Casey (ENG) in den zweiten Spieltag. Bernd Wiesberger stemmt sich am Vormittag gekonnt gegen den trickreichen Wind.

Unvergessen ist die Schwab-Gala vom Vorjahr in Hamburg, wo der Schladminger bis zuletzt um den Titel mitspielte und sich mit den US-Stars Patrick Reed und Bryson DeChambeau matchte. Österreichs Aufsteiger kommt auch heuer in Topform nach zuletzt zwei Top 10-Ergebnissen in Folge in den Green Eagle GC von Hamburg.

Der Start glückt am Nachmittag bei zähen Windbedingungen dann auch sofort durchaus gut, denn mit drei Pars beginnt er das Turnier zunächst solide und unaufgeregt. Da sich danach auf der 13 sogar das erste Birdie ausgeht, taucht er schon rasch in den roten Bereich ab und mischt damit im Spitzenfeld mit.

Dass er sich genau dort festsetzen will zeigt er auf der 15 eindrucksvoll, denn vom zweiten Par 5 seiner Runde kann er sogar einen Eagle entführen und liegt damit nach nur wenigen Bahnen nur noch einen einzigen Schlag hinter den Spitzenreitern. Auch das megalange Par 5 der 16 stellt ihn vor keine großen Probleme.

Vorne festgesetzt

Erst das darauffolgende Par 3 erweist sich nach eher suboptimalem Chip als etwas zu harte Nuss und luchst dem 24-jährigen den ersten Schlag ab. Aus der Ruhe bringt ihn das aber nicht, denn schon die 9 – sein viertes Par 5 der Runde – hält wieder ein Birdie parat, womit er den Faux-pas in Windeseile ausbessert.

Damit hat Matthias aber eindeutig noch nicht genug, denn auch die 1 überredet er zu einem roten Eintrag und marschiert damit endgültig in die geteilte Führung. Danach geht er es kurzfristig etwas ruhiger an, ehe er auf der 6 das nächste Birdie einsackt und so hartnäckig an Leader Paul Casey – der Engländer marschiert Minuten zuvor mit der 66 (-6) über die Ziellinie – dranbleibt.

Da er auf den letzten Bahnen nichts mehr anbrennen lässt und so schließlich mit der 67 (-5) über die Ziellinie marschiert, legt er als erster Verfolger einmal mehr in dieser Saison einen richtig guten Auftakt hin. Am Freitag hat der Rohrmooser nun außerdem den Bonus einer frühen Startzeit, was sich zusätzlich als hilfreich herausstellen könnte.

“Wegen der relativ schwierigen Wetterbedingungen spielte sich der Platz heute doch ein wenig schwerer als üblich. Insgesamt liegen nur 22 Spieler unter Par, das sagt eigentlich alles. Ich bin mit meinem Spiel heute gut zurechtgekommen, hab die Bälle gut getroffen und war selten in Schwierigkeiten”, so Matthias Schwab nach dem starken Auftakt.

Dem Wind getrotzt

Bernd Wiesberger hat im Gegensatz zu seinem Landsmann zuletzt deutlich an Fahrt verloren und sowohl in Tschechien wie auch in der Schweiz klar underperfomt. Der Zweitplatzierte im Race to Dubai muss zudem sein neues Material erst unter Kontrolle bringen und hofft in Hamburg wird neuen Schwung nordwärts am Leaderboard zu gewinnen.

Der Start allerdings verläuft eher nicht nach dem Geschmack des sechsfachen European Tour Siegers, denn nach verpasstem Par 5 Birdie auf der 11, tritt er sich auf der 12 sogar den ersten Fehler ein. Die zweite lange Bahn der Backnine hat der Oberwarter dann aber gut im Griff und dreht mit dem Birdie auf der 15 sein Score wieder zurück auf Level Par.

Allerdings heißt es danach regelrecht “Wie gewonnen, so zerronnen”, denn das dritte Par 5 will nicht so gelingen, wie Bernd sich das eigentlich vorstellt und er hängt sich prompt wieder das Plus als Vorzeichen um. Das Hin und Her geht auch danach munter weiter, denn mit der 18 hat er das vierte und letzte Par 5 der zweiten Neun wieder gut im Griff und gleicht sein Score abermals aus.

Auf den Frontnine zeigt er sich dann aber von seiner ganz sicheren Seite, denn Par um Par reiht er aneinander und macht damit bei diffizilen Windverhältnissen absolut nichts falsch. Zum Abschluss kann er vom Par 5 der 9 dann sogar noch ein Birdie mitnehmen und legt so mit der 71 (-1) und Rang 13 einen sehenswerten Start ins Turnier hin.

