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Schlagwort: renaissance club

Happier zur Open

SCOTTISH OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger kommt beim Rolex Series Event im Renaissance Club erst zu spät richtig ins Rollen und kann so trotz einer sehenswerten 66er Finalrunde das erhoffte asbolute Topergebnis nicht mehr mitnehmen. Mit der knallroten Sonntagsperformance reist der Südburgenländer aber mit Sicherheit etwas „happier“ zum Major nach Kent, dass jedoch nun die wohl letzte Chance darstellt um seine hochgesteckten Ziele noch realisieren zu können.

Bernd Wiesberger reiste mit besten Erinnerungen zum European Tour Event nach North Berwick, konnte er doch vor zwei Jahren an eben dieser Wirkungsstätte seinen ersten Rolex Series Titel der Karriere einfahren. Ähnliches würde ihm auch 2021 guttun, denn nach seinem Sieg in Dänemark rutschte er bereits bis auf Rang 59 in der Weltrangliste ab, was sich in naher Zukunft auch schmerzlich auf die Saisonplanung auswirken könnte.

Ein absolutes Topergebnis – Bernd benötigt in Schottland entweder einen geteilten 4. oder alleinigen 5. Platz um den besten 50 der Welt wieder anzugehören – ist somit logischerweise das erklärte Ziel, allerdings erschwert er sich dieses gleich am ersten Spieltag mit einer 71 (Par) doch enorm. Nach einer 68 (-3) am Freitag ging sich zwar der Cut ohne große Schwierigkeiten aus, den Spitzenplätzen kam er jedoch nur bedingt näher und auch eine 69 (-2) am Moving Day verhinderte richtig große Sprünge.

Der notwendige 4. Platz ist somit vor den letzten 18 Bahnen bereits satte sieben Schläge weit entfernt. Wohl wissend, dass im Golf schon verrücktere Sachen passiert sind, will er laut eigener Aussage am Sonntag aber noch einmal alles reinwerfen um eine richtig tiefe Finalrunde notieren zu können. Dank leichtem Regen über Nacht präsentieren sich die Verhältnisse doch bissiger, was dem Oberwarter im Nachhinein betrachtet auch sichtlich in die Karten spielt.

Zu hohe Fehlerquote

Nach zu ungenauem Wedge ergibt sich auf der 1 jedoch noch keine Birdiechance, immerhin besteht er aber den Zweimetertester zum anfänglichen Par. Ein links verzogener Abschlag erschwert auf der 2 zwar aus dem dicken Zeugs die Annäherung, er erwischt aber noch das Grün, benötigt danach aber drei Anläufe und stolpert so schon früh über das erste Bogey. Auch auf der 3 zieht der Drive wieder zu weit nach links, was Bernd schließlich zur Vorlage zwingt. Nach gutem Wedge geht sich aus fünf Metern aber das erste Birdie aus, womit er sein Score sofort wieder auf Level Par dreht.

Endlich findet ein Abschlag auf der 4 dann das Fairway und nach einem weiteren starken Approach sackt er aus 1,5 Metern gleich das nächste Birdie ein. Bei Gegenwind geht Bernd es am kurzen Par 5 defensiv an, lässt das Wedge aber zu weit zurückspinnen und verschiebt danach noch dazu aus einem Meter den Parputt, womit er rasch einen weiteren Fehler picken hat. Der 35-jährige zeigt sich davon aber unbeeindruckt und legt sich zwei Löcher später mit zwei satten Hieben die Eaglechance auf, die er gekonnt aus knapp vier Metern verwertet.

Bereits eine Bahn später hat er dann mit den Grüns aber wieder so seine liebe Mühe, denn mit dem nächsten Dreiputt geht es wieder etwas im Klassement retour. Bernd bleibt aber fokussiert und legt sich nach starker Rettungsaktion am Par 3 der 9 bereits auf der 10 die nächste Eaglechance auf. Zwar hat der erste Putt rein gar nichts mit dem Loch zu tun, sein nächstes Birdie nimmt er aber mit. Dank eines lasergenauen Eisens, das sich perfekt einen guten Meter hinter der Fahne einbremst, geht sich auf der 11 sofort ein weiteres Erfolgserlebnis aus.

Nach einer kurzen Verschnaufpause mit sicheren Pars legt er auf der 14 einmal mehr eine gute Annäherung aufs Grün und dockt mit seinem bereits siebten Schlaggewinn des Tages auch an den Top 20 an. Standesgemäß nimmt er dann nach einem starken Pitch zum vierten Mal vom Par 5 der 16 ein Birdie mit und hat so plötzlich sogar die besten 10 breit vor sich aufgefächert.

Mit abschließenden stressfreien Pars unterschreibt er so die 66 (-5) und spielt sich mit seiner klar besten Runde der Woche noch bis Rang 26 nach vor. Damit kann er in der Weltrangliste zwar seine Position einigermaßen festigen, spürbarer Vorstoß geht sich damit jedoch keiner aus. „Es war ein anständiger Abschluss der Woche in Schottland und es fühlt sich so an als würde es mit dem Spiel vor den Open in die richtige Richtung gehen“, so Bernd nach seiner letzten Runde in Schottland.

