Schlagwort: us open

Schottland auf Long Island

US OPEN 2018 – VORSCHAU: Mit einem klassischen Linkskurs in New York will die USGA auf fairem Setup den zweiten Major-Champion des Jahres herausfiltern.

Nach zuletzt 1995 und 2004 kehrt die US Open nach Shinnecock Hills zurück. Auf Long Island wartet ein untypischer US-Klassiker auf die besten Golfer der Welt: ein Linkskurs, der abgesehen vom Wetter auch in den schottischen Dünen eingebettet sein könnte.

Tiger Woods, der bereits zum dritten Mal vor den Toren New Yorks bei einer US Open aufteet betont, dass sich der Platz jedoch ziemlich verändert hat, aber mit breiten Fairways und beißenden Grüns ein faires Setup aufweist: “Ich weiß, sie (die USGA) können die Grüns austrocknen, die Fahnen verstecken und uns ein echtes US Open-Setup geben. Es gibt nichts schöneres als bei unserer nationalen Open um den Sieg mitzuspielen. Auf diesem historischen Kurs wäre ein Sieg noch ein Bonus,” betont der dreifache US Open-Champion.

Der Titelgewinner von 2014, Martin Kaymer, äußert sich mehr als nur angetan von Shinnecock Hills: “Hier kannst Du nicht davonlaufen. Du musst mutige Golfschläge machen, den Spin managen, der ist ein großer Faktor auf diesen Grüns, weil Du manchmal nur sehr kleine Flächen hast. Du kannst also diesen Platz aggressiv spielen, wenn Du möchtest, vor allem auf kürzeren Par 4, wo Du die Ecken abkürzen kannst. Es wird herausfordernd werden, aber ich sehe doch ein recht tiefes Score auch möglich. Die Fairways sind zwar ziemlich breit, das ist nicht so schwer. Aber Du musst die richtigen Stellen am Grün treffen, dann kannst Du hier auch Birdies machen.” Nach bislang enttäuschender Saison gab es zuletzt bei der Italian Open einen Lichtblick, als Deutschlands Nummer 1 erstmals wieder seit langem ganz vorne mitspielen konnte. Sein mittlerweile letzter wichtiger Sieg datiert aber auch schon zurück auf 2014, eben einer US Open.

Das Lob der Spieler an den Trainingstagen ist ziemlich einhellig: “Das fairste Setup einer US Open, das ich je gesehen habe,” meint mit Phil Mickelson ein absoluter Veteran im Feld, “somit wird auch der beste der Woche gewinnen.”

Titelverteidiger Brooks Koepka rechnet sich auch heuer einiges aus: “Meine Länge vom Tee ist ein Vorteil hier, weil die Fairways breit sind. Es ist aber definitiv ein Second Shot Golf Course. Die Grüns sind sehr onduliert, daher muss man die richtigen Stellen treffen. Wenn der Wind zulegt, wird es also eine sehr interessante Woche werden.” Die Wettervorhersage verspricht jedoch angenehme Verhältnisse mit maximal ein bis zwei Schlägern Wind.

DJ, Rory die Darlings der Buchmacher

Nach seinem Kantersieg bei der Generalprobe in Memphis samt Rückkehr zur Nummer 1 der Weltrangliste ist Dustin Johnson mit 9:1 der erklärte Favorit der Buchmacher. Mit Justin Rose, Rory McIlroy und Jon Rahm stehen auf einem Linkskurs wenig überraschend auch einige Europäer sehr hoch im Kurs. Rickie Fowler, der immer gut auf Linkskursen spielt, zählt mit Jordan Spieth und Tiger eher zu den Geheimfavoriten.

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Die Live-Coverage zur US OPEN

Los geht es am Donnerstag um 12:45 MESZ am 1. und 10. Tee, natürlich nach dem Ceremonial First Tee-Shot von Golflegende Jack Nicklaus. Hier die wichtigsten Startzeiten:

12:29 MESZ: Louis Oosthuizen, Jimmy Walker, Justin Rose
14:40 MESZ: Bubba Watson, Jason Day, Brooks Koepka
14:02 MESZ: Rory McIlroy, Jordan Spieth, Phil Mickelson
19:14 MESZ: Sergio Garcia, Jon Rahm, Rafa Cabrera Bello
19:47 MESZ: Justin Thomas, Dustin Johnson, Tiger Woods
19:47 MESZ: Henrik Stenson, Adam Scott, Martin Kaymer

Golf-Live.at wird trotz Abwesenheit des verletzten Bernd Wiesberger live und umfassend von der US OPEN in einem Live-Blog berichten. Dazu stöbern wir jeden nur auffindbaren kostenlosen >> Live-Stream auf. Rund um unser >> Live-Leaderboard werden wie gewohnt alle Berichte und interessanten Links zur US OPEN zu finden sein.

 

>> SKY überträgt Live und in HD von der US Open.

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Zurück als Nummer 1

ST. JUDE CLASSIC – FINAL: Dustin Johnson gewinnt mit spektakulärem Hole-Out zum Eagle die US Open Generalprobe und überholt Justin Thomas wieder im World Ranking.

Seine perfekte Woche in Memphis bei der St. Jude Classic krönt Dustin Johnson spektakulär auf seine Weise: mit dem Eisen 9 aus dem Rough lässt er den Ball am Grün landen, der dann zum Eagle ins Loch springt. Ohne den Putter ein weiteres Mal zu bemühen unterschreibt DJ die 66 und schlägt seinen einzigen verbliebenen Verfolger Andrew Putnam um 6 Schläge und den Drittplatzierten J.B. Holmes gar um 10 Shots.

Dabei hatte der Longhitter nicht einmal sein bestes Spiel in Memphis mit dabei, trifft am Schlusstag nur 12 Grüns und holt sich für seine Verhältnisse nur bescheidene drei Birdies ab. Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei klar der Putter, der ihn in den letzten Monaten zu oft im Stich gelassen hatte. Diesmal entschied der 14. Schläger zu seinen Gunsten: am 12. Grün hat Putnam die Chance dicht zu Johnson aufzuschließen, doch der vermeidet aus 5 Metern einen Dreiputt und kann danach im Finish locker einen Gang höherschalten: “Der Putt an der 12 war wichtig, der hat mir den Schub gegeben für die letzten Löcher,” meint er anschließend.

