European Tour Leaderboard

ABU DHABI CHAMPIONSHIP



16.1. - 19.1.2020, Abu Dhabi GC,
Abu Dhabi, VAE, US$ 7,000.000

Wiesberger und Schwab schlagen in Abu Dhabi ein neues Golfkapitel auf.
FINAL: Bernd Wiesberger zeigt gleich bei seinem allerersten Saisonturnier, dass in diesem Jahr wohl gehörig mit ihm zu rechnen sein wird. Der Südburgenländer packte am Samstag eine fehlerlose 65 aus und startet so mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf Spitzenreiter Lee Westwood in den Finaltag. Damit hat er richtig gute Chancen sich mit einer weiteren starken Runde seinen bereits dritten Rolex-Series Sieg zu schnappen.

Gleich auf der 1 hat der Südburgenländer dann aber Schwierigkeiten vom Tee, denn nur knapp vor dem Wasser bremst sich der Ball gerade noch ein. In Folge erreicht er aber erst mit dem dritten Schlag das Grün und kann den Parsave nicht stopfen, was in einem anfänglichen Bogey mündet. Die Probleme vom Tee setzen sich auch auf der 2 weiter fort, denn erneut findet der Abschlag nicht das Fairway, weshalb er sich am Par 5 keine echte Birdiechance erarbeiten kann und mit dem Par leben muss.

Auch in Folge macht er sich das Leben mit den Drives gehörig schwer, denn auf der 3 verschwindet der Teeshot sogar im H2O, was prompt im nächsten Schlagverlust mündet und den Horrorstart in den Finaltag regelrecht prolongiert. Richtig stressfrei geht es auch in Folge nicht dahin, denn sein Spiel stabilisiert sich zwar von den Teeboxen etwas, dafür aber gelingen die Eisen teils nicht sehr souverän, was ihn etwa auf der 6 aus dem Rough zum Scrambeln zwingt. Die Übung erledigt er diesmal aber mit Bravour.

Endlich passt dann am Par 5 der 8 alles zusammen, denn Bernd legt ein wahres Vollbrett mitten aufs Fairway und hat aus knapp 200 Metern keinerlei Probleme das Grün zu attackieren. Der lange Eagleputt fällt zwar nicht, das erste Birdie stellt aber nur Formsache dar. Sofort kommt aber wieder Stress auf, denn ein weiterer verzogener Abschlag bremst sich erst in der Waste Area ein. Trotz unangenehmer Lage erreicht Bernd aber das Grün und nimmt schließlich das Par mit.

Dass an diesem Tag aber so gut wie nichts zusammenpassen will macht sich dann auf der 10 richtig bemerkbar, denn statt des scoretechnischen Ausgleichs setzt es am Par 5 ein weiteres Bogey, was Bernd auch erstmals aus den Top 10 katapultiert. Damit will sich der 34-jährige aber sichtlich nicht zufrieden geben, denn sofort steuert er mit seinem zweiten Birdie gegen und macht so den Par 5 Faux-pas wieder wett.

Auf der 15 findet er dann auch erstmals so richtig das Gefühl für die Grüns, denn aus knapp fünf Metern gelingt der scoretechnische Ausgleich, was ihn auch wieder unter die besten 10 spült. Passend zu einem richtig anstrengenden Tag lippt dann auf der 18 noch der Birdieputt aus und verhindert so noch den Sprung in den roten Bereich. Angesichts der Finalrunde muss Bernd sich am Ende mit der 72 und dem 8. Platz wohl zufrieden zeigen, da mit den Problemen im Spiel schlicht kaum besseres möglich gewesen wäre.


Auch Matthias Schwab zeigte am Moving Day sehr gutes Golf und konnte mit einer bogeyfreien Performance eine 69 notieren. Damit machte er zwar angesichts guter Scores am Leaderboard keine Ränge gut, mit guten letzten 18 Löchern ist ein Topergebnis aber durchaus noch in Reichweite. Mit zwei Pars findet Matthias dann auch sehr souverän in den Finaltag, wenngleich er eine schnelle Birdiechance am Par 5 der 2 noch ungenützt lässt.

Auch danach ist er vergeblich auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis und tritt sich auf der 6 nach 37 fehlerlosen Löchern sogar das erste Bogey ein, das ihn im Klassement doch mittlerweile um etliche Ränge zurückwirft. Konträr zum Freitag und Samstag hat er auch danach etliche Schwierigkeiten, lässt die Par 5 Bahnen ungenützt verstreichen und muss auf der 11 sogar seinen zweiten Fehler einstecken.

Des Schlechten noch nicht genug gelingt auch die 12 nur mit Bogey, was die zähe letzte Runde langsam aber sicher zur Realität werden lässt. Zumindestens kann er mit dem ersten Birdie der Runde danach etwas gegensteuern. Das stabilisiert auch sichtlich sein Spiel, denn in Folge kann er weitere Fehler von der Scorecard fernhalten und nimmt zum Abschluss auf der 18 noch ein weiteres Birdie mit. Mehr als die 73 (+1) geht sich so aber nicht aus und Matthias muss sich bei seinem Saisondebüt mit einem Platz im hinteren Mittelfeld anfreunden.

"Das war heute eine ähnliche Runde wie am Donnerstag. Es war eigentlich gut gespielt, aber leider schlecht gescored. Ich hatte keine wirklich guten Schläge deshalb muss ich mein Score auch so akzeptieren", zieht Matthias Schwab danach durchaus selbstkritisch Resümee.

POS SPIELER SCORE PAR STATUS
8
+6
Bernd Wiesberger 72 (Par) -13 FINAL
42
+18
Matthias Schwab 73 (+1) -6 FINAL










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Abu Dhabi Ch. Final beendet