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Schlagwort: rolex series

Einiges an Arbeit

SCOTTISH OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger zeigt sich im Renaissance Club zwar im Gegensatz zur Katastrophenrunde am Samstag glasklar verbessert, nach einem 48. Platz wartet auf den Oberwarter aber einiges an Arbeit will er kommende Woche beim Flaggschiff Event der European Tour mehr Grund zum Jubeln haben.

Topmotiviert und richtiggehend brennend auf den Start zeigte sich Bernd Wiesberger vor dem Rolex Series Event in Schottland. Als Titelverteidiger ins Rennen gegangen, zeigte er an den ersten beiden Spieltagen auch durchaus solides Golf, wenngleich er mit der Birdiequote der Spitze nicht wirklich mitkam. Dennoch hatte er vor dem Wochenende noch so gut wie alle Optionen auf dem Tisch liegen, wischte diese jedoch mit einer katastrophalen 77 (+6) in hohem Bogen von eben diesem.

Mit den Topergebnissen eindeutig außer Reichweite geht es am Sonntag somit nun vorrangig nur noch darum zumindestens wieder in die Spur zu finden und das Selbstvertrauen für das kommende Woche stattfindende Flaggschiff Event der European Tour in Wentworth zu stärken. Bernd präsentiert sich auf den letzten 18 Löchern bei deutlich besseren Verhältnissen als noch am Vortag auch klar verbessert, große Sprünge gehen sich mit erneut zu vielen Fehlern aber keine mehr aus.

Ansehnlicher Finaltag

Der Anfang kann sich gleich durchaus sehen lassen, denn zum ersten Mal gelingt am Par 5 der 10 in dieser Woche ein Birdie, was ihn von Beginn an am Sonntag im Minusbereich aufscheinen lässt. Als Birdie-Initialzündung fungiert das anfängliche Erfolgserlebnis jedoch nicht, wie ein Doppelbogey auf der 13 unterstreicht. Zumindestens lässt sich der Oberwarter vom Faux-pas nicht aus der Ruhe bringen und dreht sein Score am Par 5 der 16 wieder zurück auf Anfang.

Auch die 18 hat er am Sonntag perfekt im Griff, krallt sich sein bereits drittes Birdie des Tages und taucht so noch vor dem Turn sogar wieder in die roten Zahlen ab. Auf den Frontnine nimmt er dann eine durchwegs sichere Serie an Pars mit, womit er am Finaltag deutlich souveräner als noch am Samstag agiert. Dies untermauert er dann auf der 5 mit einem weiteren Birdie zusätzlich, was ihn auch erstmals am letzten Spieltag spürbar im Klassement nach oben klettern lässt.

Am darauffolgenden Par 3 erwischt es ihn zwar wie schon am Moving Day auch mit einem Bogey, am Par 5 danach kann er den Fehler aber sofort wieder auskontern und garniert die recht ansehnliche Finalrunde mit einem abschließenden Par 3 Birdie auf der 9 zur 68 (-3). Damit geht sich zwar nur der 48. Platz für den Titelverteidiger aus, zumindestens aber zeigt er im Gegensatz zum Vortag eine glasklare Leistungssteigerung.

Ergebnisse müssen her

So richtig rund läuft es bei Bernd Wiesberger in dieser Saison noch nicht, denn ein 5. Platz im The Belfry ist bislang noch das höchste der Spitzenplatzgefühle in diesem Jahr. Bei den richtig großen Events will es bislang noch so gar nicht laufen, wie eher durchwachsene Ergebnisse beim WGC in Memphis oder auch bei den beiden Majors zeigen. In der Weltrangsliste liegt er noch komfortabel auf Rang 33, bei weiterhin ausbleibenden Topresultaten kann sich dies jedoch rasch ändern.

Nächste Woche bereits hat er aber wieder die Möglichkeit fett anzuschreiben, denn im Wentworth Club steht mit der BMW PGA Championship das Flaggschiff Event der European Tour auf dem Programm. In den nächsten Tagen muss er nun versuchen sein Spiel bestmöglich zu schärfen, denn mit dem anspruchsvollen Parklandkurs in Surrey hatte er bereits einige Male etwas zu kämpfen. Neben Bernd wird auch Matthias Schwab wieder auf der European Tour mitwirken, denn der Rohrmooser fliegt über Nacht aus den USA wieder zurück nach Europa.

Aaron Rai (ENG) marschiert mit einer 64 (-7) noch bis an die Spitze nach vor und teilt sich die Führung so mit Tommy Fleetwood (ENG) (67) bei gesamt 11 unter Par. Im Stechen überreicht Fleetwood seinem Landsmann dann regelrecht den Pokal, nachdem er einen kurzen Parputt links am Loch vorbeischiebt.

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Tag zum Vergessen

SCOTTISH OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger findet am Moving Day im Renaissance Club von Beginn an keinen Rhythmus und benötigt nach einer 77 schon einen Fallschirm um beim Absturz im Klassement nicht zu hart aufzuschlagen.

Es klang aus dem Mund von Bernd Wiesberger nach der zweiten Runde bereits etwas wie eine kleine Durchhalteparole, denn auf Facebook meinte er, dass er derzeit einfach kein Momentum findet, sprach jedoch auch die Hoffnung auf eine gute dritte Runde an um noch Plätze gutmachen zu können. Diese Hoffnung begräbt er am Samstag dann mit einer von A bis Z durchwachsenen Performance nicht nur, sondern wirft sie eigentlich in hohem Bogen über die steilen Klippen in die raue See, denn es will an diesem Tag absolut überhaupt nichts gelingen.