Thomas Detry (BEL) (67), Matt Fitzpatrick (ENG) (67) und Min Woo Lee (AUS) (64) marschieren bei gesamt 18 unter Par über die Ziellinie und müssen sich so den Sieg im Stechen ausmachen. Nach drei gelungenen Abschlägen knallt der Australier dann jedoch die klar beste Annäherung aufs Grün und locht mit gerade mal 22 Jahren nervenstark den Birdieputt aus gut zwei Metern. Damit setzt er sich bereits am ersten Extraloch gegen seine beiden erfahrenen Kontrahenten durch und fährt gleich als ersten European Tour Sieg seiner Karriere einen Rolex Series Titel ein, der ihm auch noch die Türe zu den Open Championship öffnet.

Letzte Chance: Open Championship

Mit dem verpassten Spitzenplatz in Schottland kann er auch die Top 50 der Welt nicht wieder knacken und hat somit nun wohl nur noch die Open Championship in Royal St. Georges kommende Woche um seine selbstgesteckten hohen Ziele noch zu erreichen. Die Open sind auch in gleich doppelter Hinsicht enorm wichtig für den Burgenländer, da er neben zahlreichen Weltranglistenpunkten auch Punkte fürs Non-Member Ranking der PGA Tour sammeln kann.

Die US-Tourcard war vor der Saison eines seiner erklärten Ziele und die Ausgangslage war nach einem 4. Platz bei den RSM Classic letzten November auch richtig gut. Bernd verabsäumte es jedoch bei etlichen Möglichkeiten sich die verbleibenden Punkte noch zu krallen und droht somit nun trotz der starken Ausgangslage und der größeren Zeitspanne aufgrund der coronabedingten Wrap Around-Season dieses Ziel zu verpassen.

Sollte sich kommende Woche jedoch das erhoffte und angepeilte Topergebnis beim Major tatsächlich ausgehen, könnte er in gleich vierfacher Hinsicht jubeln. Zum einen würde er die benötigten Punkte im Non-Member Raking sammeln, zum anderen würde er auch die Top 50 der Welt wieder knacken. Diese würden ihm schließlich auch einen Starplatz bei den St. Jude Invitational garantieren, für die er bis dato noch nicht qualifiziert ist. Zum Drüberstreuen würde er auch einen neuen österreichischen Rekord bei Majors aufstellen, den nach wie vor Markus Brier inne hat.

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Nicht näher gekommen

SCOTTISH OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger kann den Moving Day im Renaissance Club nicht wirklich ausnützen und tritt mit einer 69 einigermaßen auf der Stelle. Damit rückt auch das erhoffte Topergebnis in richtig weite Ferne.

Bernd Wiesberger gelang am Freitag im Renaissance Club zwar eine deutliche Verbesserung, an die Topränge konnte er mit einer 68 (-3) jedoch nicht anschließen. Am Samstag benötigt Österreichs Nummer 1 somit bereits eine knallrote Performance, soll sich am Sonntag das erhoffte Spitzenresultat – Bernd benötigt beim Rolex Series Event wohl mindestens einen 4. Platz um die Top 50 wieder knacken zu können – noch ausgehen.

Zu Beginn geht es jedoch gleich in die ganz falsche Richtung, denn mit einem anfänglichen Bogey rasselt er sofort deutlich im Klassement zurück. Zumindest kann er zeitnah am Par 5 der 3 auch das erste Birdie einsacken, womit er sein Score rasch wieder auf Level Par zurückdreht. Das stabilisiert sichtlich auch sein Spiel und nachdem am Par 3 der 6 zum zweiten Mal am Samstag alles zusammenpasst, dreht er sein Tagesergebnis erstmals auch in den roten Bereich.

Viel Leerlauf

Anstatt allerdings am Par 5 der 7 gleich weiter nachzulegen, stolpert er auf der langen Bahn sogar über sein zweites Bogey und steckt so weiterhin hartnäckig im hinteren Drittel fest. Zumindest entpuppt sich die 8 wieder als gewinnbringend, womit er den Par 5 Faux-pas postwendend egalisieren kann. Mit einer langen Parserie macht er danach zwar nichts verkehrt, kommt den lukrativen Leaderboardregionen damit aber nicht näher.

Erst das Par 5 der 16, das sich mit dem bereits dritten Birdie dieser Woche langsam zu seiner Lieblingsbahn entwickelt, entpuppt sich wieder als gewinnbringend, womit er sich wenigstens ein wenig weiter nördlich im Klassement einreihen kann. Mehr als die 69 (-2) geht sich schlussendlich am Samstag aber nicht aus, womit er im Klassement als 48. einigermaßen auf der Stelle tritt und auch dem erhofften Spitzenresultat nicht näher kommt.

Nach der Runde meint er auf Instagram: „Mein Spiel war heute nicht wirklich voll da, weshalb ich mich über den Score nicht beschweren darf. Ich hoffe morgen noch auf eine Schiffsladung voll Birdies und werde alles reinwerfen um noch eine tiefe Finalrunde notieren zu können.“ Matthew Fitzpatrick (ENG) und Thomas Detry (BEL) gehen bei gesamt 14 unter Par als Co-Leader in die finale Umrudung. Nur um einen Schlag dahinter lauert US Open Champion Jon Rahm (ESP).

