Online-Glücksspiele haben in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Immer mehr Länder öffnen ihre Märkte und erlassen Regeln für Anbieter von Online-Casinos, Sportwetten und Poker. Ein Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen des Online-Glücksspiels im Jahr 2025.
| Land | Erlaubte Glücksspiele | Besteuerung |
| Deutschland | Sportwetten, Online-Casinos, Online-Poker | 5% Umsatzsteuer auf Einsätze |
| Österreich | Sportwetten, Online-Casinos mit Konzession | 2% Glücksspielabgabe auf Bruttospielertrag |
| Schweiz | Sportwetten, Online-Casinos, Online-Poker mit Bewilligung | 80% Reingewinnbesteuerung |
Sportwetten und Live-Wetten: Hohe Umsätze, streng regulierte Märkte
Die Sportwettbranche ist Vorreiter bei der Digitalisierung des Glücksspiels. Schon früh konnten Tipper online auf Spiele und Sportereignisse wetten. In den vergangenen Jahren kamen Live- und Inplay-Wetten hinzu, bei denen bis kurz vor Schluss auf das Endergebnis gewettet werden kann.
Diese innovativen Wettformen sind bei Tippern äußerst beliebt, bergen aber auch Risiken für Spiel- und Jugendschutz. Deshalb unterliegen Sportwetten einer strengen Regulierung. Anbieter wie Casino Stake benötigen in den meisten Ländern eine Glücksspiellizenz und müssen technische Voraussetzungen wie ein Spielersperrsystem implementieren.
Die Einnahmen mit Sportwetten sind enorm. 2025 werden in Deutschland über 5 Milliarden Euro, in Großbritannien sogar über 8 Milliarden Euro mit Wetten umgesetzt. Aufgrund des hohen Suchtpotenzials dürfen in Zukunft aber keine weiteren Lockerungen für diesen Glücksspielbereich erwartet werden.
Online-Casinos: Zwischen strikten Verboten und liberalen Regeln
Ob Online-Casinos erlaubt sind, unterscheidet sich in Europa von Land zu Land immens. Während sie in Schweden oder Norwegen komplett verboten sind, können Spieler in EU-Staaten wie Deutschland und Österreich legal um Echtgeld zocken.
Der Trend geht klar in Richtung einer vorsichtigen Marktöffnung. Allein der Druck des EU-Rechts zwingt viele Regierungen, ihre restriktiven Regeln aufzuweichen. Doch die erhoffte Kanalisierung der Spieler von Schwarz- zu regulieren Anbietern gelingt nur mäßig.
Experten schätzen, dass auch 2025 noch 40-60% des Marktes für Online-Casinos in Europa illegal sein werden. Das liegt auch an den zum Teil sehr hohen Steuerabgaben für die Anbieter. Diese Kosten werden an die Spieler weitergegeben und treiben diese so paradoxerweise wieder ins Illegale.
| Land | Besteuerung |
| Malta | 0,5% auf Umsätze |
| Deutschland | 5% Umsatzsteuer auf Spieleinsätze |
| Schweden | Verbot von Online-Casinos |
Langfristig ist zu erwarten, dass immer mehr Länder den regulierten Markt für Online-Casinos öffnen, um zumindest einen Teil der Umsätze besteuern und in legale Bahnen lenken zu können.
Online-Poker: Nischenmarkt mit Wachstumspotenzial
Online-Poker ist eine Nische im Markt der Online-Glücksspiele. Das Spiel um Echtgeld ist in vielen Ländern erlaubt, mit und ohne erforderliche Lizenz. Da der Geschicklichkeitsfaktor überwiegt, stuft beispielsweise der EuGH Poker nicht als reines Glücksspiel ein.
Führend im Online-Poker sind die Märkte in Frankreich, Spanien und Italien. Aber auch in Deutschland und Österreich können Spieler an virtuellen Pokertischen um Geld spielen. Das Wachstumspotenzial ist enorm, da Online-Poker jüngere Zielgruppen anspricht.
Bis 2025 wird der globale Online-Poker-Markt auf 7 Milliarden Dollar geschätzt. Treiber sind die Events der World Series of Poker, die online ausgespielt werden, sowie Innovationen wie VR-Poker. Letzteres verspricht ein noch intensiveres Spielerlebnis. Regulierer müssen darauf achten, dass VR-Poker nicht noch stärker abhängig macht.
Fazit: Liberalisierung schreitet voran, illegale Anbieter bleiben relevant
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Regulierung des Online-Glücksspielmarktes bis 2025 deutliche Fortschritte gemacht haben wird. Viele Länder erkennen, dass eine Prohibition nicht funktioniert und öffnen ihre Märkte zaghaft.
Doch eine flächendeckende Regulierung, die illegales Glücksspiel völlig unterbindet, ist nicht zu erwarten. Zu unterschiedlich sind die kulturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Und die zum Teil sehr hohe Besteuerung lässt Raum für Anbieter ohne Lizenz. Diese werden durch weitere Innovationen wie Virtual Reality zusätzliche Nachfrage akquirieren.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie Staaten und Regulierungsbehörden weiter mit dem Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen, Spielerschutz und illegalen Angeboten umgehen werden.