Johnson hatte für die St. Jude Classic vor allem aus dem Grund genannt, sich beim Putten mehr Selbstvertrauen für die US Open zu holen – und das ging voll auf. Bereits vor dem 2. Major des Jahres übernimmt DJ somit wieder die Führung im World Ranking, nur drei Wochen nachdem ihn Justin Thomas vom Thron gestoßen hatte: “Hier in Memphis zu gewinnen ist für mich aber ein wichtigerer Schub für das Selbstvertrauen als die Nummer 1.”

Auch Phil Mickelson zeigt mit Platz 12, dass er nicht weit weg ist von der Bestform. Die meisten Stars ließen jedoch heuer den Tourstopp in Memphis im Vorfeld der US Open  aus.

>> Endergebnis St. Jude Classic

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Schober zur US Open

US OPEN QUALIFIKATION – Sarah Schober sichert sich im Stechen das allerletzte Ticket in der Europa-Qualifikation für das Damen-Major.

Im Feld von 71 Qualifikantinnen sorgen Christine Wolf und Sarah Schober für Hochspannung und Drama, nachdem sich beide mit einem 36 Loch-Ergebnis von 3 über Par in ein Stechen um den allerletzten Startplatz retten.

Bei der Europa-Qualifikation im Buckinghamshire GC für das Damen-Major ab 31. Mai in Alabama hatten sich zuvor bereits Schwedens Amateurin Linn Grant sowie die Solheim-Cup Legenden Catriona Matthew und Mel Reid die ersten drei Startplätze auf direktem Weg gesichert. Nicht weniger als 5 Spielerinnen, unter ihnen Wolf und Schober, ritterten im Headquarter der Ladies European Tour nahe London am späten Montag-Abend noch um das 4. und zugleich letzte Ticket.

Christine Wolf, Rachel Goodall sowie Heather McRae scheitern gleich am ersten Extraloch, nachdem sie nicht das erforderliche Par spielen konnten um weiterzumachen. Somit fiel die Entscheidung zwischen Englands Routinier Sophie Walker und Sarah Schober am nächsten Loch. Dort versenkt die Steirerin in der Londoner Dämmerung seelenruhig aus zwei Metern den Par-Putt, der reicht um erstmals bei einem Major aufteen zu dürfen.

>> Endergebnis US Women’s Open Qualifying

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An Rekorden dran

US OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger verpasst mit einer 73er Schlussrunde zwar eine neue persönliche Bestmarke bei Majors, wird im Erin Hills GC aber immerhin beachtlicher 16. Brooks Koepka (USA) schnappt sich seinen ersten Majortitel.

Bernd Wiesberger schreibt bei der US Open erneut österreichische Golfgeschichte. Der Oberwarter ist nach dem geschafften Cut der erste heimische Spieler, der bei allen vier Majors zumindestens einmal im Wochenende stand. Weitere Rekorde waren vor der Finalrunde in Erin Hills noch in Reichweite. Zu knacken galten Bernds persönliche Majorbestmarke – Platz 15 bei der PGA Championship in Kentucky sowie Markus Briers 12. Platz bei der Open Championship 2007 als rotweißrotes Major-Highlight. Beides sollte auch nach dem US Open-Sonntag weiterhin das Maß aller heimischen Dinge im Golfland Österreich bleiben.

Der Start in die Finalrunde, bei erstmals richtig windigen Verhältnissen, hätte kaum schlechter laufen können. Bernd tritt sich nach überschlagenem Grün gleich am Par 5 der 1 ein Bogey ein und gibt nach Dreiputt auf der 4 den nächsten Schlag ab. Erst danach kommt der burgenländische Golfmotor in Wisconsin langsam auf Touren, was sich in einem gestopften 5 Meter-Putt auf der 5 und dem scoretechnischen Ausgleich mit Par 5 Birdie auf der 7 manifestiert.

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Zu weit weg

Kaum auf den Backnine angekommen aber tritt sich die Nummer 30 der Welt einen weiteren Dreiputt ein und muss so sein bereits drittes Bogey an diesem Sonntag eintragen. In Folge ist Bernd öfters zu weit von den Fahnen weg um sich echte Birdiechancen zu erarbeiten. Bei den wenigen Möglichkeiten spielt dann der Putter nicht mit. Auf der 18 reitet Bernd dann nach perfektem Drive die Grünattacke, bleibt aber im Bunker hängen, was auch hier nur ein abschließendes Par ermöglicht.

Somit gibt Österreichs Nummer 1 schlussendlich eine Scorekarte mit 73 Schlägen (+1) ab und wird damit immerhin sehenswerter 16. Weitere Major-Höhenflüge müssen somit warten. Auch der Rekord von Markus Brier bleibt damit weiterhin bestehen. Auch das angepeilte erste Top 10 Ergebnis in den USA muss Bernd auf den nächsten Start jenseits des Atlantiks verschieben.

Bernd spielt seine Stärken aus

Dass Bernd Wiesberger in dieser Woche alles andere als weit von der absoluten Spitze entfernt ist zeigt ein Blick auf die Statistik deutlich. Bei den getroffenen Fairways liegt er mit 91 % sogar an der Spitze. Auch bei den Grüntreffern ist er als 8. in der Spitze des Feldes zu finden und vermeidet so als einer der ganz Wenigen Doppelbogeys und Schlimmeres. Einzig bei den Putts ist als 51. noch Luft nach oben, was auch die geringe Birdiequote von 13 Stück auf 72 Löchern erklärt. Mit der insgesamt starken Performance wird er bester Kontinentaleuropäer.

Neuer Champion

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Brooks Koepka (USA) zeigt am Sonntag der gesamten Konkurrenz die Rücklichter und sichert sich seinen ersten Majorsieg der Karriere. Auf einem Leaderboard, das an den ersten drei Tagen vor allem die jungen Wilden nach vorne gespült hat, ist der Modellathlet am Finaltag eine Klasse für sich.

