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Schlagwort: rolex series

Selbst in der Hand

NEDBANK GOLF CHALLENGE – FINAL: Bernd Wiesberger nimmt vom Gary Player CC mit einer 70er Finalrunde und Rang 3 das angepeilte Topergebnis mit, verschafft sich so weiter Luft an der Spitze der Order of Merit und hat es weiterhin in eigener Hand sich kommende Woche in Dubai die Jahreswertung zu sichern.

Bernd Wiesberger hatte zwar auch am Samstag wieder mit einem einigermaßen zähen Start zu kämpfen, arbeitete sich aber schlussendlich zu einer 70 (-2) und marschierte damit bis auf Rang 6 nach vor. Mit einer ähnlich starken Leistung am Sonntag steht dem angepeilten Topergebnis nichts im Wege, was auch bereits ein großer Schritt in Richtung Sieg der Jahreswertung wäre.

Der Start gelingt mit einem stressfreien anfänglichen Par dann auch ohne große Schwierigkeiten. Wie schon an den Tagen zuvor verstreicht zwar auch am Sonntag wieder mit der 2 das erste Par 5 der Runde ungenutzt, eine Bahn später beweist er auf den Grüns aber Gefühl und stopft einen starken Putt zum ersten Birdie. Danach schafft es Bernd am Sonntag einen zähen Start wie an den letzten Tagen zu vermeiden, denn auch auf der 5 findet der Putt zum roten Eintrag seinen Weg ins Ziel, was den Oberwarter klar an die Spitzengruppe heranbringt.

Putter voll auf Temperatur

Vor allem der Putter glüht zu dieser Zeit im windigen Sun City, denn richtig zwingend gelingt auch die Annäherung auf der 6 nicht, doch aus großer Distanz hat der Ball gar keine andere Chance als ins Loch zum dritten Birdie des Tages zu fallen. “Der Kurs spielt sich mittlerweile doch ziemlich schnell weil es seit Mittwoch Abend nicht mehr geregnet hat. Es ist auch deutlich windiger heute und ich mag diese Verältnisse durchaus. Ich bin soweit zufrieden mit meinem Spiel und natürlich auch mit den Putts, die heute bislang gut funktionieren”, so Bernd nach dem 8. Abschlag.

Genau dieser Abschlag ist es auch der erstmals einen Dämpfer am Sonntag setzt, denn nach Problemen erreicht er erst mit dem vierten Schlag das Grün und muss das erste Bogey einstecken. Fast gelingt dann trotz überschlagenem Grün am Par 5 der 9 mit starkem Chip das nächste Birdie, am Ende fehlen aber ein paar Zentimeter. Auf der 10, der nächsten langen Bahn, gelingt die Übung dann besser, denn ein starkes Wedge eröffnet die Birdiemöglichkeit, die er sich nicht entgehen lässt.

Der Putter bleibt am Sonntag auch weiterhin auf Temperatur, denn nach gutem Eisen ergibt sich auf der 11 die nächste Chance und wieder locht Bernd ohne mit der Wimper zu zucken, womit er plötzlich nur noch einen einzigen Schlag Rückstand auf die Spitze aufweist. Langsam aber sicher muss der 34-jährige sogar aufpassen, dass ihm das Gerät fürs Kurzgemähte kein Loch ins Bag brennt, denn am durchaus schwierigen Grün der 12 rollt der Ball erneut mit Break über die Welle perfekt zum Loch und kippt mit der letzten Kraft ins Loch. Da parallel dazu Louis Oosthuizen (RSA) mit Problemen zu kämpfen hat, taucht Bernd plötzlich sogar in geteilter Führung auf.

Nahezu gleichzeitig zieht Tommy Fleetwood (ENG) aber das Tempo wieder an und schnappt sich wieder den Platz an der Sonne. Plötzlich beginnt Bernd dann vor allem vom Tee ungenauer zu werden. Am Par 5 der 14 geht sich das Par noch ohne Probleme aus, am Par 4 danach muss er nach einem erzwungenen Querchip zurück aufs Fairway dann aber mit dem Bogey leben. Das schein auch den Rhythmus vor allem auf den Grüns zu brechen, denn ein guter erster Putt läuft auf der 16 am Loch vorbei und nachdem dann auch der Retourputt nicht fallen will, gibt er mit einem Dreiputtbogey den nächsten Schlag ab.

Dramatisches Finish

Bernd beißt sich aber noch einmal zurück, denn auf der zähen 17 legt er die Annäherung stark zur aufs Grün und nimmt so das nächste Birdie mit, das ihn auch wieder zweistellig unter Par bringt. Am Schlussloch wird es dann allerdings noch einmal dramatisch, denn nach einem weiteren verzogenen Drive setzt er alles auf eine Karte, schießt aber den Baumstamm vor sich ab und liegt damit weiter weg als zuvor. Erst mit dem vierten Schlag erreicht er schließlich das Grün und tritt sich so noch ein Doppelbogey ein, das ihm auch den alleingen 3. Rang und somit auch wichtige Punkte im Race to Dubai kostet.

Dennoch macht er auch mit der 70 (-2) und dem geteilten 3. Platz in Südafrika einen weiteren ganz großen Schritt in Richtung Sieg der Jahreswertung. Bereits heute hätte er in einer gewissen Konstellation den Sack zumachen können. Da in Dubai aber noch einmal mehr Punkte vergeben werden – gesamt gilt es 12.000 Punkte zu verteilen, wobei der Sieger 2.000 erhält – könnte Österreichs Nummer 1 jedoch nach wie vor noch von der Spitze verdrängt werden. Die Chancen auf einen rot-weiß-roten Gesamtsieg stehen jedoch mittlerweile mehr als nur gut.

Tommy Fleetwood (ENG) muss nach einer 65er (-7) Finalrunde – der Engländer findet dabei gleich drei Eagle – gegen Marcus Kinhult (SWE) (68) ins Stechen und setzt sich dort am ersten Extraloch knapp mit Par gegen Bogey durch und sichert sich so den 2,5 Millionen Siegerscheck.

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Großer Schritt

NEDBANK GOLF CHALLENGE – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger macht am Moving Day im Gary Player CC mit einer 70 einen großen Schritt in Richtung angepeiltes Topergebnis und könnte sich am Sonntag mit einer weiteren roten Runde bereits einen recht komfortablen Vorsprung in der Jahreswertung erarbeiten.

Bernd Wiesberger fand zwar auch am Freitag wieder nur äußerst zäh in den Tag, drehte seine Runde nach zwei frühen Bogeys aber noch zur 69 (-3) und stürmte damit bis auf Rang 10 nach vor. Die starke Verfolgerposition will er nun am Wochenende klarerweise bestmöglich ausnützen um sich am Sonntag das angepeilte Topergebnis einstreifen zu können. Damit wäre auch bereits ein großer Schritt in Richtung Sieg der Jahreswertung gemacht.

Der Start in den Moving Day gelingt trotz einer knapp zu kurzen Annäherung sehr unaufgeregt mit einem schlussendlich sicheren Par. Wie schon an den vorangegangenen Tagen verläuft aber auch am Samstag wieder der die frühe Phase der Runde mehr schlecht als recht, denn zum dritten Mal verpasst er es vom Par 5 der 2 ein schnelles Birdie mitzunehmen und tritt sich in Folge auf der 3 sogar ein Bogey ein, womit er einmal mehr zu Beginn etwas fehlerhaft agiert.

