Ladies European / LPGA TOUR


INDIAN OPEN



3.10. - 6.10.2019, DLF CC,
New Delhi, IND, US$ 500.000

Chrissie Wolf schnappt sich in Indien überlegen ihren ersten Sieg.
FINAL: Christine Wolf zeigte am Moving Day eindrucksvoll, dass ihr das schwierige Gelände des DLF G & CC in nahezu allen Aspekten liegt. Selbst ein Wasserball konnte der Tirolerin keinen Schlag abspenstig machen und marschierte sie mit einer makellosen 67 bis an die alleinige Spitze nach vor. Damit geht die Tirolerin wie schon im Vorjahr mit guten Siegchancen in die Finalrunde und hofft die noch offene Rechnung heuer begleichen zu können.

Der Start glückt dann auch sofort nach Maß, denn schon auf der 1 stopft Chrissie nach starker Annäherung den fälligen Birdieputt und zieht so nach nur einer gespielten Bahn am Leaderboard bereits etwas davon. Auch danach hat die Tirolerin alles fest im Griff, zieht gekonnt ihr bestes Spiel durch und nimmt am Par 5 der 4 ihr bereits zweites Birdie mit.

Dass die Innsbruckerin sichtlich locker unterwegs ist zeigt sich auf der 6, denn nach eingebunkerter Annäherung passt der Sandschlag durchwegs gut und aus in etwa 1,5 Metern locht sie ohne mit der Wimper zu zucken zum Par. Fast geht es eine Bahn später noch tiefer in den Minusbereich, doch der Birdieputt bleibt regelrecht genau an der Lochkante hängen.

Kurz vor dem Turn erhöht Marianne Skarpnord (NOR) dann mit einem Birdie etwas den Druck, doch Chrissie, die sogar mit der rot-weiß-roten Flagge auf den Schuhen am Kurs unterwegs ist, antwortet ihrerseits mit starker Annäherung und dem darauffolgenden Birdieputt mit Ehrenrunde perfekt. Auf einem Kurs, der eigentlich von der 1 bis zur 18 Stress garantiert, agiert die Olympionikin bislang absolut tiefenentspannt und bringt sich so gut wie nie in irgendwelche Schwierigkeiten.

Erst die 10 treibt nach ihrem zweiten verpassten Grün des Tages den Puls etwas in die Höhe, doch auch aus gut zwei Metern spielt der Putter brav mit und rettet das Par. Ohne jeglichen Wackler marschiert sie danach über die folgenden Bahnen und gibt sich auf der 13 sogar wieder eine richtig gute Birdiemöglichkeit. Die Linie setzt sie aber etwas zu weit links an um das nächste Erfolgserlebnis notieren zu können.

Chrissies unaufgeregtes Spiel zeigt bei Skarpnord auf der 15 dann erstmals richtig Wirkung, denn ihre schärfste Konkurrentin um den Sieg tritt sich am Par 5 der 15 aus dem Grünbunker ein Bogey ein, was die Österreicherin vor den letzten drei Bahnen wieder mit drei Schlägen in Führung bringt. Voll fokussiert und mit angenehmen Vorsprung lässt sie auch aus dem Grünbunker auf der abschließenden 18 nichts anbrennen und fährt so mit der fehlerlosen 69 (-3) überlegen mit drei Schlägen Vorsprung auf die Norwegerin ihren ersten Sieg auf Europas höchster Spielklasse ein.