Schlagwort: us pga tour

11 Sonntags-Birdies

SONY OPEN 2016 – FINAL: Mit 7 Birdies in Folge zwingt Fabian Gomez noch Brandt Snedeker in ein Playoff, das der Argentinier am zweiten Extraloch für sich entscheidet.

Der 37-jährige Argentinier Fabian Gomez benötigt auch für seinen zweiten Titel auf der US PGA Tour (nach der St. Jude Classic im Vorjahr) etwas ganz Spezielles: bei der Sony Open auf Hawaii erwischt der Routinier am Schlusstag eine sensationelle Birdieserie mit 7 Stück in Folge, womit er seinen Rückstand von 4 Schlägen auf Brand Snedeker mehr als nur wettmachen kann.

Mit insgesamt nicht weniger als 10 Sonntags-Birdies schießt Gomez mit der 62 die tiefste Nummer im Waialae Country Club von Honolulu um bei 20 unter Par die Bestmarke im Clubhaus zu setzen. Aber auch das sollte noch nicht für den Siegerscheck von 1,044.000 US Dollar reichen. Snedeker, der dem ersten US PGA Tour-Event des Jahres mit vollem Spielerfeld von Beginn an seinen Stempel aufgedrückt hatte, war unter Zugzwang und musste noch ein letztes Pitch-Putt-Birdie am 72. Loch auspacken um wenigstens ein Playoff zu erreichen.

Auch dort bekam Snedeker eine weitere Chance, am ersten Extraloch mit Birdie den Sack zuzumachen, verschob jedoch den Putt aus drei Metern: “Ich konnte nicht die Putts lochen um dieses Turnier zu gewinnen. Das wird mir heute und morgen noch weh tun.”

Gomez lässt sich dagegen am zweiten Extraloch nicht zweimal bitten und versenkt nach starkem Chip den Tap-In zu seinem 11. Birdie des Tages, das den zweiten Titel auf der US PGA Tour sichert: “Ich habe mich die gesamte Woche stark gefühlt und eine tiefe Runde war überfällig,” kommentiert Gomez den Triumph, der ihn knapp an die Top 50 der Welt ranbringen wird und auch seine Chancen auf eine Olympia-Teilnahme verbessert.

Einen Schlag auf das Playoff fehlte dem Co-Leader nach drei Runden, Zac Blair, für ein Playoff. Der US-Boy erreicht bei -19 immerhin den alleinigen 3. Platz. Der Engländer Greg Owen wird als 5. bester Europäer, Alex Cejka verpasste den Finaleinzug um drei Schläge.

>> Leaderboard SONY OPEN 2016

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Best of Bubba

HERO WORLD CHALLENGE 2015 – FINAL: Bubba Watson präsentiert sich auf den Bahamas von seiner besten Seite und stürmt nach Supershow zu einem überlegenen Sieg.

Es bedurfte der Absage von Jason Day und eines bürokratischen Wettlaufs um einen Ad Hoc-Reisepass für seine Tochter Dakota, um Bubba Watson überhaupt bei Tigers 18 Mann-Show auf den Bahamas auftauchen zu lassen. Das Last-Minute Ticket für den Meister der extremen Ballkurven sollte sich jedoch auszahlen: Bubba Watson ringt im Birdiewettlauf von Albany unter anderem Jordan Spieth nieder und holt sich bei 25 unter Par den Siegerscheck von 1 Million Dollar.

Mit vier Runden tief in den 60ern dominierte Watson nicht nur das Geschehen beim Hero World Challenge deutlich, sondern sorgte auch für die spektakulärsten Showeinlagen. Diesmal waren es weniger die unvergleichlichen Drives, sondern Zaubschläge, die der Linkshänder reihenweise aus den Waste Areas rund ums Grün in vielen Variationen zeigte. Mit vier Birdies auf den ersten 7 Löchern baute Watson seine Führung aus, überstand mit heißem Putter auch so manche Schwächephase im langen Spiel und verfehlte erst mit Bogey am Schlussloch den Turnierrekord  von Jason Day aus dem Vorjahr.

Die abschließende 66 (-6) reicht zum Sieg mit drei Schlägen Vorsprung: “Ich glaube, dass war ein lustiger Ritt hier,” hatte Watson sichtlich selbst am meisten Spass, “ich möchte in Zukunft aber an meiner Konstanz arbeiten, um möglichst bei jedem Turnier in allen Jahren ganz oben am Leaderboard meinen Namen zu sehen.”

