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Schlagwort: us pga tour

Um die Tourkarte

WYNDHAM CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Matthias Schwab benötigt beim letzten regulären PGA Tour Turnier der Saison eine Top 30 Platzierung um die nötigen Pünktchen im Non-Members Ranking noch aufsammeln zu können. Sepp Straka schwingt sich im Sedgefield CC für die anstehenden Playoffs ein.

Es wirkt eigentlich wie aus einem Drehbuch, denn, dass Matthias Schwab bereits im ersten Jahr, an dem er bei einem WGC und einem Major mitwirken durfte gleich um eine fixe PGA Tourkarte mitmischt, zeigt, dass er in seiner bisherigen Profi-Laufbahn nirgendwo die falsche Abzweigung genommen hat. Die Chance auch bei den Wyndham Championship aufteen zu können, erarbeitete sich der Rohrmooser mit seinem fantastischen 3. Platz vor zwei Wochen bei den Barracuda Championship.

Eigentlich hätte er bereits bei den PGA Championship in Sachen Tourkarte alles klar machen können, beim Major-Debüt verpasste Matthias allerdings den Cut, weshalb es nun in Greensboro sozusagen um “alles oder nichts” geht, denn sollte er die nötigen Punkte – Matthias wird wohl rund um 20 Zähler benötigen – nicht einfahren, startet er wieder bei Null, da die bereits erspielten 246 Punkte am Ende der Saison verfallen.

“Ich hab in San Francisco nicht konstant genug gespielt”, gab er sich nach seinem Missed Cut beim Major sehr selbstkritisch. “Der Knackpunkt war ein Golfball in einer Zypressen-Krone am 13. Loch am Freitag. Nach dem Doppelbogey war es schwierig den Rückstand wieder aufzuholen.” Die Strategie für Greensboro hat er bereits parat, wie er selbst beschreibt: “Ich will alles aus mir rausholen, um am Ende meiner US-Tour ein gutes Ergebnis einzufahren und um mein großes Ziel mit der fixen US PGA -Tourkarte zu erreichen. Mit einer Top 30 Platzierung bei der Wyndham würde ich dies wohl schaffen. Das wäre ein grandioser Abschluss meiner US-Wochen.”

Letzte Stellschrauben justieren

Bei Sepp Straka ist die Ausgangslage gänzlich anders als bei seinem etwas jüngeren Landsmann. Der 27-jährige hatte aufgrund der Corona-Pandemie die Tourkarte ohnehin bereits seit Monaten fix, hätte sich diese aber mit seinen starken Leistungen heuer auch ohne das “Geschenk” der PGA Tour locker selbst erspielt. Die Belohnung dafür ist die erneute Teilnahme an den Playoffs, die kommende Woche mit den Northern Trust starten.

Sepp reist auch in durchaus guter Form nach Greensboro, wenngleich das Wochenende in San Francisco nicht so wirklich nach seinem Geschmack verlief. Klar, peilt der bullige Wiener auch in North Carolina wieder ein Topergebnis an, vorrangig geht es aber darum nun noch an den letzten Stellschrauben zu drehen um vor den anstehenden Playoffs in seinem Spiel alles auf Schiene zu bringen. Mit einem starken Ergebnis bei der Wyndham könnte er aber auch bereits mit einem Auge auf das zweite der drei Playoff-Events schielen, denn die Qualifikation könnte sich so durchaus bereits ausgehen.

Die Woche könnte sich womöglich durchaus als zäh herausstellen, denn ab Donnerstag sollen bei schwül-warmen Temperaturen in North Carolina immer wieder Gewitter möglich sein, was ohne Weiteres zu der ein oder anderen Unterbrechung führen könnte. Los geht es für die beiden Österreicher beim 6,4 Millionen Dollar Turnier zum Auftakt erst mit späten Startzeiten. Sepp Straka macht aus heimischer Sicht um 19:35 MEZ von der 1 weg den Anfang. Matthias folgt erst mit allerletzter Tee Time um 20:15 MEZ, ebenfalls von der 1 aus.

 

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Keine Bestmarken

PGA CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger rutscht am Finaltag im TPC Harding Park mit einer durchwachsenen Vorstellung und der 74 noch bis ins auf Platz 43 zurück und kann damit keine neuen heimischen Major-Bestmarken aufstellen. Auch Sepp Straka agiert am Sonntag zu fehleranfällig und kommt über einen 66. Rang nicht hinaus.

Bernd Wiesberger hatte am Samstag über weite Strecken bereits mit einem eiskalten Putter zu kämpfen, der nicht nur gute Birdiechancen nicht verwerten konnte, sondern ihm darüber hinaus auch das Leben im Kampf um die Pars recht schwer machte. Erst gegen Ende erwärmte dieser sich dann doch noch und spendierte Bernd auf der 18 immerhin aus gut 18 Metern ein abschließendes Birdie, womit er sogar noch die 70 (Par) notieren konnte.

Zwar hätte der Burgenländer mit Sicherheit gerne mehr Druck nach vorne ausgeübt und den Moving Day dazu verwendet bis unter die Spitzenplätze nach vor zu kommen, mit der kämpferischen Leistung am Samstag wahrte er aber immerhin die Chance bei nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 endlich den hartnäckigen “US Fluch” der ausbleibenden Spitzenresultate durchbrechen zu können. Das Vorhaben soll sich am Sonntag jedoch deutlich nicht ausgehen.

Der Start verläuft trotz verpasster Fairways mit zwei Pars noch durchwegs souverän. Am ersten Par 3 trifft er dann zwar das Grün, aus 13 Metern muss er aber mit dem Zweiputt zufrieden sein. Auch am ersten Par 5 bleibt der Drive etwas zu weit links, was die Grünattacke unmöglich macht. Die Vorlage entpuppt sich aber nicht als Nachteil, denn Bernd legt sein Wedge danach auf nicht einmal einen Meter zur Fahne und sackt so das erste Birdie ein.

Die Probleme mit den Drives reißen auch weiterhin nicht ab. Auf der 6 biegt der Abschlag diesmal rechts weg und bremst sich erst am Cartweg wieder ein. In Folge überschlägt Bernd das Grün sogar und kann sich diesmal nicht mehr zum Par scrambeln. Am kurzen Par 4 geht sich nach konservativer Variante und eher suboptimalem Wedge kein Birdie aus, dafür aber bleibt er am überlangen Par 3 danach nervenstark und locht den wichtigen Zweimeterputt zum Par.

Scotty Cameron eiskalt

Kurz vor dem Turn wird es auf der 9 dann unangenehmer, denn aus 14 Metern lässt ihn plötzlich der Putter im Stich und hängt ihm mit einem Dreiputt das zweite Bogey um. Der Schlagverlust scheint ein echter Wirkungstreffer zu sein, denn am Par 5 danach tritt er sich gleich den nächsten Dreiputt ein und muss so sogar den Bogeydoppelpack hinnehmen. Nachdem sein Scotty Cameron auch auf der 13 aus nicht einmal zwei Metern den Dienst quittiert, wirkt sein 14. Schläger im Bag langsam aber sicher wie ein Eis am Stiel.

Ein weiterer links verzogener Drive auf der 14 droht Bernds Spiel nun endgültig in sich zusammenbrechen zu lassen, denn die Annäherung erreicht danach das Grün nicht und da das Up & Down zum Par nicht mehr gelingen will, rutscht er sogar beim Gesamtergebnis wieder auf Level Par zurück. Das will der Burgenländer aber sichtlich nicht auf sich sitzen lassen und heizt wie aus dem Nichts erstmals auch das Gerät fürs Kurzgemähte an, wie ein gelochter Zehnmeterputt zeigt.

Am letzten Par 3 setzt es dann jedoch den nächsten Dämpfer, da der Sandschlag aus dem Grünbunker zu weit wird und er so das bereits sechste Bogey des Tages einstecken muss. Zumindestens gelingt die 18 noch ohne große Probleme, doch mit einer 74 (+4) kann sich der 34-jährige klarerweise alles andere als zufrieden zeigen. Mit der zähen Performance wird er auch noch um viele Ränge bis auf Platz 43 im Klassement zurückgereicht.

Still to beat

Mit der finalen Performance kann Bernd Wiesberger auch nach 22 gespielten Majors weiterhin noch keine neuen rot-weiß-roten Bestmarken setzen, denn nach wie vor ist der 12. Platz von Markus Brier in Carnoustie das beste Major-Resultat eines Österreichers. Bernds “Personal best” ist ein 15. Platz in Kentucky bei der PGA Championship im Jahr 2014 als er mit Rory McIlroy (NIR) im Schlussflight auf die letzte Runde ging. Auch in Sachen US-Top 10 heißt es weiterhin Geduld bewahren, denn der hartnäckige “Amerika Fluch” endet für Bernd auch in San Francisco noch nicht.