Schon auf fehlerlosen Frontnine notiert der 27-jährige drei Birdies und zieht damit das Tempo spürbar an. Selbst ein Bogey auf der 10 macht dem US-Boy nichts aus, wie ein Birdiehattrick von der 14 bis zur 16 beweist. Solide spult er die verbleibenden beiden Bahnen ab und marschiert mit einer 67 (-5) über die Ziellinie, was ihm überlegen den Siegerscheck von über 2 Millionen Dollar einbringt. Bei gesamt 16 unter Par stellt er auch den bislang tiefsten US Open Siegesscore von Rory McIlroy (NIR) ein.

Rang 2 teilen sich Brian Harman (USA) nach der 72 (Par) und Hideki Matsuyama (JPN) mit der 66 (-6) bei gesamt 12 unter Par. Der Überflieger vom Samstag – Justin Thomas (USA) stellte am Moving Day mit einer 63 (-9) einen neuen US Open Rekord auf – findet überhaupt keinen Rhythmus und rasselt mit der 75 (+3) bis auf Rang 9 zurück.

Bernd Wiesbergers Finalrunde im Detail:

Bernd überschlägt bei windigen Verhältnissen gleich auf der 1 das Grün, chippt danach zwar auf gut zwei Meter zum Stock, lässt den Parsave aber aus und tritt sich so am Par 5 ein schnelles Bogey ein. Am drivebaren Par 4 entscheidet er sich für die Attacke, bleibt aber leicht zur kurz. Nach starkem Chip ergibt sich aus knapp drei Metern aber eine Birdiemöglichkeit, die er aber nicht verwandeln kann.

Auch die 3 verläuft nach Bunkerdrive nicht stressfrei. Bernd schlägt sein Wedge aber perfekt zur Fahne und kratzt so noch das Par. Mit einem Dreiputt aus acht Metern aber muss er auf der 4 den nächsten Schlag abgeben. Auf der 5 aber macht er seine Sache aus 5,5 Metern besser und locht zum ersten Birdie. Am langen Par 3 zündet er ein super Eisen, kann aus drei Metern die aufgelegte Chance aber nicht annehmen.

Wiesberger_US173_330Dies holt er aber am zweiten Par 5 der Frontnine nach. Der Burgenländer legt ein weiteres starkes Wedge auf gut vier Meter zur Fahne und locht diesmal sicher zum scoretechnischen Ausgleich. Die 8 und die 9 gelingen unaufgeregt mit souveränen Pars.

Kaum auf den Backnine angekommen tritt er sich auf der 10 aus 16 Metern einen weiteren Dreiputt ein und fällt so wieder in den Plusbereich zurück. Auf den nächsten Bahnen stellen Pars kein größeres Problem dar. Nachdem der Birdieputt vom Vorgrün auf der 14 auf Linie zu kurz bleibt, muss er auch am vorletzten Par 5 mit einem Par leben.

Auf der 15 lässt er sich noch einen Tester aus 3,5 Meter zum Par über, besteht diesen aber und kann so einen weiteren Dreiputt vermeiden. Am letzten Par 3 legt er sich mit gutem Teeshot eine machbare Chance aus, sieht den Ball aber aus fünf Metern erneut nicht fallen. Das Schauspiel wiederholt sich auf der 17 aus 6,5 Metern.

Nach perfektem Drive reitet Bernd auf der 18 die Grünattacke, der Ball bleibt aber im unangenehmen Grünbunker hängen, was Bernd den scoretechnischen Ausgleich zunichte macht. Mit der 73 (+1) beendet Bernd die 117. US Open auf dem beachtlichen 16. Rang.

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Gusto bekommen

US OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger kommt nach dem geschafften Cut sichtlich auf den Geschmack und bleibt am Moving Day im Erin Hills GC mit einer 69 hartnäckig an den Top 10 dran.

“Ich bin sehr happy mit meinem Score nach durchwachsenem Start in die 3. Runde. Es ist immer angenehm mit einem guten Freund auf die Runde zu gehen und ich bin froh, dass Sergio und ich noch ein paar Birdies am Ende auf die Scorecard schreiben konnten,” hält es Bernd mit dem Motto Ende gut, alles gut.

Bernd Wiesberger hat bereits am Vortag mit dem geschafften Cut ein weiteres Stück österreichische Golfgeschichte geschrieben. Als erster heimischer Spieler überhaupt hat er nun bei jedem der vier Major zumindestens einmal das Wochenende erreicht. Damit will sich Österreichs Nummer 1 aber noch nicht zufrieden geben und setzt am Moving Day gleich noch eines drauf.

Nach nächtlichem Regen spielt sich der Platz auch am Samstag für einen US Open Kurs ungewohnt scorefreundlich. Bei so gut wie keinem Wind sind Birdie fast Pflicht um im Klassement nicht durchgereicht zu werden. Was die Par 72 Wiese an diesem Tag wirklich hergibt zeigt Justin Thomas (USA), der mit einer unglaublichen 63 (-9) einen neuen US Open Tagesrekord aufstellt und sich so klar ins Titelgespräch bringt.

Bernd Wiesberger hingegen hat zu Beginn einigermaßen zu kämpfen, nachdem vor allem die Wedges und die Eisen noch nicht wirklich auf den Punkt gelingen. So hängt sich die Nummer 30 der Welt zwei frühe Bogeys um, die ihn weit zurückreichen. Erst nach und nach findet der Burgenländer seinen Rhythmus und holt sich noch vor dem Turn einen Schlag wieder zurück.

Angespornt

Das spornt Bernd sichtlich an, wie nahezu perfekte Backnine eindrucksvoll unterstreichen. Zunächst gelingt nach lasergenauem Eisen der scoretechnische Ausgleich, ehe er sich nach zwei ganz starken Wedges auf der 14 und der 15 mit gleich zwei Birdies um etliche Ränge nach vorne spielt.

Richtig on fire zündet er auch auf der schweren 17 ein perfektes Eisen und stopft aus drei Metern zum nächsten roten Eintrag. Fast gelingt am Par 5, der 18 noch ein weiteres Birdie, der Ball bleibt aber neben dem Loch liegen. Mit der 69 (-3) jedenfalls zeigt Bernd, dass er Erin Hills GC gut im Griff hat und geht als in etwa 14. in den Finaltag.