Das Rennen der Verfolger geht an Patrick Reed, der so wie Watson am Finaltag die 66 abliefert und sich mit Platz 2 erstmals auf Rang 10 im World Ranking vorarbeitet. Rickie Fowler verweist Jordan Spieth noch auf Rang 4, der jedoch auch damit sein Nummer 1-Position in der Golfwelt weiter auspolstert. Paul Casey, der am Sonntag noch am Nähesten an Watson dranblieb, fällt mit spätem Doppelbogey auf Platz 5 zurück.

>> Endergebnis Hero World Challenge

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Kevin Kisner

Den Dreh heraus

THE RSM CLASSIC 2015 – Nach vielen vergebenen Chancen findet Kevin Kisner den Dreh zum ersten Toursieg heraus – dem Feld davonlaufen, wie in Sea Island!

Bis auf Position 25 im World Ranking war Kevin Kisner aufgestiegen, ohne noch einen Sieg auf der US PGA Tour einzufahren. Nach drei Playoff-Niederlagen und vier zweiten Plätzen, zuletzt beim HSBC Champions, war es in Sea Island, Georgie endlich so weit: der 31-jährige feiert bei 22 unter Par den ersten Toursieg, zugleich beim allerletzten regulären Event zum FedExCup 2015.

Nach den vielen knapp verpassten Finalchancen war Kisners Erfolgsrezept diesmal einfach: von Beginn an gut spielen und am Wochenende mit zwei 64er-Runden dem Feld davonlaufen. So erspielte sich der Routinier aus South Carolina bereits drei Schläge Vorsprung vor dem Schlusstag und zog am Sonntag noch um drei weitere Shots davon: “Ich habe das ganze Jahr über so gut gespielt, dass ich wusste, eines Tages würde es klappen, wenn ich all die Putts auch machen werde,” wurde Kisner am Saisonende spät aber doch voll belohnt.

Der erste Toursieg hievt Kisner zugleich auf die Nummer 1-Position im FedExCup. Es war zugleich der 6. Premierensieg beim 7. Turnier der neuen US PGA Tour-Saison.

Graeme McDowell, einziger Big Name, der sich in der Saison 2015 / 2016 bereits in die Siegerlisten eintragen durfte, kämpfte in Sea Island gemeinsam mit Kevin Chappell einen aussichtslosen Fight um Kisner an der Spitze einzuholen. Der Nordire begrub im Bunker der 16 seine letzte theoretische Chance Kisner abzufangen, als sein Ball so tief eingegraben war, dass er kaum zu sehen war und erst der zweite Befreiungsschlag aus dem Sand gelang.

Am Ende muss McDowell auf Platz 3 auch noch US-Boy Kevin Chappell den Vortritt lassen. Alex Cejka, der als 4. in den Schlusstag gestartet war, läuft den ganzen Sonntag zwei frühen Bogeys nach. Mehr als diese auf den letzten 9 Löchern zu einer Par-Runde von 70 Schlägen auszugleichen, will jedoch nicht gelingen. Der Deutsche beendet seine 2015er-Saison immerhin mit einem 6. Rang.

>> Leaderboard RSM Classic

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Justin Thomas

Neuer Siegertyp

CIMB CLASSIC 2015 – FINAL: Justin Thomas kontert ein spätes Doppelbogey mit drei Birdies und stürmt in Kuala Lumpur nervenstark zum Debütsieg auf der US PGA Tour.

Auch das dritte Turnier der neuen US PGA Tour-Saison sieht einen Premierensieger. Nach Emiliano Grillo und Smylie Kaufman staubt Justin Thomas bei der CIMB Classic den dicksten Scheck von 1,260.000 US Dollar ab.

In seinem zweiten Jahr auf der wichtigsten Golftour der Welt ist für Thomas bereits die Stunde des großen Triumphs gekommen, auch wenn er hart dafür arbeiten musste. Adam Scott packte am Finaltag mit der 63 eine Traumrunde aus und legte die Latte im Clubhaus turmhoch auf 25 unter Par, an der alle bis auf Thomas scheitern sollten.

