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Schlagwort: rolex series

Vielversprechend losgelegt

BMW PGA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger agiert zum Auftakt im Wentworth Club vor allem von Tee bis Grün richtig stark und legt mit einer 68 (-4) beim 8 Millionen Dollar Rolex Series Flagship Event der DP World Tour einen vielversprechenden Start hin.

Zwölf Monate nach dem Auftritt als gefeierter Ryder Cup-Qualifikant kehrt Bernd Wiesberger unter ganz anderen Vorzeichen zurück zur BMW PGA Championship. Gemeinsam mit 16 ebenfalls zur LIV-Konkurrenz Gewechselten droht ihm diesmal ein Spießrutenlauf als unerwünschter Teilnehmer, der nur dank einer von einem Schiedsgericht genehmigten Einstweiligen Verfügung starten darf. Weder beim Pro-Am noch in den Featured Groups ist Bernd somit heuer im Wentworth Club zu sehen.

Ryder Cup-Legende Paul McGinley im Vorfeld der beginnenden Qualifikation für Rom 2023: “Nicht ein einziger DP World Tour-Spieler möchte die LIV-Jungs in unserem Turnier sehen.” Aber nicht nur bei Kollegen, Fans und Tour droht ein frostiger Empfang, selbst Titelsponsor BMW erwähnte in seiner Presseaussendung keinen einzigen der “abtrünnigen” Spieler und unterstützt somit voll die Linie der DP World Tour.

Nachdem die letzte Turnierrunde um Ranglistenpunkte des 36-jährige Burgenländers bereits zwei Monate zurückliegt, gilt es auch die Frage zu klären wie wettbewerbsfähig Bernd im Kreise der Elite wirklich noch ist. Zumindest zum Auftakt beantwortet er diese Frage mit richtig starkem Spiel von Tee bis grün, woraus er etliche Male am Donnerstag auch Profit schlagen kann.

Blitzstart

Gleich der Start glückt auf der 1 nach Maß, denn aus knapp sieben Metern geht sich auf der anspruchsvollen 1 sofort das erste Birdie aus. Auch danach zeigt er starkes Golf und kann aus einer guten Annäherung bereits auf der 3 zum zweiten Mal in Folge eines roten Eintrags Kapital schlagen. Nachdem er sich dann am ersten Par 5 gleich danach selbst von einer eingebunkerten Grünattacke nicht von einem Birdie abhalten lässt, mischt er nach nur vier gespielten Löchern sogar bereits im absoluten Spitzenfeld mit.

Nach einem verzogenen Teeshot auf den Cartweg geht sich schließlich am Par 3 der 5 aber das Par nicht mehr aus, womit er auch den ersten Schlagverlust des Turniers einstecken muss. Das Bogey bremst auch den Anfangselan sichtlich ab, bis er nach einer kleinen Parserie kurz vor dem Turn auf der 9 ein weiteres starkes Eisen zündet und aus gut zwei Metern sein Score wieder auf -3 schraubt. Zu Beginn der zweiten Neun kühlt der Putter dann jedoch einigermaßen ab, denn zunächst lässt er auf der 11 aus etwa 2,5 Metern eine weitere gute Chance ungenützt und verschiebt danach am Par 5 der 12 sogar aus gut einem Meter den Birdieversuch.

Nachdem er allerdings auch auf der 13 den Approach bis auf einen Meter zur Fahne legt, schnappt er sich im kurzzeitig strömenden Regen aber dann bereits den fünften Schlaggewinn, der ihn wieder ganz vorne mitmischen lässt. Das angeschlagene Tempo zieht er auch sehenswert weiterhin durch und profitiert auf der 16 einmal mehr am Donnerstag von einer lasergenauen Annäherung, denn aus einem Meter stellt Birdie Nummer 6 kein Problem mehr dar.

Ins Ziel gezittert

Ausgerechnet am Par 5 der 17 muss er dann aber nachdem er das Wedge aus knapp 90 Metern hinters Grün ins Rough legt ein mehr als vermeidbares zweites Bogey einstecken. Auch auf der 18 bringt er sich mit einer gewasserten Grünattacke noch einmal gehörig in die Bredouille, kratzt mit einem gelochten 1,5 Meter Putt aber noch das Par und marschiert so schlussendlich mit der 68 (-4) ins Clubhaus, womit er sich als 11. eine durchaus vielversprechende Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf auflegt.

Tommy Fleetwood, Andy Sullivan (beide ENG) und Viktor Hovland (NOR) teilen sich nach 64er (-8) Runden die Führungsrolle.

Leaderboard BMW PGA Championship

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Doppelt schade

DUBAI DESERT CLASSIC – FINAL: Bernd Wiesberger lässt eine Woche nach dem knapp verpassten Topergebnis in Abu Dhabi auch beim zweiten Rolex Series Event im Emirates GC ein nach drei Runden greifbares Spitzenresultat im Wüstensand liegen und kommt mit einem 24. Platz seinem erklärten Ziel der Top 50 der Welt nicht näher.

Nach über zweimonatiger Turnierpause zeigte sich Bernd Wiesberger vergangene Woche in Abu Dhabi durchaus bereits wieder voll auf Höhe des Geschehens. Zwar merkte man ihm hier und da noch ein wenig den angesetzten Flugrost an, bis zwei Löcher vor Schluss war er aber drauf und dran gleich bei seinem ersten Saisonturnier richtig dick anzuschreiben. Erst zwei abschließende Bogeys verhinderten noch ein Top 10 Resultat und damit auch einen Vorstoß in der Weltrangliste. Dennoch konnte er mit einem 12. Platz die Standortbestimmung als durchaus positiv betrachten.

Auf einem seiner Lieblingsplätze hat er aber gleich eine Woche später die nächste Megachance, denn erstmals zählen die Dubai Desert Classic im Emirates GC zur Rolex Series, sind dementsprechend mit 8 Millionen US-Dollar hoch dotiert und ziehen so klarerweise auch etliche Hochkaräter des Golfsports an, womit ein Topergebnis in Sachen Weltranglistenpunkte enorm weiterhelfen würde.

Und der Oberwarter weiß drei Tage lang auch durchaus zu überzeugen, bringt er doch mit Runden von 71 (-1) 68 (-4) und 69 (-3) Schlägen gleich drei rote Scores zum Recording und startet als 5. in ganz starker Ausgangslage in die Finalrunde. Wohlgemerkt nur zwei Plätze vom angepeilten Ergebnis entfernt, denn ein alleiniger 3. Rang würde reichen um wieder zu den elitären Top 50 der Welt zu gehören.

Rasch in Schwierigkeiten

Nach einem soliden anfänglichen Par entscheidet er sich am kurzen Par 4 der 2 für die risikoreiche Variante, bringt den Ball jedoch nur im Rough unter und bleibt auf die kurzgesteckte Fahne noch dazu im Grünbunker hängen, womit er den ersten Schlagverlust des Tages nicht mehr verhindern kann. Bei schwierigen Verhältnissen – vor allem der teils böige Wind macht den Akteuren am Sonntag das Leben schwer – stabilisiert er auf den nächsten Bahnen zwar sein Spiel wieder, rutscht auf der 5 mit einem Dreiputt aus kurzer Distanz aber ein zweites Mal aus, womit der Rückstand auf das erhoffte Topergebnis doch recht unangenehm anwächst.

