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Schlagwort: ryder cup

Lukas Nemecz

Schwung abgerissen

MADE IN DENMARK – 1. RUNDE: Lukas Nemecz findet im Himmerland Golf & Spa Resort sehr stark in die Runde, verliert kurz vor dem Turn aber den gewinnbringenden Schwung und steht am Ende sogar nur mit der 73 (+2) beim Recording, was ihm am Freitag einen Kampf um den Cut einbringt.

Konzentriert und voller Tatendrang präsentiert sich Lukas Nemecz in der frühen Phase des dänischen European Tour Events. Souverän notiert der Grazer zu Beginn drei Pars und nimmt dann bei einem starken Intermezzo gleich drei Birdies auf nur vier Löchern mit, was ihn weit vorne einreiht. Doch kurz vor dem Turn reißt der rote Faden plötzlich richtiggehend ab.

Der Rookie muss zunächst auf der 9 sein erstes Bogey notieren und kann auch in Folge nicht mehr richtig zusetzen, was auf der 12 im nächsten Schlagverlust endet. Doch damit soll der Negativrun der ersten Runde noch kein Ende haben. So muss er zunächst auf der 15 sein Tagesergebnis wieder ausgleichen und fällt dann mit den nächsten Bogeys auf der 17 und der 18 sogar klar in den Plusbereich zurück. Die zweite Runde nimmt er nur von Rang 103 aus in Angriff.

Der plötzliche Turnaround der Runde ist auch fast sinnbildlich für die bisherige Saison. Immer wieder zeigt er sehr gute Ansätze und nimmt dabei auch etliche Birdies mit. Aber die Konstanz scheint auch in Dänemark zumindestens am ersten Tag nicht mitspielen zu wollen. Waren es zuletzt einzelne Runden die Topergebnisse verhinderten, so ist die Formschwankung diesmal sogar schon an einem Tag das große Problem.

“Der Beginn war heute sehr solide. Ich hab beide Par 5 auf den Frontnine ausgenützt und auf der 7 auf drei Meter hingeschossen. Dann hat mich wieder mal der Putter im Stich gelassen und ich hab ein paar Dreiputts gemacht. Auf der 18 hab ich dann noch im Frust einen schlechten Drive geschlagen und noch einen Fehler eingesteckt. Ich muss morgen einfach geduldiger bleiben und dann die Chancen nützen”, beschreibt er das Auf und Ab der ersten Runde und weiß worauf es am zweiten Spieltag ankommen wird.

Visitenkarte Abgegeben

Tom Lewis (ENG), Joakim Lagergren (SWE) und der bereits zuletzt stark aufspielende Thomas Pieters (BEL) teilen sich nach 62er (-9) Runden die frühe Führung. Der Belgier schindet dabei im Flight mit Ryder Cup Captain Darren Clarke (NIR) (76) ordentlich Eindruck und darf sich bei derartigen Leistungen durchaus Hoffnung auf eine der drei Wild Cards für den Kontinentalvergleich machen. Auch Martin Kaymer (GER) hofft noch auf einen Captain’s Pick und reiht sich nach der 69 (-2) auf Rang 31 ein.

>> Leaderboard Made in Denmark

>> SKY überträgt Live und in HD vom dänischen Turnier.

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Bernd Wiesberger 2015

Beste Erinnerungen

OPEN DE FRANCE – VORSCHAU: Bernd Wiesberger kommt als Titelverteidiger zum 100-jährigen Jubiläum in den Le Golf National. Nach dem Ausscheiden der österreichischen Fußballnationalmannschaft bei der Euro ist der Oberwarter nun die einzige sportliche rot-weiß-rote Hoffnung in Frankreich.

Es war der bislang größte Triumph von Bernd Wiesberger, als er vergangenes Jahr im Le Golf National am Sonntag Nachmittag die Trophäe in die Höhe stemmen konnte. Mit einer beeindruckenden Schlussrunde von 65 (-6) Schlägen ließ er die gesamte Konkurrenz hinter sich und feierte seinen 3. European Tour Sieg. Bernd krönte damit auch seine bis dato stärkste Saison der Karriere und festigte nachhaltig seinen Platz in den Top 50 der Welt.

Langsam aber sicher bräuchte der Oberwarter mittlerweile nun wieder so einen Erfolg wie letztes Jahr, rutschte er doch bereits bis auf Rang 50 der Weltrangliste ab. Die Formkurve mit zuletzt zwei Top 10 Platzierungen in Folge auf der European Tour zeigt aber klar in die richtige Richtung und lässt auf ein weiteres gutes Turnier von Österreichs Nummer 1 hoffen.

Vor allem im langen Spiel wusste Bernd seit dem Wochenende in Atzenbrugg zu überzeugen und war zuletzt in Köln sowohl vom Tee, als auch bei den Grüntreffern mit der beste Spieler des gesamten Feldes. Kommt in Paris nun auch noch der Putter auf Temperatur, könnte er am Sonntag erneut mit dem großen Pokal in Händen die französische Hauptstadt wieder verlassen.