Thomas drückte nicht nur seit dem Freitag dem Asienturnier seinen Stempel auf, sondern sorgte auch für die Paukenschläge am Sonntag. Der 22-jährige aus Alabama lochte am 13. Grün direkt aus dem Bunker zum Birdie und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Ein fetter Golfschlag an der 14 wächst sich danach zum Doppelbogey aus, was Thomas jedoch wenig beeindruckte: “Ich wusste, ich habe noch einige Löcher um das wieder gutmachen.”

Thomas legt übercool einen Birdie-Dreierpack nach und marschiert mit einem Schlag Vorsprung auf Adam Scott zum letzten Tee. Auf dem abschließenden Par 5 bunkert er sich vor dem Grün ein, hat aber dann dennoch zwei Putts aus 7 Metern zum Sieg. Mit einem Lächeln quittiert der US-Boy, dass sein erster Versuch eineinhalb Meter übers Loch hinausschießt und versenkt eiskalt zur 66 samt erstem Titelgewinn bei 26 unter Par.

Hinter dem anstürmenden Adam Scott teilen sich Brendan Steele und der wieder einmal einen Finaltag verputtende Kevin Na den dritten Platz bei 24 unter Par. Alex Cejka, der am Donnerstag als Dritter glänzend in die CIMB Classic gestartet war, kommt bei 15 unter Par als 17. in die Endwertung.

>> Endergebnis CIMB Classic 2015

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Angekommen

CIMB CLASSIC – 2. RUNDE: Adam Scott (AUS) spielt sich am Freitag in seinem ersten PGA Tour Turnier der neuen noch jungen Saison mit der 66 bis auf Rang 9 nach vor und positioniert sich vor dem Wochenende im Kuala Lumpur G & CC in vielversprechender Verfolgerposition.

Beim Gastspiel der PGA Tour in Malaysia schwingt Adam Scott zum ersten Mal in dieser Saison seine Golfschläger und ist drauf und dran in Kuala Lumpur ein Topergebnis mit in die australische Heimat zu nehmen. Vor allem der Start und das Ende seiner zweiten Runde haben es in sich. Auf den ersten sechs Bahnen findet der Mann aus Adelaide gleich drei Birdies und ein Eagle und marschiert so im Klassement unaufhaltsam in Richtung Norden, ehe es ihn mit zwei Bogeys im Mittelteil etwas erwischt.

Gegen Ende hin drückt die ehemalige Nummer 1 der Welt aber wieder aufs Tempo und beendet seinen freitäglichen Auftritt mit drei Birdies zur 66 (-6), wobei er sowohl auf der 16, als auch auf der 17 jeweils aus größerer Entfernung seine Putts versenkt. Nach der 68 (-4) vom Freitag sichert er sich so vor dem Wochenende bei gesamt 10 unter Par und als geteilter 9. eine gute Verfolgerposition.

Justin Thomas 2015Die Führung sichert sich Justin Thomas (USA). Der US-Amerikaner spult eine Runde der Superlative ab und verewigt am Freitag gleich neun Birdies und ein Eagle auf der Scorecard. Nach der fehlerlosen 61 (-11) erstrahlt er bei gesamt 15 unter Par von der alleinigen Spitze.

Rang 2 belegt Brendan Steele (USA) nach der 63 (-9) und mit einem Schlag Rückstand. Alex Cejka (GER), der zum Auftakt mit der 66 noch zu überzeugen wusste, fällt am zweiten Spieltag mit der 71 (-1) bis auf Rang 21 zurück.

>> Leaderboard CIMB Classic

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Alex Cejka

Form ausgespielt

CIMB CLASSIC – 1. RUNDE: Alex Cejka kann seine aktuelle Topform auch in Malaysia ausspielen und sich mit der 66 in eine aussichtsreiche Position bringen. Scott Piercy führt nach der 62.

Der Deutsche Alex Cejka scheint vor allem im Herbst ganz gern seine Klasse auszuspielen. Der 44-Jährige überzeugt auch in Kuala Lumpur beim Ausflug der PGA Tour zur CIMB Classic. Bei dem 7 Millionen Dollar topbesetzten Event kann Cejka mit sechs Birdies und ohne Bogey einen beachtlichen Grundstein für ein weiteres, starkes Ergebnis legen.