Dabei zeigte er die Woche über trotz des verpatzten WGC-Events in Memphis zum größten Teil grundsolides Golf und sorgte auch für einige Highlights, wie etwa gleich zwei gelochte Bunkerschläge zum Auftakt. Vor allem am Wochenende wollten sich aber mit etwas ungenaueren Eisen nicht wirklich viele echte Birdiechancen ergeben und ein unterkühlter Putter fiel somit noch schwerer ins Gewicht, was ihn vom 11. bis auf den 43. Rang zurückrasseln lässt. Zunächst wird Bernd nun den USA den Rücken kehren und Ende August bei den ISPS Handa UK Championship abschlagen, ehe es für die US Open Mitte September wieder zurück in die Vereinigten Staaten geht.

Anfänglicher Schock

Sepp Straka ging am Samstag wie seinem Landsmann Bernd Wiesberger ebenfalls so gut wie nichts leicht von der Hand. Erst spät fand er dann noch Erfolgserlebnisse und schaffte es so mit der 71 (+1) zumindestens keine Plätze zu verlieren. Eigentlich soll am Sonntag noch ein deutlicher Vorstoß gelingen, allein wilde Fehler zu Beginn wissen dies schon früh zu verhindern.

Gleich der Start geht mehr als nur gründlich daneben, denn Sepp bunkert sich auf der 1 vor dem Grün in unangenehmer Lage ein, kommt erst beim zweiten Versuch überhaupt aus dem Sand raus und stolpert dann noch dazu über einen Dreiputt, womit er auf der doch eher scorefreundlichen 1 sogar das Triplebogey einstecken muss. Gleich auf der 2 gibt er sich aber die erste gute Birdiechance, der Putter bleibt aber auch aus zwei Metern weiterhin kalt.

Am Par 5 der 4 findet der Drive zwar nur das Rough, nach Vorlage locht er aber fast sein Wedge und lässt sich nur noch ein Tap-in zum ersten Birdie übrig. Gleich die 5 wird aber wieder richtig unangenehm, denn Sepp spielt von Rough zu Rough zu Rough und muss so am Ende sogar das Doppelbogey notieren. Die alles andere als langweilige Runde geht auch danach munter weiter, denn auf der kurzen 7 geht sich aus nicht ganz zwei Metern das nächste Birdie aus.

Starke Phase

Fast kommt auch am langen Par 3 der 8 wieder Farbe ins Spiel, der 27-jährige locht aber den Parputt aus knapp acht Metern und verhindert so einen weiteren Schlagverlust. Das stabilisiert sein Spiel deutlich, denn mit meist richtig sicheren Pars verläuft die zweite Platzhälfte zunächst gänzlich konträr zu den Frontnine. Auf der 16 aber sorgt er dann noch für ein absolut sehenswertes Highlight, denn am drivebaren Par 4 parkt er den Ball nur knappe vier Meter vom Loch entfernt und nimmt schließlich sogar ein Eagle mit.

Das bringt gegen Ende auch den Putter noch einmal so richtig auf Temperatur, denn am darauffolgenden Par 3 passt der Teeshot ebenfalls gut und aus drei Metern gelingt sogar noch der scoretechnische Ausgleich. Nachdem er sich am Schlussloch dann jedoch von Bunker zu Bunker hangelt und am Ende den Parputt aus drei Metern knapp am Loch vorbeischiebt, muss er zum bereits dritten Mal die 71 (+1) notieren und kann damit als 66. dem hinteren Drittel am Leaderboard nicht mehr entfliehen.

Trotz des zähen Wochenendes kann Sepp immerhin auf eine hundertprozentige Cutausbeute bei Majors zurückblicken, denn nach seinem 28. Platz beim Debüt letztes Jahr bei den US Open in Pebble Beach, ging sich auch heuer der Wochenendeinzug wieder aus. Bereits nächste Woche wird Sepp beim letzten Regular Season Turnier der PGA Tour am Start sein – auch Matthias Schwab teet bei den Wyndham Championship in Greensboro auf – ehe es für ihn mit dem ersten Playoff Turnier, den Northern Trust, in die Zielgerade der Saison geht.

Triumph beim PGA Championship-Debüt

Auch Collin Morikawa gab in San Francisco sein Debüt bei einer PGA Championship – und marschierte gleich bei seinem 2. Majoreinsatz zum vollen Triumph. Der 23-jährige Kalifornier führt in einem dicht gedrängten Leaderboard am drivebaren Par 4 der 16 die Entscheidung zu seinen Gunsten herbei, als er als einziger voll auf Risiko setzt, mit dem Schlag das Turniers das Grün trifft und aus zwei Metern zum Eagle locht. Mit der 64 (-6) und 13 unter Par verweist er den Engländer Paul Casey und Drittrundenleader Dustin Johnson um zwei Shots auf die Plätze.

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Mit purem Willen

PGA CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger läuft am Moving Day im TPC Harding Park mit eiskaltem Putter über die Grüns, hält sein Score aber mit purer Willenskraft zusammen und wahrt so auch die Chance auf ein Top 10 Ergebnis. Auch Sepp Straka geht am Samstag nicht wirklich vieles leicht von der Hand.

Bernd Wiesberger lässt bislang in dieser Woche leichte Erinnerungen an das Jahr 2014 aufkommen, denn damals stemmte er seinen bislang einzigen Cut bei den PGA Championship, spielte dafür allerdings gleich im absoluten Spitzenfeld mit, ehe er am Finaltag neben Rory McIlroy (NIR) zurückfiel. Sechs Jahre später steht der Burgenländer erneut im Wochenende und geht nach zwei 68er Runden nur knapp hinter den Top 10 ins Rennen.

Im mittlerweile allgegenwärtigen Wind beginnt die Nummer 29 der Welt ganz solide mit einem Par, bunkert sich auf der 2 allerdings mit dem Drive ein und bringt den Ball so erst mit dem dritten Schlag am Grün unter, was ein frühes Bogey zur Folge hat. Gleich am darauffolgenden Par 3 legt er sich aber eine erste echte Birdiechance auf, der Putter will ihm aus knapp zwei Metern aber noch nicht den Ausgleich spendieren.

Eine Bahn später ist es dann aber soweit, nachdem er am Par 5 mit der Grünattacke nur knapp das Ziel verfehlt, stellt das erste Birdie am Ende kein Problem dar. Die 6 beschleunigt dann den Herzschlag wieder etwas, denn er erreicht das Kurzgemähte erst mit dem dritten Schlag, stopft aber den fälligen Parputt aus eineinhalb Metern. Die Attacke am drivebaren Par 4 danach bleibt zwar zu weit links, nach starkem Chip ergibt sich aber eine gute Birdiechance, die er aus einem guten Meter aber verstreichen lässt.

Die ausgelassenen Chancen rächen sich dann am zweiten Par 3 der Frontnine nachdem sich der Putter weiterhin nicht erwärmen will und dem Burgenländer mit einem Dreiputt das zweite Bogey aufbrummt. Die schwache Phase endet auch auf der 9 nicht, denn nach weggepulltem Drive hat er keine Chance das Green in Regulation zu erreichen und stolpert prompt übers nächste Bogey, womit er bereits bis ins Mittelfeld zurückrutscht.

Von eiskalt auf glühend heiß

Nach gutem Drive hat er zu Beginn der Backnine keinerlei Probleme am Par 5 das Grün zu attackieren und holt sich zwei Putts später so das nächste Birdie ab. Sofort allerdings droht es wieder unangenehm zu werden, doch der 34-jährige rettet sich aus dem Grünbunker am Par 3 noch zum Par. Der 14. Schläger im Bag setzt jedoch an diesem Samstag weiterhin Eiskristalle an, wie ein weiteres Dreiputt-Bogey auf der 12 aus 14 Metern zeigt.

Wohl um nicht am Sonntag im Hotelzimmer bleiben zu müssen, erbarmt sich das Gerät fürs Kurzgemähte dann auf der 14 eher unerwartet, denn aus vier Metern darf er den nächsten roten Score notieren. Das Highlight hebt sich der Putter aber für die 18 auf, denn aus gut 18 Metern rollt der Ball ins Loch, womit Bernd sein Tagesscore sogar wieder auf Anfang drehen kann.

Mit einer 70 (Par) rutscht er bei etwas besseren Scores als an den Vortagen um einige Ränge bis auf Platz 18 zurück, wahrt bei gerade mal zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 aber eindeutig die Chance den hartnäckigen “US-Fluch” – bislang durfte sich der siebenfache European Tour Champion noch nicht über ein Spitzenergebnis auf amerikanischem Boden freuen – in San Francisco zu durchbrechen. Dafür allerdings wird der Putter wohl am Sonntag etwas besser auf Temperatur kommen müssen.