Richtig bitter wird es dann aber auf der 6 nachdem der Abschlag im Fairwaybunker hängenbleibt und er in Folge mit weiterem Dreiputt sogar nur mit der Doublette in die 7. Teebox marschiert, womit er bereits sogar bis ins Mittelfeld zurückrutscht. Ein verzogener Abschlag zwingt ihn auf der 10 zur Vorlage, was am Ende nur in einem weiteren Par mündet. Generell ist es am Sonntag vor allem das lange Spiel, dass ihm in Sachen Birdiechancen im Weg steht. So auch am Par 5 der 13 wo sich nach zu langer Grünattacke erneut nur ein Par ausgeht.

Pos. +/- Name Nat. Today Hole Score R1 R2 R3 R4
24T
-19
WIESBERGER Bernd AUT
4
18
-4


71

68

69

76
Hole 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Out 10 11 12 13 14 15 16 17 18 In Total To Par
Par 4 4 5 3 4 4 3 4 4 35 5 3 4 5 4 3 4 4 5 37 72
R1
4

5

4

3

4

4

2

4

5
35
5

3

4

4

4

3

4

5

4
36 71 -1
R2
5

3

5

3

4

5

3

3

4
35
4

2

4

4

4

3

4

3

5
33 68 -4
R3
4

3

4

3

3

4

3

4

6
34
5

3

4

5

4

3

4

3

4
35 69 -3
R4
4

5

5

3

5

6

3

4

4
39
5

3

4

5

3

3

5

4

5
37 76 4

Eagle or Better

Birdie

Bogey

Double Bogey +

Pos. Name Today Hole Score
24T
-19
WIESBERGER Bernd
4
18
-4

Wieder findet auch der Abschlag auf der 14 das anvisierte Ziel nicht, immerhin bringt er den Ball souverän am Grün unter und da der Putter erstmals mitspielt, geht sich aus knapp sieben Metern sogar das erste Birdie des Tages aus. Nur zwei Löcher später werden die Ungenauigkeiten dann aber wieder kostspielig, da er sich von knapp neben dem Grün nicht mehr zum Par scramblen kann und so rasch wieder zurückrutscht. Schlussendlich bringt er am Sonntag nur die 76 (+4) über die Ziellinie und rutscht damit um viele Plätze bis auf Rang 24 zurück.

Große Chancen vergeben

Mit der verpatzten Finalrunde lässt Bernd Wiesberger auch eine ganz dicke Möglichkeit aus um dem US Masters im April einen entscheidenden Schritt näher zu kommen, denn mit Ende März müsste er wieder unter den Top 50 der Welt aufscheinen um erneut in Augusta mit von der Partie sein zu können. Nach den beiden abschließenden Bogeys in Abu Dhabi, die vor einer Woche ein Topergebnis noch verhinderten, verpasst er nun auch in Dubai wieder ein durchaus mögliches Spitzenresultat und schafft es so bei den beiden hochdotierten Rolex Series Events gerade mal halbwegs seine Abwertung in der Weltrangliste zu abzufedern.

Vor allem Dubai könnte sich rückwirkend betrachtet wieder als “Schicksalsdestination” des Südburgenländers erweisen, denn nicht erst einmal war ein Turnier in der Wüstenmetropole entscheidend für den weiteren Karriereverlauf. So war er etwa bereits 2013 drauf und dran die Top 50 der Welt erstmals zu knacken, beendete das Turnier aber mit einer 9 und verpasste so auf den letzten Drücker die magische Marke. Zwei Jahre später schlug das Pendel dann in die andere Richtung aus, denn diesmal gelang mit einem starken 4. Platz erstmals der Sprung in die Eliteregion der Welt.

Wenige Jahre später startete er sogar als Führender des Race 2 Dubai am Earth Course ins Saisonfinale, musste schlussendlich aber noch Jon Rahm (ESP) und Tommy Fleetwood (ENG) den Vortritt lassen und verpasste es so trotz sehr guter Ausgangsposition sich die Krone der European Tour aufzusetzen. 2022 könnte es nun durchaus sein, dass in einer Nachbetrachtung die verkorkste Finalrunde ausschlaggebend war, dass Bernd nach langer Zeit beim Masters wieder zum Zuschauer verdammt ist.

Noch ist in dieser Causa das letzte Wort aber klarerweise noch nicht gesprochen, hat er doch durchaus noch einige Möglichkeiten sich wieder unter die Top 50 nach vorne zu arbeiten. Die nächste Chance ergibt sich bereis kommende Woche, wenn er unweit des Emirates GC bei den Ras al Khaimah Championship wieder seine Tees in den Boden der Vereinigten Arabischen Emirate stecken wird.

Rory McIlroy (NIR) hat vor der 18 alle Trümpfe in der Hand, könnte er doch mit einem Birdie am Par 5 Schlussloch den Sieg einfahren. Ein komplett misslungenes Holz 3 wassert jedoch und nach dem Bogey müssen sich Viktor Hovland (NOR) und Richard Bland (ENG) den Sieg im Stechen ausmache, wo der junge Norweger schließlich am ersten Extraloch das bessere Ende für sich hat.

Endergebnis: Dubai Desert Classic

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Ziel im Visier

DUBAI DESERT CLASSIC – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger hat beim Rolex Series Event im Emirates GC nach starkem Beginn und sehenswertem Ende mit der 69 (-3) das Ziel eines aboluten Topergebnisses weiterhin klar im Visier.

Bernd Wiesberger hatte zwar zu Beginn seiner zweiten Runde etwas zu kämpfen, fand nach und nach aber den benötigten Rhythmus und brachte schließlich sogar eine 68 (-4) zum Recording. Auf die besten 10 fehlt ihm so vor dem Moving Day lediglich ein einziger Schlag und selbst Rang 3 – mit einem alleinigen 3. Platz würde er nach dieser Woche die Top 50 der Welt wieder knacken – klafft lediglich eine Lücke von drei Schlägen, was am Wochenende mit Sicherheit noch locker aufzuholen wäre.

Mit einem sicheren anfänglichen Par findet er am Samstag zunächst souverän in die Runde und krallt sich nach gutem Pitch und gelochtem Zweimeterputt bereits am kurzen Par 4 der 2 das erste Birdie. Obwohl sich die Grünattacke am einzigen Par 5 der Frontnine danach nur rechts vom Grün einbremst, kann er dank eines gefühlvollen Chips sofort das nächste Erfolgserlebnis verbuchen, womit er sich bereits nach nur wenigen Löchern in Richtung absolute Spitze orientiert.

Das lange Spiel hat der Südburgenländer auch weiterhin am Moving Day voll auf Linie, legt er doch schon auf der 5 einen weiteren starken Approach aufs Kurzgemähte und lässt sich die Chance auf Birdie Nummer 3 aus gut zwei Metern nicht entgehen. Auch danach zeigt er über weite Strecken starkes Golf und nimmt so sichere Pars mit, die ihn weiterhin vorne dranbleiben lassen. Erst kurz vor dem Turn wassert er dann auf der 9 die Annäherung und mit dem Doppelbogey erwischt es den achtfachen European Tour Champion wie aus dem Nichts richtig hart.

Langer Leerlauf

Die Doublette bremst auch den bis dahin ansehnlichen Vorwärtsdrang komplett ein, denn zu Beginn der zweiten Neun verewigt er zwar recht souverän die Pars auf der Scorecard, einem weiteren Erfolgserlebnis läuft er jedoch lange Zeit vergeblich hinterher. Auf der kurzen 17 entscheidet er sich dann für die aggressive Variante, bringt die Grünattacke zwar nicht auf der Puttingoberfläche unter, mit starkem Chip geht sich schließlich aber ein Erfolgserlebnis aus, womit die lange Birdieflaute ein Ende findet.