Bereits bei der Shriners Open in Las Vegas war der Routinier als Zweiter in beneidenswerter Form. Das Highlight war mit Sicherheit das Hole in One auf der 17 im PGC Summerlin. Offensichtlich beflügelt vom perfekten Start in die neue Saison setzt sich die erfolgreiche Birdiearbeit auch fern ab der eigentlichen Heimat vorerst fort. Cejka geht bei -6 als Dritter in den Freitag.

Scott Piercy verschafft sich mit der 62 (-10) einen gehörigen Respektabstand auf den Rest des Feldes. Der Amerikaner bleibt auf dem Kuala Lumpur G&CC fehlerlos. Fünf Birdies auf den Frontnine, gefolgt von fünf Birdies auf den Backnine bringen die überragende Führung am Donnerstag.

Titelverteidiger Ryan Moore startet sein CIMB Classic Projekt mit der 67 (-5), was vorerst den achten Zwischenrang einbringt. Sergio Garcia, der im Vorjahr um den Sieg mitgekämpfte und nun sein erstes Turnier in der neuen PGA Tour Saison bestreitet, legt mit 70 Schlägen los. Bei -2 bringt sich der Spanier als 33. in eine recht komfortable Ausgangslage.

Etwas mehr hat sich Henrik Stenson erwartet. Der Schwede kommt nicht über die 71 hinaus. Als 50. will die Nummer 6 der Welt möglichst rasch an die Leistungen der Vorsaison herankommen und aufholen.

>> Leaderboard CIMB Classic

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Emiliano Grillo

Erster Sieger

FRYS.COM OPEN 2015 – FINAL: Emiliano Grillo schlägt Kevin Na im Playoff mit Birdie am zweiten Extraloch und kürt sich zum ersten Champion der neuen US PGA Tour Saison 2015 / 2016.

Ein 23-jähriger argentinischer Tourneuling sichert sich den ersten Siegerscheck der neuen US-Saison und zugleich die Führung im FedExCup: Emiliano Grillo sorgt für alle Headlines im Silverado GC von Napa: zuerst schießt er am Moving Day fast Rory McIlroy ab und dann schlägt er Kevin Na im Playoff: “Ich bleibe den Leuten lieber in Erinnerung als der Sieger der Frys.com Open als jener der McIlroy getroffen hat,” jubelt er.

Grillo’s Premierensieg gleich zu Beginn seiner Rookie-Saison kommt wenig überraschend: die Puerto Rico Open verlor er unlängst erst im Stechen nach verschobenem kurzen Putt (“was mir eine Woche Albträume einbrachte”) und vor 14 Tagen triumphierte der südamerikanische Aufsteiger bei der Web.com Championship, womit er sich das Spielrecht in der ersten Liga sicherte.

In einem eng umkämpften Sonntagsrennen bei der Frys.com Open in Richtung Ziellinie hätten auch Jason Bohn und Justin Thomas gewinnen können, die alle am 72. Loch machbare Birdieputts hatten um das Stechen zu erreichen, bei 14 unter Par jedoch um einen Schlag zuviel auf der Scorekarte haben sollten. So schien Kevin Na bei 15 unter Par die besten Karten zu besitzen, ehe Grillo seinen letzten Putt aus gut 8 Metern zur 69 versenkte und so ein Stechen erzwang.

Am ersten Extraloch schien sich für Grillo das Drama von Puerto Rico zu wiederholen, als er erneut aus einem Meter den Birdieputt über die Lochkante schickte. Am zweiten Extraloch verzockte sich Na jedoch erneut am Par 5 der 18 mit seinem Fairwayschlag, als er mit dem Driver hinter einem Baum landet. Grillo verwertet diesmal aus drei Metern den Birdieputt zum Sieg. Einer der ersten Gratulanten war Jordan Spieth, der so wie Grillo und Rookie of the Year Daniel Berger aus der High-School-Class 2011 entstammt: “EMMMILLIIII, erster von vielen Siegen”, tweetet die Nummer der Welt.

Der große Verlierer des Sonntags im kalifornischen Napa ist Brendan Steele, der drei Tage lang dominierte und sich mit der 76 bis auf Platz 17 zurückschoss. Justin Rose konnte ebenfalls nicht in den Titelkampf eingreifen und erreicht beim Saisondebüt Platz 6. Rory McIlroy eröffnet mit einem 26. Platz.