Rennen der Außenseiter

Nach dem vorzeitigen Exodus der Top-Names bringen sich die Außenseiter am Moving Day mit tiefen Runden in Position um die Gunst der Stunde zu nutzen: allen voran Brian Harman, der mit der 67 bei 12 unter Par die Führungsrolle übernimmt. Aber auch seine US-Kollegen Brooks Koepka sowie der mit 63 Schlägen Tagesbeste Justin Thomas und der Engländer Tommy Fleetwood bleiben bei 11 unter Par voll im Titelgeschäft. In den Top 10 findet sich kein einziger Spieler, der bereits ein Major gewinnen konnte.

Bernd Wiesbergers 3. Runde im Überblick:

Bernd knallt seinen ersten Abschlag perfekt aufs Fairway, entscheidet sich auf der 1 aber für die defensive Variante. Das Wedge aus knapp 95 Metern bleibt dann zu weit von der Fahne weg um sich eine echte Birdiechance aufzulegen. Auf der drivebaren 2 attackiert Bernd und bleibt nur kurz vor dem Grün hängen. Der kurze Chip gelingt aber nicht wirklich nach Wunsch, was ein weiteres Par zur Folge hat.

Wiesberger_US_Open_1702_330Nach einer deutlich verzogenen Annäherung hat Bernd noch Glück, dass er im niedergetretenen Fescue chippen kann. Den Ball bringt er so zwar sicher aufs Grün, kann den langen Parputt aus gut sieben Metern aber ganz knapp nicht verwerten und muss so das erste Bogey notieren. Die 4 gelingt mit sicherem Zweiputt recht unaufgeregt.

Nachdem auf der 5 die Annäherung zu kurz bleibt und im Grünbunker verschwindet, geht sich einmal mehr am Samstag nur ein Bogey aus, was dem Oberwarter mittlerweile doch einiges an Boden im Klassement kostet. Am überlangen Par 3 bringt er den Teeshot souverän am Kurzgemähten unter, was aus 15 Metern in einem sicheren Par mündet.

Nach erneutem eher ungenauen Wedge lässt auch das zweite Par 5 der Frontnine kein Birdie für den Burgenländer springen. Auf der 8 aber ist es dann soweit und Bernd kann nach 23 birdielosen Löchern wieder durchatmen. Ein lasergenaues Eisen bis auf einen guten Meter zum Stock sorgt für das erste Erfolgserlebnis am Moving Day.

Nach gutem Teeshot zeigt ihm Garcia auf der 9 (Par 3) sogar die Puttlinie, Bend kann dies aber nicht zum nächsten Birdie nützen. Nach weiterem lasergenauen Eisen macht er seine Sache auf der 11 dann aus drei Metern aber besser und stellt sein Tagesergebnis wieder auf Even Par zurück. Auf der 12 hat er gleich die nächste Chance, aus vier Metern spielt diesmal allerdings der Putt nicht mit.

Wiesberger_US_Open_1703_330Mit perfektem Gameplan – Bernd schlägt schon vom Tee ein Eisen – lässt dann das Par 5, der 14 den nächsten Schlag springen, nachdem Bernd das Wedge perfekt auf den Punkt auf die Welle spielt. Auf der drivebaren 15 wählt er die defensive Variante, was sich mit weiterem perfekten Wedge und gestopftem Birdieputt auch sichtlich auszahlt.

Die starke Phase stachelt Bernd richtig an, wie er mit fantastischem Eisen auf der schwierigen 17 unter Beweis stellt. Bernd legt die Annäherung bis auf drei Meter zur Fahne und lässt sich das nächste Birdie nicht nehmen, was ihn wieder klar an die Top 10 heranbringt. Fast geht sich sogar auf der 18 noch ein Birdie aus, der Putt bleibt aber neben dem Loch liegen. Mit der 69 bleibt Bernd Wiesberger jedenfalls hartnäckig an den Top 10 dran.

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Bernd makellos

US OPEN 2017 – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger stemmt im Erin Hills GC mit einer 72 nicht nur seinen ersten Cut bei den US Open, sondern geht sogar aus richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. Nach dem geschafften Cut ist Bernd Wiesberger der erste Österreicher der bei allen vier Majors das Wochenende erreicht.

“Es hat sich gut angefühlt meinen Namen den ganzen Tag über am Leaderboard zu sehen!  Jetzt bin ich in guter Position für mein erstes Wochenende bei der US Open,” äußerst sich Bernd zufrieden über die erste Turnierhälfte.

Es war klar, dass in dieser Woche eine Serie zu Ende gehen muss. Entweder schafft Bernd Wiesberger beim bereits vierten US Open Start den ersten Cut oder aber die beeindruckende Cutserie – seit letzten August steht der Oberwarter bei jedem Turnierstart im Wochenende – findet im Großraum Milwaukee sein Ende. Es ist die US Open Serie, die in dieser Woche endlich zu Ende geht und das noch dazu durchaus überzeugend.

Schon nach der 69 (-3) am Donnerstag positionierte sich Österreichs Nummer 1 in guter Ausgangslage und will am Freitag daran anknüpfen. Allerdings macht sich schon am Eröffnungs-Par 5 deutlich, dass bei härteren Grüns und schwierigeren Pin-Positions an diesem Tag nicht alles locker von der Hand geht. Das verpasste Birdie holt er zwar sofort mit gestopftem Viermeterputt auf der 2 nach, in Folge hat der Oberwarter aber etliche Male alle Hände voll zu tun um sich zu Pars zu scrambeln.

Etwas zu ungenau

Wiesberger_1717_330Dabei sind es meist die Eisen, die am zweiten Spieltag schlicht zu weit von den Fahnen weg liegen um dem Burgenländer eine stressfreie Runde zu bescheren. Mit teilweise nahezu sensationellen Kurzspieleinlagen und starken Putts – Bernd ist öfters dazu gezwungen wichtige Putts aus zwei bis drei Metern zu lochen um keine Schläge abzugeben – kämpft sich die Nummer 30 der Welt geradezu über den Platz.