Nach der Runde meint er [sic!] auf Facebook: “Es war kein einfacher Moving Day heute für mich. Mein Spiel hat sich zwar solide angefühlt, leider waren aber ein paar unglückliche Breaks dabei und etliche vergebene Chancen. Zumindest konnten wir am letzten Green noch eine Runde über Par abwenden. Morgen nochmal Vollgas zum Abschluss von 6 Wochen in den USA!”

Harter Arbeitstag

Sepp Straka entwickelt sich aus österreichischer Sicht bei Majors zu Mister Zuverlässig, denn der Longhitter cuttete auch bei seinem zweiten Major-Start wieder ins Weekend. Dabei hatte der 27-jährige am Freitag hart zu kämpfen und übersprang erst dank eines gestopften Dreimeterputts auf seinem Schlussloch noch die gezogene Linie. Am Samstag hofft er nun klarerweise auf die erste rote Runde der Woche um den Moving Day bestmöglich ausnützen zu können. Das Vorhaben soll mit etwas zu unpräzisem langen Spiel aber nicht aufgehen.

Der Start glückt zunächst noch mit einem ganz sicheren Par auf der 1 ohne jegliche Probleme, allerdings treibt schon die 2 den Puls erstmals etwas nach oben, denn ein Abschlag auf den Cartweg und ein anschließender Drop im Rough ermöglichen für Sepp nur den Weg in den Grünbunker und aus fünf Metern springt der Putter nicht rettend ein, was das erste Bogey zur Folge hat. Da am einzigen Par 5 der ersten Neun der Ball dann etwas zu lange ausrollt, geht sich die Grünattacke nicht aus und da der Pitch etwas zu weit vom Loch liegen bleibt, kann er auch von der langen Bahn noch kein Birdie entführen.

Richtig entspannt wirkt das Spiel des Longhitters auch danach nicht, denn sowohl auf der 5 aus vier Metern als auch auf der 6 aus zweieinhalb Metern hat er alles andere als leichte Parputts zu bewältigen, erledigt die Aufgaben aber mit Bravour. Am drivebaren Par 4 der 7 ist ihm dann der Grünbunker im Weg, was bedeutet, dass er sich weiter in Sachen Birdies in Geduld üben muss. Das lange Warten findet auch am letzten Par 5 noch kein Ende, denn nachdem der Drive nur das Rough findet und auch die Grünattacke weit rechts bleibt geht sich erneut “nur” das Par aus.

Birdiebann endlich gebrochen

Wie es oft so kommt wird es nach dem langen Leerlauf in Sachen Birdies dann auf der 12 noch prekärer, nachdem ein überschlagenes Grün im zweiten Bogey des Tages endet. Eine Bahn später ist es dann aber endlich soweit, denn der Putter setzt dem birdielosen Treiben aus gut zehn Metern ein Ende und Sepp holt sich so den eben abgegebenen Schlag postwendend wieder zurück. Auf der 15 bekommt er dann bei langsam ziemlich spürbaren Wind aber gehörig Sand ins Getriebe, denn er legt sowohl im Fairway- als auch im Grünbunker einen Stopp ein und kann im Anschluss zum dritten Mal am Samstag ein Bogey nicht verhindern.

Immerhin beendet der 27-jährige die Runde aber noch mit einem sehenswerten Highlight. Nachdem die Annäherung auf der 18 etwas zu weit rechts bleibt, chippt er kurzerhand zum zweiten Birdie ein und bringt so wie schon am Freitag eine 71 (+1) zum Recording. Zwar kann man Sepp den überaus harten Kampf am Samstag keineswegs absprechen, mit etwas zu unpräzisen Annäherungen kann er sich aber keine echten Birdiechancen auflegen und klettert so gerade mal um einen Platz auf Rang 59 nach oben.

Bernds Flightpartner voran

Dustin Johnson (USA) geht an Bernd Wiesbergers Seite am Samstag vieles deutlich leichter von der Hand als dem Burgenländer. Die ehemalige Nummer 1 der Welt hat zwar im langen Spiel teils mit Ungenauigkeiten zu kämpfen, findet allerdings gleich acht Birdies und kann so auch ein Bogey und sogar eine Doubette verkraften um nach der 65 (-5) und bei gesamt 9 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Cameron Champ und Scottie Scheffler (beide USA) in den Finaltag starten zu können.

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Doppelt vertreten

PGA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger reiht sich im TPC Harding Park nach der bereits zweiten 68 nur knapp hinter den Top 10 ein. Sepp Straka arbeitet sich mit eisernem Willen und Nervenstärke noch zur 71 und steht damit beim ersten Major des Jahres ebenfalls im Weekend. Matthias Schwab agiert am Freitag etwas zu fehleranfällig und scheitert bei seiner Major-Premiere recht klar am Cut.

Beim ersten Major mit drei Österreichern haben alle drei exzellente Chancen auf Preisgeld beim PGA Championship. Bernd Wiesberger quetschte zum Auftakt das Optimum aus seinem Spiel, muss allerdings so wie Matthias Schwab sein gutes Score mit später Freitags-Startzeit bestätigen. Sepp Straka hofft mit früher Startzeit auf den zweiten Cut beim zweiten Majoreinsatz.

Bernd Wiesberger bunkert am Nachmittag im immer spübarer werdenden Wind gleich mal seinen ersten Abschlag im Fairwaybunker ein, legt sein Eisen im Anschluss am Par 5 aber stark aufs Fairway und sackt am Ende gleich mal ein anfängliches Birdie ein. Auch am Par 3 danach kommt wieder Sand ins Getriebe, der Burgenländer hat mit dem Bunkerschlag aber keinerlei Probleme und notiert am Ende das Par auf die Scorecard.

Die 13 entwickelt sich dann zum ersten Stolperstein, denn vom Tee weg ist das Rough in tragender Rolle im Spiel und am Ende geht sich das Scrambling zum Par nicht mehr aus. Die Nummer 29 der Welt stabilisiert sein Spiel jedoch sofort danach wieder und lässt mit meist sicheren Pars noch nichts anbrennen. Am drivebaren Par 4 der 16 entpuppt sich die konservative Variante dann als zielführend, denn Bernd legt den verbleibenden Pitch ganz stark zum Loch und lässt sich nur noch ein Tap-in zum nächsten Birdie übrig.

Heiße Phase

Lange bleibt er dem roten Bereich allerdings nicht treu, da ihm schon das darauffolgende Par 3 nach leicht links verfehltem Grün das eben erspielte Erfolgserlebnis wieder egalisiert. Gut, dass der 34-jährige kurz vor dem Turn auch den Putter erstmals so richtig auf Temperatur bringt, denn aus vier Metern taucht er prompt wieder in den Minusbereich ab. Das läutet auch eine durchwegs heiße Phase rund um den Turn ein, denn zunächst knallt er einen super Approach bis auf einen Meter ans Loch und rollt danach erneut aus gut vier Metern zum Birdie den Ball ins Ziel, womit er sogar den Triplepack schnürt.

Derart stark marschiert er bei den deutlich windigeren Verhältnissen als noch bei den Vormittagsgruppen klarerweise weit im Klassement nach vor und zeigt im Anschluss durchwegs starkes Golf. Weitere Birdiechancen wollen sich zwar nicht wirklich ergeben, der siebenfache European Tour Champion klopft aber wichtige Pars auf die Scorecard und macht damit nichts falsch. Erst das lange Par 3 der 8 knöpft ihm dann noch einen Schlag ab, mit der bereits zweiten 68 (-2) startet Bernd Wiesberger aber als 11. nur knapp hinter den Top 10 ins Wochenende und hat damit klar alle Chancen auf das erste echte Topergebnis auf US-amerikanischem Boden.

Generell zeigt sich der Burgenländer vor allem am Freitag deutlich verbessert gegenüber der Vorwoche. Zum Auftakt lochte er noch aus teils unmöglichen Lagen zu unverhofften Birdies und sackte so eine leicht schmeichelhafte 68 (-2) ein. Am zweiten Spieltag allerdings bringt er auch seien größte Waffe im Spiel, die präzisen Annäherungen, besser zur Geltung und hat so nach der zweiten roten Runde in Folge die Spitzenplätze breit vor sich aufgefächert.