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Wenig erfreuliches

SCOTTISH OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger hat im Renaissance Club mit viel Leerlauf zu kämpfen und arbeitet sich regelrecht noch zumindest zu einer 71, womit er sich jedoch nur hinter der prognostizierten Cutmarke einreiht. Matthias Schwab muss sich sogar mit einer 72 anfreunden.

Bernd Wiesberger reist als Champion von 2019 zur Scottish Open an, die auch heuer im Renaissance Club von North Berwick ausgetragen wird. Damit stehen in Europa zwei absolute Saison-Highlights im Links-Golf an, zuerst der Rolex Series-Event mit 8 Millionen Dollar und danach die Open-Championship, Europas einziges Major.

Für Wiesberger zählt es jetzt auch so richtig, was bedeutet, dass er seine starke Form der letzten Wochen mitbringen muss um am letzten Drücker seine hochgestecken Saisonziele noch zu erreichen. Nur noch die beiden Links-Highlights bleiben dem Oberwarter um in die Top 50 der Welt zurückzukehren und um sich für das WGC-Event in St. Jude zu qualifizieren sowie eine PGA Tourcard abzustauben.

Der Start kann sich dann auch gleich durchaus sehen lassen, denn schon auf der 1 stopft der Burgenländer den fälligen Birdieputt und taucht so von Beginn an in den roten Bereich ab. Da er sich allerdings zwei Bahnen später ausgerechnet am ersten Par 5 auch ein Bogey eintritt, geht es rasch wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Recht souverän spult er danach die Pars ab, wenngleich er sich mit etwas zu ungenauen Annäherungen oder verschobenen Putts selbst die Chance auf ein weiteres Birdie raubt.

Viel Leerlauf

Mit den Par 5 steht er dann darüber hinaus auch weiterhin auf Kriegsfuß, denn auch die zweite lange Bahn entwickelt sich alles andere als prickelnd und hängt dem 35-jährigen das nächste Bogey um. Mit soliden Pars macht er danach zwar nicht viel falsch, läuft einem weiteren Erfolgserlebnis aber auch zu Beginn der Backnine weiterhin vergeblich hinterher. Ganze acht Löcher lang muss er sich gedulden, ehe mit der 16 zumindest das letzte der vier Par 5 Bahnen ein Birdie bereithält, was ihn kurz vor Schluss wieder auf Even Par zurück bringt.

Anknüpfen kann er an sein zweites Birdie aber nicht mehr, lässt aber zumindest mit abschließenden Pars auch nichts mehr anbrennen. Mit der 71 (Par) kann er mit den durchwegs guten Scores aber zu keiner Zeit mithalten und startet als 96. sogar nur deutlich hinter der prognostizierten Cutmarke in den zweiten Spieltag.

„Das war einer dieser Tage … zumindest haben ein paar längere Putts zum Par den Weg ins Loch gefunden. An den nächsten Tagen brauch ich ein wenig von der 2019er Magie. Auf geht’s“, gibt sich Bernd nach der zähen Donnerstags-Performance betont kämpferisch.

Rucksack umgehängt

Matthias Schwab könnte mit Topergebnissen bei den beiden Links-Highlights die Top 100 der Welt knacken und sich auch zusätzlichen Push für seine erste Olympia-Teilnahme holen. Zum Auftakt ist der Steirer mit früher Startzeit unterwegs und findet mit einem Par 5 Birdie auf der 10 nahezu perfekt ins Turnier. Auch danach zeigt der Rohrmooser in der frühen Phase richtig starkes Golf und lässt mit darauffolgenden Pars nichts anbrennen.

Erst auf der 16, der zweiten langen Bahn, endet die souveräne Serie dann, denn mit einem Par 5 Bogey rutscht er wieder auf Level Par zurück. So richtig ins Rollen kommt der Schladming-Pro in Folge nicht mehr und tritt sich kurz vor dem Wechsel auf die ersten Neun noch einen weiteren Fehler ein, was ihm klassementtechnisch doch einiges an Boden kostet. Zwar fängt er sich danach wieder und weiß weitere Fehler fernzuhalten, muss sich aber bis zur 4 gedulden, ehe er sich über den scoretechnischen Ausgleich freuen darf.

Wieder kann er dies aber nicht als Initalzündung verwenden und rutscht am Par 3 der 6 einmal mehr in den Plusbereich zurück. Zwar kontert er ein weiteres Bogey am Par 3 der 9 noch aus, mit der 72 (+1) hängt er sich zum Auftakt jedoch einen durchwegs schweren Rucksack um und wird sich am Freitag als 113. einigermaßen steigern müssen um nicht nur die heuer noch blütenweiße Cutweste weiterhin zu verteidigen, sondern auch um nicht die Serie der verpassten Wochenenden bei den Scottish Open ungewollt zu verlängern.

Ich habe heute gut gespielt, aber nicht gut gescored und so kam das Ergebnis von 1 über Par zustande, was ich akzeptieren muss. Mit einer guten Runde morgen kann ich mich aber sicherlich noch ohne Weiteres ins Wochenende spielen“, so Matthias nach den ersten 18 Löchern.

Engländer stark zum Auftakt

Was der Renaissance Club zulässt beweist der Engländer Jack Senior mit der 64. Bei 7 unter Par hat er einen minimalen Vorsprung auf US Star Justin Thomas sowie den Routinier Lee Westwood.