Bei bereits ungutem, kaltnassem Wetter findet der Burgenländer mit anfänglichen Pars zwar noch durchwegs souverän in die Runde, kann jedoch wie schon an den ersten beiden Tagen vom Par 5 der 3 noch kein Birdie entführen. Da es sich dann auf der 4 noch dazu ein Bogey gemütlich macht, nimmt das Moving Day Unheil endgültig seinen Lauf. Danach findet er einfach keinen gewinnbringenden Rhythmus und füllt sich den ohnehin bereits schweren Rucksack mit einem Par 3 Bogey auf der 6 noch zusätzlich an.

Selbst die 7, das zweite Par 5 der Runde, lässt erstmals in dieser Woche keinen Schlaggewinn springen, was bedeutet, dass sich der 34-jährige in Sachen Birdies weiterhin in Geduld üben muss. Ein weiterer Fehler am Par 3 der 9 prolongiert dann nicht nur rabenschwarze Frontnine, sondern wirft den siebenfachen Titelverteidiger sogar auch im Gesamtergebnis wieder auf Level Par zurück.

Schottischer Schneemann

Der absolute Schock folgt dann kurz nach dem Turn, denn statt des ersten Birdies baut er am Par 5 der 10 sogar einen Schneemann und rutscht damit nen endgültig nahezu bis ans Ende des Leaderboards ab. Des Schlechten noch nicht genug muss er gleich darauf auf der 11 den nächsten Fehler auf der Scorecard vermerken.

Zumindestens geht sich dann am Par 3 der 17 doch noch ein roter Eintrag aus, was eine komplett birdielose Moving Day Performance noch verhindert. Nach einem abschließenden Par auf der 18 marschiert er schlussendlich mit einer 77 (+6) zurück ins Clubhaus und ist damit im Klassement naturgemäß im freien Fall unterwegs.

Die leise Hoffnung, sich am Samstag mit einer starken Performance noch einmal in Richtung Spitzenplätze orientieren zu können, wurde so klarerweise geradezu bereits im Keim erstickt, denn den Finaltag wird er nur vom 62. Platz aus in Angriff nehmen. Die angepeilten Spitzenplätze sind für den Titelverteidiger damit bereits klar außer Reichweite.

Robert Rock (ENG) reicht am Samstag im Starkregen eine 72 (+1) um bei gesamt 9 unter Par mit zwei Schlägen Vorsprung auf gleich vier Verfolger in den Finaltag starten zu können.

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Birdiequote ausbaufähig

SCOTTISH OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger cuttet im Renaissance Club dank einer 69 zwar ohne jegliche Probleme im vorderen Mittelfeld ins Wochenende, mit zu geringer Birdiequote kommt er den Toprängen jedoch am Freitag nicht näher.

Bernd Wiesberger erwischte zum Auftakt beim Rolex Series Event eindeutig den besseren Draw, denn von Regen und Wind bekam der Burgenländer am Nachmittag nicht mehr wirklich viel mit. Dennoch brachte er am Ende “nur” eine zartrosa 70 (-1) zum Recording, womit er sich die angepeilte Titelverteidigung doch erheblich erschwerte. Am Freitag sollen nun eigentlich deutlich mehr Birdies gelingen um die Lücke zur Spitze – Lee Westwood (ENG) startete mit einer 62 (-9) – schließen zu können. So richtig aufgehen soll das Vorhaben beim Titelverteidiger jedoch nicht.

Der Start gelingt zwar mit einem Par auf der 10 sehr souverän, das eigentlich angepeilte Eröffnungsbirdie lässt das Par 5 aber nicht springen. Bei erneut besten Verhältnissen agiert er auch in Folge sehr sicher, verabsäumt es aber zunächst noch in der frühen Phase der zweiten Runde auch weiterhin wichtige Birdies auf die Scorecard zu zaubern. Erst die 13 erweist sich dann als gnädig und spendiert ihm das erste Birdie, womit er im Klassement um einige Ränge nach vor marschiert.

Geduldsspiel

Richtig lange kann er das Minus als Vorzeichen jedoch nicht verwalten, denn auf der 15 kann er den ersten Fehler nicht verhindern und rutscht so recht rasch wieder auf Level Par zurück. Auch das zweite Par 5 entpuppt sich für den Oberwarter nicht als gewinnbringend, dafür aber weiß er das darauffolgende Par 3 auszunützen und taucht so wieder in den roten Bereich ab. Das scheint den noch 34-jährigen auch sichtlich anzuspornen, denn schon auf der 1 kann er weiter nachlegen und pirscht sich so endgültig etwas näher an die Top 10 heran.

Auf den folgenden Bahnen zeigt er zwar weiterhin sehr solides und sicheres Golf, was in einer kleinen Parserie mündet, weitere Birdies lassen jedoch auf sich warten. Erst am letzten Par 5 belohnt er sich dann noch einmal für das geduldige Spiel, gibt den Schlaggewinn allerdings auch postwendend wieder ab. Die 9 biegt er dann zwar recht stressfrei runter und cuttet so mit der 69 (-2) ohne jegliche Schwierigkeiten als 28. im vorderen Mittelfeld ins Wochenende. Angesichts eines Scoring-Durschnitts von 69,7 Schlägen kommt er mit der 69 und geringer Birdiequote den Toprängen jedoch nicht merklich näher.

Lucas Herbert (AUS) ist zumindestens vor dem Wochenende das Maß der Dinge. Der Australier packt auf seine 66 (-5) vom Donnerstag die 65 (-6) drauf und gibt damit bei gesamt 11 unter Par den Ton an.

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Unterkühlter Auftakt

SCOTTISH OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger kommt trotz Startzeitenglück zum Auftakt nicht richtig ins Rollen und erschwert sich im Renaissance Club mit einer zartrosa 70 die Titelverteidigungs-Ambitionen doch erheblich.