Hart am Kämpfen

Sepp Straka ist am Freitag als einziger des heimischen Trios mit früher Startzeit unterwegs und legt am Par 5 der 10 nach starkem Drive und gelungener Grünattacke perfekt mit einem Birdie los. Auch danach zeigt sich der Longhitter ganz sicher, denn sowohl vom Par 3 als auch vom langen Par 4 nimmt er souveräne Pars mit. Die erste Ungenauigkeit mündet dann auf der 13 aber auch im ersten Fehler, denn vom Rough aus bleibt er am gut 430 Meter langen Par 4 etwas zu kurz bei der Annäherung und da danach der Parputt hauchdünn nicht fallen will, muss er den scoretechnischen Ausgleich hinnehmen.

Das Bogey kostet auch sichtbar die Selbstverständlichkeit, wie ein wilder Ritt auf der 14 zeigt. Sepp verfehlt erneut das Fairway, in Folge auch das Grün und da danach auch noch der Chip quer übers Kurzgemähte rollt, geht sich am Ende sogar nur eine Doublette aus, die ihn weit zurückwirft und mittlerweile einen Kampf um den Cut entbrennen lässt. Mit der Präzision ist er auch danach noch nicht wieder wirklich “per Du”. Erst das drivebare Par 4 der 16 bringt ihn wieder in die Spur, denn mit dem zweiten Birdie des Tages pirscht er sich wieder an die Cutlinie heran.

Sofort allerdings setzt es den nächsten Dämpfer, denn erneut bleibt ein Teeshot zu weit rechts und da am Par 3 der Parputt aus zwei Metern nicht fallen will, liegt er prompt wieder bei einem Zwischenstand von 2 über Par. Die vordere Platzhälfte beginnt dann jedoch wieder nach Sepp’s Geschmack, denn nach starkem Abschlag lässt er sich nur noch eine kleine Wedgedistanz ins Grün über und legt den Ball bis auf knappe zwei Meter zur Fahne, was das nächste Birdie bedeutet.

Nervenstärke bewiesen

Recht stressfrei nimmt er auf den nächsten Bahnen dann die Pars mit und darf sich am letzten Par 5 seiner Runde dann über das nächste Birdie freuen, dass auch sein Score wieder zurechtrückt. Es soll Sepp an diesem Freitag aber auch weiterhin nichts leicht von der Hand gehen, denn auf der 6 streikt plötzlich der Putter und halst ihm aus gerade mal acht Metern mit einem Dreiputt das nächste Bogey auf. Das wilde Hin und Her findet auch danach noch kein Ende, diesmal allerdings zur Freude des gebürtigen Wieners, denn auf der kurzen 7 bringt er den Ball vom Tee aus knapp vor dem Grün unter und nimmt schließlich ein weiteres ganz wichtiges Birdie mit.

Schon am überlangen Par 3 danach geht es aber sofort wieder zurück in den Plusbereich, denn nach links verzogenem Teeshot hat er keine Chance den Ball zwingend zur kurzgesteckten Fahne zu legen und rutscht so erneut sofort wieder in den Plusbereich zurück. Auf der schwierigen 9 bunkert er sich dann zum Abschluss noch neben dem Grün ein, legt den Ball aber recht gut aufs Grün und hat aus knapp drei Metern seine Nerven im Griff, denn das Par zur 71 (+1) ist als 60. gleichbedeutend mit dem Wochenendeinzug.

Kein richtiger Rhythmus

Matthias Schwab knallt seinen ersten Drive perfekt aufs Fairway und erreicht im Anschluss sogar mit der Grünattacke das Ziel. Dumm nur, dass der Putter drei Versuche benötigt und ihm so das anfängliche Birdie zunichte macht. Damit startet er, wie schon am Donnerstag, erneut mit einem Dreiputt in den Tag. Nach einem sicheren Par danach hat er auf der 12 im langen Spiel einige Schwierigkeiten und erreicht erst mit dem dritten Schlag das Kurzgemähte. Da der Putt aus großer Distanz nicht fallen will, muss er mit dem ersten Bogey leben.

Auch auf der nächsten Bahn findet er nicht das Fairway und hat so erneut Schwierigkeiten. Da auch der Putter noch nicht auf Temperatur kommen will und ihm sogar den Bogeyputt verweigert, rutscht er mit einer Doublette sogar hinter die Cutlinie zurück. Danach agiert er auf den Backnine zwar durchwegs solide, kann sich jedoch keine wirklichen Birdiechancen auflegen und tritt damit regelrecht auf der Stelle.

Erst zu Beginn der Frontnine wirkt es, als käme der Schladming-Pro noch rechtzeitig ins Rollen, denn aus 3,5 Metern geht sich endlich das so lang ersehnte erste Birdie aus. Turnaround kann das Erfolgserlebnis jedoch keinen einleiten, denn ab der 4 macht es sich eine richtig schwarze Phase auf der Scorecard bequem, die schlussendlich auch den Cut kostet.

Cut recht weit entfernt

Zunächst findet am Par 5 der Abschlag nur das Rough und da er seinen zweiten Ball in einer Baumkrone einer Zypresse sogar verliert, muss er nach Strafschlag noch einen weiteren nachspielen. Am Ende leuchtet das zweite Doppelbogey von der Scorecard. Leichte Ungenauigkeiten führen dann gleich zu noch zwei weiteren Fehlern, was den 25-jährigen schließlich nur mit der 76 (+6) über die Ziellinie marschieren lässt.

Damit scheitert Matthias Schwab bei seinem Major-Debüt als 111. doch recht klar am Cut und verpasst es so auch sich die noch benötigten wenigen Punkte im Non-Members Ranking zu sichern um bereits fix mit der PGA Tourcard planen zu können. Dank des 3. Rangs bei den Barracuda Championship in der Vorwoche, kann er aber auch nächsten Donnerstag bei den Wyndham Championship abschlagen und hat somit noch eine weitere Möglichkeit die fehlenden knapp 10 Punkte einzusacken.

“Bereits auf dem ersten Loch hab ich mit einem Dreiputt eine gute Birdiechance vergeben und in Folge kam ich leider nicht mehr in einen guten Spielryhthmus. So konnte ich auch nicht an meine gute Leistung vom ersten Tag anschließen. Auf der 4 ist mein Ball in der Baumkrone einer Zypresse hängengeblieben und war somit verloren, was dann im Doppelbogey endete”, fasst Matthias Schwab sichtlich geknickt den zweiten Spieltag zusammen.

China on top

Haotong Li (CHN) schnappt sich nach den ersten 36 Löchern die Führung. Der 24-jährige Chinese zeigt am Freitag eine makellose Vorstelltung und knallt eine fehlerlose 65 (-5) auf die Scorecard, die ihm bei gesamt 8 unter Par zwei Schläge Vorsprung auf Mike Lorenzo-Vera (FRA), Brooks Koepka, Daniel Berger (beide USA), Tommy Fleetwood (ENG), Jason Day (AUS) und Justin Rose (ENG) einbringt.

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Birdies rausgezaubert

PGA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger zaubert sich mit gleich zwei eingelochten Bunkerschlägen zu einer 68 und sorgt so in San Francisco für einen gelungenen Start. Auch Matthias Schwab darf sich bei seiner Major-Premiere mit einer 69 über einen roten Auftakt freuen. Sepp Straka komplettiert mit der Par-Runde die feine rotweißrote Leistung.

Drei Jahre nach dem letzten rotweißroten Auftritt bei einer PGA Championship kehrt Golfösterreich gleich mit drei Spielern zurück: Bernd Wiesberger, Matthias Schwab und Sepp Straka sorgen in San Francisco überhaupt für eine Premiere, erstmals mit drei Teilnehmern bei einem Major. Das könnte sich auch als nötig erweisen, ist die österreichische Bilanz beim Major der PGA of America doch äußerst bescheiden.

Bei insgesamt 6 Versuchen – 5 von Wiesberger und 1 von Brier – reichte es überhaupt nur zu einer Wochenendteilnahme, diese jedoch 2014 mit Wiesbergers Auftritt in Valhalla sehr erfolgreich. Unvergessen, wie sich der Österreicher in den Schlussflight mit McIlroy kämpfte und am Ende Rang 15 holte. Der enge Parklandkurs von TPC Harding Park mit seinen hohen Baumreihen und kniffligen Doglegs sollte beim ersten Major 2020 eine würdige Bühne stellen. Für Schwab ist es überhaupt die Majorpremiere, bei der ca. ein 30. Platz reichen könnte um die US-Tourkarte für 2021 endgültig zu lösen. Bei Straka ist es nach der US Open 2019 der zweite Majoreinsatz.

Kunterbunter Start

Bernd Wiesberger geht als erster Österreicher ins Turnier und sorgt gleich auf der 1 für ein spektakuläres Highlight, denn nachdem er die Annäherung aus gut 100 Metern nur im Grünbunker unterbringt, droht es gleich unangenehm zu werden. Der Burgenländer dreht den Spieß aber kurzerhand um und krallt sich aus dem Sand sogar gleich das anfängliche Birdie. Sofort allerdings geht es wieder auf den Ausgangspunkt zurück, denn nach weggepulltem Drive kann er nur den Querpass spielen und muss so prompt auch das erste Bogey einstecken.