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Jetzt zählt’s

SCOTTISH OPEN – VORSCHAU: Bernd Wiesberger muss an den beiden kommenden Links-Wochen hellwach sein um sich einerseits noch einen Startplatz beim WGC-Event in Memphis sichern zu können und andererseits um das selbstgesteckte Ziel einer PGA Tourcard noch Realität werden zu lassen. Matthias Schwab hat nach zwei verpassten Cuts mit Schottland noch eine kleine Rechnung offen.

Bernd Wiesbergers Saison gestaltet sich doch einigermaßen zwiespältig. Auf der einen Seite fuhr er erst vor wenigen Wochen seinen bereits achten European Tour Sieg ein, auf der anderen Seite klafft zwischen den selbstgesteckten Zielen, die er in der Vorbereitung auf das Jahr in einem Interview formulierte, und der Realität doch eine gewisse Lücke, die in absehbarer Zeit auch kostspielig werden könnte.

Derzeit wäre der Burgenländer aufgrund seiner Weltranglistenposition – Bernd rutschte seit seinem Sieg in Dänemark bereits bis auf Rang 59 zurück – für das WGC Event in Memphis nicht startberechtigt und würde somit sein erstes richtig großes Turnier seit längerer Zeit verpassen. Nur mit zumindest einem echten Topergebnis in den beiden kommenden Wochen könnte sich dies noch ändern.

Das Gefühl sollte beim 35-jährigen aber durchaus ein positives sein, reist er doch immerhin als Champion von 2019 zum Rolex Series Links-Spektakel nach Schottland: „Den Renaissance Golfclub in North Berwick habe ich natürlich in guter Erinnerung.“ Da eine Woche danach die 149. Open Championship anstehen, nützen das Event in dieser Woche etliche Hochkaräter als Vorbereitung, weshalb die Scottish Open mit gleich fünf Spielern aus den Top 10 der Weltrangliste aufwarten kann, was gerade für ein reines European Tour Turnier fast schon außergewöhnlich ist.

Viel auf dem Spiel

Umso besser für Bernd Wiesberger, denn mit einer starken Performance und einem guten Abschneiden, könnte es so in der Weltrangliste rasch wieder in die richtige Richtung gehen. „Natürlich ist die Scottish Open zum einen eine perfekte Vorbereitung auf die Open Championship in der darauf folgenden Woche. Das Turnier an sich ist allerdings schon ein Highlight im Turnierkalender und mit einer derart starken Besetzung gibt es viele Punkte für die Weltrangliste zu holen.“

Sollte Österreichs Nummer 1 nicht so richtig ins Rollen kommen und bei beiden Turnieren ein Topergebnis verpassen, könnte dies auch die Saisonplanung für kommendes Jahr einigermaßen durcheinanderwirbeln, denn seit seinem 4. Platz bei den RSM Classic im Rahmen der PGA Tour letzten November, fehlt Bernd in der Covid bedingten Wrap-Around Season in Übersee auf eine PGA Tourcard eigentlich nicht mehr allzu viel.

Mit verpassten Cuts beim Players, den PGA Championship und den US Open, sowie wenig Zählbarem beim Masters und beim WGC Match Play konnte er jedoch kaum weitere Pünktchen sammeln. Sollte er die Qualifikationskriterien für die St. Jude Invitational verfehlen, bleibt Bernd Wiesberger eigentlich nur noch die Open Championship um richtig dick anzuschreiben. Gerade Europas einziges Major war bislang allerdings nicht gerade von Erfolg gekrönt, denn ein 32. Platz im Jahr 2019 war dabei noch das Höchste der Gefühle.

Aus der Konstanz Kapital schlagen

Für Matthias Schwab gestaltet sich die Ausgangslage im Gegensatz zu seinem Landsmann zwar einigermaßen differenzierter, doch auch der 26-jährige könnte sich in den beiden kommenden Wochen richtig in die Auslage spielen. Bereits einige Male war der Steirer ganz nah am großen Wurf dran, der bislang jedoch einfach noch nicht gelingen wollte.

Durch das megastarke Starterfeld könnte sich seine Konstanz – Matthias glänzte heuer bereits mit fünf Top 10 Ergebnissen – aber richtig bezahlt machen, denn endlich könnte es für ihn mit einem Topergebnis auch in der Weltrangliste spürbar in Richtung Norden gehen.

Mit den Scottish Open hat Matthias eigentlich auch noch eine kleine Rechnung offen, denn bei seinen bisherigen beiden Antreten verpasste er jeweils den Cut. Dieser Umstand soll sich 2021 auf jeden Fall ändern. Der Wetterbericht verspricht ziemlich typisch schottisches Wetter, denn bis auf den ersten Spieltag kann bei rund 20 Grad Celsius immer wieder leichter Nieselregen einsetzen.

Los geht es für Matthias Schwab bereits um 09:30 MEZ auf der 10 flankiert von Henrik Stenson (SWE) und Graeme McDowell (NIR). Bernd Wiesberger ist zum Auftakt mit später Startzeit ab 14:30 MEZ gemeinsam mit Aaron Rai (ENG) und Francesco Molinari (ITA) unterwegs.

 

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Einiges an Arbeit

SCOTTISH OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger zeigt sich im Renaissance Club zwar im Gegensatz zur Katastrophenrunde am Samstag glasklar verbessert, nach einem 48. Platz wartet auf den Oberwarter aber einiges an Arbeit will er kommende Woche beim Flaggschiff Event der European Tour mehr Grund zum Jubeln haben.