Stilecht knallt er dann zum Abschluss am Par 5 der 18 sein Wedge noch stark zur Fahne, sackt so noch ein weiteres Birdie ein und bleibt mit der 69 (-3) und als 5. weiterhin klar in Schlagdistanz zum benötigten absoluten Topergebnis.

Einzig Justin Harding (RSA) an der Spitze bei 12 unter Par hat einen kleinen Respektabstand zum Burgenländer. Auf Rory McIlroy (NIR) auf Rang 2 fehlen lediglich zwei Schläge, was verdeutlicht wie eng es vor den letzten 18 Löcher wirklich zugeht.

Leaderboard Dubai Desert Classic

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In Position gebracht

DUBAI DESERT CLASSIC – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger bringt sich am Freitag im Emirates GC mit einer 68 (-4) gut in Position und wahrt so auch die Chance auf das angepeilte absolute Topergebnis. Matthias Schwab verpasst auch beim zweiten Rolex Series Event den Cut und tritt die Weiterreise in die USA mit leeren Händen an.

Bernd Wiesberger ging zum Auftakt nicht vieles wirklich leicht von der Hand, denn am Weg zur 71 (-1) hatte er doch das eine oder andere Mal etwas zu kämpfen. Immerhin reihte er sich mit der zartrosa Runde im Mittelfeld ein und hat auf Rang 2 gerade mal vier Schläge Rückstand, weshalb das angepeilte Spitzenresultat – mit einem alleinigen 3. Rang würde er die Top 50 der Welt wieder knacken – noch klar in Reichweite liegt.

Der Start geht am Freitag jedoch gründlich daneben, denn nach starkem Abschlag lässt er die Annäherung zu kurz und kann sich in Folge aus dem Grünbunker nicht mehr zum Par scramblen. Die Antwort lässt aber nicht lange auf sich warten, da er gleich auf der 2 den Approach auf einen knappen Meter zur Fahne legt und prompt den scoretechnischen Ausgleich perfekt macht.

Im langen Spiel passt beim achtfachen European Tour Champion am Freitag allerdings weiterhin nicht wirklich viel zusammen, denn immer wieder findet er sich nach Abschlägen im Rough wieder oder muss sich aus anspruchsvollen Lagen zu Pars scramblen. Da dann auf der 6 noch dazu der Putter auslässt und ihm ein Dreiputtbogey aufs Auge drückt, rutscht er im Klassement wieder unangenehm ab.

Rhythmus gefunden

Auch einen starken Abschlag am Par 3 der 7 kann er nicht in Zählbares verwandeln, nachdem der Birdieputt aus drei Metern am Loch vorbeischleicht. Auf der 8 hat der Ball dann aus knapp zwei Metern aber keine andere Möglichkeit mehr als zum zweiten Birdie ins Loch zu fallen. Ein verzogener Abschlag auf der 10 stellt zwar eine alles andere als gute Ausgangslage dar, am Ende leuchtet aber auch am Par 5 gleich nach dem Turn ein roter Eintrag auf, womit er erstmals auch sein Tagesscore in den Minusbereich dreht.

Das bringt den Birdiemotor des Burgenländers sichtlich endgültig auf Touren, denn aus 3,5 Metern fällt auch am darauffolgenden Par 3 der Birdieputt, womit er sich langsam aber sicher in Schlagdistanz zu den Top 10 bringt. Fast geht sich sogar der Birdiehattrick aus, würde nicht der 14. Schläger im Bag aus einem guten Meter die Mitarbeit verweigern. Für die ausgelassene Großchance rehabilitiert er sich jedoch gleich am nächsten Par 5, wo er den Birdieputt mit Break vom Vorgrün perfekt berechnet.

Trotz guter Annäherung hat er auf der 17 etwas Pech, dass der Ball am Vorgrün genau an der Rasenkante zum Rough liegenbleibt. Mit einem gefühlvollen Putt geht sich aber dennoch das sehenswerte Birdie aus, womit er sich vor dem Wochenende in immer bessere Position bringt. Der abschließende Birdieputt will zwar dann auf der 18 nicht mehr fallen, mit der 68 (-4) legt der 36-jährige aber eine durchwegs starke Runde hin und geht als 15. nur knapp hinter den Top 10 in den Moving Day, womit die Chance auf das angepeilte absolute Topergebnis nach wie vor eindeutig lebt.

Erneut am Cut vorbei

Matthias Schwab zeigte am Donnerstag bei etwas ungünstigeren Windverhältnissen über weite Strecken richtig starkes Golf, verlor am Ende aber komplett den Rhythmus und musste sich nach einem Bogeytriplepack mit der 72 (Par) anfreunden. Damit rangiert er vor der zweiten Runde genau an der Cutmarke, hat am Freitag aber zumindest den kleinen Bonus einer früheren Startzeit.

Hilfreich erweist sich dieser in der frühen Phase des zweiten Spieltages jedoch nicht, denn gleich auf der 1 findet er nur das Rough, von wo aus er den Ball lediglich im Grünbunker unterbringt, was sofort im ersten Fehler mündet. Auch danach hat er hart zu kämpfen, verpasst zunächst den schnellen Ausgleich am Par 5 der 3 und schlittert nach einem Wasserball, den er aus dem H2O aber rausquetschen kann, am Par 3 danach sogar in den nächsten Fehler, was das rettende Cutufer in immer weitere Ferne abdriften lässt.

Zwar kann er sein Spiel in Folge etwas stabilisieren, läuft jedoch vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterher und rutscht kurz vor dem Turn mit einem Dreiputtbogey vom Vorgrün erneut aus. Erst zu Beginn der Backnine verziehen sich die dunklen Bogeywolken dann etwas, nachdem er sich selbst von einer eingebunkerten Grünattacke nicht aus dem Konzept bringen lässt und auf der 10 auch das erste Birdie einsackt.

Recht zeitnah geht es jedoch wieder in die falsche Richtung, da er sich nach verfehltem Grün ausgerechnet am Par 5 der 13 den nächsten Fehler einfängt und schließlich auch auf der 14 ein Bogey nicht verhindern kann, womit der zweite “Missed Cut” in Folge konkrete Formen annimmt. Gegen Ende geht sich zwar auf der 17 noch ein Birdie aus, mit der 75 (+3) und als 88. hat er am Ende aber die Gewissheit, dass er nach den beiden Rolex Series Events ohne jegliches Preisgeld in Richtung USA nach Pebble Beach abheben wird.

“Mein Golf ist derzeit leider nicht auf dem Niveau wie es sein sollte um in diesem Teilnehmerfeld den Cut zu schaffen. Ich fliege am Sonntag nach Pebble Beach und hoffe dort besser performen zu können als in Dubai. In Pebble Beach habe ich 2013 immerhin mein erstes Collegeturnier gewonnen, das sollte also ein gutes Vorzeichen sein”, hat Matthias den Blick bereits auf die nächste Aufgabe gerichtet. Justin Harding (RSA) geht nach der 68 (-4) und bei gesamt 11 unter Par als Führender ins Wochenende.