“Es waren schwierige Verhältnisse heute und der starke Wind hat den Platz sehr lang spielen lassen. Bin sehr zufrieden mit meinem Auftakt, da mein Spiel ganzen Tag über durchaus solide war”, gibt er [sic!] danach via Facebook zu Protokoll.

>> Leaderboard Porsche European Open

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Hamburg-Revival?

PORSCHE EUROPEAN OPEN – VORSCHAU: Matthias Schwab hofft im Green Eagle GC von Hamburg auf ein Revival des Vorjahres, wo der Youngster neben US-Größen bis zuletzt um den Sieg mitfightete. Bernd Wiesberger will nach zuletzt zwei zähen Turnieren wieder groß aufspielen.

Richtig viele Fans animierte Matthias Schwab vergangenes Jahr in Hamburg und vor den TV-Schirmen zum Daumendrücken, denn neben US-Größen wie Patrick Reed und Bryson DeChambeau fightete der 24-jährige bis zum Schluss um den Sieg mit. Zwar setzte sich am Ende Richard McEvoy (ENG) durch, die beiden US-Stars stellte Matthias aber in den Schatten und durfte sich schließlich über einen starken 6. Platz freuen.

Klar, dass der Rohrmooser heuer auf ein Revival des Vorjahres hofft, nur die 75 (+3) vom Sonntag soll diesmal wenn möglich vermieden werden. Die Chancen, dass der Schladming-Pro auch 2019 wieder ganz vorne mitspielt stehen auch durchaus gut, denn nach zuletzt zwei Top 10 Ergebnissen in Folge zeigt sich Matthias in absoluter Topform.

Zusätzlich hat er sich langsam den Titel eines Deutschland-Spezialisten erarbeitet, denn auch in München vor einigen Wochen zeigte er richtig starkes Golf und wurde am Ende mit nur zwei Schlägen Rückstand sogar ausgezeichneter 3. Die Konkurrenz ist beim Event in Hamburg aber enorm, denn neben Patrick Reed, stehen auch Xander Schauffele oder Matt Kuchar (beide USA) in den Teeboxen.

Material auf Schiene?

Während die Formkurve bei Matthias Schwab in den letzten Wochen steil nach oben zeigt, entwickelt sich der Trend bei Bernd Wiesberger in die genau gegenteilige Richtung. Sichtlich hat der Oberwarter sein neues Material – in Prag testete er erstmals laut eigener Aussage einige Neuerungen – noch nicht auf Schiene und verpasste so letzte Woche in der Schweiz sogar den Cut.

Dass es gerade bei Bernd aber enorm schnell gehen kann bewies er erst heuer, denn nach länger ausbleibenden Topergebnissen sackte er gleich zwei Siege ein, marschierte damit nicht nur bis auf Rang 2 im Race to Dubai sondern knackte außerdem auch wieder die Top 50 der Welt. Hat er in Hamburg von Tee bis Grün wieder sein A-Game mit im Bag, könnte er die Jagd auf Shane Lowry – der Ire führt die Jahreswertung derzeit an – so richtig in Schwung bringen.

Das Wetter sollte sich ab Donnerstag durchaus freundlich präsentieren. Zwar könnte es ab und zu etwas tröpfeln, großteils sollte sich bei Temperaturen rund um 20 Grad Celsius aber die Sonne zeigen. Los geht es für Bernd Wiesberger bereits um 08:00 MEZ auf der 10. Matthias Schwab nimmt seine erste Runde erst um 14:10 MEZ ebenfalls von der 10 aus in Angriff.

 

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Charakter bewiesen

PORSCHE EUROPEAN OPEN – FINAL: Matthias Schwab beweist an einem Tag wo kaum etwas in seine Richtung laufen will mit einem Birdie-Birdie Finish Charakter und krallt sich so auf den Green Eagle Golf Courses von Hamburg nicht nur sein zweites Top 10 Resultat auf der European Tour, sondern lässt außerdem mit Patrick Reed und Bryson DeChambeau beide US-Superstars hinter sich.

Unglaublich locker, gelöst, entspannt und dennoch fokussiert präsentierte sich Österreichs größte Zukunftshoffnung an den ersten drei Spieltagen beim European Tour Event in Hamburg. Selbst ein Patrick Reed als Flightpartner ließ den jungen Steirer am Moving Day nicht in Ehrfurcht erstarren und Matthias Schwab legte sich mit nur einem Schlag Rückstand auf das Führungsduo eine mehr als nur vielversprechende Ausgangslage auf.

Am Finaltag allerdings ist von der Lockerheit der ersten Runden nichts mehr zu spüren, denn bei unangenehmen Windverhältnissen verliert der Rookie von Beginn an die Sicherheit und kämpft fast pausenlos um die Pars. Auf der 1 gelingt die Übung trotz Abschlags in den Bunker noch, ein Dreiputt am Par 3 danach ruft aber bereits erstmals den Lift, der Matthias die gesamte Runde über aus der Bergabfahrt nicht aussteigen lassen will.