Als Champion und Titelverteidiger ist Bernd Wiesberger zur Scottish Open angereist, wo er in seinem faszinierenden Comeback-Jahr 2019 einen von drei Titeln holte. Der zweifache Rolex-Champion muss nun im Renaissance Club von North Berwick den Pokal gegen Kaliber wie Tommy Fleetwood, Martin Kaymer oder Lee Westwood verteidigen. Auf den britischen Inseln lief es zuletzt auch am besten für den Burgenländer, der in The Belfry sein bislang einziges Top 5-Ergebnis im heurigen Jahr holte.

Von Regen und Wind, die in den Morgenstunden noch dauerpräsent waren, bekommt Bernd Wiesberger am Nachmittag nicht mehr allzuviel mit, denn rund um die Mittagszeit bessern sich die Verhältnisse doch spürbar, weshalb es der Burgenländer mit dem Draw in dieser Woche richtig gut erwischt hat. Die 1 stellt ihn dann zu Beginn auch vor keinerlei Probleme und er findet mit einem anfänglichen Par souverän ins Turnier. Auch eine eingebunkerte Annäherung auf der 2 bereitet ihm keine wirklich Schwierigkeiten, denn mit viel Gefühl geht sich auch hier das wichtige Par aus.

Erstmals ergibt sich dann auf der 5 eine richtig dicke Birdiechance, obwohl Bernd den Ball wohl noch näher hätte zum Loch legen dürfen nachdem Robert MacIntyre den Ball bei dessen Annäherung touchiert, aus einem Meter schiebt er die Kugel aber knapp am Loch vorbei und bleibt so weiterhin bei Level Par hängen. Am zweiten Par 5 darf er dann aber endlich so richtig durchatmen, denn nachdem der Birdieputt den Weg ins Ziel findet durchbricht er die bislang so hartnäckige Birdiesperre.

Auf der 8 wird es dann jedoch wieder etwas stressig nachdem die Annäherung nur den Weg in den Grünbunker findet. Einmal mehr beweist der Titelverteidiger aber Gefühl und schafft es so im roten Bereich zu verweilen. “Ich mochte den Kurs letztes Jahr schon, was man ja gesehen hat, aber prinzipiell hab ich es eigentlich so wie heuer lieber, da ich Kurse generell lieber mag, wo nicht so richtig tief gescored wird. Dass sie ein paar Bäume entfernt haben und das Rough häher halten finde ich recht ansprechend. Es geht jetzt mal drum ins Laufen zu kommen und ein gutes Ergebnis heute reinzubringen”, so Bernd im Interview während der Runde.

Bogey ausgekontert

Nach einem knapp verfehlten Grün erwischt es ihn dann auf der 11 auch erstmals, denn nach recht gutem Chip findet der Parputt den Weg ins Ziel nicht, was ihn wieder auf den Ausgangspunkt zurückwirft. Lange verweilt er dort jedoch nicht, da er am Par 3 der 14 zum zweiten Birdie locht und so den alten Zwischenstand von 1 unter Par wieder herstellt. Am letzten Par 5 geht sich dann ein absolut stressfreies weiteres Birdie aus, womit der noch 34-jährige auch erstmals richtig in Schlagdistanz zu den Top 10 kommt.

Die 18 lässt den siebenfachen European Tour Champion dann jedoch nicht unbeschadet ins Ziel kommen und hängt ihm zum Abschluss noch das zweite Bogey des Tages um die Schultern. Mit der 70 (-1) gelingt zwar eine rote Auftaktperformance, angesichts dessen, dass er jedoch eindeutig die viel bessere Seite des Draws erwischte, kann er sich damit wohl eher nur bedingt zufrieden zeigen. Vom 37. Platz aus ist zwar auf jeden Fall noch absolut alles möglich, Lee Westwood (ENG) enteilt ihm an der Spitze aber bereits nach 18 Löchern um satte acht Schläge.

“Leider waren heute zu viele richtige schwache Schwünge dabei um einen guten Score ins Clubhaus zu bringen. Werde versuchen morgen meine Annäherungen um einiges näher an die Fahnen zu bringen”, zeigt sich Bernd selbst [sic!] nach der Runde auf Facebook alles andere als zufrieden.

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AShot_2016

Der Plan steht

Die European Tour nimmt ab Juli mit einem sechswöchigen UK-Stretch wieder Fahrt auf. Auch vier Rolex Series Events sind mit neuen Terminen wieder im Kalender.

Am 8. März musste die European Tour aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Segel streichen und ist seither sozusagen im Dornröschen-Schlaf. Nach vielen Spekulationen, Gerüchten und durchgesickerten Informationen ist der neue Fahrplan bis zum Jahresende nun aber endgültig fix. Los geht am 22. Juli mit dem British Masters, das nun eine Woche früher als eigentlich geplant stattfindet.

Gleich im Anschluss stehen die English Open in Forest of Arden an, gefolgt von den English Championshiop im Hanbury Manor. Danach sorgt das Celtic Manor Resort gleich für einen Doppelpack, denn die Celtic Classic und die Wales Open finden beide am prestigeträchtigen Gelände statt. Vor allem das europäische Ryder Cup Team hat an diese Location gute Erinnerungen, konnten sie doch 2010 die USA an einem dramatischen Finaltag in die Schranken weisen.

Die Ryder Cup Historie geht auch danach munter weiter, denn die UK Championship findne im The Belfry statt, denn am altehrwürdigen Platz wurden bereits vier Kontinentalvergleiche ausgetragen wobei zweimal Europa und einmal die USA gewann, 1989 gab es ein 14-14 Unentschieden. Der restliche Turnierkalender ist derzeit noch etwas offen, da man sich an die jeweiligen Gegebenheiten in den einzelnen Ländern im Bezug auf Covid-19 richten möchte.

