Schlagwort: wiesberger

Kampfrunde

MASTERS – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger lässt am Moving Day vor allem im langen Spiel des Öfteren den Touch der ersten beiden Tage vermissen, arbeitet sich mit enormer Kampfkraft aber noch zur 72 und wahrt damit die Chance auf ein Top 10 Ergebnis. “Das war nicht der Samstag den ich mir erhofft hab. Ich bin aber trotzdem zufrieden mit den Schlägen auf den letzten Löchern, die mein Score noch auf Par zurückgedreht haben”, beschreibt Bernd nach der Runde seine Gemütslage.

Einmal mehr hat Bernd Wiesberger an einem Moving Day etliche Schwierigkeiten. Von Anfang an lässt ihn das durchwegs sichere lange Spiel der ersten beiden Tage im Stich, was ihn öfters richtiggehend in die Bredouille bringt. Dabei rettet sich der Oberwarter vor allem zu Beginn teilweise noch sensationell, wie etwa ein fast gelochter Sandschlag nach eingebunkertem Tee Shot am langen Par 3, der 4 zeigt.

Insgesamt missed Bernd schon auf den ersten sieben Bahnen gleich drei mal das Kurzgemähte, was auf den vom Regen eher gutmütigen Grüns gleich doppelt ins Gewicht fällt. Denn während etliche Spieler schon früh bereits deutlich in den roten Bereich abtauchen, kämpft die Nummer 57 der Welt wie ein Löwe um überhaupt die Pars auf die Habenseite buchen zu können.

Schock am Par 5

Wiesberger_Masters_1810_330Nachdem er an den ersten beiden Tagen jeweils im Fairwaybunker hängen geblieben ist, legt er die Strategie am Par 5, der 8 diesmal gleich von Beginn weg konservativ an. Nachdem er allerdings die Vorlage weit links verzieht, danach das Ziel überschlägt und überhaupt erst den fünften Schlag am Grün unterbringt, tritt er sich sogar ein mehr als nur bitteres Doppelbogey ein, das ihm viele Ränge kostet. “Es ist nichts wirklich zu meinen Gunsten gelaufen und ein schwacher Schwung gepaart mit gleich zwei schlechten Entscheidungen haben mir auf der 8 das Doppelbogey eingebrockt”, so Bernd selbstkritisch.

Zwar kontert er danach sofort nach starkem Eisen auf der 9, parkt aber zu Beginn des Amen Corner seinen Abschlag auf der 11 hinter einem Baum, was prompt im nächsten Fehler mündet. Anders als an den Tagen zuvor reitet er dann auf der 13 (Par 5) die Grünattacke, marschiert aber nach verschobenem Zweimeterputt nur mit dem Par zur 14 und verlässt den Amen Corner diesmal nur mit dem Score von 1 über Par.

Mut zum Risiko

Nach starkem Abschlag nimmt er dann auch am letzten Par 5 noch Risiko und legt den Ball sogar zu einer guten Eaglechance hinter die Fahne. Zwar will der Adler aus knapp vier Metern nicht landen, Bernd holt sich aber immerhin einen Schlag wieder zurück und stellt auch sein Gesamtergebnis wieder auf Level Par.

Dass er auf den Backnine die Eisen doch wieder um einiges besser im Griff hat, zeigt er auf der 17, wo er ein Wedge stark bis auf drei Meter zum Loch legt und tatsächlich sein Score wieder zurück auf Anfang dreht. Schlussendlich unterschreibt Österreichs Nummer 1 so die 72 (Par), was angesichts der Probleme am Moving Day mit Sicherheit ein versöhnliches Ende darstellt. Damit hält er in etwa seine Platzierung und wird als 15. in den Finaltag starten.

Verkehrte Welt

Wiesberger_Masters_1811_330Vor allem im direkten Vergleich mit der Freitagsrunde erscheint der Score fast unwirklich, da er am zweiten Spieltag sicherlich eine höhere Qualität zeigte, am Ende aber sogar mit der 73 (+1) leben musste. Bernd verpasst es am Samstag zwar die Lücke zur Spitze zu verkleinern, da vorne viele Spieler heute unter Par spielten, er bleibt aber noch an den Top 10 dran und wahrt so auch klar die Chance auf einen Platz unter den besten 15, was für eine Rückkehr unter die Top 50 der Welt wohl vermutlich ausreichen würde.

Reed als Gejagter

Patrick Reed (USA) brennt auch am Moving Day eine starke Vorstellung ab. Der Texaner packt auf seine starke 66 (-6) eine 67 (-5) drauf und geht damit bei gesamt 14 unter Par als klar Führender in den Finaltag. Erster Verfolger ist Rory McIlroy (NIR), der mit der 65 (-7) bis auf drei Schläge heranmarschiert. Auch Rickie Fowler (USA) notiert am Samstag eine 65 (-7) und liegt damit bei gesamt 9 unter Par auf Rang 3. Tiger Woods (USA) geht nach der 72 (Par) als 40. auf die letzte Runde.


Bernd Wiesbergers dritte Runde im Überblick:

 

Test bestanden

Masters_Pin Positions_2018_SaturdayGleich auf der 1 stellt Bernd seine Nerven auf die Probe, besteht nach zu kurzem ersten Putt den Tester aus gut drei Metern aber mit Bravour. Am Par 5 danach reitet Bernd nach starkem Drive die Attacke und parkt sich kurz vor dem Grün ein. Nachdem der Chip aber etwas zu lange ausrollt geht sich auf der langen Bahn nur das Par aus.

Auf der 3 entscheidet er sich wohl wegen der Fahnenposition für die defensive Variante, hat nach gutem Wedge aber erneut aus fünf Metern eine Birdiechance. Zum ersten Mal in dieser Woche will das kurze Par 4 aber keinen Schlaggewinn springen lassen. Am langen Par 3 danach bremst sich sein Tee-Shot im Grünbunker ein. Mit sensationellem Sandschlag locht er aber fast und hat nur noch ein Tap-in zum nächsten Par am Putter.

Harte Kämpfe

Ausgerechnet das schwierige fünfte Grün überschlägt er nach gutem Abschlag. Ein starker Chip und ein gelochter Putt aus knapp zwei Metern retten aber ein weiteres wichtiges Par. Auch danach lässt er das starke lange Spiel der ersten Tage vermissen, rettet sich aber erneut mit starkem Zweiputt aus 16 Metern mit starkem Break zum Par. Die 7 stellt ihn nach starkem Drive und gelungener Annäherung vor keine großen Probleme.

Nachdem er an den ersten beiden Tagen am Par 5, der 8 jeweils im Fairwaybunker landete, legt er es am Samstag gleich von Beginn an auf eine drei Schlag Strategie an. Eine verzogene Vorlage und ein danach überschlagenes Grün lassen ihn aber überhaupt erst mit dem fünften Schlag aufs Grün kommen und nachdem er danach noch zwei Putts benötigt, hängt er sich sogar ein Doppelbogey um.

Konter gesetzt

Fast trotzig legt Bernd auf der 9 dann aber eine lasergenaue Annäherung auf gut zwei Meter zur Fahne und bringt auch den Putter auf Temperatur, was ihm zumindestens einen Schlag sofort wieder zurückbringt. Kurz vor dem Amen Corner lässt sich Bernd einmal mehr einen Tester aus zwei Metern übrig, verwertet den Bergaufputt aber trocken.