Zwar lässt sich Bernd vom Fehler nicht wirklich beeindrucken und spult danach solide Pars ab, das erste Birdie lässt aber noch auf sich warten. Erst kurz vor dem Turn setzt Bernd dann am Par 5 der 9 ein erstes Ausrufezeichen, denn nach einem perfekten Wedge fehlt am Ende sogar nur eine Viertelumdrehung zum Eagle. Das erste Birdie ist so nur noch Formsache.

Geduldig geblieben

Das bringt den Birdiemotor des Oberwarters erstmals etwas auf Touren, denn mit der 10 kann er auch das zweite der aufeinanderfolgenden Par 5 Löcher gut nützen und taucht so erstmals in die roten Zahlen ab. Fast kann er den Minusbereich dann auf der 13 weiter ausbauen, beim Birdieputt fehlen am Ende aber zwei Zentimeter zum nächsten Schlaggewinn.

Generell heißt es für Bernd wieder Geduld bewahren, denn reihenweise notiert er nach dem Birdiedoppelpack rund um den Turn Pars auf die Scorecard. Erst auf der 17 beweist er wieder seine größte Stärke, denn ein perfektes Eisen bis auf einen halben Meter zur Fahne legt ihm die nächste Birdiechance auf, die er dankend annimmt.

Auf der 18 vermeidet er dann erstmals in dieser Woche einen Ausflug in den Grünbunker und legt sich so noch eine weitere Birdiechance auf. Der Putt will zwar nicht mehr fallen mit der 70 (-2) arbeitet er sich aber weiter im Klassement bis auf Rang 6 nach vor und macht so auch bereits einen großen Schritt in Richtung des angepeilten Topergebnisses.

Ein Spitzenplatz wäre zwar noch nicht die endgültige Garantie für den Sieg der Jahreswertung, da es in Dubai noch einmal mehr Punkte zu vergeben gibt, die Chancen würden so aber bereits mehr als nur gut stehen.

“Es war ein solider Movingday für uns heute in Sun City. Ich hoffe, dass ich morgen nochmal einige solcher Schläge auf den Gary Player Country Club zaubern kann, damit wir die Woche stark abschließen”, so Bernd [sic!] nach seiner Runde auf Facebook.

Zander Lombard (RSA) geht bei gesamt 11 unter Par als Spitzenreiter in den Finaltag.

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Aufgeschlossen

NEDBANK GOLF CHALLENGE – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger hat zwar auch am Freitag wieder mit frühen Schwierigkeiten zu kämpfen, kratzt aber im Gary Player CC rechtzeitig die Kurve und schließt mit einer 69 zu den Spitzenplätzen auf.

Bernd Wiesberger hatte auf den ersten Löchern auch in Südafrika wieder ordentlich zu kämpfen und musste nach Ungenauigkeiten sogar ein Doppelbogey einstecken. Auf den Backnine fand er dann aber so richtig ins Spiel und konnte auch die Qualität seines Spiels deutlich steigern, was sich auch in vier Birdies bemerkbar machte. Zwar verhinderte ein Bogey am Schlussloch noch besseres als eine 71 (-1), kann er am Freitag aber an die durchaus starken zweiten Neun vom Donnerstag anknüpfen, könnte er sich durchaus bis ins Spitzenfeld nach vor spielen.

Genau dieses Vorhaben bekommt jedoch gleich auf der 1 einen unangenehmen Dämpfer, denn da sich am Eröffnungsloch nur ein Bogey ausgeht, rutscht er rasch wieder um einige Ränge bis ins Mittelfeld zurück. Auch das Par 5 danach erweist sich noch nicht als gewinnbringend und lässt kein Birdie springen. Zumindestens übersteht er das Doppelbogey-Loch vom Vortag am Freitag ohne weiteren Fehler.

Dafür geht es allerdings schon auf der 5 weiter nach hinten, denn mit seinem zweiten Bogey des Tages besiegelt er endgültig den zähen Start in den zweiten Spieltag. Auf der 6 kann er dann aber auch recht rasch erstmals gegensteuern, denn mit seinem ersten Birdie in dieser Woche auf den Frontnine kann er sich einen abgegebenen Schlag wieder zurückholen.

Auf den Geschmack gekommen

Das Erfolgserlebnis bringt den Oberwarter auch sichtlich auf den Geschmack, denn prompt überredet er auch das darauffolgende Par 3 zu einem Birdie und gleicht so sein Tagesergebnis in Windeseile wieder aus. Auch damit hat Bernd sichtlich noch lange nicht genug, denn mit dem nächsten Schlaggewinn schnürt er auf der 8 sogar den roten Triplepack und marschiert so endgültig wieder an die Top 10 heran.

Das Par 5 Doppel rund um den Turn lässt er danach zwar ungenützt verstreichen, hält sich so aber immerhin zumindestens im zartrosa Bereich. Die 14 – die vierte und letzte lange Bahn der Runde – lässt dann aber endlich am Freitag auch das erste Par 5 Birdie springen und Bernd bleibt so bis auf einen Schlag an den Spitzenrängen dran.

Dass die Eisen sichtlich wieder besser passen macht er auf der 16 eindeutig klar, denn der Abschlag am Par 3 passt richtig gut und mit gefühlvollem Touch rollt er danach auch den Birdieputt ins Ziel. Da er, anders als am Vortag, diesmal trotz eines erneuten Ausflugs in den Grünbunker auch auf der 18 nichts mehr anbrennen lässt, unterschreibt er schlussendlich die 69 (-3), reiht sich damit auf Rang 10 ein und schließt so vor dem Wochenende klar zu den Toprängen auf.

Damit wahrt er auch die Chance Südafrika mit einem richtig starken Ergebnis wieder zu verlassen, was im Hinblick auf den Sieg der Jahreswertung wohl bereits die halbe Miete wäre. Als positiver Nebenaspekt sollte man am Freitag auch nicht die Tatsache außer Acht lassen, dass er mit Padraig Harrington als Flighpartner unterwegs war. Der Ire ist kommendes Jahr Ryder Cup Captain und konnte sich 18 Löcher lange selbst von den Qualitäten des Burgenländers überzeugen.

“Nach der 5 war ich deutlich ruhiger und relaxter und hab dann ziemlich gut gespielt. Der Platz hier testet einen sowohl in spielerischer als auch in mentaler Hinsicht und ich bin froh, dass ich nach dem eher zähen Start noch eine recht gute Runde reingebracht hab”, so der 34-jährige direkt nach der Runde. Angesprochen auf den Gesamtsieg der Jahreswertung meint er: “Es sind jetzt noch sechs Runden heuer zu spielen und ich versuche bestmöglich vorbereitet in den Tag und ins Turnier zu gehen. ”

Zander Lombard (RSA) geht nach der 65 (-7) und bei gesamt 11 unter Par als Führender ins Wochenende.

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Ins Turnier gekämpft

NEDBANK GOLF CHALLENGE – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger steckt einen frühen Doppelbogey-Schock gut weg und legt im Gary Player CC trotz eines Fehlers am Schlussloch mit einer 71 sogar noch einen roten Start hin.