Die kunterbunte Anfangsphase setzt sich prompt auch auf der 3 weiter fort, denn endlich passt am ersten Par 3 ein Abschlag recht gut und aus knapp fünf Metern spielt erstmals der Putter eine tragende Rolle und pusht Bernd sofort wieder in den roten Bereich. Das scheint nun auch nach längerer Zeit seine größte Stärke wieder zur Geltung kommen zu lassen, denn ein richtig starkes Eisen bremst sich auf der 5 knapp neben der Fahne ein und aus nicht einmal einem Meter nimmt er sein bereits drittes Birdie dankend mit.

Nur kurz gönnt er sich eine kleine Auszeit, ehe er am kurzen Par 4 der 7 nach gutem Abschlag und gelungenem Pitch das nächste Birdie einsackt, das den richtig starken Start ins Turnier nun endgültig perfekt macht. Langweilig wird es an diesem Tag auch danach nicht, wie ein deutlich links verzogener Teeshot am zweiten Par 3 zeigt. In Folge geht sich das Par nicht mehr aus und Bernd muss nach der heißen Phase eine Abkühlung verdauen. Wie aus dem Nichts ist nun plötzlich die Sicherheit weg und da die nächste Annäherung ebenfalls links wegbiegt, ist der Bogeydoppelpack nicht mehr zu verhindern.

Kaum auf den Backnine angekommen, geht es aber wieder in die richtige Richtung. Nachdem er mit dem Abschag am letzten Par 5 seiner Runde das Fairway findet und sich danach die Grünattacke nur knapp neben dem Grün einbremst, reicht ein gefühlvoller Chip um mit dem nächsten Birdie wieder den Turnaround einleiten zu können. Enden will die leicht wackelige Phase aber trotz des Erfolgserlebnisses auf der 10 nicht, denn ein Dreiputt am Par 3 danach aus zehn Metern radiert ihm das eben herausgeholte Birdie sofort wieder aus.

Das Meiste rausgeholt

Nach einem rechts weggedrückten Drive bleibt es auch auf der 14 unangenehm. Aus dem dicken Zeug macht es sich die Annäherung im Grünbunker gemütlich, von wo aus Bernd den Ball alles andere als zwingend zur Fahne bringt und so den scoretechnischen Ausgleich einstecken muss. Eine Bahn später droht schon der nächste Stress, doch wie schon auf der 1 locht er auch diesmal aus dem Sand kurzerhand ein und dreht so sofort wieder in den Minusbereich ab.

Auf der kurzen 16 legt er sich danach mit starkem Wedge eine richtig gute Chance auf und dreht sein Score schließlich aus 1,5 Meter sofort noch tiefer in die richtige Richtung. Cool und sicher spult der 34-jährige dann die verbleibenden beiden Bahnen ab und marschiert so schließlich mit einer 68 (-2) zum Recording, womit er sich als 20. eine durchaus gute Verfolgerposition auflegt.

Gerade nach dem verpatzten WGC-Turnier in Memphis in der Vorwoche, tut die 68 (-2) wohl besonders gut. Dennoch ist eindeutig noch nicht alles Gold was glänzt im Spiel der Nummer 29 der Welt, denn nur durch etliche Zaubertricks wie gleich zwei gelochte Bunkerschläge steht er am Ende mit einer roten Auftaktrunde wieder im Hotelzimmer. Die Drives waren jedoch bis auf wenige Ausnahmen deutlich besser als noch in Memphis, bei den Eisen ist aber nach wie vor wohl noch Luft nach oben.

“Das war ein anständiger Start heute mit einer 68. Ich hatte aber immer noch das Gefühl, dass ich ein paar Schläge liegengelassen hab, besonders rund um den Turn und auf den Backnine”, fasst er [sic!] danach die erste Runde auf Facebook zusammen.

Gelungene Premiere

Matthias Schwab erwischt es gleich auf der 1 richtig unangenehm, denn aus knapp 15 Metern tritt er sich ein anfängliches Dreiputt-Bogey ein. Der Rohrmooser hat in der frühen Phase der Runde seine Drives durchwegs auf Linie, hat allerdings Pech, dass die Abschläge jedesmal Zentimeter neben dem Fairway zur Ruhe kommen. Am einzigen Par 5 der Frontnine zwingt ihn dies auch zur Vorlage, im Nachhinein betrachtet entpuppt sich dieser Umstand aber als durchaus gut, denn in Folge lässt die lange Bahn das erste Birdie springen, womit er den anfänglichen Faux-pas wieder ausbügelt.

Auf der 5 fordert genau dieser Umstand der haarscharf verfehlten Fairways dann aber fast ein erstes Opfer, denn aus dem unangenehmen Rough kann er nur kurz rauschippen, rettet sich mit einem starken Putt aus knapp vier Metern aber noch zum wichtigen Par. Am kurzen Par 4 der 7 kann er sich dann für sein bislang hochkonzentriertes Spiel belohnen, denn erneut spielt der Putter aus größerer Distanz gut mit und lässt den 25-jährigen erstmals in die roten Zahlen abtauchen.

Voll auf Kurs

Nach starkem Abschlag hat er zu Beginn der Backnine keinerlei Probleme das Grün am letzten Par 5 seiner Runde zu attackieren. Zwar bleibt diese leicht rechts, nach starkem Chip ist das nächste Birdie aber auf der Scorecard eingetragen. Nachdem allerdings auf der 12 der Drive im Rough hängenbleibt und der Schladming-Pro in Folge aus dem dicken Zeug den Ball nur quer aufs Fairway rauspassen kann, muss er das zweite Bogey schlucken.

Souverän nimmt er auf den letzen Löchern dann Pars mit und darf sich so am Ende bei seiner Major-Premiere mit der 69 (-1) gleich über eine rote Runde freuen, die ihn vor der Freitagsrunde als 33. ganz klar auf Cutkurs bringt. “Ich bin vorerst mit dem 33. Platz zufrieden. Der Platz war schwer zu spielen. Das tiefe Rough, die hohen, zum Teil weit in die Fairways reichenden Zypressen und der Wind sorgten für schwierige Bedingungen.
Fehler führten zumeist zu Schlagverlusten. Trotz eines Dreiputt-Bogeys auf dem ersten Loch war das Putten stark. Der Cut sollte durchaus möglich sein,” blickt der Majorneuling optimistisch dem Freitag entgegen.

Straka kann hohes Tempo nicht durchziehen

Sepp Straka geht erst mit einer der letzten Startzeiten auf die Runde und krallt sich bei auffrischendem Wind mit einem gelochten Dreimeterputt sofort das erste Birdie. Der Putter ist auch danach auf Temperatur, denn nach einem leicht verzogenen Abschlag und einer etwas zu kurzen Annäherung muss ihm der 14. Schläger im Bag aus 3,5 Metern das Par kratzen. Am einzigen Par 5 der vorderen Neun bunkert er zwar die Grünattacke ein, nach einem gefühlvollen Sandschlag bleibt aber nicht mal mehr ein Meter zum bereits zweiten Birdie über.

Eine weitere Stresssituation meistert der 27-jährige souverän aus dem Grünbunker der 6 und verteidigt seine weiße Weste. Das überlange Par 3 der 8 knöpft ihm erstmals einen Schlag ab, nachdem er den Ball nicht voll erwischt und über Chip und Putt das Par nicht mehr halten kann.

Am zweiten Par 5 geht der Longhitter nach Drive knapp ins Rough leer aus. An der 12 steht ihm erneut ein Grünbunker im Weg, das Sandy Par schüttelt er jedoch locker aus dem Ärmel. Ein leicht verzogenes Eisen ins 13. Grün führt jedoch zum Bogey und lässt ihn auf Even Par zurückfallen. Bei nicht mehr ganz so guten Bedingungen für die späten Starter hat Sepp im langen Spiel immer mehr zu kämpfen. An der 15 buddelt er sich mühsam vom Fairwaybunker über das Rough aufs Grün vor und kassiert Bogey Nummer 3. Am 17. Grün ist es der Putter, mit dem Straka aus 10 Metern und dem Birdie seine Par-Runde und damit mit Position 48 seinen Auftakt rettet.

Day stürmt früh zur Spitze

Die ehemaligen PGA-Champions Jason Day und Martin Kaymer dominieren die frühe Phase der 2020 Meisterschaft: der Australier stürmt mit fehlerloser 65 zur Spitze, die auch Martin Kaymer dank toller langer Putts (unter anderem zum Eagle aus 14 Metern) erreicht. Dem Deutschen kostet erst das Bogey auf seinem Schlussloch die Führung.