Ein links verzogener Drive, der sich dazu noch hinter einem Baum versteckt, zwingt Bernd auf der schwierigen 11 dann zur Vorlage, was prompt im nächsten Schlagverlust endet. Auf der berühmten 12 (Par 3) zündet er dann wieder ein starkes Eisen, kann aus gut drei Metern mit gepulltem Putt aber nicht sein zweites Birdie notieren.

Amen Corner über Par

Zum ersten Mal in dieser Woche attackiert er danach das Par 5, der 13, kann von knapp hinter dem Grün aber keinen roten Eintrag mitnehmen und muss sich mit dem Par zufriedengeben. Damit absolviert er den weltbekannten Stretch am Moving Day mit dem Gesamtscore von 1 über Par.

Auch auf der 14 muss er nach leicht verzogenem Drive und überschlagenem Grün wieder scrambeln, besteht die Prüfung aus eineinhalb Metern aber. Nach gutem Abschlag attackiert er auch das letzte Par 5 und bringt den Ball sogar richtig stark zur Eaglechance zur Fahne. Aus knapp vier Metern will der Adler zwar nicht landen, das Birdie hat er aber sicher.

Ins Finish

Am letzten Par 3 hat er nach suboptimalem Eisen eine ordentliche Aufgabe vor sich, entledigt sich dieser mit sicherem Zweiputt aber unaufgeregt. Auf der 17 zündet er dann noch ein richtig starkes Wedge und legt den Ball auf drei Meter zur Fahne. Diesmal lässt er sich die Chance nicht nehmen und gleicht sein Tagesergebnis wieder aus.

Auf der 18 hat er dann sogar noch eine weitere Chance, aus knapp vier Metern will diesmal der Putt aber nicht fallen. Angesichts der Probleme vor allem auf den Frontnine, kann er mit der 72 am Moving Day aber wohl durchaus gut leben. Er bleibt damit nicht nur an den Top 10 dran, sondern wahrt vor allem die Chance auf einen Platz unter den besten 15, was für eine Rückkehr unter die Top 50 der Welt wohl ausreichen würden.

 

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Etwas abgerissen

MASTERS – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger übernimmt am Freitag im Augusta National GC nach drei gespielten Bahnen sogar die alleinige Führung, reißt mit leichten Ungenauigkeiten und späten Problemen auf den Grüns aber etwas von der Spitze ab. “Es war ein harter Tag heute da draußen. Die beiden späten Bogeys sind natürlich ärgerlich, aber alles in allem hab ich mein Score heute ganz gut zusammengehalten”, meint Bernd nur Minuten nach der Runde.

Bernd Wiesberger startete am Donnerstag mit einer 70 (-2) so gut wie noch nie ins Masters und zeigt über weite Strecken auch am Freitag, dass die gute erste Runde keine Eintagsfliege war. Vor allem den über meist richtig starken Eisen hat er es zu verdanken, dass er mit intakten Chancen auf ein absolutes Topergebnis ins Wochenende abbiegen darf.

Schon auf den ersten Löchern zeigt sich am zweiten Spieltag die wiedergefundene Sicherheit des Burgenländers, denn nachdem er wie schon am Vortag mit einem sicheren Par eröffnet, darf er bereits auf der 2 (Par 5) nach starkem Chip und gelochtem Putt das erste Birdie notieren. Auch die Strategie am kurzen Par 4 danach übernimmt er mit versuchter Attacke 1:1 vom Vortag und belohnt sich gleich mit dem nächsten Erfolgserlebnis, was ihn zu dieser Zeit sogar von der alleinigen Spitze des Leaderboards strahlen lässt.

Augusta fletscht die Zähne

Wiesberger_Masters_1805_330In Folge aber schleichen sich beim Oberwarter ein paar leichte Ungenauigkeiten ein, die Augusta sofort gnadenlos bestraft. So etwa auf der 4 (Par 3), wo er den Ball erst hinter dem Grün zum Halten bekommt und so mit verpasstem Up & Down das erste Bogey notieren muss. Auf der 7 kostet ein leicht verzogener Drive den nächsten Schlag, was die beiden frühen Birdies recht rasch wieder egalisiert.

Rund um den Turn hat er dann auch mit etwas ungenauen Annäherungen zu kämpfen, was ihn kurz vor dem Weg in den Amen Corner sogar auf 1 über Par zurückfallen lässt. Auf der 11 zündet Bernd dann aber ein perfektes Eisen und nimmt so als einer der wenigen auf der schwersten Bahn des Platzes ein sehenswertes Birdie mit.

Putter ausgekühlt

Wiesberger_Masters_1808_330Wie schon am Donnerstag verlässt er den Amen Corner auch am zweiten Spieltag mit einem Gesamtscore von 1 unter Par und taucht mit einem Par 5 Birdie auf der 15 vor den letzten Bahnen sogar wieder in den roten Bereich ab. Wie aus dem Nichts aber kühlt Bernds Putter plötzlich total ab und hängt ihm zunächst auf der 16 (Par 3), einen Driller um und zwingt ihn danach auch auf der 17 aus zwei Metern zu einem zusätzlichen Anlauf, was in zwei späten Bogeys mündet.

Nach recht solidem abschließenden Par unterschreibt er so bei deutlich härteren Verhältnissen am Freitag die 73 (+1). Damit wahrt er als 14. zwar eindeutig die Chance auf ein Topergebnis und biegt aus vielversprechender Position ins Wochenende ab, mit der Spitzengruppe kann er aber nicht mehr ganz Schritt halten und muss etwas abreißen lassen.

Halbe Miete

Mit den zwei durchaus guten Runden hat Bernd auch bereits sozusagen die halbe Miete eingefahren um wieder den Sprung unter die Top 50 der Welt zu realisieren. Dazu benötigt der mittlerweile auf Platz 57 abgerutschte Burgenländer wohl einen Platz unter den Top 15, was angesichts der guten Ausgangslage durchaus realistisch erscheint.

“Es war heute ein echter Kampf da draußen. Ich war nach der 15 richtig froh, dass ich mich wieder in die roten Zahlen gespielt hab. Die beiden späten Bogeys waren Konzentrationsfehler und wären vermeidbar gewesen. Ärgerlich ist, dass der Rückstand nach vorne jetzt angewachsen ist, aber die Ausgangslage ist trotz allem ganz gut”, fasst Bernd das Ende seiner Freitagsrunde zusammen.

Reed mit Turbo

Patrick Reed (USA) packt am Freitag auf seine 69er (-3) Eröffnungsrunde eine 66 (-6) drauf und geht so bei gesamt 9 unter Par und mit zwei Schlägen Vorsprung auf Marc Leishman (AUS) (67) ins Wochenende. Auf Platz 3 lauert Henrik Stenson (SWE) (70) bei gesamt 5 unter Par.

Tiger Woods (USA) hat am zweiten Spieltag ordentlich zu kämpfen und geht nach der 75 (+3) und bei gesamt 4 unter Par nur als geteilter 40. ins Wochenende. Die Platzierung teilt sich der Fanliebling unter anderem mit Bernhard Langer (GER), der mit der 74 (+2) bei seinem 35. Masters Start zum bereits 25. mal ins Weekend cuttet. Auch Martin Kaymer (GER) marschiert mit einer 73 (+1) und als 35. über die gezogene Linie.