Fast eigenartig mutet es dabei an, dass ihm ausgerechnet ein 60 Zentimeter Putt auf der 11 zum Verhängnis wird und den ersten und einzigen Schlag am Freitag kostet. Immer wieder schleichen sich leichte Ungenauigkeiten ein. So erreicht er nach leicht verzogenem Drive am Par 5, der 14 erst mit dem vierten Schlag das Grün, stopft aber einmal mehr einen wichtigen Putt aus drei Metern und bleibt so immer in Schlagdistanz zu den Top 10.

Zwar lässt auch die lange 18 nach etwas zu kurzem Pitch kein Birdie mehr springen, mit der 72 (Par) aber cuttet Bernd als in etwa 16. in richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. “Leider konnte ich den Ball nicht mehr nah genug an die Fahnen bringen und auch nicht genügend Putts lochen. Trotzdem immer noch eine passable Runde.” Damit radiert Bernd auch den allerletzten Makel in seiner Karriere aus und hat nun bei jedem der vier Majors zumindest einmal das Weekend erreicht, was einen weiteren Meilenstein in der österreichischen Golfgeschichte darstellt.

Casey_1701_330 (2)Casey, Fleetwood, Koepka, Harman voran

Auftaktleader Rickie Fowler leistet sich nach 28 gespielten Löchern seine ersten Schlagverluste im Turnier, dann aber gleich drei in Folge, die ihn mit der 73 auf Platz 5 zurückwerfen. Ein britisch-amerikanisches Quartett teilt sich bei 7 unter Par die Halbzeitführung: Paul Casey, Tommy Fleetwood sowie Brooks Koepka und Brian Harman haben vorerst die besten Karten.

Um ungewohnt tiefen Cut von 1 über Par beißt sich überraschend viel Golfprominenz die Zähne aus: für Justin Rose, Adam Scott, Bubba Watson, Rory McIlroy sowie mit Dustin Johnson auch die Nummer 1 der Weltrangliste ist die US Open bereits am Freitag zu Ende.

Bernd Wiesbergers 2. Runde im Überblick:

Nach etwas zu kurzem Wedge hat er am Eröffnungs-Par 5 aus gut sechs Metern vom Vorgrün nur eine Außenseiterchance aufs Birdie, die er knapp nicht nützen kann. Den roten Eintrag holt er dafür sofort auf der kurzen 2 mit gestopftem Viermeterputt nach. Auf der langen und schweren 3 bekommt der Burgenländer dann erstmals etwas Stress, nachdem er nach dem ersten Putt aus 17 Metern immer noch drei Meter zum Par übrig hat. Die Aufgabe löst er aber unaufgeregt und nimmt so ein weiteres wichtiges Par mit.

Nachdem die Annäherungen auf der 4 und der 5 nur weit vom Loch entfernt liegen bleiben, benötigt er derzeit aus längeren Distanzen viel Puttgefühl. Am überlangen Par 3, der 6 muss er nach zu kurzem Teeshot sogar aus 30 Metern den Putter bemühen, legt den Ball aber bis auf einen halben Meter zur Fahne und nimmt so das nächste Par mit.

Auf der 7 stellt er sich dann nach eingebunkertem Drive vor Schwierigkeiten. Aus dem Sand will auch der zweite Schlag nur im Rough landen, was die Distanzkontrolle bei der Annäherung erschwert. Nach überschlagenem Grün hat er alle Hände voll zu tun um das Par zu kratzen, was aber nach starkem vierten Schlag aus der Collection Area gelingt.

Zum ersten Mal seit der 2 legt er sich dann am Par 4, der 8 nach starkem Eisen eine sehr gute Birdiechance auf, aus zwei Metern spielt diesmal der Putter aber nicht mit. Wie unglaublich hart Bernd heute kämpfen muss zeigen die ersten Löcher nach dem Turn. Nach einem sicheren Par auf der 10 geht sich nach überschlagenem Grün und verschobenem Parputt aus kurzer Distanz auf der 11 erstmals nur ein Bogey aus.

Fast kann er sich den Schlag nach starkem Eisen auf der 12 aber postwendend wieder zurückholen, der Birdieputt kriecht aber rechts am Loch vorbei. Nach einem sicheren Par am Par 3, der 13 hat er am Par 5, der 14 einige Schwierigkeiten. Nachdem er den Drive nur im Rough unterbringt erreicht er in Folge erst mit dem vierten Schlag das Kurzgemähte, stopft aber den wichtigen Parputt aus drei Metern.

Auf der 15 legt er sich mit gutem Abschlag den Ball perfekt auf Wedge-Distanz auf, bringt den Ball danach aber gerade mal am Grün unter. Aus 15 Metern geht sich mit einem Zweiputt aber ein weiteres Par aus. Auch aus sieben Metern ist das Par am letzten Par 3 kein Problem.

Nachdem er die 17 solide abspult hat er auf der 18 sogar noch eine gute Chance die Runde mit einem Birdie zu beenden. Aus 60 Metern bleibt der Pitch aber etwas zu kurz und er muss den Putter zweimal bemühen. Mit der 72 aber cuttet Bernd nicht nur ganz sicher in sein erstes US Open Wochenende, sondern geht außerdem aus richtig guter Verfolgerposition in den Moving Day.

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Bester US Open Start

US OPEN 2017 – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger präsentiert sich am Donnerstag Nachmittag im Erin Hills GC lange Zeit von seiner allerbesten Seite und legt mit einer 69 seinen bislang klar besten US Open Start der Karriere hin.

“Es war ein schöner und solider Start in die US Open für mich. Wichtig war es gut vom Tee weg zu kommen und genau das konnte ich zum größten Teil auch machen. Super mit einem Birdie die Runde zu beenden,” ist Bernd anschließend mit sich und der Welt zufrieden.

Um einiges gutmütiger als eigentlich angenommen präsentiert sich Erin Hills zum Auftakt der 117. US Open. Zwar sollte man das hüfthohe und Bälle fressende Fescue tunlichst meiden, ansonsten aber spielte sich die Par 72 Anlage in Wisconsin so angenehm wie schon lange kein US Open Kurs mehr. Das nützt am Vormittag bei noch sehr wenig Wind vor allem Rickie Fowler (USA) ideal aus und bringt sich mit einer 65 (-7) in die Position des großen Gejagten. So nebenbei stellt er mit der fehlerfreien Performance auch die bislang tiefste Auftaktrunde ein, die jemals bei einer US Open gespielt wurde.