Auch Titelverteidiger Brooks Koepka als Dritter (-4) und Tiger Woods als 20. (-2) mischen mit frühen Startzeiten voll mit. Aus der Nachmittagsgruppe kann nur Brendon Todd ganz vorne mithalten und egalisiert mit der 65 noch die Führung. Bryson DeChambeau ist zu stark für seinen Driver, killt diesen am 7. Abschlag und reiht sich dennoch bei -2 auf Position 20 ein: “Das musste ja irgendwann mal passieren,” nimmt er gelassen die Effekte seiner Muskelkraft zur Kenntnis.

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Heimische Weltpremiere

PGA CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Mit Matthias Schwab, Sepp Straka und Bernd Wiesberger stehen im TPC Harding Park von San Francisco erstmals gleich drei Österreicher bei einem Major am Start, was für eine absolute Weltpremiere aus rot-weiß-roter Sicht sorgt.

Das hat es bislang noch nie gegeben! Zum allerersten Mal überhaupt reichen bei Österreichs Golffans die Daumen nicht mehr zum Drücken aus, denn mit Matthias Schwab, Sepp Straka und Bernd Wiesberger bringt die kleine Alpenrepublik gleich drei Spitzenspieler beim ersten Major des Jahres in San Francisco im Feld unter. Dabei sein ist alles wird jedoch keinem der drei wirklich reichen, denn alle haben die Ziele durchaus hoch gesteckt.

Als jüngster heimischer Pro bei einem Major

Allen voran Matthias Schwab, der als jüngster heimischer Pro überhaupt bei einem Major abschlag darf. Nur Manuel Trappel schaffte es in noch jüngeren Jahren in ein Major-Feld, dies allerdings bei einer Open Championship als Amateur. Schwab hat zudem nach seinem fantastischen 3. Platz letzte Woche bei den Barracuda Championship am Lake Tahoe die Tourkarte für die ganz große Bühne plötzlich zum Greifen nah hat. Laut derzeitigem Stand fehlen dem 25-jährigen gerade mal 8 Pünktchen auf die Top 125 der Jahresrangliste, was am Ende der Regular Season eine Tourcard für den Rohrmooser bereithalten würde.

Nach Hochrechnungen könnte ihm dafür bereits eine Platzierung rund um Rang 50 in San Francisco reichen, um ganz auf Nummer sicher zu gehen, sollte er sich am Sonntag jedoch eher in der Kategorie Platz 30 einreihen. Im Hinterkopf wird Matthias diese Marke sicherlich anpeilen, vordergründig gilt es jedoch sein Spiel und seinen Gameplan durchzuziehen, denn gute Ergebnisse kommen dann ohnehin von ganz allein, wie man bereits in den letzten Wochen eindrucksvoll sehen konnte.

“Die erste Majorteilnahme meiner Karriere ist für mich die schönste Anerkennung und Werstschätzung meiner harten Arbeit und meiner konstant guten Leistungen in meinen beiden bisherigen Profi-Saisonen”, merkt man Matthias Schwab die Vorfreude richtiggehend an. “Ich bin richtig zufrieden mit meinem Spiel derzeit. Letzte Woche war ich sehr knapp an meinem ersten Turniersieg dran. Bis auf die dritte Runde war das ein sehr starker Auftritt von mir und der 3. Platz gibt mir richtig viel Selbstvertrauen für meine Major-Premiere. Ich bin ready!”

Powergolfer ausgeruht

Sepp Straka nimmt sein bereits zweites Major in Angriff, denn die Premiere hatte der heimische Powergolfer bereits letztes Jahr bei den US Open in Pebble Beach, wo er auch prompt den Cut schaffte und am Ende immerhin sehenswerter 28. wurde. Sepp zeigte im Vorfeld auch einmal mehr, dass er mit Druck über sich hinauswachsen kann, denn der gebürtige Wiener sicherte sich die Qualifikation über das interne PGA Championship Ranking der PGA Tour, wo er mit guten Auftritten in Ohio und in Minnesota noch die nötigen Punkte holte.

Vergangene Woche legte er eine Pause ein und ließ die Barracuda Championship aus um mit neuer frische ins erste Major des Jahres starten zu können. In derzeitiger Form und noch dazu mit frischen Kräften könnte der Georgia Bulldog durchaus eine tragende Rolle in San Francisco einnehmen. Vor allem mit seinem zuletzt sehr präzisen Eisenspiel und seinen unglaublichen Putts könnte er in San Francisco womöglich eine tragende Rolle spielen und erneut voll überzeugen.

Der 27-jährige ist klar auf Kurs in Richtung PGA Tour Playoffs, denn als 67. im Jahresranking kann er den Start beim ersten Playoff Turnier, den Northern Trust im TPC Boston, bereits einplanen. Ein starkes Abschneiden im TPC Harding Park könnte ihm aber bereits genügend Punkte bringen um auch bereits mit dem nächsten Playoff Turnier in Illinois liebäugeln zu können. Vorrangig aber gilt es klarerweise ab Donnerstag hellwach zu sein rasch den richtigen Rhythmus zu finden.

Viele Fragezeichen

Bei Bernd Wiesberger stehen die Vorzeichen im Gegensatz zu seinen beiden Landsmännern wohl etwas weniger rosig. Nach dem total verpatzten WGC-Event in Memphis ging die Generalprobe fürs Major gründlich daneben, was auch etliche Fragezeichen aufwirft. Vor allem seine größte Stärke, die präzisen Annäherungen, ließen ihn fürchterlich im Stich, was am Ende keine einzige Runde unter Par bedeutete.

Gerade im TPC Harding Park – der Kurs gilt als richtiggehender Shotmaking Kurs – wird es aber vor allem auf die Präzison ankommen, denn mit weggepullten Drives und verzogenen Annäherungen, wird er nicht lange die wichtigen Pars auf der Scorecard notieren können. Gerade für den Burgenländer wäre es aber enorm wichtig nun wieder in Form zu kommen, denn langsam aber sicher werden sich die ausbleibenden Ergebnisse auch in der Weltrangliste niederschlagen.

Auch den hartnäckigen “US-Fluch” muss der 34-jährige endlich versuchen abzulegen, denn während Sepp Straka bereits einige Top 10 Ergebnisse auf amerikanischem Boden verbuchen konnte und letzte Woche Matthias Schwab bei seinem erst dritten US-Turnier als Professional sogar Rang 3 erreichte, wartet die Nummer 29 der Welt weiterhin auf den allerersten Spitzenplatz in den Vereinigten Staaten.

Bei den PGA Championship konnte Bernd aber immerhin bereits einmal richtig aufzeigen, denn im Jahr 2014 stand er nach drei bärenstarken Runden sogar im Finalflight, konnte dort allerdings an der Seite des späteren Siegers Rory McIlroy (NIR) keine Rolle mehr spielen und wurde schließlich sogar nur 15. Bei allen weiteren Versuchen war bei den PGA Championship für den siebenfachen European Tour Champion bereits nach dem Freitag immer Endstation. Für Bernd heißt es nun, zwingend die Form wieder zu finden, denn dann könnte es auch durchaus sein, dass das Par 70 Gelände seinem Spiel entgegenkommt.

San Francisco präsentiert sich derzeit für die derzeitige Jahreszeit deutlich unterkühlt, denn die gesamte Woche über wird das Quecksilber wohl nicht weiter als auf 23 Grad Celsius klettern. Zumindestens sollte es ab Donnerstag durchgehend trocken bleiben. Inmitten der absoluten Weltelite – klarerweise steht beim Major alles am Start was Rang und Namen hat – geht es für Bernd Wiesberger am Donnerstag bereits um 17:28 MEZ auf der 1 los. Matthias Schwab folgt elf Minuten danach ebenfalls auf der 1. Sepp Straka ist zum Auftakt erst spät unterwegs und beginnt seine erste Umrundung erst um 23:31 MEZ auf der 1.

 

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Frustwoche schlechthin

ST. JUDE INVITATIONAL – FINAL: Bernd Wiesberger bringt am Sonntag im TPC Southwind mit einer 70 zwar seine beste Runde der Woche ins Clubhaus, mit keiner einzigen Runde unter Par und seinem bis dato klar schlechtesten Ergebnis bei einem WGC-Turnier erlebt der siebenfache European Tour Sieger aber eine Frustwoche sondergleichen. Die Performance beim WGC gilt es nun schnell aufzuarbeiten um die Lehren für das anstehende Major in San Francisco ziehen zu können.