Vier Rolex Series Events haben jedoch bereits neue Termine. Die Scottish Open im Renaissance Club finden nun von 8. bis 11. Oktober startt, die BMW PGA Championship sind gleich in der Woche danach terminisiert. Von 3. bis 6. Dezember wird in Sun City die Nedbank Golf Challenge ausgetragen, gefolgt vom großen Tourfinale in Dubai von 10. bis 13. Dezember.

Alle Turniere, die ab Juli gespielt werden unterliegen der Gesundheitsstrategie der Tour, die in Absprache mit dem Gesundheitsspezialisten und den Beratern entwickelt wurde. Alle Turniere von Juli bis Dezember sind Teil der neuen Initiative “Golf for Good”, die in drei Schlüsselbereichen – Unterstützung der Gemeinschaften in denen die European Tour stattfindet, Belohnung der wahren Helden wie etwa Arbeiter an der Gesundheitsfront und Förderung der gesundheitlichen Vorteile die Golf bietet – etwas zurückgeben soll.

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Maximum herausgeholt

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger holt in einer Woche mit etlichen Ungenauigkeiten mit Rang 8 wohl das Maximum heraus. Matthias Schwab kommt am Finaltag im Abu Dhabi über eine 73 nicht hinaus und rutscht um etliche Ränge zurück.

Bernd Wiesberger zeigt bei seinem ersten Saisonstart viel Licht aber auch einigen Schatten, weshalb man nach den ersten 72 Löchern im Jahr 2020 doch sagen muss, das wohl nicht viel mehr als der 8. Platz hätte herausspringen können. Vor allem an den ersten beiden Tagen hatte er, wie schon gegen Ende der letzten Saison, mit Ungenauigkeiten vom Tee zu kämpfen, scrambelte sich aber mit viel Gefühl zu zwei 69er (-3) Runden, die ihn aus vielversprechender Position ins Wochenende cutten ließen.

Am Samstag gelang dann die mit Abstand beste Performance der Woche, denn mit mehr getroffenen Fairways ergaben sich auch auch bessere Möglichkeiten auf den Grüns, wovon der Südburgenländer auch satte sieben verwertete und mit einer fehlerlosen 65 (-7) bis auf Rang 2 nach vorne stürmte. Mit nur einem einzigen Schlag Rückstand auf Lee Westwood (ENG) geht er so auf die letzten 18 Löcher, hat dann aber von Beginn an Probleme.

Nur knapp vor dem Wasser bremst sich der erste Abschlag gerade noch ein, in Folge erreicht er aber erst mit dem dritten Schlag das Grün und kann den Parsave nicht stopfen, was in einem anfänglichen Bogey mündet. Die Probleme vom Tee setzen sich auch auf der 2 weiter fort, denn erneut findet der Abschlag nicht das Fairway, weshalb er sich am Par 5 keine echte Birdiechance erarbeiten kann und mit dem Par leben muss.

Driving-Probleme

Auch danach macht er sich das Leben mit den Drives weiterhin gehörig schwer, denn auf der 3 verschwindet der Teeshot sogar im H2O, was prompt im nächsten Schlagverlust mündet und den Horrorstart in den Finaltag regelrecht prolongiert. Richtig stressfrei geht es auch in Folge nicht dahin, denn sein Spiel stabilisiert sich zwar von den Teeboxen etwas, dafür aber gelingen die Eisen teils nicht sehr souverän, was ihn etwa auf der 6 aus dem Rough zum Scrambeln zwingt. Die Übung erledigt er diesmal aber mit Bravour.

Endlich passt dann am Par 5 der 8 alles zusammen, denn Bernd legt ein wahres Vollbrett mitten aufs Fairway und hat aus knapp 200 Metern keinerlei Probleme das Grün zu attackieren. Der lange Eagleputt fällt zwar nicht, das erste Birdie stellt aber nur Formsache dar. Sofort kommt aber wieder Stress auf, denn ein weiterer verzogener Abschlag bremst sich erst in der Waste Area ein. Trotz unangenehmer Lage erreicht Bernd aber das Grün und nimmt schließlich das Par mit.

Wieder zurück

Dass an diesem Tag aber so gut wie nichts zusammenpassen will macht sich dann auf der 10 richtig bemerkbar, denn statt des scoretechnischen Ausgleichs setzt es am Par 5 ein weiteres Bogey, was Bernd auch erstmals aus den Top 10 katapultiert. Damit will sich der 34-jährige aber sichtlich nicht zufrieden geben, denn sofort steuert er mit seinem zweiten Birdie gegen und macht so den Par 5 Faux-pas wieder wett.

Auf der 15 findet er dann auch erstmals so richtig das Gefühl für die Grüns, denn aus knapp fünf Metern gelingt der scoretechnische Ausgleich, was ihn auch wieder unter die besten 10 spült. Passend zu einem richtig anstrengenden Tag lippt dann auf der 18 sogar der Birdieputt aus und verhindert so noch den Sprung in den roten Bereich. Angesichts der Finalrunde muss Bernd sich am Ende mit der 72 (Par) und dem 8. Platz wohl zufrieden zeigen, da mit den Problemen im Spiel schlicht kaum besseres möglich gewesen wäre. Lee Westwood lässt sich mit einer 67 (-5) und bei 19 unter Par den Sieg nicht mehr nehmen.

Grundsätzlich muss man trotz der extrem zähen letzten 18 Bahnen aber sagen, dass die Richtung wohl durchwegs stimmt, denn mit einem Top 10 Ergebnis beim topbesetzten Rolex Series Event in Abu Dhabi gibt es bei knapp 135.000 Euro Preisgeld und 149,9 Punkten für die Jahreswertung nicht viel Grund zu meckern. Was jedoch offensichtlich ist, ist die Tatsache, dass Bernd vor allem vom Tee deutlich stabiler werden muss um auch kommende Woche in Dubai wieder um den Sieg mitspielen zu können.