Bernd Wiesberger kommt als Spitzenreiter im Race to Dubai zur vorletzten Etappe nach Südafrika angeflogen. Seine englischen Herausforderer Matt Fitzpatrick, Matt Wallace und Tommy Fleetwood sowie die heimstarken Südafrikaner Erik van Rooyen, Louis Oosthuizen und Christiaan Bezuidenhout werden alles daran setzen den Österreicher vorne abzufangen.

Wiesbergers Mentor Gary Player hat auch heuer ins Spielerparadies Sun City eingeladen und lockt mit dem Rekord-Siegerscheck von 2,5 Millionen US Dollar. Das hat dennoch nicht gereicht um zur Nedbank Challenge, dem zweiten Event der Final Series, Europas absolute Elite wie McIlroy (NIR), Rahm (ESP), Rose (ENG) oder Lowry (IRL) anzulocken. Die Nummer 18 der Welt, Tommy Fleetwood, ist somit der bestgerankte Spieler am Start.

Anfängliche Ungenauigkeiten

Gleich auf der 1 bringt sich Bernd dann unangenehm in die Bredouille, denn nach starkem Abschlag schlägt er eine durchwegs schwache Annäherung in den Grünbunker, kann aber das wichtige Par noch kratzen. Schon am Par 5 danach ergibt sich aber die erste richtig gute Birdiechance, aus zwei Metern lippt der Putt zum ersten roten Eintrag aber aus.

Die Probleme der letzten Wochen setzen sich zunächst sichtlich auch in Südafrika weiter fort, denn auf der 3 schickt er seinen Ball sogar außerhalb des Golfplatzes auf Safari und muss so das bittere Doppelbogey schlucken, das ihn klarerweise weit zurückwirft.

Mit der Genauigkeit hapert es auch danach weiterhin, denn nach einem Abschlag in den Fairwaybunker beraubt er sich der nächsten Birdiemöglichkeit und auch am Par 3 der 7 hat das Eisen vom Tee nichts mit dem Grün zu tun, was den 34-jährigen einmal mehr zum Scrambeln zwingt.

Birdiemotor kommt auf Touren

Da kurz vor dem Turn am Par 5 der 9 dann der Birdieputt vom Vorgrün nicht ins Loch will, ist die birdielose erste Platzhälfte endgültig Gewissheit. Das will Bernd aber sichtlich nicht auf sich sitzen lassen, denn mit der 10 hat er erstmals am Donnerstag ein Par 5 richtig gut im Griff, durchbricht so den bislang zähen Birdiebann und holt sich einen aufgerissenen Schlag wieder zurück.

Der rote Eintrag scheint generell das Spiel des Führenden im Race to Dubai zu stabilisieren, denn nach soliden Pars danach geht sich auf der 13 das nächste Birdie aus, womit er den Doppelbogey Faux-pas endgültig egalisieren kann. Da er danach am letzten Par 5 der Runde ein Wedge durchaus gut zur Fahne legt, schnürt er sogar den Doppelpack und krallt sich erstmals ein Minus als Vorzeichen.

Auch auf den Grüns läuft es auf den Backnine sichtlich deutlich besser, denn kurz vor Schluss locht er auf der 17 aus gut sechs Metern zum nächsten Birdie, womit er sich auch endeutig in Richtung der Top 10 orientiert. Eine etwas zu lange Annäherung in den Grünbunker brummt ihm dann aber noch ein abschließendes Bogey auf, was schließlich nicht mehr als die 71 (-1) zulässt.

Nach dem zähen Beginn mit vielen Ungenauigkeiten und dem Doppelbogey kämpft er sich aber trotz des Bogeys am Schlussloch durchaus noch gut ins Turnier. Vor allem die Qualität seines Spiels auf den zweiten neun Löchern sollte durchaus Auftrieb für den weiteren Turnierverlauf geben. Lokalmatador Louis Oosthuizen ist am Donnerstag eine Klasse für sich. Der Südafrikaner packt eine 63 (-9) aus und führt damit überlegen das Feld in Sun City an.

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Birdiesafari

NEDBANK GOLF CHALLENGE – VORSCHAU: Bernd Wiesberger steht nach der zähen Woche in der Türkei auch im Gary Player CC von Sun City in den Teeboxen und hofft seinen Vorsprung in der Jahreswertung im südafrikanischen Busch weiter ausbauen zu können.

So hatte sich Bernd Wiesberger das 7 Millionen Rolex Series Event in der Türkei sicherlich nicht vorgestellt, denn an keinem einzigen Tag fand der Burgenländer so richtig in den angepeilten Rhythmus und musste sich am Ende mit einem durchwachsenen 49. Platz zufrieden geben. Damit verteidigte er zwar seine Spitzenposition im Race to Dubai, die große Chance sich vorne etwas abzusetzen ließ er damit aber verstreichen.

Etliche Flugmeilen südlicher soll es in dieser Woche im südafrikanischen Sommer aber besser laufen, denn mit nur noch den besten 60 zur Verfügung stehenden Spielern der Jahreswertung ist auch zwischen Löwen, Elefanten, Zebras und Co die Chance durchaus groß sich an der Spitze vor dem großen Finale in Dubai etwas Luft zu verschaffen.

Darüber hinaus stehen mit Jon Rahm (ESP) und Shane Lowry (IRL) die zwei dichtesten Verfolger nicht am Start, was Bernd zusätzlich durchaus in die Karten spielen könnte. Dennoch ist die Konkurrenz beim 7,5 Millionen Turnier klarerweise durchaus groß, denn Matthew Fitzpatrick, Matt Wallace (beide ENG) oder auch Erik Van Rooyen (RSA) hätten mit einer starken Woche auf jeden Fall die Chance den Oberwarter vorne abzufangen.

Um genau dieses Szenario zu vermeiden und auch kommende Woche beim großen Finale noch als der Gejagte in den Ring zu steigen, muss er in der Spielerstadt Sun City wieder alle Aspekte seines Spiels auf Schiene haben. Den Par 72 Platz kennt Bernd aus den Vorjahren bereits durchwegs gut, allerdings warf ihn das Gelände im Dezember 2015 mit einer wilden 81 (+9) auch bereits einmal richtig hart ab. Auch 2017 erwischte es ihn am Freitag mit einer 77 (+5) recht unangenehm.

Laut derzeitiger Prognose könnte es am Donnerstag durchwegs nass werden, denn den gesamten Tag über soll es immer wieder einige Schauer geben. Ab Freitag sollte das Wetter sich aber einpendeln und mit rund um 30 Grad Celsius beste Bedingungen bescheren. Los geht es für Bernd am Donnerstag im letzten Flight um 09:50 MEZ auf der 1 gemeinsam mit Matthew Fitzpatrick und Lee Westwood (ENG). Matthias Schwab, der in der Türkei erst im Stechen knapp den Kürzeren zog, legt eine kurze Pause ein und wird kommende Woche in Dubai wieder die Golfschläger schwingen.

 

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Eiskalt abgefangen

TURKISH AIRLINES OPEN – FINAL: Matthias Schwab muss nach eiskalter Performance auf den Grüns im Montgomerie Maxx Royal in ein 6er-Stechen, zieht dort am vierten Extraloch aber gegen Tyrrell Hatton (ENG) knapp den Kürzeren.