Topmotiviert und richtiggehend brennend auf den Start zeigte sich Bernd Wiesberger vor dem Rolex Series Event in Schottland. Als Titelverteidiger ins Rennen gegangen, zeigte er an den ersten beiden Spieltagen auch durchaus solides Golf, wenngleich er mit der Birdiequote der Spitze nicht wirklich mitkam. Dennoch hatte er vor dem Wochenende noch so gut wie alle Optionen auf dem Tisch liegen, wischte diese jedoch mit einer katastrophalen 77 (+6) in hohem Bogen von eben diesem.

Mit den Topergebnissen eindeutig außer Reichweite geht es am Sonntag somit nun vorrangig nur noch darum zumindestens wieder in die Spur zu finden und das Selbstvertrauen für das kommende Woche stattfindende Flaggschiff Event der European Tour in Wentworth zu stärken. Bernd präsentiert sich auf den letzten 18 Löchern bei deutlich besseren Verhältnissen als noch am Vortag auch klar verbessert, große Sprünge gehen sich mit erneut zu vielen Fehlern aber keine mehr aus.

Ansehnlicher Finaltag

Der Anfang kann sich gleich durchaus sehen lassen, denn zum ersten Mal gelingt am Par 5 der 10 in dieser Woche ein Birdie, was ihn von Beginn an am Sonntag im Minusbereich aufscheinen lässt. Als Birdie-Initialzündung fungiert das anfängliche Erfolgserlebnis jedoch nicht, wie ein Doppelbogey auf der 13 unterstreicht. Zumindestens lässt sich der Oberwarter vom Faux-pas nicht aus der Ruhe bringen und dreht sein Score am Par 5 der 16 wieder zurück auf Anfang.

Auch die 18 hat er am Sonntag perfekt im Griff, krallt sich sein bereits drittes Birdie des Tages und taucht so noch vor dem Turn sogar wieder in die roten Zahlen ab. Auf den Frontnine nimmt er dann eine durchwegs sichere Serie an Pars mit, womit er am Finaltag deutlich souveräner als noch am Samstag agiert. Dies untermauert er dann auf der 5 mit einem weiteren Birdie zusätzlich, was ihn auch erstmals am letzten Spieltag spürbar im Klassement nach oben klettern lässt.

Am darauffolgenden Par 3 erwischt es ihn zwar wie schon am Moving Day auch mit einem Bogey, am Par 5 danach kann er den Fehler aber sofort wieder auskontern und garniert die recht ansehnliche Finalrunde mit einem abschließenden Par 3 Birdie auf der 9 zur 68 (-3). Damit geht sich zwar nur der 48. Platz für den Titelverteidiger aus, zumindestens aber zeigt er im Gegensatz zum Vortag eine glasklare Leistungssteigerung.

Ergebnisse müssen her

So richtig rund läuft es bei Bernd Wiesberger in dieser Saison noch nicht, denn ein 5. Platz im The Belfry ist bislang noch das höchste der Spitzenplatzgefühle in diesem Jahr. Bei den richtig großen Events will es bislang noch so gar nicht laufen, wie eher durchwachsene Ergebnisse beim WGC in Memphis oder auch bei den beiden Majors zeigen. In der Weltrangsliste liegt er noch komfortabel auf Rang 33, bei weiterhin ausbleibenden Topresultaten kann sich dies jedoch rasch ändern.

Nächste Woche bereits hat er aber wieder die Möglichkeit fett anzuschreiben, denn im Wentworth Club steht mit der BMW PGA Championship das Flaggschiff Event der European Tour auf dem Programm. In den nächsten Tagen muss er nun versuchen sein Spiel bestmöglich zu schärfen, denn mit dem anspruchsvollen Parklandkurs in Surrey hatte er bereits einige Male etwas zu kämpfen. Neben Bernd wird auch Matthias Schwab wieder auf der European Tour mitwirken, denn der Rohrmooser fliegt über Nacht aus den USA wieder zurück nach Europa.

Aaron Rai (ENG) marschiert mit einer 64 (-7) noch bis an die Spitze nach vor und teilt sich die Führung so mit Tommy Fleetwood (ENG) (67) bei gesamt 11 unter Par. Im Stechen überreicht Fleetwood seinem Landsmann dann regelrecht den Pokal, nachdem er einen kurzen Parputt links am Loch vorbeischiebt.

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Tag zum Vergessen

SCOTTISH OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger findet am Moving Day im Renaissance Club von Beginn an keinen Rhythmus und benötigt nach einer 77 schon einen Fallschirm um beim Absturz im Klassement nicht zu hart aufzuschlagen.

Es klang aus dem Mund von Bernd Wiesberger nach der zweiten Runde bereits etwas wie eine kleine Durchhalteparole, denn auf Facebook meinte er, dass er derzeit einfach kein Momentum findet, sprach jedoch auch die Hoffnung auf eine gute dritte Runde an um noch Plätze gutmachen zu können. Diese Hoffnung begräbt er am Samstag dann mit einer von A bis Z durchwachsenen Performance nicht nur, sondern wirft sie eigentlich in hohem Bogen über die steilen Klippen in die raue See, denn es will an diesem Tag absolut überhaupt nichts gelingen.