US_Open_1701_330Die richtig prachtvollen Verhältnisse bekommt Bernd Wiesberger am Nachmittag nicht mehr geliefert. Zwar liegt der Kurs auch weiterhin in herrlicher Sommersonne, bei auffrischendem Wind und härter werdenden Grüns muss der Oberwarter aber noch genauer zur Sache gehen um wirklich zu Birdiechancen zu kommen. Genau das erledigt Österreichs Nummer 1 dann auch mit Bravour. Reihenweise legt Bernd die Drives auf die Fairways, nur die Annäherungen wollen in der frühen Phase seiner Runde noch keine echten Möglichkeiten auf rote Einträge eröffnen.

Auf den Geschmack gekommen

Erst ab der 17 schärft Bernd sein Spiel noch einmal nach und legt sich ab diesem Zeitpunkt reihenweise richtig gute Chancen auf, wovon er gleich vier in Folge verwertet und plötzlich im absoluten Spitzenfeld angekommen ist. Erst eine zu kurze Annäherung und ein verpasster Parsave aus zwei Metern beendet das beeindruckende Schauspiel. In Folge wird Bernds Spiel etwas wackeliger, was sich auch in unangenehm verzogenen Drives manifestiert.

Am letzten Par 5 geht sich zwar noch das Par aus, nachdem aber auch der Abschlag auf der 8 nach links abbiegt und Bernd in Folge aus dem unangenehmen Fescue alles aufbieten muss, ist Bogey Nummer zwei Gewissheit. Mit abschließendem Par 3 Birdie aber radiert er den Makel wieder aus und steht so mit der 69 (-3) beim Recording, was seinen besten US Open Start der Karriere darstellt.

Mit früher Tee Time am Freitag ist Bernd als 11. außerdem drauf und dran nicht nur erstmals beim zweiten Major des Jahres zu cutten, sondern außerdem im absoluten Spitzenfeld mitzuwirken.

Bernd Wiesbergers 1. Runde im Überblick:

Bernd Wiesberger erwarten am Nachmittag etwas windigere Bedingungen als noch am Vormittag, was die Sache für Österreichs Nummer 1 sicherlich nicht einfacher machen wird. Der Start verläuft jedenfalls sehr sicher. Bernd legt sich nach Fairway und Grüntreffer aus fünf Metern sogar die erste Birdiechance auf, kann aber knapp nicht verwerten. Auch die 11 und die 12 gelingen recht unaufgeregt.

Nach starkem Eisen stellt auch das erste Par 3 aus sieben Metern keinerlei Problem dar, aufs erste Birdie muss er aber noch warten. Die anspruchsvolle 14 (Par 5) geht er konservativ an, was in einem weiteren sicheren Par mündet. Auch danach geht es in dieser Tonart weiter. Bernd spielt zwar grundsolide, verabsäumt es aber noch sich echte Birdiechancen aufzulegen.

Wiesberger_1713_330Ab der 16 (Par 3) schärft er seine Eisen dann nochmals nach. Zunächst streikt der Putter aus vier Metern noch, auf der langen 17  – immerhin das zweitschwerste Loch am Donnerstag – aber lässt er dann aus zwei Metern endlich das hochverdiente erste Birdie springen.

Das Erfolgserlebnis bringt den Oberwarter nun so richtig auf Touren. Trotz starken Drives entscheidet er sich sowohl auf der 18 als auch auf der 1 gegen die Attacke, was sich auch als goldrichtig herausstellt. Denn beide Wedge passen mit viel Gefühl punktgenau und er nimmt so auf beiden Par 5 Bahnen sofort die nächsten Birdies mit und schnürt so den Triplepack.

Jetzt hat Bernd auch den Putter perfekt auf Temperatur und lässt sich die nächste Chance aus drei Metern auf der 2 nicht nehmen. Nach gleich vier Birdies hintereinander notiert er auf der 3 ein recht sicheres Par, ehe es ihn auf der 4 nach zu kurzer Annäherung und verschobenem Parputt aus gut zwei Metern auch mit dem ersten Bogey erwischt.

Am überlangen Par 3, der 6 bleibt der Ball gerade noch am Grün. Aus 24 Metern allerdings bleiben Bernd beim Retourputt immer noch gute zwei Meter übrig, was ihn diesmal allerdings vor keine gröberen Probleme stellt. Nach leicht verzogenem Abschlag lässt das letzte Par 5 für Bernd kein Birdie springen.

Auch auf der 8 biegt der Abschlag nach links ab, was Bernd aus dem Fescue alles abverlangt. Schlussendlich erreicht er erst mit dem vierten Schlag das Grün und muss so sein zweites Bogey einstecken. Nach einem lasergenauen Eisen am Par 3, der 9 lässt er sich die Chance auf einen abschließenden roten Eintrag aus gut zwei Metern nicht nehmen und sorgt so mit der 69 für seinen besten US Open Start der Karriere.

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Gegen die Serie

US OPEN – VORSCHAU: Bernd Wiesberger nimmt ab Donnerstag im Erin Hills GC seine bereits vierten US Open in Angriff und will beim zweiten Major des Jahres endlich ins Wochenende cutten.

Eine Serie wird in dieser Woche auf jeden Fall bei Bernd Wiesberger zu Ende gehen. Entweder der Burgenländer durchbricht in Milwaukee seine schwarze US Open Serie – bei bislang drei Antreten reichte es bei der Nummer 30 der Welt noch nicht fürs Wochenende – oder aber die beeindruckende Cutserie reißt ab, die mittlerweile seit August 2016 anhält.

Bernd Wiesberger und die USA sind ohnehin keine ganz große Liebesgeschichte, wenngleich der Oberwarter bei den letzten Turnieren immer die Cutmarke übersprang und beim Players am Ende sogar Rang 12 erreichte. Bernd Wiesberger und die US Open aber, das passte bisher noch gar nicht zusammen. Beim wohl schwierigsten Turnier des Jahres wird jeder Fehler sofort gnadenlos bestraft, weswegen jedes erspielte Par wohl auch heuer wieder ganz besonders wertvoll sein wird.