Matthias Schwab liefert sich am Finaltag der Turkish Airlines Open regelrecht eine Schlacht für die Ewigkeit, die am Ende aber zu Ungunsten des Steirers ausfällt. Mit vielen ausgelassenen Chancen auf den Grüns muss er am Ende sogar in ein 6er-Stechen – das erste seit den Alfred Dunhill Championship im Jahr 2003 – und hat dort am Ende mit einem kurzen verschobenen Parputt gegen Tyrrell Hatton knapp das Nachsehen.

Dabei zeigte er nach zwei starken ersten Spieltagen auch am Moving Day wieder herausragendes Golf und baute seinen Vorsprung an der Spitze mit einer 66 (-6) sogar auf drei Schläge aus. Die Konkurrenz hatte sogar “Glück”, dass der Rohrmooser auf der 12 ein Doppelbogey einstreute, denn ansonsten würde der 24-jährige mittlerweile wohl bereits am Horizont verschwunden sein.

Ganz cool findet sich Matthias dann als der große Gejagte am Beginn auch gut zurecht, denn standesgemäß nimmt er vom Par 5 der 1 nach recht gutem Chip das anfängliche Birdie mit und hält so die Konkurrenz angenehm auf Distanz. Auch auf der 2 ergibt sich nach ganz starkem Teeshot eine super Möglichkeit, der Putt streift aber nur die Lochkante. Prompt gibt er sich auch auf der 3 wieder die Chance, doch auch diesmal will der Birdieputt seinen Weg ins Ziel nicht finden.

Langer Leerlauf

Einmal mehr ist es dann aber mit der 4 ein Par 5, dass dem Schladming-Pro wohlgesonnen ist, denn nach weiterem starken Chip ist das zweite Birdie des Tages in trockenen Tüchern, was ihn auch weiterhin solide an der Spitze hält. Am langen Par 3 der 5 kommt dann nach dem ersten wirklich eher zähen Schlag Stress auf. Zwar passt der lange Sandschlag recht gut, der Tester zum Par lippt aber aus, weshalb er sich schließlich mit dem ersten Bogey anfreunden muss.

Sowohl auf der 6 als auch auf der 7 legt er sich nach starken Drives und guten Eisen aber schon die nächsten richtig guten Birdiemöglichkeiten auf. Beide Male kann er den Sack zu roten Einträgen aber knapp nicht zumachen. “Ich versuche einfach weiter aggressiv zu spielen, denn Pars alleine werden nicht reichen. Ich bin jetzt schon einige Male in den letzten Gruppen gewesen bei den neun Top 10 Ergebnissen bisher, neu ist die Situation deshalb für mich nicht mehr, aber es ist alles leichter gesagt als getan”, so Matthias nach dem Abschlag auf der 9.

Nachdem die Annäherung auf der 9 um einen knappen halben Meter zu kurz im Flug ist, muss er erneut sein starkes Kurzspiel bemühen, zieht sich mit ganz starkem Chip aber ohne Probleme aus der Affäre. Vor den letzten neun Bahnen des Turniers geht Matthias so mit einem einzigen Schlag Vorsprung auf die Konkurrenz in die entscheidende Phase.

Touch eingebüßt

Das “Dilemma” mit den ausgelassenen Chancen setzt sich aber auch zu Beginn der zweiten Neun weiter fort, denn erneut gibt er sich nach gutem Wedge die Birdiemöglichkeit, doch wieder spielt der Putter nicht mit. Nach einem eingebunkerten Drive muss er auf der 11 vorlegen und verabsäumt es mit einem Par sich wieder etwas von den Verfolgern abzusetzen.

Erst auf der 13 bricht dann endlich wieder der lange andauernde Birdiebann, denn nach starkem Eisen legt er sich am Par 5 sogar die Eaglechance auf. Damit verteidigt der Schladming-Pro auch noch hartnäckig die alleinige Spitzenposition. Auf der 15 unterstreicht er das Gesagte vom Interview zuvor, denn als einziger im Flight zückt er am kurzen Par 4 den Driver und legt den Ball stark vors Grün. Auch der Pitch passt recht gut, allerdings schleicht erneut der Putt hauchdünn am Loch vorbei. Da allerdings auch Tyrrell Hatton’s (ENG) Birdieputt auslippt, behält er noch die alleinige Führungsrolle.

Weiterhin will am Finaltag auch auf den letzten Löchern das Gerät fürs Kurzgemähte nicht so mitspielen wie Matthias das gerne hätte, denn nach einem weiteren guten Abschlag rollt der Ball genau auf Linie, bleibt aber eine halbe Umdrehung vor dem Loch liegen. Nachdem er auch auf der 17 den Putt zu kurz lässt, können Kitayama (USA), Van Rooyen (RSA) und Perez (FRA) zu Matthias an der Spitze aufschließen, was bedeutet, dass er es mit einem Birdie am abschließenden Par 5 selbst in der Hand hat den Sieg einzufahren.

Ins 6er-Stechen

Eine etwas zu kurze Grünattacke bleibt dann aber in ganz unangenehmer Hanglage vor dem Grünbunker hängen und er kann von dort aus den Ball nur mehr schlecht als recht raushacken. Da danach auch der Birdieputt vom Vorgrün nicht fallen will, muss er nach der 70 (-2) schließlich mit gleich fünf weiteren Spielern ins Stechen, das aufgrund der hohen Spieleranzahl sogar in zwei Flights ausgetragen werden muss.

Dort wird es dann vom Tee richtig unangenehm nachdem der Drive links etwas abbiegt. Er findet aber stark zurück aufs Fairway und schlägt ein Weltklasse-Wedge bis auf einen guten Meter zur Fahne. Der Birdieputt sitzt und so geht es mit Tyrrell Hatton und Kurt Kitayama erneut zurück zum 18. Abschlag.

Diesmal passt dann der Drive perfekt, Matthias hat aber Pech, dass ein richtiger Erdpatzen genau dort am Ball picken bleibt, wo er ihn danach mit dem Eisen trifft. Der Mudball gerät etwas zu weit und aus dem dicken Zeug kann er den Ball nicht zwingend zur Fahne legen. Da aber auch Hatton Und Kitayama nur Pars mitnehmen, geht es wieder zurück zum Abschlag.

Dort verzieht er dann wie auch Kitayama seinen Drive weit nach rechts und muss den Ball durch die Bäume durchquetschen. Vom Semirough aus rollt die Annäherung dann etwas zu lang aus, Matthias locht aber vom Vorgrün einen echten Clutch-Putt und bleibt dem Stechen so erhalten, wo es nun nur noch gegen Tyrrell Hatton weitergeht, nachdem der US-Amerikaner seinen Birdieputt am Loch vorbeischiebt.

Am bereits vierten Extraloch hat er vom Tee nach starkem Drive klare Vorteile, verzieht seine Grünattacke jedoch etwas. Auch der Chip gelingt nicht nach Plan und nachdem er danach auch noch den kurzen Parputt über die Lochkante schiebt, muss er schließlich dem Engländer den Sieg überlassen.

Viel Positives trotz Enttäuschung

Am Ende ist die Enttäuschung klarerweise richtig groß, hatte er doch von Donnerstag weg bis zur 18 am Sonntag die Führungsrolle inne und so knapp wie in dieser Woche war er überhaupt noch nie am ersten ganz großen Wurf dran. Dennoch darf sich der Rohrmooser mit Rang 2 und seinem bereits zehnten Top 10 Ergebnis trösten – keiner auf der Tour hatte heuer mehr. Auch im Race to Dubai macht er einen weiteren Satz und wird kommende Woche als 14. der Jahreswertung eine kurze Turnierpause einlegen, ehe es in Dubai beim großen Tourfinale für ihn weiter geht.

