Sepp Straka

Titelverteidigung für Straka in weiter Ferne

Sepp Straka kommt nach der langen Spielpause zum Auftakt der American Express im La Quinta CC nie ins Rollen und muss sich am Ende mit einer 73 (+1) anfreunden, was die Titelverteidigung bei enorm guten Scores in ganz weite Ferne rücken lässt.

Da Sepp Straka letzte Woche in Honolulu auf einen Start verzichtete, beginnt die Saison 2026 für Österreichs unumstrittene Nummer 1 gleich mit einem absoluten Highlight, schlägt er doch in La Quinta als Titelverteidiger ab. Unvergessen ist die Galavorstellung des mittlerweile zweifachen Vaters, als er die Konkurrenz speziell am Finaltag in Kalifornien mit unglaublich nervenstarkem Spiel nie herankommen ließ. Der Sieg stellte auch den Auftakt zu einer wahren Traumsaison dar, in der bei den Truist Championship dann sogar noch ein Sieg bei einem der hochdotieren Signature Events gelang.

Im privaten Bereich scheint bei Sepp nach der nervenaufreibenden Zeit aufgrund der Frühgeburt von Sohn Thomas wieder alles wie erhofft in ruhigeren Gewässern zu sein, womit er auch den Fokus wieder schärfer auf Golf ausrichten kann. Dies machte er etwa bereits vor Weihnachten bei der Hero World Challenge klar, wo er am Ende auf den Bahamas nur knapp seinen dritten Saisonsieg verpasste. Wie gewohnt wird bei der American Express mit dem Pete Dye Stadium Course, dem La Quinta CC und dem Nicklaus Tournament Course auf drei Kursen gespielt. Der Cut trennt erst vor der Finalrunde die Spreu vom Weizen.

Zum Auftakt muss die Nummer 12 der Welt im La Quinta CC ran und beginnt bei besten Verhältnissen seine Saison zwar mit ganz sicheren und ziemlich stressfreien Pars, da jedoch mit der 5 und der 6 auch das Par 5 Doppel der Frontnine nichts springen lässt, kommt er mit den durchwegs tiefen Scores von Beginn an überhaupt nicht mit. Das Bild ändert sich auch mit Fortdauer der Runde vorerst nicht und nach neun Pars in Folge biegt er zwar fehlerlos, jedoch nur auf Rang 123 auf die hintere Platzhälfte ab.

Nur die 72 zum Auftakt

Dort bricht dann aber nach einem starken Eisen ins 10. Grün endlich aus Sepp's Sicht die bislang so hartnäckige Birdiesperre. Nach einer versandeten Attacke kann er zwar am Par 5 danach nicht sofort weiter nachlegen, behält aber immerhin die blütenweiße Weste weiterhin an und nimmt zumindest von der letzten langen Bahn der Runde dann auch ein Par 5 Birdie am Donnerstag mit. Allerdings bekommt er in Folge auch wieder Sand ins Getriebe, was zwar auf der 14 noch gut geht, am darauffolgenden Par 3 kann er dann den ersten Schlagverlust nach verpasstem Sand Save aber nicht mehr abwenden.

Sepp StrakaDas kostet wie aus dem Nichts auch völlig die Sicherheit, denn nach einem Wasserball kann danach sogar ein Doppelbogey nicht mehr abwenden und driftet so plötzlich bis in den Plusbereich ab. Am Schlussloch gleicht er sein Score dann zwar zumindest noch aus, nach der 72 (Par) ist vom 129. Platz aus aber nicht nur die Titelverteidigung bereits in ganz weiter Ferne, selbst die erwartete Cutmarke liegt schon fünf Schläge weit entfernt. Einziger Vorteil für den vierfachen PGA Tour Champion: Er hat immerhin noch 36 Löcher zur Verfügung um einen Missed Cut zum Saisonstart noch abwenden zu können.

Mit Matti Schmid (GER) ergeht es immerhin einem deutschsprachigen Spieler etwas besser, denn nach einer 67 (-5) bringt er sich zumindest auf Kurs in Richtung Finaltag. Stephan Jäger (GER) wirkt bei seinem Saisondebüt noch etwas eingerostet. Min Woo Lee (AUS) und Pierceson Coody (USA) teilen sich die Spitzenposition nach 62er (-10) Runden und zeigen so, was am Donnerstag in Kalifornien möglich gewesen wäre.

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