 

 

Noch ruhig aber härter

Masters_Pin Positions_2018_ FridayIn der frühen Phase der zweiten Runde präsentiert sich der Platz noch ähnlich windstill wie gestern, allerdings werden die Grüns mittlerweile bereits spürbar härter und schneller, was auch an den Scores bereits abzulesen ist. Rote Zwischenergebnisse sind derzeit die absolute Seltenheit.

Im Laufe des Tages soll der Wind dann etwas zulegen und sich in etwa bei 18 km/h einpendeln, was wohl vor allem die Nachmittagsgruppen inklusive Bernd Wiesberger spüren werden. Die Fahnen sind wie erwartet an den üblichen Freitagspositionen gesteckt.

Schwierig zu spielen

Nach wie vor sind rote Scores eher dünn gesät. Webb Simpson (USA) ist derzeit mit einem Zwischenergebnis von -2 nach 4 noch klar der beste Spieler am Platz. Jordan Spieth (USA) ist nach nur einer Bahn bereits die alleinige Führung los, nachdem er nur mit einem Doppelbogey in den Tag startet. In einer knappen Stunde wird es auch für Bernd Wiesberger am Freitag ernst.

Zurück in die Führung

Bernd beginnt die Runde ähnlich souverän wie am Vortag. Mit solidem langen Spiel legt er den Ball auf Fairway und Grün, schiebt den Downhiller danach zwar übers Loch, behält beim Retourputt aus gut zwei Metern aber die Nerven. Das erste Par 5 danach geht er am Freitag konservativ an, macht aber alles richtig, denn nach starker Annäherung stopft er erneut aus gut zwei Metern und nimmt so sein erstes Birdie mit, was ihn derzeit sogar in die geteilte Führung bringt.

Den Putter hat er auch weiterhin auf Temperatur. Erneut attackiert er das kurze Par 4, der 3, bleibt zwar wieder links etwas zu kurz, den Chip parkt er aber am Grün und locht diesmal sogar aus fünf Metern den Downhiller, was derzeit die alleinige Führung bedeutet. Am langen Par 3 danach bremst sich der Ball erst nach dem Grün ein. Zwar legt Bernd seinen zweiten Schlag bis auf drei Meter zur Fahne, das erste Mal an diesem Tag lässt der Putter aber aus und brummt ihm das erste Bogey auf.

Zurück auf Anfang

Nachdem er am schwierigen 5. Grün das richtige Plateau trifft, stellt das Par kein großes Problem dar. Da auch am zweiten Par 3 der Frontnine das Eisen genau passt, ist ein weiteres sicheres Par auf der Habenseite gebucht. Nach leicht verzogenem Abschlag erreicht er das 7. Grün erst mit dem dritten Schlag und nachdem der Putt mit Break aus zweieinhalb Metern nicht fallen will, steht sein Tagesergebnis wieder bei Level Par.

Bernd bringt zwar am Par 5, der 8 nach einem eingebunkerten Drive den Ball zur Birdiechance auf vier Meter zur Fahne, kann die Möglichkeit aber nicht in Zählbares ummünzen. Zum Abschluss der Frontnine erwischt es Bernd fast noch einmal, nachdem ihm die Annäherung über die Fallsfront weit zurückrollt und er erst den dritten Schlag am Kurzgemähten parken kann. Diesmal allerdings spielt der Putter aus drei Metern mit und rettet ihm das Par.

Verpasster Save und seltenes Birdie

Kurz vor dem Amen Corner erwischt es ihn dann aber mit dem nächsten Bogey. Bernd blockt sein Eisen auf der 10 rechts weg und kann nach dem Chip aus vier Metern den Putt nicht lochen. Das Bogey bringt den Burgenländer aber nicht aus der Ruhe, denn zum Auftakt im Amen Corner zündet er ein weltklasse Eisen auf der 11 und kann die sich bietende Chance aus knapp drei Metern gewinnbringend verwerten, was bislang erst das zweite Birdie an diesem Tag überhaupt auf White Dogwood bedeutet.

Am berühmten Par 3, der 12 kommt der Ball erst hinterm Grün zu stehen, mit gefühlvollem Putt aus der Senke nimmt er sich vor dem dritten Schlag aber den Druck vom Putter. Auf der 13 (Par 5) entscheidet er sich für die Vorlage, schlägt sein Wedge aber danach zu lang und hat sogar etwas zu kämpfen um aus der Downhill-Lage noch das Par zu kratzen. Wie schon am Vortag absolviert er aber auch diesmal den Amen Corner mit einem Gesamtscore von 1 unter Par.

Putter kühlt ab

Zwar lässt Bernd auf der 14 eine Außenseiterchance aufs Birdie aus sechs Metern ungenützt, hält sich aber weiterhin mit dem Par hartnäckig in der Spitzengruppe und biegt nun auf die letzten Bahnen der zweiten Runde ab. Am letzten Par 5 reitet Bernd dann nach starkem Drive aber die Attacke und belohnt sich mit dem insgesamt vierten Birdie des Tages aus gut drei Metern.

Am Par 3, der 16 bringt er den Ball dann gerade noch am Grün unter, muss aber aus 16 Metern den ersten Dreiputt in dieser Woche einstecken und rutscht so wieder auf Level Par zurück. Des Schlechten noch nicht genug bestraft er sich auf der 17 gleich noch einmal. Nach wild verzogenem´Abschlag legt er den dritten Schlag bis auf zwei Meter zur Fahne, muss aber zweimal ansetzen und schnürt so den Bogeydoppelpack.

Die 18 spult er dann zum Abschluss aber unaufgeregt ab, notiert ein abschließendes Par und unterschreibt so die 73 (+1). Mit der Runde knapp über Par kann er zwar nicht mit der absoluten Spitze mithalten, geht aber aus durchaus vielversprechender Position ins Wochenende.

 

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Bester Masters-Start

THE MASTERS – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger notiert zum Auftakt im Augusta National GC eine 70 und legt damit nicht nur seinen bis dato besten Start ins Masters hin, sondern hält sich sogar gut zwei Stunden als Leader im Clubhaus.

“Ich habe wirklich gut gespielt, vor allem einen sehr guten Gameplan gehabt,” fasst er danach happy im Interview zusammen, “ich habe mich gut vorbereitet und bin frisch ausgeruht angetreten, was sich ausgezahlt hat.”

Bernd Wiesberger präsentiert sich zum Auftakt in Augusta so sicher wie zuletzt bei der Finalrunde des WGC-Events in Mexiko. Von Beginn an hat der Oberwarter von Tee bis Grün alle Aspekte seines Spiels voll auf Schiene und weiß dazu noch die Top-Verhältnisse in der frühen Phase richtig gut auszunützen.