Mit einem Sieg hätte er sogar die Führung in der Ryder Cup Qualifikation übernommen, doch auch so mischt der junge Steirer klar im Kampf um einen der Plätze beim Kontinentalvergleich mit den USA kommendes Jahr in Whistling Straits mit. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt ist sein Vorstoß in der Weltrangliste, denn die Top 100 knackt er nun endgültig locker und macht damit auch bereits einen ganz großen Schritt in Richtung Major-Debüt, denn bereits im März stehen die PGA Championship auf dem Programm, wo er nach derzeitigem Stand locker qualifiziert wäre.

“Der Fehler heute war, dass es mir nicht gelungen ist die Entscheidung auf der Runde herbeizuführen. Mein Spiel war okay, aber ich hab einfach zu wenige Putts gelocht und das obwohl diese in der Mehrzahl eigentlich auch gut waren. Im Play-off war es dann wieder sehr eng und der erste Turniersieg wäre klar möglich gewesen”, so Matthias nach der bitteren Entscheidung klarerweise etwas enttäuscht.

Verkorkste Woche

Bernd Wiesberger zeigte am Samstag über weite Strecken durchaus gutes Golf, allerdings bremste sich der Oberwarter einmal mehr in dieser Woche mit einem Doppelbogey aus. Zwar ging sich am Ende mit der 70 seine bislang beste Runde der Woche aus, mit einem 54. Platz kann sich der Führende im Race to Dubai vor der Finalrunde aber wohl keineswegs zufrieden zeigen.

Der Start in den Sonntag gelingt jedoch nach Maß, denn schon die 10 spendiert dem 34-jährigen das erste Birdie. Richtig anknüpfen kann er daran aber nicht, denn sowohl das Par 5 der 11, als auch die lange Bahn der 13 wollen noch keine weiteren Birdies springen lassen. Auch die 18 – das dritte Par 5 der zweiten Neun – lässt er ungenützt verstreichen und kommt so nur im zarten Minusbereich auf den Frontnine an.

Auch die 1 kann er nicht für ein weiteres Birdie nützen und tritt so regelrecht auf der Stelle. Erst die 3 erbarmt sich dann endlich und lässt für den Oberwarter das zweite Birdie des Tages springen. Zwar beendet er die Runde souverän und unaufgeregt und bleibt so am Sonntag sogar fehlerfrei, mit der 70 (-2) gehen sich aber keine großen Sprünge mehr aus. Mit dem 49. Platz verteidigt er zwar seine Führungsrolle in der Jahreswertung, die Chance sich vorne abzusetzen lässt er aber verstreichen.

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Vorsprung ausgebaut

TURKISH AIRLINES OPEN – 3. RUNDE: Matthias Schwab zeigt auch am Moving Day im Montgomerie Maxx Royal von Antalya herausragendes Golf und erarbeitet sich trotz eines zwischenzeitlichen Doppelbogeys zwei Schläge Vorsprung. Bernd Wiesberger kann mit einer 70 nur wenige Ränge gutmachen.

Matthias Schwab agierte nach seiner fantastischen 65 vom Donnerstag auch am Freitag wieder unglaublich souverän und verteidigte mit einer 67 seinen Platz an der Sonne. Wie stabil das Spiel des Rohrmoosers derzeit wirklich ist zeigte eine kleine Schwächephase rund um den Turn, denn selbst ein Wasserballl konnte ihm am Par 4 keinen Schlag abluchsen. Als der große Gejagte hofft er nun auch am Moving Day im Flight mit Ross Fisher und Danny Willett (beide ENG) wieder sein bestes Golf abrufen zu können.

Genau das macht er auch gleich auf der 1, denn wie schon am Vortag knallt er auch diesmal die Grünattacke perfekt auf Linie stark zur Fahne und stopft erneut zum Eagle, womit er rasch dem Verfolgerfeld sogar etwas enteilt. Fast nimmt er am darauffolgenden Par 3 gleich das nächste Birdie mit, der Putt schleicht aber knapp am Loch vorbei. Eine Bahn später muss er dann erstmals sein Gespür im kurzen Spiel unter Beweis stellen, was mit einem “Fast-Chip-in” aber blendend funktioniert.

Weiterhin passt auf den langen Bahnen in dieser Woche alles zusammen, denn auf der 4 rollt zwar der starke Chip zum Eagle knapp am Loch vorbei, das Birdie ist aber sicher. Danach wird er etwas ungenauer vom Tee, rettet sich aus einigen recht unangenehmen Rough-Lagen aber bravourös zu sicheren Pars. “Es kommt ein wenig auf die Verhältnisse an. Ich hab gestern mit meinem 3er Holz den Ball weit ins Rough geschlagen, deshalb hab ich mich heute ein wenig zurückgenommen, was ganz gut gepasst hat jetzt”, so Matthias im Interview auf der Runde angesprochen auf seinen Abschlag an der 9.

Die Taktik mit dem zurücknehmen vom Tee geht auch voll auf, denn im Anschluss legt er sich eine gute Birdiemöglichkeit auf und locht souverän zum nächsten roten Eintrag. Das heizt den Motor wieder so richtig an, denn auf der 10 locht er einen Monsterputt mit starkem Break zum nächsten Birdie. Traumwanderlisch sicher gelingt auch das darauffolgende Par 5 wieder mit Birdie, wenngleich die Grünattacke etwas rechts bleibt und er einen gefühlvollen Chip auspacken muss.

Kostspieliger Ausrutscher

Zum ersten Mal am Samstag wird es dann auf der 12 unangenehm, denn ein verzogener Drive bleibt genau neben einem Baum liegen und Matthias kann aus der unguten Lage nur kurz rauschippen. Auch danach ist der Weg aufs Grün noch nicht frei, weshalb sich der Schladming-Pro am Ende sogar mit dem Doppelbogey anfreunden muss.

Sofort aber steuert er wieder gegen, denn einmal mehr attackiert er am Par 5 danach das Grün und marschiert schließlich mit einem souveränen Birdie zur nächsten Teebox. Auf der 18 bunkert er die Grünattacke zwar ein, die Par 5 Bahnen bleiben aber trotzdem seine absoluten Lieblinge in der Türkei, denn mit dem nächsten Birdie erarbeitet er sich schlussendlich trotz des Doppelbogeys eine 66 (-6) und geht so bei gesamt 18 unter Par mit gleich drei Schlägen Vorsprung auf die ersten Verfolger in den Finaltag.

“War heute wieder eine sehr schöne Runde mit wenigen Problemen. Ausnahme war das Doppelbogey auf der 12, nachdem ich den Ball in den Wald geschossen habe. Der Eagle Start auf der 1 war natürlich sehr positiv für den Rest der Runde. Vor allem mein Putten war heute wieder sehr gut. Morgen werde ich wieder mit der gleichen Stategie wie an den letzten drei Tagen auf den Platz gehen”, fasst Matthias seine starke dritte Runde kurz zusammen und denkt sichtlich gar nicht daran den Vorsprung nur zu verwalten.

