Emma Spitz startet beim Lalla Meryem Cup nach einer 72 (-1) und einer 69 (-4) mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf Spitzenreiterin Shannon Tan (SIN) in den Finaltag und mischt so gleich beim ersten Saisoneinsatz voll im Titelkampf mit. Sarah Schober cuttet zwar ebenfalls, rutscht am Freitag im Royal Golf Dar Es Salam aber deutlich zurück.
Nach über zwei Monaten Winterpause dürfen auch Europas beste Golfdamen endlich wieder auf der Ladies European Tour um Birdies, Preisgeld und Punkte kämpfen. Die Österreicherinnen werden bis auf weiteres nur zu zweit unsere Golffahnen hochhalten, wobei vor allem Emma Spitz nach ihrer großartigen Saison 2024 mehr als nur überfällig für den ersten vollen Erfolg ist. Sarah Schober muss mit kleinerer Kategorie hoffen, dass sie dennoch eine volle Saison wird absolvieren können. Los geht es beim Lalla Meryem Cup in Dar Es Salam, wo am Blue Course über drei Tage 450.000 ausgespielt werden.
Zum Auftakt ist Emma Spitz erst am Nachmittag unterwegs, darf sich dann aber am Par 5 der 2 schon früh über das erste Birdie freuen. Auch danach hat sie auf den Frontnine vor allem die langen Löcher bestens im Griff, denn auch die 5 und die 8 erweisen sich als gewinnbringend. Erst kurz vor dem Turn erwischt es sie dann auf der 9 schließlich auch mit dem ersten Fehler im Turnier. Sofort stabilisiert sie ihr Spiel jedoch wieder, im Finish wird es jedoch noch einmal richtig bunt. Mit Bogey-Birdie-Bogey fasst sie zwar neben einem Erfolgserlebnis auch noch zwei Fehler aus, mit der 72 (-1) liegt sie nach den ersten 18 Löchern aber noch klar in Schlagdistanz zu den Toprängen.
Der zweite Arbeitstag beginnt für Emma am Freitag Vormittag mit einem anfänglichen Bogey auf der 10 alles andere als nach Plan, allerdings kann die junge Niederösterreicherin in Folge weitere Fehler vermeiden und holt sich auf der 14 auch das erste Birdie ab. Mehr will bis zum Turn war nicht gelingen, nach wie vor sind die Top 10 zur Halbzeit der Runde jedoch nur zwei Schläge weit weg. Auf den vorderen Neun kommt Emma dann so richtig ins Rollen, denn von der 3 weg holt sie sich gleich satte vier Birdies in Folge ab zieht so mit riesigen Schritten im Klassement nach vor. Schlussendlich leuchtet am Freitag sogar die 69 (-4) auf, was sie als 5. und mit nur zwei Schlägen Rückstand auf Spitzenreiterin Shannon Tan in den finalen Samstag starten lässt.
Schober zückt ein Ass
Die ersten neun Löcher der neuen Saison verlaufen bei Sarah Schober äußerst farbenfroh, denn nach einem anfänglichen Birdie auf der 10, tritt sie sich am darauffolgenden Par 5 sogar ein Doppelbogey ein. Schon zwei Löcher später gleicht sie ihr Score am Par 3 dann zwar wieder aus, rutscht aber sofort wieder in den Plusbereich ab. Erst ein Par 5 Birdie auf der 15 vermag ihr Spiel dann zu stablisieren, was sie bei Level Par zum Turn kommen lässt. Auf den Frontnine hält sie Fehler dann gekonnt fern, locht am Par 5 der 2den nächsten Birdieputt und sorgt dann auf der 6 mit einem Hole in One sogar für das Highlight des Tages. Zum Abschluss geht sich dann auch auf der 9 noch ein Erfolgserlebnis aus, womit sie sogar die 69 (-4) zu Papier bringt und damit im absoluten Spitzenfeld mitmischt.
“Das war heute wirklich eine coole Runde. Es war von Tee bis Grün sehr konstant und der Putter war auch echt heiß heute. Am Ende warens nur 25 Putts, das hilft natürlich auch. Generell fühlt sich alles wirklich gut an schon. Das Hole in One war natürlich das I-Tüpfelchen. War ein Eisen 7 aus 153 Metern, wirklich ein perfekter Schlag. ist zwei Meter vor der Fahne aufgekommen und dann ins Loch ausgerollt. Es hat sich dann auch der ganze Flight gefreut, war echt ein cooler Moment”, beschreibt sie nach der starken Auftaktrunde, wo sie am Ende nur drei Spielerinnen den Vortritt lassen muss, das Ass im Detail.
Sofort macht Sarah am Freitag Nachmittag dort weiter wo sie am Donnerstag aufgehört hat und sammelt gleich auf der 1 und dem Par 5 der 2 die ersten Birdies auf, womit sie bis auf einen Schlag zur Spitze aufschließt. Danach ebbt der Schwung jedoch einigermaßen ab, was sich am Par 3 der 6 auch im ersten Fehler niederschlägt. Kurz vor dem Turn erwischt es sie dann sogar noch ein weiteres Mal, womit sie lediglich bei Level Par auf die hintere Platzhälfte abbiegt. Die beiden Bogeys kosten auch komplett die Sicherheit, denn gleich auf der 10 tritt sie sich sogar ein Doppelbogey ein und kann auch am Par 5 danach einen weiteren Fehler nicht verhindern. Der Probleme nicht genug, findet sie die gesamten Backnine über kein Birdie und muss noch dazu auf der letzten langen Bahn unter anderem eine weitere Doublette einstecken. Schlussendlich geht sich so sogar nur die 79 (+6) aus, die sie dank der starken Auftaktrunde zwar als 44. sicher cutten lässt, die Spitzenränge rücken aber in unangenehme Ferne.
Fotos: LET