In der Ryder Cup Qualifikation und im World Ranking macht er mit dem 8. Rang zwar keine großen Sprünge – ein absolutes Topergebnis hätte hierbei klarerweise deutlich weitergeholfen – er sammelt aber weiterhin wichtige Punkte.

Rückzug im Klassement

Wie Bernd Wiesberger bestritt auch Matthias Schwab sein erstes Saisonturnier und wie bei seinem Landsmann gab es auch beim 24-jährigen viel Licht und einigen Schatten, wobei Matthias am Freitag mit einer fehlerlosen 66 (-6) seine klar beste Runde der Woche abspulte und sich so auch bis zum Sonntag die Chance auf ein Spitzenergebnis offen hielt.

Der Sonntag verläuft dann allerdings nicht so richtig nach dem Geschmack des Rohrmoosers. Mit zwei Pars findet er sich zwar sehr souverän zurecht, lässt aber eine schnelle Birdiechance am Par 5 der 2 ungenützt verstreichen. Auch danach ist er vergeblich auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis und tritt sich auf der 6 nach 37 fehlerlosen Löchern sogar das erste Bogey ein, das ihn im Klassement doch mittlerweile um etliche Ränge zurückwirft.

Konträr zum Freitag und Samstag hat er auch danach etliche Schwierigkeiten, lässt die Par 5 Bahnen ungenützt verstreichen und muss auf der 11 sogar seinen zweiten Fehler einstecken.Des Schlechten noch nicht genug gelingt auch die 12 nur mit Bogey, was die zähe letzte Runde langsam aber sicher zur Realität werden lässt.

Zumindestens kann er mit dem ersten Birdie der Runde danach etwas gegensteuern. Das stabilisiert auch sichtlich sein Spiel, denn in Folge kann er weitere Fehler von der Scorecard fernhalten und nimmt zum Abschluss auf der 18 noch ein weiteres Birdie mit. Mehr als die 73 (+1) geht sich so aber nicht aus und Matthias muss sich bei seinem Saisondebüt mit einem 42. Platz anfreunden.

“Das war heute eine ähnliche Runde wie am Donnerstag. Es war eigentlich gut gespielt, aber leider schlecht gescored. Ich hatte keine wirklich guten Schläge deshalb muss ich mein Score auch so akzeptieren”, zieht Matthias Schwab danach durchaus selbstkritisch Resümee.

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Sternenjagd

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger packt am Moving Day eine fehlerlose 65 aus und hat damit gute Chancen sich am Sonntag seinen bereits dritten Rolex-Series Stern zu sichern. Auch Matthias Schwab wahrt im Abu Dhabi GC mit einer bogeyfreien 69 die Chance auf ein Spitzenergebnis.

Bernd Wiesberger bewies am Freitag vor allem auf und rund um die Grüns sehr viel Gefühl, denn trotz einiger Ungenauigkeiten im langen Spiel konnte der Burgenländer die bereits zweite 69 (-3) notieren und blieb darüber hinaus sogar fehlerlos. Damit startet er nur knapp hinter den Top 10 ins Wochenende und hat mit zwei weiteren guten Runden noch alle Chancen.

Der Start verläuft zwar bei besten Scoringbedingungen zunächst mit verpasstem Par 5 Birdie auf der 2 noch etwas zäh, Bernd holt den roten Eintrag aber prompt auf der 3 nach und taucht so früh in den roten Bereich ab, was ihn auch an den Top 10 dranbleiben lässt. An den Schlaggewinn kann er aber nicht gleich anknüpfen, versteht es aber immerhin Fehler von der Scorecard fernzuhalten.

Erst am Par 3 der 7 passt dann wieder alles zusammen, denn nach gutem Eisen kann er die sich bietende Chance zum zweiten Birdie nützen und liegt damit plötzlich nur noch um einen einzigen Schlag hinter dem Führungsquintett. Genau diesen holt er sich dann sogar noch auf den Frontnine, denn die nächste Birdiemöglichkeit auf der 9 nimmt er dankend an und vergößert so das Feld der Spitzenreiter.

Fuß am Gas

Lange Zeit leuchtet sein Name aber nicht von der Spitze, denn Lee Westwood (ENG) verschärft unter anderem mit einem Eagle das Tempo. Bernd bleibt aber in Schlagdistanz, da er die 13 nach starker Annäherung gewinnbringend nützen kann. Das heizt den Birdiemotor des Südburgenländers gegen Ende der Runde noch einmal an, denn auf der 15 passt der Abschlag und er locht am Par 3 souverän zu einem weiteren Birdie, was ihn in die erste Verfolgerposition katapultiert.

Nur eine Bahn taucht der Name Wiesberger dann aber sogar wieder am 1. Platz auf, denn nachdem sich Westwood ein Bogey eintritt und Bernd nach weiterem guten Eisen den roten Doppelpack schnürt, gesellt er sich zum Engländer in die geteilte Führung. So richtig “on fire” kann ihn auf der 18 nicht einmal ein verzogener Drive und ein Ausflug in den Bunker am abschließenden Birdie hindern.

Einige Minuten später nimmt auch Westwood dann noch ein Birdie von der 18 mit und geht so auf 14 unter Par. Mit der fehlerlosen 65 (-7) und auf Rang 2 mischt Bernd aber voll im Titelkampf mit und hat alle Chancen sich am Sonntag seinen bereits dritten Rolex-Series Stern zu sichern.