Bei bereits ungutem, kaltnassem Wetter findet der Burgenländer mit anfänglichen Pars zwar noch durchwegs souverän in die Runde, kann jedoch wie schon an den ersten beiden Tagen vom Par 5 der 3 noch kein Birdie entführen. Da es sich dann auf der 4 noch dazu ein Bogey gemütlich macht, nimmt das Moving Day Unheil endgültig seinen Lauf. Danach findet er einfach keinen gewinnbringenden Rhythmus und füllt sich den ohnehin bereits schweren Rucksack mit einem Par 3 Bogey auf der 6 noch zusätzlich an.

Selbst die 7, das zweite Par 5 der Runde, lässt erstmals in dieser Woche keinen Schlaggewinn springen, was bedeutet, dass sich der 34-jährige in Sachen Birdies weiterhin in Geduld üben muss. Ein weiterer Fehler am Par 3 der 9 prolongiert dann nicht nur rabenschwarze Frontnine, sondern wirft den siebenfachen Titelverteidiger sogar auch im Gesamtergebnis wieder auf Level Par zurück.

Schottischer Schneemann

Der absolute Schock folgt dann kurz nach dem Turn, denn statt des ersten Birdies baut er am Par 5 der 10 sogar einen Schneemann und rutscht damit nen endgültig nahezu bis ans Ende des Leaderboards ab. Des Schlechten noch nicht genug muss er gleich darauf auf der 11 den nächsten Fehler auf der Scorecard vermerken.

Zumindestens geht sich dann am Par 3 der 17 doch noch ein roter Eintrag aus, was eine komplett birdielose Moving Day Performance noch verhindert. Nach einem abschließenden Par auf der 18 marschiert er schlussendlich mit einer 77 (+6) zurück ins Clubhaus und ist damit im Klassement naturgemäß im freien Fall unterwegs.

Die leise Hoffnung, sich am Samstag mit einer starken Performance noch einmal in Richtung Spitzenplätze orientieren zu können, wurde so klarerweise geradezu bereits im Keim erstickt, denn den Finaltag wird er nur vom 62. Platz aus in Angriff nehmen. Die angepeilten Spitzenplätze sind für den Titelverteidiger damit bereits klar außer Reichweite.

Robert Rock (ENG) reicht am Samstag im Starkregen eine 72 (+1) um bei gesamt 9 unter Par mit zwei Schlägen Vorsprung auf gleich vier Verfolger in den Finaltag starten zu können.

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Birdiequote ausbaufähig

SCOTTISH OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger cuttet im Renaissance Club dank einer 69 zwar ohne jegliche Probleme im vorderen Mittelfeld ins Wochenende, mit zu geringer Birdiequote kommt er den Toprängen jedoch am Freitag nicht näher.

Bernd Wiesberger erwischte zum Auftakt beim Rolex Series Event eindeutig den besseren Draw, denn von Regen und Wind bekam der Burgenländer am Nachmittag nicht mehr wirklich viel mit. Dennoch brachte er am Ende „nur“ eine zartrosa 70 (-1) zum Recording, womit er sich die angepeilte Titelverteidigung doch erheblich erschwerte. Am Freitag sollen nun eigentlich deutlich mehr Birdies gelingen um die Lücke zur Spitze – Lee Westwood (ENG) startete mit einer 62 (-9) – schließen zu können. So richtig aufgehen soll das Vorhaben beim Titelverteidiger jedoch nicht.

Der Start gelingt zwar mit einem Par auf der 10 sehr souverän, das eigentlich angepeilte Eröffnungsbirdie lässt das Par 5 aber nicht springen. Bei erneut besten Verhältnissen agiert er auch in Folge sehr sicher, verabsäumt es aber zunächst noch in der frühen Phase der zweiten Runde auch weiterhin wichtige Birdies auf die Scorecard zu zaubern. Erst die 13 erweist sich dann als gnädig und spendiert ihm das erste Birdie, womit er im Klassement um einige Ränge nach vor marschiert.

Geduldsspiel

Richtig lange kann er das Minus als Vorzeichen jedoch nicht verwalten, denn auf der 15 kann er den ersten Fehler nicht verhindern und rutscht so recht rasch wieder auf Level Par zurück. Auch das zweite Par 5 entpuppt sich für den Oberwarter nicht als gewinnbringend, dafür aber weiß er das darauffolgende Par 3 auszunützen und taucht so wieder in den roten Bereich ab. Das scheint den noch 34-jährigen auch sichtlich anzuspornen, denn schon auf der 1 kann er weiter nachlegen und pirscht sich so endgültig etwas näher an die Top 10 heran.

Auf den folgenden Bahnen zeigt er zwar weiterhin sehr solides und sicheres Golf, was in einer kleinen Parserie mündet, weitere Birdies lassen jedoch auf sich warten. Erst am letzten Par 5 belohnt er sich dann noch einmal für das geduldige Spiel, gibt den Schlaggewinn allerdings auch postwendend wieder ab. Die 9 biegt er dann zwar recht stressfrei runter und cuttet so mit der 69 (-2) ohne jegliche Schwierigkeiten als 28. im vorderen Mittelfeld ins Wochenende. Angesichts eines Scoring-Durschnitts von 69,7 Schlägen kommt er mit der 69 und geringer Birdiequote den Toprängen jedoch nicht merklich näher.

