Karibisches Birdiefieber

PUNTACANA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Sepp Straka mischt beim karibischen Birdiewettlauf im Corales Resort mit einer 65 voll mit und geht sogar aus geteilter Führung in den zweiten Spieltag. Matthias Schwab zeigt mit einer der letzten Startzeiten ebenfalls sehr starkes Golf und geht nur knapp hinter den Top 10 auf die zweite Runde.

Nachdem Sepp Straka bereits beim Season Opener mit einem guten Ergebnis im neuen FedExCup sehenswert anschreiben konnte, geht der Georgia Bulldog ohne großen Druck ins 4 Millionen Dollar Turnier in der Dominikanischen Republik. Auf einer durchwegs birdiefreundlichen Wiese in der Karibik, findet er sich dann auch von Beginn an bestens zurecht und knallt eine mehr als nur gelungene Auftaktrunde aufs Tableau.

Mit früher Startzeit ausgestattet findet er mit einem bombensicheren Par auf der 10 ohne große Probleme ins Turnier. Nach leicht verzogenem Abschlag hat er am darauffolgenden Par 3 erstmals etwas Stress, kratzt aber noch das Par. Standesgemäß schnappt sich der Longhitter dann am Par 5 der 12 das erste Birdie und taucht so bereits recht früh in den roten Bereich ab.

Voll am Gaspedal

Auch danach zeigt Sepp sehenswertes Golf, lässt nichts anbrennen und verwertet auf der 14 auch am zweiten Par 5 die sich bietende Birdiechance. Das bringt den Motor des gebürtigen Wieners sichtlich so richtig auf Touren, denn auch auf der 15 kann er den Birdieputt versenken und mischt so sofort im absoluten Spitzenfeld mit. Selbst damit hat er aber noch nicht genug, wie ein Chip-in aus dem Rough zum Birdiehattrick unterstreicht. Damit leuchtet sein Name nach sieben Löchern sogar bereits aus der geteilten Führung auf.

Erst danach legt Sepp erstmals eine kleine schöpferische Pause ein und notiert auf den folgenden Bahnen eine kleine Parserie. Diese beendet er dann auf der 13 aber mit einem Paukenschlag, denn er zündet zwei ganz starke Schläge, legt sich so am dritten Par 5 sogar die Eaglechance auf und lässt dem Adler keine andere Chance als auf der Scorecard zu landen. Auf der letzten langen Bahn verpasst er zwar das eigentlich eingeplante Birdie, holt dieses dafür am darauffolgenden Par 4 nach und liegt so mit der 65 (-7) sogar in geteilter Führung.

Auf Kurs

Sein neues Management GSE / Impact Point hat Matthias Schwab bereits Einladungen für die Punta Cana Championship und Sanderson Farms Championship besorgt um möglichst rasch den Sprung auf die PGA Tour zu schaffen. Dieser neue Fokus auf das amerikanische Golfschlaraffenland bedeutet aber auch, dass der Schladminger besser spielen wird müssen als zuletzt bei der US Open, wo er sehr offen selbstkritisch eingestand, dass sein Golf in Anwesenheit der Golfelite nicht gut genug war.

Da wird die Aufgabe diese Woche in der DomRep schon einfacher sein, wenn es im Corales Resort von Punta Cana ein deutlich überschaubareres Spielerfeld gibt. Angesichts weniger Einsätze auf der PGA Tour wird Schwab eine ähnliche Leistung abrufen müssen wie bei der Barracuda Championship.

Er startet mit einer der spätesten Startzeiten am Nachmittag dann sehr souverän mit einem stressfreien Par auf der 1 in die Auftaktrunde. Nach ewiger Warterei in der 2. Teebox hat der Schladming-Pro am langen Par 3 einen der schwersten Teeshots des Kurses vor der Nase. Er zeigt aber, dass er sich nicht aus der Ruhe bringen lässt und legt den Ball stark aufs Grün, was das nächste Par nur zur Formsache werden lässt.

Par 5 im Griff

Am ersten Par 5 der Runde kann er zwar nicht die Grünattacke reiten, da der Abschlag im Rough hängen bleibt, er legt jedoch sein Wedge recht gut zur Fahne und sackt schlussendlich das erste Birdie des Tages ein. Die langen Bahnen hat er auch danach gut im Griff, denn nach sicheren Pars auf der 5 und der 6 geht sich auch am zweiten Par 5 ein Birdie aus. Das lässt den Rohrmooser richtig ins Rollen kommen, wie ein weiteres Erfolgserlebnis gleich danach beweist.

Ein Dreiputt-Bogey bremst den Schwung dann kurz vor dem Turn am Par 3 der 9 unangenehm ein. Matthias lässt sich aber davon nicht beeindrucken, stabilisiert sein Spiel sofort wieder und krallt sich auch am dritten Par 5 der Runde ein Birdie. Erst das letzte lange Loch zeigt dem jungen Steirer dann die kalte Schulter und lässt ihn „nur“ das Par mitnehmen, dafür aber rollt er danach auf der 16 den Birdieputt ins Loch und nähert sich so erstmals richtig deutlich den Top 10 an.

Allerdings verliert er sie auch rasch wieder aus den Augen, nachdem der Abschlag am Par 3 der 17 im Grünbunker landet, von wo aus sich das Par nicht mehr ausgeht. Souverän nimmt er dann zum Abschluss auf der 18 noch ein Par mit und marschiert so schließlich mit einer 69 (-3) zum Recording. Damit liegt er immerhin glasklar auf Cutkurs und hat vom 30. Platz aus auch die Spitzenplätze noch recht gut in Sichtweite.
„Im Vergleich zur US Open ist vor allem mein langes Spiel besser geworden. Beim Putten ist noch Luft nach oben. Der Platz befindet sich in einem tollen Zustand. Meine letzten fünf Löcher spielten sich im immer stärker werdenden Wind schwierig. Mit drei unter Par ist mein Start ins Turnier ok,“ äußert sich Schwab zufrieden.

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