“Das wird wieder extrem werden. In dieser Woche kann man sich überhaupt nicht entspannen, Birdies werden Mangelware sein und man wird um jedes Bogey kämpfen müssen. Das wird richtig an den Kräften zehren”, spricht er vor dem Abflug in die USA das gnadenlose Setup der USGA an.

Eigentlich wollte der Österreicher bei der Heimreise vom Players einen Zwischenstopp einlegen und eine Trainingsrunde spielen, dies ging sich schlussendlich im Terminplan aber nicht aus. Der Erin Hills GC ist jedoch nicht nur für Bernd komplettes Neuland, da bis auf die Teilnehmer, die 2012 die US Amateur bestritten, noch kein Spieler den Platz wettkampfmäßig absolvierte.

Ultimativer Test

Wie schon in den letzten Jahren wird die USGA den Platz auch heuer wieder so schwierig wie möglich gestalten. Das Par 72 Gelände bietet zwar großteils recht breite Fairways, die Annäherungen werden auf die enorm kleinen, harten und schnellen Grüns aber sehr schwer zu spielen sein. Da auf dem Gelände keine Bäume zu finden sind, ist der Kurs generell sehr windanfällig, was das Umgehen der geschickt platzierten Bunker noch schwieriger macht.

Die bislang durchwachsene US Open Statistik von Bernd Wiesberger hat mit Sicherheit auch mit der sehr kurzen Vorbereitungszeit zu tun, da er wegen dem Heimturnier in Atzenbrugg nicht früher in die USA reisen kann. Kann er die Ungenauigkeiten der letzten Wochen abstellen und die Stellschrauben etwas justieren, könnte im Jahr 2017 aber auch endlich bei den US Open der erste Finaleinzug gelingen.

Der Wetterbericht verspricht für diese Woche ein wohl eher langatmiges Turnier. Jeden Tag sind Gewitter mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 bis 80 % vorhergesagt, was wohl für einige Verzögerungen sorgen wird. Bernd beginnt am Donnerstag im Flight mit Kevin Chappell und Amateur Maverick McNealy (beide USA) um 21:20 MEZ auf der 10.

Titelverteidiger Dustin Johnson (USA), der mit dem größten Vorsprung in der Weltrangliste seit Tiger Woods ins Rennen geht, könnte der Platz durchaus entgegenkommen, weswegen der Longhitter auch Favorit bei den Buchmachern ist. Er startet gemeinsam mit Martin Kaymer (GER) und Jordan Spieth (USA) um 15:35 MEZ ebenfalls auf der 10 ins 10 Millionen Dollar Turnier.

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>> SKY überträgt Live und in HD von den US Open.

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Vergissmichnicht Berger

ST. JUDE CLASSIC – FINAL: Daniel Berger verteidigt erfolgreich seinen Titel in Memphis und sendet vor der US Open ein klares Signal an die Kollegen.

“Alle reden von den Young Guns wie Thomas und Spieth. Fast sieht es so aus, als hätte man ein wenig auf mich vergessen,” scherzt Daniel Berger. Mit der erfolgreichen Titelverteidigung bei der St. Jude Classic bringt sich der Rookie of the Year der Vorjahre spektakulär zurück in Erinnerung: “Ich bin ziemlich gut. Jetzt werde ich weiter versuchen mein Ding durchzuziehen und vielleicht noch ein paar Titel mehr zu gewinnen,” sendet er klare Signale wenige Tage vor der US Open aus.

Aus der Verfolgerrolle am Sonntag gestartet, sah es anfangs gar nicht nach seinem Tag aus. Erstes Fairway und Grün verfehlt und ein schwacher Chip hinterher, der es nicht einmal aufs Grün schaffte. Doch mit dem Chip-In zum Par aus 7 Metern war Berger hellwach und spielte die letzten 17 Löcher fehlerfrei und mit vier Birdies toll auf. Die 66 am knochenharten, pfeilschnellen TPC Southwind reichte um bei 10 unter Par eine Bestmarke zu setzen, die für den zweiten Titelgewinn nach 2016 reichte.

In einem dicht gedrängten Leader-Sandwich, bei dem sogar zwischenzeitlich 9 Spieler in geteilter Führung lagen, eliminierten sich Bergers Konkurrenten schrittweise, wie auch Drittrundenleader Rafa Cabrera-Bello mit der 71 (Platz 4). Charl Schwartzel und dem Koreaner Whee Kim fehlten am Ende nur ein einziges Birdie um Berger in ein Stechen zu zwingen. Phil Mickelson, der die US Open wegen der Schul-Abschlussfeier seiner Tochter auslassen wird, präsentierte sich als 9. bei 7 unter Par auch in starker Form.

>> Endergebnis St. Jude Classic

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Bernds Golf-Frühling

Golf-Live hat Bernd Wiesberger in seiner Heimat im Rahmen einer Pressekonferenz getroffen. In einem Interview lässt eine noch leicht vom Jetlag gezeichnete Nummer 30 der Welt seine beiden China Turniere Revue passieren und gibt einen Ausblick auf sein weiteres Turnierprogramm.

Zu seinem Sieg bei den Shenzhen International

“Shenzhen war natürlich eine sehr schöne Woche für mich. Vor allem die Art und Weise wie dieser Sieg zu Stande kam freut mich wirklich. Ich musste mich regelrecht durchkämpfen. Am Sonntag ist im Spiel nicht allzuviel zusammengelaufen, umso wichtiger war dieser Tag für mich persönlich.”

Shenzhen_Flag_330“Das Turnier war richtig gut besetzt. Es war etwa mit Tommy Fleetwood der 2. im Race to Dubai dabei und mit Bubba Watson immerhin ein zweifacher Masters Champion. Ich wollte diesen Sieg unbedingt und der Sieg gegen Tommy (Fleetwood) im Stechen hat mir auch mental sehr viel gebracht.”

Zum 4. Platz bei den Volvo China Open

“Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nach dem Sieg in Shenzhen mit nicht sehr großen Erwartungen nach Peking gekommen bin. Die Motivation war eindeutig da aber es ist nicht leicht auch die Anspannung richtig hoch zu halten. Ich bin aber in wirklich sehr guter Form und mit dem Turnierverlauf auch sehr zufrieden. Leider hat es am Ende nicht ganz zum chinesischen Doppelschlag gereicht. Die beiden Wochen waren aber generell sehr wichtig, da ich sowohl in der Weltrangliste, als auch im Race to Dubai einige Ränge nach vorne gekommen bin.”