Nach der Runde meint er: “Ich hab heute im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen mehr Fairways getroffen, was die Sache doch einigermaßen erleichtert hat. Leider hab ich auf den Backnine einige gute Chancen ausgelassen, aber dann gegen Ende doch noch die Putts gelocht. Der Schlüssel zum Erfolg für morgen ist sicherlich weiterhin ein gutes Spiel vom Tee.”

Ebenfalls makellos

Auch Matthias Schwab ist am Freitag so richtig in der neuen Saison angekommen, denn der Schladming-Pro packte eine 66 aus und stürmte damit sogar in eine recht vielversprechende Verfolgerposition nach vor. Bei guten Verhältnissen findet er sich auch prompt gut zurecht, denn planmäßig nimmt er vom Par 5 der 2 ein rasches Birdie mit.

An das schnelle Erfolgserlebnis kann er in Folge jedoch nicht unmittelbar anknüpfen, denn mit Pars macht er zwar keine Fehler, rutscht angesichts der tiefen Scores aber dennoch um etliche Ränge zurück. Bis zur 12 muss sich der Rohrmooser in Geduld üben, ehe endlich wieder ein Birdieputt den Weg ins Ziel findet. Zwar rangiert er auch so nach wie vor “nur” im Mittelfeld, bei dem dichtgedrängten Feld fehlen aber derzeit nur wenige Schläge zum Spitzenfeld.

Unaufgeregt absolviert er dann auch die verbleibenden Bahnen und lässt die gesamte Runde über absolut nichts anbrennen. Stilecht kann er dann vom abschließenden Par 5 noch einen weiteren Schlaggewinn mitnehmen und bringt so noch die 69 (-3) zum Recording. Im Klassement macht er damit am Samstag zwar keine großen Sprünge, die Chancen gleich bei seinem ersten Turnierstart ein Topergebnis mitzunehmen stehen, eine gute Finalrunde vorausgesetzt, vom 24. Platz weg aber durchwegs gut.

“Heute waren sehr gute Bedingungen. Ideale Temperatur, kein Wind und ein Golfplatz in hervorragendem Zustand. Drei unter Par und bogeyfrei war schon okay aber es wäre natürlich mehr möglich gewesen”, fasst er die dritte Runde im Anschluss kurz zusammen.

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Touch bewiesen

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger srambelt sich im Abu Dhabi GC mit starkem Kurzspiel und gelungenen Putts zur bereits zweiten 69. Matthias Schwab lässt mit einer 66 den zähen ersten Spieltag mehr als vergessen.

Bernd Wiesberger fand mit einer 69 durchaus gut ins neue Jahr und geht mit richtig guten Chancen auf ein Topergebnis in den zweiten Spieltag. Bei erwartet etwas windigeren Bedingungen als zum Auftakt hofft der Oberwarter nun auf eine weitere Runde in den 60ern.

Sofort macht er auch auf der 1 klar, dass er genau das realisieren will, denn nach starker Annäherung nimmt er sofort das anfängliche Birdie mit. Auch am darauffolgenden Par 5 legt er sich eine Birdiechance auf, lässt den Putt aber auf Linie etwas zu kurz. Der Südburgenländer erarbeitet sich auch in Folge richtig gute Möglichkeiten und stopft auf der 4 zum nächsten Birdie, womit einen starken Start in den zweiten Spieltag endgültig in trockene Tücher bringt.

Fast locht Bernd dann auf der 6 sogar aus dem Grünbunker, der Ball schleicht aber Millimeter am Loch vorbei. Am Par 5 der 8 kommt dann erstmals aber so richtig Stress auf, denn Bernd hat vom Tee weg etliche Probleme. Schlussendlich findet er erst mit dem vierten Schlag das Grün, stopft aber einen ganz wichtigen Parsave und hält sein Score so weiterhin bei 2 unter Par.

Viel Gefühl

Nach verfehltem Fairway hat er auch auf der 9 wieder etwas Mühe, mit einem ganz starken Chip stellt das Par am Ende aber nur Formsache dar. Eine kleine Schwächephase mit einigen nicht ganz so soliden Eisen übersteht Bernd am Ende unbeschadet und belohnt sich auf der 13 mit einem weiteren starken Putt und dem dritten Birdie des Tages stilvoll.

Das starke Scrambling behält er auch gegen Ende der Runde weiter bei, denn auf der 17 muss er einmal mehr etwas zaubern, bringt den Ball aber erneut gefühlvoll zur Fahne und lässt sich die Chance aufs Par nicht nehmen. Auf der 18 passt dann noch einmal alles zusammen, denn nach gutem Abschlag erreicht er ohne Mühe mit dem zweiten Schlag das Grün, marschiert jedoch dank eines Dreiputts nur mit dem Par zum Recording.

Dennoch geht sich für Bernd Wiesberger schlussendlich eine fehlerlose 69 (-3) aus und er setzt sich damit vor dem Wochenende beim 7 Millionen Turnier als 12. auch knapp hinter den Spitzenplätzen in guter Lauerstellung fest. Was am Freitag besonders in seinem Spiel heraussstach war – trotz des abschließenden Dreiputts – sein Touch auf und auch rund um die Grüns, denn einige Male musste er sein ganzes Talent aufbieten um Schlagverluste zu vermeiden, zog sich aber immer gekonnt aus der Affäre.

Nach der Runde meint er [sic!]: “Es war wieder nicht mein bestes Golf heute, aber zumindest konnte ich die Bogies von der Karte halten. Freue mich aufs erste Wochenende im neuen Jahr.”

Glänzender Auftritt

Matthias Schwab hatte am Donnerstag auf keinen Fall den eigentlich erhofften Saisonstart, denn auf 18 birdielosen Bahnen musste er zwei Bogeys notieren, was ihn am Freitag bereits zu einer Aufholjagd zwingt, soll sich der Cut in Abu Dhabi ausgehen. Zumindestens hat Matthias den Vorteil einer frühen Startzeit.