Kein großer Sprung

Ganz anders als seinem Landsmann erging es an den ersten beiden Spieltagen Bernd Wiesberger. Der Oberwarter scheint durch die Führungsrolle im Race to Dubai richtiggehend gehemmt zu sein, denn nach Runden von 71 und 72 Schlägen startet er nur als 62. ins Weekend. Der Start in den Moving Day passt aber durchaus, denn nach einem anfänglichen Par überredet er mit der 11 gleich das erste Par 5 seiner Runde zu einem Erfolgserlebnis, was ihn rasch in die richtige Richtung bringt.

Wie schon am Vortag lässt er auch diesmal die nächste lange Bahn ungenützt verstreichen, holt das eigentlich eingeplante Birdie dafür erneut am Par 3 der 14 postwendend nach und sorgt so für einen durchaus guten Start in die dritte Runde. Danach enden die Parallelen zum Vortag aber, was durchaus positiv zu sehen ist, denn statt eines Bogeys geht sich diesmal am Par 3 der 16 das nächste Birdie aus, was Bernd wieder in Richtung Mittelfeld pusht.

Wieder mit Doppelbogey eingebremst

Zwar lässt er mit der 18 eine weitere gute Chance noch verstreichen, überredet aber immerhin gleich nach dem Turn das Par 5 der 1 zum nächsten Erfolgserlebnis. Wieder allerdings ist es in Folge eins der langen Löcher, das den Rhythmus bricht, denn statt des angepeilten Birdies, setzt es auf der 4 ein Bogey, was Bernd angesichts der guten Scores wieder ungut zurückrutschen lässt.

In Folge will nicht mehr wirklich viel gelingen, wie auch ein Doppelbogey zwei Bahnen später unterstreicht und ihn plötzlich nur noch ganz knapp unter Par hält. Die 8 erweist sich dann kurz vor Schluss aber wieder als gewinnbringend und er krallt sich am Par 3 sein fünftes Birdie des Tages. Mit der 70 (-2) bringt er zwar seine bislang beste Runde der Woche zum Recording, große Sprünge gehen sich damit aber nicht aus und er startet nur als 50. in die finale Umrundung.

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Halbzeitführung

TURKISH AIRLINES OPEN – 2. RUNDE: Matthias Schwab verteidigt mit einer 67 im Montgomerie Maxx Royal seine Spitzenposition und startet als der große Gejagte ins Wochenende. Bernd Wiesberger kommt auch am Freitag nicht ins Rollen und notiert nur eine 72.

Matthias Schwab konnte seine starke Form, die ihm schon in der Vorwoche beim WGC-Event einen fantastischen 4. Platz bescherte, auch in der Türkei wieder ausspielen und startet nach einer 65 (-7) sogar aus der geteilten Führung in den zweiten Spieltag. Am Freitag will der Rohrmooser nun klarerweise an die bärenstarke Auftaktperformance anknüpfen und eine weitere tiefrote Runde aufs Tableau knallen.

Sofort setzt er dieses Vorhaben auch spektakulär in die Tat um, denn gleich auf der 1 knallt er die Grünattacke bis auf gut zwei Metern zur Fahne und sackt prompt ein anfängliches Eagle ein. Auch auf der 2 und der 3 ergeben sich nach starkem langen Spiel recht gute Möglichkeiten, beide Birdieputts schleichen aber knapp am Loch vorbei.

Auch auf der 4, dem zweiten Par 5 der ersten Neun, hat er wieder eine gute Chance, der Ball rasiert aber nur die Lochkante. Erstmals kommt auf der 5 dann etwas Stress auf, nachdem der Teeshot am Par 3 das Grün nicht findet. Da der Parputt dann nicht ins Loch will, muss er sich mit dem ersten Bogey am Freitag anfreunden.

Auch auf der 6 verfehlt der Abschlag sein Ziel und aus dem Rough findet Matthias nur den Grünbunker. Mit starkem kurzen Spiel kratzt er diesmal aber das wichtige Par. Wie schon am Vortag scheint sich die 9 auch am Freitag wieder unangenehm zu entwickeln, Matthias rettet sich aber trotz Wasserball noch zum Par.

Zurück an die Spitze

Auf der 11, der ersten langen Bahn der Backnine, geht es dann aber wieder in die richtige Richtung. Zwar bleibt der Eagleputt vom Vorgrün leicht zu kurz, das Birdie ist im Anschluss aber nur noch Formsache. Mit den Par 5 Löchern ist er in der Türkei auch danach weiterhin eindeutig per “Du”, denn der 13 ringt er trotz eingebunkerter Grünattacke einen roten Eintrag ab und bleibt so dem absoluten Spitzenfeld hartnäckig erhalten.

Nach einem Superschuss haben die zahlreichen Zuschauer auf der 16 schon den Hole in One Schrei auf den Lippen, der Ball rollt aber hauchdünn neben dem Loch vorbei. Das Birdie stellt aber keinerlei Problem dar, was den Schladming-Pro wieder in die geteilte Führung bringt. Standesgemäß beendet er die Runde dann am letzten Par 5 mit einem Birdie, lässt so mit der 67 (-5) und bei gesamt 12 unter Par die gesamte Konkurrenz noch hinter sich und startet als der große Gejagte ins Wochenende.

Nach der Runde meint er: “Mit der Runde heute bin ich mehr als zufrieden. Ich hatte große Probleme auf den ersten zehn Löchern mit meinem langen Spiel. Ich hab nur wenige Fairways getroffen und musste öfters ums Par kämpfen. Die einzige Ausnahme war die 1, wo mir gleich der Eagle gelang. Auf den Backnine hab ich dann aber besser reingefunden und konnte mir dementsprechend auch Birdiechancen erarbeiten.”

Weiterhin zäh

Bernd Wiesberger erging es Donnerstag deutlich zäher. Vor allem auf den Par 5 Bahnen hatte der Oberwarter so seine liebe Mühe und geht deshalb nur aus dem hinteren Mittelfeld in den zweiten Spieltag. Am Freitag muss nun eine deutliche Steigerung von Tee bis Grün gelingen, will er die große Chance, sich im Race to Dubai weiter abszusetzen, realisieren.

Mit einem anfänlichen Par auf der 10 findet er solide in die Runde und kann danach mit der 11 auch gleich das erste Par 5 seines zweiten Spieltags zum ersten Birdie überreden. Zwar verpasst er es zwei Bahnen später gleich der nächsten langen Bahn einen weiteren roten Eintrag zu entlocken, holt das Birdie aber am darauffolgenden Par 3 nach und macht so den sehenswerten Start in den Freitag endgültig perfekt.

Allerdings entwickelt sich mit der 16 das zweite Par 3 der Backnine nicht wirklich erfreulich und ringt dem Führenden der Jahreswertung auch das erste Bogey ab. Den Faux-pas lässt er aber noch vor dem Turn wieder in Vergessenheit geraten, denn mit der 18 lässt das dritte Par 5 der Backnine wieder ein Birdie springen.

Sichtlich unzufrieden

Der Burgenländer verabsäumt es aber daran gleich weiter anzuknüpfen, lässt auf der vorderen Platzhälfte mit der 1 und der 4 gleich beide Par 5 Löcher ungenützt und muss danach auf der 5 sogar ein Doppelbogey notieren, was ihn wieder auf Even Par zurückwirft und ihm viele Ränge kostet. Zumindestens steuert er mit einem Birdie danach sehr gut gegen.