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Noch Luft nach oben

DUBAI DESERT CLASSIC – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger legt mit einer 71 (-1) zwar einen brauchbaren Auftakt hin, hat nach den ersten 18 Löchern mit den Spitzenplätzen aber nichts zu tun. Matthias Schwab zeigt im Emirates GC lange Zeit starkes Golf, lässt beim Rolex Series Event mit einem rabenschwarzen Finish aber vieles liegen.

Nach dem erfolgreich absolvierten Formtest in Abu Dhabi darf sich Bernd Wiesberger für die Dubai Desert Classic einiges ausrechnen. Den Emirates GC kennt der Oberwarter von unzähligen Starts wie seine Westentasche, fühlt sich in den Doglegs und auf den Grüns sehr wohl und deutete zuletzt im Vorjahr mit Platz 6 an, was möglich ist.

Dazu spielt Bernd in die Karten, dass das Dubai-Highlight zu einem Rolex Series Event aufgewertet wurde, mit auf 8 Millionen Dollar mehr als verdoppeltem Preisgeld. Mit einem geteilten 2. oder alleinigen 3. Platz könnte er auch die notwendigen Weltranglistenpunkte für die Rückkehr unter die Top 50 der Welt sammeln.

Zum Auftakt ist der Südburgenländer gleich mit früher Startzeit unterwegs und findet sich trotz verpasstem Par 5 Birdie nach leichten Ungenauigkeiten mit anfänglichen Pars recht gut zurecht. Auf der zweiten langen Bahn kann ihn dann selbst der Grünbunker nicht vom ersten Birdie abhalten, womit er die Top 10 in der frühen Phase des Turniers recht rasch in Sichtweite bekommt.

Durchaus souverän verwaltet er das zartrosa Zwischenergebnis auf den nächsten Bahnen, ehe ihn ein Dreiputtbogey aus zehn Metern auf der 17 wieder auf Level Par zurückwirft. Kurz vor dem Turn nimmt er dann etwas Risiko, hat aber das nötige Glück, dass sich der Abschlag am Par 5 der 18 noch vor dem H2O einbremst. Die Grünattacke ist in Folge kein Problem und vom Vorgrün aus taucht er mit einem Zweiputt wieder in den roten Bereich ab.

Nur zartrosa gestartet

Ausgerechnet das kurze Par 4 der 2 wirft ihn dann aber wieder zurück, nachdem er aus 50 Metern gleich vier Anläufe benötigt um den Ball im Loch unterzubringen. Wieder krallt er sich aber sofort das Minus als Vorzeichen, wenngleich er nach deutlich verzogenem zweiten Schlag am Weg zum Birdie am Par 5 der 3 etwas zaubern muss. Gegen Ende der Runde erwärmt sich dann auch der Putter noch einmal richtig und ermöglicht vom Vorgrün am Par 3 der 16 aus knapp fünf Metern das nächste Birdie.

Erst auf seinem Schlussloch setzt es dann noch einmal einen kleinen Dämpfer, denn nach verfehltem Grün benötigt er nach einem Chip noch zwei Putts und beendet die Runde so nur mit einem Bogey. Am Ende leuchtet die 71 (-1) auf der Habenseite auf, womit er zwar nicht vorne mitmischen kann, jedoch trotz des nur 46. Platzes durchaus die Chance auf das angepeilte Topergebnis wahrt.

Ich hab den ganzen Tag nicht wirklich mein bestes Golf gespielt und versucht so gut wie möglich dranzubleiben. Es wartet jetzt ein wenig Arbeit am Nachmittag auf mich und dann ist Erholung angesagt für Runde 2″, so Bernd nach den ersten 18 Löchern auf Instagram.

Gut reingefunden

Bei Matthias Schwab geht es beim zweiten Rolex Series Turnier in Folge vor allem darum, sein gutes Spiel auch in ein zählbares Ergebnis umzumünzen. Durch die Doppelbelastung mit der PGA Tour wird es für den Schladminger doppelt wichtig sein bei den gut dotierten Events der DP World Tour fett im Race to Dubai zu punkten. Der Start gelingt dann am Par 5 der 10 auch nach Maß, denn ein starker Pitch lässt ihm nur mehr einen halben Meter zum anfänglichen Birdie übrig.

Nach starkem Drive parkt er am zweiten Par 5 der Runde die Grünattacke sehenswert am Grün und schnappt sich zwei Putts später rasch das nächste Birdie, womit er die ersten Löcher des Turniers als durchwegs positiv verbuchen kann. Da auf der 16 der Drive allerdings im Rough hängenbleibt und er so keine Chance hat das Grün planmäßig zu erreichen, muss er schließlich auch den ersten Schlagverlust einstecken.

Die langen Löcher hat er jedoch auch weiterhin bestens im Griff und holt sich trotz eines leicht überschlagenen Grüns auch auf der 18 das erhoffte Birdie ab, womit er nicht nur den Faux-pas von zuvor prompt wieder ausbessert, sondern auch mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 auf die Frontnine abbiegt. Dank des weiterhin starken langen Spiels geht sich schließlich stilecht auch am letzten Par 5 das Birdie aus, womit er endgültig an den Spitzenrängen andockt.

Alles verspielt

Nach einem knapp verfehlten Grün will auf der 6 schließlich der 2,5 Meter Putt zum Par nicht fallen, was Matthias nicht nur das zweite Bogey aufbrummt, sondern ihn auch im Klassement wieder etwas zurückreicht. Der Fehler scheint auch ein absoluter Wirkungstreffer gewesen zu sein, denn gleich am Par 3 danach biegt der Teeshot unangenehm nach rechts weg und da er sich auch auf der 8 nicht mehr zum Par scramblen kann, rutscht er sogar in Windeseile auf Level Par zurück.

Am Ende geht sich so trotz der lange Zeit richtig starken Performance nur die 72 (Par) aus. Als 58. raniert er gerade mal an der Cutmarke und hat am Freitag somit auch kaum Platz für Fehler, will er nicht wie schon letzte Woche erneut am Wochenende bereits zusehen. “Da gibts heute leider nicht viel zu sagen. Mit drei Fehlern eine an sich sehr gute Runde verhaut”, so sein enttäuschter Kommentar kurz nach der Runde. Joachim B. Hansen (DEN) setzt am Donnerstag Nachmittag mit der 65 (-7) die frühe Bestmarke.

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Große Chance

DUBAI DESERT CLASSIC – VORSCHAU: Bernd Wiesberger hat durch die Aufwertung der Dubai Desert Classic zum Rolex Series Turnier die große Chance der neuen Saison schon früh die richtige Richtung zu verpassen. Matthias Schwab hofft beim 8 Millionen Dollar Event im Emirates GC, dass sich sein an sich gutes Spiel auch auf der Scorekarte wiederspiegelt.

Bernd Wiesberger kann nach Abu Dhabi seine Standortbestimmung nach der gut zweimonatigen Turnierpause wohl als durchaus positiv betrachten. Zwar verpasste der 36-jährige mit zwei abschließenden Bogeys noch ein Topergebnis und ließ so mit Rang 12 neben Preisgeld auch wichtige Weltranglistenpunkte liegen, im Großen und Ganzen zeigte er aber eine durchaus ansprechende Leistung, wobei vor allem das nach wie vor über weite Strecken sehr sichere lange Spiel am Wochenende ins Auge stach.

Somit könnten die Dubai Desert Classic für den Südburgenländer wohl kaum zu einer besseren Zeit kommen. Nicht erst einmal betonte er, dass der Emirates GC seinem Spiel bei weitem mehr entgegenkommt als der Earth Course der Jumeirah Golf Estates, was er bereits auch einige Male mit Ergebnissen zu bestätigen wusste. Erst vergangenes Jahr nahm er aus Dubai einen starken 6. Platz und somit auch sein erstes Topergebnis der noch jungen Saison mit.

