EUROPEAN TOUR – RACE TO DUBAI


INDIAN OPEN



28.3. - 31.3.2019, DLF G&CC,
Delhi, IND, US$ 1,750.000

Matthias Schwab mischt bis zwei Löcher vor Schluss um den Sieg mit.
FINAL: Lediglich Matthias Schwab zeigte sich am Moving Day im Österreicher-Flight gemeinsam mit Bernd Wiesberger richtig beflügelt, denn trotz eines Wasserballs auf der 18 konnte er eine 70 (-2) notieren, womit er im absoluten Spitzenfeld in den letzten Spieltag startet. Bei fünf Schlägen Rückstand auf das Führungsduo müsste am Sonntag zwar alles zusammenpassen, ein Top 3 Ergebnis hat der Schladming-Pro aber noch locker in Reichweite.

Dazu bedarf es am Sonntag aber bei durchaus guten Scoringverhältnissen wohl einiger Birdies. Die Aufgabe erschwert er sich aber gleich auf der 2, denn ein frühes Bogey stand mit Sicherheit nicht am Finaltag-Plan. Zwar stabilisiert Matthias sein Spiel danach sofort wieder, schneller Konter will am Sonntag aber keiner gelingen.

Für die erwiesene Geduld belohnt er sich dann am Par 5 der 8 fast mit einem Eagle, der Putt bleibt aber auf Linie etwas zu kurz. Mit Birdie dreht er sein Score aber wieder auf Level Par zurück. Die zähe 10 entwickelt sich dann aber wieder etwas als Spielverderber, denn mit dem zweiten Bogey des Tages rutscht er wieder knapp aus den besten 10.

Mit einem richtig guten Abschlag auf die enorm schwierige Fahnenposition am Par 3 der 12 legt er sich dann aber die nächste Birdiechance auf und stopft seelenruhig zum erneuten scoretechnischen Ausgleich. Auch die megaschwere 14 bereitet ihm am Sonntag mit sicherem Zweiputt-Par kein Kopfzerbrechen.

Zwar schleicht der Birdieputt am Par 5 der 15 dann knapp neben dem Loch vorbei, parallel dazu bastelt Julian Suri (USA) jedoch in der indischen Hitze einen Schneemann auf der 14, weshalb Matthias Schwab plötzlich nur noch um einen Schlag hinter dem Führenden im Clubhaus, Jorge Campillo (ESP), zurückliegt.

Ein Dreiputt-Bogey auf der 17 - der erste Dreiputt im gesamten Turnier von Matthias - kommt dann jedoch zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt und vergrößert die Lücke nach vor auf zwei Schläge. Ein Wasserball nach leicht zu kurzer Grünattacke hängt ihm dann zum Abschluss sogar ein Doppelbogey um, womit er schließlich mit der 75 (+3) bis auf Rang 19 zurückrutscht.

Bernd Wiesberger musste sich nach Problemen von Tee bis Grün am Moving Day mit einer 75 zufrieden geben, die den so sehr erhofften Turnaround der durchwachsenen Saison wohl verhindert. Zwar scheint ein Top 20 Resultat durchaus noch machbar zu sein, die Spitzenplätze liegen aber aller Voraussicht nach vermutlich wohl bereits zu weit weg.

Dass er aber durchaus gewillt ist noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren macht er am Sonntag von Beginn an klar, denn nach souveränem Start erweist sich schon das Par 5 der 4 als gewinnbringend und spendiert dem Oberwarter das erste Birdie. Auch danach zeigt er starkes Golf und darf sich auf der 6 über den bereits zweiten roten Eintrag freuen.

Das spornt den Routinier sichtlich richtig an, denn zum ersten Mal entpuppt sich in dieser Woche auch die 7 danach als gewinnbringend und Bernd knackt mit dem nächsten Birdie bereits die Top 20. Nachdem er dann auch die kurze 9 (Par 4) noch zu einem Birdie überreden kann, sind die besten Frontnine seit seinem Verletzungs-Comeback endgültig in Stein gemeißelt.

Doch einmal mehr in dieser Saison heißt es danach "Wie gewonnen, so zerronnen", denn auf der 10 geht sich sogar nur ein Triplebogey aus, womit sich Bernd auf einem einzigen Loch nahezu das gesamte herausgeholte wieder zerstört. Bernd stabilisiert sein Spiel aber rasch wieder und findet am Par 5 der 15 auch ein weiteres Birdie, womit er sich wieder an die Top 20 heranarbeitet.

Souverän spielt er die Runde dann zu Ende und unterschreibt schließlich die 70 (-2). Zwar bringt er damit eine durchaus gute letzte Runde zum Recording, wegen des Triplebogeys auf der 10 und der eher verpatzen 3. Runde geht sich aber auch in Indien kein richtiges Topergebnis aus.