Bei so gut wie keinem Wind und sonnigem Wetter agiert Österreichs Nummer 1 zu Beginn sehr solide. Zwar verpasst er nach unangenehmen Chip über den Grünbunker ein schnelles Par 5 Birdie auf der 2, holt dieses aber mit einem gestopften Fünfmeterputt mit spürbarem Break auf der 3 nach. Fast schnürt er sogar den Doppelpack, ein weltklasse Eisen bis auf einen guten Meter zur Fahne kann er am Par 3, der 4 aber nicht gewinnbringend verwerten.

Prompt bestraft

Wiesberger_Masters_1803_330Die ausgelassene Chance rächt sich auch sofort, denn mit dem ersten verfehlten Grün hat er auch das erste Bogey auf der Scorecard stehen, was ihn wieder auf den Ausgangspunkt zurückwirft. In Folge spielt Bernd zwar souverän, kann aber keine weiteren Erfolgserlebnisse verbuchen und muss nach eingebunkertem Tee-Shot ausgerechnet am Par 5, der 8 das nächste Bogey notieren, was ihn erstmals sogar in den Plusbereich zurückwirft. “Ich habe nur zwei mentale Fehler auf den Front 9 gemacht, die mich diese Schläge gekostet haben, der Rest war aber wirklich ok,” sollte er anschließend zusammenfassen.

Noch vor dem Weg in den Amen Corner legt er dann aber auf der 10 ein lasergenaues Eisen aufs Grün und lässt sich diesmal die Chance aus einem Meter nicht entgehen. Auch den weltberühmten Stretch der Löcher 11 bis 13 hat der Burgenländer perfekt im Griff und taucht nach starkem Chip und gestopftem Birdieputt auf der 14 (Par 5) sogar wieder in den roten Bereich ab.

Kein Firethorn-Drama

Auf Firethorn – das letzte Par 5 hat Bernd in der Vergangenheit schon etliches Kopfzerbrechen bereitet – bringt er seinen Putter dann einmal mehr an diesem Tag zum Glühen. Der Chip übers Wasser gelingt ihm nach Vorlage nur eher suboptimal, was ihn aber am Donnerstag nicht daran hindert aus zwölf Metern den Downhiller zum bereits vierten Birdie zu lochen.

Nachdem er die Runde dann mit zwei sicheren Pars zu Ende spielt unterschreibt Bernd die 70 (-2), die nicht nur seinen bislang klar besten Start ins Traditionsturnier darstellt, sondern ihn als 11. außerdem im absoluten Spitzenfeld den zweiten Spieltag in Angriff nehmen lässt. “Der Platz hat sich heute so einfach gespielt, wie es nur geht, bei wenig Wind und angenehmer Wärme. Nur die Grüns waren ein wenig tricky mit einigen Fahnen, die man nur schwer attackieren konnte.”

Ungewohnt risikofreudig

Wiesberger_Masters_1801_330Vor allem der Gameplan des Burgenländers überrascht am Donnerstag. Normalerweise ist das Spiel der Nummer 57 der Welt eher auf der konservativen Seite angesiedelt, doch zum Auftakt beim Masters lässt er es durchaus einige Male ordentlich krachen. So entschließt er sich etwa am kurzen Par 4, der 3 zur Attacke, was sich prompt im ersten Birdie auch auf der Scorecard niederschlägt.

Auch bei einigen anderen Gelegenheiten zieht er seinen Driver voll durch, wie etwa zum Start in den Amen Corner auf der 11. Zwar hat er dabei Glück, dass er aus den Bäumen eine Gasse aufs Grün hat, die Aggressivität zeigt aber das Selbstertrauen, dass sichtlich wieder passt. Auch am Kurzgemähten hat er kaum Probleme, wie die Dreiputtfreie Runde zeigt, was gerade in Augusta aller Ehren wert ist.

Mit der 70 legt er auch den Grundstein für eine richtig erfolgreiche Woche. Bislang war sein bestes Masters Resultat ein 22. Platz beim ersten Antreten im Jahr 2015, mit dem er damals sogar bester Debütant wurde. Kann der Oberwarter in dieser Woche die Top 15 knacken, stehen die Chancen sogar richtig gut, dass er wieder den Sprung unter die Top 50 der Welt schafft.

Tiger im vorderen Drittel

Woods_1806_330Tiger Woods (USA) hält sich bei seinem vielumjubelten Masters Comeback durchaus gut. Zwar kann der Fanliebling nicht wie von vielen erhofft ganz vorne mitspielen, bei drei Birdies und vier Bogeys bringt er aber die 73 (+1) ins Clubhaus und geht so als 29. in den zweiten Spieltag.

Titelverteidiger Sergio Garcia (ESP) sieht seine Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung sprichwörtlich davonschwimmen. Der Spanier schickt am Par 5, der 15 seine Bälle reihenweise baden und notiert mit einer 13 den bislang höchsten je gespielten Score auf Firethorn. Am Ende steht er nur mit einer 81 (+9) und dem 85. und vorletzten Rang beim Scoring.

Auf allen Zylindern

Jordan Spieth (USA) zeigt zum Auftakt mit einer der spätesten Tee Times einmal mehr, dass ihm das Masters richtig liegt. Der ehemalige Champion feuert am Donnerstag auf allen Zylindern und unterschreibt schlussendlich die 66 (-6), die ihn als klar Führenden übernachten lässt.

Erste Verfolger des Texaners sind Tony Finau und Matt Kuchar (beide USA) nach 68er (-4) Runden. Vor allem bei Tony Finau ist dies eine echte Überraschung. Der US-Amerikaner knickte am Mittwoch nach einem Hole in One beim Par 3 Contest beim Jubeln um und verrenkte sich den Knöchel, was zeitweise sogar einen Start unsicher machte. “Dass ich hier am Donnerstag die 68 reinbringt grenzt für mich schon nahezu an ein Wunder”, zeigt er sich selbst mehr als überrascht.


 

Bernd Wiesbergers Auftaktrunde im Überblick:

Noch wenige Minuten

Masters_2018_Pin_Positions_ThursdayIn wenigen Minuten startet auch Bernd Wiesberger ins Turnier. Vor allem aufs Putten und auf die Par 5 Performance wird es beim Burgenländer in dieser Woche ankommen um auch bei seiner vierten Masters Teilnahme reüssieren zu können. Mit Austin Cook und Ryan Moore (beide USA) konnten immerhin schon zwei Spieler gleich die 1 (Tea Olive) zu einem Birdie überreden.

Der Oberwarter startet sehr sicher und nimmt zum Start ein souveränes Par auf der 1 mit. Auf der 2, dem leichtesten Par 5, reitet Bernd danach die Attacke, hat aber einen unangenehmen Chip über den Bunker vor der Nase, weshalb sich auf der ersten langen Bahn kein Birdie ausgeht.

Abgetaucht

Auch am kurzen Par 4, der 3 entscheidet sich Bernd zur Attacke und parkt seinen Ball links neben dem Grün. Zwar gelingt der Chip nicht genau nach Wunsch, aus fünf Metern bringt er den Putter aber zum Glühen und nimmt das erste Birdie mit. Am schweren Par 3, der 4 knallt er dann ein weltklasse Eisen bis auf eineinhalb Meter zur Fahne, lässt die Riesenchance auf den roten Doppelpack aber liegen.