H2O im Weg

Auf der 3 hätte er noch die Chance schnell gegenzusteuern, doch ein verschobener Birdieputt passt im Nachhinein betrachtet richtiggehend ins Gesamtbild. Erstmals so richtig wild wird es auf der 4, wo Matthias seine Annäherung hinterm Grün wassert und nach ausgelipptem Bogeyputt sogar eine Doublette verzeichnen muss.

Fast schnürt er auf der 6 nach weiterem Wasserball sogar den Doppelbogey-Doppelpack, doch ein gefühlvoller Putt kippt doch noch zum Bogey ins Loch. An einem Tag wo fast alle Spieler zu kämpfen haben flackert auf der 7 nach starkem Chip und dem ersten Birdie noch einmal Hoffnung auf, doch ein Steckschuss im Bunker und ein ausgelippter Chip sorgen sofort für den nächsten Schlagverlust.

Die Kampfkraft hat der Schladming-Pro aber noch keinesfalls verloren, denn kurz vor dem Turn überredet er das einzige Par 5 der Frontnine noch zu einem Birdie und scrambelt sich auf der 11 (Par 5) nach dem bereits dritten Ball ins kühle Nass noch zu einem Par. Mehr soll an diesem Tag aber einfach nicht mehr gelingen und Matthias Schwab tritt sich auf der schwierigen 13 und der 15 (Par 5) noch weitere Fehler ein, was ihn endgültig aus den Top 10 rutschen lässt.

Erst die 17 erweist sich dann wieder als gnädig und spendiert ihm sein drittes Birdie, was ihn kurz vor Ende der Runde auch wieder in die Top 10 spült. Nach einem weiteren roten Eintrag zum Abschluss des Turniers am Par 5, der 18 marschiert er dann sogar noch bis auf den 7. Platz nach vor. An einem Tag wo so gut wie nichts in seine Richtung laufen wollte beweist er mit dem Birdie-Birdie Finish und der 75 (+3) Charakter, fixiert so nach Indien sein zweites Top 10 Ergebnis auf der European Tour und lässt außerdem sogar Patrick Reed und auch Bryson DeChambeau schlussendlich hinter sich.

“Es ist heute leider nicht gut gelaufen. Meine Schläge waren zwar nicht sehr gut, aber ich hatte auch ständig mit schlechten unglücklichen Lagen, ausgelippten Putts usw. zu kämpfen. Auf der 15 ist mir dann sogar der Schaft vom Eisen abgebrochen, weil ich derart schlecht hinter einem Baum gelegen bin. Alles in allem war Hamburg okay. Die zwei Runden mit Patrick Reed, das ganze Umfeld mit TV etc. bringen mir sehr viel an Erfahrung”, fasst Matthias Schwab das Turnier zusammen.

Erfahrung aufsaugen

Der lange Zeit verpatzte Finaltag ist auch sicherlich etwas woraus der charakterlich sehr starke Aufsteiger seine Lehren ziehen wird. Dass er mit der absoluten Weltelite auf jeden Fall Schritt halten kann zeigte er vor allem von Donnerstag bis Samstag wo er neben 14 Birdies lediglich drei Bogeys eintragen musste. Dazu bot er auch den Fans eine tolle Show, brachte Golf-Österreich wieder auf die TV-Schirme und lieferte neben Captain America Patrick Reed vor allem am Samstag eine durchaus sehenswerte Leistung ab.

Der amtierende Masters Champion konnte Matthias im gemeinsamen Flight nie aus der Ruhe bringen, was zeigt wie selbstsicher der Steirer schon in jungen Jahren wirklich ist. Mit ein Problem war am Sonntag sicherlich auch die Tatsache, dass er nach “Good Breaks” an den Vortagen, diesmal absolut kein Spielglück hatte. Einige ausgelippte Putts sowie zum Beispiel der Steckschuss im Bunker mit darauffolgendem ausgelippten Chip verhinderten schlicht eine deutlich bessere Runde.

Mit 65.000 Euro Preisgeld überholt er außerdem Bernd Wiesberger im Race to Dubai und in der Austrian Order of Merit und ist damit neue Nummer 1 in Österreich. Mit mittlerweile über 332.000 Punkten in der Jahreswertung ist auch das Spielrecht für kommendes Jahr wohl praktisch bereits fix. Die nächsten beiden Wochen wird Matthias Schwab nun eine Pause einlegen, ehe er bei den Nordea Masters in Schweden wieder am Abschlag stehen wird.

Richard McEvoy (ENG) sichert sich mit einem Birdie am Schlussloch und der 73 (+1) bei gesamt 11 unter Par beim 218. Anlauf seinen ersten European Tour Sieg der Karriere.

