Die skurrilsten Golfregeln

Hinter jeder Regel und jedem Verbot steckt eine Geschichte. Auf dem Golfplatz haben sich bereits die kuriosesten Geschichten ereignet, die zu manch einer eigenartigen Regel im Golf geführt haben. Genau aus diesem Grund werden die Golfregeln alle vier Jahre überdacht und überarbeitet. Für 2019 ist eine Regelreform im Golf vorgesehen, die viele der heutigen Regeln verändern wird. Aktuell werden auf 34 Seiten die wichtigsten Regeln im Golf erklärt, künftig werden diese auf 24 Seiten gekürzt. Auf dieser Anzahl an Seiten können jedoch bei Weitem nicht alle möglichen Ereignisse auf dem Golfplatz zusammengefasst werden, weswegen sich einem weiteren Regelwerk bedient wird, dem Buch der „Entscheidungen zu den Golfregeln“. Auf 960 Seiten wurden hier die verschiedensten Entscheidungen zusammengetragen, die in Folge der skurrilsten Ereignisse auf dem Golfplatz getroffen wurden.

Tiere auf dem Golfplatz

Vögel sind dem Golfer gerne willkommen, jedenfalls wenn es sich um „Birdie“, „Eagle“ und „Albatros“ handelt, und diese sich nur auf der Scorekarte befinden und nicht etwa versuchen, den Ball zu stehlen. Tiere gehören laut Regelwerk zu „nicht zum Spiel gehörigen“. Doch was tun, wenn man einem Nashorn, Schlange, Bär oder Alligator auf dem Feld begegnet? Zum Glück der Tiere, darf ein Ball ohne Strafe neu gedroppt werden, sollte der Ball auf oder in einem lebendigen Lebewesen, wie etwa auf dem Panzer einer Schildkröte landen oder von einer Schlange umwickelt werden.

Landet der Ball in der Nähe eines Nilpferdes, Krokodils oder ähnlich gefährlichen Tieren, ist es zum Wohl des Spielers gestattet, einen neuen Ball in gleicher Distanz zum Loch und in sicherer Entfernung vom Tier zu platzieren. Anders sieht es aus, wenn ein Spieler einen „Weißen Hai“ auf dem Spielfeld sichtet, hier handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um den australischen Spieler Greg Norman, der den Spitznamen „The Great White Shark“ dank seiner weißen Haare und aggressiven Spielweise erhalten hat.

Kein Pusten gestattet

Wird der Ball durch einen Windstoß bewegt, ist dies kein Problem und der Ball darf von der neuen Position gespielt werden. Verboten ist es allerdings, wenn künstlich Wind erzeugt wird, der den Ball zum Rollen bringt. In diesem Fall muss der Ball zurück zur ursprünglichen Position gebracht werden und kann von dort ohne Strafschlag gespielt werden. Fächer, Ventilatoren oder Pusten, um den Ball näher an das Loch zu bringen, sind somit verboten. Spieler scheinen das bereits ausprobiert zu haben!

Um etwa die Windrichtung zu messen, ist es dem Spieler erlaubt, einen Büschel Gras in die Luft zu werfen. Auch der Rauch einer Zigarette darf hierzu genutzt werden. Nicht jedoch eine Windsocke, dies ist verboten, da sie ausschließlich zum Messen des Winds vorgesehen ist. Auch Wasser darf nicht zum eigenen Vorteil auf dem Spielplatz zum Einsatz kommen. Somit darf eine Wasserflasche nicht auf das Grün gelegt werden, um das Gefälle zu messen.

Scherze durch andere Spieler

Hat sich ein anderer Spieler auf dem Feld einen Spaß erlaubt, die Flagge vom Loch entfernt und an einer anderen Stelle ins Gras gesteckt, erhält der Spieler, der die Flagge an der falschen Stelle anvisiert hat, keinen erneuten Schlag. Jeder ist schließlich selbst dafür zuständig, sicherzugehen, dass die Flagge auch wirklich das Loch markiert und nicht einfach eine Stelle im Grün. Natürlich wird von den Spielern faires Spiel erwünscht, um solche Vorkommnisse zu verhindern, anscheinend gibt es sie aber dennoch.

Der Kaktus und das Clubhaus

Landet der Golfball nach dem Schlag in der Nähe eines Kaktus, darf der Ball nicht straffrei bewegt werden, aber auch der Kaktus darf nicht verändert werden. Um sich vor den Stacheln der Pflanze zu schützen, ist es gestattet, sich eine Jacke, Handtuch oder dergleichen um das Bein oder den Arm zu wickeln. Verboten ist es allerdings, den Kaktus abzudecken, da dies einer Modifizierung der physischen Gegebenheiten gleichen und somit bestraft werden würde. Etwas anders sieht es aus, wenn der Ball im Clubhaus landet. Das Clubhaus gilt laut Regelwerk des Deutschen Golfverbands (DGV) als unbewegliches Hindernis. Solange sich das Clubhaus nicht im OB befindet, darf ein Fenster oder eine Tür geöffnet werden, um weiterspielen zu können.

Es gibt noch eine Vielzahl weiterer kurioser Golfregeln, bei denen man sich gerne fragt, wie solche Entscheidungen wohl entstanden sind. Es gibt sogar eine Regel dazu, was zu tun ist, wenn sich der Ball in der Schale einer Frucht befindet und vieles mehr.

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