Lucas Herbert (AUS) ist zumindestens vor dem Wochenende das Maß der Dinge. Der Australier packt auf seine 66 (-5) vom Donnerstag die 65 (-6) drauf und gibt damit bei gesamt 11 unter Par den Ton an.

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Unterkühlter Auftakt

SCOTTISH OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger kommt trotz Startzeitenglück zum Auftakt nicht richtig ins Rollen und erschwert sich im Renaissance Club mit einer zartrosa 70 die Titelverteidigungs-Ambitionen doch erheblich.

Als Champion und Titelverteidiger ist Bernd Wiesberger zur Scottish Open angereist, wo er in seinem faszinierenden Comeback-Jahr 2019 einen von drei Titeln holte. Der zweifache Rolex-Champion muss nun im Renaissance Club von North Berwick den Pokal gegen Kaliber wie Tommy Fleetwood, Martin Kaymer oder Lee Westwood verteidigen. Auf den britischen Inseln lief es zuletzt auch am besten für den Burgenländer, der in The Belfry sein bislang einziges Top 5-Ergebnis im heurigen Jahr holte.

Von Regen und Wind, die in den Morgenstunden noch dauerpräsent waren, bekommt Bernd Wiesberger am Nachmittag nicht mehr allzuviel mit, denn rund um die Mittagszeit bessern sich die Verhältnisse doch spürbar, weshalb es der Burgenländer mit dem Draw in dieser Woche richtig gut erwischt hat. Die 1 stellt ihn dann zu Beginn auch vor keinerlei Probleme und er findet mit einem anfänglichen Par souverän ins Turnier. Auch eine eingebunkerte Annäherung auf der 2 bereitet ihm keine wirklich Schwierigkeiten, denn mit viel Gefühl geht sich auch hier das wichtige Par aus.

Erstmals ergibt sich dann auf der 5 eine richtig dicke Birdiechance, obwohl Bernd den Ball wohl noch näher hätte zum Loch legen dürfen nachdem Robert MacIntyre den Ball bei dessen Annäherung touchiert, aus einem Meter schiebt er die Kugel aber knapp am Loch vorbei und bleibt so weiterhin bei Level Par hängen. Am zweiten Par 5 darf er dann aber endlich so richtig durchatmen, denn nachdem der Birdieputt den Weg ins Ziel findet durchbricht er die bislang so hartnäckige Birdiesperre.

Auf der 8 wird es dann jedoch wieder etwas stressig nachdem die Annäherung nur den Weg in den Grünbunker findet. Einmal mehr beweist der Titelverteidiger aber Gefühl und schafft es so im roten Bereich zu verweilen. „Ich mochte den Kurs letztes Jahr schon, was man ja gesehen hat, aber prinzipiell hab ich es eigentlich so wie heuer lieber, da ich Kurse generell lieber mag, wo nicht so richtig tief gescored wird. Dass sie ein paar Bäume entfernt haben und das Rough häher halten finde ich recht ansprechend. Es geht jetzt mal drum ins Laufen zu kommen und ein gutes Ergebnis heute reinzubringen“, so Bernd im Interview während der Runde.

Bogey ausgekontert

Nach einem knapp verfehlten Grün erwischt es ihn dann auf der 11 auch erstmals, denn nach recht gutem Chip findet der Parputt den Weg ins Ziel nicht, was ihn wieder auf den Ausgangspunkt zurückwirft. Lange verweilt er dort jedoch nicht, da er am Par 3 der 14 zum zweiten Birdie locht und so den alten Zwischenstand von 1 unter Par wieder herstellt. Am letzten Par 5 geht sich dann ein absolut stressfreies weiteres Birdie aus, womit der noch 34-jährige auch erstmals richtig in Schlagdistanz zu den Top 10 kommt.

Die 18 lässt den siebenfachen European Tour Champion dann jedoch nicht unbeschadet ins Ziel kommen und hängt ihm zum Abschluss noch das zweite Bogey des Tages um die Schultern. Mit der 70 (-1) gelingt zwar eine rote Auftaktperformance, angesichts dessen, dass er jedoch eindeutig die viel bessere Seite des Draws erwischte, kann er sich damit wohl eher nur bedingt zufrieden zeigen. Vom 37. Platz aus ist zwar auf jeden Fall noch absolut alles möglich, Lee Westwood (ENG) enteilt ihm an der Spitze aber bereits nach 18 Löchern um satte acht Schläge.

„Leider waren heute zu viele richtige schwache Schwünge dabei um einen guten Score ins Clubhaus zu bringen. Werde versuchen morgen meine Annäherungen um einiges näher an die Fahnen zu bringen“, zeigt sich Bernd selbst [sic!] nach der Runde auf Facebook alles andere als zufrieden.

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Faden total verloren

LADIES SCOTTISH OPEN – 2. RUNDE: Christine Wolf verliert am Freitag auf den Backnine komplett den Faden und verpasst nach einer 81 im Renaissance Club von North Berwick sogar noch deutlich den Cut.

Christine Wolf merkte man zum Auftakt die fünfmonatige Corona-Zwangspause in keiner Phase der Runde wirklich an. Die Tirolerin marschierte bei recht diffizilen und unterkühlten Verhältnissen in North Berwick zu einer 70 und startet so nur knapp hinter den Top 10 in den Freitag, wo sie nun mit etwas späterer Startzeit auf ein wenig wärmere Verhältnisse hofft.

