Nachdem die Titelverteidigung in La Quinta mit einem Missed Cut ziemlich daneben ging, tankt Sepp Straka bei den WM Phoenix Open im TPC Scottsdale mit einer 68er (-3) Finalrunde und Rang 18 ordentlich Selbstvertrauen und startet so sicherlich mit einem guten Gefühl in die beiden anstehenden Signature Events in Kalifornien.
Sepp Straka kommt sichtlich von Tag zu Tag besser ins Rollen, denn nach einer 71 (Par) zum Auftakt, ließ er im TPC Scottsdale am Freitag mit einer 69 (-2) nichts anbrennen und cuttete souverän ins Wochenende. Am Moving Day erhöhte Sepp dann die Aggressivität im Spiel, was sich zwar auch in drei Bogeys manifestierte, diesen standen aber sieben Birdies gegenüber und mit der 67 (-4) kletterte er doch spürbar um viele Ränge im Klassement nach oben. Als 22. und mit vier Schlägen Rückstand auf die Top 10, scheint vor dem Finaltag wohl selbst ein Spitzenergebnis womöglich noch erreichbar zu sein.
Zwar bremst sich die erste Annäherung Millimeter vor dem Grün ein, Sepp hat aber keinerlei Probleme mit einem völlig stressfreien Par in den letzten Tag zu starten. Generell hat er in der frühen Phase der Finalrunde mit etwas ungenauen Eisen zu kämpfen. Das geht zwar auch auf der 2 noch gut, nach verzogener Attacke am einzigen Par 5 der Frontnine direkt danach, pitcht er aber nicht nur über den Grünbunker, sondern auch gleich übers gesamte Grün und da das Up & Down zum Par nicht gelingen will, ist das erste Bogey schließlich nicht mehr abzuwenden. Der Fehler scheint zwar wie ein Weckruf zu sein, denn am Par 3 der 4 knallt er den Tee Shot dann bis auf 1,5 Meter zur Fahne, der Putter schlummert aber weiterhin tief und fest und verweigert die Birdie-Mitarbeit.
Viel Leerlauf und ein Eagle
Auf der 5 will dann zwar auch aus vier Metern das Birdie nicht gelingen, dafür aber erwärmt sich der 14. Schläger dann auf der 6 und lässt aus drei Metern den hochverdienten Ausgleich springen. In Folge notiert er zwar durchwegs solide Pars, der Sprung in den roten Bereich geht sich auf den Frontnine aber nicht mehr aus. Auch nach dem Turn läuft er vorerst vergeblich einem weiteren Erfolgserlebnis hinterher, auch weil am Par 5 der 13 der Attacke lediglich ein knapper Meter fehlt um es aufs Grün zu schaffen. Das Highlight seiner Finalrunde folgt dann jedoch kurze Zeit später, denn zwei Löcher danach passt die Attacke am letzten Par 5 auf den Punkt, was im Anschluss aus zwei Metern auch einen Adler auf der Scorecard einnistet.
Zum Abschluss bringt er dann auf der 18 noch einmal den Putter auf Temperatur und beendet das Turnier mit einem gelochten 6,5 Meter Putt zum Birdie stilecht. Nach dem Missed Cut bei der Titelverteidigung in La Quinta, schreibt Sepp so nicht nur nach der 68 (-3) und mit einem 18. Rang im neuen FedEx-Cup an, sondern tankt vor den anstehenden beiden Signature Events in Kalifornien sicherlich auch ordentlich Selbstvertrauen. Stephan Jäger (GER) ergeht es am Sonntag weniger gut, denn mit einer 72 (+1) rutscht der einzige Deutsche im Wochenende noch bis ins vordere Mittelfeld zurück.
Hideki Matsuyama (JPN) bestimmt lange Zeit das Geschehen, ehe er am Schlussloch noch ein Bogey einstecken muss und so nach der 68 (-4) und bei gesamt 16 unter Par gegen Chris Gotterup (USA) nach dessen 64 (-7) ins Stechen muss. Dort setzt sich der US-Amerikaner dann am ersten Extraloch durch und feiert nach Hawaii seinen bereits zweiten Saisonsieg.