Vor allem mit den Grüns des Emirates GC kommt Bernd durchwegs gut zurecht, weshalb die Chancen mit weiterhin so starkem langen Spiel durchaus gut stehen, dass sein Name auch heuer wieder weit oben im Klassement aufleuchtet. Die Aufwertung des Turniers – seit heuer zählen die Dubai Desert Classic zur hochdotierten Rolex Series – auf 8 Millionen US-Dollar zieht klarerweise auch wieder etliche Hochkaräter der Golfwelt an, weshalb ein geteilter 2. oder alleiniger 3. Platz bereits reichen könnte um auch den Sprung unter die Top 50 der Welt wieder zu realisieren.

Diese Marke gilt es auch alsbald zu knacken, denn eines seiner großen Ziele ist klarerweise auch heuer wieder eine Teilnahme beim Masters im April. Wie wichtig ihm dieses Turnier wirklich ist, sprach er auch explizit in der Weihnachtspause an: “Es gibt ein paar Events und Turniere – wenn man da einmal Blut geleckt hat und da dabei war, dann ist es sehr schwer sich damit auseinanderzusetzen, dass man da eventuell einmal nicht mehr dabei ist.”

In Zählbares verwandeln

Neben Bernd Wiesberger steht auch Matthias Schwab in Dubai wieder in den Teeboxen. Anders als bei seinem Landsmann verlief der DP World Tour Auftakt für den Steirer weniger prickelnd, verpasste er an einem stürmischen Freitag doch recht deutlich den Sprung ins Wochenende. Vor allem das “Wie” lag Matthias doch einigermaßen im Magen, denn nach eigener Aussage zeigte er sich mit der Qualität des Spiels an und für sich recht zufrieden, haderte jedoch damit, dass sich seine Performance nicht auf der Scorecard wiederspiegelte.

Auch ihm kommt der Emirates GC durchaus entgegen, wie ein starker 9. Platz letzte Saison untermauerte. Für Matthias wäre ein Topergebnis auch Gold wert, denn nach Dubai wird er sich vorerst voll auf die PGA Tour konzentrieren, weshalb es wichtig wäre, dass er gerade bei den Big-Events auf der DP World Tour eifrig Punkte sammelt und dick anschreibt.

Wie schon in der Vorwoche ist die Konkurrenz in der Wüstenmetropole auch diesmal wieder enorm. Neben Collin Morikawa (USA), Viktor Hovland (NOR), Rory McIlroy (NIR) oder Adam Scott (AUS), werden etwa auch Ian Poulter, Tommy Fleetwood, Lee Westwood und Tyrrell Hatton (alle ENG) zu den Schlägern greifen. Für Lukas Nemecz ist dieser Umstand eher suboptimal, hängt der Aufsteiger doch aufgrund des starken Feldes auf der Warteliste fest.

 

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Positives Fazit

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger verpasst im Yas Links zwar mit zwei abschließenden Fehlern ein durchaus mögliches Topergebnis, nach zwei Monaten “Stehzeit” ist die Standortbestimmung für die Saison 2022 mit einem 12. Platz beim Rolex Series Event aber wohl als durchwegs positiv einzustufen.

Letztes Jahr beim großen Saisonfinale in Dubai griff Bernd Wiesberger zuletzt wettkampfmäßig zu den Golfschlägern. Seitdem sind rund zwei Monate vergangen, weshalb vor dem ersten Saisonturnier des Südburgenländers durchaus einige Fragezeichen über seinem Kopf schwebten. Nach den ersten 72 Löchern kann Bernd aber ein wohl durchaus positives Fazit ziehen, wenngleich er auf den letzten beiden Löchern mit vermeidbaren Fehlern ein klar mögliches Topergebnis liegen lässt.

Bereits im Vorfeld merkte man beim achtfachen European Tour Sieger, dass das Selbstvertrauen durchaus stimmt und warum dem so ist, machte er dann am Donnerstag auch klar, denn mit einer 69 (-3) legte er einen absolut gelungenen Start ins Turnier hin. Bei wilden Windböen verblies es ihn dann am Freitag zwar mit der 77 (+5), der Cut war aber keinerlei Problem und bei doch aufholbarem Rückstand auf die Top 10, bog er sogar mit intakten Chancen auf ein Spitzenergebnis ins Wochenende ab.

Wieder schneller Start

Über Nacht fand er sichtlich den Resetknopf und packte am Moving Day mit der 67 (-5) und gleich zehn Schlägen weniger als noch am Vortag mit die beste Runde des Feldes aus, die ihn bis auf Rang 22 nach vorne spülte und auch den Rückstand auf die Top 10 schrumpfen ließ. Wie schon am Vortag gelingt auch am Sonntag dann der Start wieder nach Maß, denn nach einem starken Abschlag legt er die Annäherung bis auf knapp zwei Meter zur Fahne und sackt prompt das anfängliche Birdie ein.

Mit einem Dreiputt verpasst er zwar am Par 5 danach noch den Doppelschlag, auf der 3 legt er aber einen weiteren starken Approach aufs Grün legt und hat diesmal aus vier Metern den Putter wieder auf Temperatur, womit auf die Spitzenränge endgültig nur noch ein einziger Schlag fehlt. Bei immer böiger werdendem Wind, der alle Spieler vor etliche Herausforderungen stellt, findet auch am zweiten Par 5 die Grünattacke wieder ihr Ziel, doch erneut muss er den 14. Schläger im Bag dreimal bemühen und geht so “nur” mit dem Par zur nächsten Teebox.

Die Aggressivität behält er auch danach weiterhin bei, trifft auch auf der 11, dem dritten Par 5, das Grün mit dem zweiten Schlag und kann sich für das fantastische lange Spiel auch mit dem dritten Birdie des Tages belohnen. So ärgerlich die beiden ausgelassenen Großchancen auf den Par 5 Löchern der Frontnine auch waren, so unverhofft kann er von der 16 ein Birdie mitnehmen, denn nach eher suboptimaler Annäherung rollt der Birdieputt aus 15 Metern perfekt ins Loch und sichert derzeit die Platzierung im Spitzenfeld ab.

Einiges liegengelassen aber auf gutem Weg

Allerdings kühlt der Putter auch am Par 3 danach unangenehm ab, da er sich nach einem verkorksten ersten Versuch noch gute drei Meter zum Par über lässt, was schließlich im ersten Fehler mündet und ihn auch wieder aus den Top 10 wirft. Gedanklich womöglich noch beim vermeidbaren Bogey, biegt am abschließenden Par 5 dann der Abschlag wild rechts weg, was Bernd zum Schluss sogar noch einen weiteren Schlagverlust aufbrummt. Mit der 70 (-2) geht sich so beim ersten Saisonturnier ein erhofftes Topergebnis als 12. knapp nicht aus.

So ärgerlich die beiden abschließenden Bogeys auch sind – er verpasst es damit etwa sich in der Weltrangliste zu verbessern, da statt 8 nur etwa 4 Punkte auf sein Habenkonto wandern – nach der langen Turnierpause stehen die Vorzeichen für die Saison nach dem ersten Turnier aber eindeutig sehr positiv. Bereits kommende Woche geht es für Bernd beim nächsten Rolex Series Turnier im Emirates GC von Dubai weiter. Der Platz liegt dem 36-jährigen durchaus, konnte er doch nicht erst einmal vom Par 72 Gelände in der Wüste ein Topergebnis entführen.