Auch am Freitag verpasst er es dann aber zunächst auf der 10 ein schnelles Par 5 Birdie mitzunehmen, holt den roten Eintrag aber sofort auf der 11 nach und durchbricht damit auch den hartnäckigen bisherigen Birdiebann. Ins Rollen bringt ihn das Erfolgserlebnis aber noch nicht wirklich, denn schon auf der 13 muss er wieder den scoretechnischen Ausgleich einstecken.

Der Schladming-Pro lässt sich davon aber nicht beirren, zieht weiterhin sein Spiel durch und kann sich am Par 3 der 15 mit dem zweiten Birdie des Tages belohnen. Das bringt den jungen Steirer endgültig auf den Geschmack, denn auch der 1 entlockt er ein Birdie und taucht so erstmals über der gezogenen Linie auf.

Tempo verschärft

Da sich dann mit der 2 auch das nächste Par 5 als gewinnbringend erweist, schnürt er sogar den roten Triplepack und verschafft sich so auch erstmals etwas Luft im Hinblick auf die Cutlinie. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe es am Par 3 der 4 schon mit dem nächsten Birdie immer weiter in Richtung Norden des Leaderboards geht.

So richtig im Flow zeigt der Rohrmooser auch danach ganz starkes Golf, hält Fehler weiterhin gekonnt fern und kann gegen Ende seiner zweiten Runde mit der 8 auch noch die letzte lange Bahn zu einem Birdie überreden, was den richtig starken Freitag endgültig perfekt macht. Am Ende steht er mit der 66 (-6) beim Recording, was nicht nur keinerlei Zweifel am Cut aufkommen lässt, sondern ihn außerdem als 24. in eine recht komfortable Position vor dem Wochenende pusht.

“Im Golf machen manchmal Kleinigkeiten sehr viel aus. Ich hab an beiden Spieltagen nahezu gleich gut gespielt, aber ich hab die Bälle heute etwas besser getroffen und somit näher an die Fahnen geschossen, was dann auch in mehr gelochten Putts mündetet. Statt 2 über Par birdielos, spielt man so die Runde dann 6 unter Par mit gleich sieben Birdies”, beschreibt er danach seinen starken Auftritt.

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Gelungener Saisonstart

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger legt im Abu Dhabi GC mit einer 69 einen durchwegs gelungenen Start in die neue Saison hin.

Bernd Wiesberger und Matthias Schwab eröffnen zum zweiten Mal gemeinsam ihr neues Golfjahr in der Wüste von Abu Dhabi. Angesichts eines 7 Millionen Dollar-Events der Rolex Series bleibt beiden keine Zeit langsam den Rost abzuschütteln. Der Start von 0 auf 100 gelang im Vorjahr Matthias Schwab etwas besser, als er bei seinem Debüt in den Emiraten gleich den 21. Platz erreichte. Auch Bernd Wiesberger schaffte es gleich beim Saisonauftakt ins Finale.

Nach der jeweils besten Golfsaison der Karriere sind die Erwartungen jedoch entsprechend hoch, sich in dem Weltklassefeld mit Kalibern wie Koepka, DeChambeau, Fleetwood, Kaymer, Garcia oder Oosthuizen zu behaupten. Bernd macht aber sofort klar, dass er seine kurze “Off-season” wohl bestens genützt hat, denn gleich vom anfänglichen Par 5 auf der 10 nimmt er das erste Birdie mit und hat auch danach sein Visier richtig gut eingestellt, denn nach soliden Pars geht sich am Par 3 der 15 rasch das nächste Erfolgserlebnis aus.

“Es ist derzeit noch etwas kühler als in den vorangegangenen Jahren, was es durchwegs angenehm macht. Sobald die Sonne aber so richtig rauskommt wird sich das wohl rasch ändern”, spricht Bernd im Interview während der Runde vor allem das typische Wüstenklima in den Emiraten an. Auch danach zeigt der Südburgenländer fehlerfreies Golf und legt sich auf der 18 trotz knapp verfehltem Fairway sogar eine Eaglechance auf. Der lange Putt will zwar nicht fallen, das dritte Birdie kann er aber mitnehmen und macht so richtig starke erste neun Löcher der neuen Saison perfekt.

Erstmals Stress

Erst nach dem Turn kommt erstmals etwas Stress auf, denn nach einem verschobenen Birdieputt auf der 1 und einem verpassten Par 5 Birdie auf der 2 muss er am darauffolgenden Par 4 nach verzogenem Abschlag sogar aus dem Unterholz rauschippen und kann im Anschluss den wichtigen Parputt nicht lochen, was im ersten Fehler mündet. Sofort aber steuert der 34-jährige gekonnt gegen, denn am Par 3 danach rollt er den Ball gefühlvoll aus gut sechs Metern mit der letzten Umdrehung ins Loch.

Das bringt auch sichtlich sofort wieder die Sicherheit zurück, denn auf der 6 zündet er ein fantastisches Eisen und lässt sich die darauffolgende Chance zum nächsten roten Eintrag nicht entgehen. Das letzte Par 3 erweist sich dann aber noch einmal als Stolperstein, denn nach verfehltem Grün rollt der kurze Chip etwas zu lange aus und Bernd muss so nach verschobenem Parputt mit dem zweiten Fehler des Tages leben.

Zwar geht sich dann auf den letzten Bahnen kein weiteres Erfolgserlebnis mehr aus, mit der 69 (-3) legt Bernd aber einen durchwegs soliden bis sehenswerten Start in die neue Saison hin und verschafft sich darüber hinaus als 14. auch eine recht vielversprechende Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf. Zur Runde meint er [sic!] danach auf Facebook: “Hat sich gut angefühlt endlich wieder eine Scorekarte in der Hand zu halten. Leider war ich heute etwas schwach von den Tees, konnte aber durch soliden Kampfgeist die Runde mit -3 beenden.”