Die Vorzeichen stehen sogar besser als vergangene Saison. Damals verpasste Bernd zuvor sowohl bei den Lyoness Open, als auch bei den US Open den Cut. Zwar war auch heuer beim zweiten Major wieder der gezogene Strich im Weg, ein 10. Platz im Tullnerfeld und ein 7. in Köln lassen aber auf Gutes hoffen. Und gleich 6 erfolgreiche Titelverteidigungen gab es auch bislang nur bei der Open de France.

Namhafte Konkurrenz

Die starke Konkurrenz wird es ihm aber alles andere als einfach machen. Klingende Namen wie etwa Martin Kaymer (GER), Rory McIlroy (NIR), Lee Westwood oder auch Luke Donald (beide ENG) geben dem französischen Traditionsturnier den Vorrang gegenüber dem gleichzeitig stattfindenden WGC-Event in Akron. Eine recht unglückliche Terminkonstellation wegen den Olympischen Spielen will es so, dass das 3,5 Millionen Event der European Tour und das Bridgestone Invitational heuer gleichzeitig stattfinden.

Geht man nach dem Gesetz der Serie, wäre aber erst 2018 wieder ein deutschsprachiger Sieger an der Reihe. 2009 gewann Martin Kaymer, 2012 triumphierte Marcel Siem (GER), ehe 2015 dann Bernd Wiesberger den Titel einfahren konnte. Auch am Platz wurde vor dem 100-jährigen Jubiläum einiges im Hinblick auf den Ryder Cup 2018 bereits adaptiert, weswegen sich die Par 71 Wiese an manchen Bahnen heuer wohl etwas verändert spielen wird.

Der Wetterbericht kündigt für Donnerstag mit großer Wahrscheinlichkeit Regen an, der Rest der Woche sollte kein Problem darstellen. Bernd startet am Donnerstag um 13:10 MEZ von der 1 aus mit Deutschlands Nummer 1 Martin Kaymer und dem ehemaligen französischen Topamateur Romain Langasque ins Unternehmen Titelverteidigung.

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>> SKY überträgt Live und in HD von den Open de France.

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RC 2022: Ausgebootet!

Tigerline_Golf_Live_atItalien leistet sich um 100+ Millionen ein Dreitages-Turnier und sticht damit Sponsorweltmeister Deutschland aus. Auch Österreich wird schmerzhaft auf den Boden monetärer Tatsachen zurückgeholt.

Fontana-Eigentümer Sigi Wolf hatte vor einem Jahr anlässlich Österreichs Ryder Cup-Präsentation erklärt: ” Es ist mir bewusst, dass es gilt an einem sehr großen Rad zu drehen”. Wie groß, das hätte er wohl selbst nicht gedacht. Italien bläst seine eigene Open 2016 von 1,5 auf 3 Millionen und danach für 11 weitere Jahre sogar auf 7 Mio. Euro auf. Zusammen mit der Lizenzgebühr von 18 Millionen, dem Platzumbau im Marco Simone GC sowie Nebengeräuschen blättern Italiens reiche Golffamilien somit einen Betrag jenseits der 100 Millionen Euro hin.

Nicht schlecht für ein Dreitagesturnier für 24 Golfpros, die noch dazu keinen Euro davon abbekommen – oder nur durch die Hintertür. Die European Tour steht im beinharten Match gegen die US PGA Tour mit dem Rücken zur Wand. Der neue Boss Keith Pelley versucht über die Knute “Ryder Cup” seine Eurostars zu wenigstens 5 Turnieren außerhalb von Majors und WGCs zu verpflichten. Wer so wie Paul Casey nicht spurt, ist für das Ryder Cup-Spektakel nicht startberechtigt. Das funktioniert unter hörbarem Murren von McIlroy und Co. jedoch nur dann, wenn neue Mega-Events von 7 Millionen in Europa entstehen, wie sie Woche für Woche in Amerika aufgetischt werden.

Also bleibt der European Tour nichts anderes übrig als ihr Kronjuwel an den Meistbietenden zu versteigern – Rom bietet genau das mit der 7 Millionen Euro dotierten Italien Open ab 2017 für 11 Jahre an! Mission accomplished aus Sicht der European Tour.

Während in Italien an Rädern in der Dimension von Schiffsschrauben gedreht wurde, bewegte man sich in Österreich eher im Hamsterrad. Ein ungemein engagiertes Team im ÖGV rund um Robert Fiegl, Andreas Holzmüller und Gary Stangl rackerte mit Herzblut über ein Jahr bis zur totalen Erschöpfung und bewegte dabei das absolute Maximum, was im kleinen Alpengolfland darstellbar war.

So wie sich Golfösterreich selbstbewusst und herzerfrischend auf der internationalen Bühne präsentierte, das verdient allergrößten Respekt und hat uns viele neue Sympathien eingebracht. Wir mögen nicht die dickste Brieftasche mitgebracht haben, aber ein rundum stimmiges Konzept, das in vielen Komponenten wie der Infrastruktur oder der Golfentwicklung im Osten Europas das wahrscheinlich sogar Allerbeste war.