Ein 55. Platz im Jahr 2012 bei den Bridgestone Invitational war bislang Bernd Wiesbergers schlechtestes Ergebnis bei einem WGC-Turnier. Nach den St. Jude Invitational unterbietet er diese Marke jedoch klar und muss sich am Ende eigentlich fast bei einigen wenigen Spielern bedanken, dass er nicht sogar die rote Laterne umgehängt bekommt.

Mit einer Woche zum Vergessen, von ungenauen Abschlägen über verzogene Eisen bis zu durchwachsenem Kurzspiel tritt er mit einem Gesamtscore von 9 über Par und als 74. die Weiterreise nach San Francisco zum ersten Major des Jahres an. In den wenigen verbleibenden Tagen bis zum ersten Abschlag am Donnerstag heißt es für Bernd Wiesberger nun so rasch als möglich alles nur Erdenkliche in die Wege zu leiten um im TPC Harding Park eine bessere Rolle als beim WGC-Event in Memphis spielen zu können.

Etwas weniger fehleranfällig

Dabei beginnt die Runde etwas souveräner als noch die Auftritte am Freitag und am Samstag, denn mit einem durchwegs stressfreien Par glückt der Start in den Finaltag ohne große Aufregung. Nachdem er am Par 5 der 3 vom Tee aus das Fairway findet, entscheidet er sich diesmal zur Grünattacke, verfehlt dieses jedoch recht deutlich rechts und schickt den Ball ins H2O. Ein starker 2,5 Meter Putt rettet ihm aber noch das Par.

Nachdem auch auf der 5 eine Annäherung zu weit rechts bleibt und im Anschluss der Chip etwas zu lange ausfällt, geht sich erstmals ein Up & Down nicht aus, was das erste Bogey zur Folge hat. Anders als an den Tagen zuvor tritt der Fehler aber keine Bogeylawine los. Nach dem ersten wirklich ganz starken Eisen hat er dann am Par 3 der 8 eine perfekte Chance aufs erste Birdie, aus einem Meter will der Putter aber nicht mitspielen.

Die vergebene Großchance scheint Bernd aber anzuspornen, denn auch auf der 9 passt der Approach richtig gut und diesmal darf er aus 2,5 Metern das Birdie eintragen. Die gute Phase endet jedoch am Par 3 der 11 jäh, denn Bernd verfehlt das Inselgrün recht deutlich und hat sogar alle Hände voll zu tun um noch das Bogey retten zu können.

Sofort allerdings gleicht er sein Tagesergebnis abermals aus, nachdem auf der 12 der Birdieputt aus gut vier Metern den Weg ins Ziel findet. Auf der 15 hat er zunächst noch etwas Glück, dass es die Annäherung noch knapp übers Wasser schafft. Mit Chip und Putt ist die Sache aber dennoch nicht erledigt, weshalb er erneut mit einem Bogey in den Plusbereich abdriftet.

Am Schlussloch kann er dann zwar sein Score mit einem gelochten 1,5 Meter Putt noch ausgleichen, mehr als die 70 (Par) geht sich so aber nicht aus, was ihm keinen Vorstoß im Klassement mehr einbringt. Mit keiner einzigen roten Runde in dieser Woche, bei eigentlich zum größten Teil recht guten äußeren Verhältnissen, bleibt am Ende in dem Weltklassefeld nur der 74. Platz für ihn über, was sein bislang ganz klar schlechtestes Abschneiden bei einem WGC-Turnier darstellt.

Ungewohntes Bild

Ungewöhnlich für Bernd ist vor allem wie der Score zustande kam, denn eigentlich ist die größte Stärke des Burgenländers das Eisenspiel, doch genau dieses lässt ihn in dieser Woche schwer im Stich. Teils zu lang, teils zu kurz, einmal links, einmal rechts, nur auf Linie waren die Annäherungen nahezu an allen vier Tagen kaum. Auf genau diesen Aspekt wird es jedoch kommende Woche in San Francisco enorm ankommen, denn der TPC Harding Park gilt als einer der Shotmaking Kurse schlechthin, was bedeutet, dass der Oberwarter bis Donnerstag noch ordentlich Arbeit vor sich hat.

Mit dem schwachen Turnier in Memphis setzt sich auch der “US-Fluch” nahtlos fort, denn nach wie vor wartet der 34-jährige auf das allererste Top 10 Ergebnis auf amerikanischem Boden. Will er sich, wie von ihm selbst in einer Pressekonferenz vor etlichen Monaten angekündigt, eine Tourcard für die US-Tour sichern, müssen zwingend Topergebnisse her um die Startchancen auch nützen zu können. Mit einer ähnlichen Leistung wie in dieser Woche dürfte jedenfalls beim Major bereits am Freitag Endstation sein. Die ausbleibenden Spitzenresultate werden sich auch in der Weltrangliste wohl bald bemerkbar machen.

Thomas setzt sich durch

Drittrundenleader Brendon Todd macht mit birdieloser 75 den Weg frei für Justin Thomas, der in nur 31 Schlägen über die Front 9 bolzt und mit der 65 noch deutlich mit 3 Schlägen Vorsprung seinen zweiten WGC-Titel holt. Der 27-jährige gewinnt heuer bereits drei Titel und löst Jon Rahm als Nummer 1 der Weltrangliste ab. Den zweiten Platz teilen sich Phil Mickelson, Daniel Berger, Brooks Koepka und der Engländer Tom Lewis.

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Knochenarbeit

BARRACUDA CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Matthias Schwab hat am Moving Day im Finalflight alle Hände voll zu tun und verrichtet im Tahoe Mountain Club richtiggehend Knochenarbeit um am Ende zumindestens 4 Punkte mitnehmen zu können.

Matthias Schwab zeigte an den ersten beiden Tagen eindrucksvoll, dass er mittlerweile eindeutig in den USA angekommen ist. Beim modifizierten Stableford Turnier der PGA Tour – gewertet werden 5 Punkte für Eagle, 2 für Birdie, einen Punkt Abzug gibt es bei Bogey und 3 für Schlechteres – zierte der Rohrmooser am Freitag sogar lange Zeit die Spitze und wurde erst kurz vor Schluss noch von Kyle Stanley (USA) knapp abgefangen.

Am Moving Day startet er im Finalflight an der Seite des derzeit Führenden und hätte so beim Parallelturnier der PGA Tour zum WGC-Event in Memphis eigentlich die Chance von Beginn an Druck aufzubauen, allein das Vorhaben will in 2.000 Metern Höhenlage nicht so wirklich aufgehen. Gleich auf der 1 hat er leichte Probleme und muss schließlich das anfängliche Bogey einstecken, was rasch einen Punkt kostet.

Sofort gekontert

Der Konter aber sitzt am darauffolgenden Par 5 und er gleicht mit seinem ersten Birdie nicht nur den Punktverlust von vorhin mehr als aus, sondern es hat auch den Anschein, als würde das Erfolgserlebnis das Spiel des 25-jährigen deutlich stabilisieren. Dennoch muss er sich einige Zeit in Geduld üben, denn erst kurz vor dem Turn lassen die 8 und die 9 nach zwei gefühlvollen Putts die nächsten Birdies springen.

Doch so schnell der gewinnbringende Schwung kam, so schnell ist er auch wieder weg, denn auf den Backnine läuft er einem weiteren Erfolserlebnis vergeblich nach und tritt sich zu allem Überfluss auf der 16 nach verzogenem Abschlag sogar noch ein Bogey ein, was ihm einen Punkt wieder abzieht. Schlussendlich marschiert er mit der 70 (-1) über die Ziellinie und kann damit vier Punkte auf sein Konto gutschreiben.

Im Kampf um ein Spitzenergebnis kostet ihm die dritte Runde doch einiges an Boden, denn vom 2. Platz geht es mit der im Gegensatz zu den Vortagen recht mageren Ausbeute am Leaderboard bis auf Rang 8 zurück. Die Führung krallt sich Troy Merritt (USA) mit einem starken Moving Day, an dem er gleich 14 Punkte aufsammelt und so bei 33 Punkten mit vier Zählern Vorsprung auf die ersten Verfolger das Feld anführt.

“Um in diesem sehr guten Teilnehmerfeld ganz vorne mitspielen zu können, muß man jede Runde zumindest vier oder fünf Birdies spielen. Mit nur drei ist mir das leider in der dritten Runde nicht ganz gelingen. Mein gesamtes Spiel war ein wenig fehleranfälliger als an den Tagen zuvor. Die Strategie für die vierte Runde wird natürlich aggressiv sein. Ich werde sowohl im langen wie auch im kurzen Spiel alles daran setzen die nötigen Birdies zu spielen, um zumindest in den Top 10 zu bleiben”, gibt Matthias sich selbst die Devise für den Sonntag vor.

