Stephan Jäger in der US PGA-Tour

Schlag für Schlag nähert sich Profigolfer Stephan Jäger seinem Ziel. Der gebürtige Münchner lebt und spielt seit zwölf Jahren im US-Bundesstaat Tennessee. Hartes Training und Hingabe an den Sport machen sich allmählich bezahlt. Jäger, der sich inzwischen bis in die US PGA-Tour, die höchstdotierte Turnierrunde der Welt, vorgearbeitet hat, beendete das Turnier in Potomac mit einem beachtlichen geteilten 13. Platz. Lediglich 14 Schläge trennten ihn von Sieger Francesco Molinari. Bis zu den beiden letzten Spielbahnen lag Jäger sogar auf Kurs für die erste Top-Ten-Platzierung seiner Karriere, doch drei Schlagverluste und eine 68er Schlussrunde vereitelten das.

Publikumsliebling Tiger Woods landete in Potomac auf Platz vier – nur vier Schläge vor Jäger.

Bei dem US PGA-Turnier auf The Greenbrier in White Sulphur Springs ist Webb Simpson der Favorit auf den Sieg, gefolgt von Tony Finau und Phil Mickelson. Jäger liegt nach den Prognosen im guten Mittelfeld, auch wenn er im Gegensatz zu Xander Schauffele, der ebenfalls in den USA lebt und inzwischen die doppelte Staatsangehörigkeit besitzt, nicht zu den Favoriten gehört, um den Cut zu machen.

Jäger arbeitet seit seiner Jugend hartnäckig an seiner Profikarriere und ging deshalb von München als Austauschschüler nach Chattanooga, um sich im College-Golf das notwendige Rüstzeug zu holen. In der von Glenn Miller besungenen Stadt blieb er auch anschließend, als Psychologiestudent, angelockt von Natur, Lebensqualität, Sonnenschein und vor allem fantastischen Golfplätzen.

Seinen ersten aufsehenerregenden Erfolg hatte Jäger, der außer mit einem Pitch-Coach auch mit einem Mental-Coach arbeitet, 2016 mit einer spektakulären 58er Runde.

Die großen Erfolge lassen zwar noch auf sich warten, aber Jäger holt auf. Seit 2012 ist er Golfprofi, und im Jahr darauf schaffte er das erste Mal den Cut bei den Puerto Rico Open.

2017 kam er bei den US Open auf einen geteilten 60. Platz, und bei der Sandersons Farms Championship machte er den Cut. An Preisgeld nahm er in dem Jahr 24.301 US-Dollar ein.

In diesem Jahr ist er zum ersten Mal auf den FedExCup-Rängen gelistet, und zwar auf Platz 152. Seine Einnahmen haben sich ums Vierzehnfache erhöht, auf 341.245 US-Dollar, und die Saison ist noch längst nicht vorüber.

In der aktuellen Rangliste der besten deutschen Profigolfer hat sich Jäger inzwischen auf Platz vier vorgeschoben, hinter Xander Schauffele, Alex Ceijka und Martin Kaymer.
Ceijka war in Potomac ebenfalls am Start und beendete das Turnier auf Platz 32. Er lag insgesamt sechs Schläge hinter Jäger.

Der 29 Jahre alte Münchner weiß, dass er auch weiterhin gute Runden spielen muss, um sich im kommenden Jahr in der US PGA-Tour zu halten, aber er hat sich seine Ziele sogar schon weiter gesteckt. Major-Turniere und sogar die Teilnahme am Ryder-Cup stehen für ihn auf dem Karriereplan.

Das Turnier um den alle zwei Jahre zwischen Europa und den USA ausgespielten Ryder-Cup wird in diesem Jahr vom 28. bis 30. September in Paris ausgetragen. Zwei Dutzend Golfer gehen dabei an den Start. Das europäische Team setzt sich aus den vier Erstplatzierten der Europäischen Punkteliste, den vier Erstplatzierten der Weltpunkteliste und vier vom Teamkapitän Thomas Bjorn gewählten Spielern zusammen. Der Auswahlprozess endet am 3. September. Das US-Team besteht aus den acht Top-Golfern am Ende der PGA-Meisterschaft sowie vier von Kapitän Jim Furyk ausgesuchten Athleten.

Stephan Jäger hat sich damit ein an Ehrgeiz kaum zu übertreffendes Ziel gesetzt.

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