Die ausgelassen Möglichkeit rächt sich dann auf der 5 auch postwendend. Zum ersten Mal verfehlt Bernd das Kurzgemähte, bringt den Chip am unglaublich schwierigen Grün zwar auf drei Meter zur Fahne, benötigt aber zwei Anläufe was sein Score wieder auf Level Par stellt.

Am Par 3, der 6 bringt der Burgenländer dann als einziger Spieler seinen Tee-Shot am Grün unter und kratzt mit einem Zweiputt das wichtige Par. Auch auf der 7 ist Bernd der einzige Spieler, der das Grün trifft und nimmt so ein weiteres Par mit.

Bogey wettgemacht

Am Par 5, der 8 (Yellow Jasmine) bunkert sich Bernd dann mit dem Abschlag ein und erreicht so erst mit dem vierten Schlag das Grün, was schließlich im zweiten Bogey endet und ihn erstmals in den Plusbereich zurückwirft. Mit sicherem Spiel von Tee bis Grün geht sich am letzten Loch der Frontnine dann aber wieder ein solides Par aus.

Auf der 10 zündet Österreichs Nummer 1 dann ein lasergenaues Eisen und knallt den Ball bis auf einen Meter zur Fahne. Kurz vor dem Weg in den Amen Corner stellt er sein Score so wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Auf der 11 zieht er den Driver dann voll durch, driftet aber deutlich rechts ab. Aus den Bäumen hat er aber eine Gasse aufs Grün und startet den weltberühmten Stretch nach sicherem Zweiputt mit einem Par.

Auch die 12, das berühmte Par 3 über Rae’s Creek, stellt ihn vor keine Probleme. Nachdem er auf der 13 den Abschlag nur im 2nd Cut unterbringt, muss er am Par 5 vorlegen, legt die kurze Annäherung dann aber stark zur Fahne und taucht aus einem guten Meter wieder in die roten Zahlen ab. Damit absolviert Bernd den Amen Corner zum Auftakt mit einem Gesamtscore von 1 unter Par.

Weiterhin richtig gut

Bernd agiert auch weiterhin unglaublich sicher, was ihm auf der 14 gleich die nächste Birdiechance aus drei Metern auflegt. Zwar will der Putt nicht fallen, mit dem Par bleibt er aber in der Spitzengruppe. Auf Firethorn – das letzte Par 5 brachte den Burgenländer in der Vergangenheit bereits öfters zum Schwitzen – gelingt dann der Chip aufs Grün zwar nur eher suboptimal, den Downhiller versenkt er aus 12 Metern aber und nimmt so sein bereits viertes Birdie mit.

Nachdem er die Runde mit sicheren Pars zu Ende spielt unterschreibt er schließlich die 70 (-2), was nicht nur seinen bislang klar besten Masters Start darstellt, sondern ihn außerdem in der absoluten Spitzengruppe mitspielen lässt.

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1. Gipfeltreffen 2018

TURNIER-VORSCHAU 9/2018: Bernd Wiesberger beim WGC-Opener in Mexiko-Stadt, Matthias Schwab in Pretoria. Die Golfdamen sagen Australien Goodbye.

Bei der Mexiko Championship trifft sich erstmals in der neuen Golfsaison ein abolutes Elitefeld aus nur 65 Spielern zum Kräftemessen. Das erste World Golf Championships-Event 2018 findet erneut im Club de Golf Chapultepec von Mexiko City statt. Titelverteidiger und Nummer 1 der Welt, Dustin Johnson, ist der große Gejagte bei dem 10 Millionen Dollar-Event, das ohne Cut über vier Tage geht. Aus den Top 13 der Weltrangliste fehlen mit McIlroy, Day, Matsuyama, Koepka und Stenson gleich 5 Spieler, weshalb das Feld gegenüber dem Vorjahr um 11 Spieler schrumpfte.

Bernd Wiesberger kam im Vorjahr geschwächt von einem Darmvirus mit dem Layout in der Höhenluft von Mexiko City nicht wirklich zurecht und ordnete sich am Ende auf Platz 45 ein.

Gute Figur in Pretoria?

Nach Australien, Oman und Qatar wird Matthias Schwab bei seiner Weltreise nun auf Südafrikas Golfboden gefordert. Die Tshwane Open lädt in den Pretoria Golfclub, einem engen Parklandkurs, der das Ballstriking der Kontrahenten voll testen wird. Der Südafrikaner Dean Burmester, der auch heuer ein starkes Heimfeld anführt, gewann im Vorjahr bei 18 unter Par. Abgesehen von den Südafrikanern ist das 1 Million Euro-Turnier von internationaler Seite nicht allzu stark besetzt, Danny Willett, Soomin Lee und Scott Jamieson noch die prominentesten Namen.

Abschied aus Down Under

Nach 5 Wochen Turniergolf im australischen Sommer geht es für Sarah Schober, Christine Wolf und Nina Mühl ein letztes Mal zur Birdiejagd über 72 Löcher. 150.000 Australische Dollar gibt es bei dem Viertagesturnier im spektakulären Coffs Harbour Golfclub an der Westküste zu verteilen. Für Österreichs Tour-Trio, das bereits komplett in der neuen Order of Merit anschreiben konnte, die Gelegenheit die gute Frühform gewinnbringend einzusetzen.

Absage nach Scheechaos

Nach dem schlimmsten Wintereinbruch seit 6 Jahren, der die ewige Stadt in einen Wintersportort verwandelte, muss die Alps Tour ihr Turnier in Rom absagen.

Im Nazionale Golfclub nördlich von Rom wollten ursprünglich die Spieler von Alps und Italian Pro Tour bei diesem neuen Turnier über drei Runden um 40.000 Euro rittern. Die bereits angereisten Spieler mussten somit unverrichteter Dinge wieder ihrer Wege gehen: “Ich bin schon wieder daheim. Die Veranstalter wissen auch nicht ob die Nazionale Open nachgetragen oder komplett abgesagt wird,” berichtet Christoph Körbler.

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Wichtige USA-Wochen

TURNIER VORSCHAU 8/2018: Bernd Wiesberger startet in eine richtungsweisende US-Saison, während Matthias Schwab beim Finale des Desert-Swing in Katar aufteet.

Die heurige US-Saison beginnt für Bernd Wiesberger mit der Honda Classic, und es ist nach dem bitteren Abschied aus den Top 50 der Weltrangliste die vielleicht wichtigste Phase seiner Karriere.

Zum Einspielen auf die WGC-Events in Mexiko und Texas sowie fürs Masters, für die er alle bereits fix qualifiziert ist, nutzt Bernd eine Einladung nach Florida zur Honda Classic. Im PGA National war er bereits vor zwei Jahren zu Gast, verpasste aber nach zwei Wasserbällen und Doppelbogeys in Runde 1 klar den Cut. Immerhin tappte er bei beiden Umläufen kein einziges Mal in die berüchtigte Bear Trap und gab auf den Löchern 15 bis 17 keinen einzigen Schlag ab.

Das 6,6 Millionen Dollar-Turnier ist im Vergleich zur Vorwoche nicht allzu stark besetzt: neben Rickie Fowler und Rory McIlroy teet aber auch Tiger Woods in seiner Wahlheimat Florida auf.

Doch noch Petro-Dollars?