>> Endergebnis Frys.com Open

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Jordan Spieth

Mann des Jahres

TOUR CHAMPIONSHIP 2015 – FINAL: Jordan Spieth (USA) krönt seine fantastische Saison im East Lake GC mit Sieg und zugleich Gewinn des FedEx-Cups und ist ab sofort wieder die Nummer 1 der Golfwelt.

“Ich werde die Tour Championship wie ein Major anlegen und hab mich auch genauso darauf vorbereitet”, gab Jordan Spieth bereits vor dem Finalturnier der PGA Saison im Interview zum Besten. Der Plan soll am Sonntag in Georgia voll aufgehen. Der 22-jährige Texaner startet bereits mit einem schnellen Birdie auf der 2 und erarbeitet sich so einen kleinen Puffer auf den ersten Verfolger Henrik Stenson (SWE).

Nach einer kleinen Schwächephase von Spieth mit Bogeys auf der 5 und der 6 teilen sich die beiden aber recht rasch wieder den Platz an der Sonne. Während allerdings Stenson kaum in der Führungsrolle mit Schlagverlusten wieder zurückfällt, zündet Spieth gegen Ende der Frontnine den Turbo und zieht mit zwei roten Einträgen das Tempo gehörig an.

Auch nach dem Turn lässt der Schwede die Präzision vermissen und kann so Spieth nie ernsthaft gefährden. Der Texaner locht auf den Back 9 aus bis zu 7 Metern jeden nur möglichen Singleputt und spielt so mit drei Schlägen Vorsprung den Sieg mit der 69 (-1) staubtrocken nach Hause (9 unter Par). Mit Runden von 68, 66, 68 und 69 Schlägen bleibt er noch dazu an allen vier Tagen auf der anspruchsvollen Par 70 Wiese unter Par.

Perfektes Jahr

Jordan Spieth Tour ChampionshipNach seinen beiden Majorsiegen beim US-Masters und den US Open setzt der jüngste Spieler im Feld seiner fantastischen Saison mit dem Sieg des FedEx-Cups nun endgültig die Krone auf und übernimmt ab sofort auch wieder die Führung in der Weltrangliste von Jason Day (AUS).

Den 2. Rang hinter dem Youngster teilen sich mit Henrik Stenson, der erst dank eines Monsterputts auf der 18 die 72 (+2) perfekt macht, Danny Lee (AUS) (65) und Justin Rose (66) gleich drei Spieler bei einem Respektabstand von vier Schlägen.

Jason Day konnte die gesamte Woche über nie ins Geschehen an der Spitze eingreifen und wird mit der abschließenden 68 (-2) 10. Rory McIlroy (NIR) hat am Sonntag alle Hände voll zu tun und kommt über die 74 (+4) nicht hinaus, die ihn bis auf Rang 16 zurückreicht.

>> Leaderboard Tour Championship

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Leithirsch Jordan

JOHN DEERE CLASSIC 2015 – FINAL: Jordan Spieth sichert sich im Playoff gegen Tom Gillis mit Par am zweiten Extraloch den vierten Saisontitel und Rekordpunkte im FedExCup.

Halbe Kraft genügt zur Zeit bei Jordan Spieth um reihenweise auf der US PGA Tour die Siege einzufahren. Nach ausgiebiger Pause erreichte der Texaner bei der John Deere Classic noch nicht seine normale Betriebstemperatur. Aber auch zwei schwächere und zwei starke Runde reichten zumindest für ein Playoff gegen Routinier Tom Gillis.

Nach der fulminanten 61 vom Samstag lief lange Zeit am Finaltag nichts in seinem Spiel zusammen. Spieth drohte in das altbekannte Grantlerschema zurückzufallen, nachdem Tom Gillis 6 Löcher vor der Ziellinie um vier Shots davongezogen war. Doch der 21-jährige Jungstar zog sich am eigenen Schopf aus der Schlinge und begann mit 8 Meter-Birdie an der 13 seinen Rückstand wegzuhobeln. Ein fantastischer Endspurt mit weiteren drei Birdies, darunter einem Chip-In vom Vorgrün der 16, ließen die Nummer 2 der Weltrangliste 20 unter Par erreichen.