“Ich habe den ganzen Tag über großartig gespielt. Es war schlicht ein Horrorputt auf der 17 und ein schlechter Schwung auf der 18, was einen soliden Tag ruiniert hat. Jetzt geht’s in Dubai weiter”, spricht er danach auf Instagram vor allem das schlechte Finish an. Thomas Pieters (BEL) reicht am Sonntag eine 72 (Par) um bei gesamt 10 unter Par und mit einem Schlag Vorsprung auf Rafa Cabrera Bello (ESP) und Shubhankar Sharma (IND) seinen ersten Rolex Series Titel einzusacken.

Ergebnis Abu Dhabi Championship

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Neu durchgestartet

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger findet nach der zähen Vorstellung vom Vortag über Nacht den Resetknopf und marschiert mit der 67 und gleich zehn Schlägen weniger als noch am Freitag beim Rolex Series Event im Yas Links um etliche Plätze nach vor.

Bernd Wiesberger hatte am Freitag sprichwörtlich alle Hände voll zu tun und durchlebte eine alles andere als stressfreie zweite Runde. Im starken Wüstenwind wurde der Südburgenländer sogar zu einer 77 (+5) geblasen, was aufgrund der guten Auftaktrunde schlussendlich aber für den Cut doch noch recht komfortabel reichte. Am Weekend heißt es nun aber aufs Gas steigen, denn die sechs Schläge Rückstand auf die Top 10 erscheinen mit zwei guten Runden durchaus noch aufholbar.

Von Beginn an macht er sich dann auch sofort daran den Rückstand wegzuhobeln, denn bereits auf der 10 zündet er ein lasergenaues Eisen, dass sich nur wenige Zentimeter neben dem Loch einbremst, was prompt im anfänglichen Birdie mündet. Angestachelt vom starken Start lässt er sich selbst von Fairwaybunker und Rough nicht aus dem Konzept bringen und stopft auf der 11 aus gut drei Metern prompt den nächsten Putt zum roten Eintrag.

Auch damit hat der Südburgenländer sichtlich noch lange nicht genug, knallt gleich auf der 12 die nächste perfekte Annäherung aufs Grün und nimmt sich so am Weg zum Birdietriplepack sogar jeglichen Druck vom 14. Schläger. Erst danach geht er etwas ruhiger an und notiert erstmals auch Pars auf die Scorecard bis ihm der Putter auf der 16 mit einem Dreiputt aus elf Metern einen Strich durch die Rechnung macht.

Starkes Finish

Erst auf der 1 ergibt sich wieder eine gute Birdiechance, die das doch mittlerweile etwas unterkühlte Gerät fürs Kurzgemähte aus gut zwei Metern aber nicht verwerten kann. Am Par 5 danach gelingt die selbe Übung jedoch deutlich besser, denn diesmal lässt er dem Zweimeterputt zum Birdie keine andere Chance als zum vierten Schlaggewinn des Tages ins Loch zu fallen. So richtig heißlaufen lässt ihn das Erfolgserlebnis jedoch nicht, wenngleich er mit einer Parserie auch nichts verkehrt macht.

Erst kurz vor Ende bringt er dann mit einem sehenswerten Teeshot am Par 3 der 8 wieder Farbe aufs Tableau und pirscht sich so immer näher an die wirklich lukrativen Preisgeldränge heran. Stilecht krallt er sich dann zum Abschluss auf der 9 nach leicht überschlagenem Grün sogar noch aus dem Semirough ein unverhofftes Birdie und bringt so mit der 67 (-5) sogar mit die beste Runde des Tages zum Recording, womit er sich auch um etliche Ränge bis auf Platz 22 verbessert und vor allem den Rückstand auf die Spitzenplätze deutlich verkleinert.

“Das war heute ein besserer Tag in der Wüste. Ich hab solide gespielt und bin bereit für einen tiefen Sonntag”, so seine kurze Wortspende nach der starken Runde auf Instagram. Scott Jamieson (SCO) geht nach der 68 (-4) und bei gesamt 11 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Shane Lowry (IRL) und Thomas Pieters (BEL) als Führender in den Finaltag.

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Desert Storm

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Österreichs Professionals werden am Freitag im Yas Links vom starken Wüstenwind regelrecht verblasen und kommen über tiefschwarze Runden nicht hinaus. Während Bernd Wiesberger zumindest aufgrund der guten Auftaktrunde das Wochenende erreicht, endet für Matthias Schwab und Lukas Nemecz das Rolex Series Event in Abu Dhabi bereits nach dem Freitag.

Bernd Wiesberger legte am Donnerstag los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und lag schon nach wenigen gespielten Löchern bei 4 unter Par. Zwar schlich sich in Folge auch etwas der Fehlerteufel ein, was am Ende in einer 69 (-3) gipfelte, damit wahrte der Burgenländer gleich beim Saisondebüt aber die Chance um richtig dick anzuschreiben.

Schon auf der 1 ergibt sich dann am Freitag Nachmittag eine kleine Birdiechance, die er mit zu kurzem Putt jedoch nicht verwerten kann. Am Par 5 danach wird es jedoch ziemlich unangenehm: Zunächst bleibt der Drive in der Native Area hängen und er kann den Ball nur gerade noch so rausquetschen. Da am Ende dann noch dazu der Bogeyputt nicht fallen will, verliert er auf der langen Bahn sogar gleich zwei Schläge.

Lange kann er sein Spiel auch danach nicht konsolidieren, denn schon am Par 3 der 4 macht ihm ein verzogener Teeshot wieder das Leben schwer und er rutscht so mit dem nächsten Fehler bereits nach nur wenigen gespielten Bahnen sogar mit dem Gesamtscore auf Level Par zurück. In dieser Tonart geht es auch danach munter weiter: Wieder streut er zwischendurch ein Par ein, ehe es danach mit Problemen im langen Spiel und einem Ausflug in den Grünbunker immer weiter im Klassement retour geht.

Hin und Her

Am darauffolgenden Par 5 findet die Grünattacke zwar nicht ihr Ziel, aus dem Rough neben dem Grün bringt er den Ball aber gut zur Fahne und beendet die Negativspirale am Ende mit dem ersten Birdie. Sofort allerdings nimmt diese wieder Fahrt auf, nachdem er am Par 3 der 7 den Rückenwind unterschätzt und den Ball deutlich übers Ziel hinausschießt. Das Bild ändert sich auch nach dem Turn nicht, denn weiterhin hat der Südburgenländer alle Hände voll zu tun und rutscht auf der 10 nach eingebunkertem Abschlag und Fehler Nummer sechs endgültig bis an die Cutmarke zurück.

Erst am kurzen Par 4 der 14 kann der achtfache European Tour Sieger dann wieder etwas durchatmen, nachdem sich der starke Abschlag auf Pitch-Distanz am Fairway einbremst und er in Folge das zweite Birdie des Tages einsacken kann, was ihm auch wieder etwas Luft zur Cutmarke beschert. Diese benötigt er auch, da er sich gleich danach auf der 15 neben dem Grün im Sand einbuddelt und den eben herausgeholten Schlag postwendend wieder verliert.