Birdielos ins neue Jahr

Der Start gelingt bei Matthias Schwab um einiges zäher, denn gleich die 1 brummt dem Schladming-Pro das erste Bogey auf. Da sich danach auch am darauffolgenden Par 5 noch kein Birdie ausgehen will, kann er einen eher schleppenden Auftakt nicht abwenden. In Folge stabilisiert er zwar sein Spiel und kann weitere Fehler von der Scorecard fernhalten, auf das erste Birdie muss er aber noch warten.

Am Par 3 der 7 kommt es dann sogar noch dicker, denn mit dem zweiten Schlagverlust rutscht er sogar in den dreistelligen Bereich des Leaderboards ab. Im einigermaßen unangenehmen Wind verpasst er danach auch auf den Par 5 Bahnen der 8 und der 10 Birdies, womit er regelrecht auf der Stelle tritt.

Die Runde entwickelt sich richtiggehend zäh, denn Matthias vermeidet zwar gekonnt noch weitere Fehler, spult jedoch auch weiterhin Par um Par ab und kann auch auf den gesamten Backnine über einfach keinen einzigen Schlag aus dem Kurs quetschen und muss sich schließlich mit der birdielosen 74 (+2) und Rang 98 zufrieden geben.

Mit der Runde zeigt er sich klarerweise alles andere als zufrieden: “Der Start in die neue Saison hätte durchaus besser sein können. Leider war das gesamte Spiel von mir heute nicht wirklich gut. Ein kleiner Nachteil war heute auch der aufkommende Wind, der den Platz am Nachmittag schwieriger machte.”

Renato Paratore (ITA) und Shaun Norris (RSA) erwischten mit 64er (-8) Runden den besten Start.

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Rolex-Start

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Matthias Schwab und Bernd Wiesberger eröffnen im Abu Dhabi GC ihre neue Saison und hoffen beim Rolex-Series Event in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate auf eine gute erste Turnierwoche 2020.

Bereits vier Turniere hat die European Tour in der neuen Saison schon auf der Habenseite, bei keinem standen bislang jedoch Österreicher in den Teeboxen. Nach den anstrengenden Wochen Ende November und Anfang Dezember gönnten sich sowohl Matthias Schwab als auch Bernd Wiesberger einige wohlverdiente freie Wochen und gehen damit nun klarerweise dementsprechend frisch und ausgeruht wieder zu Werke.

Gleich zum Auftakt der rot-weiß-roten Jahreseröffnung wartet auch eine echte Standortbestimmung, denn die Abu Dhabi Championship zählen zur elitären Rolex-Series und locken mit 7 Millionen Euro Preisgeld auch ein dementsprechend starkes Starterfeld an. Dass sich aber Matthias Schwab davon alles andere als beeindruckt zeigt machte er schon in seinen ersten beiden Jahren auf der Tour klar, denn erst zuletzt in der Türkei musste er sich bei einem Rolex-Series Event erst im Stechen geschlagen geben.

Generell fehlt dem Schladming-Pro eigentlich nur noch der letzte Schritt um den ganz großen Durchbruch endgültig verbuchen zu können, denn nach den meisten Top 10 Ergebnissen des gesamten European Tour Feldes und dem Sprung unter die Top 100 der Welt ist das einzige Manko, dass noch kein Sieg gelingen wollte. Den Start von 0 auf 100 in die Saison bekam Matthias aber schon letztes Jahr recht gut hin, denn Abu Dhabi verließ er 2019 mit einem 22. Platz wieder.

Proof it season

Bernd Wiesberger kann überhaupt auf ein fantastisches Jahr zurückblicken, denn der Oberwarter konnte in seiner Comeback-Saison nach der Handgelenksverletzung dreimal zuschlagen und streifte davon sogar gleich zwei Rolex-Series Titel ein. Dank der drei Siege startete er sogar als Führender der Jahreswertung ins Finale in Dubai, musste schlussendlich aber noch Jon Rahm (ESP) und Tommy Fleetwood (ENG) den Vortritt lassen.

Dennoch zählt der Südburgenländer definitiv zu den ganz heißen Eisen der neuen Saison, hat es heuer aber mit Sicherheit nicht wirklich leicht, denn der Druck das starke Vorjahr zu bestätigen ist auf jeden Fall allgegenwärtig. Vor allem bei den ganz großen Nummern wie Majors – die Bernd heuer alle bestreiten wird – fehlt nach wie vor ein Spitzenergebnis und auch in den USA wartet er noch auf den ganz großen Durchbruch.

Laut eigener Aussage peilt er durchaus eine Tourcard auf der PGA Tour an und wird dementsprechend auch einige Male in Übersee am Start stehen, wo aber wohl zwingend gute Ergebnisse gelingen müssen um das selbstgesteckte Ziel erreichen zu können. Vorerst geht es nun aber einmal darum so schnell als möglich den leichten Flugrost abzuschütteln und in Abu Dhabi gut ins neue Jahr zu finden.

Schon letztes Jahr gelang der Start durchaus vielversprechend, denn der Cut stellt in der Comeback-Saison mit Rang 42 keinerlei Problem dar. Ein Spitzenergebnis würde auch beiden österreichischen Professionals in der Ryder Cup Wertung auf jeden Fall weiterhelfen.

Los geht es für Bernd am Donnerstag bereits um 04:30 MEZ auf der 10 gemeinsam mit Buddy Sergio Garcia (ESP) und Patrick Cantlay (USA). Matthias Schwab folgt um 09:35 MEZ von der 1 mit Charl Schwartzel (RSA) und Joshua Hill (ENG).

 

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