Allerdings bringt ihn auch dieses Erfolgserlebnis nicht zurück in die eigentlich angepeilte Spur, denn sofort setzt es auch das nächste Bogey, was ihn im Klassement nicht und nicht in die lukrativen Ränge kommen lässt. Am Ende marschiert er nur mit der 72 (Par) über die Ziellinie und büßt damit am zweiten Spieltag viele Ränge ein. Nach dem Rückfall auf Rang 62 wirft Bernd nach seinem letzten Putt den Ball schnurstracks ins Wasser, was zeigt, dass der Oberwarter sichtlich unzufrieden mit der eigenen Leistung ist.

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Spitze in Antalya

TURKISH AIRLINES OPEN – 1. RUNDE: Matthias Schwab packt seine beeindruckende Form auch im Montgomerie Maxx Royal wieder aus und geht nach einer 65 aus der geteilten Führung in die zweite Runde. Bernd Wiesberger hat am Donnerstag mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Matthias Schwab und Bernd Wiesberger bestreiten in Antalya das erste Rolex Series-Turnier im Rahmen der Final Series. Wiesberger verteidigte zuletzt in Shanghai seine Führung im Race to Dubai und Schwab setzte mit Platz 4 eine neue rotweißrote Bestmarke bei einem WGC-Event und das gleich bei seiner Premiere in der Weltelite.

Somit stehen die Vorzeichen gut aus heimischer Sicht für weitere Erfolgsmeldungen aus der Türkei, noch dazu wo das Feld abgesehen von Titelverteidiger Justin Rose, Captain America Patrick Reed, Francesco Molinari oder Matt Wallace für ein 7 Millionen Dollar-Turnier erneut eher enttäuschend besetzt ist. Die Turkish Airlines Open ist heuer in das Montgomerie Maxx Resort übersiedelt, das zumindest Wiesberger bereits gut kennt.

Sofort “on fire”

Besser könnte der Start für Matthias Schwab kaum verlaufen, denn gleich das anfängliche Par 5 der 1 spendiert dem Rohrmooser das erste Birdie. Die langen Bahnen hat er auch danach perfekt im Griff, denn auf der 4 legt er sich nach fantastischem Eisen übers Wasser die Eaglechance auf und rollt seelenruhig aus gut 3,5 Metern den Ball ins Loch.

Auch danach zeigt sich Matthias von seiner besten Seite, denn nach einem soliden Par am langen Par 3 der 5, legt er auf der 6 ein pefektes Eisen bis auf einen knappen Meter zur Fahne und sackt prompt das nächste Birdie ein. Die Hochphase hält auch danach weiter an, denn auf der 8 ergibt sich die nächste Möglichkeit und wieder passt der Putt punktgenau.

Erstmals hat er dann auf der 9 ein paar Schwierigkeiten und nachdem der Parputt aus gut 3,5 Metern nicht fällt, muss er kurz vor dem Turn auch das erste Bogey einstecken. Lange hält die Trauerphase aber nicht an, denn schon die 11 lässt das nächste Birdie für den Schladming-Pro springen, was ihn weiterhin ganz vorne mitmischen lässt.

In die geteilte Führung

Wie schon auf den Par 5 Bahnen zuvor reitet Matthias auch auf der 13 wieder die Grünattacke. Zwar rollt der Ball etwas lange aus, mit gefühlvollem Chip legt er sich aber einmal mehr eine sehr gute Chance auf und verwertet erneut gekonnt, womit er auch wieder in die geteilte Führung marschiert. Fast zeitgleich bringt dann Tom Lewis (ENG) die 65 (-7) zum Recording und hat so den Platz an der Sonne inne.

Fast kann Matthias aber sofort wieder aufschließen, doch sowohl auf der 15 als auch auf der 16 wollen die Birdieputts knapp nicht fallen. Dafür aber passt am abschließenden Par 5 noch einmal alles zusammen, denn trotz einer unangenehmen Lage im Rough neben dem Grünbunker bringt er den Ball gut aufs Grün und stopft aus knapp drei Metern zur 65 (-7), womit er aus der geteilten Spitze in den Freitag startet.

“Das war eine gute Runde heute. Ich bin schon gut gestartet und lag nach acht Löchern schon bei 5 unter Par. Das hat mir auch Selbstvertrauen in jeder Hinsicht gegeben und so kam es am Ende zur Runde von -7. Ich war heute selten in Schwierigkeiten und hatte dementsprechend auch nur wenige Probleme zu meistern. Das einzige Bogey resultierte aus einem verzogenen Drive ins recht tiefe Semirough. Mit diesem Start bin sehr zufrieden”, lässt Matthias Schwab die starke Auftaktrunde revue passieren.

Einige Probleme

Bernd Wiesberger findet vom ersten Abschlag aus nur das Rough, was den Burgenländer auch zwingt am Par 5 vorzulegen. Dennoch ergibt sich eine durchaus gute Birdiemöglichkeit, die der Putter aber noch nicht nützen kann. Im Gegensatz zu seinem Landsmann hat der Führende der Jahreswertung mit dem zweiten Par 5 der Runde so seine liebe Mühe, denn nach einem Abschlag ins H2O überschlägt er danach auch noch das Grün. Doch selbst damit endet das Unglück für Bernd noch nicht, da er von kurz außerhalb des Kurzgemähten den Putter dreimal bemühen muss und sich so sogar ein Doppelbogey eintritt.

Zumindestens kann Bernd sein Spiel danach rasch wieder stabilisieren und kann am Par 3 der 8 auch endlich das erste Birdie mitnehmen, was ihn zumindestens einen aufgerissenen Schlag wieder weghobeln lässt. Das scheint den Birdiemotor endgültig etwas auf Touren zu bringen, denn auch die 9 erweist sich nach starkem Putt als gewinnbringend, womit er sein Score sogar noch auf den Frontnine wieder auf Level Par zurückdrehen kann.

Die Schwierigkeiten auf den Par 5 reißen aber auch auf den Backnine nicht ab, denn zunächst verpasst er auf der 11 noch den erstmaligen Sprung in den roten Bereich und muss danach auf der 13 sogar aus großer Distanz zum Par lochen um ein erneutes Zurückrutschen verhindern zu können. Zwei Bahnen später lässt ihn das Gerät fürs Kurzgemähte dann aber wieder etwas im Stich, denn am kurzen Par 4 der 15 will aus knapp zwei Metern das Birdie nicht gelingen.

Zähe Par 5 Statistik

Zumindestens das abschließende Par 5 der 18 erweist sich für Bernd dann noch als gewinnbringend und er taucht so auf den letzten Drücker doch noch in den Minusbereich ab. Nach der 71 (-1) startet er die Turkish Airlines Open als 37. im Mittelfeld, womit er sich wohl nicht wirklich sehr zufrieden zeigen wird.

Den größten Unterschied zur Runde seines Landsmannes machten am Donnerstag auf jeden Fall die Par 5 Bahnen, denn während Matthias Schwab auf den fünf langen Löchern einen Score von 6 unter Par aufweist, absolviert Bernd diese nur mit dem Gesamtergebnis von 1 über Par, was eine mehr als eindeutige Sprache spricht. Will er in dieser Woche die Chance nützen und sich im Race to Dubai weiter absetzen, muss an den nächsten Tagen eine deutliche Steigerung von Tee bis Grün gelingen.