Matthias Schwab ist bei der letzten Station im heurigen Desert Swing der European Tour im Golfeinsatz. Im windanfälligen Doha GC geht es für Österreichs Aufsteiger vorerst einmal um die Pflicht den Cut der besten 65 zu überstehen um erste Petro-Dollars aus dem Pott von 1,750.000 US Dollar zu erspielen.

Da die europäischen Big Names wie Fleetwood, Noren, McIlroy oder Garcia allesamt in Florida spielen, ist die Konkurrenz in der Wüste von Doha überschauber. Der Inder Shubhankar Sharma, der Führende im Race to Dubai, matcht sich mit Chris Wood, Titelverteidiger Jeunghun Wang, Thorbjorn Olesen oder Andy Sullivan.

Australiens Golfjuwel

Die Golfdamen von LET und Australian PGA bekommen mit der erstmaligen Einladung ins Bonville Resort von New South Wales einen besonderen Leckerbissen vorgesetzt. Der Parklandkurs zählt zu schönsten, aber auch anspruchsvollsten Layouts in Down Under und verspricht für vier Turniertage ein Preisgeld von 350.000 Australischen Dollars.

Christine Wolf und Nina Mühl konnten bereits in der neuen Order of Merit anschreiben, während Sarah Schober noch nach der Form ihrer starken Rookie-Saison sucht.

 

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Auf Grüns ausgebremst

MAYBANK CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger kommt zum Auftakt auf ultrastumpfen und holprigen Grüns nicht über die 71 hinaus.

Die hohen Erwartungen nach zwei zweiten und einem dritten Platz bei seinen letzten Auftritten in Kuala Lumpur kann Bernd Wiesberger vorerst nicht erfüllen. Statt 9 Birdies in Folge wie 2017 spielt er diesmal 9 Pars hintereinander und stagniert am Leaderboard. Denn ganz anders als in den Vorjahren präsentieren sich die Grüns im Saujana GC viel zu langsam für Tourpros und nach dem Monsumregen der letzen Wochen auch von der weichen Sorte.

Bedingungen, mit denen der Österreicher überhaupt nicht zurechtkommt und serienweise Putts innerhalb von zwei bis vier Metern vorbeischiebt. Immerhin präsentiert er sich auf dem ondulierten Shotmaking-Course deutlich sicherer im langen Spiel als zuletzt und reduziert die Fehlerquote auf ein Bogey – bezeichnend mit Dreiputt.

Zudem bremst eine fast zweistündige Gewitterpause sichtlich den Spielfluß – danach schleppt sich sein Spiel mit 9 Pars ereignislos dahin. Die 71 (-1) ist zwar noch keine Katastrophe, reicht aber vorerst nicht einmal für die Top 65, die nach zwei Runden cutten. Die erste Runde wird erst am Freitag abgeschlossen werden können.

Wenig auf den Grüns gelungen

Die lockere Aufwärmübung am leichtesten Golfloch des Platzes gelingt Bernd mit dem Birdie am Par 5 der 1 problemlos. Ein Birdielauf wie in den letzten Jahren will sich jedoch nicht einstellen: das zweite Par 5 rückt keinen Schlaggewinn heraus. Erst am gefährlichen Par 4 der 6 fällt der zweite Birdieputt. Immerhin erreicht der Oberwarter fehlerlos das 9. Grün, ehe die Sirene eine erste Gewitterpause ankündigt.

Nach fast zwei Stunden Untätigkeit lässt Bernd den langen Uphill-Putt auf den ultrastumpfen Grüns um gut zwei Meter zu kurz und tritt sich mit Dreiputt das erste Bogey im Turnier ein. Der schwere Tee-Schuss an der 11 wird von den Bäumen abgebremst, dennoch kann er sich aus dem Rough mit dem Wedge eine Birdiechance auflegen. Der Putt fällt jedoch nicht. Auch von einem starken Eisen ins 12. Grün kann er nicht profitieren, da eine Spike-Marke seinen Viermeterputter abbiegen lässt.

Der Abschlag am Par 5 der 13 ist nicht präzise genug um angreifen zu können. Der Pitch geht zwar bis auf vier Meter zum Loch, der Birdie-Putt fällt aber nicht. Dafür übersteht Bernd die hantigen Bahnen 14 und 15 ohne Schrammen auf der Scorekarte. Das 9. Par in Folge macht die langweiligen Back 9 komplett, die Runde von 1 unter Par ordnet Wiesberger jedoch vorerst unterhalb der Cutmarke ein (ca. Platz 70). “Wenigstens haben wir die 18 noch beenden können. Morgen sollten wir uns einige Schläge zurückholen,” kommentiert er knapp.

Seine Bombenform der letzten Wochen bestätigt der Engländer Chris Paisley, der mit der 65 vorerst die Pace bei 7 unter Par setzt.

>> Leaderboard Maybank Championship

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>> SKY überträgt Live und in HD von der Maybank Championship.

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Gut fürs Golfgemüt

NEDBANK CHALLENGE – FINAL: Bernd Wiesberger verabschiedet sich mit anständiger 69 von Gary Players Golffest und jettet besser gelaunt nach Dubai weiter.

Bernd Wiesberger meinte nach dem durchwachsenen Moving Day, dass er und der Gary Player CC wohl keine großen Freunde mehr werden. Das mag trotz abschließender 69 und Platz 19 in Sun City wohl so bleiben und Südafrika vielleicht wieder auf die persönliche No-Go-Liste wandern, aber immerhin nimmt Österreichs Nummer 1 ein paar gute Gedanken mit zum Saisonfinale nach Dubai mit. “Ich konnte bis auf 9 Loch am Donnerstag, nie in einen Lauf kommen. Weiter geht’s heute Abend nach Dubai und hoffentlich zu einem erfolgreichen Saisonabschluss.”

Auf den Par 5 das Score geholt

Sein Eröffnungsloch, das Par 5 der 10, nutzt Bernd am Finaltag zum dritten Mal zu einem Schlaggewinn. Das überlange Par 3 der 12 bestraft jedoch rasch die Ungenauigkeit vom Tee mit einem ersten Bogey. Das risikoreiche Par 5 der 14 belohnt diesmal saubere lange Schläge des Österreichers mit einem Birdie. Den Rest der Back 9 spielt Wiesberger brav dahin, deutlich solider als an den letzten beiden Tagen, ohne jedoch davon profitieren zu können.

Auch auf den vorderen 9 richtet er sein Score konsequent auf den Par 5: Loch 2 beschert so das dritte Birdie des Tages. Als dann am langen Par 4 der 5 ein weiterer Birdieputt fällt, stückelt sich langsam eine echt brauchbare Runde zusammen. Auch wenn das abschließende Par 5 mit dem Par aus der Reihe tanzt, klassiert sich Bernd mit der 69 und Platz 19 noch im oberen Drittel des Klassements und kann mit einem besseren Bauchgefühl nach Dubai weiterjetten. “Etwas besseres Golf heute, aber ein Dreiputt für Par am letzten Loch war mit Sicherheit nicht der Abschluss, den ich mir verdient hätte,” dominiert unmittelbar im Anschluss der negative Schlusspunkt.