Das von vielen erhoffte Millionen-Euro-Comeback von Fontana am ET-Kalender, das unbedingt notwendig gewesen wäre, spielte es dagegen nicht. Während Italien mit ihrer Open klotzt, hat die Lyoness Open mit der Aufwertung von 1 auf 1,5 Mio. wohl den absoluten Plafond erreicht und verbleibt eine Randerscheinung am ET-Kalender.

Bereits im Sommer war Nachdenklichkeit in Österreichs RC-Hauptquartier zu spüren, als bekannt wurde, dass Italiens Bid von der weltweit größten Sportmanagement-Agentur IMG um kolportierte 2 Millionen Euro gepusht wurde, samt entsprechendem Lobbying. In Österreich waren solche Summen einfach für die eigene Bewerbungsmaschinerie nie und nimmer aufzubringen.

Auch von Deutschland nicht. Die Annahme, dass der neue ET-Boss Keith Pelley wenige Tage vor dem entscheidenden 3. Adventwochenende in München bei BMW zum Canossagang antrat, wie die Süddeutsche mutmaßte, war ein kleiner Irrtum. Es ging eher darum, die Münchner in letzter Minute in italienische Sphären hinauf zu lizitieren, was sichtlich scheiterte und das Pendel endgültig in Richtung Süden ausschlagen ließ.

Wie sich das auf BMWs zukünftiges Engagement als mit Abstand wichtigster Geldgeber der European Tour auswirken wird, bleibt abzuwarten. Hinter so mancher Hochglanzfassade bröckelt es. Auch Frankreich hat mit dem Ryder Cup 2018 mehr Probleme als allgemein bekannt. Im Bemühen, die jährlichen Raten für die RC-Lizenz in Millionenhöhe abzustottern, hat der französische Verband sein Engagement für Challenge- und Alps Tour spürbar zusammengestrichen – wohl auch nicht ganz im Sinne des Golfsports.

Für alle, die sich jetzt sagen “… na dann probieren wir es halt in vier Jahren wieder…”, nur soviel. Deutschland ist vor vier Jahren an der nicht gewährten Steuerbefreiung für Ryder Cup-Einnahmen gescheitert. Das wurde diesmal angeboten, allerdings keine 100 Millionen. In  vier Jahren wird Deutschland dazulernen und wieder antreten – mit Steuerbefreiung plus 100 Millionen für Extraturniere. So hoch wird die Latte liegen, wenn der Ryder Cup 2026 wieder an den Meistbietenden gehen wird.

Von Joachim Widl

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European Tour vor Reform

Die European Tour steht vor einer Reform der Final Series und der Mindestanforderung für eine volle Membership, wie britische Medien berichten.

Keith Pelley, der neue Boss der European Tour, scheint auf seine mehr als nur unzufriedenen Eurostars zu hören und plant eine längst überfällige Generalreform der European Tour, die bereits 2016 greifen wird.

Wie etwa der üblicherweise gut informierte britische “Telegraph” berichtet, dürfte die Final Series von vier auf drei Turniere reduziert werden. Das ist schon insofern notwendig, da das BMW Masters 2015 zum letzten Mal am Kalender steht. Auch das HSBC-Champion, das als WGC-Event einem zu kleinen Spielerkreis der ET offen steht, soll aus der Final Series herausgelöst werden.

Zwischen der Turkish Airlines Open und dem Dubai-Finale wird die Nedbank Challenge in Sun City neu als drittes Turnier der Final Series positioniert und ebenfalls als Event für ca. 75 Spieler geöffnet werden. Die European Tour gab diesen >> Relaunch der Final Series nun auch offiziell bekannt.

Reduzierte Pflichtturniere

Am Meisten in der Spielerkritik steht die European Tour jedoch aufgrund der hohen Anzahl geforderter Turniere pro Saison (13 bis 15) für eine Full Membership, die Voraussetzung für eine Teilnahme am Ryder Cup ist. Diese Zahl wird auf 5 Turniere allerdings ohne Anrechnung von Majors und WGC-Events reduziert werden.

Für Spieler aus den Top 50 der Welt, die alle Majors und WGCs bestreiten, würde sich dadurch wenig ändern, aber Anderen außerhalb der Top 50 würde es deutlich erleichtert werden, ihre Mitglieds-Pflicht am Heimkontinent zu erfüllen. Vor allem Routiniers wie Graeme McDowell, Padraig Harrington oder Ian Poulter, die aus den Top 50 herausgefallen sind, könnten so der European Tour und der Ryder Cup-Auswahl erhalten bleiben.

Spieler wie Rory McIlroy oder Ian Poulter hatten zuvor offen bekannt, dass sie aufgrund der Reisestrapazen nur mit Widerwillen der European Tour erhalten bleiben. Paul Casey ist aktuell der bestgerankte Europäer, der auf den Ryder Cup und die ET verzichten wollte.

Die European Tour bestätigte diese >> Reformschritte vollinhaltlich.

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