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Bernds dritter Streich

ITALIAN OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger krönt sein fantastisches Comeback-Jahr mit dem dritten Saisonsieg, zugleich dem zweiten Rolex-Titel und führt wieder im Race to Dubai.

Bernd Wiesberger erklimmt mit seinem 7. European Tour-Erfolg ein weiteres Karriere-Hoch. Der 34-jährige Burgenländer triumphiert in der ewigen Stadt zum zweiten Mal im heurigen Jahr bei einem 7 Millionen Dollar-Event der Rolex-Series und holt nach Schottland und Dänemark nun in Italien erstmals auch einen dritten Titel im selben Golfjahr.

Damit übernimmt Bernd nicht nur erneut die Führung im Race to Dubai sondern bringt sich auf dem langen Weg der einjährigen Qualifikation auch auf Kurs in Richtung Ryder Cup-Team. Im World Ranking wird er mit Position 22 eine neue Karrierebestmarke setzen. “Es war ein großartiger Golfsommer für mich,” äußert er sich euphorisch, “ich habe große Fortschritte gemacht seit ich letztes Jahr zurückgekommen bin.”

Aus perfekter Angriffsposition

Bernd Wiesberger hatte am Samstag zwar auf den Frontnine mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, auf den zweiten neun Bahnen fand der Burgenländer dann aber seinen Rhythmus und erspielte sich noch eine sehenswerte 67 (-4). Damit konnte er auch den Rückstand auf Matthew Fitzpatrick (ENG) an der Spitze auf drei Schläge verringern, was bedeutet, dass er durchaus mit intakten Siegchancen in den Sonntag startet.

Entsprechend aggressiv legt er seine Strategie an, zieht mit dem Driver am engen Eröffnungsloch durch und hat nur noch einen Pitch aus 50 Metern ins Grün. Nach suboptimalem Wedge geht sich aber nur das Par aus. Auch auf den folgenden Bahnen kommt der 34-jährige noch nicht nah genug zu den Fahnen um sich zwingende Chancen aufzulegen. Erst am 5. Loch passen sowohl das Eisen aus 125 Metern wie der Putt aus drei Metern perfekt und bringen das erste Birdie ein. “Ich drive den Ball heute gut, das ist hier entscheidend. Das Birdie jetzt an der 5 bei einer trickreichen Fahne war wichtig, jetzt bin ich bereit weiter vorzumarschieren,” meint er optimistisch im Live-Interview mit SKY.

Gesagt, getan, zündet er ein perfektes Eisen aus 145 Metern ins 6. Grün und sichert sich aus kurzer Distanz schon mal den Birdie-Doppelpack. Der Erfolg hat auch den Putter angeheizt: an der 7 fällt aus gut 8 Metern der dritte Singleputt, diesmal mit ordentlich Break, zum Birdie ins Loch. Selbst mit dem verzogenen Abschlag an der 8 kommt Bernd ungeschoren davon, nachdem die Rettungstat über Pitch und Putt mustergültig gelingt. Mit Chip und Putt sichert sich der Oberwarter noch das Birdie am Par 5 der 9 und biegt damit bereits als Spitzenreiter auf die letzten 9 Löcher ab!

Bernd verteidigt gekonnt seine weiße Weste an der 11, als wieder ein kritischer Chip und Putt aus der Trickkiste zu kramen ist um das Score zu halten. Damit setzt er sich zwischenzeitlich sogar zum zwei Schläge ab, da zur gleichen Zeit Matt Fitzpatrick nach Outball ein Doppelbogey kassiert.

Die Wartezeit am 12. Tee bricht beim burgenländischen Schnellspieler etwas den Rhythmus, aber ein drittes Mal kommt er nach böse weggedrückten Tee-Shot ungeschoren davon: wieder ist es der Putter, der ihm aus fünf Metern aus der Patsche hilft und zum Par locht. Und der brandheiße Putter verschafft ihm am 14. Grün aus fünf Metern weiter Luft am Leaderboard – drei Schläge Vorsprung!

Selbst 210 Meter können Bernd am 16. Tee nicht schrecken: auf knapp 2 Meter zur Fahne segelt sein Ball und auch der Putt sitzt zum Birdie. Im Finish wird es noch eine Zitterpartie, da Matt Fitzpatrick mächtig aufholt. Wiesberger rettet sich am Schlussloch nach Abschlag und Annäherung mit “Blatt- und Zweigkontakten” übers Grün und dann ein letztes Mal mit dem heißen Putter zur einzig fehlerfreien Schlussrunde im Kreis der Titelanwärter ins Ziel.

Fitzpatrick hat den Dreimeter-Putt zum Eagle und Ausgleich an der 17 am Putter, sein Ball lippt jedoch aus, womit er sich dem Österreicher am Ende um einen Shot geschlagen geben muß. Wiesberger sichert sich bei 16 unter Par nicht nur seinen 3. Saisonsieg und den zweiten Rolex-Titel, sondern übernimmt auch die Führung im Race to Dubai. “Ich habe wirklich gut gespielt in den richtigen Events, in Irland, Schottland und jetzt hier, was hilft im Race to Dubai nach vorne zu kommen. Ich bin schon richtig aufgeregt, was bei den letzten vier Events auf uns wartet,” meint Wiesberger gegenüber der European Tour.


Auch Matthias Schwab ging mit allen Chancen auf ein absolutes Topergebnis in den Finaltag: mit dem Birdie am Eröffnungsloch ist er sofort an den Top 10 dran. Zwei Löcher später ist er wieder zur Stelle und untermauert mit dem nächsten Schlaggewinn aus knapp zwei Metern seinen Superbeginn. Der Schladminger schlägt vor allem knackig genaue Eisen und belohnt sich am 6. Grün wieder aus zwei Metern mit dem dritten Birdie. Nachdem auch das einzige Par 5 der vorderen 9 ein Birdie springen lässt, geht es mit einem stolzen Tagesergebnis von 4 unter Par auf die hintere Platzhälfte.

Selbst sein Unglücksloch dieser Woche, die 10, rückt nach drei Bogeys erstmals das Birdie heraus. Seinen ersten Schlag gibt Schwab an der 11 ab, nachdem der Abschlag bei einem Baum landet und es keinen direkten Weg aufs Grün mehr gibt. Der Steirer spielt weiterhin überzeugend, die Birdieputts werden jedoch länger und entsprechend kühlt auch sein 14. Schläger ab. Erst am letzten Par 5 geht es nach gefühlvollem Chip und Putt mit Birdiepower weiter hoch am Leaderboard.

Auch wenn der letzte Birdieputt aus 5 Metern nicht mehr rein will, setzt Schwab mit der 66 die vorläufige Clubhausbestmarke und holt mit seinem besten Rolex Series-Ergebnis zugleich auch den dicksten Preisgeldscheck der jungen Karriere. Platz 4 in Rom markiert zugleich sein 8. Top 10-Ergebnis der Saison.

“Heute gratuliere ich erstens Bernd zu seinem Sieg. Zweitens wünsche ich Sepp alles Gute in Houston und drittens bin ich heute mit meiner Runde sehr zufrieden, mit der Platzierung hier in Rom ebenso,” hat Matthias Schwab rasch alles Wichtige zum Tag zusammengefasst.

>> Endergebnis Italian Open

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