Immerhin zündet der 36-jährige auf der 16 ein richtig starkes Eisen aus dem Rough und lässt sich die sich bietende Birdiechance aus drei Metern schlussendlich nicht entgehen. Das Hin und Her endet aber weiterhin nicht, da er erneut auf einem Par 3 den Teeshot falsch anmisst und sich so sofort wieder ein Bogey aufbrummt. Zumindest übersteht er die Schlussbahn unbeschadet und hat so mit der 77 (+5) die Gewissheit, dass er auch am Wochenende noch mit von der Partie ist. Zwar verliert er klarerweise viele Ränge, vom 50. Platz aus ist er aber dennoch “nur” sechs Schläge von den Top 10 entfernt, was mit starken Runden am Weekend wohl durchaus noch aufholbar wäre.

Vom Winde verweht

Bei den diffizileren Verhältnissen hilft Matthias Schwab am Freitag auch die frühere Startzeit sichtlich nichts, denn gleich am Par 5 der 2 erwischt es den Steirer mit einem Bogey sehr unangenehm, nachdem der zweite Schlag nach starkem Drive total misslingt. Nachdem dann an der 5 der Putter streikt und ihn am Kurzgemähten gleich dreimal ansetzen lässt und danach von außerhalb des Grüns das Up & Down nicht gelingen will, rutscht er bereits nach nur wenigen gespielten Löchern weit hinter die Cutmarke zurück.

Immerhin findet er trotz verfehltem Fairway und eingebunkerter Grünattacke am Par 5 der 7 dann auch das erste Birdie und kann so den Negativrun abbremsen. Das bringt auch den Putter so richtig auf Temperatur, denn kurz vor dem Turn rollt der Rohrmooser die Kugel aus gut zehn Metern ins Ziel und pirscht sich so wieder deutlich näher an die gezogene Linie heran. Kaum auf den Backnine angekommen kühlt der 14. Schläger im Bag aber wieder deutlich ab, wie ein Dreiputtbogey auf der 10 ungut beweist.

Da es sich der Abschlag am Par 3 der 13 dann hinterm Grün im Bunker gemütlich macht, er aus dem Sand das Par schließlich nicht mehr kratzen kann und zwei Löcher später erneut ein Grün deutlich überschlägt, rückt das unfreiwillig freie Wochenende mit großen Schritten näher. Ein weiterer Fehler nach zu kurzem Eisen auf der 16 prolongiert den rabenschwarzen Tag und ermöglicht am Ende sogar nur die 77 (+5), was nur für Rang 88 reicht.

“Die Windverhältnisse waren heute vom ersten Loch weg sehr schwierig. Ich konnte mich während der gesamten Runde nicht darauf einstellen. Mir fehlt bei solchen Bedingungen auch die nötige Spielpraxis. Ab morgen werde ich mich in Dubai auf das kommende Turnier nächste Woche vorbereiten”, kann man bei Matthias Schwab zwischen den Zeilen durchaus die Enttäuschung heraushören.

Geteiltes Leid

Lukas Nemecz ließ bei seinem ersten Rolex Series Event der Karriere keinerlei Nervosität durchblicken, muss seine Auftaktrunde aufgrund einfallender Dunkelheit bei einem Zwischenstand von -1 nach 17 aber erst am Freitag noch beenden, was in den Morgenstunden ohne große Probleme mit einem Par gelingt. Nur kurz danach steht er bereits wieder in der 1. Teebox um Runde 2 in Angriff zu nehmen. Bei durchwegs zäheren Verhältnissen hält er sein Score in der Anfangsphase dann auch gut zusammen, bis ihm am Par 3 der 4 ein Ausflug in den Grünbunker in Form des ersten Bogeys zum Verhängnis wird.

Sofort stabilisiert der Aufsteiger sein Spiel jedoch wieder, läuft allerdings vergeblich dem scoretechnischen Ausgleich hinterher. Kurz vor dem Turn macht er sich dann auf der 9 nach Problemen im langen Spiel das Leben selbst schwer, nachdem er sein zweites Bogey nicht mehr verhindern kann. Aufgrund des starken böigen Windes bleibt er aber dennoch weiterhin klar an der Cutmarke dran. Erst ein vermeidbares Bogey nach Dreiputt aus sieben Metern am Par 3 der 13 lässt ihn dann etwas unangenehm hinter die Linie zurückrutschen.

Aus dem Fairwaybunker hat er auf der 15 keine Chance das Grün mit dem zweiten Schlag zu erreichen, muss in Folge den nächsten Schlag abgeben und nimmt sich schlussendlich mit dem nächsten Fehler aus dem Grünbunker am Par 3 der 17 endgültig aus dem Rennen um Preisgeld. Am abschließenden Par 5 buddelt er sich dann gleich zweimal in den Fairwaybunkern ein, beendet die Runde mit noch einem weiteren Fehler und teilt am Ende mit der 78 (+6) nicht nur das Leid des verpassten Cuts sondern auch die Platzierung mit seinem Landsmann Matthias Schwab.

Nach der schwierigen Runde meint er: “Es war heute schon hart am Limit, aber schlussendlich gleich für alle. Ich hab mir bei dem Sturm beim Putten extrem schwer getan. Bis zum Grün war’s echt okay. Das ist leider nichts Neues, dass ich mir bei so starkem Wind vor allem beim Putten schwer tue. Ist schade, denn an und für sich wäre ich gut drauf gewesen.”

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Auftakt in den 60ern

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger startet mit einer 69 (-3) in die DP World Tour Saison und wahrt so klar gleich beim ersten Start im Jahr die Chance auf ein Topergebnis. Auch Lukas Nemecz nimmt im Yas Links mit der 71 (-1) eine rote Auftaktrunde mit. Matthias Schwab muss beim Rolex Series Event am Donnerstag mit der 72 (Par) vorlieb nehmen.

Mit einem 8 Millionen Dollar lauten Paukenschlag startet die DP World Tour in ihr deutlich aufgewertetes Golfjahr: “Für mich ist es in Wahrheit der Start in die DP World Ära,” macht Bernd Wiesberger die Bedeutung der aufgewerteten Heimtour, mit mehr Preisgeld und Kooperation mit der PGA Tour klar. Passend dazu das Feld bei dem Rolex Series Event mit Collin Morikawa (USA), Viktor Hovland (NOR), Rory McIlroy (NIR) oder Tommy Fleetwood (ENG).

Auch Matthias Schwab ist beim Auftaktevent des Desert Swing mit von der Partie und will sich in den ersten 14 Tagen des Jahres ganz auf die DP World Tour konzentrieren, bevor es über den großen Teich geht. Lukas Nemecz nimmt lange Zeit am Wartebänkchen Platz, rutscht schließlich aber ebenfalls noch ins stargespickte Feld. Gespielt wird in Abu Dhabi erstmals am Kurs von Yas Links auf der Urlaubsinsel Yas Island.

Bernd Wiesberger gelingt dann auch der erhoffte Turbostart ins neue Jahr: von der 10 weg benötigt er nur eine Viertelstunde um sich am Par 5 der 11 das schnelle Birdie zu schnappen. Das bringt ihn offensichtlich in Spiellaune. Mit dem gelochten Birdieputt an der 12 mischt der Oberwarter schon in der Anfangsphase ganz vorne mit. Auch am kurzen Par 4 der 14 ist Bernd hellwach und etabliert sich mit dem dritten Schlaggewinn als erster Verfolger von Viktor Perez. Sein perfektes erstes Drittel schließt Wiesberger mit dem Birdie am überlangen Par 4 der 15 ab, womit er mehr als nur einen Schlag auf das Feld gutmacht.