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ST. JUDE INVITATIONAL – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger kommt auch am Moving Day im TPC Southwind nicht auf Touren, muss beim WGC-Event in Memphis sogar mit der 75 leben und steckt damit am hinteren Ende des Klassements regelrecht fest.

Bernd Wiesberger hat sich den Abstecher nach Memphis mit Sicherheit ganz anders vorgestellt, denn ungewohnte Fehler brummten dem Oberwarter schon auf den ersten Runden viele Schlagverluste auf. Nach Runden von 71 (+1) und 73 (+3) Schlägen rangiert er vor dem Weekend nur im hinteren Drittel und will am Samstag eigentlich den Turnaround einleiten. Allein das Vorhaben wird schon früh heftig eingebremst und zunichte gemacht.

Gleich auf der 10 verfehlt er rechts das Fairway, erreicht aber immerhin das Grün und darf zwei Putts später das anfängliche Par notieren. Schon am Par 3 danach erwischt es ihn aber erstmals, denn nachdem der Teeshot gerade noch das Wasser passiert, muss er am Inselgrün sogar noch chippen und kann sich am Ende nicht mehr zum Par scrambeln.

Bogey auf Bogey

Auch auf der 12 hat er eigentlich noch Glück, dass der Abschlag nicht baden geht, nach verzogener Annäherung geht sich aber auch hier das Up & Down nicht aus, was erneut einen zähen Start perfekt macht und Bernd mittlerweile hinten regelrecht einzementiert. Erstmals kann er sich auf der 13 eine gute Birdiechance auflegen, fast sinnbildlich spielt der Putter aus gut zwei Metern aber nicht mit.

Nur kurzzeitig stabilisiert sich sein Spiel, ehe er auf der 15 nach leicht überschlagenem Grün mit dem nächsten Schlagverlust leben muss. Vom Tee weg hat er dann auch am einzigen Par 5 der hinteren Neun massive Probleme und kann so den Bogeydoppelpack nicht verhindern. Die Reise ins Jammertal geht auch danach munter weiter, denn ein weiterer weggepullter Drive bedeutet den Bogeyhattrick.

Zum ersten Mal erwärmt sich zu Beginn der Frontnine dann der Putter, denn aus vier Metern kann er ein unverhofftes Birdie auf der Scorecard verzeichnen. Anknüpfen kann er an das erste Erfolgserlebnis aber nicht, denn einmal mehr verzieht er einen Drive am zweiten und letzten Par 5 der Runde nach links und muss damit am Ende mit dem Par zufrieden sein.

Auf der 5 verfehlt die Annäherung zwar ihr Ziel, Bernd kann von außerhalb des Grüns dennoch sein zweites Birdie mitnehmen und sorgt so für ein mehr als seltenes Highlight an diesem Samstag. Mit der 17 wird ihm das letzte Par 3 dann aber nach eingebunkertem Teeshot und anschließendem kleinen Flyer aus dem Sand zum Verhängnis und er muss so sogar ein ganz bitteres Doppelbogey schlucken.

Die 9 gelingt dann zum Abschluss zwar noch souverän, mit der 75 (+5) kann er sich aber klarerweise in keinster Weise auch nur irgendwie zufrieden zeigen. Auch die Tendenz wirkt alles andere als angenehm, denn startete er am Donnerstag noch mit einer 71 (+1), wobei ihm erst späte Fehler eine rote Auftaktrunde verbauten, benötigte er am Freitag bereits 73 (+3) Schläge. Die 75 (+5) am Samstag toppt dies nun sogar noch, was Bernd vor den letzten 18 Löchern nur Rang 75 ermöglicht.

Visier einstellen

Damit sind die lukrativen Ränge für Bernd Wiesberger bereits vor der Finalrunde nun nur noch theoretischer Natur und der Burgenländer wird so auch weiterhin auf sein allererstes Top 10 Ergebnis auf amerikanischem Boden warten müssen. Vorrangig heißt es jetzt am Sonntag das Visier deutlich zu schärfen, denn schon kommende Woche warten in San Francisco die PGA Championship.

Will Bernd beim Major eine tragende Rolle einnehmen, wird von Tee bis Grün eine enorme Steigerung notwendig sein, denn mit einer ähnlichen Performance wie in Memphis, wird das erste Major des Jahres für den Burgenländer wohl bereits am Freitag wieder zu Ende sein.

Brendon Todd (USA) verteidigt am Samstag seinen Platz an der Sonne. Der 35-jährige nimmt bei seinem dritten Auftritt fünf Birdies bei vier Bogeys mit und unterschreibt so am Ende die 69 (-1), die ihn mit einem Schlag Vorsprung auf Byeong Hun An (KOR) und mit zwei Schlägen Vorsprung auf Landsmann Rickie Fowler (USA) in den Schlusstag starten lässt.

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Tanz in die Spitze

BARRACUDA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Matthias Schwab tanzt am Freitag zu einer beeindruckenden Birdiesymphonie im Tahoe Mountain Club nach den Vormittagsflights sogar bis an die Spitze und wird am Ende nur von Kyle Stanley (USA) noch knapp überholt.

Matthias Schwab zeigte schon zum Auftakt des modifizierten Stableford Turniers – es gibt 5 Punkte für Eagle, 2 für Birdie, 1 Punkt Abzug für Bogey und 3 Punkte Abzug für Schlechteres – im Lake Tahoe Mountain Club, dass er sich mittlerweile in den USA richtig wohl fühlt. Mit später Startzeit sammelte er immerhin fünf Birdies auf und musste nur ein einziges Bogey verdauen, was ihn mit 9 Punkten schon nach der ersten Runde nur knapp hinter den Top 10 einreiht.

Am Freitag hat der Rohrmooser nun außerdem noch eine frühere Startzeit, was sich beim Parallelturnier der PGA Tour zum WGC-Event in Memphis, durchaus als kleiner Vorteil erweisen könnte. In 2000 Metern Höhenlage wird es am Risk & Reward Platz auch weiterhin ganz klar auf die Distanzkontrolle ankommen.

Von Beginn an hellwach

Die passt auch am zweiten Spieltag richtig gut, denn nach sicheren anfänglichen Pars geht sich schon am Par 3 der 3 das erste Birdie aus, dass ihn bei mittlerweile 11 Punkten sogar bis unter die Top 5 bringt. Lange verweilt er in dieser Region jedoch noch nicht, denn eine eingebunkerte Annäherung brummt ihm ein Loch später auch das erste Bogey auf.

Matthias zeigt sich aber unbeeindruckt und zieht seinen Gameplan weiter durch. Auf der 8 kann er sich dann für das geduldige Spiel mit den nächsten zwei Punkten belohnen und knackt damit auch wieder die Top 10. Wie schon am Vortag hat er auch am Freitag wieder die 9 bestens im Griff und attackiert mit dem Birdiedoppelpack sogar erstmals die Top 3.

Tempo durchgezogen

Kurz gönnt er sich dann auf der 10 eine kleine Verschnaufpause, ehe er ein weiteres starkes Eisen aufs Grün legt und sofort das nächste Erfolgserlebnis verbucht. Jetzt feuert er buchstäblich aus allen Rohren, denn ein perfekter Abschlag am Par 3 der 15 bedeutet das nächste Birdie, womit Matthias Schwab derzeit sogar die Spitze des Feldes ziert.

Ohne jeglichen Wackler spult er die letzten Löcher ab und steht schließlich mit einer 66 (-5) beim Recording, was ihm satte 11 Punkte einbringt. Damit schnappt er sich bei ingesamt 20 Punkten auch lange Zeit die alleinige Führungsrolle und wird am Ende nur noch von Kyle Stanley – der US-Amerikaner notiert mit einer 66 (-5) 14 Punkte – mit insgesamt 22 Punkten knapp auf Rang 2 verwiesen.

Mit der bärenstarken Performance an den ersten beiden Tagen zeigt Matthias auch, dass er mittlerweile voll in den USA angekommen ist und das nach gerade mal zwei Turnieren davor. Kann er den gewinnbringenden Rhythmus auch am Wochenende weiter durchziehen, könnte er auch bereits einen großen Schritt in Richtung Spielrecht machen, da er im Non-Members Ranking ohnehin recht gut im Rennen liegt. Ein Sieg würde ihm klarerweise ohnehin die Tourcard für die größte Bühne der Golfwelt einbringen.

“Mein Spiel kommt in Schwung”, freut er sich klarerweise nach der Runde. “In den letzten Turnierrunden haderte ich immer ein wenig mit dem Putten. Langsam wird es besser und zusammen mit meinem guten langen Spiel, werden immer bessere Runden möglich, so wie auch heute. Schade war nur, dass mir auf keinem der drei Par 5 Bahnen ein Birdie gelungen ist. Ich freue mich jetzt auch die beiden noch kommenden Runden.”

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