Diese Bestmarke hatte zuvor bereits Gillis mit einer 64 gesetzt. Am Weg zu seinem ersten US PGA Tour-Titel im zarten Alter von 46 Jahren stand nur ein 21-jähriger, doch der hieß nun einmal Jordan Spieth. Dem Texaner sollten am Ende zwei Routine-Pars an der 18 reichen, nachdem Gillis seine Annäherung im Wasser versenkte, um den zweiten Sieg bei der John Deere Classic einzufahren: “Es ist nett 20 unter Par in drei Runden zu schießen, das mir eine Menge an Momentum gibt, vor allem wenn ich nicht mein bestes Spiel draufhatte,” fasst Spieth seine Woche zusammen.

Mit dem bereits vierten Saisonsieg erreicht Spieth auch die neue Rekordmarke von 3628 FedExCup-Punkten, mehr als selbst Tiger jemals auf sein Punktekonto brachte. Zur Open Championship fliegt Spieth damit nach seinen zwei Majorsiegen als Topfavorit und antwortet Kritikern, die ihm von der Turnierteilnahme im TPC Deere Run abrieten: “Ich gebe darauf nicht viel. Ich kam hier mit dem Vorsatz zu gewinnen und diese Mission habe ich erfüllt.”

Danny Lee, Sieger der Vorwoche, hätte fast noch zum Spielverderber für Spieth werden können. Der Neuseeländer verpasst ein Playoff nur durch einen Flüchtigkeitsfehler: Da am Vortag mit Besserlegen gespielt wurde, tat er das Gleiche plötzlich auch am Sonntag am 4. Loch und kassierte dafür einen Strafschlag, der ihm letztlich den Einzug ins Playoff kostete.

>> Endergebnis John Deere Classic

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Alle ausgeputtet

THE GREENBRIER CLASSIC 2015 – FINAL: Danny Lee setzt sich im Playoff mit Par am 2. Extraloch gegen Hearn, Kisner und Streb durch. Tiger Woods freut sich über bogeyfreie 67 am Schlusstag.

21 Kontrahenten innerhalb von nur zwei Schlägen gingen in die engste Finalentscheidung seit langem auf der US PGA Tour. Auch wenn die großen Namen am altehrwürdigen Old White TPC von West Virginia diesmal nicht in den Titelkampf eingreifen konnten, so kompensierte dies die zweite Garde mit einer ultraspannenden Entscheidung.

Kevin Kisner setzte mit starkem Birdie-Endspurt zur 64 die Latte bei 13 unter Par im Clubhaus, an der sich die Flights hinter ihm die Zähne ausbeissen sollten. Der südkoreastämmige Neuseeländer Danny Lee, der Kanadier David Hearn sowie der Amerikaner Robert Streb sollten die Bestmarke lediglich egalisieren können und sorgten damit für ein Viermann-Playoff.

Streb_Wedge_300Am Spektakulärsten zog Robert Streb ins Playoff ein. Aus Frust über seine Puttleistung schmiss der Amerikaner den Putter am 9. Grün so forsch gegen das Golfbag, dass der Schaft brach. Die letzten 9 Löcher musste er mit dem Sandwedge putten – was er schon lange zuvor hätte tun sollen. Zum Gaudium der Fans “bladet” Streb ein Meisterwedge nach dem anderen auf den Grüns und locht so gleich 5 Birdies aus 2 bis 10 Metern.

Für das Playoff durfte Streb seinen Reserveputter ins Bag nehmen, kommt jedoch nach verfehltem Grün am 1. Extraloch nicht mehr dazu diesen zu benutzen. Danny Lee und David Hearn hatten bereits zum Birdie gelocht, was Streb und Kisner aus dem Titelrennen warf.

Nachdem der Kanadier Hearn sich vom Tee am Par 5 der 17 in gröbste Probleme spielt, ist der Weg frei für den rundum souverän agierenden Danny Lee. Ein Routine-Par am 2. Extraloch reicht zum Premierensieg auf der US PGA Tour samt Siegerscheck von 1,2 Millionen Dollar.

Ein strahlendes Gesicht zeigt auch Tiger Woods erstmals seit langem. Mit fehlerfreier 67 zeigt der aus den Top 200 der Welt tief gefallene US-Star die beste Finalrunde seit zwei Jahren, was zwar gut für die Moral ist, aber auch nicht mehr als einen bescheidenen 32. Platz einbringt.

Das Rennen um die vier Open Championship-Tickets machen Danny Lee, David Hearn, James Hahn sowie der routinierte Engländer Greg Owen.

>> Leaderboard Greenbrier Classic

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