Über seinen Beinamen “Asien-Spezialist”

“Es ist schon mittlerweile so, dass ich bei längeren Reisen in den Süden oder Osten öfters gute Resultate einfahre. Warum das wirklich so ist, dass kann ich eigentlich auch nicht genau sagen. Es ist nicht so, dass in Asien alle Plätze irgendwie gleich wären. Natürlich gibt es teilweise Ähnlichkeiten, aber ich denke, dass es auch daran liegt, dass alles richtig gut organisiert ist. Man wird sehr, sehr freundlich empfangen und da passt einfach das Gesamtpaket.”

Vor dem Players Championship

Wiesberger_PK_1702“Ich fliege diesen Sonntag über Orlando nach Jacksonville und werde mich dann direkt vor Ort intensiv aufs Players vorbereiten. Ich freue mich schon richtig auf Florida, da ich in sehr guter Form bin und mir schon einige Chancen auf ein Spitzenergebnis ausrechne.”

“Ich spiele Sawgrass jetzt zum bereits dritten Mal, kenne den Platz also. Sie haben aber die Fairways und die Grüns neu angelegt und die 12 überhaupt adaptiert, man muss also abwarten wie es heuer wirklich zu spielen ist. Kann schon sein, dass man sich auf den Greens umstellen muss. Der Platz an sich ist in einem super Zustand und sich mit den Besten der Welt zu messen macht immer Spaß.”

Übers Heimturnier in Atzenbrugg

“Die Lyoness Open sind mir persönlich sehr wichtig. Ich mache die Wichtigkeit eines Turniers nicht nur davon abhängig welche Namen am Start sind oder wieviel Preisgeld es zu holen gibt. Atzenbrugg ist mir eine Herzensangelegenheit und das Turnier ist auch sehr emotional für mich.”

“Ich habe immerhin nicht oft die Chance vor heimischem Publikum zu spielen. Dass das Interesse in dieser Woche vor allem in meiner Gruppe sehr groß ist, das ist mir bewusst. Dass dabei auch viele Zuschauer und Fans mit mir unterwegs sind freut mich sehr und stört mich auch überhaupt nicht. Mich nervt das in keinster Weise.”

“Ich hab eine Verantwortung bei diesem Turnier und die trage ich sehr gerne. Ich werde mir auch Zeit nehmen um nach der Runde Autogrammwünsche zu erfüllen und auch um etwaige Selfies oder ähnliches mit den Fans zu machen. Ich versuche das alles so gut es geht auszubalancieren.”

Über die Vorbereitung auf die kommenden Majors

“Es ist noch nicht ganz sicher, aber ich werde wohl über Chicago vom Players heimfliegen und eine Trainingsrunde in Erin Hills einlegen um mir schon einmal ein Bild vom US Open Platz zu machen. Shane (Bernds Caddie Anm.) wird auf jeden Fall bei den Lyoness Open mit mir unterwegs sein. Ich werde ihn also nicht früher in die USA schicken, wie wir das schon vor zwei Jahren in Chambers Bay einmal gemacht haben. Nach Atzenbrugg geht es dann gleich ab zum Flughafen und ab nach Wisconsin. Ich vertraue auch auf meine Stärke, dass ich die Tücken des Platzes an den Trainingstagen gut herausfiltern kann.”

“Ich weiß natürlich, dass seit einiger Zeit Quail Hollow als Austragungsort für die PGA Championship feststeht. Es hat in den letzten Jahren aber einfach terminlich nicht zusammengepasst um den Platz im Rahmen der Wells Fargo Championship schon auf der PGA Tour kennenzulernen. Da stand Regeneration nach und vor harten Wochen im Mittelpunkt. Ich denke aber, dass ich dennoch ganz gut mit dem Platz zurechtkommen werde.”

Über die eigene Zielsetzung

“Ich wollte heuer auf jeden Fall wieder ein Turnier gewinnen, das ist mir mit den Shenzhen International bereits gelungen. Ich konzentriere mich klar auf die European Tour, will aber schon die Möglichkeit nützen mir vielleicht eine Exemption für die PGA Tour zu erspielen. Das Players mit den vielen Punkten wäre dabei natürlich eine gute Gelegenheit.”

“Auch bei den Majors fehlt mir noch ein absolutes Topergebnis und das ist ganz klar ein Ziel von mir. Mein Turnierkalender steht jetzt mal bis August und da wird sich nichts ändern. Sollten sich durch gute Ergebnisse danach mehrere Chancen ergeben, dann muss man sich das dann anschauen.”

Über seine gute Form

“Ich bin derzeit sehr entspannt und weiß, dass ich auf mein Spiel vertrauen kann. Ich kenne meine starke Cutserie natürlich, aber nur Wochenenden zu erreichen ist mir zu wenig. Wenn ich mir die Ergebnisse seit meinem letzten verpassten Cut anschaue, dann stimmt die Formkurve derzeit eindeutig. Ich würde jetzt rein von den Resultaten her schon sagen, dass das derzeit meine beste Phase bisher ist.”

Zur neuen Rolex Series und über seinen langjährigen Caddie

Wiesberger_PK_1703“Die European Tour musste etwas neues machen und die Rolex Series wurde schon sehr gut angenommen. Es sind richtig große Turniere und es sind schon viele sehr gute Spieler fix, dementsprechend viele Punkte gibt es auch auszuspielen. Auf diese Events freue ich mich schon richtig.”

“Ich arbeite bereits seit 2010 mit Shane zusammen und diese Zusammenarbeit ist sehr erfolgreich. Er hilft mir nicht nur direkt auf den Runden, sondern er investiert auch sehr viel Arbeit in den Trainingsrunden und oft auch alleine um mir in jeder Situation weiterhelfen zu können. Er ist ein richtig akribischer Arbeiter und ich freu mich, dass ich mit solchen Siegen wie in Shenzhen auch ihm etwas zurückgeben kann.”

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