Dass es im langen und anspruchsvollen Sun City auch nach zwei Jahren Pause nicht optimal für Wiesberger lief, hat diesmal vor allem mit seinem weiterhin wackeligen langen Spiel zu tun (weniger als 50% Fairwaytreffer, Eisen zu weit weg). Die Führung nach den ersten 18 Löchern war da genauso schmeichelhaft wie die folgende 77 am Freitag das Pendel zu sehr nach der anderen Seite ausschlagen ließ. In dem starken Feld der Rolex-Series reicht es so nicht ganz um vorne mitzuspielen. Nur mit einer Steigerung über 4 Tage bei der Dubai World Championship wird das Saisonziel eines Top 10-Platzes im Race to Dubai zu stemmen sein.

Ein langer Putt quer übers 16. Grün bringt Brendan Grace im Titelkampf knapp voran. Der Südafrikaner verteidigt auf den Schlusslöchern die knappe Führung bei 11 unter Par und sichert sich den Heimsieg einen Schlag vor dem Schotten Scott Jamieson.

>> Endergebnis Nedbank Challenge

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Nicht seine Woche

TURKISH AIRLINES OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger kämpft auch zum Abschluss mit stumpfen Waffen und bleibt zu Beginn der Final Series in Belek Mittelmaß.

Bernd Wiesberger war nach den späten Bogeys am Samstag sichtlich geknickt. Laut eigener Aussage wollte er am Finaltag noch ein Feuerwerk abbrennen um so wenigstens noch unter die Top 20 nach vorne marschieren zu können. Der Funke dazu sollte jedoch bereits im morgendlichen Regen verlöschen.

Die allererste Startzeit vom 1. Tee hätte das Vorhaben entsprechend erleichtern sollen, soweit jedenfalls der Plan. Das Wetter hatte jedoch umgeschlagen, nach drei Tagen Sonne erwartete die Spieler ein nasser Sonntag, wobei mit Besserlegen gespielt wurde.

Bernd pflügt ein schnelles Par auf die Scorekarte, ehe nach nur 20 Minuten Spielzeit die Sirene eine Gewitterpause verkündet. Nach 40 Minuten Herumsteherei geht es jedoch rasch wieder weiter. Auch danach plätschert Wiesbergers Spiel ereignislos dahin, ohne raschen Birdiepush. Anders als an den Vortagen geht er auf den Löchern 1 bis 5 komplett leer aus. Auch das einzige Par 5 der Front 9 will dem Österreicher kein Birdie gönnen.

Die Probleme mit den Eisen setzen sich am Sonntag fort und führen zu einem ersten Bogey am Par 3 der 8. Den Halbzeit-Turn erreicht er so nur in 1 über Par.

Jetzt musste ein starkes Finish her um sich bei dem 7 Millionen Rolex-Series Event nicht fettes Preisgeld und Weltranglistenpunkte entgehen zu lassen: der erste Birdieputt fällt am schwersten Loch von Belek, dem überlangen Par 4 der 10, womit Bernd mehr als nur einen Schlag auf das Feld gutmacht. Wie gewonnen, so zerronnen, so die bittere Lektion nach dem Bogey postwendend am kurzen Par 4 der 11. Das zweite Par 5 erlaubt nicht mehr als mit dem 5. Schlag einzulochen.

Anders als am Samstag können Bernd die Par 5 überhaupt nicht herausreißen. Am leichtesten Loch, der 15, geht er zum Abschluss ebenfalls leer aus. Das zweite Birdie am vorletzten Loch macht auch nur den Schlagverlust vom Grün davor wieder wett. Bezeichnend für die unrunde Turnierwoche beschließt Wiesberger seine Arbeit mit Bogey Nummer 11 in 73 Schlägen (+2).

Mit stumpfen Waffen

Der Vergleich zum Vorjahr, als Bernd Wiesberger an gleicher Wirkungsstätte hervorragender Vierter wurde, ist ernüchternd: nur 13 statt 19 Birdies, wobei der Oberwarter heuer sogar drei Schläge mehr aus den Par 5 herausquetschen konnte – und 11 statt vier Bogeys, passiert durch ungenaues Eisenspiel.

Mit ca. Platz 45 startet Wiesberger als klarer Underperformer in die zwei abschließenden Rolex-Events. Kommende Woche in Südafrika steht dann hoffentlich wieder der Bernd Wiesberger von Shanghai in den Teeboxen.

Justin Rose feiert innerhalb von 8 Tagen seinen zweiten großen Titel. Englands Olympiasieger setzt sich bei 18 unter Par um einen Schlag gegenüber Dylan Frittelli (RSA) und Nicolas Colsaerts (BEL) durch.

>> Endergebnis Turkish Airlines Open

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Bernd Wiesberger 2015 Golf-Live.at

Teure Spielwiesen

TURNIER VORSCHAU KW 26 / 2017: Bernd Wiesberger in Paris zum zweiten Mal bei der Rolex Series, Schwab und Wiegele um viele Euros in den schottischen Highlands.

Bernd Wiesberger, Champion von 2015, möchte sich bei der 101. Auflage der Open de France in Le Golf National mit einer starken Performance für den Ryder Cup 2018 an gleicher Wirkungsstätte empfehlen.

Die European Tour hat das Turnier komplett übernommen um es auf den Rolex-Standard von 7 Millionen Euro aufzublasen und darf sich nun über ein entsprechend stargespicktes Feld freuen. Zusätzlich zu den bekannten European Tour-Größen wie Wiesberger, Fleetwood, Kaymer oder Noren sind von der PGA Tour auch Jon Rahm, Francesco Molinari, Beef Johnston, Ian Poulter oder Shane Lowry eingeflogen und sorgen beim zweiten Turnier der Rolex-Series für ein würdiges Starterfeld.

Steirer in den Highlands

Mit Martin Wiegele und Matthias Schwab geht ein steirisches Duo in den schottischen Highlands auf Birdie- und Preisgeldjagd. Belgien-Sieger Wiegele möchte sich als 12. im Road to Oman näher an eine European Tour-Karte heranspielen, während Schwab die 2. von 7 Einladungen dazu ausnützen möchte möglichst fett zu punkten zumindest hinsichtlich einer Kategorie für die Challenge Tour.

Mit 250.000 Euro Preisgeld ist das Turnier im Macdonald Spey Valley Resort von Aviemore für einen Challenger überdurchschnittlich hoch dotiert. Auf dem ungewohnten schottischen Terrain mit oft extremem Wetter taten sich die Österreicher in den letzten Jahren jedoch sehr schwer.

Bei Sneds zu Gast

Die Marathon-Wochen auf der Web.com Tour finden für Sepp Straka in Nashville, Tennessee seine Fortsetzung. In den Nashville Athletic Club hat kein Geringerer als Local Boy Brandt Snedeker zum 550.000 Dollar-Turnier geladen.

Straka, der zuletzt in Amerikas zweiter Profiliga tolle Einzelrunden hinbrannte, allerdings im Ranking mit Platz 56 deutlich unter Wert geschlagen wurde, hofft in Nashville sein hohes Tempo endlich über vier Runden durchziehen zu können.

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Bernd makellos

US OPEN 2017 – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger stemmt im Erin Hills GC mit einer 72 nicht nur seinen ersten Cut bei den US Open, sondern geht sogar aus richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. Nach dem geschafften Cut ist Bernd Wiesberger der erste Österreicher der bei allen vier Majors das Wochenende erreicht.

