Bernd Wiesberger

Anschluss verloren

Bernd Wiesberger lässt am Freitag beim Qatar Masters mit einer zwar keinerlei Diskussionen um den Cut aufkommen, verliert jedoch etwas den Anschluss an die Spitzenplätze. Matthias Schwab geht nach einer 73 (+1) auch im Doha GC wieder leer aus.

Nach dem verpatzten Finaltag in Bahrain präsentierte sich Bernd Wiesberger zum Auftakt in Doha wieder voll auf Höhe des Geschehens, denn im zähen Wind – teilweise pfiffen die Böen die Spieler mit rund 50 km /h um die Ohren – brachte der Südburgenländer sogar eine 69 (-3) zum Recording und startet so als starker 10. in den Freitag. Bei etwas weniger Wind entwickeln sich am Freitag auch die Scores etwas tiefer, weshalb Bernd bereits ohne auch nur einen einzigen Schlag ausgeführt zu haben bereits elf Ränge einbüßt.

Gleich auf der 1 klinkt sich der achtfache European Tour Champion dann aber in den Birdiereigen ein und lässt sich am Par 5 selbst von einer versandeten Attacke nicht am Weg zum anfänglichen roten Eintrag aufhalten. Wie schon so oft in den letzten Monaten bremst er sich dann kurz danach auf der 4 jedoch selbst ziemlich aus, denn mit einem vermeidbaren Dreiputtbogey aus gerade mal rund sechs Metern findet er sich recht rasch am Ausgangspunkt wieder.

Bernd WiesbergerIm stärker werdenden Wind erarbeitet er sich dann auf der 5 zwar die Chance zum sofortigen Konter, der Putter bleibt jedoch auch weiterhin etwas unterkühlt, weshalb die Großchance aus 2,5 Metern ungenützt verpufft. Zwei Löcher später macht er seine Sache dann zwar deutlich besser und holt sich aus ganz ähnlicher Distanz das Minus wieder zurück, nach verpasstem Sand Save am Par 3 danach hält er aber sofort wieder bei Level Par.

Richtig unangenehm wird es dann auf der nächsten kurzen Bahn, da er mit einem weiteren Dreiputtbogey erstmals sogar in den Plusbereich abdriftet. Erst danach scheint der Putter langsam auf Temperatur zu kommen, denn aus knapp acht Metern geht sich einigermaßen unverhofft der sofortige Konter aus. Mit den Par 3 Bahnen wird er jedoch auch im Finish nicht warm, wie ein weiterer Schlagverlust nach vergeblichem Scrambling aus dem Rough unangenehm beweist.

Nachdem sich am Schlussloch dann kein Birdie mehr ausgeht, muss er sich mit der 73 (+1) anfreunden. Damit cuttet er zwar als 34. ohne jegliche Diskussionen sicher ins Wochenende, verliert jedoch einigermaßen den Anschluss an die Spitzenränge. “Ich wurde im Sandsturm etwas weggeweht. Werde versuchen mit einem guten Wochenende ein paar Positionen gutzumachen”, so sein kurzer Kommentar nach der Runde via Instagram.

Wieder leer ausgegangen

Zum Auftakt hatte Matthias Schwab am Donnerstag Nachmittag einigermaßen zu kämpfen, arbeitete sich aber sehenswert noch zu einer 72 (Par) und nimmt Runde 2 so aus dem erwarteten Cutbereich in Angriff. Am Freitag wirkt der Rohrmooser in den Morgenstunden dann noch einigermaßen verschlafen, denn das erste Wedge ins Grün bleibt zu kurz, womit er sich gleich am anfänglichen Par 5 ein Bogey eintritt. In Folge stabilisiert er sein Spiel zwar und hält vorerst weitere Fehler von der Scorecard fern, Birdie findet er lange Zeit jedoch noch keines.

Matthias SchwabKurz vor dem Wechsel auf die hinteren Neun wird es dann erneut unangenehm, denn auch das zweite Par 5 der Runde erweist sich mit einem Dreiputt aus rund elf Metern alles andere als erfolgreich. Auf der nächsten langen Bahn direkt danach rehabilitiert sich der Schladming-Pro dann jedoch für die verpatzen Par 5 Löcher der Frontnine: Sehenswert parkt er die Attacke sechs Meter neben der Fahne und lässt sogar den Adler landen, womit er nicht nur sein Score wieder auf Anfang dreht, sondern sich auch wieder in Richtung Wochenende orientiert.

Bereits auf der 11 verschärft sich die Lage dann mit einem verpassten Up & Down jedoch wieder. Zumindest lässt er sich vom erneuten Rückschlag nicht wirklich beirren und zieht den zurechtgelegten Gameplan weiterhin souverän durch. Auf der 16 hat er dann wieder Grund zu jubeln, denn nach Pitch & Putt geht sich am kurzen Par 4 der nächste Schlaggewinn aus. Auf Kurs in Richtung Moving Day bringt ihn das jedoch nur kurz, denn schon am darauffolgenden Par 3 macht er sich das Leben mit einem Dreiputt wieder schwer. Da sich am Schlussloch dann nichts Zählbares mehr ausgeht, steht er auch in Doha nach der 73 (+1) wieder mit leeren Händen da.

Aus deutscher Sicht hat vor allem Marcel Siem am Freitag Grund zu jubeln. Der Routinier findet an der Seite Bernd Wiesbergers nach dem Turn das richtige Rezept für den Doha GC und stürmt mit einer 67 (-5) wie seine Landsmänner Marcel Schneider, Max Kieffer und Nicolai Von Dellingshausen ins Wochenende. Brandon Robinson Thompson (ENG) startet bei gesamt 10 unter Par als Leader in den Moving Day.

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