Erste Fehler

Erst danach schläft sein Spiel erstmals etwas ein und wenngleich er auf der 18 und der 2 weitere Par 5 Löcher ungenützt verstreichen lässt, macht er mit sicheren Pars nichts verkehrt, was ihn weiterhin im Spitzenfeld hält. Das Dogleg der 3 entwickelt sich dann jedoch nicht wie gewünscht, denn nach leichten Schwierigkeiten erwischt es den Südburgenländer mit dem ersten Bogey. Das kostet sichtlich auch die bisherige Selbstverständlichkeit im Spiel, da er sich mit einem Dreiputt danach am Par 3 prompt den nächsten Fehler eintritt.

Sofort allerdings konsolidiert der achtfache European Tour Champion wieder sein Spiel und bringt auf der 5 auch seinen Putter wieder auf Temperatur, wie ein gelochter Birdieputt aus gut fünf Metern zeigt. Nach starkem Drive hat er das Par 5 der 7 mit dem zweiten Schlag in Reichweite, schiebt jedoch von außerhalb des Grüns den Eagleputt deutlich übers Loch und verpasst so ein durchaus machbares weiteres Birdie. Die ausgelassene Chance rächt sich auch sofort bitter, denn nach einiger Warterei am Par 3 der 8 muss er sogar seinen dritten Schlagverlust notieren und rutscht so um etliche Plätze zurück.

Abschluss mit Birdie

Mit einer messerscharfen Annäherung holt er sich den Schlag zum Abschluss auf der 9 aber wieder zurück und marschiert so mit der 69 (-3) über die Ziellinie. Zwar konnte er nach dem ganz starken Beginn und der vier schnellen Birdies das Tempo nicht ganz durchziehen, mit der ersten Runde der Saison kann er sich jedoch wohl durchaus zufrieden zeigen, hält er sich doch nach den ersten 18 gespielten Löchern als 17. alle Chancen offen.

“Das war starkes Golf von mir zu Beginn der Runde, aber leider ist auf den Backnine etwas der angesetzte Rost durchgekommen, was sich in einigen liegengelassenen Schlägen bemerkbar machte. Es ist aber schön die Runde mit einem Birdie zu beenden und am ersten Tag der neuen Saison eine Runde in den 60ern notieren zu können”, meint er danach via Instagram. Bernds Ryder Cup Kollege und Mitfavorit auf den Sieg Viktor Hovland (NOR) mischt gleich nach dem ersten Spieltag ganz vorne mit, denn nach der 64 (-8) muss er nur Scott Jamieson (SCO) um einen Schlag den Vortritt lassen.

Rot reingestartet

Lukas Nemecz bunkert sich zwar gleich vom 10. Tee aus neben dem Fairway ein, bringt die Annäherung aber am Grün unter und startet so mit einem anfänglichen Par in sein erstes Rolex Series Turnier der Karriere. Schon am Par 5 danach legt er die Grünattacke dann aber sehenswert aufs Grün und sackt nach sicherem Zweiputt schließlich rasch das erste Birdie ein. Gekonnt verwaltet er in Folge das zartrosa Zwischenergebnis über die nächsten Löcher, ehe ihm eine zu kurze Annäherung auf der 15 zum Verhängnis wird und sein Score wieder auf Level Par zurückdreht.

Kurz vor dem Wechsel auf die Frontnine entscheidet sich der Steirer am Par 5 der 18 für die konservative Variante und belohnt sich schließlich auch dafür mit einem sehenswerten gefühlvollen Putt aus gut sechs Metern, womit er vor seinen zweiten neun Bahnen wieder in den roten Bereich abtaucht. Eine etwas zu lange Annäherung wird auf der 3 dann jedoch wieder etwas kostspielig, denn aus dem Rough benötigt er für die letzten 8 Meter zur Fahne noch drei Schläge, womit er wieder bei Even Par geführt wird.

Der Aufsteiger steckt das Bogey aber stark weg, legt am Par 5 der 7 den Abschlag stark aufs Fairway und kann in Folge zum dritten Mal einen Kreis auf der Scorecard machen, was ihn kurz vor Ende der Auftaktrunde wieder unter Par bringt. Die letzte Bahn kann er jedoch erst am Freitag in den Morgenstunden abspulen, da die einfallende Dunkelheit ihn nach 17 Löchern zur Rückkehr ins Clubhaus zwingt. Bei einem Zwischenstand von -1 nach 17 übernachtet er als 56. aber innerhalb des prognostizierten Cutbereichs.

“Es war heute eine sehr solide Runde. Leider habe ich ein bisschen was auf den Grüns liegengelassen und am Ende ist es dann doch sehr windig geworden. Bitter ist, dass ich morgen noch das letzte Loch spielen muss, aber so ist es halt und ich freu mich morgen schon auf einen spannenden Tag mit sehr, sehr starkem Wind”, so Lukas, der sein klar bestdotiertes Turnier der Karriere bestreitet und so auch bereits beim zweiten Saisoneinsatz einen neuen persönlichen Preisgeldrekord aufstellen könnte.

Hinter der Cutmarke

Bei aufkeimenden Wind legt Matthias Schwab am Nachmittag mit sicheren anfänglichen Pars auf den ersten Löchern der Backnine zwar einen souveränen Start hin, muss jedoch am langen Par 4 der 12 nach eingebunkerter Annäherung den ersten Fehler einstecken. Auf der 14 ergibt sich nach starkem Eisen dann die erste richtig gute Birdiechance, zwei Meter sind für den Putter jedoch noch etwas zu weit. Auf der 16 bringt er seinen 14. Schläger im Bag dann aber erstmals richtig auf Temperatur und krallt sich aus gut zehn Metern den scoretechnischen Ausgleich.

Allerdings kann er das Erfolgserlebnis sichtlich nicht als Initialzündung verwenden, rutscht er doch am darauffolgenden Par 3 prompt wieder in den Plusbereich zurück. Der 27-jährige lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und holt sich am Par 5 der 2 das nächste Birdie ab, rutscht jedoch bereits auf der 3 nach wild verzogenem Drive abermals mit einem Fehler postwendend wieder ab. Immerhin misst er aus dem Rough auf der 6 die Annäherung sehenswert an und stopft in Folge den fälligen Dreimeterputt, womit er zum bereits dritten Mal am Donnerstag sein Score zurück auf Level Par stellt.

Ein weiteres Birdie will am Donnerstag nicht mehr gelingen, weshalb er sich schließlich zum Auftakt seiner DP World Tour Saison mit der 72 (Par) anfreunden muss. Mit den durchwegs guten Scores kommt er somit am ersten Spieltag nicht mit, wahrt am Freitag – eine gute Runde vorausgesetzt – als 77. aber noch klar alle Chancen auf ein Weiterkommen ins Wochenende. Am zweiten Spieltag hat der Rohrmooser außerdem den Bonus einer früheren Startzeit, was sich aufgrund eines prognostizierten windigeren Nachmittags als durchaus hilfreich herausstellen könnte.

“Ich habe heute besseres Golf gespielt als es das Score aussagt. Es gab einige sehr enge Putts, die auch hätten fallen können. Das lange Spiel war sehr sicher heute. Ich spiele morgen mit früher Startzeit, was mit Sicherheit ein Vorteil sein wird. Der Wind kommt hier immer erst gegen mittags auf und die Grüns sind auch noch in einem besseren Zustand”, so Matthias Schwab nach der Auftaktrunde.

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