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Voll im Geschäft

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 3. RUNDE: Matthias Schwab bleibt mit einer 70 im absoluten Spitzenfeld mit dabei und geht in den Green Eagle Golf Courses von Hamburg mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf Richard McEvoy (ENG) und Bryson DeChambeau (USA) in den Finaltag.

Matthias Schwab startet mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf Leader Bryson DeChambeau (USA) ins Wochenende. Der Rohrmooser wusste an den ersten beiden Spieltagen voll zu überzeugen, fand dabei gleich zehn Birdies und musste lediglich ein einziges Bogey notieren. Auch am Moving Day beweist er dann wieder den Touch für die Hamburger Grüns und wahrt damit sogar die Chance auf den ganz großen Wurf.

An der Seite des US-amerikanischen Ryder Cuppers und des amtierenden Masters Champion Patrick Reed zeigt sich Matthias Schwab bei recht windigen Verhältnissen absolut unbeeindruckt vom Superstar als Flightpartner und nimmt auf der 1 und der 2 zwei ganz sichere anfängliche Pars mit. Mit einem absoluten Weltklasseschlag hat er dann auf der 3 sogar Pech, dass die Annäherung nicht zum Eagle ins Loch fällt, das erste Birdie ist so aber nur noch Formsache.

Nach verfehlten Grüns hat er auf der 4 und am Par 3, der 5 erstmals etwas Stress, entledigt sich der Aufgabe aber nach gefühlvollen Chips ohne große Probleme und bleibt so in geteilter Führung. Auf der 7 legt er den Ball dann aus dem Rough auf gut drei Meter zur Fahne, beweist erneut richtig viel Gefühl und krallt sich mit seinem zweiten Birdie erstmals die alleinige Führung.

Blitz & Donner sorgen für Zwangspause

Kurz vor dem Turn lippt dann am Par 5, der 9 der Parputt aus einem knappen Meter mit fast einer gesamten Ehrenrunde aus und hängt dem Steirer so nach 30 fehlerlosen Löchern das erste Bogey um. Fast trotzig schlägt er danach aber auf der 10 ein sensationelles Eisen zur Fahne, kommt aber nicht mehr dazu den Putt zu lochen, da ein herannahendes Gewitter für eine Unterbrechung sorgt.

Erst ab 18:15 Uhr kann wieder gespielt werden und Matthias versenkt den kurzen Birdieputt, über den er sich mehr als drei Stunden den Kopf zerbrechen durfte, mit Bravour. So richtig auf Betriebstemperatur ist der Rohrmooser nach der langen Zwangspause aber noch nicht, denn mit der 11 hängt ihm ein weiteres Par 5 postwendend wieder einen Schlagverlust um.

Die beiden schwierigen Bahnen der 13 und 14 übersteht Matthias unbeschadet und bleibt damit nach dem kleinen Faux-Pas auf der 11 weiterhin ganz vorne dran. Die beiden folgenden Par 5 Bahnen stellen ihn zwar auch am Samstag vor keine Probleme, die überlangen Bahnen wollen aber diesmal keinen Schlaggewinn springen lassen. Auf der 18, dem fünften und letzten Par 5 der Runde nimmt er dann aber noch ein abschließendes Birdie mit, unterschreibt so die 70 (-2) und mischt damit als geteilter 3. weiterhin voll im Titelkampf mit.

“Im Ganzen betrachtet war mein Spiel heute wieder okay. Das lange Spiel nicht ganz so gut, dafür war das kurze Spiel heute umso besser. Bis zur Gewitterunterbrechung war es sehr schwer zu spielen. Der Wind war ziemlich stark und vor allem böig. Nach der Pause war es dann besser. Ich freue mich morgen wieder mit Patrick Reed im vorletzten Flight spielen zu dürfen”, fasst Matthias seine dritte Runde zusammen.

Unglaublich cool

Was am Samstag neben der weiterhin ganz starken Performance des steirischen Youngsters am meisten beeindruckt ist die Tatsache wie unglaublich cool er neben Topstar Patrick Reed wirklich agiert. Von Beginn an total unbeeindruckt knallt er teilweise lasergenaue Eisen zu den Stöcken und lässt sich auch von kleinen Rückschlägen wie den beiden Par 5 Bogeys nicht aus der Ruhe bringen.

Was ebenfalls ins Auge sticht ist die Sicherheit und das lockere Spiel. Matthias selbst meinte im Interview, dass er derzeit die Bälle sehr gut trifft und daher auch durchgehend die Fahnen besser attackieren kann. Nach nunmehr bereits drei Tagen auf absolutem Topniveau mischt er weiterhin voll um den Sieg mit und wird am Sonntag erneut im ersten Verfolgerflight mit Patrick Reed auf den Platz gehen.

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