“Es hat sich gut angefühlt meinen Namen den ganzen Tag über am Leaderboard zu sehen!  Jetzt bin ich in guter Position für mein erstes Wochenende bei der US Open,” äußerst sich Bernd zufrieden über die erste Turnierhälfte.

Es war klar, dass in dieser Woche eine Serie zu Ende gehen muss. Entweder schafft Bernd Wiesberger beim bereits vierten US Open Start den ersten Cut oder aber die beeindruckende Cutserie – seit letzten August steht der Oberwarter bei jedem Turnierstart im Wochenende – findet im Großraum Milwaukee sein Ende. Es ist die US Open Serie, die in dieser Woche endlich zu Ende geht und das noch dazu durchaus überzeugend.

Schon nach der 69 (-3) am Donnerstag positionierte sich Österreichs Nummer 1 in guter Ausgangslage und will am Freitag daran anknüpfen. Allerdings macht sich schon am Eröffnungs-Par 5 deutlich, dass bei härteren Grüns und schwierigeren Pin-Positions an diesem Tag nicht alles locker von der Hand geht. Das verpasste Birdie holt er zwar sofort mit gestopftem Viermeterputt auf der 2 nach, in Folge hat der Oberwarter aber etliche Male alle Hände voll zu tun um sich zu Pars zu scrambeln.

Etwas zu ungenau

Wiesberger_1717_330Dabei sind es meist die Eisen, die am zweiten Spieltag schlicht zu weit von den Fahnen weg liegen um dem Burgenländer eine stressfreie Runde zu bescheren. Mit teilweise nahezu sensationellen Kurzspieleinlagen und starken Putts – Bernd ist öfters dazu gezwungen wichtige Putts aus zwei bis drei Metern zu lochen um keine Schläge abzugeben – kämpft sich die Nummer 30 der Welt geradezu über den Platz.

Fast eigenartig mutet es dabei an, dass ihm ausgerechnet ein 60 Zentimeter Putt auf der 11 zum Verhängnis wird und den ersten und einzigen Schlag am Freitag kostet. Immer wieder schleichen sich leichte Ungenauigkeiten ein. So erreicht er nach leicht verzogenem Drive am Par 5, der 14 erst mit dem vierten Schlag das Grün, stopft aber einmal mehr einen wichtigen Putt aus drei Metern und bleibt so immer in Schlagdistanz zu den Top 10.

Zwar lässt auch die lange 18 nach etwas zu kurzem Pitch kein Birdie mehr springen, mit der 72 (Par) aber cuttet Bernd als in etwa 16. in richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. “Leider konnte ich den Ball nicht mehr nah genug an die Fahnen bringen und auch nicht genügend Putts lochen. Trotzdem immer noch eine passable Runde.” Damit radiert Bernd auch den allerletzten Makel in seiner Karriere aus und hat nun bei jedem der vier Majors zumindest einmal das Weekend erreicht, was einen weiteren Meilenstein in der österreichischen Golfgeschichte darstellt.

Casey_1701_330 (2)Casey, Fleetwood, Koepka, Harman voran

Auftaktleader Rickie Fowler leistet sich nach 28 gespielten Löchern seine ersten Schlagverluste im Turnier, dann aber gleich drei in Folge, die ihn mit der 73 auf Platz 5 zurückwerfen. Ein britisch-amerikanisches Quartett teilt sich bei 7 unter Par die Halbzeitführung: Paul Casey, Tommy Fleetwood sowie Brooks Koepka und Brian Harman haben vorerst die besten Karten.

Um ungewohnt tiefen Cut von 1 über Par beißt sich überraschend viel Golfprominenz die Zähne aus: für Justin Rose, Adam Scott, Bubba Watson, Rory McIlroy sowie mit Dustin Johnson auch die Nummer 1 der Weltrangliste ist die US Open bereits am Freitag zu Ende.

Bernd Wiesbergers 2. Runde im Überblick:

Nach etwas zu kurzem Wedge hat er am Eröffnungs-Par 5 aus gut sechs Metern vom Vorgrün nur eine Außenseiterchance aufs Birdie, die er knapp nicht nützen kann. Den roten Eintrag holt er dafür sofort auf der kurzen 2 mit gestopftem Viermeterputt nach. Auf der langen und schweren 3 bekommt der Burgenländer dann erstmals etwas Stress, nachdem er nach dem ersten Putt aus 17 Metern immer noch drei Meter zum Par übrig hat. Die Aufgabe löst er aber unaufgeregt und nimmt so ein weiteres wichtiges Par mit.

Nachdem die Annäherungen auf der 4 und der 5 nur weit vom Loch entfernt liegen bleiben, benötigt er derzeit aus längeren Distanzen viel Puttgefühl. Am überlangen Par 3, der 6 muss er nach zu kurzem Teeshot sogar aus 30 Metern den Putter bemühen, legt den Ball aber bis auf einen halben Meter zur Fahne und nimmt so das nächste Par mit.

Auf der 7 stellt er sich dann nach eingebunkertem Drive vor Schwierigkeiten. Aus dem Sand will auch der zweite Schlag nur im Rough landen, was die Distanzkontrolle bei der Annäherung erschwert. Nach überschlagenem Grün hat er alle Hände voll zu tun um das Par zu kratzen, was aber nach starkem vierten Schlag aus der Collection Area gelingt.

Zum ersten Mal seit der 2 legt er sich dann am Par 4, der 8 nach starkem Eisen eine sehr gute Birdiechance auf, aus zwei Metern spielt diesmal der Putter aber nicht mit. Wie unglaublich hart Bernd heute kämpfen muss zeigen die ersten Löcher nach dem Turn. Nach einem sicheren Par auf der 10 geht sich nach überschlagenem Grün und verschobenem Parputt aus kurzer Distanz auf der 11 erstmals nur ein Bogey aus.

Fast kann er sich den Schlag nach starkem Eisen auf der 12 aber postwendend wieder zurückholen, der Birdieputt kriecht aber rechts am Loch vorbei. Nach einem sicheren Par am Par 3, der 13 hat er am Par 5, der 14 einige Schwierigkeiten. Nachdem er den Drive nur im Rough unterbringt erreicht er in Folge erst mit dem vierten Schlag das Kurzgemähte, stopft aber den wichtigen Parputt aus drei Metern.

Auf der 15 legt er sich mit gutem Abschlag den Ball perfekt auf Wedge-Distanz auf, bringt den Ball danach aber gerade mal am Grün unter. Aus 15 Metern geht sich mit einem Zweiputt aber ein weiteres Par aus. Auch aus sieben Metern ist das Par am letzten Par 3 kein Problem.

Nachdem er die 17 solide abspult hat er auf der 18 sogar noch eine gute Chance die Runde mit einem Birdie zu beenden. Aus 60 Metern bleibt der Pitch aber etwas zu kurz und er muss den Putter zweimal bemühen. Mit der 72 aber cuttet Bernd nicht nur ganz sicher in sein erstes US Open Wochenende, sondern geht außerdem aus richtig guter Verfolgerposition in den Moving Day.

>> Leaderboard US OPEN

>> SKY überträgt die US OPEN LIVE und EXKLUSIV.

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