Bei weiterhin eher kühlen Temperaturen muss Österreichs Olympionikin schon früh auf der 2 den ersten Fehler einstecken, von dem sie sich jedoch kaum beeindrucken lässt. Am Par 5 der 7 kann sie ihr Score dann sogar wieder ausgleichen, ehe sie sich wie schon am Vortag auch diesmal wieder auf der 8 ein Bogey eintritt. Da sie dann auch am Par 3 der 9 einen Schlag mehr benötigt und so nur bei 2 über Par auf den Backnine ankommt, rutscht sie doch nach den Frontnine um einige Ränge zurück.

Die schwache Phase setzt sich auch zu Beginn der zweiten neun Löcher weiter fort. Chrissie ist richtiggehend auf der Suche nach dem starken Rhythmus vom Vortag, findet diesen aber einfach nicht mehr, was sich in gleich zwei aufeinanderfolgenden Doppelbogeys niederschlägt, die sie weit zurückfallen lassen. Nachdem sich dann auf der 13 sogar nur ein Triplebogey ausgeht, rückt das Weekend endgültig in richtig weite Ferne. Die Fehlerquote minimiert sich bis zum Ende nicht mehr merklich, weshalb sie nach einer 80 (+10) noch recht deutlich als in etwa 100. den Cut verpasst. „Ich hab mich eigentlich gut gefühlt, aber auf einmal ein paar Drives verzogen“, merkt man ihr den Ärger über die Runde doch einigermaßen an.

Besser jetzt als nächste Woche

Nach der langen Stehzeit aufgrund der Corona-Pandemie sollte man den Missed Cut in dieser Woche auf keinen Fall überbewerten, wenngleich zwei weitere wettkampfmäßige Runden beim Formaufbau auf jeden Fall hilfreich gewesen wären. Dennoch ist es wohl besser in dieser Woche vorzeitig auszuscheiden, als beim kommenden Turnier, denn bereits ab Donnerstag stehen mit den AIG Women’s Open in Royal Troon das erste Major auf dem Programm, bei dem Chrissie ebenfalls mit von der Partie sein wird.

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Als wäre nichts gewesen

LADIES SCOTTISH OPEN – 1. RUNDE: Christine Wolf startet nach der monatelangen Coronapause hellwach in die Ladies Scottish Open und geht nach einer 70 im Renaissance Club von North Berwick aus richtig vielversprechender Position in den zweiten Spieltag.

Nach 5 Monaten Zwangspause dürfen endlich auch wieder die Golfdamen der LET turniertechnisch zu Holz, Eisen und Putter greifen. In Schottland stehen dabei gleich die beiden wichtigsten Golfwochen mit der Ladies Scottish Open und danach der AIG Women’s British Open auf dem Programm.

Bei der Major-Generalprobe im Renaissance Club ist das Feld entsprechend gespickt mit Stars von der LPGA und LET-Tour. Christine Wolf schaffte es somit als einzige Österreicherin in das mit 1,5 Millionen US Dollar hoch dotierte Topevent. Am selben Golfplatz, wo sich Bernd Wiesberger im Vorjahr zum Scottish Open-Champion krönte, erreichte Wolf immerhin einen 24. Platz.

Wegen morgendlichen Nebels kann erst mit rund zweistündiger Verspätung gestartet werden, was bedeutet, dass sich auch die Tirolerin zunächst in Geduld üben muss. Die Warterei scheint ihr jedoch nichts auszumachen, denn mit anfänglichen Pars findet sie sich durchaus souverän zurecht. Ein Bogey auf der 4 sorgt dann zwar für etwas Stress, mit gleich zwei Birdies danach bügelt sie den Faux-pas aber rasch aus. Danach schleicht sich zwar noch ein Bogey ein, was ihr das Minus wieder ausradiert, bei einem Zwischenstand von Even Par liegt sie aber durchaus gut im Rennen.

Die schwierigen Bedingungen spielen Wolf auf den Back 9 in die Karten. Eine Par-Serie und das Birdie am kürzesten Par 5 im Finish addieren sich zur 70 (-1), die ihr nach der ersten Runde in etwa Rang 12 einbringt. „Es hat sich schon angefühlt, als wäre lange kein Golf gewesen, aber die Turniere im Juni und im Juli daheim haben auf jeden Fall geholfen.“

„Die zwei Stunden Verspätung heute waren unangenehm, weil wir um vier Uhr aufstehen musste, da unser Hotel 45 Minuten entfernt ist. Ich mag den Platz hier, hab nur ein Fairway verpasst und einige richtig gute Up & Downs gemacht. Es war heute richtig kühl, vor allem auf den Frontnine, nachher ist kurzzeitig mal die Sonne rausgekommen“, fasst die Tirolerin ihre erste Runde zusammen.

Kein Tourkartenstress

Aufgrund des abgespeckten und kurzen Turnierkalenders verzichtet die Ladies European Tour heuer auf ein Ranking, was bedeutet, dass sozusagen alles bleibt wie gehabt. Damit hat auch Sarah Schober heuer keinen Tourkartenstress, denn die Steirerin kann kommende Saison mit der gleichen Kategorie wie heuer auf Birdiejagd gehen.

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