Sarah Schober

Durchgekämpft

Sarah Schober kämpft sich bei den Hero Women’s Indian Open nach durch Krankheit geschwächten Tagen über die Distanz und beendet das LET-Event im DLF G & CC im soliden Mittelfeld, was ihr im Kampf um die Tourcard jedoch nicht weiterhilft.

Nach den zuletzt so zähen Monaten läuft Sarah Schober womöglich genau zur richtigen Zeit noch zur Hochform auf und das, obwohl sie sich im Vorfeld des Turniers etwas einfängt, was den Donnerstag zu einem regelrechten Überlebenskampf werden ließ. Im enorm anspruchsvollen DLF G & CC startete die Steirerin nach fast Zusammenbruch und Arztbesuch mit einer 72 (Par) und sprach danach selbst von der “Runde ihres Lebens”.

Immer noch geschwächt legte sie am Freitag dann eine 73 (+1) nach, haderte zwar etwas mit vergebenen Putts, zeigte sich aber aufgrund der Umstände mit der Ausgangslage verständlicherweise sehr zufrieden. Am Wochenende wird sie aber trotz allem wohl noch einen Gang höher schalten müssen, denn um die Top 70 der Jahreswertung knacken zu können, womit sie sich auch auf Kurs zu einer vollen Tourkarte bringen würde, sollte sie sogar die Top 3 anpeilen.

Sarah SchoberNahezu von Beginn an hat Sarah am Samstag dann aber hart zu kämpfen, was sich schon am Par 3 der 3 in einem ersten Schlagverlust manifestiert. Richtig bitter wird es aber dann erst ab der 6, denn auf ein Doppelbogey kann sie zwar mit dem ersten Birdie auf der 7 noch eine Antwort geben, nach weiterer Doublette am Par 5 der 7 biegt sie jedoch sogar nur bei 4 über Par auf die Backnine ab.

Auch dort hat sie weiterhin ziemlich zu kämpfen, wie etwa schon ein weiteres Bogey auf der 10 untermauert. Selbst Erfolgserlebnisse auf der 13 und der 15 radiert sie sich nahezu postwendend wieder aus, womit sich am Ende des Tages lediglich eine 77 (+5) ausgeht, die sie bis ins Mittelfeld auf Rang 30 abrutschen lässt. Damit rückt auch das benötigte Topergebnis in ziemlich weite Ferne.

Starke Phase zwischendurch

Die kräftezehrenden letzten Tage machen sich bei Sarah am Sonntag dann von Beginn an bemerkbar, denn die einzige Österreicherin im Feld muss bereits auf der 1 den ersten Schlagverlust einstecken und kann in Folge nicht nur nicht kontern, sondern rutscht bis zur 7 in gleich noch drei weitere Bogeys. Erst am Par 5 der 8 strahlt dann schließlich auch ein erstes Birdie von der Scorecard, womit sie sich sichtlich selbst etwas auf den Geschmack bringt, wie der nächste rote Eintrag direkt danach untermauert.

Den Schwung nimmt sie auch sehenswert auf die letzten neun Löcher mit, denn mit den nächsten Erfolgserlebnissen auf der 11 und dem Par 3 der 12, kämpft sie sich sogar wieder auf Level Par zurück. Wie aus dem Nichts geht dann jedoch auf der 13 so ziemlich alles daneben, was sogar im Doppelbogey mündet. Zum Abschluss muss sie schließlich auch am zähen Par 5 der 18 einen Schlagverlust verdauen und beendet das Turnier schließlich nur mit der 75 (+3). Damit verlässt sie Indien zwar als 34. mit einer soliden Mittelfeldplatzierung, im Kampf um die Tourcard hilft ihr diese jedoch nicht weiter. Shannon Tan (SIN) sichert sich bei gesamt 7 unter Par den Sieg.

Sarah nimmt viel Positives mit

“Zum ersten Mal in dieser Woche wars heute körperlich gut. Dafür waren am Anfang der Runde leider die Eisen schwach, was mir die Bogeys gekostet hat. Wenn man hier Grüns verfehlt, dann wird’s sehr schwierig. Noch dazu war das Rough ums Grün noch nie so arg lang wie heuer. Putten war ganz gut, vor allem zur Mitte der Runde, wo ich alles gelocht hab und richtig ein Aufschwung zu spüren war”, spricht sie die Aufholjagd nach den anfänglichen Problemen an.

“Leider ist mir dann ein Fehlschlag passiert ins Rough, von wo ich kaum eine Chance hatte rauszukommen. Ein Doppelbogey hat man dann schnell mal. Es gab aber trotzdem alles in allem sehr viel Positives und das möchte ich auch mitnehmen. Den Cut zu schaffen, nach meinen körperlichen Zustand am Donnerstag in der Früh, damit hat niemand gerechnet. Ich fliege heute Abend nach Hause und dann beginnt die Off-Season für mich”, so Sarah, die sich entschieden hat die Schulbank nicht zu drücken, abschließend.

Fotos: LET

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